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	<title>gestaunt Archive - Pyrolirium</title>
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	<title>gestaunt Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>Goldene Klobrille: Edel zu Potte kommen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2024 16:04:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="599" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/goldklofotore.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Goldenes Klo mit goldener Klobrille, generiert per KI" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/goldklofotore.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/goldklofotore-150x112.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/goldklofotore-768x575.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Design oder Nichtsein, das ist mittlerweile auch beim Klo eine wichtige Frage. Der Fantasie sind bei der Klobrille kaum noch Grenzen gesetzt. Weiß war gestern. Holz vorgestern. Wer beim Badezimmer-Design hip sein will, wählt eine Klobrille mit ausgefallenem Design. Die Auswahl ist endlos und nicht immer geschmackvoll. Wobei schon unterschieden werden sollte zwischen Oberseite und Unterseite, zwischen Volldesign und lediglich aufgeklebten Bildchen. Klobrille mit Stacheldraht &#8211; fast schon ein Klassiker Wer hat nicht schon einmal diese Klobrillen gesehen, in deren durchsichtiges Material ein Stacheldraht eingelegt ist? Das ist schon beinahe ein Klassiker, ebenso wie Modelle mit Steinen oder Unterwasserlandschaften, Wassertropfen oder Blumen. Auf manchen reckt einem ein Goldfisch einen Kussmund entgegen, auf einem anderen glotzt eine Kuh in die Gegend. Ganz ehrlich: Wer möchte schon angeglotzt werden, wenn er morgens verschlafen ins Badezimmer kommt? Die wahren Schönheiten der Klo-Kultur finden sich allerdings weder im Baumarkt noch in deutschen Badezimmern. Über und über vergoldete Toilettenschüsseln, -brillen und Spülkästen etwa oder solche, bei denen das Wort Thron noch seine ursprüngliche Bedeutung hat. Sie sind so gestaltet, dass sich der Benutzer ein bisschen wie Graf Rotz von Hohenschnoddern fühlen darf, mit hoher Rückenlehne, Armstützen und einem Bling-Bling-Design vom Feinsten. Es muss übrigens nicht zwingend Gold sein, es gibt auch Klobrillen mit Silberstaub. Brille mit nur einem Ring Egal, wie schlicht oder üppig das Örtchen daher kommen mag, eine Frage bleibt unbeantwortet: Warum heißt es überhaupt Klobrille? Müsste es nicht Klo-Monokel heißen?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/goldene-klobrille-edel-zu-potte-kommen/">Goldene Klobrille: Edel zu Potte kommen</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="599" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/goldklofotore.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Goldenes Klo mit goldener Klobrille, generiert per KI" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/goldklofotore.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/goldklofotore-150x112.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/goldklofotore-768x575.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Design oder Nichtsein, das ist mittlerweile auch beim Klo eine wichtige Frage. Der Fantasie sind bei der Klobrille kaum noch Grenzen gesetzt.</p>



<span id="more-13603"></span>



<p>Weiß war gestern. Holz vorgestern. Wer beim Badezimmer-Design hip sein will, wählt eine Klobrille mit ausgefallenem Design. Die Auswahl ist endlos und nicht immer geschmackvoll. Wobei schon unterschieden werden sollte zwischen Oberseite und Unterseite, zwischen Volldesign und lediglich aufgeklebten Bildchen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Klobrille mit Stacheldraht &#8211; fast schon ein Klassiker </h2>



<p>Wer hat nicht schon einmal diese Klobrillen gesehen, in deren durchsichtiges Material ein Stacheldraht eingelegt ist? Das ist schon beinahe ein Klassiker, ebenso wie Modelle mit Steinen oder Unterwasserlandschaften, Wassertropfen oder Blumen. Auf manchen reckt einem ein Goldfisch einen Kussmund entgegen, auf einem anderen glotzt eine Kuh in die Gegend. Ganz ehrlich: Wer möchte schon angeglotzt werden, wenn er morgens verschlafen ins Badezimmer kommt?</p>



<p>Die wahren Schönheiten der Klo-Kultur finden sich allerdings weder im Baumarkt noch in deutschen Badezimmern. Über und über vergoldete Toilettenschüsseln, -brillen und Spülkästen etwa oder solche, bei denen das Wort Thron noch seine ursprüngliche Bedeutung hat. Sie sind so gestaltet, dass sich der Benutzer ein bisschen wie Graf Rotz von Hohenschnoddern fühlen darf, mit hoher Rückenlehne, Armstützen und einem <a href="https://www.behangfabriek.com/a-50884120/daisy-james/daisy-james-the-golden-lion/#description" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bling-Bling-Design vom Feinsten</a>. Es muss übrigens nicht zwingend Gold sein, es gibt auch Klobrillen mit Silberstaub.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Brille mit nur einem Ring</h2>



<p>Egal, wie schlicht oder üppig das Örtchen daher kommen mag, eine Frage bleibt unbeantwortet: Warum heißt es überhaupt Klobrille? Müsste es nicht Klo-Monokel heißen?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/goldene-klobrille-edel-zu-potte-kommen/">Goldene Klobrille: Edel zu Potte kommen</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Bratkartoffeln, Madame de Brats und Graf Stroganoff</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Feb 2024 10:43:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gestaunt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="485" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Steak und Messer mit Kräutern" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak-150x91.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak-768x466.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Es gibt Kalauer, die vergisst man sein Leben nicht. Bei mir ist es Madame de Brats, die Erfinderin der hochkant gebratenen Bratkartoffeln. Überhaupt, Gerichte, die nach Persönlichkeiten benannt sind, sind schon interessant. Ich bin eine Frau, und als solche gehört es sich, auf die Benachteiligung von Frauen hinzuweisen und darauf, dass ihnen viel mehr Wertschätzung gebührt. Bevor ich zu Madame de Brats und den Bratkartoffeln komme, habe ich mir deshalb mal die Männer vorgenommen, nach denen Essen und Getränke benannt wurden. Und siehe da, selbst dort gibt es – Achtung, woker Begriff! – marginalisierte Frauen. Wer war Helga von Molochowetz? Nehmen wir das Boeuf Stroganoff, das säuerliche Rinderfiletspitzen-Ragout aus der russischen Küche. Natürlich ist das edle Gericht nach einem Kerl benannt, vermutlich nach Graf Grigorij Alexandrowitsch Stroganoff oder Graf Sergej Grigorjewitsch Stroganoff. Doch jetzt kommt das Aber: Erstmals erwähnt wurde das Gericht 1877 in einem Kochbuch von Helene von Molochowetz. Die kennt nur keiner mehr. Ein bisschen einfacher geht uns der Name von Lady Grey über die Lippen. Die ist keineswegs ein Anhängsel des Earl Grey, Namensgeber eines schwarzen Tees mit Bergamotte. Lady Grey heißt ein zusätzlich mit Orange und Zitrone versetzter Tee, der angeblich für die Gattin vom Earl und nicht vor ihr kreiert wurde. Bei den kulinarischen Heldinnen darf keinesfalls Madame de Brats vergessen werden. Die erfand die Bratkartoffeln, weshalb die in Wirklichkeit Bratskartoffeln heißen müssten. So jedenfalls ein Kalauer aus meiner Kindheit. Doch der ist offenbar falsch. Die wahre Erfinderin der Bratkartoffeln Ich muss mich bei Elfriede Brats entschuldigen. Denn entweder ist lag mit Madame de Brats falsch oder es gab zwei Erfinderinnen der Bratkartoffeln, die nichts voneinander wussten. Denn die sogenannten Bratskartoffeln sollen angeblich auf Elfriede Brats aus Österreich zurückgehen. Frau Brats ist nicht der einzige verkannte Erfinder, bei dem Nachname und Zweck der Erfindung so zusammenfallen, dass der Mensch hinter der Funktion verschwindet. Wer weiß schon, dass Nils Bohr die Bohrmaschine erfunden hat (Achtung, Ironie) und die deshalb so heißt. Sonst hieße sie Löchermach-Maschine. Wir wissen, dass Christian Buschmann 1821 die Mundharmonika erfunden hat. Hat er sie wirklich erfunden? Oder hat er Herrn Mund das neue Instrument abgeluchst und es als seine eigene Schöpfung ausgegeben? Das ist im Dunkel der Geschichte versunken. Wie der Colt zu seinem Namen kam Da hatte Wilhelm Conrad Röntgen mehr Glück. Seine Strahlen wurden nach ihm benannt und heißen deshalb Röntgenstrahlen. Manchmal geht’s auch andersherum. Dann wird eine Erfindung so sehr mit ihrem Erfinder verbunden, dass sich der Name der Erfindung ändert. So erging es dem Revolver – erfunden 1835 von Samuel Colt. Und das ist kein Witz.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/bratkartoffeln-madame-de-brats-und-graf-stroganoff/">Bratkartoffeln, Madame de Brats und Graf Stroganoff</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="485" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Steak und Messer mit Kräutern" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak-150x91.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/steak-768x466.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Es gibt Kalauer, die vergisst man sein Leben nicht. Bei mir ist es Madame de Brats, die Erfinderin der hochkant gebratenen Bratkartoffeln. Überhaupt, Gerichte, die nach Persönlichkeiten benannt sind, sind schon interessant.</p>



