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	<title>Frankreich Archive - Pyrolirium</title>
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	<title>Frankreich Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>Angles morts: Der tote Winkel und der Engel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 10:07:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Angles2025-1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Aufkleber Angles morts auf einem Lastwagen." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Angles2025-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Angles2025-1-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Angles2025-1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Sie fallen mir seit Jahren auf: gelbe Aufkleber auf Lastwagen mit der Aufschrift Angles morts. Aber warum sind die Worte auf Französisch? Die Aufkleber sind nicht nur in Frankreich zu sehen. Sondern überall in ganz Europa. Das haben wir im Sommer auf unseren langen Fahrten auf der Autobahn gesehen. Die Angles-morts-Aufkleber sind auf Lastwagen und Bussen aus aller Herren Länder zu sehen. Nun kann aber niemand davon ausgehen, dass überall auf der Welt Französisch verstanden wird. Aber immerhin sagen die Piktogramme mehr als die Wörter. Angles sind keine Engel Wobei ich am Anfang bei Angles immer an Engel gedacht habe. Also von Angel. Weiß nicht, wie ich darauf kam, aber mit dem Tod im toten Winkel habe ich gedanklich immer gefallene und gestorbene Engel verbunden. Bis mir die Erleuchtung kam, dass Angles Winkel heißt.# Seit 2021 sind solche Aufkleber in Frankreich für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gewicht Pflicht. Es gibt die Aufkleber ja nach Fahrzeug für Busse und Lastwagen. Die Pflicht gilt auch für Wohnmobile mit mehr als 3,5 Tonnen Gewicht. Hinzu kommt, dass die Aufkleber, drei an der Zahl, noch an genau den richtigen Stellen in genau der richtigen Höhe angebracht werden müssen. Vielleicht liegt es an der französischen Regelung, dass jetzt alle Lastwagen und Busse diesen Aufkleber in französischer Sprache tragen. Anders kann ich mir die Häufigkeit nicht erklären. Aber selbst wer der Sprache nicht mächtig ist, erkennt anhand der Gestaltung sofort, worum es beim Angles morts geht. Die Aufkleber sollen die Verkehrssicherheit erhöhen, die Aufmerksamkeit auf die Gefahr lenken. Ob sich die Unfallzahlen durch die Aufkleber haben senken lassen, darüber habe ich nichts gefunden. Dass es die Warnung vor Angles morts nur auf Französische gibt, hat wohl noch einen anderen Grund. Angeblich gibt es keine englische Entsprechung für den Begriff. Kann ich mir zwar kaum vorstellen, soll aber so sein. Der Google-Übersetzer schlägt Blind spot für Toter Winkel vor. Also blinder Fleck. Irgendwie ist das tatsächlich nicht die genaue Entsprechnung von Angles morts.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/angles-morts-der-tote-winkel-und-der-engel/">Angles morts: Der tote Winkel und der Engel</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Angles2025-1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Aufkleber Angles morts auf einem Lastwagen." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Angles2025-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Angles2025-1-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Angles2025-1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Sie fallen mir seit Jahren auf: gelbe Aufkleber auf Lastwagen mit der Aufschrift Angles morts. Aber warum sind die Worte auf Französisch?</p>



<span id="more-14476"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aufkleber sind nicht nur in Frankreich zu sehen. Sondern überall in ganz Europa. Das haben wir im Sommer auf unseren langen Fahrten auf der Autobahn gesehen. Die Angles-morts-Aufkleber sind auf Lastwagen und Bussen aus aller Herren Länder zu sehen. Nun kann aber niemand davon ausgehen, dass überall auf der Welt Französisch verstanden wird. Aber immerhin sagen die Piktogramme mehr als die Wörter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Angles sind keine Engel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wobei ich am Anfang bei Angles immer an Engel gedacht habe. Also von Angel. Weiß nicht, wie ich darauf kam, aber mit dem Tod im toten Winkel habe ich gedanklich immer gefallene und gestorbene Engel verbunden. Bis mir die Erleuchtung kam, dass Angles Winkel heißt.#</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2021 sind solche Aufkleber in <a href="https://pyrolim.de/tag/frankreich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Frankreich</a> für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gewicht Pflicht. Es gibt die Aufkleber ja nach Fahrzeug für Busse und Lastwagen. Die Pflicht gilt <a href="https://www.adac.de/news/wohnmobil-frankreich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">auch für Wohnmobile mit mehr als 3,5 Tonnen Gewicht</a>. Hinzu kommt, dass die Aufkleber, drei an der Zahl, noch an <a href="https://anglesmortsaufkleber.net/angles-morts-aufkleber-richtig-anbringen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">genau den richtigen Stellen in genau der richtigen Höhe angebracht werden müssen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht liegt es an der französischen Regelung, dass jetzt alle Lastwagen und Busse diesen Aufkleber in französischer Sprache tragen. Anders kann ich mir die Häufigkeit nicht erklären. Aber selbst wer der Sprache nicht mächtig ist, erkennt anhand der Gestaltung sofort, worum es beim Angles morts geht. Die Aufkleber sollen die Verkehrssicherheit erhöhen, die Aufmerksamkeit auf die Gefahr lenken. Ob sich die Unfallzahlen durch die Aufkleber haben senken lassen, darüber habe ich nichts gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es die Warnung vor Angles morts nur auf Französische gibt, hat wohl noch einen anderen Grund. Angeblich gibt es keine englische Entsprechung für den Begriff. Kann ich mir zwar kaum vorstellen, soll aber so sein. Der Google-Übersetzer schlägt Blind spot für Toter Winkel vor. Also blinder Fleck. Irgendwie ist das tatsächlich nicht die genaue Entsprechnung von Angles morts.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/angles-morts-der-tote-winkel-und-der-engel/">Angles morts: Der tote Winkel und der Engel</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Autobahn-Parkplatz und Klo: zwei Welten in zwei Ländern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2025 16:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="565" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rastplatztitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Ein Rastplatz in Frankreich: Sauber und gepflegt." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rastplatztitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rastplatztitel-150x106.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rastplatztitel-768x542.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Auf unserer Frankreich-Reise haben wir Rastplätze in Deutschland und in Frankreich aufgesucht. Dazwischen liegen Welten. Frankreich gewinnt beim Parkplatz und beim Klo. Sie haben uns schon immer begeistert und jetzt wieder: die Parkplätze an Frankreichs Autobahnen. Während wir in Deutschland gerne einen Rastplatz anlaufen, weil dort die Toiletten dank Sanifair ziemlich sauber sind, sind die Frankreich die Parkplätze &#8211; nicht die Rastplätze &#8211; unser bevorzugtes Ziel. Allerdings nur die an den mautpflichtigen Autobahnen. Nie zuvor haben wir so saubere Parkplätze und so saubere Klos wie auf diesen Parkplätzen gefunden. Früher waren diese Toiletten ein Graus. Hock-Klos, alles andere als sauber. Da hat sich ein grundlegender Wandel vollzogen. Die &#8211; übrigens kostenlosen &#8211; Klos auf den Aire genannten Parkplätzen ohne Tankstellen und Gastronomie sind heutzutage Hightech-Toiletten mit automatischer Reinigung. Nach jeder Benutzung setzt ein Mechanismus ein, der sie wieder perfekt macht. Und wem das nicht reicht, der kann einen blauen Knopf drücken, auf dem dreisprachig &#8211; französisch, englisch, deutsch &#8211; steht, dass damit die Toilette desinfiziert wird. Perfektes Parkplatz-Klo ganz in Rot Die innen in roter Farbe gehaltenen Toiletten verfügen über lange Griffe, Papier und Handtuchpapier, einen großen Spiegel, ein Waschbecken und unter dem Spiegel drei automatische Spender für Seife, Wasser und Heißluft zum Trocknen der Hände. Das alles super-sauber. Die Klos auf den Raststätten sind dagegen weniger einladend. Wir haben deshalb die Aires für unsere Pausen vorgezogen. Abgesehen von den Toiletten sind die Parkplätze in Frankreich auch sonst sehr gepflegt. Sie verfügen über Picknick-Plätze, Kinderspielplätze, WiFi. Und nirgends liegt Dreck oder Abfall herum. Regelmäßig kommt jemand vom Autobahnbetreiber vorbei und sieht nach dem Rechten. Übrigens gibt es entlang der Autobahnen einen eigenen Radiosender. Das alles allerdings nur auf den Routen, die Péage, also Maut kosten. Das zahlen wir für so viel Service gerne, zumal die Kosten nicht allzu hoch sind. Mittlerweile werden in Frankreich nach und nach die Péage-Stationen abgeschafft, das System heißt Péage en flux libre und hat so seine Tücken. Kameras erfassen die Kennzeichen, die Maut muss später online oder in einem Tabac, einem der offiziellen Tabakläden, bezahlt werden. Ich habe mich ziemlich mühsam auf dem Handy durch das System gearbeitet und nach zehn Minuten herumstochern auf der Seite 2,40 Euro per Kreditkarte bezahlt. Dreckig und voller Müll: deutsche Autobahn-Raststätten Zurück in Deutschland hat uns dann der Kontrast von französischen Parkplätzen und deutschen Autobahnraststätten erschüttert. So viel Dreck, sowohl auf Parkplätzen als auch auf Raststätten. Und das Sanifair-Stystem ist ebenfalls eher ärgerlich. Für einen Euro gibt es zwar eine saubere Toilette, aber mit dem Wert-Bon lässt sich kaum etwas anfangen. Pro Einkauf darf man nur einen einlösen, bei horrenden Preisen etwa für einen Kaffee. Außerdem verfallen sie irgendwann. Ich bin nicht so oft auf der Autobahn unterwegs. Für mich heißt das: Der Wert-Bon landet im Altpapier. Deutsche Autobahn-Raststätten werden fast alle von Tank &#38; Rast betrieben. Und sie sehen verheerend aus. Immer mehr Müll landet dort. Der Aufwand, den wegzuräumen, ist immens. Aber müssen Raststätten deshalb wirklich so aussehen wie die, die wir an der A5 angefahren sind? Und auf unbewirtschafteten Parkplätzen an deutschen Autobahnen sieht es nicht viel besser aus. Unser Fazit: Zwischen Autobahn-Parkplätzen in Frankreich und in Deutschland liegen Welten, was die Sauberkeit angeht. Das kann nicht allein daran liegen, dass Autobahnfahrten in Frankreich bezahlt werden müssen und sich die Betreiber deshalb besser darum kümmern.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="565" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rastplatztitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Ein Rastplatz in Frankreich: Sauber und gepflegt." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rastplatztitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rastplatztitel-150x106.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rastplatztitel-768x542.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Auf unserer Frankreich-Reise haben wir Rastplätze in Deutschland und in Frankreich aufgesucht. Dazwischen liegen Welten. Frankreich gewinnt beim Parkplatz und beim Klo.</p>



