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	<title>Sprache Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>Longevity &#8211; ein neues Wort ploppt auf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 09:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="295" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Google-Trends-Kurve zum Begriff Longevity" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity-150x55.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity-768x283.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Plötzlich liest und hört man überall von Longevity. Wieder ein Wort, von dem ich wette, dass der Großteil der Menschen nicht auf Anhieb weiß, worum es geht. Gehört habe ich das Wort zum ersten Mal in der Lacalut-Reklame. Die Werber der Zahncreme-Marke haben das Wort in ihren Spot eingebaut und erklären zumindest, was es bedeutet. Danach ist mit das Wort in einem der Blogs untergekommen, die ich regelmäßig verfolge: im Lady-Blog. Dort gibt es eine Reihe von Texten zu Longevity, unter anderem einen über eine Longevity-Klinik. Dort wird Longevity als eines der großen Gesundheitsthemen unserer Zeit bezeichnet. Das muss irgendwie an mir vorbeigegangen sein. Eine Eingabe bei Google-Trends (siehe Screenshot oben) zeigt, dass Longevity nach einem kurzen Peak im April 2025 ab November 2025 immer mehr Interesse hervorruft. Die Kurve der Google-Suchen nach diesem Begriff geht steil nach oben, flacht aber gerade wieder ab. Ist der Trend schon vorbei? Wohl kaum. Vielleicht haben alle, die es wissen wollten, das Wort inzwischen gegoogelt. Longevity heißt Langlebigkeit Was ist nun Longevity. Übersetzt heißt es Langlebigkeit. Selbst der NDR ist auf den Trend aufgesprungen und nennt acht Faktoren, die das Leben verlängern können. Auf viele davon wäre ich auch ohne ein Trendwort gekommen. Etwa nicht rauchen, wenig Alkohol trinken, sich regelmäßig bewegen, sich gesund ernähren oder gut und regelmäßig schlafen. Nennt mich spießig oder altmodisch, aber ich mag diese Flut an neuen, englischen Wörtern nicht. Warum tut es nicht auch die Langlebigkeit? Und warum muten ausgerechnet Werbetreibende Kunden Wörter zu, die sie oft nicht kennen und verstehen? Weil es gerade Trend ist? Wenn das die Leute nicht eher verschreckt, als sie für ein Produkt einzunehmen. Dabei muss es gar nicht mal die Übersetzung deutscher Begriffe ins Englische sein, nicht mal ein bisschen. Ich erinnere nur an den Faltshopper aka Einkaufsbeutel. Welches Wort ploppt als Nächstes auf? Ob sich Longevity durchsetzt? Mal sehen. Wie viel Verwirrung das Wort offenbar anrichtet, zeigen die vorgegebenen Fragen zum Thema bei Google. Etwa &#8222;Wie spricht man Longevity aus?&#8220; oder &#8222;Woher kommt der Begriff Longevity?&#8220; Bis wir das alle gelernt haben, ist der Begriff vielleicht schon wieder weg, bevor das nächste unaussprechliche und unbekannte Wort um die Ecke kommt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/longevity-ein-neues-wort-ploppt-auf/">Longevity &#8211; ein neues Wort ploppt auf</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="295" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Google-Trends-Kurve zum Begriff Longevity" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity-150x55.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity-768x283.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Plötzlich liest und hört man überall von Longevity. Wieder ein Wort, von dem ich wette, dass der Großteil der Menschen nicht auf Anhieb weiß, worum es geht.</p>



<span id="more-14606"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Gehört habe ich das Wort zum ersten Mal in der Lacalut-Reklame. Die Werber der Zahncreme-Marke haben das Wort in ihren Spot eingebaut und erklären zumindest, was es bedeutet. Danach ist mit das Wort in einem der Blogs untergekommen, die ich regelmäßig verfolge: im Lady-Blog. Dort gibt es eine Reihe von Texten zu Longevity, unter anderem einen über eine <a href="https://www.lady-blog.de/longevity-klinik-aiva-berlin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Longevity-Klinik</a>. Dort wird Longevity als eines der großen Gesundheitsthemen unserer Zeit bezeichnet. Das muss irgendwie an mir vorbeigegangen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Eingabe bei Google-Trends (siehe Screenshot oben) zeigt, dass Longevity nach einem kurzen Peak im April 2025 ab November 2025 immer mehr Interesse hervorruft. Die Kurve der Google-Suchen nach diesem Begriff geht steil nach oben, flacht aber gerade wieder ab. Ist der Trend schon vorbei? Wohl kaum. Vielleicht haben alle, die es wissen wollten, das Wort inzwischen gegoogelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Longevity heißt Langlebigkeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was ist nun Longevity. Übersetzt heißt es Langlebigkeit. Selbst der NDR <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/-Longevity-Welche-Faktoren-sind-wichtig-fuer-ein-langes-Leben,langesleben100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ist auf den Trend aufgesprungen</a> und nennt acht Faktoren, die das Leben verlängern können. Auf viele davon wäre ich auch ohne ein Trendwort gekommen. Etwa nicht rauchen, wenig Alkohol trinken, sich regelmäßig bewegen, sich gesund ernähren oder gut und regelmäßig schlafen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nennt mich spießig oder altmodisch, aber ich mag diese Flut an neuen, englischen Wörtern nicht. Warum tut es nicht auch die Langlebigkeit? Und warum muten ausgerechnet Werbetreibende Kunden Wörter zu, die sie oft nicht kennen und verstehen? Weil es gerade Trend ist? Wenn das die Leute nicht eher verschreckt, als sie für ein Produkt einzunehmen. Dabei muss es gar nicht mal die Übersetzung deutscher Begriffe ins Englische sein, nicht mal ein bisschen. Ich erinnere nur an den <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/faltshopper-und-manikuerist-neue-wortbeute/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Faltshopper aka Einkaufsbeutel</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welches Wort ploppt als Nächstes auf?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ob sich Longevity durchsetzt? Mal sehen. Wie viel Verwirrung das Wort offenbar anrichtet, zeigen die vorgegebenen Fragen zum Thema bei Google. Etwa &#8222;Wie spricht man Longevity aus?&#8220; oder &#8222;Woher kommt der Begriff Longevity?&#8220; Bis wir das alle gelernt haben, ist der Begriff vielleicht schon wieder weg, bevor das nächste unaussprechliche und unbekannte Wort um die Ecke kommt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/longevity-ein-neues-wort-ploppt-auf/">Longevity &#8211; ein neues Wort ploppt auf</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Jägersprache: Von Lauscher und Licht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 09:55:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gelernt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Damwild.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Damwild im Wildpark Malente. In der Jägersprache heißt die Nase Windfang." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Damwild.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Damwild-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Damwild-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich bin gerade im Wildpark Malente spazieren gegangen. Und habe dabei Jägersprache gelernt. Mancher Ausdruck ist sehr treffend. Im Wildpark Malente leben Rothirsche in einem wirklich sehr großen Gatter, ebenfalls eingesperrte Wildschweine und Damwild, das frei herumläuft. Der Park bietet dem Wild auf mehr als zwölf Hektar Fläche viel Platz und gute Lebensbedingungen. Die Besucher können die Tiere vor allem jetzt im Frühjahr, bevor die Bäume Blätter tragen, gut beobachten. Eine Gelegenheit, meine neue Kamera und das neue Teleobjektiv auszuprobieren. Wie die Jägersprache die Nase nennt Der Förderverein Dorf und Natur in der Gemeinde Malente, der den Wildpark ehrenamtlich betreibt, präsentiert aber nicht nur die Tiere. Er informiert mit Schautafeln und ausgestopften Vögeln und Kleintieren auch über das Leben im Wald und die Jagd. Eine Schautafel zeigt, wie Teile des Hirsches in der Jägersprache bezeichnet werden. Sehr treffend, wie ich finde. Das Auge heißt Licht, die Nase Windfang, das Ohr Lauscher. Ähnlich treffende Bezeichnungen gibt es bei anderen Wildtieren. Das Fell beim Reh heißt Decke, Hoden werden als Brunftkugeln bezeichnet und der Schwanz des Fuchses als Lunte. Diese speziellen Begriffe dienen mehreren Zwecken. Zum einen sind sie Fachsprache, die der knappen Verständigung zwischen Jägern dient. Zum anderen gelten sie als Teil des jagdlichen Brauchtums. Die Jägersprache umfasst angeblich um die 3000 Wörter. Es wird wohl kaum jemanden geben, der alle kennt. Warum die Jagd notwendig ist Ich kenne fast keine, weil ich keine Jägerin bin und nie Interesse an der Jagd hatte. Stattdessen jage ich die Tiere lieber mit der Kamera. Ich lehne die Jagd aber nicht rigoros ab. Ohne sie sähe unsere Kulturlandschaft wahrscheinlich ganz anders aus. Vermutlich gäbe es keine Wälder, da vor allem Rehwild, Rotwild und Damwild durch Verbiss viele junge Bäume schädigen. Rotwild schält Bäume. Beides führt dazu, dass sie sterben oder verkümmern. Außerdem setzt das Fegen, das Abstreifen des Bastes am nachwachsenden Geweih, den Bäumen zu. Wuchshüllen beugen dem Verbiss vor. Ich esse gern Wild, auch ein Grund, warum ich die Jagd nicht verteufele. Immerhin leben Rehe, Hirsche und Wildschweine frei und nicht in Massentierhaltung, bevor sie auf dem Teller landen. Und ich mag Sprache und deshalb natürlich auch die Jägersprache, wenn ich auch nicht alles verstehe.