<span id="more-13446"></span>



<p>Ich bin eine Frau, und als solche gehört es sich, auf die Benachteiligung von Frauen hinzuweisen und darauf, dass ihnen viel mehr Wertschätzung gebührt. Bevor ich zu Madame de Brats und den Bratkartoffeln komme, habe ich mir deshalb mal die Männer vorgenommen, nach denen Essen und Getränke benannt wurden. Und siehe da, selbst dort gibt es – Achtung, woker Begriff! – marginalisierte Frauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer war Helga von Molochowetz?</h2>



<p>Nehmen wir das Boeuf Stroganoff, das säuerliche Rinderfiletspitzen-Ragout aus der russischen Küche. Natürlich ist das edle Gericht nach einem Kerl benannt, vermutlich nach Graf Grigorij Alexandrowitsch Stroganoff oder Graf Sergej Grigorjewitsch Stroganoff. Doch jetzt kommt das Aber: Erstmals erwähnt wurde das Gericht 1877 in einem Kochbuch von Helene von Molochowetz. Die kennt nur keiner mehr.</p>



<p>Ein bisschen einfacher geht uns der Name von Lady Grey über die Lippen. Die ist keineswegs ein Anhängsel des Earl Grey, Namensgeber eines schwarzen Tees mit Bergamotte. Lady Grey heißt ein zusätzlich mit Orange und Zitrone versetzter Tee, der angeblich für die Gattin vom Earl und nicht vor ihr kreiert wurde.</p>



<p>Bei den kulinarischen Heldinnen darf keinesfalls Madame de Brats vergessen werden. Die erfand die Bratkartoffeln, weshalb die in Wirklichkeit Bratskartoffeln heißen müssten. So jedenfalls ein Kalauer aus meiner Kindheit. Doch der ist offenbar falsch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die wahre Erfinderin der Bratkartoffeln</h2>



<p>Ich muss mich bei Elfriede Brats entschuldigen. Denn entweder ist lag mit Madame de Brats falsch oder es gab zwei Erfinderinnen der Bratkartoffeln, die nichts voneinander wussten. Denn die sogenannten Bratskartoffeln sollen angeblich auf Elfriede Brats aus Österreich zurückgehen.</p>



<p>Frau Brats ist nicht der einzige verkannte Erfinder, bei dem Nachname und Zweck der Erfindung so zusammenfallen, dass der Mensch hinter der Funktion verschwindet. Wer weiß schon, dass <a href="https://www.stupidedia.org/stupi/Bohrmaschine" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nils Bohr die Bohrmaschine erfunden hat</a> (Achtung, Ironie) und die deshalb so heißt. Sonst hieße sie Löchermach-Maschine.</p>



<p>Wir wissen, dass Christian Buschmann 1821 die Mundharmonika erfunden hat. Hat er sie wirklich erfunden? Oder hat er Herrn Mund das neue Instrument abgeluchst und es als seine eigene Schöpfung ausgegeben? Das ist im Dunkel der Geschichte versunken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie der Colt zu seinem Namen kam</h2>



<p>Da hatte Wilhelm Conrad Röntgen mehr Glück. Seine Strahlen wurden nach ihm benannt und heißen deshalb Röntgenstrahlen. Manchmal geht’s auch andersherum. Dann wird eine Erfindung so sehr mit ihrem Erfinder verbunden, dass sich der Name der Erfindung ändert. So erging es dem Revolver – erfunden 1835 von Samuel Colt. Und das ist kein Witz.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/bratkartoffeln-madame-de-brats-und-graf-stroganoff/">Bratkartoffeln, Madame de Brats und Graf Stroganoff</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Vive l‘Entrepreneur &#8211; Wort mit falschem Klang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Dec 2023 17:37:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gestaunt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="570" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Entrepreneur.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="So klingt das Wort Entrepreneur" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Entrepreneur.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Entrepreneur-150x107.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Entrepreneur-768x547.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Es gibt Wörter, die klingen nach Gehrock, Spazierstock und Melone. Wenn ich sie höre, steigen unvermittelt Bilder von Herren in gestreiftem Beinkleid vor mir auf, die in Parks lustwandeln und dabei Damen mit rüschenbesetzten Sonnenschirmchen und Cul de Paris (Kleid mit aufgepolstertem Hintern) am Arm führen. Entrepreneur ist so ein Wort, und doch ist das Bild, das ich mir von diesen Menschen mache, ein völlig falsches. Entrepreneur, ein Wort, das man sich mal auf der Zunge zergehen lassen sollte. Seit einiger Zeit taucht es wie aus heiterem Himmel wieder überall auf, und wie es so ist: Richtet sich die Aufmerksamkeit erst einmal auf etwas Bestimmtes, hört man es überall. Das französische Wort Entrepreneur kommt gern mit dem englischen -ship (hat nichts mit einem Schiff zu tun) daher. Entrepreneurship bezeichnet etwas ganz und gar nicht Romantisches, sondern ein knallhartes Geschäft. Entrepreneurship ist modernes Unternehmertum, auch Gründergeist, gekoppelt mit effizienter Ressourcennutzung und kreativen Elementen. Der Entrepreneur und die Geisteshaltung Entrepreneur klingt also nicht nur besser als Unternehmer, sondern ist angeblich auch besser. Nach Angaben einschlägiger Interessenvertretungen fällt der Entrepreneur durch eine entsprechende Geisteshaltung auf. Das passt dann wieder zum gestreiften Beinkleid. Hat einer diese Geisteshaltung und betätigt sich als Unternehmer in einem Unternehmen, das ihm nicht gehört, heißt das Intrapreneuneurship. Fachkundig ausgedrückt sind das Mitarbeiter, die entrepreneuriales Verhalten zeigen. Wer das unfallfrei aussprechen kann, ist dem Entrepreneur schon ein gutes Stück näher gekommen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/vive-lentrepreneur-wort-mit-falschem-klang/">Vive l‘Entrepreneur &#8211; Wort mit falschem Klang</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="570" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Entrepreneur.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="So klingt das Wort Entrepreneur" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Entrepreneur.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Entrepreneur-150x107.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Entrepreneur-768x547.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Es gibt Wörter, die klingen nach Gehrock, Spazierstock und Melone. Wenn ich sie höre, steigen unvermittelt Bilder von Herren in gestreiftem Beinkleid vor mir auf, die in Parks lustwandeln und dabei Damen mit rüschenbesetzten Sonnenschirmchen und Cul de Paris (Kleid mit aufgepolstertem Hintern) am Arm führen. Entrepreneur ist so ein Wort, und doch ist das Bild, das ich mir von diesen Menschen mache, ein völlig falsches.</p>



<span id="more-13370"></span>



<p>Entrepreneur, ein Wort, das man sich mal auf der Zunge zergehen lassen sollte. Seit einiger Zeit taucht es wie aus heiterem Himmel wieder überall auf, und wie es so ist: Richtet sich die Aufmerksamkeit erst einmal auf etwas Bestimmtes, hört man es überall.</p>