<span id="more-14413"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Sie haben uns schon immer begeistert und jetzt wieder: die Parkplätze an Frankreichs Autobahnen. Während wir in Deutschland gerne einen Rastplatz anlaufen, weil dort die Toiletten dank Sanifair ziemlich sauber sind, sind die Frankreich die Parkplätze &#8211; nicht die Rastplätze &#8211; unser bevorzugtes Ziel. Allerdings nur die an den mautpflichtigen Autobahnen. Nie zuvor haben wir so saubere Parkplätze und so saubere Klos wie auf diesen Parkplätzen gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher waren diese Toiletten ein Graus. <a href="https://www.t-online.de/heim-garten/haushaltstipps/id_100430458/hockklos-wo-sie-im-urlaub-damit-rechnen-sollten.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hock-Klos</a>, alles andere als sauber. Da hat sich ein grundlegender Wandel vollzogen. Die &#8211; übrigens kostenlosen &#8211; Klos auf den Aire genannten Parkplätzen ohne Tankstellen und Gastronomie sind heutzutage Hightech-Toiletten mit automatischer Reinigung. Nach jeder Benutzung setzt ein Mechanismus ein, der sie wieder perfekt macht. Und wem das nicht reicht, der kann einen blauen Knopf drücken, auf dem dreisprachig &#8211; französisch, englisch, deutsch &#8211; steht, dass damit die Toilette desinfiziert wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Perfektes Parkplatz-Klo ganz in Rot</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die innen in roter Farbe gehaltenen Toiletten verfügen über lange Griffe, Papier und Handtuchpapier, einen großen Spiegel, ein Waschbecken und unter dem Spiegel drei automatische Spender für Seife, Wasser und Heißluft zum Trocknen der Hände. Das alles super-sauber. Die Klos auf den Raststätten sind dagegen weniger einladend. Wir haben deshalb die Aires für unsere Pausen vorgezogen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/klo1-1.jpg" alt="Klo auf einem Parkplatz an einer französischen Autobahn." class="wp-image-14430" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/klo1-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/klo1-1-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/klo1-1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Klo auf einem Parkplatz an einer französischen Autobahn.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Abgesehen von den Toiletten sind die Parkplätze in Frankreich auch sonst sehr gepflegt. Sie verfügen über Picknick-Plätze, Kinderspielplätze, WiFi. Und nirgends liegt Dreck oder Abfall herum. Regelmäßig kommt jemand vom Autobahnbetreiber vorbei und sieht nach dem Rechten. Übrigens gibt es entlang der Autobahnen einen eigenen Radiosender. Das alles allerdings nur auf den Routen, die Péage, also Maut kosten. Das zahlen wir für so viel Service gerne, zumal die Kosten nicht allzu hoch sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile werden in Frankreich nach und nach die Péage-Stationen abgeschafft, das System heißt Péage en flux libre und <a href="https://www.adac.de/news/verkehr-mautsystem-frankreich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hat so seine Tücken</a>. Kameras erfassen die Kennzeichen, die Maut muss später online oder in einem Tabac, einem der offiziellen Tabakläden, bezahlt werden. Ich habe mich ziemlich mühsam auf dem Handy durch das System gearbeitet und nach zehn Minuten herumstochern auf der Seite 2,40 Euro per Kreditkarte bezahlt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dreckig und voller Müll: deutsche Autobahn-Raststätten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück in Deutschland hat uns dann der Kontrast von französischen Parkplätzen und deutschen Autobahnraststätten erschüttert. So viel Dreck, sowohl auf Parkplätzen als auch auf Raststätten. Und das Sanifair-Stystem ist ebenfalls eher ärgerlich. Für einen Euro gibt es zwar eine saubere Toilette, aber mit dem Wert-Bon lässt sich kaum etwas anfangen. Pro Einkauf darf man nur einen einlösen, bei horrenden Preisen etwa für einen Kaffee. Außerdem verfallen sie irgendwann. Ich bin nicht so oft <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/tempolimit-und-abstand-notizen-von-der-autobahn/">auf der Autobahn unterwegs</a>. Für mich heißt das: Der Wert-Bon landet im Altpapier.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rastplatzdeutsch.jpg" alt="Vormittags auf einem Rastplatz an der A5: Überall liegt Müll herum." class="wp-image-14431" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rastplatzdeutsch.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rastplatzdeutsch-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rastplatzdeutsch-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vormittags auf einem Rastplatz an der A5: Überall liegt Müll herum.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Deutsche Autobahn-Raststätten werden fast alle von Tank &amp; Rast betrieben. Und sie sehen verheerend aus. <a href="https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/raststaetten-viel-illegaler-muell-autobahn-probleme-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Immer mehr Müll</a> landet dort. Der Aufwand, den wegzuräumen, ist immens. Aber müssen Raststätten deshalb wirklich so aussehen wie die, die wir an der A5 angefahren sind? Und auf unbewirtschafteten Parkplätzen an deutschen Autobahnen sieht es nicht viel besser aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Fazit: Zwischen Autobahn-Parkplätzen in Frankreich und in Deutschland liegen Welten, was die Sauberkeit angeht. Das kann nicht allein daran liegen, dass Autobahnfahrten in Frankreich bezahlt werden müssen und sich die Betreiber deshalb besser darum kümmern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/erlebt/autobahn-parkplatz-und-klo-zwei-welten-in-zwei-laendern/">Autobahn-Parkplatz und Klo: zwei Welten in zwei Ländern</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Senf-Manufaktur Fallot: Klein, aber fein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Oct 2025 15:38:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="415" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senftitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senftitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senftitel-150x78.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senftitel-768x398.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Dijon-Senf kennt jeder, Fallot-Senf ist etwas für Experten. Ein Besuch in der Manufaktur in Beaune. Wein, Schnecken, Senf: In der Region Bourgogne in Frankreich, zu deutsch Burgund, dreht sich fast alles um kulinarische Genüsse. Der Wein und die Schnecken sind weltbekannt, beim Senf fällt einem zunächst sofort Dijon ein. Eine Stadt, die ebenfalls in Burgund liegt, die mir aber vor allem wegen ihres Einkaufzentrums in Erinnerung geblieben ist. Ein paar Kilometer weiter, in Beaune, liegt die Senf-Manufaktur Fallot. Ihr Senf macht zwar nur zwei bis drei Prozent auf dem französischen Markt aus, ist aber nach eigenen Angaben der echteste Senf, den es in Burgund gibt. Das erklärt ein Mitarbeiter bei einer der Führungen, die jede halbe Stunde dort stattfinden. Fallot betreibt nämlich nicht nur eine moderne Senfmühle, sondern auch ein Senfmuseum mit anschließendem Fabrikverkauf. Das alles ist äußerst beliebt. Wer sich anmeldet, wird für eine Führung zwei, drei Stunden später eingetragen. Fallot-Manufaktur im Hinterhof &#8222;On a gouté, on a acheté.&#8220; Übersetzt: Wir probierten, wir kaufen. Das habe ich bei einem französischen Pärchen belauscht, das gerade aus dem Gebäude kam. Die Manufaktur Fallot liegt in einem langgestreckten Hinterhof an einer dicht bebauten Straße im Zentrum von Beaune. Wer durch den Torbogen tritt, geht rechts an einem langen Wintergarten vorbei, in dem der Shop untergebracht ist. Dahinter weitet sich der Durchgang zu einem breiten Hof, auf dem ein gelber Peugeot 201 T von 1932 steht. Eine Limousine Commerciale, mit der damals die Ware der Moutarderie Fallot ausgeliefert wurde. Bei der Führung geht es in die Katakomben der alten Senffabrik. Zunächst dreht sich alles um die Pflanze an sich. Die gelben Felder erinnern ebenso wie die Gewächse an Raps, beide sind nur schwer voneinander zu unterscheiden. Dann geht es mit der Theorie noch ein bisschen weiter. Unser Führer erklärt, warum Fallot-Senf Moutarde de Bourgogne ist und kein Moutarde Dijon. Die Bezeichnung Dijon-Senf ist nicht geschützt. Deshalb gibt es Senf mit dem Namen Dijon überall auf der Welt mit Zutaten, die überall auf der Welt gewachsen sein können. Moutarde de Bourgogne besteht ausschließlich aus Senfkörner und Weißwein aus Burgund. Deshalb tragen die Produkte die Bezeichnung Indication géographique protégée (IGP). Übersetzt: geschützte geografische Angabe. Senf reinigt den Kopf Danach geht es bei der Führung in die Praxis. Zunächst bekommt jeder Teilnehmer eine kleine Handvoll Senfkörner mit der Aufforderung, sie in den Mund zu nehmen, zunächst mit Speichel zu benetzen und sie dann zu zerkauen. &#8222;Keine Angst&#8220;, sagt der Führer noch. Er hat recht. Es ist nicht scharf. Lediglich ein leichter Senfgeschmack macht sich bemerkbar. Und dann hat er noch einen Hinweis zur Wirkung von Senf: &#8222;Senf reinigt den Kopf.