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/jaegersprache-von-lauscher-und-licht/">Jägersprache: Von Lauscher und Licht</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Damwild.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Damwild im Wildpark Malente. In der Jägersprache heißt die Nase Windfang." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Damwild.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Damwild-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Damwild-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Ich bin gerade im Wildpark Malente spazieren gegangen. Und habe dabei Jägersprache gelernt. Mancher Ausdruck ist sehr treffend.</p>



<span id="more-14583"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://www.wildpark-malente.de/wildpark.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wildpark Malente</a> leben Rothirsche in einem wirklich sehr großen Gatter, ebenfalls eingesperrte Wildschweine und Damwild, das frei herumläuft. Der Park bietet dem Wild auf mehr als zwölf Hektar Fläche viel Platz und gute Lebensbedingungen. Die Besucher können die Tiere vor allem jetzt im Frühjahr, bevor die Bäume Blätter tragen, gut beobachten. Eine Gelegenheit, meine neue Kamera und das neue Teleobjektiv auszuprobieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie die Jägersprache die Nase nennt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Förderverein Dorf und Natur in der Gemeinde Malente, der den Wildpark ehrenamtlich betreibt, präsentiert aber nicht nur die Tiere. Er informiert mit Schautafeln und ausgestopften Vögeln und Kleintieren auch über das Leben im Wald und die Jagd. Eine Schautafel zeigt, wie Teile des Hirsches in der Jägersprache bezeichnet werden. Sehr treffend, wie ich finde. Das Auge heißt Licht, die Nase Windfang, das Ohr Lauscher. Ähnlich treffende Bezeichnungen gibt es bei anderen Wildtieren. Das Fell beim Reh heißt Decke, Hoden werden als Brunftkugeln bezeichnet und der Schwanz des Fuchses als Lunte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese speziellen Begriffe dienen mehreren Zwecken. Zum einen sind sie Fachsprache, die der knappen Verständigung zwischen Jägern dient. Zum anderen gelten sie als Teil des jagdlichen Brauchtums. Die Jägersprache umfasst angeblich um die 3000 Wörter. Es wird wohl kaum jemanden geben, der alle kennt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum die Jagd notwendig ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kenne fast keine, weil ich keine Jägerin bin und nie Interesse an der Jagd hatte. Stattdessen jage ich die Tiere lieber mit der Kamera. Ich lehne die Jagd aber nicht rigoros ab. Ohne sie sähe unsere Kulturlandschaft wahrscheinlich ganz anders aus. Vermutlich gäbe es keine Wälder, da vor allem Rehwild, Rotwild und Damwild durch Verbiss viele junge Bäume schädigen. Rotwild schält Bäume. Beides führt dazu, dass sie sterben oder verkümmern. Außerdem setzt das Fegen, das Abstreifen des Bastes am nachwachsenden Geweih, den Bäumen zu. <a href="https://pyrolim.de/pyropro/wuchshuellen-die-plastikroehren-im-wald/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wuchshüllen</a> beugen dem Verbiss vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich esse gern Wild, auch ein Grund, warum ich die Jagd nicht verteufele. Immerhin leben Rehe, Hirsche und Wildschweine frei und nicht in Massentierhaltung, bevor sie auf dem Teller landen. Und ich mag Sprache und deshalb natürlich auch die Jägersprache, wenn ich auch nicht alles verstehe.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/jaegersprache-von-lauscher-und-licht/">Jägersprache: Von Lauscher und Licht</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Sachkack und Caffè Latte: Notizen von der Schreibtischunterlage</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/sachkack-und-caffe-latte-notizen-von-der-schreibtischunterlage/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 10:59:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktion]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="420" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Notiz Sachkack auf einer Schreibtischunterlage" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack-150x79.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack-768x403.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Auf meinem Schreibtisch liegt eine Unterlage aus Papier. Ein guter Platz, um dort Wörter zu verewigen, die ich nicht vergessen will: Sachkack, Caffè Latte und Mot juste. Es sind nur ein paar Stichworte, die ich auf meiner Schreibtischunterlage notiert habe. Meistens Wörter aus dem Journalismus. Solche, die intern in Redaktionen benutzt werden oder die ich einfach treffend für verbreitete Phänomene halte. Beispiel: Wie ich immer sage, gibt es im Job einer Reporterin Schwarzbrot und Sahnetorte. Schwarzbrot, das sind der Besuch von Ausschusssitzungen und Stadtvertretungen, nach denen der Journalist trockenes Verwaltungsdeutsch in Texte übersetzen muss, die im Idealfall den Lesern sagen, was Entscheidungen für sie bedeuten. Sachkack als abfällige Bezeichnung Es sind Termine, bei denen Papiere &#8211; mittlerweile meistens digital &#8211; gewälzt werden müssen. Bei denen Kommunalpolitiker oft so argumentieren, dass man als Zuhörer mit der Faust auf den Tisch hauen möchte. Sachkack eben, wie das intern ebenfalls heißt. Der Begriff wird auch als abfällige Bezeichnung für faktenbasierten, trockenen Journalismus verwendet. Dabei dürfte es trockenen Journalismus gar nicht geben. Ist es doch Aufgabe von Redakteuren und Reportern, sperrige Themen verständlich und spannend aufzuschreiben. Und dann die Sahnetorte. Das waren für mich meistens Reportagen, bei denen es um große Maschinen ging. Buhnenbau an der Ostsee, Abriss von riesigen Silos. Oder um interessante Menschen. Um Orte, an die Hans und Franz üblicherweise nicht hinkommt, etwa die Ausnüchterungszellen der Polizei. Das ist, um noch mal ein Klischee zu bemühen, das Salz in der Reportersuppe. Um nochmal auf den Sachkack zurückzukommen: Das Schwarzbrot im Reporterleben hat noch einen anderen Namen. Brot-und-Butter-Journalismus. Auch das ein Wort, das auf meiner Schreibtischunterlage steht, damit ich es nicht vergesse. Café-Latte zum Einstieg in den Text Ein weiterer Begriff, den ich notiert habe, ist der Café-Latte-Einstieg. Kein besonders etablierter Begriff. Was damit gemeint ist, lässt sich aber oft beobachten. Ein Text beginnt nicht mit den harten Fakten, der Nachricht, dem Lead, sondern hat eine erzählerische, atmosphärische oder anekdotische Einleitung. Kino für den Kopf sozusagen. Der szenische Einstieg ist gerade bei Reportagen sehr beliebt. Solche Einstiege habe ich selbst oft geschrieben, etwa in kleiner Form bei meinem Besuch deutscher Truppen in Afghanistan 2006: &#8222;Eine Frau blickt aus einem Haus und winkt den vorbeifahrenden Männern zu. Für Afghanistan ist das eine Revolution. Sie ist auch ein Verdienst der Männer im Jeep. Es sind Soldaten aus Deutschland.&#8220; Und wie bei jedem Text ist es wichtig, das Mot juste, das richtige Wort an der richtigen Stelle zu schreiben. Auch Mot juste steht auf meiner Schreibtischunterlage. Zurück zur Schreibtischunterlage. Dort steht noch ein anderer Begriff, nämlich &#8222;haptische Produkte&#8220;. Im Fachjargon der Werbeindustrie Hapticals genannt. Gemeint sind Werbeartikel wie Kugelschreiber, Zollstöcke, neuerdings gerne auch Powerbanks oder &#8211; habe selbst schon bekommen &#8211; kleine Insektenhotels oder Thermobecher. Also alles Dinge, die man anfassen kann. In Zeiten zunehmender Digitalität offenbar immer noch ein wichtiges Segment. Mir ist der Begriff in einem anderen Zusammenhang untergekommen. Nämlich im Sinn von &#8222;wir verkaufen keine haptischen Produkte mehr&#8220;. Sprich: Hier gibt es nur noch digitale Angebote. Beispiele sind etwa Hörbücher, Streamingdienste, Online-Kurse. Lieferung und Bezahlung erfolgen ausschließlich online. Kennt jeder. Aber die Hapticals zeigen uns, dass Menschen oft doch lieber etwas anfassen möchten. Und sei es nur ein Zollstock mit Baumarktwerbung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/sachkack-und-caffe-latte-notizen-von-der-schreibtischunterlage/">Sachkack und Caffè Latte: Notizen von der Schreibtischunterlage</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="420" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Notiz Sachkack auf einer Schreibtischunterlage" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack-150x79.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack-768x403.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Auf meinem Schreibtisch liegt eine Unterlage aus Papier. Ein guter Platz, um dort Wörter zu verewigen, die ich nicht vergessen will: Sachkack, Caffè Latte und Mot juste.</p>