<p>Das französische Wort Entrepreneur kommt gern mit dem englischen -ship (hat nichts mit einem Schiff zu tun) daher. Entrepreneurship bezeichnet etwas ganz und gar nicht Romantisches, sondern ein knallhartes Geschäft. Entrepreneurship ist modernes Unternehmertum, auch Gründergeist, gekoppelt mit effizienter Ressourcennutzung und kreativen Elementen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Entrepreneur und die Geisteshaltung</h2>



<p>Entrepreneur klingt also nicht nur besser als Unternehmer, sondern ist angeblich auch besser. Nach Angaben einschlägiger Interessenvertretungen fällt der Entrepreneur durch eine entsprechende Geisteshaltung auf. Das passt dann wieder zum gestreiften Beinkleid.</p>



<p>Hat einer diese Geisteshaltung und betätigt sich als Unternehmer in einem Unternehmen, das ihm nicht gehört, heißt das Intrapreneuneurship. Fachkundig ausgedrückt sind das Mitarbeiter, die entrepreneuriales Verhalten zeigen. Wer das unfallfrei aussprechen kann, ist dem Entrepreneur schon ein gutes Stück näher gekommen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/vive-lentrepreneur-wort-mit-falschem-klang/">Vive l‘Entrepreneur &#8211; Wort mit falschem Klang</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Taschentuch-Werbung &#8211; aus der Zeit gefallen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 May 2022 09:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gestaunt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="343" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/tatuganz.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/tatuganz.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/tatuganz-150x64.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/tatuganz-768x329.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Wer einen Haushalt auflösen muss, stößt manchmal auf sehr seltsame Dinge. Dinge, die es heute so nicht mehr gäbe. Etwa Taschentuch-Werbung. Wer nutzt heute noch Stofftaschentücher? Ich. Aber wer würde heute noch diese Art der Werbung goutieren, die VW mal verwendet hat? Die woke Bubble da draußen würde sofort &#8222;Misogynie&#8220; schreien. Mal abgesehen, dass ich lange nicht wusste, was Misogynie ist &#8211; ich musste mir die Übersetzung Frauenfeindlichkeit, genauer Frauenhass erst ergoogeln -, finde auch ich dieses Motiv absolut frauenverachtend. Das würde sich heute niemand mehr wagen, schon gar kein Unternehmen. Ein bisschen Internet-Recherche mich gelehrt, dass das Tuch offenbar aus den 1960er Jahren stammt und dass es vor allem in Bayern verkauft wurde. Wie es in einen norddeutschen Haushalt kam, ist mir ein Rätsel. Welche Frau will so gesehen werden? Jedenfalls verfüge ich jetzt über dieses seltsame Tuch, das offenbar eine echte Rarität ist. Meine Rarität ist allerdings im Laufe der Jahrzehnte und offenbar durch häufiges Waschen schon ziemlich fadenscheinig geworden. Trotzdem ist das Motiv noch gut erkennbar. Und es ist eines, das allen Frauen die Zornesröte ins Gesicht treibt. Wollen wir wirklich so dargestellt werden? Der Text, der nicht mehr gut zu lesen ist, lautet: &#8222;Ihre Gewährleistung läuft ab, kommen Sie vorher zur Diagnose. Knoten Sie rasch wieder zu, damit Sie&#8217;s nicht vergessen.&#8220; Das war noch die Zeit, als man sich zur Erinnerung einen Knoten ins Taschentuch machte. Versucht das mal mit einem Tempotaschentuch. Forscher haben inzwischen herausgefunden, dass das als Gedächtnisstütze sowieso nicht reicht. Als Frauen offenbar noch keine Autos hatten Davon ganz abgesehen ist die Darstellung der Frau aus heutiger Sicht völlig daneben. Erstens haben damals, vor 60 Jahren, keine Frauen in Autowerkstätten gearbeitet. Und ich möchte nicht wissen, was der Arbeitsschutz zu dieser Kleidung gesagt hätte. Außerdem richtet sich diese Werbung so eindeutig an Männer, dass sich alle Autofahrerinnen beleidigt fühlen müssen. Egal, ordnen wir das alles der damaligen Zeit zu. Es ist halt ein Dokument der 60er. Taschentücher aus Stoff sind selten geworden Übrigens ist das VW-Taschentuch zwar so selten, dass es nicht mehr erhältlich ist, höchstens nochmal auf Ebay, aber VW hat noch mehr Werbeartikel dieser Art auf den Markt gebracht, die bei Amazon erhältlich sind. Vor allem der VW-Bulli ist in vielen Formen erhältlich: als Salz- und Pfefferstreuer, als Umhängetasche, Kulturbeutel und Taschentuch- oder Kosmetiktuchspender. Nur als Stofftaschentuch gibt es nicht mehr, denn wer verwendet die heute noch? Ich schon, denn ich mag keine Tempos und freue mich immer wieder über meine Kollektion hübscher Taschentücher. Das VW-Tuch werde ich aufheben. Wegschmeißen mag ich es nicht. Wenn es noch 20 Jahre herumliegt, wird es vielleicht zu einer begehrten Rarität und ich kann es teuer verkaufen. Wer weiß das schon?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/taschentuch-werbung-aus-der-zeit-gefallen/">Taschentuch-Werbung &#8211; aus der Zeit gefallen</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="343" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/tatuganz.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/tatuganz.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/tatuganz-150x64.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/tatuganz-768x329.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Wer einen Haushalt auflösen muss, stößt manchmal auf sehr seltsame Dinge. Dinge, die es heute so nicht mehr gäbe. Etwa Taschentuch-Werbung. Wer nutzt heute noch Stofftaschentücher? Ich. Aber wer würde heute noch diese Art der Werbung goutieren, die VW mal verwendet hat? Die woke Bubble da draußen würde sofort &#8222;Misogynie&#8220; schreien.</p>



<span id="more-12435"></span>



<p>Mal abgesehen, dass ich lange nicht wusste, <a href="https://frauenseiten.bremen.de/blog/was-ist-eigentliche-misogynie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">was Misogynie ist</a> &#8211; ich musste mir die Übersetzung Frauenfeindlichkeit, genauer Frauenhass erst ergoogeln -, finde auch ich dieses Motiv absolut frauenverachtend. Das würde sich heute niemand mehr wagen, schon gar kein Unternehmen. Ein bisschen Internet-Recherche mich gelehrt, dass das Tuch offenbar aus den 1960er Jahren stammt und dass es vor allem in Bayern verkauft wurde. Wie es in einen norddeutschen Haushalt kam, ist mir ein Rätsel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Frau will so gesehen werden?</h2>



<p>Jedenfalls verfüge ich jetzt über dieses seltsame Tuch, das offenbar eine echte Rarität ist. Meine Rarität ist allerdings im Laufe der Jahrzehnte und offenbar durch häufiges Waschen schon ziemlich fadenscheinig geworden. Trotzdem ist das Motiv noch gut erkennbar. Und es ist eines, das allen Frauen die Zornesröte ins Gesicht treibt. Wollen wir wirklich so dargestellt werden?</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="461" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/tatudetail.jpg" alt="Die Damen auf dem Taschentuch für VW-Reklame ist alles andere als lebensecht." class="wp-image-12444" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/tatudetail.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/tatudetail-150x86.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/tatudetail-768x443.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Die Damen auf dem Taschentuch für VW-Reklame ist alles andere als lebensecht.</figcaption></figure>



<p>Der Text, der nicht mehr gut zu lesen ist, lautet: &#8222;Ihre Gewährleistung läuft ab, kommen Sie vorher zur Diagnose. Knoten Sie rasch wieder zu, damit Sie&#8217;s nicht vergessen.&#8220; Das war noch die Zeit, als man sich zur Erinnerung einen Knoten ins Taschentuch machte. Versucht das mal mit einem Tempotaschentuch. Forscher haben inzwischen herausgefunden, dass <a href="https://www.spektrum.de/news/warum-der-knoten-im-taschentuch-nicht-reicht/1411416" target="_blank" rel="noreferrer noopener">das als Gedächtnisstütze sowieso nicht reicht</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Als Frauen offenbar noch keine Autos hatten</h2>