&#8220; Darunter kann sich jeder vorstellen, was er mag. Danach verteilt der Mann Mörser und Stößel aus Edelstahl an die Besucher. Da hinein kommen Senfkörner, und dann heißt es reiben, drücken und wieder reiben. Nach und nach geben die Körner ihr Öl ab. Aber es ist mühsam, bis es endlich so weit ist. Zurück bleibt eine ölige Masse, in der noch die Körner zu sehen sind. Bei der professionellen Senfproduktion von Fallot werden die Körner nicht in Mörsern, sondern zwischen Mühlsteinen zerrieben. Diese Steine, erfahren die Besucher, müssen aus Granit sein. Warum nicht Kalkstein? Weil davon zu viel abreibt und als Kalkgranulat im Senf landet. Noch heute werden nicht nur bei Fallot die Senfkörner zwischen Steinen zermahlen. Die alten Werkzeuge zur Herstellung des Senfs zeigt die Manufaktur in einer kleinen Ausstellung. Dazu wird ein Film aus dem Senfwerk gezeigt. Alles Edelstahl, keine Spur mehr von hölzernen Anlagen. Von dort kommt der Senf, der in die Supermärkte gelangt. Die Führung endet mit einer kleinen Verkostung der Senfsorten. Und dann geht es in den Shop. Senf in allen denkbaren Geschmacksrichtungen Zum klassischen Senf mit oder ohne Körner gibt es dort noch alle möglichen anderen Sorten. Der Senf wird mit Balsamico, mit Crème de Cassis, mit Kräutern, Honig und sogar Honigkuchen verfeinert. Es gibt kaum eine Farbe oder eine Geschmacksrichtung, die es nicht gibt. Natürlich haben auch wir eingekauft, für uns und als Mitbringsel für Freunde. Am Ende sind wir aus Frankreich abgereist mit Taschen voller Senf, Käse, Madeleines (typisch französische kleine Sandkuchen) und Sirup von Teissiere.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/senf-manufaktur-fallot-klein-aber-fein/">Senf-Manufaktur Fallot: Klein, aber fein</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="415" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senftitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senftitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senftitel-150x78.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senftitel-768x398.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Dijon-Senf kennt jeder, Fallot-Senf ist etwas für Experten. Ein Besuch in der Manufaktur in Beaune.</p>



<span id="more-14393"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Wein, Schnecken, Senf: In der Region Bourgogne in Frankreich, zu deutsch Burgund, dreht sich fast alles um kulinarische Genüsse. Der Wein und die Schnecken sind weltbekannt, beim Senf fällt einem zunächst sofort Dijon ein. Eine Stadt, die ebenfalls in Burgund liegt, die mir aber vor allem <a href="https://pyrolim.de/pyropro/einkaufszentren-die-kunstwelt-unter-dach/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wegen ihres Einkaufzentrums</a> in Erinnerung geblieben ist. Ein paar Kilometer weiter, in Beaune, liegt die Senf-Manufaktur Fallot. Ihr Senf macht zwar nur zwei bis drei Prozent auf dem französischen Markt aus, ist aber nach eigenen Angaben der echteste Senf, den es in Burgund gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erklärt ein Mitarbeiter bei einer der Führungen, die jede halbe Stunde dort stattfinden. Fallot betreibt nämlich nicht nur eine moderne Senfmühle, sondern auch ein Senfmuseum mit anschließendem Fabrikverkauf. Das alles ist äußerst beliebt. Wer sich anmeldet, wird für eine Führung zwei, drei Stunden später eingetragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fallot-Manufaktur im Hinterhof</h2>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;On a gouté, on a acheté.&#8220; Übersetzt: Wir probierten, wir kaufen. Das habe ich bei einem französischen Pärchen belauscht, das gerade aus dem Gebäude kam. Die Manufaktur Fallot liegt in einem langgestreckten Hinterhof an einer dicht bebauten Straße im Zentrum von Beaune. Wer durch den Torbogen tritt, geht rechts an einem langen Wintergarten vorbei, in dem der Shop untergebracht ist. Dahinter weitet sich der Durchgang zu einem breiten Hof, auf dem ein gelber Peugeot 201 T von 1932 steht. Eine Limousine Commerciale, mit der damals die Ware der Moutarderie Fallot ausgeliefert wurde.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="584" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senfauto.jpg" alt="Peugot 201 T, ein ehemaliges Lieferfahrzeug der Moutarderie Fallot." class="wp-image-14409" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senfauto.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senfauto-150x110.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senfauto-768x561.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Peugot 201 T, ein ehemaliges Lieferfahrzeug der Moutarderie Fallot.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Führung geht es in die Katakomben der alten Senffabrik. Zunächst dreht sich alles um die Pflanze an sich. Die gelben Felder erinnern ebenso wie die Gewächse an Raps, beide sind <a href="https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/nutzgaerten/senfpflanze-40093" target="_blank" rel="noreferrer noopener">nur schwer voneinander zu unterscheiden</a>. Dann geht es mit der Theorie noch ein bisschen weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Führer erklärt, warum Fallot-Senf Moutarde de Bourgogne ist und kein <a href="https://www.beaune-tourismus.com/erkunden/gastronomie/unsere-produkte-aus-der-region/die-mutter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Moutarde Dijo</a>n. Die Bezeichnung Dijon-Senf ist nicht geschützt. Deshalb gibt es Senf mit dem Namen Dijon überall auf der Welt mit Zutaten, die überall auf der Welt gewachsen sein können. Moutarde de Bourgogne besteht ausschließlich aus Senfkörner und Weißwein aus Burgund. Deshalb tragen die Produkte die Bezeichnung Indication géographique protégée (IGP). Übersetzt: geschützte geografische Angabe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Senf reinigt den Kopf</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Danach geht es bei der Führung in die Praxis. Zunächst bekommt jeder Teilnehmer eine kleine Handvoll Senfkörner mit der Aufforderung, sie in den Mund zu nehmen, zunächst mit Speichel zu benetzen und sie dann zu zerkauen. &#8222;Keine Angst&#8220;, sagt der Führer noch. Er hat recht. Es ist nicht scharf. Lediglich ein leichter Senfgeschmack macht sich bemerkbar. Und dann hat er noch einen Hinweis zur Wirkung von Senf: &#8222;Senf reinigt den Kopf.&#8220; Darunter kann sich jeder vorstellen, was er mag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach verteilt der Mann Mörser und Stößel aus Edelstahl an die Besucher. Da hinein kommen Senfkörner, und dann heißt es reiben, drücken und wieder reiben. Nach und nach geben die Körner ihr Öl ab. Aber es ist mühsam, bis es endlich so weit ist. Zurück bleibt eine ölige Masse, in der noch die Körner zu sehen sind.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senfmorser.jpg" alt="Senfkörner, nachdem sie minutenlang mit dem Stößel bearbeitet wurden." class="wp-image-14407" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senfmorser.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senfmorser-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Senfmorser-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Senfkörner, nachdem sie minutenlang mit dem Stößel bearbeitet wurden.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der professionellen Senfproduktion von Fallot werden die Körner nicht in Mörsern, sondern zwischen Mühlsteinen zerrieben. Diese Steine, erfahren die Besucher, müssen aus Granit sein. Warum nicht Kalkstein? Weil davon zu viel abreibt und als Kalkgranulat im Senf landet. Noch heute werden nicht nur bei Fallot die Senfkörner zwischen Steinen zermahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die alten Werkzeuge zur Herstellung des Senfs zeigt die Manufaktur in einer kleinen Ausstellung. Dazu wird ein Film aus dem Senfwerk gezeigt. Alles Edelstahl, keine Spur mehr von hölzernen Anlagen. Von dort kommt der Senf, der in die Supermärkte gelangt. Die Führung endet mit einer kleinen Verkostung der Senfsorten. Und dann geht es in den Shop.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Senf in allen denkbaren Geschmacksrichtungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum klassischen Senf mit oder ohne Körner gibt es dort noch alle möglichen anderen Sorten. Der Senf wird mit Balsamico, mit Crème de Cassis, mit Kräutern, Honig und sogar Honigkuchen verfeinert. Es gibt kaum eine Farbe oder eine Geschmacksrichtung, die es nicht gibt. Natürlich haben auch wir eingekauft, für uns und als Mitbringsel für Freunde. Am Ende sind wir aus <a href="https://pyrolim.de/tag/frankreich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Frankreich</a> abgereist mit Taschen voller Senf, Käse, Madeleines (typisch französische kleine Sandkuchen) und Sirup von <a href="https://www.teisseire.de/unsere-geschichte" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Teissiere</a>. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/senf-manufaktur-fallot-klein-aber-fein/">Senf-Manufaktur Fallot: Klein, aber fein</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Cité des Climats et Vins: Ein Museum zum Schnuppern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Oct 2025 15:06:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Wein.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Zeitstrahl im Cité des Climats et vins in Beaune mit Besuchern." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Wein.