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	<title>Klassik Archive - Pyrolirium</title>
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	<title>Klassik Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>Eine Orgel wird gereinigt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2025 17:49:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Orgelbauer Andreas Kulitza vor der offenen Orgel der St.-Johannes-Kirche." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Einmal fegen und feucht durchwischen ist nicht. Wenn eine Orgel gereinigt werden muss, ist das nicht nur ein erheblicher Aufwand, sondern auch ein Fall für Spezialisten. Die St.-Johannes-Kirche in Lübeck-Kücknitz ist gerade erst aufwendig erneuert worden. Nach den Bauarbeiten, die trotz aller Vorsicht doch einigen Staub aufwirbelten, war es an der Zeit, die Kleuker-Orgel zu überholen. „Normalerweise wird eine Orgel alle 25-30 Jahre generalgereinigt“, sagt Kirchenmusiker Norbert Drechsler. Für die Kücknitzer Orgel ist es das erste Mal, dass sie seit ihrer Inbetriebnahme vor 47 Jahren gereinigt wird. Noch sind die Arbeiten nicht ganz abgeschlossen, aber zu Weihnachten soll die Orgel wieder erklingen. Deshalb legte Orgelbauer Andreas Kulitza (Foto) von der Orgelbaufirma Rudolf von Beckerath aus Hamburg am zweiten Adventssonntag eine Sonderschicht ein. Schließlich muss der Zeitrahmen eingehalten werden, berichtet er. Orgel mit 1558 Pfeifen Bei der Kücknitzer Orgel mussten 1558 Pfeifen ausgebaut, einzeln von Schmutz befreit und erst mal gut geordnet auf der Empore abgelegt werden. Denn das Putzen beschränkt sich keineswegs auf die Pfeifen. Auch die Windlade wird – flapsig ausgedrückt – abgestaubt. Bälge müssen nach so langer Zeit ersetzt werden, da das Material brüchig wird, erläutert Kulitza weiter. Ohne diese Bälge kein Wind, ohne Wind kein Orgelton. Gefertigt werden die Bälge aus Gummituch, ein Lederersatz aus mit Gummi belegtem Gewebe, wie Kulitza weiter erklärt. Das ist heutzutage das Material der Wahl. Im Verlauf der Reinigung ist auch die Elektronik der Orgel überarbeitet worden. Und sie hat eine Setzeranlage bekommen, mit der sich Registrierungen programmieren lassen. Die Register-Tasten – keine Züge &#8211; sind bei der Kücknitzer Orgel über dem obersten Manual eingebaut. Aus gutem Grund. Die Orgel ist nach den Bedürfnissen des damaligen Kirchenmusikers Berthold Mindner gebaut worden. Als Kriegsversehrter hatte er nur einen Arm, was seinem Orgelspiel aber nicht anzuhören war. Norbert Drechsler spielt die Kücknitzer Orgel seit 1990. Dass sie jetzt mal aufpoliert werden musste, war bereits seit einiger Zeit klar. „Als Spieler merkt man, dass einzelne Pfeifen nicht mehr richtig ansprechen; die Tastatur ist ausgeleiert und ungleichmäßig“, sagt Drechsler. Orgelbauer Kulitza hat die Orgel komplett auseinander genommen und baut sie gerade wieder zusammen. Lagen irgendwo im Inneren tote Mäuse? Eine war da, berichtet Drechsler. Kubitza hat keine entdeckt. „Hier haben wir keine Überraschungen erlebt.“ Es komme aber durchaus vor, dass er in Orgelpfeifen tote Tiere findet, häufiger Fledermäuse als Mäuse und manchmal Vögel. Die langen Rohre seien zu glatt, die Tiere könnten sich, einmal hineingefallen, nicht wieder nach oben hangeln. Und auch nicht hinausfliegen. So sterben sie, vertrocknen, und irgendwann werden sie bei einer Orgel-Reinigung gefunden. Orgelreinigung kostet 70.000 Euro Für die Orgelreinigung musste die Kirchengemeinde eine ganze Menge Geld aufbringen. Sie kostet knapp 70.000 Euro. Nach Angaben von Pastor Albrecht Martins hat der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg zugesagt, das Projekt mit 30 Prozent der Kosten, etwa 21.000 Euro, zu bezuschussen. Der Kirchengemeinderat hat beschlossen, rund 35.000 Euro aus Rücklagen der Gemeinde dafür umzuwidmen. Knapp 15.000 Euro sind bisher durch Spenden und Kollekten zusammen gekommen, darunter 13 Spenden zwischen 200 und 1000 Euro. Einen kleinen Teil davon hat der Chor mit einem Flohmarkt erwirtschaftet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/eine-orgel-wird-gereinigt/">Eine Orgel wird gereinigt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Orgelbauer Andreas Kulitza vor der offenen Orgel der St.-Johannes-Kirche." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Einmal fegen und feucht durchwischen ist nicht. Wenn eine Orgel gereinigt werden muss, ist das nicht nur ein erheblicher Aufwand, sondern auch ein Fall für Spezialisten.</p>



<span id="more-14495"></span>



<p>Die St.-Johannes-Kirche in Lübeck-Kücknitz ist gerade erst <a href="https://kirchekuecknitz.de/project/st-johannes/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">aufwendig erneuert worden</a>. Nach den Bauarbeiten, die trotz aller Vorsicht doch einigen Staub aufwirbelten, war es an der Zeit, die Kleuker-Orgel zu überholen. „Normalerweise wird eine Orgel alle 25-30 Jahre generalgereinigt“, sagt Kirchenmusiker Norbert Drechsler. Für die Kücknitzer Orgel ist es das erste Mal, dass sie seit ihrer Inbetriebnahme vor 47 Jahren gereinigt wird. Noch sind die Arbeiten nicht ganz abgeschlossen, aber zu Weihnachten soll die Orgel wieder erklingen.</p>