<span id="more-14535"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind nur ein paar Stichworte, die ich auf meiner Schreibtischunterlage notiert habe. Meistens Wörter aus dem Journalismus. Solche, die intern in Redaktionen benutzt werden oder die ich einfach treffend für verbreitete Phänomene halte. Beispiel: Wie ich immer sage, gibt es im Job einer Reporterin Schwarzbrot und Sahnetorte. Schwarzbrot, das sind der Besuch von Ausschusssitzungen und Stadtvertretungen, nach denen der Journalist trockenes Verwaltungsdeutsch in Texte übersetzen muss, die im Idealfall den Lesern sagen, was Entscheidungen für sie bedeuten. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Sachkack als abfällige Bezeichnung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind Termine, bei denen Papiere &#8211; mittlerweile meistens digital &#8211; gewälzt werden müssen. Bei denen Kommunalpolitiker oft so argumentieren, dass man als Zuhörer mit der Faust auf den Tisch hauen möchte. Sachkack eben, wie das intern ebenfalls heißt. Der Begriff wird auch als abfällige Bezeichnung für faktenbasierten, trockenen Journalismus verwendet. Dabei dürfte es trockenen Journalismus gar nicht geben. Ist es doch Aufgabe von Redakteuren und Reportern, sperrige Themen verständlich und spannend aufzuschreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann die Sahnetorte. Das waren für mich meistens Reportagen, bei denen es um große Maschinen ging. Buhnenbau an der Ostsee, Abriss von riesigen Silos. Oder um interessante Menschen. Um Orte, an die Hans und Franz üblicherweise nicht hinkommt, etwa <a href="https://www.ln-online.de/lokales/luebeck/luebeck-so-sieht-es-in-der-ausnuechterungszelle-der-polizei-aus-HYAXWRGBQJEURMC5L2BVLBPBZI.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Ausnüchterungszellen der Polizei</a>. Das ist, um noch mal ein Klischee zu bemühen, das Salz in der Reportersuppe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um nochmal auf den Sachkack zurückzukommen: Das Schwarzbrot im Reporterleben hat noch einen anderen Namen. Brot-und-Butter-Journalismus. Auch das ein Wort, das auf meiner Schreibtischunterlage steht, damit ich es nicht vergesse.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Café-Latte zum Einstieg in den Text</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Begriff, den ich notiert habe, ist der Café-Latte-Einstieg. Kein besonders etablierter Begriff. Was damit gemeint ist, lässt sich aber oft beobachten. Ein Text beginnt nicht mit den harten Fakten, der Nachricht, dem <a href="https://www.dmv-verband.de/wissenspool/schreiben/nachricht.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lead</a>, sondern hat eine erzählerische, atmosphärische oder anekdotische Einleitung. Kino für den Kopf sozusagen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.newsroom.de/news/aktuelle-meldungen/vermischtes-3/masterclass-erzaehljournalismus-7-frische-tipps-fuer-zeitgemaesses-storytelling-956787/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">szenische Einstieg</a> ist gerade bei Reportagen sehr beliebt. Solche Einstiege habe ich selbst oft geschrieben, etwa in kleiner Form bei meinem Besuch deutscher Truppen in <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ach-afghanistan-erinnerung-an-einen-kurzen-besuch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Afghanistan </a>2006: &#8222;Eine Frau blickt aus einem Haus und winkt den vorbeifahrenden Männern zu. Für Afghanistan ist das eine Revolution. Sie ist auch ein Verdienst der Männer im Jeep. Es sind Soldaten aus Deutschland.&#8220; Und wie bei jedem Text ist es wichtig, das Mot juste, das richtige Wort an der richtigen Stelle zu schreiben. Auch Mot juste steht auf meiner Schreibtischunterlage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück zur Schreibtischunterlage. Dort steht noch ein anderer Begriff, nämlich &#8222;haptische Produkte&#8220;. Im Fachjargon der Werbeindustrie Hapticals genannt. Gemeint sind Werbeartikel wie Kugelschreiber, Zollstöcke, neuerdings gerne auch Powerbanks oder &#8211; habe selbst schon bekommen &#8211; kleine Insektenhotels oder Thermobecher. Also alles Dinge, die man anfassen kann. In Zeiten zunehmender Digitalität offenbar immer noch ein wichtiges Segment. Mir ist der Begriff in einem anderen Zusammenhang untergekommen. Nämlich im Sinn von &#8222;wir verkaufen keine haptischen Produkte mehr&#8220;. Sprich: Hier gibt es nur noch digitale Angebote.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beispiele sind etwa Hörbücher, Streamingdienste, Online-Kurse. Lieferung und Bezahlung erfolgen ausschließlich online. Kennt jeder. Aber die Hapticals zeigen uns, dass Menschen oft doch lieber etwas anfassen möchten. Und sei es nur ein Zollstock mit Baumarktwerbung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/sachkack-und-caffe-latte-notizen-von-der-schreibtischunterlage/">Sachkack und Caffè Latte: Notizen von der Schreibtischunterlage</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Stramme Lotte mit Familiensoße</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 May 2025 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="544" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Spargel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Spargel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Spargel-150x102.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Spargel-768x522.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Wenn ein Wort schwer auszusprechen ist, findet sich dafür oft eine Verballhornung. Dann wird aus Vanillesoße schnell Familiensoße. Noch läuft die Spargelsaison. Und die Saison für Sauce Hollandaise (sprich: Soooß Ollondäs). Klassisches Geklecker auf den edlen Stangen und den dazu gereichten neuen Kartoffeln. Wie bei französischen und italienischen Küchengenüssen üblich, haben jedoch viele Menschen mit der Aussprache Probleme. Da bieten sich Verballhornungen an. Warum nicht aus der Sauce Hollandaise die Holiday-Soße machen? Spricht sich doch gleich viel leichter aus. Alle mögen Familiensoße Ein ähnliches Schicksal hat die Vanillesoße ereilt. In meiner Jugend hieß die Familiensoße. Passt, denn diese Sauce war bei allen Familienmitgliedern beliebt. Wie also hätte sie anders heißen sollen? Wie leicht haben wir es doch da im Deutschen mit unseren Speisen. Wir können ihre Namen problemlos aussprechen. Wenn auch manchmal rätselhaft bleibt, was sich dahinter verbirgt. Ich sage nur Tote Tante, Armer Ritter oder Kalter Hund. Das geht auch dem Strammen Max leicht über die Lippen. Der ist übrigens nicht deshalb stramm, weil er schon etliche Tote Tanten intus hat. Übrigens alles Gerichte und Getränke, die nicht in Mutters Rezeptbuch vorkommen. Offenbar hat auch bei den Speisen die Gleichberechtigung Einzug gehalten. In einigen Gegenden heißt der Stramme Max Stramme Lotte. Ob die Familiensoße mag, ist allerdings nicht überliefert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/stramme-lotte-mit-familiensosse/">Stramme Lotte mit Familiensoße</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="544" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Spargel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Spargel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Spargel-150x102.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Spargel-768x522.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Wenn ein Wort schwer auszusprechen ist, findet sich dafür oft eine Verballhornung. Dann wird aus Vanillesoße schnell Familiensoße.</p>