<p>Davon ganz abgesehen ist die Darstellung der Frau aus heutiger Sicht völlig daneben. Erstens haben damals, vor 60 Jahren, keine Frauen in Autowerkstätten gearbeitet. Und ich möchte nicht wissen, was der Arbeitsschutz zu dieser Kleidung gesagt hätte. Außerdem richtet sich diese Werbung so eindeutig an Männer, dass sich alle Autofahrerinnen beleidigt fühlen müssen. Egal, ordnen wir das alles der damaligen Zeit zu. Es ist halt ein Dokument der 60er.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Taschentücher aus Stoff sind selten geworden</h2>



<p>Übrigens ist das VW-Taschentuch zwar so selten, dass es nicht mehr erhältlich ist, höchstens nochmal auf Ebay, aber VW hat noch mehr Werbeartikel dieser Art auf den Markt gebracht, die<a href="https://amzn.to/3wphuet" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> bei Amazon erhältlich sind</a>. Vor allem der VW-Bulli ist in vielen Formen erhältlich: als Salz- und Pfefferstreuer, als Umhängetasche, Kulturbeutel und Taschentuch- oder Kosmetiktuchspender. Nur als Stofftaschentuch gibt es nicht mehr, denn wer verwendet die heute noch? Ich schon, denn ich mag keine Tempos und freue mich immer wieder über meine <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ein-stueck-lady-in-der-hosentasche/">Kollektion hübscher Taschentücher</a>. </p>



<p>Das VW-Tuch werde ich aufheben. Wegschmeißen mag ich es nicht. Wenn es noch 20 Jahre herumliegt, wird es vielleicht zu einer begehrten Rarität und ich kann es teuer verkaufen. Wer weiß das schon?</p>



<p></p>
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		<title>Salz ist nicht gleich Salz: Marketing macht den Preis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2020 16:35:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gestaunt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="455" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz1-150x85.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz1-768x437.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich war heute mal wieder in meiner Lieblingsfeinkostabteilung. Die, die so viele Dinge im Angebot hat, die es sonst nirgends gibt. Dort habe ich heute die Erkenntnis gewonnen: Salz ist nicht gleich Salz. Zumindest nicht, wenn ich der Verpackung, dem Namen und dem gesalzenen Preis glauben soll. Tatsächlich ist Salz üblicherweise nichts anderes als Salz. Zumindest wenn wir über Speisesalz, Kochsalz oder Tafelsalz sprechen. Es besteht immer aus Natriumchlorid (NaCl). Lediglich die Herkunft wird unterschieden in Meersalz oder Steinsalz. Wem das nicht exklusiv genug ist, der darf sich gerne von geschicktem Marketing-Sprech betören lassen. Eine gut sortierte Feinkostabteilung ist ein idealer Platz, um mal nach edlen Salzen zu suchen. Salz aus aller Welt Fleur de Sel, auf gut deutsch Salzblumen, kennt mittlerweile jeder. Angeblich hat es einen zarteren Geschmack als andere Salze. Das rechtfertigt wohl den hohen Preis. Neuerdings taucht spezielles isländisches Salz auf, was aber auch nichts anderes ist, als ganz normales Salz. Und dann war da noch das Ostseesalz. Das muss man wahrscheinlich ordentlich suchen, enthält die Ostsee doch mit 1,8 Prozent so gut wie kein Salz, höchstens an Brackwasser-Stellen. Das Ostseesalz stammt aber tatsächlich aus der Ostsee und wird von der Ostseesalzmanufaktur in Kiel hergestellt. Entkleidet man all diese Edelsalze ihrer schicken Namen und Verpackungen, bleibt doch nur Speisesalz in Form von Natriumchlorid übrig. Das eine oder andere mag mit Zusätzen versehen sein, doch das so blumig angepriesene Salz ist nichts als Salz. Damit ist es wahrscheinlich das Lebensmittel, mit dem Verbraucher mittels Marketingtricks am meisten in die Irre geführt werden. Banales geschickt überhöht Eines muss man den Herstellern und ihren Werbestrategen aber lassen: Sie schaffen es, eine ziemlich banale Kochzutat zu etwas besonderem zu machen. Da schwingt ein Hauch von Ferne und Abenteuer mit, da scheint eine Exklusivität auf, die nicht da ist. Angeblich umschmeichelt exklusives Salz den Gaumen mit dem Gefühl von Sonne und Meer. Was man sich nicht alles einbilden kann. Der Preis tut das Seine dazu. Irgendwie sind wir Menschen darauf gepolt, dass etwas, das schick verpackt ist, einen schicken Namen hat und zudem teuer ist, etwas besonderes sein muss. Tatsächlich scheint der hohe Preis für sogenannte Gourmetsalze gerechtfertigt zu sein. Nicht wegen des Inhalts der Verpackung, sondern wegen des Aufwands für eben diese Verpackung und ihr Design und vor allem, weil viele dieser Salze von weit her geholt werden. Sagt schon der Name, etwa beim Himalaya- oder Hawaii-Salz. Da nehme ich doch lieber das vom Discounter um die Ecke.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/salz-ist-nicht-gleich-salz-marketing-macht-den-preis/">Salz ist nicht gleich Salz: Marketing macht den Preis</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="455" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz1-150x85.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz1-768x437.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Ich war heute mal wieder in meiner Lieblingsfeinkostabteilung. Die, die so viele Dinge im Angebot hat, die es sonst nirgends gibt. Dort habe ich heute die Erkenntnis gewonnen: Salz ist nicht gleich Salz. Zumindest nicht, wenn ich der Verpackung, dem Namen und dem gesalzenen Preis glauben soll.</p>



<span id="more-11217"></span>



<p>Tatsächlich ist Salz üblicherweise nichts anderes als Salz. Zumindest wenn wir über Speisesalz, Kochsalz oder Tafelsalz sprechen. Es besteht immer aus Natriumchlorid (NaCl). Lediglich die Herkunft wird unterschieden in Meersalz oder Steinsalz. Wem das nicht exklusiv genug ist, der darf sich gerne von geschicktem Marketing-Sprech betören lassen. Eine <a href="https://pyrolim.de/pyropro/design-im-feinkostregal-das-auge-isst-mit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gut sortierte Feinkostabteilung</a> ist ein idealer Platz, um mal nach edlen Salzen zu suchen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="588" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz3.jpg" alt="" class="wp-image-11219" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz3.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz3-150x110.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz3-768x564.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Angeblich knusprige feine Salzflocken mit mildem Aroma: Murray River Gourmet Salt Flakes aus Australien.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Salz aus aller Welt</h2>



<p><a href="https://www.zoutman.com/saltipedia/de/nahrung/grobes-meersalz-fleur-de-sel-unterschiede/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fleur de Sel</a>, auf gut deutsch Salzblumen, kennt mittlerweile jeder. Angeblich hat es<mark class="annotation-text annotation-text-yoast" id="annotation-text-c7f7a891-36b1-4faf-ae11-4a8a371edb43"></mark> einen zarteren Geschmack als andere Salze. Das rechtfertigt wohl den hohen Preis. Neuerdings taucht spezielles <a href="https://islandfankochbuch.blogspot.com/2015/01/islandisches-salz.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">isländisches Salz</a> auf, was aber auch nichts anderes ist, als ganz normales Salz. Und dann war da noch das Ostseesalz. Das muss man wahrscheinlich ordentlich suchen, enthält die Ostsee doch mit 1,8 Prozent so gut wie kein Salz, höchstens an<a href="https://www.planet-wissen.de/natur/meer/binnenmeer_ostsee/brackwassermeer-ostsee-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Brackwasser-Stellen</a>. Das Ostseesalz stammt aber tatsächlich aus der Ostsee und wird von der <a href="https://www.meerart.de/ostseesalz-manufaktur-so-schmeckt-der-norden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ostseesalzmanufaktur in Kiel </a>hergestellt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz2.jpg" alt="" class="wp-image-11220" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz2.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz2-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/salz2-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Ostseesalz ist zumindest hier bei uns im Norden nicht sehr weit gereist.</figcaption></figure>