<p>Deshalb legte Orgelbauer Andreas Kulitza (Foto) von der <a href="https://www.beckerath.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Orgelbaufirma Rudolf von Beckerath aus Hamburg</a> am zweiten Adventssonntag eine Sonderschicht ein. Schließlich muss der Zeitrahmen eingehalten werden, berichtet er.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Orgel mit 1558 Pfeifen</h2>



<p>Bei der Kücknitzer Orgel mussten 1558 Pfeifen ausgebaut, einzeln von Schmutz befreit und erst mal gut geordnet auf der Empore abgelegt werden. Denn das Putzen beschränkt sich keineswegs auf die Pfeifen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgelleer.jpg" alt="Ausgebaute Pfeifen der Orgel liegen auf der Empore." class="wp-image-14498" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgelleer.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgelleer-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgelleer-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ausgebaute Pfeifen der Orgel liegen auf der Empore. Foto: Norbert Drechsler</figcaption></figure>



<p>Auch die Windlade wird – flapsig ausgedrückt – abgestaubt. Bälge müssen nach so langer Zeit ersetzt werden, da das Material brüchig wird, erläutert Kulitza weiter. Ohne diese <a href="https://blog.walcker.com/?p=788" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bälge</a> kein Wind, ohne Wind kein Orgelton. Gefertigt werden die Bälge aus Gummituch, ein Lederersatz aus mit Gummi belegtem Gewebe, wie Kulitza weiter erklärt. Das ist heutzutage das Material der Wahl.</p>



<p>Im Verlauf der Reinigung ist auch die Elektronik der Orgel überarbeitet worden. Und sie hat eine Setzeranlage bekommen, mit der sich Registrierungen programmieren lassen. Die Register-Tasten – keine Züge &#8211; sind bei der Kücknitzer Orgel über dem obersten Manual eingebaut. Aus gutem Grund. Die Orgel ist nach den Bedürfnissen <a href="https://pyrolim.de/pyropro/100-jahre-st-johannes-chor-eine-ausstellung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">des damaligen Kirchenmusikers Berthold Mindner</a> gebaut worden. Als Kriegsversehrter hatte er nur einen Arm, was seinem Orgelspiel aber nicht anzuhören war.</p>



<p>Norbert Drechsler spielt die Kücknitzer Orgel seit 1990. Dass sie jetzt mal aufpoliert werden musste, war bereits seit einiger Zeit klar. „Als Spieler merkt man, dass einzelne Pfeifen nicht mehr richtig ansprechen; die Tastatur ist ausgeleiert und ungleichmäßig“, sagt Drechsler.</p>



<p>Orgelbauer Kulitza hat die Orgel komplett auseinander genommen und baut sie gerade wieder zusammen. Lagen irgendwo im Inneren tote Mäuse? Eine war da, berichtet Drechsler. Kubitza hat keine entdeckt. „Hier haben wir keine Überraschungen erlebt.“ Es komme aber durchaus vor, dass er in Orgelpfeifen tote Tiere findet, häufiger Fledermäuse als Mäuse und manchmal Vögel. Die langen Rohre seien zu glatt, die Tiere könnten sich, einmal hineingefallen, nicht wieder nach oben hangeln. Und auch nicht hinausfliegen. So sterben sie, vertrocknen, und irgendwann werden sie bei einer Orgel-Reinigung gefunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Orgelreinigung kostet 70.000 Euro</h2>