<span id="more-14145"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Noch läuft die Spargelsaison. Und die Saison für <a href="https://www.essen-und-trinken.de/rezepte/sauce-hollandaise-rezept-gelingsicher-zubereiten-12107998.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sauce Hollandaise</a> (sprich: Soooß Ollondäs). Klassisches Geklecker auf den edlen Stangen und den dazu gereichten neuen Kartoffeln. Wie bei französischen und italienischen Küchengenüssen üblich, haben jedoch viele Menschen mit der Aussprache Probleme. Da bieten sich Verballhornungen an. Warum nicht aus der Sauce Hollandaise die Holiday-Soße machen? Spricht sich doch gleich viel leichter aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alle mögen Familiensoße</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ähnliches Schicksal hat die Vanillesoße ereilt. In meiner Jugend hieß die Familiensoße. Passt, denn diese Sauce war bei allen Familienmitgliedern beliebt. Wie also hätte sie anders heißen sollen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie leicht haben wir es doch da im Deutschen mit unseren Speisen. Wir können ihre Namen problemlos aussprechen. Wenn auch manchmal rätselhaft bleibt, was sich dahinter verbirgt. Ich sage nur Tote Tante, <a href="https://www.malteskitchen.de/armer-ritter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Armer Ritter</a> oder<a href="https://www.familienkost.de/rezept_kalter_hund.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Kalter Hund</a>. Das geht auch dem Strammen Max leicht über die Lippen. Der ist übrigens nicht deshalb stramm, weil er schon etliche <a href="https://herzelieb.de/tote-tante-so-wird-es-gemacht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tote Tanten</a> intus hat. Übrigens alles Gerichte und Getränke, die nicht in <a href="https://pyrolim.de/pyropro/mutters-rezeptbuch-und-die-plaetzchen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mutters Rezeptbuch</a> vorkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Offenbar hat auch bei den Speisen die Gleichberechtigung Einzug gehalten. In einigen Gegenden heißt der Stramme Max Stramme Lotte. Ob die Familiensoße mag, ist allerdings nicht überliefert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/stramme-lotte-mit-familiensosse/">Stramme Lotte mit Familiensoße</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Medienbruch: Wieder ein neues Wort gelernt</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/medienbruch-wieder-ein-neues-wort-gelernt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 May 2025 07:18:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gelernt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="523" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Briefe.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Briefe.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Briefe-150x98.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Briefe-768x502.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich habe eine Mail an meine Krankenkasse geschrieben. Und einen Brief als Antwort bekommen. Das ist ein Medienbruch. Ein Wort, das ich bisher nicht kannte. Es ging, dabei ist mir das Wort untergekommen, um medienbruchfreie Kommunikation. Was soll das sein? Was ist überhaupt ein Medienbruch? Ein Buch, das bricht? Denn ein Buch ist ja ein Medium. Ebenso wie eine Schallplatte, eine CD, ein Presseerzeugnis, aber auch ein Film oder ein Post in einem – sozialen – Medium. „Medien ist ein Sammelbegriff für alle audiovisuellen Mittel und Verfahren zur Verbreitung von Informationen, Bildern, Nachrichten etc.“, schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung. Ich habe vor vielen Jahren mal eine gerade neu gekauft Langspielplatte mit Musik von Achim Reichelt verloren, weil die Katze auf dem offen stehenden Plattenteller Karussell gefahren ist. Als es ihr zu unheimlich wurde, hat sie sich auf der LP festgekrallt und einen langen Kratzer verursacht. Musik vorbei. Sehr ärgerlich. Das Medium war also im übertragenen Sinn gebrochen. Aber genau so etwas ist mit Medienbruch nicht gemeint. Medienbruch ist immer noch weit verbreitet Medienbruch, so weiß ich jetzt, ist immer dann gegeben, wenn eine Information manuell von einem Medium ins andere übertragen wird. Berühmtestes und immer wieder angeführtes Beispiel ist der Hang von Behörden, E-Mails oder PDF auszudrucken und wieder einzuscannen, um sie dann als Anhang zu verschicken. Soll&#8217;s geben. Ein weiteres Beispiel für einen Medienbruch ist das Ausdrucken von Onlineformularen, um diese händisch zu unterschreiben oder in Papierform einzureichen. Oder eben, wenn mir die Krankenkasse auf eine Mail mit einem Brief antwortet. Das ist umso unverständlicher, weil meine Krankenkasse ein Online-Portal betreibt, in das ich Rechnungen hochlade und über das mit Leistungsbescheide zugestellt bekomme. Neben dem Postfach gibt es zudem ein Kontaktportal, über das ich meine Anfrage gestellt habe. Warum die mit einem Brief auf Papier in einem Umschlag statt mit einer E-Mail beantwortet wurde, erschließt sich mir wahrlich nicht. Die Erklärung für medienbruchfreie Datenübertragung lieferte mir Blogger- und Blueskyfreund Torsten. Zuvor hatte wie schon seit Jahren das Wort in meiner schönen Rubrik #Wortbeute heute gepostet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/medienbruch-wieder-ein-neues-wort-gelernt/">Medienbruch: Wieder ein neues Wort gelernt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="523" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Briefe.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Briefe.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Briefe-150x98.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Briefe-768x502.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Ich habe eine Mail an meine Krankenkasse geschrieben. Und einen Brief als Antwort bekommen. Das ist ein Medienbruch. Ein Wort, das ich bisher nicht kannte.</p>



<span id="more-14141"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Es ging, dabei ist mir das Wort untergekommen, um medienbruchfreie Kommunikation. Was soll das sein? Was ist überhaupt ein Medienbruch? Ein Buch, das bricht? Denn ein Buch ist ja ein Medium. Ebenso wie eine Schallplatte, eine CD, ein Presseerzeugnis, aber auch ein Film oder ein Post in einem – sozialen – Medium. „Medien ist ein Sammelbegriff für alle audiovisuellen Mittel und Verfahren zur Verbreitung von Informationen, Bildern, Nachrichten etc.“, <a href="https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/17833/medien/">schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe vor vielen Jahren mal eine gerade neu gekauft Langspielplatte mit Musik von Achim Reichelt verloren, weil die Katze auf dem offen stehenden Plattenteller Karussell gefahren ist. Als es ihr zu unheimlich wurde, hat sie sich auf der LP festgekrallt und einen langen Kratzer verursacht. Musik vorbei. Sehr ärgerlich. Das Medium war also im übertragenen Sinn gebrochen. Aber genau so etwas ist mit Medienbruch nicht gemeint.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Medienbruch ist immer noch weit verbreitet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Medienbruch, so weiß ich jetzt, ist immer dann gegeben, wenn <a href="https://www.mfr-deutschland.de/wissen/medienbruch" target="_blank" rel="noreferrer noopener">eine Information manuell von einem Medium ins andere übertragen wird</a>. Berühmtestes und immer wieder angeführtes Beispiel ist der Hang von Behörden, E-Mails oder PDF auszudrucken und wieder einzuscannen, um sie dann als Anhang zu verschicken. Soll&#8217;s geben. Ein weiteres Beispiel für einen Medienbruch ist das Ausdrucken von Onlineformularen, um diese händisch zu unterschreiben oder in Papierform einzureichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder eben, wenn mir die Krankenkasse auf eine Mail mit einem Brief antwortet. Das ist umso unverständlicher, weil meine Krankenkasse ein Online-Portal betreibt, in das ich Rechnungen hochlade und über das mit Leistungsbescheide zugestellt bekomme. Neben dem Postfach gibt es zudem ein Kontaktportal, über das ich meine Anfrage gestellt habe. Warum die mit einem Brief auf Papier in einem Umschlag statt mit einer E-Mail beantwortet wurde, erschließt sich mir wahrlich nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung für medienbruchfreie Datenübertragung lieferte mir Blogger- und <a href="https://bsky.app/profile/torstenmaue.net" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blueskyfreund Torsten</a>. Zuvor hatte wie schon seit Jahren das Wort in meiner schönen Rubrik <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/wortbeute-das-taegliche-krause-wort/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">#Wortbeute heute</a> gepostet.</p>