<p>Entkleidet man all diese Edelsalze ihrer schicken Namen und Verpackungen, bleibt doch nur Speisesalz in Form von Natriumchlorid übrig. Das eine oder andere mag mit Zusätzen versehen sein, doch das so blumig angepriesene Salz ist nichts als Salz. Damit ist es wahrscheinlich das Lebensmittel, mit dem Verbraucher mittels <a href="https://pyrolim.de/pyropro/pressemitteilung-verlobungsring-verschluckt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Marketingtricks</a> am meisten in die Irre geführt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Banales geschickt überhöht</h2>



<p>Eines muss man den Herstellern und ihren Werbestrategen aber lassen: Sie schaffen es, eine ziemlich banale Kochzutat zu etwas besonderem zu machen. Da schwingt ein Hauch von Ferne und Abenteuer mit, da scheint eine Exklusivität auf, die nicht da ist.  Angeblich umschmeichelt exklusives Salz den Gaumen mit dem Gefühl von Sonne und Meer. Was man sich nicht alles einbilden kann.</p>



<p>Der Preis tut das Seine dazu. Irgendwie sind wir Menschen darauf gepolt, dass etwas, das schick verpackt ist, einen schicken Namen hat und zudem teuer ist, etwas besonderes sein muss. Tatsächlich scheint der hohe Preis für sogenannte Gourmetsalze gerechtfertigt zu sein. Nicht wegen des Inhalts der Verpackung, sondern wegen des Aufwands für eben diese Verpackung und ihr Design und vor allem, weil viele dieser Salze von weit her geholt werden. Sagt schon der Name, etwa beim Himalaya- oder Hawaii-Salz. Da nehme ich doch lieber das vom Discounter um die Ecke.</p>
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		<title>Die Wörter, die Corona hervorbrachte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2020 09:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gestaunt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="356" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/coronaschild.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/coronaschild.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/coronaschild-150x67.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/coronaschild-768x342.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Seit Wochen bestimmt fast nur noch ein Thema die Medien: Corona. Im Zuge der Krise sind viele neue, teils abstruse Wörter aufgetaucht, die es verdienen, erwähnt und gewürdigt zu werden. Es gibt die, die inzwischen alle kennen, und dann die verschwurbelten. Es geht schon los mit der Bezeichnung dessen, womit wir es zu tun haben. Anfangs wurde nur von Corona gesprochen, dann kam plötzlich Covid 19 hinzu, andernorts heißt es Sars-Cov2, ich habe auch schon 2019-nCov gelesen. Außerdem wird das Virus immer noch oft als neuartig bezeichnet, obwohl es schon Monate wütet und so neu nun auch wieder nicht ist. Mir ist schon klar, das Corona und Covid 19 etwas unterschiedliches bezeichnet. Ich plädiere dennoch dafür, in der Alltagssprache von Corona zu sprechen. Das kennen die meisten und verwenden es auch. Lockdown und Shutdown Kommen wir zu den Folgen der Corona-Krise. Da ist mal von Lockdown, mal von Shutdown die Rede. Wird bei dem einen das Virus eingeschlossen oder ausgeschlossen, beim anderen erschossen? Natürlich nicht. Es macht keinen Unterschied, wie das heißt, was seit Wochen unser Leben lähmt. Sogwirkung Oft beschworen wurde die Sogwirkung. Das hat nichts mit Wasser oder Strudeln zu tun, sondern bezeichnet das, was passiert, wenn jemand allein auf einer Parkbank sitzt und ein Buch liest. Das, teilte die Polizei in Bayern, vor einer Weile mit, sei verboten. Schwer nachzuvollziehen, weshalb es heftigen Protest dagegen gab und das Verbot wieder aufgehoben wurde. Begründet wurden solcherlei Regeln oft und gerne mit der Sogwirkung. Sitzt einer da, sind es bald 30, argumentieren die Behörden. Jetzt suche ich noch die Parkbank, auf die mehr als zwei oder drei Leute passen. Vereinzelungsmaßnahmen Das Ziel der Kontaktverbote und Einschränkungen ist klar. Es sind, so hat es der sächsische Ministerpräsident Michael Kreschmer formuliert, Vereinzelungsmaßnahmen. Ist doch immer schön, wenn ein Politiker etwas so einfaches wie ein Kontaktverbot und schönstes Schwurbeldeutsch übersetzt. Vulnerabel und Resilienz Aus der Kategorie seltsamer und bisher selten gebrauchter Wörter stammt vulnerabel. Ein Wort, das vor allem in der Psychologie verwendet wurde, ist mittlerweile in allen Sparten der Medizin geläufig. Vulnerabel heißt anfällig und ist das Gegenteil von Resilienz. Auch ein Wort, das im Zusammenhang mit der Krise zunehmend auftaucht. Tracking und Tracing Dann wäre da noch die App, über die immer wieder geredet wird. Ich lese immer Tracking-App, aber tatsächlich steht da oft Tracing-App (kein Rechtschreibfehler). Der Unterschied ist hier schön erklärt. Mir ist immer noch nicht ganz klar, wie das ganze funktioniert, zumal dafür offenbar ständig Bluetooth eingeschaltet sein soll. Wer macht das schon? Und dann ist da noch die Pseudonymisierung. Auch etwas, was wir ganz neu gelernt haben. Pseudonym statt anonym mit der Tracing-App. Mal sehen, welche schönen Wörter uns die Corona-Pandemie noch beschert. Ich sammele weiter.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-woerter-die-corona-hervorbrachte/">Die Wörter, die Corona hervorbrachte</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="356" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/coronaschild.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/coronaschild.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/coronaschild-150x67.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/coronaschild-768x342.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Seit Wochen bestimmt fast nur noch ein Thema die Medien: Corona. Im Zuge der Krise sind viele neue, teils abstruse Wörter aufgetaucht, die es verdienen, erwähnt und gewürdigt zu werden. Es gibt die, die inzwischen alle kennen, und dann die verschwurbelten.</p>



<span id="more-10924"></span>



<p>Es geht schon los mit der Bezeichnung dessen, womit wir es zu tun haben. Anfangs wurde nur von <a rel="noreferrer noopener" href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/corona-zwischen-kontaktsperre-und-denunzianten/" target="_blank">Corona</a> gesprochen, dann kam plötzlich Covid 19 hinzu, andernorts heißt es Sars-Cov2, ich habe auch schon 2019-nCov gelesen. Außerdem wird das Virus immer noch oft als neuartig bezeichnet, obwohl es schon Monate wütet und so neu nun auch wieder nicht ist. Mir ist schon klar, das Corona und Covid 19 <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.fitbook.de/health/sars-cov-2-und-covid-19-was-ist-der-unterschied" target="_blank">etwas unterschiedliches bezeichnet</a>. Ich plädiere dennoch dafür, in der Alltagssprache von Corona zu sprechen. Das kennen die meisten und verwenden es auch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lockdown und Shutdown</h2>



<p>Kommen wir zu den Folgen der Corona-Krise. Da ist mal von Lockdown, mal von Shutdown die Rede. Wird bei dem einen das Virus eingeschlossen oder ausgeschlossen, beim anderen erschossen? Natürlich nicht. Es macht keinen Unterschied, wie das heißt, was seit Wochen unser Leben lähmt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sogwirkung</h2>



<p>Oft beschworen wurde die Sogwirkung. Das hat nichts mit Wasser oder Strudeln zu tun, sondern bezeichnet das, was passiert, wenn jemand allein auf einer Parkbank sitzt und ein Buch liest. Das, teilte die Polizei in Bayern, vor einer Weile mit, sei verboten. Schwer nachzuvollziehen, weshalb es heftigen Protest dagegen gab und das <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.sueddeutsche.de/bayern/corona-bayern-parkbank-regelaenderung-1.4872090" target="_blank">Verbot wieder aufgehoben wurde</a>. Begründet wurden solcherlei Regeln oft und gerne mit der Sogwirkung. Sitzt einer da, sind es bald 30, argumentieren die Behörden. Jetzt suche ich noch die Parkbank, auf die mehr als zwei oder drei Leute passen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vereinzelungsmaßnahmen</h2>