<p>Für die Orgelreinigung musste die Kirchengemeinde eine ganze Menge Geld aufbringen. Sie kostet knapp 70.000 Euro. Nach Angaben von Pastor Albrecht Martins hat der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg zugesagt, das Projekt mit 30 Prozent der Kosten, etwa 21.000 Euro, zu bezuschussen. Der Kirchengemeinderat hat beschlossen, rund 35.000 Euro aus Rücklagen der Gemeinde dafür umzuwidmen. Knapp 15.000 Euro sind bisher durch Spenden und Kollekten zusammen gekommen, darunter 13 Spenden zwischen 200 und 1000 Euro. Einen kleinen Teil davon hat der Chor <a href="https://pyrolim.de/pyropro/design-der-80er-fuer-den-kirchenflohmarkt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mit einem Flohmarkt </a>erwirtschaftet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/eine-orgel-wird-gereinigt/">Eine Orgel wird gereinigt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Ewigkeitssonntag: Vielleicht erst einmal das letzte Konzert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Nov 2021 10:44:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="799" height="469" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Friedhof.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Friedhof.jpg 799w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Friedhof-150x88.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Friedhof-768x451.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 799px) 100vw, 799px" /><p>Heute ist Ewigkeitssonntag. Traditionell der Tag, an dem Kirchenchöre eine musikalische Andacht gestalten oder den Gottesdienst besingen. Noch immer ist es häufig so, dass Angehörige eines Verstorbenen am Ewigkeitssonntag in die Kirche gehen, weil dort die Namen aller derer verlesen werden, die im Verlauf des Kirchenjahres bestattet wurden. Nun sind die Zeiten aber nicht so, wie sie immer sind. Der Tod spielt eine größere Rolle als üblich, weil die Corona-Pandemie seit mehr als eineinhalb Jahren viele Menschen dahinrafft. Mittlerweile weit mehr als 90 000 in Deutschland. Die Namen von vielen von ihnen werden und wurden heute in den Gottesdiensten verlesen. Ob mit oder ohne Chorgesang. Schöne Musik zum Ewigkeitssonntag Der Kirchenchor, in dem ich seit nunmehr 30 Jahren singe, gibt heute Nachmittag ein Konzert. Genauer: Er besingt eine musikalische Andacht zum Ewigkeitssonntag, auch Totensonntag genannt. Dass das überhaupt möglich ist, ist ein kleines Wunder. Und wer weiß, wie lange wir überhaupt noch zusammen singen und musizieren können. Es gibt ungefähr vier Millionen Chorsänger in Deutschland. Mit Beginn der Pandemie im März 2020 mussten sie die Proben einstellen, war an Auftritte nicht mehr zu denken. Ich hatte erhebliche Bedenken, ob die Chöre das überstehen. Viele sind überaltert, mancher Sänger mag sich daran gewöhnt haben, lieber zu Hause auf der Couch zu sitzen. Oder er will sich keinem Risiko mehr aussetzen. Genug Chorsänger übrig geblieben Andererseits: Ich habe das Singen, die Proben sehr vermisst. Und so ist es vielen anderen auch gegangen. Unser Chor ist weiterhin singfähig und wird das heute am Ewigkeitssonntag unter Beweis stellen. Ein paar sind weggeblieben. Aus Angst. Oder weil sie sich weder impfen noch testen lassen wollten. Schwurbler haben bei uns keinen Platz, der Altersdurchschnitt ist zu hoch, das Risiko ebenso. Wir sind alle zweimal geimpft. Heute also ein Konzert zum Ewigkeitssonntag, das erste Mal seit Beginn der Pandemie wieder singen vor Publikum. Das Programm ist schön: viel Bach, auch Johann Michael Bach (1648-1694), aber auch Mendelssohn. Von ihm führen wir das schöne Stück &#8222;Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren&#8220; auf. Ich nenne es scherzhaft das Lied für den Chauffeur. Das hat das Stück nicht verdient. Es ist wunderschön. Wer mitsingen mag: Hier ist die Karaoke-Version dazu.# Ich werde das Konzert sehr genießen. Denn mir sitzt die Sorge im Nacken, dass in wenigen Tagen wieder alles vorbei sein kann: das Proben, das Singen, das Zusammenkommen. Ich blicke auf die Zahlen und fürchte, wir werden uns alle wieder darauf einstellen müssen, unsere Hobbys ruhen zu lassen. Wie schade &#8211; und wie unnötig. Aber ich will mich nicht über Schwurbler aufregen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="799" height="469" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Friedhof.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Friedhof.jpg 799w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Friedhof-150x88.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Friedhof-768x451.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 799px) 100vw, 799px" />
<p>Heute ist Ewigkeitssonntag. Traditionell der Tag, an dem Kirchenchöre eine musikalische Andacht gestalten oder den Gottesdienst besingen. Noch immer ist es häufig so, dass Angehörige eines Verstorbenen am Ewigkeitssonntag in die Kirche gehen, weil dort die Namen aller derer verlesen werden, die im Verlauf des Kirchenjahres bestattet wurden.</p>



<span id="more-12118"></span>



<p>Nun sind die Zeiten aber nicht so, wie sie immer sind. Der Tod spielt eine größere Rolle als üblich, weil die Corona-Pandemie seit mehr als eineinhalb Jahren viele Menschen dahinrafft. Mittlerweile weit mehr als 90 000 in Deutschland. Die Namen von vielen von ihnen werden und wurden heute in den Gottesdiensten verlesen. Ob mit oder ohne Chorgesang.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schöne Musik zum Ewigkeitssonntag</h2>



<p>Der Kirchenchor, in dem ich seit nunmehr 30 Jahren singe, gibt heute Nachmittag ein Konzert. Genauer: Er besingt eine musikalische Andacht zum <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/totensonntag-versus-ewigkeitssonntag/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ewigkeitssonntag, auch Totensonntag genannt</a>. Dass das überhaupt möglich ist, ist ein kleines Wunder. Und wer weiß, wie lange wir überhaupt noch zusammen singen und musizieren können.</p>



<p>Es gibt ungefähr vier Millionen Chorsänger in Deutschland. Mit Beginn der Pandemie im März 2020 mussten sie die Proben einstellen, war an Auftritte nicht mehr zu denken. Ich hatte <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-kultur-stirbt-leise-ist-sie-nach-corona-noch-zu-retten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">erhebliche Bedenken, ob die Chöre das überstehen. </a>Viele sind überaltert, mancher Sänger mag sich daran gewöhnt haben, lieber zu Hause auf der Couch zu sitzen. Oder er will sich keinem Risiko mehr aussetzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Genug Chorsänger übrig geblieben</h2>



<p>Andererseits: Ich habe das Singen, die Proben sehr vermisst. Und so ist es vielen anderen auch gegangen. Unser Chor ist weiterhin singfähig und wird das heute am Ewigkeitssonntag unter Beweis stellen. Ein paar sind weggeblieben. Aus Angst. Oder weil sie sich weder impfen noch testen lassen wollten. Schwurbler haben bei uns keinen Platz, der Altersdurchschnitt ist zu hoch, das Risiko ebenso. Wir sind alle zweimal geimpft.</p>



<p>Heute also ein Konzert zum Ewigkeitssonntag, das erste Mal seit Beginn der Pandemie wieder singen vor Publikum. Das Programm ist schön: viel Bach, auch <a href="https://gemeinden.erzbistum-koeln.de/stifts-chor-bonn/service/komponisten/BachJohMichael.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Johann Michael Bach</a> (1648-1694), aber auch Mendelssohn. Von ihm führen wir das schöne Stück &#8222;Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren&#8220; auf. Ich nenne es scherzhaft das Lied für den Chauffeur. Das hat das Stück nicht verdient. Es ist wunderschön. Wer mitsingen mag: Hier ist die Karaoke-Version dazu.#</p>