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		<title>Touchiert oder gerammt: die Worte im Unfallbericht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Oct 2024 14:33:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Unfall-1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Unfall-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Unfall-1-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Unfall-1-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Wörter machen Stimmung. Das ist unbestritten. Wenn im Unfallbericht das Wort touchiert vorkommt, klingt das harmloser, als es ist. Ein Plädoyer für mehr Sorgsamkeit beim Schreiben. Touchiert klingt harmlos. Nach zartem Anklopfen, leichtem Berühren. Warum also hat es oft so gravierende, manchmal tödliche Folgen, wenn ein Fahrzeug einen Radfahrer oder Fußgänger touchiert? So steht es in vielen Unfallberichten, ob von Polizeipressestellen oder von Medien, die diese verarbeiten und veröffentlichen. So lautet eine Schlagzeile vom NDR: &#8222;Auto touchiert Radfahrer: 82-Jähriger stirbt nach Sturz.&#8220; In diesem Fall war es der Außenspiegel, der den Radfahrer berührte und den Sturz herbeiführte. Da lässt sich das Wort touchiert vielleicht gerade noch vertreten. Etwas anders sieht es aus, wenn das Auto, schlimmer noch ein Lastwagen, einen Radfahrer oder Fußgänger frontal oder beim Abbiegen touchiert, sprich rammt. Das endet oft genug tödlich. Touchiert verharmlost das Geschehen Fuß- und Radverkehrsaktivisten kritisieren, Medien berichteten über Unfälle oft verharmlosend. Ich kann ihnen nur zustimmen, auch ohne Aktivistin zu sein. Als Journalistin weiß ich, dass ich meine Worte sorgfältig abwägen muss, um kein falsches Bild heraufzubeschwören. Wenn es zum schwere Verletzungen oder gar Todesfälle bei Unfällen geht, ist touchiert sicher nicht das richtige Verb. Da müssen wir von Zusammenstoß, Zusammenprall oder davon sprechen und schreiben, dass ein Fahrzeug einen Fußgänger oder Radfahrer gerammt hat. Wenn es denn so war. Es mag ja auch den Fall geben, dass der schwächere Verkehrsteilnehmer die Schuld trägt, etwa weil er im Dunkeln und ohne Licht unterwegs ist. Aber selbst dann ist der Kontakt zwischen dem einen und dem anderen sicher kein harmloses Touchieren. Wo das Wort angemessen ist Es gibt allerdings eine Kategorie von Unfällen, bei denen ich touchieren durchaus für das richtige Wort halte. Das sind die sogenannten Parkplatzrempler. Wenn ein Auto beim Ausparken gegen ein anderes fährt, ist das erstens meistens langsam geschehen und zweitens die Berührung &#8211; selbst wenn sie großen Schaden anrichtet &#8211; nicht besonders heftig. Da kann man schon mal von Touchieren reden oder schreiben. Selbst in Polizeimeldungen kann ich das akzeptieren, wohl wissend, dass die Polizei ihr eigenes Deutsch pflegt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/touchiert-oder-gerammt-die-worte-im-unfallbericht/">Touchiert oder gerammt: die Worte im Unfallbericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Unfall-1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Unfall-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Unfall-1-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Unfall-1-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Wörter machen Stimmung. Das ist unbestritten. Wenn im Unfallbericht das Wort touchiert vorkommt, klingt das harmloser, als es ist. Ein Plädoyer für mehr Sorgsamkeit beim Schreiben.</p>



<span id="more-13823"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Touchiert klingt harmlos. Nach zartem Anklopfen, leichtem Berühren. Warum also hat es oft so gravierende, manchmal tödliche Folgen, wenn ein Fahrzeug einen Radfahrer oder Fußgänger touchiert? So steht es in vielen Unfallberichten, ob von Polizeipressestellen oder von Medien, die diese verarbeiten und veröffentlichen. So lautet eine Schlagzeile vom NDR: &#8222;Auto touchiert Radfahrer: 82-Jähriger stirbt nach Sturz.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Fall war es der Außenspiegel, der den Radfahrer berührte und den Sturz herbeiführte. Da lässt sich das Wort touchiert vielleicht gerade noch vertreten. Etwas anders sieht es aus, wenn das Auto, schlimmer noch ein Lastwagen, einen Radfahrer oder Fußgänger frontal oder beim Abbiegen touchiert, sprich rammt. Das <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Toedlicher-Unfall-in-Hamburg-Lkw-ueberfaehrt-15-jaehrigen-Radfahrer-,unfall17950.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">endet oft genug tödlich</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Touchiert verharmlost das Geschehen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fuß- und Radverkehrsaktivisten kritisieren, <a href="https://www.message-online.com/nur-touchiert-wie-sprache-in-unfallberichten-das-denken-formt/?fbclid=IwY2xjawFWJqtleHRuA2FlbQIxMAABHXcrsv2UzxgtumzUsd-3rI5FpKSzCiYKQMaIqyceyO74n12CbxloE8moIQ_aem_nfcWfOqtM1neSAKKAOSN6Q" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Medien berichteten über Unfälle oft verharmlosend</a>. Ich kann ihnen nur zustimmen, auch ohne Aktivistin zu sein. Als Journalistin weiß ich, dass ich meine Worte sorgfältig abwägen muss, um kein falsches Bild heraufzubeschwören. Wenn es zum schwere Verletzungen oder gar Todesfälle bei Unfällen geht, ist touchiert sicher nicht das richtige Verb. Da müssen wir von Zusammenstoß, Zusammenprall oder davon sprechen und schreiben, dass ein Fahrzeug einen Fußgänger oder Radfahrer gerammt hat. Wenn es denn so war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es mag ja auch den Fall geben, dass der schwächere Verkehrsteilnehmer die Schuld trägt, etwa weil er im Dunkeln und ohne Licht unterwegs ist. Aber selbst dann ist der Kontakt zwischen dem einen und dem anderen sicher kein harmloses Touchieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wo das Wort angemessen ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt allerdings eine Kategorie von Unfällen, bei denen ich touchieren durchaus für das richtige Wort halte. Das sind die sogenannten Parkplatzrempler. Wenn ein Auto beim Ausparken gegen ein anderes fährt, ist das erstens meistens langsam geschehen und zweitens die Berührung &#8211; selbst wenn sie großen Schaden anrichtet &#8211; nicht besonders heftig. Da kann man schon mal von Touchieren reden oder schreiben. Selbst in Polizeimeldungen kann ich das akzeptieren, wohl wissend, dass die <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-polizeiperson-befuhr-die-strassenkruemme/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Polizei ihr eigenes Deutsch pflegt</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/touchiert-oder-gerammt-die-worte-im-unfallbericht/">Touchiert oder gerammt: die Worte im Unfallbericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Die Inflation der Wirte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Aug 2024 16:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="479" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gin.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gin.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gin-150x90.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gin-768x460.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>&#8222;Wer nichts wird, wird Wirt&#8220;, hieß früher ein beliebter Kalauer. Der ist erstens falsch und zweitens völlig zu Recht nur noch selten zu hören. Zumal es heute viel mehr Wirte gibt als gastronomische Betriebe. Schon mal darüber nachgedacht, wer sich alles Wirt nennt? Da sind die Klassiker. Der Landwirt, der Forstwirt und der Pferdewirt. Während sich die ersten beiden eher der Botanik widmen, hat es der Pferdewirt ebenso wie der Fischwirt mehr mit der Nutztier-Fauna. Aber merke: Der Tierwirt ist nicht der Oberbegriff für Pferde- und Fischwirte. Tierwirte teilen sich vielmehr auf in solche der Fachrichtungen Geflügelhaltung, Imkerei, Rinderhaltung, Schäferei und Schweinehaltung. Da fallen, siehe oben, nur die Pferde und die Fische heraus. Damit nicht genug der Wirte. Spinnt man die Wirtschaft mit den Viechern gedanklich und sprachlich weiter, kommt man zu dem Schluss, dass sich Finanzwirte, Volkswirte, Betriebswirte und Verwaltungswirte um Haltung und Pflege der Finanzen, des Volkes, des Betriebes und der Verwaltungen kümmern. Ich als Zeitungsschreiberin kümmere mich übrigens um Haltung und Pflege von Informationen und Wörtern. Vielleicht sollte ich deshalb endlich mal meine Berufsbezeichnung modernisieren. Wie wär’s mit Wortwirt?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-inflation-der-wirte/">Die Inflation der Wirte</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="479" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gin.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gin.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gin-150x90.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Gin-768x460.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wer nichts wird, wird Wirt&#8220;, hieß früher ein beliebter Kalauer. Der ist erstens falsch und zweitens völlig zu Recht nur noch selten zu hören. Zumal es heute viel mehr Wirte gibt als gastronomische Betriebe.</p>