<p>Das Ziel der Kontaktverbote und Einschränkungen ist klar. Es sind, so hat es der sächsische Ministerpräsident Michael Kreschmer formuliert, Vereinzelungsmaßnahmen. Ist doch immer schön, wenn ein Politiker etwas so einfaches wie ein Kontaktverbot und schönstes Schwurbeldeutsch übersetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vulnerabel und Resilienz</h2>



<p>Aus der Kategorie seltsamer und bisher selten gebrauchter Wörter stammt vulnerabel. Ein Wort, das vor allem in der Psychologie verwendet wurde, ist mittlerweile in allen Sparten der Medizin geläufig. Vulnerabel heißt anfällig und ist das Gegenteil von Resilienz. Auch ein Wort, das im Zusammenhang mit der Krise zunehmend auftaucht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tracking und Tracing</h2>



<p>Dann wäre da noch die App, über die immer wieder geredet wird. Ich lese immer Tracking-App, aber tatsächlich steht da oft Tracing-App (kein Rechtschreibfehler). Der Unterschied ist <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.rnd.de/digital/corona-app-was-ist-der-unterschied-zwischen-tracking-und-tracing-BME5AC4CYJVRMU5PWLAGRTJV7M.html" target="_blank">hier</a> schön erklärt. Mir ist immer  noch nicht ganz klar, wie das ganze funktioniert, zumal dafür offenbar ständig Bluetooth eingeschaltet sein soll. Wer macht das schon? Und dann ist da noch die <a href="https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/pseudonymisierung-was-ist-das-eigentlich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pseudonymisierung</a>. Auch etwas, was wir ganz neu gelernt haben. Pseudonym statt anonym mit der Tracing-App.</p>



<p>Mal sehen, welche schönen Wörter uns die Corona-Pandemie noch beschert. Ich sammele weiter.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-woerter-die-corona-hervorbrachte/">Die Wörter, die Corona hervorbrachte</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Mobilfunkmast mit Schilderwald</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2019 07:29:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gestaunt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="552" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder3.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder3.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder3-150x104.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder3-768x530.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich habe keinen Aluhut auf. Ich besitze nicht mal einen. Ich sehe nicht überall Verschwörungen und böse Strahlen. Deshalb habe ich auch keine Angst vor Mobilfunk. Aber das genauere Ansehen der Schilder, die ein Mobilfunkmast trägt, an dem ich gerade vorbeigekommen bin, hat mich doch interessiert. Der Mobilfunkmast ist vollgekleistert mit allerlei Aufklebern, deren Botschaft sich teilweise widerspricht. Etwa bei den Sicherheitsabständen zum funkenden Teil des Mastes, welcher genau das auch sein mag. Das Zeichen erinnert an eine Windmühle, die aber natürlich nicht gemeint ist. Was mir die Sicherheitsabstände genau sagen wollen, muss ich gar nicht wissen. Ich habe den Fuß des Mobilfunkmasten nur im Vorbeigehen betrachtet. Ich bin nicht hinauf geklettert. In den meisten Fällen dürften die Masten zudem weit weg von jedem Fußgänger stehen. Meiner ist ein Sonderfall, dass er so direkt neben einem Bürgersteig steht. So hatte ich in aller Ruhe die Gelegenheit, die vielen Schilder genauer zu betrachten. Die meisten kann ich mir erklären. Nur die Sicherheitsabstände verwirren doch, zumal neben den beiden Schildern vorne an der Seite noch ein weiteres angebracht ist. Ich haben den Sicherheitsabstand schließlich sehr groß gemacht. Ich bin weitergegangen.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="552" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder3.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder3.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder3-150x104.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder3-768x530.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Ich habe keinen Aluhut auf. Ich besitze nicht mal einen. Ich sehe nicht überall Verschwörungen und böse Strahlen. Deshalb habe ich auch keine Angst vor Mobilfunk. Aber das genauere Ansehen der Schilder, die ein Mobilfunkmast trägt, an dem ich gerade vorbeigekommen bin, hat mich doch interessiert.</p>



<span id="more-9725"></span>



<p>Der Mobilfunkmast ist vollgekleistert mit allerlei Aufklebern, deren Botschaft sich teilweise widerspricht. Etwa bei den Sicherheitsabständen zum funkenden Teil des Mastes, welcher genau das auch sein mag. Das Zeichen erinnert an eine Windmühle, die aber natürlich nicht gemeint ist.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="485" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder2.jpg" alt="" class="wp-image-9727" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder2.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder2-150x91.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder2-768x466.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Die Sicherheitsabstände: Aber ab wo zählen sie, vom Boden aus oder von weiter oben?</figcaption></figure>



<p>Was mir die Sicherheitsabstände genau sagen wollen, muss ich gar nicht wissen. Ich habe den Fuß des Mobilfunkmasten nur im Vorbeigehen betrachtet. Ich bin nicht hinauf geklettert. In den meisten Fällen dürften die Masten zudem weit weg von jedem Fußgänger stehen. Meiner ist ein Sonderfall, dass er so direkt neben einem Bürgersteig steht.</p>



<p>So hatte ich in aller Ruhe die Gelegenheit, die vielen Schilder genauer zu betrachten. Die meisten kann ich mir erklären. Nur die Sicherheitsabstände verwirren doch, zumal neben den beiden Schildern vorne an der Seite noch ein weiteres angebracht ist.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="784" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder1.jpg" alt="" class="wp-image-9728" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder1-150x147.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/mastschilder1-768x753.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Schilder über Schilder: Gut, dass ein Mobilfunkmast-Fuß so viel Platz bietet.</figcaption></figure>



<p>Ich haben den Sicherheitsabstand schließlich sehr groß gemacht. Ich bin weitergegangen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/mobilfunkmast-mit-schilderwald/">Mobilfunkmast mit Schilderwald</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Waldbaden oder warum bin ich so unsensibel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2019 16:37:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gestaunt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA[magischer ort]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Waldbaden]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="640" height="297" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/waldtitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/waldtitel.jpg 640w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/waldtitel-150x70.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><p>Ich war im Wald. Der liegt gleich hinter unserem Haus und ist ein richtig schöner Buchenwald, wie aus dem Bilderbuch. Ich habe die Ruhe, das Zwitschern der Vögel genossen. Aber ich habe nichts gespürt: keine Terpene, kein Kraftfeld, nichts davon. Obwohl ich doch im Wald an einem angeblich magischen Ort vorbeigekommen bin. Ein perfekter Platz zum Waldbaden. Bei uns im Wald steht an einem vorzeitlichen Grabhügel ein Schild, gefertigt aus einer Holzplanke. Darauf steht: „Dies ist nicht nur ein Grabhügel, es ist ein Kraftort unserer Ahnen, von denen wir unsere Ahnungen haben.“ Ganz ehrlich: Ich habe dort keine Ahnungen. Keine Ahnung, wer dort begraben liegt oder warum irgendein längst verrotteter Leichnam mir nach Tausenden von Jahren noch etwas sagen soll. Immerhin ist der Text so verfasst, dass ich doch ein gewisses Augenzwinkern zwischen den Zeilen lese. Andererseits sind Steine auf die Pfosten gelegt, was ein bisschen dafür spricht, dass die Sache mit den Ahnungen der Ahnen doch ernst gemeint sein könnte. Offenbar sollen die Steine die Kraft des Kraftortes verstärken, also Steinzeit-Antennen sozusagen. Wer weiß, was sich die, die das Schild aufgestellt und die Steine darauf gelegt haben, dabei gedacht haben. Das Geheimnis der Terpene Wenn schon der Grabhügel nicht zu mir spricht, könnte es der Wald tun. Angeblich ist wissenschaftlich belegt, dass Waldbaden der Gesundheit gut tut. Die Verfechter dieser Idee sagen, Pflanzen kommunizieren – sprechen kann man das wohl nicht nennen – miteinander und schütten dabei Terpene aus, einen chemischen Stoff, der das Immunsystem hochfährt. Das sollen Menschen aufnehmen, sogar spüren können. Ich spüre allerdings – nichts. Vielleicht bin ich einfach zu unsensibel. Es gibt übrigens auch Waldduschen. Das ist jetzt nichts für ungeduldige Waldbader, sondern es sind tatsächlich Duschen, die im Wald stehen. Natürlich ist das Wasser üblicherweise eiskalt, aber das soll ja gut für die Gesundheit sein. Wenn das Waldbaden nicht wirkt, könnte zumindest die Walddusche abhärten und damit das Immunsystem auf Vordermann bringen. Wie gut, dass ich so unsensibel bin. Wenn die Kräfte des Waldes sowieso nicht bei mir wirken, muss ich mich auch nicht unter die Walddusche stellen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="640" height="297" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/waldtitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/waldtitel.jpg 640w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/waldtitel-150x70.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />
<p></p>