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<p>Ich werde das Konzert sehr genießen. Denn mir sitzt die Sorge im Nacken, dass in wenigen Tagen wieder alles vorbei sein kann: das Proben, das Singen, das Zusammenkommen. Ich blicke auf die Zahlen und fürchte, wir werden uns alle wieder darauf einstellen müssen, unsere Hobbys ruhen zu lassen. Wie schade &#8211; und wie unnötig. Aber ich will mich nicht über Schwurbler aufregen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ewigkeitssonntag-vielleicht-erst-einmal-das-letzte-konzert/">Ewigkeitssonntag: Vielleicht erst einmal das letzte Konzert</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Die Kultur stirbt leise: Ist sie nach Corona noch zu retten?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2021 17:26:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="450" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-150x84.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Seit einem Jahr habe ich nicht mehr in unserem Kirchenchor gesungen, mit Ausnahme von ein paar Proben im Pastoratsgarten und großzügig verteilt in der Kirche im Spätsommer 2020. Das letzte Mal im Konzert war ich im Advent 2019. Mit Beginn der Pandemie ist die Kultur, auch die Laienkultur, dem Siechtum anheim gefallen. Wird sie sich wieder erholen? Ich bin kein pessimistischer Mensch. Aber mit zunehmender Dauer von Krise und Lockdown schwindet meine Hoffnung zusehens, dass es irgendwann mal wieder so wird wie vor der Pandmie. Ich persönlich habe nicht allzuviel auszustehen. Aber ein wichtiger Teil meines Lebens fehlt mir: das Chorsingen, die damit verbundene Begegnung, die Erlebnisse, mit Orchester und Solisten gemeinsam große Werke aufzuführen. Wie immer es weitergeht mit Corona, die Kultur muss sich ganz hinten anstellen, und das gemeinsame Singen und Musizieren steht ganz sicher noch ein Stück weiter hinten in der Schlange. Mit jedem Monat wird es schwieriger Mich treibt die Sorge um, wie viele Chöre und Laienorchester diese Zeit überleben. Je länger es dauert, desto größer wird meine Sorge. Kommen alle wieder, wenn das Singen endlich wieder gefahrlos möglich ist? Oder haben sich viele daran gewöhnt, eben nicht zur Probe zu kommen? Vermissen alle das gemeinsame Musizieren so sehr wie ich? Ich weiß, dass die Probe für viele Choristen seit Jahrzehnten ein fester Termin im Verlauf der Woche ist. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass einige den Wiederbeginn herbei sehnen. Gerade für manchen Älteren mag die Chorprobe stets ein Höhepunkt der Woche gewesen sein. Andere werden festgestellt haben, dass die Abende auf dem Sofa auch ganz nett sind. Meine Tage sind auch ohne das Singen voll genug gestopft mit Terminen. Für mich ist das Singen eine kleine Auszeit, ein Ausgleich für das hektische Berufsleben. Klar, ich kann auch abends entspannt zu Hause sitzen, aber das gemeinsame Üben ist doch ganz etwas anderes. Und &#8211; ich geb&#8217;s zu &#8211; das anschließende Treffen beim Griechen. Ich freue mich schon jetzt auf den ersten Ouzo, den wir wieder zusammen trinken. Die Profis sind viel schlimmer dran Meine kleine Sehnsucht nach Chorproben ist natürlich nichts im Gegensatz zu den Nöten derer, die Kultur professionell betreiben. Die Kulturbranche liegt seit einem Jahr am Boden. Der Deutsche Kulturrat belegt mit einer Studie die massiven Umsatzeinbrüche der Kultur- und Kreativwirtschaft. Das ist die eine, schreckliche Seite dieser Pandemie. Die andere ist, was uns allen verloren geht. Der Tagesspiegel beschwört in einem Kommentar &#8222;Verarmung, Verödung, Verblödung&#8220; herauf. So weit würde ich vielleicht nicht gehen. Aber Verarmung und Verödung werden es gewiss sein, was der Kulturbranche droht. Wer weiß, ob alle Künstler auf die Bühne zurückkehren, alle Ensemble wieder spielen, alle Theater überleben. Was weg ist, kommt so schnell nicht wieder. Die Museen sind da in einer besseren Situation, sie bleiben, auch wenn sie zu sind. Was die Musik- und Theaterszene angeht, bin dagegen ziemlich pessimistisch. Jochen-Rochen-Kunst formuliert auf Twitter, was die Abwesenheit von Kunst und Kultur bedeutet: Seelen, die verblühen. Kirchenmusikerin Andrea Ha sieht das etwas hoffnungsvoller: Andrea hat mich übrigens auf einen Künstler aufmerksam gemacht, der mit Kreativität versucht hat, aus einer schwierigen Situation das Beste herauszuholen. Ein schönes Beispiel, wie Künstler kreativ mit Krisen umgehen können. Ich fürchte allerdings, diesmal wird es schwieriger für die Kultur, all dem noch etwas Gutes abzugewinnen. Sich aus diesem von außen verordneten Sumpf herauszuziehen. Ja, die Sehnsucht nach Kultur ist groß. Mal wieder ins Museum gehen, nicht nur virtuell. Konzerte erleben in Gemeinschaft mit Musik, von Menschen in Gemeinschaft gemacht. Bis es das wieder gibt, wird es noch lange dauern. Nicht nur, weil die Sache mit den Hygienekonzepten und den Aerosolen beim gemeinsamen Singen oder Musizieren schwierig ist, sondern auch, weil die Menschen davon entwöhnt werden. Ob lautes Rufen hilft? Ob laut sein wirklich hilft? Vielleicht wird damit immerhin erreicht, dass die Politik die Nöte der Kultur mehr als bisher zur Kenntnis nimmt. Doch die Gefahr ist groß, dass sie in der Kakophonie derer, die aus genauso guten Gründen laut sind, überhört wird. Dann kommt noch hinzu, dass Politiker die Kultur oft als &#8222;Freizeit&#8220; abstempeln. Freizeit aber scheint etwas zu sein, was in einer Pandemie unbedingt unterdrückt gehört. Wie sonst ist es zu erklären, dass monatelang rigoros alles von Zoos bis Museen geschlossen wurde? Als wenn das nicht Einrichtungen wären, die sich mit den richtigen Konzepten risikolos besuchen ließen. Kommt der Hunger nach Kultur? Als grundsätzlich optimistischer Mensch gefällt mir der Gedanke, dass möglicherweise nach der Agonie die Wiederauferstehung kommt. Könnte es nicht auch sein, dass die Menschen, von Kultur entwöhnt, nach den Einschränkungen umso mehr Hunger danach haben? Sie eifriger nutzen und mehr wertschätzen? Ich hoffe es. Die Kultur hat es verdient. Nicht nur die professionelle, auch die der vielen, vielen Laien. Ich hoffe nicht, dass diese Hoffnung ein Trugschluss ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-kultur-stirbt-leise-ist-sie-nach-corona-noch-zu-retten/">Die Kultur stirbt leise: Ist sie nach Corona noch zu retten?</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="450" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-150x84.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Seit einem Jahr habe ich nicht mehr in unserem Kirchenchor gesungen, mit Ausnahme von ein paar Proben im Pastoratsgarten und großzügig verteilt in der Kirche im Spätsommer 2020. Das letzte Mal im Konzert war ich im Advent 2019. Mit Beginn der Pandemie ist die Kultur, auch die Laienkultur, dem Siechtum anheim gefallen. Wird sie sich wieder erholen?</p>