<span id="more-13773"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Schon mal darüber nachgedacht, wer sich alles Wirt nennt? Da sind die Klassiker. Der Landwirt, der Forstwirt und der Pferdewirt. Während sich die ersten beiden eher der Botanik widmen, hat es der Pferdewirt ebenso wie der Fischwirt mehr mit der Nutztier-Fauna. Aber merke: Der Tierwirt ist nicht der Oberbegriff für Pferde- und Fischwirte. Tierwirte teilen sich vielmehr auf in solche der Fachrichtungen Geflügelhaltung, Imkerei, Rinderhaltung, Schäferei und Schweinehaltung. Da fallen, siehe oben, nur die Pferde und die Fische heraus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit nicht genug der Wirte. Spinnt man die Wirtschaft mit den Viechern gedanklich und sprachlich weiter, kommt man zu dem Schluss, dass sich Finanzwirte, Volkswirte, Betriebswirte und Verwaltungswirte um Haltung und Pflege der Finanzen, des Volkes, des Betriebes und der Verwaltungen kümmern. Ich als Zeitungsschreiberin kümmere mich übrigens um Haltung und Pflege von Informationen und Wörtern. Vielleicht sollte ich deshalb endlich mal meine Berufsbezeichnung modernisieren. Wie wär’s mit Wortwirt?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-inflation-der-wirte/">Die Inflation der Wirte</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Gendern: Das Elend mit dem Partizip</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyrocontra/gendern-das-elend-mit-dem-partizip/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Apr 2024 16:10:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[genervt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="430" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Genderfoto.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Genderfoto.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Genderfoto-150x81.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Genderfoto-768x413.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Im Versuch, Menschengruppen geschlechtsneutral zu benennen, ist das substantivierte Partizip Präsenz eine immer öfter genutzte Möglichkeit. Doch was dabei herauskommt, ist teils unsinnig, teils unverständlich, teils widerspricht es jedem Sprachgefühl. Ein paar Beispiele. Dass aus Studenten inzwischen weit verbreitet die Studierenden geworden sind, daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Auch wenn sie abends in der Kneipe eben keine Studierenden sind, sondern Studenten, aber bitte. Mittlerweile laufen die Forschenden den Studierenden fast schon den Rang ab, denn so werden mittlerweile sehr häufig die Menschen bezeichnet, die bisher Forscher hießen. Das lässt sich alles noch hinnehmen. Aber inzwischen werden die neu gebildeten substantivierten Partizip-Präsenz-Formen ziemlich abstrus. Bäckereifachverkaufende Morgens beim Bäcker, habe ich gelernt, reichen mir nicht die Verkäuferinnen die Brötchen über den Tresen, sondern die Bäckereifachverkaufenden. Verkaufen die das Bäckereifach? Die Partizip-Konstruktion widerspricht nicht nur dem Sprachgefühl, sie ist oft sachlich falsch. Das zeigt dieses Beispiel, das lange zu meinem Favoriten zählte. Inzwischen sind noch mehr abstruse Beispiele dazu gekommen. Gehweggehende Die Polizei Berlin hat vor kurzem das schöne Wort Gehweggehende kreiert. Ein Wort, das geschrieben erstmal völlig unverständlich erscheint. Es verdient Kopplungsstriche. Aber sind das nun Geh-weg-gehende &#8211; also Weggehende, Hinfortgehende &#8211; oder auf dem Gehweg Gehende? Fußgänger also. Wobei Zufußgehende eine ebenso blöde Partizip-Konstruktion ist. Für den Tweet gab es übrigens ordentlich Gegenwind, einfach mal auf die Antworten klicken. Interessenvertretenen Noch ein schönes Beispiel für unsinnige Partizip-Konstruktionen gefällig? Gerade las ich von den Interessenvertretenen. Da dreht jedes Rechtschreibprogramm durch. Gemeint sind hier aber nicht etwa Interessenvertreter, sondern die, deren Interessen vertreten werden. Auf den Polizeitweet von oben gab es übrigens eine Reaktion, in der die Polizeivertretenden auf die Schippe genommen werden. Und die Beamten, die unterwegs sind, hießen Streifende. Passagierende Der Schweizer Sender SRF hat sich letztens vergendert (hübsche Wortschöpfung). Ich habe das auch gehört und mich sogleich aufgeregt. Es ging um den Flugbetrieb und um Passagierende. Wie bitte? Ich beobachte übrigens, dass Kommentatoren bei solchen vergenderten Texten sehr kreativ sind. In diesem Fall hieß die Reaktion kurz und knapp: Behämmernde. Pensionende Redigierfehler oder ernsthaft eine neue Wortschöpfung? Bei der FAZ habe ich jüngst die Pensionenden gefunden. Mittlerweile ist das Wort zumindest im Beitrag in Pensionen geändert worden. Ich traue den Autoren aber durchaus zu, dass sie tatsächlich die Pensionenden gemeint haben. Einen schönen Beitrag über den Missbrauch des Partizips habe ich bei &#8222;Journalismus und Sprache&#8220; gefunden. Er zeigt auch, wie Gendernde &#8211; da ist es wieder, das Partizip &#8211; sich richtiger und besser ausdrücken können. Sollten sich Mitarbeitende, die mit Sprache arbeiten, mal angucken.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/gendern-das-elend-mit-dem-partizip/">Gendern: Das Elend mit dem Partizip</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="430" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Genderfoto.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Genderfoto.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Genderfoto-150x81.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Genderfoto-768x413.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Im Versuch, Menschengruppen geschlechtsneutral zu benennen, ist das substantivierte Partizip Präsenz eine immer öfter genutzte Möglichkeit. Doch was dabei herauskommt, ist teils unsinnig, teils unverständlich, teils widerspricht es jedem Sprachgefühl. Ein paar Beispiele.</p>



<span id="more-13552"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Dass aus Studenten inzwischen weit verbreitet die Studierenden geworden sind, daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Auch wenn sie abends in der Kneipe eben keine Studierenden sind, sondern Studenten, aber bitte. Mittlerweile laufen die Forschenden den Studierenden fast schon den Rang ab, denn so werden mittlerweile sehr häufig die Menschen bezeichnet, die bisher Forscher hießen. Das lässt sich alles noch hinnehmen. Aber inzwischen werden die neu gebildeten substantivierten Partizip-Präsenz-Formen ziemlich abstrus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bäckereifachverkaufende</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Morgens beim Bäcker, habe ich gelernt, reichen mir nicht die Verkäuferinnen die Brötchen über den Tresen, sondern die Bäckereifachverkaufenden. Verkaufen die das Bäckereifach? Die Partizip-Konstruktion widerspricht nicht nur dem Sprachgefühl, sie ist oft sachlich falsch. Das zeigt dieses Beispiel, das lange zu meinem Favoriten zählte. Inzwischen sind noch mehr abstruse Beispiele dazu gekommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gehweggehende</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polizei Berlin hat vor kurzem das schöne Wort Gehweggehende kreiert. Ein Wort, das geschrieben erstmal völlig unverständlich erscheint. Es verdient <a href="https://pyrolim.de/pyropro/kopplungsstriche-machen-das-lesen-leichter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kopplungsstriche</a>. Aber sind das nun Geh-weg-gehende &#8211; also Weggehende, Hinfortgehende &#8211; oder auf dem Gehweg Gehende? Fußgänger also. Wobei Zufußgehende eine ebenso blöde Partizip-Konstruktion ist. Für den Tweet gab es übrigens ordentlich Gegenwind, einfach mal auf die Antworten klicken.