<p>Ich war im Wald. Der liegt gleich
hinter unserem Haus und ist ein richtig schöner Buchenwald, wie aus
dem Bilderbuch. Ich habe die Ruhe, das Zwitschern der Vögel
genossen. Aber ich habe nichts gespürt: keine Terpene, kein
Kraftfeld, nichts davon. Obwohl ich doch im Wald an einem angeblich
magischen Ort vorbeigekommen bin. Ein perfekter Platz zum Waldbaden.</p>



<span id="more-9569"></span>



<p>Bei uns im Wald steht an einem
vorzeitlichen Grabhügel ein Schild, gefertigt aus einer Holzplanke.
Darauf steht: „Dies ist nicht nur ein Grabhügel, es ist ein
Kraftort unserer Ahnen, von denen wir unsere Ahnungen haben.“ Ganz
ehrlich: Ich habe dort keine Ahnungen. Keine Ahnung, wer dort
begraben liegt oder warum irgendein längst verrotteter Leichnam mir
nach Tausenden von Jahren noch etwas sagen soll. Immerhin ist der
Text so verfasst, dass ich doch ein gewisses Augenzwinkern zwischen
den Zeilen lese.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/wald.jpg" alt="" class="wp-image-9571" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/wald.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/wald-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/wald-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Das Schild weist auf einen angeblichen Kraftort hin. Aber warum soll ein Jahrtausende altes Grab Kraft spenden?</figcaption></figure>



<p>Andererseits sind Steine auf die
Pfosten gelegt, was ein bisschen dafür spricht, dass die Sache mit
den Ahnungen der Ahnen doch ernst gemeint sein könnte. Offenbar
sollen die Steine die Kraft des Kraftortes verstärken, also
Steinzeit-Antennen sozusagen. Wer weiß, was sich die, die das Schild
aufgestellt und die Steine darauf gelegt haben, dabei gedacht haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Geheimnis der Terpene</h2>



<p>Wenn schon der Grabhügel nicht zu mir
spricht, könnte es der Wald tun. Angeblich ist wissenschaftlich
belegt, dass Waldbaden der Gesundheit gut tut. Die Verfechter dieser
Idee sagen, Pflanzen kommunizieren – sprechen kann man das wohl
nicht nennen – miteinander und schütten dabei Terpene aus, einen
chemischen Stoff, der das Immunsystem hochfährt. Das sollen Menschen
aufnehmen, sogar spüren können. Ich spüre allerdings – nichts.
Vielleicht bin ich einfach zu unsensibel.</p>



<p>Es gibt übrigens auch Waldduschen. Das
ist jetzt nichts für ungeduldige Waldbader, sondern es sind
tatsächlich Duschen, die im Wald stehen. Natürlich ist das Wasser
üblicherweise eiskalt, aber das soll ja gut für die Gesundheit
sein. Wenn das Waldbaden nicht wirkt, könnte zumindest die
Walddusche abhärten und damit das Immunsystem auf  Vordermann
bringen.</p>