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Wein-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Wein-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Der Ort Beaune in Burgund verfügt über ein ungewöhnliches neues Museum. In der Cité des Climats geht es nicht nur um Wein. Beaune, das ist mehr als das berühmte Hôtel-Dieu, mehr als alte Gassen und viel guter Wein. Am Rand der Stadt ist 2022 die Cité des Climats et vins entstanden. Climats hat nichts mit Klima zu tun, sondern ist die Bezeichnung für die Parzellen des burgundischen Weinanbaus. Sie sind Teil des Weltkulturerbes. Die Climats umfassen Weinparzellen in 40 Gemeinden. Die Cité des Climats et vins ist in einem 21 Meter hohen, spiralförmigen Gebäude untergebracht. Entworfen hat es ein Team unter der Leitung der Architektin Emmanuelle Andreani. Unten befindet sich das Weinmuseum samt Shop, darüber Verwaltungs- und Seminarräume und ganz oben eine Dachterrasse, die einen weiten Blick über das Burgund und damit über die Climats ermöglicht. Vor dem Gebäude symbolisiert ein Kunstwerk von Sylvain Subervie, worum es hier geht: Wein in Flaschen. Flaschen sind ein immer wiederkehrendes Thema des Künstlers. Multisensorischer Rundgang durch die Wein-Geschichte Im Erdgeschoss der Cité des Climats et vins erlebt der Besucher einen multisensorischen Rundgang durch die Geschichte des Weinanbaus und der Burgunder-Weine. In dem dunklen Raum, erhellt nur durch die Lichter der einzelnen Stationen, werden alle Aspekte der Climats und ihres Weins aufgeblättert. Ein animierter Zeitstrahl erzählt, wie sich der Weinanbau entwickelte (Titelbild), wer die maßgeblichen Akteure waren &#8211; Adel, Bauern, Kirchen &#8211; und wie sich die Climats und die Weinherstellung über die Jahrhunderte veränderten. Im weiteren Verlauf wird nichts ausgelassen, was mit der Landschaft, dem Boden, den Rebsorten zu tun hat. Das reicht bis hin zur Frage, welche Etiketten verwendet werden, welche Gläser die richtigen sind und welche Weine zu welchem Essen passen. Das alles wird nicht staubtrocken auf Info-Tafeln aufgeschrieben und durch Ausstellungsstücke repräsentiert, sondern lässt sich mit allen Sinnen erleben. Aromakeller als Höhepunkt der Ausstellung Im Cave aux Aromes, im Keller der Aromen, wird dies besonders deutlich. Da bekommt der Name Riechkolben eine ganz neue Bedeutung. Die Museumsgestalter der Cité des Climats et vins haben zwölf Glaskolben gestaltet, in denen sich die im Wein zu findenden Aromen-Familien erschnuppern lassen. Die Mitglieder dieser Aromen-Familien &#8211; Blüten &#8211; Früchte &#8211; Erde &#8211; Schokolade &#8211; Leder &#8211; sind in den Glaskolben arrangiert. Wer seine Nase in die Öffnung steckt, riecht genau diese Aromenfamilien. So etwas Tolles habe ich bisher nicht gesehen, genauer gerochen. Ich habe mich gefragt, wie die jeden Tag den Duft in die Kolben kriegen. Der Film zeigt, dass die Museumsmacher den Inhalt offenbar jeden Tag neu arrangieren, damit er seinen jeweiligen Duft verströmen kann. Wie wunderbar. Wer mag, kann am Tresen gleich dahinter ein Schlückchen Burgunder-Wein verkosten und versuchen, die erschnupperten Aromen zu riechen und zu schmecken. Drei Standorte zeigen die Climats Die Cité des Climats et vins de Bourgogne ist ein ganzer Tourismuskomplex mit drei Standorten: Beaune, Chablis und Mâcon. Der Standort Beaune ist der größte und bekannteste drei. Da wir nur zwei Tage im Burgund waren, haben wir uns auf diesen Standort beschränkt. Unseren Besuch haben wir mit dem Panoramablick über die Weinberge beschlossen. Aber auch am Boden, auf dem Rückweg zum Parkplatz, hatten wir Freude an dem großen, schön gestalteten Grundstück, auf dem die Cité steht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/cite-des-climats-et-vins-ein-museum-zum-schnuppern/">Cité des Climats et Vins: Ein Museum zum Schnuppern</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Wein.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Zeitstrahl im Cité des Climats et vins in Beaune mit Besuchern." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Wein.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Wein-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Wein-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Der Ort Beaune in Burgund verfügt über ein ungewöhnliches neues Museum. In der Cité des Climats geht es nicht nur um Wein. </p>



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<p class="wp-block-paragraph">Beaune, das ist mehr als das berühmte Hôtel-Dieu, mehr als alte Gassen und viel guter Wein. Am Rand der Stadt ist 2022 die Cité des Climats et vins entstanden. Climats hat nichts mit Klima zu tun, sondern ist die Bezeichnung für die Parzellen des burgundischen Weinanbaus. Sie sind Teil des Weltkulturerbes. Die Climats umfassen Weinparzellen in 40 Gemeinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Cité des Climats et vins ist in einem 21 Meter hohen, spiralförmigen Gebäude untergebracht. Entworfen hat es ein Team unter der Leitung der <a href="https://andreani.archi/en/">Architektin Emmanuelle Andreani</a>. Unten befindet sich das Weinmuseum samt Shop, darüber Verwaltungs- und Seminarräume und ganz oben eine Dachterrasse, die einen weiten Blick über das Burgund und damit über die Climats ermöglicht. Vor dem Gebäude symbolisiert ein Kunstwerk von <a href="https://www.sylvain-subervie.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sylvain Subervie</a>, worum es hier geht: Wein in Flaschen. Flaschen sind ein immer wiederkehrendes Thema des Künstlers.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2rvRZTh"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/54815545338_44434ee80f_c.jpg" alt="Klimastadt und Weine aus Burgund" width="800" height="600" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Der Spiralbau der Cité des Climats et vins mit den Flaschen von Sylvain Subervie.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Multisensorischer Rundgang durch die Wein-Geschichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Erdgeschoss der Cité des Climats et vins erlebt der Besucher einen multisensorischen Rundgang durch die Geschichte des Weinanbaus und der Burgunder-Weine. In dem dunklen Raum, erhellt nur durch die Lichter der einzelnen Stationen, werden alle Aspekte der Climats und ihres Weins aufgeblättert. Ein animierter Zeitstrahl erzählt, wie sich der Weinanbau entwickelte (Titelbild), wer die maßgeblichen Akteure waren &#8211; Adel, Bauern, Kirchen &#8211; und wie sich die Climats und die Weinherstellung über die Jahrhunderte veränderten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im weiteren Verlauf wird nichts ausgelassen, was mit der Landschaft, dem Boden, den Rebsorten zu tun hat. Das reicht bis hin zur Frage, welche Etiketten verwendet werden, welche Gläser die richtigen sind und welche Weine zu welchem <a href="https://pyrolim.de/pyropro/essen-in-frankreich-ii-schnecken-nasensalat-und-andouillette/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Essen</a> passen. Das alles wird nicht staubtrocken auf Info-Tafeln aufgeschrieben und durch Ausstellungsstücke repräsentiert, sondern lässt sich mit allen Sinnen erleben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aromakeller als Höhepunkt der Ausstellung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Cave aux Aromes, im Keller der Aromen, wird dies besonders deutlich. Da bekommt der Name Riechkolben eine ganz neue Bedeutung. Die Museumsgestalter der Cité des Climats et vins haben zwölf Glaskolben gestaltet, in denen sich die im Wein zu findenden Aromen-Familien erschnuppern lassen. Die Mitglieder dieser Aromen-Familien &#8211; Blüten &#8211; Früchte &#8211; Erde &#8211; Schokolade &#8211; Leder &#8211; sind in den Glaskolben arrangiert. Wer seine Nase in die Öffnung steckt, riecht genau diese Aromenfamilien. So etwas Tolles habe ich bisher nicht gesehen, genauer gerochen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Exposition « La Cave aux Arômes des vins de Bourgogne »" width="960" height="540" src="https://www.youtube.com/embed/50WnChGAtSI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mich gefragt, wie die jeden Tag den Duft in die Kolben kriegen. Der Film zeigt, dass die Museumsmacher den Inhalt offenbar jeden Tag neu arrangieren, damit er seinen jeweiligen Duft verströmen kann. Wie wunderbar. Wer mag, kann am Tresen gleich dahinter ein Schlückchen Burgunder-Wein verkosten und versuchen, die erschnupperten Aromen zu riechen und zu schmecken.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2rvQERp"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/54815286201_d31f90e946_c.jpg" alt="Klimastadt und Weine aus Burgund" width="800" height="600" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Im Aroma-Keller bekommt das Wort Riechkolben eine völlig neue Bedeutung.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Drei Standorte zeigen die Climats</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Cité des Climats et vins de Bourgogne ist ein ganzer Tourismuskomplex mit drei Standorten: Beaune, Chablis und Mâcon. Der Standort Beaune ist der größte und bekannteste drei. Da wir nur zwei Tage im Burgund waren, haben wir uns auf diesen Standort beschränkt. Unseren Besuch haben wir mit dem Panoramablick über die Weinberge beschlossen. Aber auch am Boden, auf dem Rückweg zum Parkplatz, hatten wir Freude an dem großen, schön gestalteten Grundstück, auf dem die Cité steht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/cite-des-climats-et-vins-ein-museum-zum-schnuppern/">Cité des Climats et Vins: Ein Museum zum Schnuppern</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Essen in Frankreich II: Schnecken, Nasensalat und Andouillette</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/essen-in-frankreich-ii-schnecken-nasensalat-und-andouillette/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2025 07:37:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="567" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Schnecken.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Schnecken.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Schnecken-150x106.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Schnecken-768x544.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Dass Frankreich das Land der Feinschmecker ist, ist hinreichend bekannt. Es ist aber auch das Land einer kreativen und bodenständigen Küche. Ein Streifzug. Unsere Frankreichreise führte uns in viele verschiedene Restaurants. Ganz feine, aber auch ländliche und solche mit Spezialitäten. Da stand manches auf den Speisekarten, was die Deutschen nicht essen oder nur mit gerümpfter Nase zur Kenntnis nehmen würden. Ich probiere alles und habe auch keine Scheu vor Nasensalat und Andouillette. Was das ist? Erkläre ich gleich. Die auch als Wurst für Wagemutige bezeichnete Andouillette nenne ich immer nur kurz Pansenwurst. Sie enthält Innereien im Schweinedarm und wird mit Senf serviert. Für mich ist diese Wurst ein Muss, wenn ich in Frankreich bin. Meistens werden Pommes dazu gereicht. Ich mag die Andouillette sehr gerne, andere haben damit so ihre Probleme. Aber zum Glück sind die Geschmäcker verschieden. Kalbsfüße und Nasensalat als Vorspeise Leute, die, wie wir Norddeutschen sagen, krüsch sind, dürften auch bei anderen Gerichten von unserer Frankreich-Tour die Nase rümpfen und keinen Bissen davon essen. Etwa Pieds de veau sauce gribiche, eine leckere Vorspeise, die ich im Le Bistro D&#8217;Olivier in den Markthallen von Limoges gegessen habe. Gekochte Kalbsfüße, kalt serviert, mit einer Sauce gribiche, einer kalten Sauce aus hartgekochtem Ei, Kapern, Gewürzgurken, Senf, Essig, Öl und Kräutern. Der Mari, mein Mann, hatte danach als Hauptspeise Rochen mit Kapern. Und dann war da noch der Nasensalat, der Salade de Museau, den ich im einzigen Lokal von Dompaire als Vorspeise gegessen habe. Gekochte und zu Sülze gepresste Schweinenase, klein geschnitten und mit einer leckeren Vinaigrette serviert. Ich mag so etwas sehr