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">10 Gehweggehende werfen im <a href="https://twitter.com/hashtag/Wedding?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Wedding</a> Böller unter und gegen Autos.<a href="https://twitter.com/hashtag/welcome110?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#welcome110</a></p>&mdash; Polizei Berlin (@polizeiberlin) <a href="https://twitter.com/polizeiberlin/status/1212068755200712704?ref_src=twsrc%5Etfw">December 31, 2019</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Interessenvertretenen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Noch ein schönes Beispiel für unsinnige Partizip-Konstruktionen gefällig? Gerade las ich von den Interessenvertretenen. Da dreht jedes Rechtschreibprogramm durch. Gemeint sind hier aber nicht etwa Interessenvertreter, sondern die, deren Interessen vertreten werden. Auf den Polizeitweet von oben gab es übrigens eine Reaktion, in der die Polizeivertretenden auf die Schippe genommen werden. Und die Beamten, die unterwegs sind, hießen Streifende.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Passagierende</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schweizer Sender SRF hat sich letztens vergendert (hübsche Wortschöpfung). Ich habe das auch gehört und mich sogleich aufgeregt. Es ging <a href="https://www.nau.ch/news/schweiz/passagierende-srf-korrigiert-gender-fauxpas-nach-mini-shitstorm-66726583" target="_blank" rel="noreferrer noopener">um den Flugbetrieb und um Passagierende</a>. Wie bitte? Ich beobachte übrigens, dass Kommentatoren bei solchen vergenderten Texten sehr kreativ sind. In diesem Fall hieß die Reaktion kurz und knapp: Behämmernde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pensionende</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Redigierfehler oder ernsthaft eine neue Wortschöpfung? Bei der FAZ habe ich jüngst die Pensionenden gefunden. Mittlerweile ist das Wort zumindest im Beitrag in Pensionen geändert worden. Ich traue den Autoren aber durchaus zu, dass sie tatsächlich die Pensionenden gemeint haben.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Der Landesrechnungshof Baden-Württemberg hat die Altersversorgung beim Südwestrundfunk untersucht. Es zeigt sich, dass die Pensionenden Sender tief ins Minus getrieben haben. <a href="https://t.co/YlfM8fKgP7">https://t.co/YlfM8fKgP7</a></p>&mdash; FAZ Feuilleton (@FAZ_Feuilleton) <a href="https://twitter.com/FAZ_Feuilleton/status/1791094121345531973?ref_src=twsrc%5Etfw">May 16, 2024</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Einen <a href="https://journalismus-und-sprache.de/gendern-konkret/partizip-problem/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schönen Beitrag über den Missbrauch des Partizips</a> habe ich bei &#8222;Journalismus und Sprache&#8220; gefunden. Er zeigt auch, wie Gendernde &#8211; da ist es wieder, das Partizip &#8211; sich richtiger und besser ausdrücken können. Sollten sich <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gehort/der-mitarbeitende-wie-gendern-die-deutsche-sprache-verschwurbelt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mitarbeitende</a>, die mit Sprache arbeiten, mal angucken.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/gendern-das-elend-mit-dem-partizip/">Gendern: Das Elend mit dem Partizip</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Bratkartoffeln, Madame de Brats und Graf Stroganoff</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/bratkartoffeln-madame-de-brats-und-graf-stroganoff/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Feb 2024 10:43:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gestaunt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="485" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Steak und Messer mit Kräutern" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak-150x91.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak-768x466.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Es gibt Kalauer, die vergisst man sein Leben nicht. Bei mir ist es Madame de Brats, die Erfinderin der hochkant gebratenen Bratkartoffeln. Überhaupt, Gerichte, die nach Persönlichkeiten benannt sind, sind schon interessant. Ich bin eine Frau, und als solche gehört es sich, auf die Benachteiligung von Frauen hinzuweisen und darauf, dass ihnen viel mehr Wertschätzung gebührt. Bevor ich zu Madame de Brats und den Bratkartoffeln komme, habe ich mir deshalb mal die Männer vorgenommen, nach denen Essen und Getränke benannt wurden. Und siehe da, selbst dort gibt es – Achtung, woker Begriff! – marginalisierte Frauen. Wer war Helga von Molochowetz? Nehmen wir das Boeuf Stroganoff, das säuerliche Rinderfiletspitzen-Ragout aus der russischen Küche. Natürlich ist das edle Gericht nach einem Kerl benannt, vermutlich nach Graf Grigorij Alexandrowitsch Stroganoff oder Graf Sergej Grigorjewitsch Stroganoff. Doch jetzt kommt das Aber: Erstmals erwähnt wurde das Gericht 1877 in einem Kochbuch von Helene von Molochowetz. Die kennt nur keiner mehr. Ein bisschen einfacher geht uns der Name von Lady Grey über die Lippen. Die ist keineswegs ein Anhängsel des Earl Grey, Namensgeber eines schwarzen Tees mit Bergamotte. Lady Grey heißt ein zusätzlich mit Orange und Zitrone versetzter Tee, der angeblich für die Gattin vom Earl und nicht vor ihr kreiert wurde. Bei den kulinarischen Heldinnen darf keinesfalls Madame de Brats vergessen werden. Die erfand die Bratkartoffeln, weshalb die in Wirklichkeit Bratskartoffeln heißen müssten. So jedenfalls ein Kalauer aus meiner Kindheit. Doch der ist offenbar falsch. Die wahre Erfinderin der Bratkartoffeln Ich muss mich bei Elfriede Brats entschuldigen. Denn entweder ist lag mit Madame de Brats falsch oder es gab zwei Erfinderinnen der Bratkartoffeln, die nichts voneinander wussten. Denn die sogenannten Bratskartoffeln sollen angeblich auf Elfriede Brats aus Österreich zurückgehen. Frau Brats ist nicht der einzige verkannte Erfinder, bei dem Nachname und Zweck der Erfindung so zusammenfallen, dass der Mensch hinter der Funktion verschwindet. Wer weiß schon, dass Nils Bohr die Bohrmaschine erfunden hat (Achtung, Ironie) und die deshalb so heißt. Sonst hieße sie Löchermach-Maschine. Wir wissen, dass Christian Buschmann 1821 die Mundharmonika erfunden hat. Hat er sie wirklich erfunden? Oder hat er Herrn Mund das neue Instrument abgeluchst und es als seine eigene Schöpfung ausgegeben? Das ist im Dunkel der Geschichte versunken. Wie der Colt zu seinem Namen kam Da hatte Wilhelm Conrad Röntgen mehr Glück. Seine Strahlen wurden nach ihm benannt und heißen deshalb Röntgenstrahlen. Manchmal geht’s auch andersherum. Dann wird eine Erfindung so sehr mit ihrem Erfinder verbunden, dass sich der Name der Erfindung ändert. So erging es dem Revolver – erfunden 1835 von Samuel Colt. Und das ist kein Witz.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/bratkartoffeln-madame-de-brats-und-graf-stroganoff/">Bratkartoffeln, Madame de Brats und Graf Stroganoff</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="485" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Steak und Messer mit Kräutern" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak-150x91.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak-768x466.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Kalauer, die vergisst man sein Leben nicht. Bei mir ist es Madame de Brats, die Erfinderin der hochkant gebratenen Bratkartoffeln. Überhaupt, Gerichte, die nach Persönlichkeiten benannt sind, sind schon interessant.</p>