<span id="more-11609"></span>



<p>Ich bin kein pessimistischer Mensch. Aber mit zunehmender Dauer von Krise und Lockdown schwindet meine Hoffnung zusehens, dass es irgendwann mal wieder so wird wie vor der Pandmie. Ich persönlich habe nicht allzuviel auszustehen. Aber ein wichtiger Teil meines Lebens fehlt mir: das Chorsingen, die damit verbundene Begegnung, die Erlebnisse, mit Orchester und Solisten <a href="https://pyrolim.de/pyropro/grosse-oper-im-kirchenchor/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gemeinsam große Werke aufzuführen</a>. Wie immer es weitergeht mit Corona, die Kultur muss sich ganz hinten anstellen, und das gemeinsame Singen und Musizieren steht ganz sicher noch ein Stück weiter hinten in der Schlange.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mit jedem Monat wird es schwieriger</h2>



<p>Mich treibt die Sorge um, wie viele Chöre und Laienorchester diese Zeit überleben. Je länger es dauert, desto größer wird meine Sorge. Kommen alle wieder, wenn das Singen endlich wieder gefahrlos möglich ist? Oder haben sich viele daran gewöhnt, eben nicht zur Probe zu kommen? Vermissen alle das gemeinsame Musizieren so sehr wie ich?</p>



<p>Ich weiß, dass die Probe für viele Choristen seit Jahrzehnten ein fester Termin im Verlauf der Woche ist. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass einige den Wiederbeginn herbei sehnen. Gerade für manchen Älteren mag die Chorprobe stets ein Höhepunkt der Woche gewesen sein. Andere werden festgestellt haben, dass die Abende auf dem Sofa auch ganz nett sind. </p>



<p>Meine Tage sind auch ohne das Singen voll genug gestopft mit Terminen. Für mich ist das Singen eine kleine Auszeit, ein Ausgleich für das hektische Berufsleben. Klar, ich kann auch abends entspannt zu Hause sitzen, aber das gemeinsame Üben ist doch ganz etwas anderes. Und &#8211; ich geb&#8217;s zu &#8211; das anschließende Treffen beim Griechen. Ich freue mich schon jetzt auf den ersten Ouzo, den wir wieder zusammen trinken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Profis sind viel schlimmer dran</h2>



<p>Meine kleine Sehnsucht nach Chorproben ist natürlich nichts im Gegensatz zu den Nöten derer, die Kultur professionell betreiben. Die Kulturbranche liegt seit einem Jahr am Boden. Der Deutsche Kulturrat belegt <a href="https://www.kulturrat.de/presse/pressemitteilung/studie-belegt-massive-umsatzeinbrueche-in-der-kultur-und-kreativwirtschaft-durch-corona/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mit einer Studie die massiven Umsatzeinbrüche der Kultur- und Kreativwirtschaft</a>. Das ist die eine, schreckliche Seite dieser Pandemie. Die andere ist, was uns allen verloren geht. Der Tagesspiegel beschwört<a href="https://www.tagesspiegel.de/kultur/kultur-im-corona-lockdown-was-uns-verloren-geht-wenn-uns-die-kunst-verloren-geht/26644840.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> in einem Kommentar &#8222;Verarmung, Verödung, Verblödung&#8220; herauf</a>.</p>