gerne, genau so übrigens wie früher Schweinefüße und Schweineohren in Erbsensuppe, wie sie meine Mutter einst gekocht hat. Schnecken gehören zu jeder Reise nach Frankreich Habe ich meine Leser jetzt genug erschreckt und möglicherweise angeekelt? Dann kommen wir zu den bekannten französischen Genüssen. Wir sind über Beaune gefahren, also durchs Burgund, und dort gehören Schnecken zwingend als Vorspeise dazu. Es geht nichts über Escargot de Bourgogne. Zwar sind die Schnecken eher etwas für den hohlen Zahn und machen gerade mal Appetit aufs Hauptgericht, aber ich mag sie einfach sehr gerne. Ebenfalls ein Muss bei jedem Aufenthalt in Limoges ist ein Besuch im Leon, eine Fisch-Brassserie seit 1893. Und dort gibt es für uns bei jedem Besuch dieselbe Speisefolge. Als Vorspeise wählen wir stets frittierte Èperlan, winzige Stinte, die im Ganzen, mit Innereien und Kopf einschließlich der Augen, gegessen werden. Auch kein Sattmacher, aber ein leckeres, knuspriges Entrée. Danach folgen ebenso folgerichtig Muscheln, die Spezialität im Leon. Es gibt sie mit unterschiedlichen Saucen, und jede davon ist sehr lecker. Und schließlich als krönender Abschluss der Café gourmand, wörtlich übersetzt der Kaffee Vielfraß. Auf einem ovalen Teller werden ein Petit Café, drei Sorten Dessert in kleinen Gläschen und eine Waffel serviert. Austern, Muscheln und Meeresschnecken Schließlich habe ich noch das genossen, was ich in Deutschland nie esse &#8211; oder nie zu essen bekomme: Meeresfrüchte. Austern natürlich, aber auch Muscheln und Meeresschnecken sowie gebratene Jakobsmuscheln und kleine Tintenfische. Was in Frankreich als normal gilt, ist in Deutschland Luxus und kommt deshalb eher selten auf den Teller. Das war der kleine Exkurs durch die französische Küche, die wir auf unserer Reise genossen haben. Nicht alles ist jedermanns Sache. Was auffällt, ist die Liebe der Franzosen zu Fleisch und zu Meeresfrüchten. Vegetarier haben es schwer in diesem Land. Aber zumindest gibt es auf vielen Speisekarten inzwischen mehr als ein vegetarisches Gericht. Veganer allerdings dürften in Frankreich verhungern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/essen-in-frankreich-ii-schnecken-nasensalat-und-andouillette/">Essen in Frankreich II: Schnecken, Nasensalat und Andouillette</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="567" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Schnecken.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Schnecken.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Schnecken-150x106.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Schnecken-768x544.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Dass Frankreich das Land der Feinschmecker ist, ist hinreichend bekannt. Es ist aber auch das Land einer kreativen und bodenständigen Küche. Ein Streifzug.</p>



<span id="more-14363"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Frankreichreise führte uns in viele verschiedene Restaurants. <a href="https://pyrolim.de/pyropro/essen-in-frankreich-i-das-erbe-von-jean-claude-metais/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ganz feine</a>, aber auch ländliche und solche mit Spezialitäten. Da stand manches auf den Speisekarten, was die Deutschen nicht essen oder nur mit gerümpfter Nase zur Kenntnis nehmen würden. Ich probiere alles und habe auch keine Scheu vor Nasensalat und Andouillette. Was das ist? Erkläre ich gleich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die auch als <a href="https://meinfrankreich.com/andouille-andouillette-innereien-wuerste/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wurst für Wagemutige</a> bezeichnete Andouillette nenne ich immer nur kurz Pansenwurst. Sie enthält Innereien im Schweinedarm und wird mit Senf serviert. Für mich ist diese Wurst ein Muss, wenn ich in Frankreich bin. Meistens werden Pommes dazu gereicht. Ich mag die Andouillette sehr gerne, andere<a href="https://anneschuessler.com/2012/08/27/abenteuer-essen-andouillette-sachen-die-ich-nicht-noch-einmal-essen-mochte/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> haben damit so ihre Probleme</a>. Aber zum Glück sind die Geschmäcker verschieden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="633" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Andouillette.jpg" alt="Andouillette mit Frites, wie es in Frankreich heißt." class="wp-image-14373" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Andouillette.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Andouillette-150x119.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Andouillette-768x608.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Andouillette mit Frites, wie es in Frankreich heißt.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Kalbsfüße und Nasensalat als Vorspeise</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Leute, die, wie wir Norddeutschen sagen, krüsch sind, dürften auch bei anderen Gerichten von unserer Frankreich-Tour die Nase rümpfen und keinen Bissen davon essen. Etwa Pieds de veau sauce gribiche, eine leckere Vorspeise, die ich im <a href="https://www.lebistrotdolivier.fr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Le Bistro D&#8217;Olivier in den Markthallen von Limoges</a> gegessen habe. Gekochte Kalbsfüße, kalt serviert, mit einer Sauce gribiche, einer kalten Sauce aus hartgekochtem Ei, Kapern, Gewürzgurken, Senf, Essig, Öl und Kräutern. Der Mari, mein Mann, hatte danach als Hauptspeise Rochen mit Kapern.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Piedveau.jpg" alt="Pieds de veau sauce gribiche." class="wp-image-14374" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Piedveau.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Piedveau-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Piedveau-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Pieds de veau sauce gribiche</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/rochen.jpg" alt="Rochenflügel mit Kapern und Kartoffelgratin." class="wp-image-14375" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/rochen.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/rochen-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/rochen-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rochenflügel mit Kapern und Kartoffelgratin.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann war da noch der Nasensalat, der Salade de Museau, den ich im einzigen Lokal von <a href="https://pyrolim.de/pyropro/philippe-leclerc-und-sein-monument-bei-dompaire/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dompaire</a> als Vorspeise gegessen habe. Gekochte und zu Sülze gepresste Schweinenase, klein geschnitten und mit einer leckeren Vinaigrette serviert. Ich mag so etwas sehr gerne, genau so übrigens wie früher Schweinefüße und Schweineohren in Erbsensuppe, wie sie <a href="https://pyrolim.de/pyropro/mutters-rezeptbuch-und-die-plaetzchen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">meine Mutter</a> einst gekocht hat.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Nasensalat.jpg" alt="Salade de Museau, zu Deutsch Nasensalat." class="wp-image-14376" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Nasensalat.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Nasensalat-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Nasensalat-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Salade de Museau, zu Deutsch Nasensalat.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Schnecken gehören zu jeder Reise nach Frankreich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Habe ich meine Leser jetzt genug erschreckt und möglicherweise angeekelt? Dann kommen wir zu den bekannten französischen Genüssen. Wir sind über Beaune gefahren, also durchs Burgund, und dort gehören Schnecken zwingend als Vorspeise dazu. Es geht nichts über <a href="https://www.beaune-tourismus.com/erkunden/gastronomie/unsere-produkte-aus-der-region/die-schnecken-aus-burgund/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Escargot de Bourgogne</a>. Zwar sind die Schnecken eher etwas für den hohlen Zahn und machen gerade mal Appetit aufs Hauptgericht, aber ich mag sie einfach sehr gerne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls ein Muss bei jedem Aufenthalt in Limoges ist ein Besuch im <a href="https://www.restaurantleon.fr/nos-restaurants/limoges" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Leon</a>, eine Fisch-Brassserie seit 1893. Und dort gibt es für uns bei jedem Besuch dieselbe Speisefolge. Als Vorspeise wählen wir stets frittierte Èperlan, winzige Stinte, die im Ganzen, mit Innereien und Kopf einschließlich der Augen, gegessen werden. Auch kein Sattmacher, aber ein leckeres, knuspriges Entrée. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Stinte.jpg" alt="Frittierte Épernal-Fischchen als leckere Vorspeise." class="wp-image-14377" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Stinte.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Stinte-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Stinte-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Frittierte Épernal-Fischchen als leckere Vorspeise.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Danach folgen ebenso folgerichtig Muscheln, die Spezialität im Leon. Es gibt sie mit unterschiedlichen Saucen, und jede davon ist sehr lecker. Und schließlich als krönender Abschluss der Café gourmand, wörtlich übersetzt der Kaffee Vielfraß. Auf einem ovalen Teller werden ein Petit Café, drei Sorten Dessert in kleinen Gläschen und eine Waffel serviert.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/cafegourmand.jpg" alt="Café gourmand, der Kaffee Vielfraß, serviert mit dreielei Dessert im Gläschen und Waffel." class="wp-image-14379" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/cafegourmand.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/cafegourmand-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/cafegourmand-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Café gourmand, der Kaffee Vielfraß, serviert mit dreielei Dessert im Gläschen und Waffel.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Austern, Muscheln und Meeresschnecken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich habe ich noch das genossen, was ich in Deutschland nie esse &#8211; oder nie zu essen bekomme: Meeresfrüchte. Austern natürlich, aber auch Muscheln und Meeresschnecken sowie gebratene Jakobsmuscheln und kleine Tintenfische. Was in Frankreich als normal gilt, ist in Deutschland Luxus und kommt deshalb eher selten auf den Teller.