<span id="more-13446"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin eine Frau, und als solche gehört es sich, auf die Benachteiligung von Frauen hinzuweisen und darauf, dass ihnen viel mehr Wertschätzung gebührt. Bevor ich zu Madame de Brats und den Bratkartoffeln komme, habe ich mir deshalb mal die Männer vorgenommen, nach denen Essen und Getränke benannt wurden. Und siehe da, selbst dort gibt es – Achtung, woker Begriff! – marginalisierte Frauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer war Helga von Molochowetz?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nehmen wir das Boeuf Stroganoff, das säuerliche Rinderfiletspitzen-Ragout aus der russischen Küche. Natürlich ist das edle Gericht nach einem Kerl benannt, vermutlich nach Graf Grigorij Alexandrowitsch Stroganoff oder Graf Sergej Grigorjewitsch Stroganoff. Doch jetzt kommt das Aber: Erstmals erwähnt wurde das Gericht 1877 in einem Kochbuch von Helene von Molochowetz. Die kennt nur keiner mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein bisschen einfacher geht uns der Name von Lady Grey über die Lippen. Die ist keineswegs ein Anhängsel des Earl Grey, Namensgeber eines schwarzen Tees mit Bergamotte. Lady Grey heißt ein zusätzlich mit Orange und Zitrone versetzter Tee, der angeblich für die Gattin vom Earl und nicht vor ihr kreiert wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den kulinarischen Heldinnen darf keinesfalls Madame de Brats vergessen werden. Die erfand die Bratkartoffeln, weshalb die in Wirklichkeit Bratskartoffeln heißen müssten. So jedenfalls ein Kalauer aus meiner Kindheit. Doch der ist offenbar falsch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die wahre Erfinderin der Bratkartoffeln</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich muss mich bei Elfriede Brats entschuldigen. Denn entweder ist lag mit Madame de Brats falsch oder es gab zwei Erfinderinnen der Bratkartoffeln, die nichts voneinander wussten. Denn die sogenannten Bratskartoffeln sollen angeblich auf Elfriede Brats aus Österreich zurückgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frau Brats ist nicht der einzige verkannte Erfinder, bei dem Nachname und Zweck der Erfindung so zusammenfallen, dass der Mensch hinter der Funktion verschwindet. Wer weiß schon, dass <a href="https://www.stupidedia.org/stupi/Bohrmaschine" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nils Bohr die Bohrmaschine erfunden hat</a> (Achtung, Ironie) und die deshalb so heißt. Sonst hieße sie Löchermach-Maschine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wissen, dass Christian Buschmann 1821 die Mundharmonika erfunden hat. Hat er sie wirklich erfunden? Oder hat er Herrn Mund das neue Instrument abgeluchst und es als seine eigene Schöpfung ausgegeben? Das ist im Dunkel der Geschichte versunken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie der Colt zu seinem Namen kam</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Da hatte Wilhelm Conrad Röntgen mehr Glück. Seine Strahlen wurden nach ihm benannt und heißen deshalb Röntgenstrahlen. Manchmal geht’s auch andersherum. Dann wird eine Erfindung so sehr mit ihrem Erfinder verbunden, dass sich der Name der Erfindung ändert. So erging es dem Revolver – erfunden 1835 von Samuel Colt. Und das ist kein Witz.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/bratkartoffeln-madame-de-brats-und-graf-stroganoff/">Bratkartoffeln, Madame de Brats und Graf Stroganoff</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Starkregen: Wie Meteorologen Sprache formen</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/starkregen-wie-meteorologen-sprache-formen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jan 2024 17:47:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="545" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/regen.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Ein Blatt liegt auf einer Treppe, auf die Regen fällt." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/regen.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/regen-150x102.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/regen-768x523.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Sie tauchen aus dem Nichts auf und setzen sich überall fest. Man wird sie einfach nicht mehr los, die Wörter, die man nie gehört hat und die sich dennoch blitzschnell einen Platz in unserem Alltag erobern. So wie der Starkregen. Der Starkregen war der Newcomer des Jahres 2010. Plötzlich war das Wort, das vorher niemand benutzte, überall zu hören. Es ist eine Schöpfung der Wetterfrösche, die in diesem Jahr zunehmend in Funk und Fernsehen zu hören war und sich von dort unaufhaltsam den Weg in unser aller Sprachschatz bahnte. Mittlerweile gehört der Starkregen zum ganz normalen Wortschatz. Gerade in diesem Winter gab es dazu ja auch allen Grund: Der Starkregen, der bisher schlicht starker Regen oder gar sintflutartiger Regen hieß, machte seinem Namen alle Ehre und setzte weite Regionen für Tage unter Wasser. Mittlerweile finden sich neben dem Starkregen weitere Wörter aus der Meteorologie, die erst einmal seltsam anmuten, aber vermutlich ebenfalls ihren Weg in den allgemeinen Wortschatz finden werden. Jüngstes Beispiel: die Mildluft. Bisher hieß die einfach milde Luft. Offenbar gibt es bei den Wetterfröschen einen Hang zur Substantivierung. Mit etwas Fantasie lässt sich das noch auf die Spitze treiben. Wie wäre es mit Grobtau statt Nieselregen (danke, @seewolf, für diese Anregung)? Oder mit Dichtnebel? Oder Schwachwind? Klingt schwachsinnig, oder? Kein Kraut gewachsen gegen den Starkregen Ich wehre mich in meinen Texten immer gegen solche neu auftauchenden, vor allem substantivierten Begriffe und schreibe eisern weiter von starkem Regen oder ergiebigem Regen. Aber gegen Starkregen ist kein Kraut gewachsen, dagegen komme ich auf Dauer nicht an. Das Wort hat sich einfach zu sehr durchgesetzt. Auffällig ist übrigens, dass es solche neuen Wörter vor allem für Wetterphänomene gibt, die entweder im Winter auftreten oder uns wie der Starkregen Probleme bereiten. In schönen Sommern gibt es sie kaum.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/starkregen-wie-meteorologen-sprache-formen/">Starkregen: Wie Meteorologen Sprache formen</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="545" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/regen.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Ein Blatt liegt auf einer Treppe, auf die Regen fällt." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/regen.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/regen-150x102.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/regen-768x523.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Sie tauchen aus dem Nichts auf und setzen sich überall fest. Man wird sie einfach nicht mehr los, die Wörter, die man nie gehört hat und die sich dennoch blitzschnell einen Platz in unserem Alltag erobern. So wie der Starkregen.</p>



<span id="more-13420"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Der Starkregen war der Newcomer des Jahres 2010. Plötzlich war das Wort, das vorher niemand benutzte, überall zu hören. Es ist eine Schöpfung der Wetterfrösche, die in diesem Jahr zunehmend in Funk und Fernsehen zu hören war und sich von dort unaufhaltsam den Weg in unser aller Sprachschatz bahnte. Mittlerweile gehört der Starkregen zum ganz normalen Wortschatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade in diesem Winter gab es dazu ja auch allen Grund: Der Starkregen, der bisher schlicht starker Regen oder gar sintflutartiger Regen hieß, machte seinem Namen alle Ehre und setzte <a href="https://www.wwf.de/themen-projekte/fluesse-seen/hochwasser/hochwasser" target="_blank" rel="noreferrer noopener">weite Regionen für Tage unter Wasser</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile finden sich neben dem Starkregen weitere Wörter aus der Meteorologie, die erst einmal seltsam anmuten, aber vermutlich ebenfalls ihren Weg in den allgemeinen Wortschatz finden werden. Jüngstes Beispiel: <a href="https://wetterkanal.kachelmannwetter.com/neue-woche-und-schon-wieder-neue-mildluft/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Mildluft</a>. Bisher hieß die einfach milde Luft. Offenbar gibt es bei den Wetterfröschen einen <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gelesen/gesammelte-schwurbelwoerter-und-sprachmacken/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hang zur Substantivierung</a>. Mit etwas Fantasie lässt sich das noch auf die Spitze treiben. Wie wäre es mit Grobtau statt Nieselregen (danke, <a href="https://twitter.com/seewolfDE" target="_blank" rel="noreferrer noopener">@seewolf</a>, für diese Anregung)? Oder mit Dichtnebel? Oder Schwachwind? Klingt schwachsinnig, oder?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kein Kraut gewachsen gegen den Starkregen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wehre mich in meinen Texten immer gegen solche neu auftauchenden, vor allem substantivierten Begriffe und schreibe eisern weiter von starkem Regen oder ergiebigem Regen. Aber gegen Starkregen ist kein Kraut gewachsen, dagegen komme ich auf Dauer nicht an. Das Wort hat sich einfach zu sehr durchgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auffällig ist übrigens, dass es solche neuen Wörter vor allem für Wetterphänomene gibt, die entweder im Winter auftreten oder uns wie der Starkregen Probleme bereiten. In <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ein-sommer-wie-er-frueher-einmal-war/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schönen Sommern</a> gibt es sie kaum. </p>



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