<p>So weit würde ich vielleicht nicht gehen. Aber Verarmung und Verödung werden es gewiss sein, was der Kulturbranche droht. Wer weiß, ob alle Künstler auf die Bühne zurückkehren, alle Ensemble wieder spielen, alle Theater überleben. Was weg ist, kommt so schnell nicht wieder. Die Museen sind da in einer besseren Situation, sie bleiben, auch wenn sie zu sind. Was die Musik- und Theaterszene angeht, bin dagegen ziemlich pessimistisch. <a href="https://twitter.com/JochenRochen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jochen-Rochen-Kunst</a> formuliert auf Twitter, was die Abwesenheit von Kunst und Kultur bedeutet: Seelen, die verblühen. </p>



<p>Kirchenmusikerin Andrea Ha sieht das etwas hoffnungsvoller: </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://twitter.com/andijah/status/1365963487101517825
</div></figure>



<p>Andrea hat mich übrigens auf einen Künstler aufmerksam gemacht, der mit Kreativität versucht hat, aus einer schwierigen Situation das Beste herauszuholen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://twitter.com/andijah/status/1365959287219044353
</div></figure>



<p>Ein schönes Beispiel, wie Künstler kreativ mit Krisen umgehen können. Ich fürchte allerdings, diesmal wird es schwieriger für die Kultur, all dem noch etwas Gutes abzugewinnen. Sich aus diesem von außen verordneten Sumpf herauszuziehen. Ja, die Sehnsucht nach Kultur ist groß. Mal wieder ins Museum gehen, nicht nur virtuell. Konzerte erleben in Gemeinschaft mit Musik, von Menschen in Gemeinschaft gemacht. Bis es das wieder gibt, wird es noch lange dauern.</p>



<p>Nicht nur, weil die Sache mit den Hygienekonzepten und den Aerosolen beim gemeinsamen Singen oder Musizieren schwierig ist, sondern auch, weil die Menschen davon entwöhnt werden. Ob lautes Rufen hilft?</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://twitter.com/BolligGreta/status/1366326206761680897
</div></figure>



<p>Ob laut sein wirklich hilft? Vielleicht wird damit immerhin erreicht, dass die Politik die Nöte der Kultur mehr als bisher zur Kenntnis nimmt. Doch die Gefahr ist groß, dass sie in der Kakophonie derer, die aus genauso guten Gründen laut sind, überhört wird. Dann kommt noch hinzu, dass Politiker die Kultur oft als &#8222;Freizeit&#8220; abstempeln. Freizeit aber scheint etwas zu sein, was in einer Pandemie unbedingt unterdrückt gehört. Wie sonst ist es zu erklären, dass monatelang rigoros alles von Zoos bis Museen geschlossen wurde? Als wenn das nicht Einrichtungen wären, die sich mit den richtigen Konzepten risikolos besuchen ließen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kommt der Hunger nach Kultur?</h2>



<p>Als grundsätzlich optimistischer Mensch gefällt mir der Gedanke, dass möglicherweise nach der Agonie die Wiederauferstehung kommt. Könnte es nicht auch sein, dass die Menschen, von Kultur entwöhnt, nach den Einschränkungen umso mehr Hunger danach haben? Sie eifriger nutzen und mehr wertschätzen? Ich hoffe es. Die Kultur hat es verdient. Nicht nur die professionelle, auch die der vielen, vielen Laien. Ich hoffe nicht, dass diese Hoffnung ein Trugschluss ist. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://twitter.com/andijah/status/1365960903917588480
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		<title>Bügeln mit Bach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2020 15:52:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="450" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-150x84.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Bach rockt. Deshalb ist er gut so gut geeignet, beim Bügeln gehört zu werden. Habe ich heute mal wieder ausprobiert. Ich bügele nicht so oft, aber wenn, dann in einem Zimmer, in dem ich laut Musik hören kann. Heute habe ich die Johannespassion von Johann Sebastian Bach aufgelegt. In der gibt es den passenden Song zum Bügeln. Titel: &#8222;Lasset uns den nicht zerteilen.&#8220; Passt zum Zweck, denn es geht darin um Kleidung, genauer um den Rock Jesu, der laut vorangehendem Rezitativ &#8222;von oben an gewürket durch und durch&#8220; war. Rock natürlich nicht im Sinne eines Kleidungsstücks für Damen, sondern als eines für Herren, etwa so wie der Gehrock, aber sicher von ganz anderer Gestalt. Es ging also um ein damals sicher wertvolles Kleidungsstück, dessen Schicksal dort besungen wird. Vor allem aber ist dieses kurze Chorstück so schwungvoll und peppig, dass es beim Bügeln regelrecht beflügelt. Leider ist dieses flotte Stück recht kurz, in der Zeit schaffe ich gerade mal ein Kleidungsstück. Immer dem Text folgend, es nicht zu zerteilen. Passiert ja heutzutage bei modernen Bügeleisen nicht so leicht. Dank Bach habe ich aber die ungeliebte Tätigkeit des Bügelns flott erledigt. Das funktioniert übrigens auch mit anderen Werken dieses großen Komponisten. Wie gesagt: Bach rockt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="450" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-150x84.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Bach rockt. Deshalb ist er gut so gut geeignet, beim Bügeln gehört zu werden. Habe ich heute mal wieder ausprobiert. Ich bügele nicht so oft, aber wenn, dann in einem Zimmer, in dem ich laut Musik hören kann. Heute habe ich die Johannespassion von Johann Sebastian Bach aufgelegt. In der gibt es den passenden Song zum Bügeln.</p>