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war der kleine Exkurs durch die französische Küche, die wir auf unserer Reise genossen haben. Nicht alles ist jedermanns Sache. Was auffällt, ist die Liebe der Franzosen zu Fleisch und zu Meeresfrüchten. Vegetarier haben es schwer in diesem Land. Aber zumindest gibt es auf vielen Speisekarten inzwischen mehr als ein vegetarisches Gericht. Veganer allerdings dürften in Frankreich verhungern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/essen-in-frankreich-ii-schnecken-nasensalat-und-andouillette/">Essen in Frankreich II: Schnecken, Nasensalat und Andouillette</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Essen in Frankreich I: Das Erbe von Jean-Claude Métais</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2025 17:02:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="643" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lechevernytitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Gastraum des Restaurants Le Cheverny in Limoges" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lechevernytitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lechevernytitel-150x121.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lechevernytitel-768x617.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Essen ist in Frankreich eine ernste Angelegenheit. Bei unserem Besuch in diesem Jahr spielte es eine wichtige Rolle. Es war auch eine Reise in die Vergangenheit zur Familie Métais. Mein Mann hat 1974 bei Jean-Claude Métais, genannt &#8222;Le Bezo&#8220; seine Kochlehre begonnen. Métais betrieb im Zentrum von Limoges das Restaurant &#8222;Trou normand&#8220;. Obwohl die Lehrzeit meines Mannes so lange zurückliegt und er nur ein Jahr beim Bezo gearbeitet hat, ist die Verbindung dorthin geblieben. Métais starb 2013. Doch bis heute haben wir Kontakt zu seiner Witwe Françoise und zu seiner Familie. Die Métais, eine Familie der Gastronomen Die Enkel von Métais, Estelle Kuhler Palard, ihr Ehemann Guillaume und ihr Bruder Romain Palard betreiben heute das Restaurant &#8222;Le Cheverny&#8220; in Limoges. Getreu des Anspruchs des Großvaters wird dort die französische Küche aufs Feinste zelebriert. 25 Köche verwöhnen die Gäste, das Haus verfügt über 235 Plätze, hinzu kommen ausgedehnte Konferenzräume. Was aber besonders auffällt und gefällt, sind die Räume. Das &#8222;Le Cheverny&#8220; residiert in einer ehemaligen Schuhfabrik, in der später die Firma Dutreix-Schindler ihren Sitz hatte, die auf Elektrizität und Aufzugswartung spezialisiert war. Die Familie Kuhler Palard hat das riesige Gebäude in einem Hinterhof an der Avenue Baudin ab 2011 umgebaut und modernisiert und 2012 dort das &#8222;Le Cheverny&#8220; eröffnet. Es existierte an anderer Adresse bereits seit 1986, gegründet und betrieben von Métais Tochter Marie-Christine und ihrem Mann Didier Palard, ebenfalls ein hervorragender Koch. Eine Mischung aus Design, Kunst und Kochkunst Das &#8222;Le Cheverny&#8220; ist ein Genuss nicht nur für den Gaumen, sondern auch fürs Auge. Vor dem Eingang empfängt ein großer goldener Hund die Gäste. Erster Hinweis darauf, was die Besucher im Inneren erwartet. Ein geschmackvoll gestaltetes Restaurant, gespickt mit Gemälden, Kunst und hochwertigen Design-Objekten. Ich habe mich sehr gefreut, darunter etliche Exemplare in verschiedenen Größen des &#8222;Besuchers&#8220; von Guido Deleu zu finden. Eine kleine Version dieser Figur steht in meinem Büro, ich mag sie sehr. Und dann ging es zu Tisch, gemeinsam mit Françoise Métais, ihrer Tochter Marie Laure und meinem Mann Pascal. Wir wählten das Menü der Woche: eine Terrine zum Beginn, danach Magret de Canard (Entenbrust) mit vier verschiedenen Kohlsorten der Saison, darunter lilafarbener Blumenkohl, und zum Dessert Tarte au Citron mit Passionsfrucht-Sorbet. Sehr, sehr lecker. Vor allem die Entenbrust hat mich begeistert, die sich mit den Kohlsorten ganz in den Farben des nahenden Herbstes zeigte. Die Erben von Jean-Claude Métais machen ihm alle Ehre. Geboren 1939 in Sarthe, absolvierte er seine Kochlehre auf dem Bauernhof Saint Siméon in Honfleur in der Normandie. Bauernhof ist eine ziemlich untertriebene Bezeichnung. Der Betrieb existiert noch heute als Fünf-Sterne-Hotel mit zwei erlesenen Restaurants. 1969 eröffnete Métais das Trou Normand, vermutlich als Erinnerung an seine Zeit in der Normandie. Trou Normand heißt übersetzt Normannisches Loch und steht für die Sitte, zwischen den Gängen eines großen Menüs zur Digestion einen Calvados zu reichen. Ein Besessener der französischen Küche Métais war ein Besessener der Küche, ein Mann voller Energie und Arbeitswut, aber auch ein treuer Freund für seinen früheren Lehrling, meinen Mann, so wie es bis heute Françoise ist. Bezos Leidenschaft für die Gastronomie haben er und Françoise an ihre Kinder und Enkel weitergegeben. Der jüngste Sohn des Paares ist ebenfalls Gastronom. Er betreibt in Ambazac, dem früheren Wohnort der Familie Métais, eine Brasserie. Das &#8222;Le Cheverny&#8220; ist natürlich nicht das einzige Restaurant, das wir auf unserer Reise nach Frankreich besucht haben. Im einem zweiten Teil erzähle ich von Nasensalat und Andouillette.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="643" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lechevernytitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Gastraum des Restaurants Le Cheverny in Limoges" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lechevernytitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lechevernytitel-150x121.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lechevernytitel-768x617.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Essen ist in Frankreich eine ernste Angelegenheit. Bei unserem Besuch in diesem Jahr spielte es eine wichtige Rolle. Es war auch eine Reise in die Vergangenheit zur Familie Métais.</p>



<span id="more-14335"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Mann hat 1974 bei Jean-Claude Métais, genannt &#8222;Le Bezo&#8220; seine Kochlehre begonnen. Métais betrieb im Zentrum von Limoges das Restaurant &#8222;Trou normand&#8220;. Obwohl die Lehrzeit meines Mannes so lange zurückliegt und er nur ein Jahr beim Bezo gearbeitet hat, ist die Verbindung dorthin geblieben. Métais <a href="https://www.dansnoscoeurs.fr/jean-claude-metais/764899" target="_blank" rel="noreferrer noopener">starb 2013</a>. Doch bis heute haben wir Kontakt zu seiner Witwe Françoise und zu seiner Familie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Métais, eine Familie der Gastronomen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Enkel von Métais, <a href="https://lecheverny.fr/aparte/#palard-estelle" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Estelle Kuhler Palard</a>, ihr Ehemann Guillaume und ihr Bruder <a href="https://lecheverny.fr/aparte/#romain-palard" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Romain Palard</a> betreiben heute das Restaurant &#8222;Le Cheverny&#8220; in Limoges. Getreu des Anspruchs des Großvaters wird dort die französische Küche aufs Feinste zelebriert. 25 Köche verwöhnen die Gäste, das Haus verfügt über 235 Plätze, hinzu kommen ausgedehnte Konferenzräume. Was aber besonders auffällt und gefällt, sind die Räume.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das &#8222;Le Cheverny&#8220; residiert in einer ehemaligen Schuhfabrik, in der später die Firma Dutreix-Schindler ihren Sitz hatte, die auf Elektrizität und Aufzugswartung spezialisiert war. Die Familie Kuhler Palard hat das riesige Gebäude in einem Hinterhof an der Avenue Baudin ab 2011 umgebaut und modernisiert und 2012 dort das &#8222;Le Cheverny&#8220; eröffnet. Es existierte an anderer Adresse bereits seit 1986, gegründet und betrieben von Métais Tochter <a href="https://lecheverny.fr/aparte/#palard-marie-christine" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Marie-Christine</a> und ihrem Mann <a href="https://lecheverny.fr/aparte/#cheverny-apart%C3%A9-palard-denis" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Didier Palard</a>, ebenfalls ein hervorragender Koch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Mischung aus Design, Kunst und Kochkunst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das &#8222;Le Cheverny&#8220; ist ein Genuss nicht nur für den Gaumen, sondern auch fürs Auge. Vor dem Eingang empfängt ein großer goldener Hund die Gäste. Erster Hinweis darauf, was die Besucher im Inneren erwartet. Ein geschmackvoll gestaltetes Restaurant, <a href="https://lecheverny.fr/expositions/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gespickt mit Gemälden, Kunst und hochwertigen Design-Objekten</a>. Ich habe mich sehr gefreut, darunter <a href="https://www.kunsthandel-lohmann.de/gardeco/visitor-skulpturen.html?gad_source=1&amp;gad_campaignid=20953998187&amp;gclid=Cj0KCQjw_rPGBhCbARIsABjq9ccxZZbCDAtgtV8bqB2sQ2f6K08Ppo2ZylI62GSuQgBv7vLlppWatGwaAgKSEALw_wcB" target="_blank" rel="noreferrer noopener">etliche Exemplare in verschiedenen Größen des &#8222;Besuchers&#8220; von Guido Deleu</a> zu finden. Eine kleine Version dieser Figur steht in meinem Büro, ich mag sie sehr.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Eingang.jpg" alt="Vor dem Eingang zum &quot;Le Cheverny&quot; hat mich ein großer, goldener Hund empfangen." class="wp-image-14355" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Eingang.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Eingang-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Eingang-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vor dem Eingang zum &#8222;Le Cheverny&#8220; hat mich ein großer, goldener Hund empfangen. Foto: Marie Laure</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Tischrunde.jpg" alt="" class="wp-image-14357" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Tischrunde.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Tischrunde-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Tischrunde-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tafelrunde im &#8222;Le Cheverny&#8220;: Françoise, ihre Tochter Marie Laure, ich und mein Mann Pascal (v. l.).</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann ging es zu Tisch, gemeinsam mit Françoise Métais, ihrer Tochter Marie Laure und meinem Mann Pascal. Wir wählten das Menü der Woche: eine Terrine zum Beginn, danach Magret de Canard (Entenbrust) mit vier verschiedenen Kohlsorten der Saison, darunter lilafarbener Blumenkohl, und zum Dessert Tarte au Citron mit Passionsfrucht-Sorbet. Sehr, sehr lecker. Vor allem die Entenbrust hat mich begeistert, die sich mit den Kohlsorten ganz in den Farben des nahenden Herbstes zeigte.