<p>Wie gut, dass ich so unsensibel bin.
Wenn die Kräfte des Waldes sowieso nicht bei mir wirken, muss ich
mich auch nicht unter die Walddusche stellen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/waldbaden-oder-warum-bin-ich-so-unsensibel/">Waldbaden oder warum bin ich so unsensibel</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Die Plastikkamera aus Frankreich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Jan 2019 17:12:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gestaunt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Aufräumen fördert manchmal seltsame Dinge zutage. Beim Besuch der Schwiegereltern in Frankreich musste der mit Gewinnen von irgendwelchen Tombolas vollgestopfte Schrank dran glauben. Außer vier Kaffeemaschinen, drei Waffeleisen, einer elektrischen Orangenpresse, alles noch original verpackt, kamen auch zwei Plastikkameras zum Vorschein. Immerhin schon digital. Ich habe sie mitgenommen, da die Famille weder über einen Computer noch über Internet verfügt. Eine der Kameras lag mit angeschraubtem Ministativ einfach so da, die andere war noch in ihrem Köfferchen verpackt. Marke Keenox &#8211; nie gehört &#8211; mit Zusatzangabe 300k pixels. Im Koffer ist alles dabei, sogar Batterien, die in einem schwarzen Mäppchen stecken. Ich habe die Kamera also damit bestückt und versucht zu fotografieren. Erst tat sich gar nichts, dann aber funktionierte sie einwandfrei. Die Kamera braucht Licht, sobald es zu dunkel ist, löst sie nicht aus. Probleme mit dem Treiber Ich würde jetzt hier gern ein paar Probebilder zeigen. Sie sind aber noch in der Kamera und kommen da auch nicht raus. Das USB-Kabel zum Überspielen auf den Rechner ist da. Ich bekomme sogar die auf der mitgelieferten CD vorhandenen Treiber installiert. Aber dann geht es einfach nicht weiter. Vielleicht liegt es daran, dass die Software für Windows 98 gedacht ist. Ich habe dann lieber abgebrochen, um meinen Rechner nicht zu gefährden. Schade, ich hätte mir die Fotos gerne mal angesehen. Zwar werden die Plastikkamera und ich auf Dauer bestimmt nicht warm miteinander, ich glaube nicht mal, dass es eine Hosentaschenkamera für mich hätte werden können. Dazu sind beide, die übrigens ziemlich gleich aussehen, einfach zu leicht, zu sehr Plastik. Das ist eher etwas für mit dem Bus reisende Senioren ohne große Ansprüche an ihren Fotoapparat. Dabei hat die Kamera durchaus einiges zu bieten, wie mir das Minidisplay auf der Rückseite zeigt. Es gibt die Einstellungen oF, SE, d8, C5, CA, CL, Lo und Hd. Nur die Bilder, die lassen sich auf dem Display nicht anschauen. Es hat nur eine Digitalanzeige für die Zahl der fotografierten Bilder und für die Einstellungen. Dafür verfügt die Kamera über eine Menge Zubehör. Ich habe jetzt nicht nur ein neues USB-Kabel, sondern auch ein Ministativ, auf das sich auch andere Kameras schrauben lassen. Allerdings ist es wahrscheinlich viel zu wenig stabil dafür. Es ist &#8211; natürlich &#8211; aus Plastik. Ein Smartphone könnte es aber sich tragen. Sehr schick finde ich auch das Köfferchen. Das werde ich auf jeden Fall behalten. Die Kameras und die CD mit der Software wandern in den Müll. Oder hat jemand Interesse daran? Ich verschenke sie gerne, dann auch mit den Stativen, von denen jede über eines verfügt, und die Software.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/die-plastikkamera-aus-frankreich/">Die Plastikkamera aus Frankreich</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Aufräumen fördert manchmal seltsame Dinge zutage. Beim Besuch der Schwiegereltern in Frankreich musste der mit Gewinnen von irgendwelchen Tombolas vollgestopfte Schrank dran glauben. Außer vier Kaffeemaschinen, drei Waffeleisen, einer elektrischen Orangenpresse, alles noch original verpackt, kamen auch zwei Plastikkameras zum Vorschein. Immerhin schon digital. Ich habe sie mitgenommen, da die Famille weder über einen Computer noch über Internet verfügt.</p>
<p><figure id="attachment_9654" aria-describedby="caption-attachment-9654" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/plastik1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9654 size-full" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/plastik1.jpg" alt="Plastikkamera Nr. 1 ist in einem Mini-Fotokoffer verpackt." width="600" height="450" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/plastik1.jpg 600w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/plastik1-150x113.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9654" class="wp-caption-text">Plastikkamera Nr. 1 ist in einem Mini-Fotokoffer verpackt.</figcaption></figure></p>
<p><span id="more-9326"></span>Eine der Kameras lag mit angeschraubtem Ministativ einfach so da, die andere war noch in ihrem Köfferchen verpackt. Marke Keenox &#8211; nie gehört &#8211; mit Zusatzangabe 300k pixels. Im Koffer ist alles dabei, sogar Batterien, die in einem schwarzen Mäppchen stecken. Ich habe die Kamera also damit bestückt und versucht zu fotografieren. Erst tat sich gar nichts, dann aber funktionierte sie einwandfrei. Die Kamera braucht Licht, sobald es zu dunkel ist, löst sie nicht aus.</p>
<h2>Probleme mit dem Treiber</h2>
<p>Ich würde jetzt hier gern ein paar Probebilder zeigen. Sie sind aber noch in der Kamera und kommen da auch nicht raus. Das USB-Kabel zum Überspielen auf den Rechner ist da. Ich bekomme sogar die auf der mitgelieferten CD vorhandenen Treiber installiert. Aber dann geht es einfach nicht weiter. Vielleicht liegt es daran, dass die Software für Windows 98 gedacht ist. Ich habe dann lieber abgebrochen, um meinen Rechner nicht zu gefährden.</p>
<p>Schade, ich hätte mir die Fotos gerne mal angesehen. Zwar werden die Plastikkamera und ich auf Dauer bestimmt nicht warm miteinander, ich glaube nicht mal, dass es eine Hosentaschenkamera für mich hätte werden können. Dazu sind beide, die übrigens ziemlich gleich aussehen, einfach zu leicht, zu sehr Plastik. Das ist eher etwas für mit dem Bus reisende Senioren ohne große Ansprüche an ihren Fotoapparat. Dabei hat die Kamera durchaus einiges zu bieten, wie mir das Minidisplay auf der Rückseite zeigt. Es gibt die Einstellungen oF, SE, d8, C5, CA, CL, Lo und Hd. Nur die Bilder, die lassen sich auf dem Display nicht anschauen. Es hat nur eine Digitalanzeige für die Zahl der fotografierten Bilder und für die Einstellungen.</p>
<p>Dafür verfügt die Kamera über eine Menge Zubehör. Ich habe jetzt nicht nur ein neues USB-Kabel, sondern auch ein Ministativ, auf das sich auch andere Kameras schrauben lassen. Allerdings ist es wahrscheinlich viel zu wenig stabil dafür. Es ist &#8211; natürlich &#8211; aus Plastik. Ein Smartphone könnte es aber sich tragen.</p>
<p><figure id="attachment_9655" aria-describedby="caption-attachment-9655" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/plastik2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9655 size-full" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/plastik2.jpg" alt="Das Mini-Stativ für die Plastikkamera. Irgendwie ist es recht niedlich." width="600" height="484" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/plastik2.jpg 600w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/plastik2-150x121.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/plastik2-100x80.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9655" class="wp-caption-text">Das Mini-Stativ für die Plastikkamera. Irgendwie ist es recht niedlich.</figcaption></figure></p>
<p>Sehr schick finde ich auch das Köfferchen. Das werde ich auf jeden Fall behalten. Die Kameras und die CD mit der Software wandern in den Müll. Oder hat jemand Interesse daran? Ich verschenke sie gerne, dann auch mit den Stativen, von denen jede über eines verfügt, und die Software.</p>
<p><figure id="attachment_9656" aria-describedby="caption-attachment-9656" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/plastik3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9656 size-full" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/plastik3.jpg" alt="Ganz schick: Der Fotokoffer der Plastikkamera." width="600" height="404" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/plastik3.jpg 600w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/plastik3-150x101.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9656" class="wp-caption-text">Ganz schick: Der Fotokoffer der Plastikkamera.</figcaption></figure></p>
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		<title>Nackig machen fürs Knöllchen</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyrocontra/nackig-machen-fuers-knoellchen/</link>
					<comments>https://pyrolim.de/pyrocontra/nackig-machen-fuers-knoellchen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Nov 2018 08:40:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gestaunt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe ein Knöllchen bekommen. Völlig zu Unrecht übrigens. Deshalb habe ich es nicht beglichen, nachdem ich Online festgestellt hatte, wohin das Geld soll. Ich habe Widerspruch eingelegt, dem auch stattgegeben wurde. Was mich aber verwundert hat, war das Widerspruchsformular. Der sogenannte Anhörungsbogen verlangt zunächst nach Name und Adresse. So weit, so gut. Aber dann geht es los. Dass sie mein Geburtsdatum wissen wollen, kann ich ja zur Not noch verstehen. Aber warum wollen sie meinen Geburtsnamen wissen, den ich schon vor 20 Jahren per Heirat abgelegt habe? Und warum meinen Geburtsort und vor allem meine Staatsangehörigkeit? Wohl gemerkt, es ging nicht darum nachzuweisen, ob ich das Auto gefahren und geparkt und mir damit ein Knöllchen eingehandelt habe. Es ging lediglich erst einmal um die Personalien derjenigen, die den Anhörungsbogen ausfüllt und den Widerspruch einlegt. Unten folgen dann noch die Angaben zur Sache, das ist klar. Freiwillige Angaben waren übrigens nur die einer Telefonnummer oder E-Mail-Adresse. Alles andere sind Pflichtfelder. So viele persönliche Angaben habe ich das letzte Mal gemacht, als ich mir einen neuen Personalausweis und einen neuen Reisepass bestellt habe. Vielleicht liegt das Interesse an meinen Daten daran, dass es dieselbe Behörde ist, die sich um Personalpapiere und um Knöllchen kümmert. Frei nach dem Motto: Übernehmen wir das Formular doch gleich für alles. Von Datenschutz habe ich auf dem Anhörungsbogen übrigens nichts gelesen. DSGVO, wo bist du, wenn man dich mal braucht?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/nackig-machen-fuers-knoellchen/">Nackig machen fürs Knöllchen</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe ein Knöllchen bekommen. Völlig zu Unrecht übrigens. Deshalb habe ich es nicht beglichen, nachdem ich <a href="https://pyrolim.de/pyropro/2016/online-knoellchen-alles-ganz-easy/">Online festgestellt</a> hatte, wohin das Geld soll. Ich habe Widerspruch eingelegt, dem auch stattgegeben wurde. Was mich aber verwundert hat, war das Widerspruchsformular.<br />
<span id="more-9229"></span></p>
<p>Der sogenannte Anhörungsbogen verlangt zunächst nach Name und Adresse. So weit, so gut. Aber dann geht es los. Dass sie mein Geburtsdatum wissen wollen, kann ich ja zur Not noch verstehen. Aber warum wollen sie meinen Geburtsnamen wissen, den ich schon vor 20 Jahren per Heirat abgelegt habe? Und warum meinen Geburtsort und vor allem meine Staatsangehörigkeit?</p>
<p>Wohl gemerkt, es ging nicht darum nachzuweisen, ob ich das Auto gefahren und geparkt und mir damit ein Knöllchen eingehandelt habe. Es ging lediglich erst einmal um die Personalien derjenigen, die den Anhörungsbogen ausfüllt und den Widerspruch einlegt. Unten folgen dann noch die Angaben zur Sache, das ist klar.</p>
<p>Freiwillige Angaben waren übrigens nur die einer Telefonnummer oder E-Mail-Adresse. Alles andere sind Pflichtfelder. So viele persönliche Angaben habe ich das letzte Mal gemacht, als ich mir einen neuen Personalausweis und einen neuen Reisepass bestellt habe. Vielleicht liegt das Interesse an meinen Daten daran, dass es dieselbe Behörde ist, die sich um Personalpapiere und um Knöllchen kümmert. Frei nach dem Motto: Übernehmen wir das Formular doch gleich für alles.</p>
<p>Von Datenschutz habe ich auf dem Anhörungsbogen übrigens nichts gelesen. DSGVO, wo bist du, wenn man dich mal braucht?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/nackig-machen-fuers-knoellchen/">Nackig machen fürs Knöllchen</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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