<span id="more-10790"></span>



<p>Titel: &#8222;Lasset uns den nicht zerteilen.&#8220; Passt zum Zweck, denn es geht darin um Kleidung, genauer um den Rock Jesu, der laut vorangehendem Rezitativ &#8222;von oben an gewürket durch und durch&#8220; war. Rock natürlich nicht im Sinne eines Kleidungsstücks für Damen, sondern als eines für Herren, etwa so wie der Gehrock, aber sicher von ganz anderer Gestalt.</p>



<p>Es ging also um ein damals sicher wertvolles Kleidungsstück, dessen Schicksal dort besungen wird. Vor allem aber ist dieses kurze Chorstück so schwungvoll und peppig, dass es beim Bügeln regelrecht beflügelt.</p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Bach - St John Passion - Lasset uns den nicht zerteilen (chorus)" width="960" height="540" src="https://www.youtube.com/embed/gT0BH0WE6eM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p>Leider ist dieses flotte Stück recht kurz, in der Zeit schaffe ich gerade mal ein Kleidungsstück. Immer dem Text folgend, es nicht zu zerteilen. Passiert ja heutzutage bei modernen Bügeleisen nicht so leicht. Dank <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/bachkantate-darf-man-den-text-verbessern/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Bach (opens in a new tab)">Bach</a> habe ich aber die ungeliebte Tätigkeit des Bügelns flott erledigt. Das funktioniert übrigens auch mit anderen Werken dieses großen Komponisten. Wie gesagt: Bach rockt.</p>
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		<title>Ertöt uns: Die Bach-Kantate und ihr Text</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Feb 2020 16:54:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="450" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-150x84.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Bach rockt. Bach hat so tolle Musik geschrieben. Aber die Texte dazu sind oft mehr als seltsam für heutige Ohren. Unser Chor hat heute im Gottesdienst die Kantate &#8222;Herr Christ, der einge Gottessohn&#8220;, BWV 96, gesungen. Schöne Musik mit streckenweise schönem, aber an manchen Stellen auch abseitigem Text. Die seltsame Textzeile mit dem ertöten ist mir schon einmal untergekommen, bei der Bach-Kantate „Jesus nahm zu sich die Zwölfe“ (BWV 22). Heute kam sie im Schlusschoral vor. Erfahrene Kirchenmusiker wie unserer schaffen Abhilfe. So gibt es eine Text-Variante, die heutzutage deutlich klarer ist als das Original und die wir gesungen haben. Der Originaltext: Ertöt uns durch dein Güte,Erweck uns durch dein Grad;Den alten Menschen kränke,Dass der neu&#8216; leben magWohl hie auf dieser Erden,Den Sinn und all BegehehrenUnd G&#8217;danken hab&#8217;n zu dir. Die Variante: Herr Jesu, Gnadensonne,wahrhaftes Lebenslicht;mit Leben, Licht und Wonnewollst du mein Angesichtnach deiner Gnad erfreuenund meinen Geist erneuenmein Gott, versag mir&#8217;s nicht. Nicht immer sind die Bach-Texte so verschroben wie der mit dem Ertöten. Die Arie der von uns aufgeführten Bachkantate beginnt mit zwei handfesten Zeilen: Ach, ziehe die Seele mit Seilen der Liebe,O Jesu, ach zeige dich kräftig in Ihr! Das ist nachvollziehbar und bodenständig und auch heute gut verständlich. Andere Textzeilen müssen aus der Zeit erschlossen werden, in der sie geschrieben sind. Am Ende kommt es sowieso nicht wirklich auf den Text an, schließlich werden Bachs Kantaten als musikalische Predigten gesehen, die aus der Musik heraus zu verstehen sind. Aber wer hat die Texte verfasst? Darüber gibt es offenbar nur wenige wenig Erkenntnisse. Erst 2014 sind die Textdichter zahlreicher Bach-Kantaten identiziert worden. Es sollen etliche seiner Schüler gewesen sein.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="450" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-150x84.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Bach rockt. Bach hat so tolle Musik geschrieben. Aber die Texte dazu sind oft mehr als seltsam für heutige Ohren. Unser Chor hat heute im Gottesdienst die Kantate &#8222;Herr Christ, der einge Gottessohn&#8220;, BWV 96, gesungen. Schöne Musik mit streckenweise schönem, aber an manchen Stellen auch abseitigem Text.</p>



<span id="more-10720"></span>



<p>Die seltsame Textzeile mit dem ertöten ist mir <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ertoet-uns-seltsamer-text-zu-schoener-musik/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="schon einmal untergekommen (öffnet in neuem Tab)">schon einmal untergekommen</a>, bei der Bach-Kantate  „Jesus nahm zu sich die Zwölfe“ (BWV 22).  Heute kam sie im Schlusschoral vor. Erfahrene Kirchenmusiker wie unserer schaffen Abhilfe. So gibt es eine Text-Variante, die heutzutage deutlich klarer ist als das Original und die wir gesungen haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Originaltext:</h2>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Ertöt uns durch dein Güte,<br>Erweck uns durch dein Grad;<br>Den alten Menschen kränke,<br>Dass der neu&#8216; leben mag<br>Wohl hie auf dieser Erden,<br>Den Sinn und all Begehehren<br>Und G&#8217;danken hab&#8217;n zu dir.</p></blockquote>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Bach Cantata, BWV 96 - 6.Chorale - Ertöt uns durch dein Güte" width="960" height="540" src="https://www.youtube.com/embed/murdI6QMD1A?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Die Variante:</h2>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Herr Jesu, Gnadensonne,<br>wahrhaftes Lebenslicht;<br>mit Leben, Licht und Wonne<br>wollst du mein Angesicht<br>nach deiner Gnad erfreuen<br>und meinen Geist erneuen<br>mein Gott, versag mir&#8217;s nicht.</p></blockquote>