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/terrine.jpg" alt="Vorspeise: Eine Terrine." class="wp-image-14359" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/terrine.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/terrine-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/terrine-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vorspeise: Eine hausgemachte Terrine.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Canard.jpg" alt="Hauptgericht: Entenbrust mit verschiedenen Kohlsorten." class="wp-image-14360" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Canard.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Canard-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Canard-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hauptgericht: Entenbrust mit verschiedenen Kohlsorten.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="548" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Tarte.jpg" alt="Dessert: Tarte au Citron mit Sorbet von der Passionsfrucht." class="wp-image-14361" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Tarte.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Tarte-150x103.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Tarte-768x526.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dessert: Tarte au Citron mit Sorbet von der Passionsfrucht.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erben von Jean-Claude Métais machen ihm alle Ehre. Geboren 1939 in Sarthe, absolvierte er seine Kochlehre auf dem Bauernhof Saint Siméon in Honfleur in der Normandie. Bauernhof ist eine ziemlich untertriebene Bezeichnung. Der Betrieb existiert noch <a href="https://www.fermesaintsimeon.fr/de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">heute als Fünf-Sterne-Hotel mit zwei erlesenen Restaurants</a>. 1969 eröffnete Métais das Trou Normand, vermutlich als Erinnerung an seine Zeit in der Normandie. Trou Normand heißt übersetzt Normannisches Loch und steht für die Sitte, zwischen den Gängen eines großen Menüs zur Digestion einen Calvados zu reichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Besessener der französischen Küche</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Métais war ein Besessener der Küche, ein Mann voller Energie und Arbeitswut, aber auch ein treuer Freund für seinen früheren Lehrling, meinen Mann, so wie es bis heute Françoise ist. Bezos Leidenschaft für die Gastronomie haben er und Françoise an ihre Kinder und Enkel weitergegeben. Der jüngste Sohn des Paares ist ebenfalls Gastronom. Er betreibt in Ambazac, dem früheren Wohnort der Familie Métais, <a href="https://mairie-ambazac.fr/2025/06/13/orme-sweet-orme-quand-jeff-a-pris-le-relais/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">eine Brasserie.</a></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="589" height="800" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Metais.jpg" alt="Jean-Claude Métais im Jahr 1999, Foto aufgenommen anlässlich seines Wechsels in den Ruhestand." class="wp-image-14354" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Metais.jpg 589w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Metais-110x150.jpg 110w" sizes="auto, (max-width: 589px) 100vw, 589px" /><figcaption class="wp-element-caption">Jean-Claude Métais im Jahr 1999, Foto aufgenommen anlässlich seines Wechsels in den Ruhestand.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das &#8222;Le Cheverny&#8220; ist natürlich nicht das einzige Restaurant, das wir auf unserer Reise nach <a href="https://pyrolim.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> besucht haben. Im einem zweiten Teil erzähle ich von Nasensalat und Andouillette. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/essen-in-frankreich-i-das-erbe-von-jean-claude-metais/">Essen in Frankreich I: Das Erbe von Jean-Claude Métais</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Philippe Leclerc und sein Monument bei Dompaire</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2025 15:40:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="553" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Memorial.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Das Memorial für General Leclerc in Madonne-et-Lamerey." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Memorial.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Memorial-150x104.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Memorial-768x531.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Was für ein Schicksal: Philippe Leclerc de Hauteclocque hat etliche Schlachten im Zweiten Weltkrieg überlebt. 1947 starb er bei einem Flugzeugabsturz. Die Region Vosges hat ihm ein Denkmal gesetzt. In Madonne-et-Lamerey , einem Dorf nahe Epinal in den Vogesen, haben die Gemeinden Dompaire, Les Ableuvenettes, Bégnécourt, Circourt, Damas-et-Bettegney, Gélvecourt-et-Adompt, Hennecourt, Madonne-et-Lamerey und Ville-sur-Illon eine Gedenkstätte angelegt, die 1950 in Anwesenheit der Witwe von General Leclerc eröffnet wurde. Die Gedenkstätte soll erinnern an die 2e DB, die 2. Panzerbrigade von Leclerc, und die Schlacht, die sie vom 12. bis 14. September 1944 in Dompaire schlug. Der Brigade fiel eine Schlüsselrolle bei der Befreiung Frankreichs zu. Bei der Eröffnung des Monuments war ihr Kommandeur, der Held von Frankreich, bereits drei Jahre tot, gestorben im Alter von nur 45 Jahren.&#160;Philippe Leclerc de Hauteclocque, so sein vollständiger Name, wurde 1902 geboren. Alter französischer Adel, der seine Wurzeln bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen konnte. Zu Philippe Leclercs bewegten Leben komme ich später, zunächst will das Monument von Madonne-et-Lamerey beschreiben. Am Rande des Dorfes&#160;erhebt sich ein Hügel. An seiner Spitze steht eine aus weißem Stein errichtete Mauer. Auf ihr schwebt eine Engelsgestalt mit einem Schwert in der Hand. Davor steht die Figur von General Leclerc. Er stützt sich auf ein Schwert oder einen Stab, so genau ist das nicht zu erkennen. Sein Blick geht nach links, wo ein Panzer mit dem Namen Corse steht. Zu Füßen der Figur sind Blumen abgelegt. Über ihr weht die französische Trikolore. Erinnerung an die Kompanien von General Leclerc An der Rampe, die zum Monument hinaufführt, sind rechts und links Platten abgelegt, darauf die Zeichen der Kompanien, die Leclerc befehligt hat. Darunter solche aus afrikanischen Ländern. Auch dort wird er verehrt, in Kamerun steht in der Hauptstadt Douala ebenfalls ein Denkmal für den General. Leclerc hat in seinem militärischen Leben auf vielen Kontinenten gekämpft. Und an gefährlichen Schlachten teilgenommen. Seine 2. Panzerbrigade kam am D-Day mit den Amerikanern nach Frankreich. Sein Weg zur Befreiung seines Landes endete schließlich in Bayern, bei Berchtesgaden, auf dem Obersalzberg, an Hitlers Alpen-Domizil. Die Namen der Orte, die die Brigade bei der Befreiung einnahm, sind auf der weißen Mauer vermerkt. Ganz rechts unten steht Berchtesgaden. Die Schlacht vor der eigenen Haustür Warum aber haben die Gemeinden rund um&#160;Madonne-et-Lamerey Leclerc ein Denkmal gesetzt?&#160;Zu den Gemeinden der Umgebung gehört Dompaire. Dort trugen deutsche und französische Panzertruppen die&#160;Schlacht von Dompaire&#160;aus. In einem Lokal in Dompaire hängt ein großes Foto, das das Dorf im Laufe der oder nach der Schlacht zeigt. Für Leclerc mag diese Schlacht nur eine Fußnote bei der Befreiung seines Landes gewesen sein. Für die Bewohner der Region war es ein so nachhaltiges Erlebnis, dass sie ihm und seinen Truppen ein Memorial widmeten. Eines in einer Reihe von vielen Gedenkorten an Leclerc und seine Heldentaten. In Paris trägt ein Museum über die Truppen des freien Frankreich seinen Namen. Für seine Landsleute war Leclerc ein Held. Heute muss er vielleicht in einem etwas anderen Licht gesehen werden, denn es gibt Taten von ihm, die heute als Kriegsverbrechen gesehen werden dürfen. So&#160;ließ er am 8. Mai 1945 in Bad Reichenhall zwölf von den Amerikanern gefangen genommene Franzosen, die als Kriegsfreiwillige für die Deutschen gekämpft hatten, ohne Prozess erschießen. Die Franzosen haben Leclerc viele Denkmäler gesetzt. Mir war er bisher unbekannt. Die sehr theatralischen Memorials der Franzosen wären in Deutschland nicht denkbar. Hier sind die Denkmäler für die Gefallenen des ersten und Zweiten Weltkriegs oft düster, zurückhaltend und eher schlicht gehalten. Aus gutem Grund, wenn wir in die Geschichte blicken. Die Franzosen dagegen zelebrieren ihre Memorials. Etwa das in Épinal, das nachts in Bleu-Blanc-Rouge, den Farben der Trikolore, angestrahlt wird. Tod im Sandsturm über Nordafrika Leclerc hat nach dem Zweiten Weltkrieg noch an anderen Kriegsschauplätzen gedient. 1946 wurde er nach Nordafrika versetzt. Im November 1947 schlug eine North American B-25 bei Colomb-Béchar mit ihm und weiteren Passagieren an Bord in einem Sandsturm auf einem Bahndamm auf. Die Maschine geriet in Brand, alle Insassen, darunter Leclerc starben. Der Held von Frankreich, der so viele Jahre auf so vielen Kontinenten gekämpft hatte, kam am Ende bei einem nicht kriegerischen Unfall ums Leben. Er hinterließ seine Frau und sechs Kinder. Weitere Berichte aus Frankreich auf diesem Blog stehen hier.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/philippe-leclerc-und-sein-monument-bei-dompaire/">Philippe Leclerc und sein Monument bei Dompaire</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="553" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Memorial.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Das Memorial für General Leclerc in Madonne-et-Lamerey." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Memorial.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Memorial-150x104.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Memorial-768x531.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Was für ein Schicksal: Philippe Leclerc de Hauteclocque hat etliche Schlachten im Zweiten Weltkrieg überlebt. 1947 starb er bei einem Flugzeugabsturz. Die Region Vosges hat ihm ein Denkmal gesetzt.</p>



<span id="more-14311"></span>