<p>Nicht immer sind die <a href="https://pyrolim.de/pyropro/bachkantaten-komische-texte-zu-schoener-musik/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Bach-Texte (öffnet in neuem Tab)">Bach-Texte</a> so verschroben wie der mit dem Ertöten. Die Arie der von uns aufgeführten Bachkantate beginnt mit zwei handfesten Zeilen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Ach, ziehe die Seele mit Seilen der Liebe,<br>O Jesu, ach zeige dich kräftig in Ihr!</p></blockquote>



<p>Das ist nachvollziehbar und bodenständig und auch heute gut verständlich. Andere Textzeilen müssen aus der Zeit erschlossen werden, in der sie geschrieben sind. Am Ende kommt es sowieso nicht wirklich auf den Text an, schließlich werden Bachs Kantaten als musikalische Predigten gesehen, die aus der Musik heraus zu verstehen sind.</p>



<p>Aber wer hat die Texte verfasst? Darüber gibt es offenbar nur wenige wenig Erkenntnisse. Erst 2014 sind die Textdichter zahlreicher Bach-Kantaten identiziert worden. Es sollen <a rel="noreferrer noopener" aria-label="etliche seiner Schüler gewesen sein (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.pizzicato.lu/textdichter-zahlreicher-bach-kantaten-identifiziert/" target="_blank">etliche seiner Schüler gewesen sein</a>. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ertoet-uns-die-bach-kantate-und-ihr-text/">Ertöt uns: Die Bach-Kantate und ihr Text</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Machet die Tore weit &#8211; Ein Text, viele Varianten</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/machet-die-tore-weit-ein-text-viele-varianten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Dec 2019 10:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[geliebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://pyrolim.de/?p=10553</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute ist Adventssingen. Für meinen Geschmack ein bisschen früh, aber auf die Planung unseres Chores habe ich wenig Einfluss. Zeit also, den ersten Advent mit schönen Sätzen zu begehen. Passend zum ersten Türchen werden musikalisch viele Tore aufgemacht. Allein drei Mal stehen Sätze mit dem Text &#8222;Machet die Tore weit&#8220;, wahlweise &#8222;Macht hoch die Tür&#8220; auf dem Programm. Einmal von einem gewissen Johann Heinrich Lützel (1823 – 1899), der weniger bekannt sein dürfte. Seine Tore werden ziemlich schwungvoll aufgerissen. Viel bekannter sind die weiten Tore von Andreas Hammerschmidt (1612 – 1675). Ich bin immer wieder erstaunt, was für flotte Chormusik im frühen 17. Jahrhundert komponiert wurde. Es macht Spaß, diese Motette zu singen. Auf dem Programm steht auch wieder die sportliche Maria, die, die mit ihrer Bas&#8216; Elisabeth übers Gebirge geht. Ich freue mich immer, wenn ein Stück von Johannes Eccard (1553-1611) auf dem Programm steht. Er hat es verdient, viel gesungen zu werden. Sein &#8222;Übers Gebirg Marie geht&#8220; gehört zu meinen liebsten Adventsliedern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/machet-die-tore-weit-ein-text-viele-varianten/">Machet die Tore weit &#8211; Ein Text, viele Varianten</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute ist Adventssingen. Für meinen Geschmack ein bisschen früh, aber auf die Planung unseres Chores habe ich wenig Einfluss. Zeit also, den ersten Advent mit schönen Sätzen zu begehen. Passend zum ersten Türchen werden musikalisch viele Tore aufgemacht.</p>



<span id="more-10553"></span>



<p>Allein drei Mal stehen Sätze mit dem Text &#8222;Machet die Tore weit&#8220;, wahlweise &#8222;Macht hoch die Tür&#8220; auf dem Programm. Einmal von einem gewissen Johann Heinrich Lützel (1823 – 1899), der weniger bekannt sein dürfte. Seine Tore werden ziemlich schwungvoll aufgerissen.</p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Machet die Tore weit" width="960" height="720" src="https://www.youtube.com/embed/3drj7DSp4zY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption>Es gibt bei Youtube nur wenige Aufnahmen davon, klanglich nicht besonders brillant.</figcaption></figure>



<p>Viel bekannter sind die weiten Tore von Andreas Hammerschmidt (1612 – 1675). Ich bin immer wieder erstaunt, was für flotte Chormusik im frühen 17. Jahrhundert komponiert wurde. Es macht Spaß, diese Motette zu singen.</p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Hammerschmidt - Machet die Tore weit (UniversitätsChor München)" width="960" height="540" src="https://www.youtube.com/embed/SUiO0B4pUEE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption>Herrn Hammerschmidts flotte Komposition zu diesem Text.</figcaption></figure>



<p>Auf dem Programm steht auch wieder die sportliche Maria, die, die mit ihrer Bas&#8216; Elisabeth übers Gebirge geht. Ich freue mich immer, wenn ein <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Stück von  Johannes Eccard (1553-1611) (opens in a new tab)" href="https://pyrolim.de/pyropro/der-vergessene-komponist/" target="_blank">Stück von  Johannes Eccard (1553-1611)</a> auf dem Programm steht. Er hat es verdient, viel gesungen zu werden. Sein &#8222;Übers Gebirg Marie geht&#8220; gehört zu meinen liebsten Adventsliedern.</p>



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<iframe loading="lazy" title="Eccard: Übers Gebirg Maria geht" width="960" height="540" src="https://www.youtube.com/embed/WaR85ysObdI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption>Das Lied von der sportlichen Maria, die übers Gebirge geht.</figcaption></figure>
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