<p class="wp-block-paragraph">In Madonne-et-Lamerey , einem Dorf nahe Epinal in den Vogesen, haben die Gemeinden Dompaire, Les Ableuvenettes, Bégnécourt, Circourt, Damas-et-Bettegney, Gélvecourt-et-Adompt, Hennecourt, Madonne-et-Lamerey und Ville-sur-Illon eine Gedenkstätte angelegt, die 1950 in Anwesenheit der Witwe von General Leclerc eröffnet wurde. Die Gedenkstätte soll erinnern an die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/2e_division_blind%C3%A9e" target="_blank" rel="noreferrer noopener">2<sup>e</sup> DB, die 2. Panzerbrigade von Leclerc</a>, und die Schlacht, die sie vom 12. bis 14. September 1944 in Dompaire schlug. Der Brigade fiel eine Schlüsselrolle bei der Befreiung Frankreichs zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Eröffnung des Monuments war ihr Kommandeur, der Held von Frankreich, bereits drei Jahre tot, gestorben im Alter von nur 45 Jahren.&nbsp;Philippe Leclerc de Hauteclocque, so sein vollständiger Name, wurde 1902 geboren. Alter französischer Adel, der seine Wurzeln bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen konnte. Zu Philippe Leclercs bewegten Leben komme ich später, zunächst will das Monument von Madonne-et-Lamerey beschreiben.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2rtUqZr"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/54793387027_66b41cce3c_c.jpg" alt="Memorial zur Erinnerung von Philippe Leclerc de Hauteclocque (gebürtig Philippe François Marie de Hauteclocque in Madonne-et-Lamerey in den Vogesen" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Das Monument von Madonne-et-Lamerey für Leclerc erhebt sich auf einem Hügel am Ortsrand.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am Rande des Dorfes&nbsp;erhebt sich ein Hügel. An seiner Spitze steht eine aus weißem Stein errichtete Mauer. Auf ihr schwebt eine Engelsgestalt mit einem Schwert in der Hand. Davor steht die Figur von General Leclerc. Er stützt sich auf ein Schwert oder einen Stab, so genau ist das nicht zu erkennen. Sein Blick geht nach links, wo ein <a href="https://pyrolim.de/pyropro/das-panzermuseum-in-munster-technische-monster-in-massen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Panzer</a> mit dem Namen Corse steht. Zu Füßen der Figur sind Blumen abgelegt. Über ihr weht die französische Trikolore.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2ru11is"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/54794474644_0d68e319bf_c.jpg" alt="Memorial zur Erinnerung von Philippe Leclerc de Hauteclocque (gebürtig Philippe François Marie de Hauteclocque in Madonne-et-Lamerey in den Vogesen" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Rechts von der Gedenkstätte steht ein Panzer.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Erinnerung an die Kompanien von General Leclerc</h2>



<p class="wp-block-paragraph">An der Rampe, die zum Monument hinaufführt, sind rechts und links Platten abgelegt, darauf die Zeichen der Kompanien, die Leclerc befehligt hat. Darunter solche aus afrikanischen Ländern. Auch dort wird er verehrt, in <a href="https://pyrolim.de/gereist/afrika-hautnah/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kamerun</a> steht in der Hauptstadt Douala ebenfalls ein Denkmal für den General.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leclerc hat in seinem militärischen Leben auf vielen Kontinenten gekämpft. Und an gefährlichen Schlachten teilgenommen. Seine 2. Panzerbrigade kam am D-Day mit den Amerikanern nach Frankreich. Sein Weg zur Befreiung seines Landes endete schließlich in Bayern, bei Berchtesgaden, auf dem Obersalzberg, an Hitlers Alpen-Domizil. Die Namen der Orte, die die Brigade bei der Befreiung einnahm, sind auf der weißen Mauer vermerkt. Ganz rechts unten steht Berchtesgaden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Schlacht vor der eigenen Haustür</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Warum aber haben die Gemeinden rund um&nbsp;Madonne-et-Lamerey Leclerc ein Denkmal gesetzt?&nbsp;Zu den Gemeinden der Umgebung gehört Dompaire. Dort trugen deutsche und französische Panzertruppen die&nbsp;Schlacht von Dompaire&nbsp;aus. In einem Lokal in Dompaire hängt ein großes Foto, das das Dorf im Laufe der oder nach der Schlacht zeigt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="563" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Memorial2.jpg" alt="Foto vom Ort Dompaire nach der Schlacht, die General Leclerc dort schlug." class="wp-image-14328" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Memorial2.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Memorial2-150x106.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Memorial2-768x540.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto vom Ort Dompaire nach der Schlacht, die General Leclerc dort schlug.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für Leclerc mag diese Schlacht nur eine Fußnote bei der Befreiung seines Landes gewesen sein. Für die Bewohner der Region war es ein so nachhaltiges Erlebnis, dass sie ihm und seinen Truppen ein Memorial widmeten. Eines in einer Reihe von vielen Gedenkorten an Leclerc und seine Heldentaten. In Paris trägt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A9morial_Leclerc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ein Museum über die Truppen des freien Frankreich seinen Namen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für seine Landsleute war Leclerc ein Held. Heute muss er vielleicht in einem etwas anderen Licht gesehen werden, denn es gibt Taten von ihm, die heute als Kriegsverbrechen gesehen werden dürfen. So&nbsp;ließ er am 8. Mai 1945 in Bad Reichenhall zwölf von den Amerikanern gefangen genommene Franzosen, die als Kriegsfreiwillige für die Deutschen gekämpft hatten, ohne Prozess erschießen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Franzosen haben Leclerc viele Denkmäler gesetzt. Mir war er bisher unbekannt. Die sehr theatralischen Memorials der Franzosen wären in Deutschland nicht denkbar. Hier sind die Denkmäler für die Gefallenen des ersten und Zweiten Weltkriegs oft düster, zurückhaltend und eher schlicht gehalten. Aus gutem Grund, wenn wir in die Geschichte blicken. Die Franzosen dagegen zelebrieren ihre Memorials. Etwa das in Épinal, das nachts in Bleu-Blanc-Rouge, den Farben der Trikolore, angestrahlt wird. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2ru1435"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/54794483844_20c830fbe0_c.jpg" alt="Gedenkstätte für die Gefallenen der Weltkriege in Épinal/Vogesen" width="800" height="570" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Gedenkstätte für die Toten der Weltkriege in Épinal bei Nacht.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Tod im Sandsturm über Nordafrika</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Leclerc hat nach dem Zweiten Weltkrieg noch an anderen Kriegsschauplätzen gedient. 1946 wurde er nach Nordafrika versetzt. Im November 1947 schlug eine North American B-25 bei Colomb-Béchar mit ihm und weiteren Passagieren an Bord in einem Sandsturm auf einem Bahndamm auf. Die Maschine geriet in Brand, alle Insassen, darunter Leclerc starben. Der Held von Frankreich, der so viele Jahre auf so vielen Kontinenten gekämpft hatte, kam am Ende bei einem nicht kriegerischen Unfall ums Leben. Er hinterließ seine Frau und sechs Kinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Berichte aus Frankreich auf diesem Blog stehen<a href="https://pyrolim.de/tag/frankreich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> hier</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/philippe-leclerc-und-sein-monument-bei-dompaire/">Philippe Leclerc und sein Monument bei Dompaire</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Kennzeichen: Das bedeuten französische Nummernschilder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2022 15:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gelernt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="754" height="404" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Frakennneu.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Frakennneu.jpg 754w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Frakennneu-150x80.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 754px) 100vw, 754px" /><p>Ich habe mich schon immer für Autokennzeichen interessiert und versuche im Ausland stets herauszufinden, nach welchem Prinzip sie dort vergeben werden. Das war in Frankreich früher anders als heute. Die Franzosen haben die Vergabe der Kennzeichen vor einiger Zeit umgestellt. So funktioniert sie heute. Jedes französische Kennzeichen besteht aus zwei Buchstaben, auf die drei Zahlen folgen und erneut zwei Buchstaben. Das Kennzeichen wird von der Zulassungsstelle vergeben, ohne dass der Autobesitzer irgendeinen Einfluss darauf hat. Wunschkennzeichen wie in Deutschland gibt es nicht. Man muss nehmen, was kommt. Keine Zuordnung zur Heimatregion mehr Was es ebenfalls nicht gibt, ist die Zuordnung über das Kennzeichen zum Wohnort oder Department des Halters. Die Kennzeichen werden über eine landesweite Datenbank vergeben, ohne regionalen Bezug. Das war früher anders. Bei den alten Kennzeichen, die man manchmal noch sieht, markierten die hinteren beiden Ziffern das jeweilige Departement. Die Departement-Nummern, die nach Alphabet vergeben wurden, sind gleichzeitig die ersten beiden Ziffer der Postleitzahlen im jeweiligen Departement. Und früher waren sie eben Bestandteil des Autokennzeichens. 2009 erfolgte die Umstellung auf die neuen Kennzeichen. Die jetzt vergebenen Nummern sind fest mit dem Auto verbunden, vom Kauf bis zur Verschrottung. Anders als in Deutschland, wo eine einmal erteilte Nummer dem Halter lebenslang zuerkannt wird und er sie von Auto zu Auto mitnehmen kann. Ein kleiner Aufkleber auf dem Kennzeichen Die Umstellung hat bei den Franzosen allerdings Widerstand ausgelöst. Sie wollten die Verbundenheit mit ihren Heimat-Departements nicht aufgeben, weshalb sie die Erlaubnis erhielten, mit kleinen Aufklebern rechts auf dem Nummernschild auch in Zukunft ihr Departement-Kennzeichen spazieren zu fahren &#8211; einschließlich des Wappens der Region. Viele machen davon Gebrauch, nach meiner Beobachtung fast alle. Ich habe aber auch gehört, dass sich Besitzer hochwertiger Autos gerne den Aufkleber von Korsika aufs Nummernschild kleben. Angeblich gelten die Korsen als Menschen, die sich nichts bieten lassen. Egal ob im Straßenverkehr oder wenn Autodiebe zuschlagen. Jeder darf sich den Aufkleber aufpappen, den er gerne haben möchte. Die aus Korsika gibt es im Internet zu kaufen. Auch Deutschland löst die Regionalität auf Die meisten Franzosen greifen aber auf den Aufkleber ihrer Heimatregion zurück. Es gibt offenbar eine große Sehnsucht, sich über das Autokennzeichen als Bretone, Einwohner von Paris oder Elsässer zu identifizieren. Da in Deutschland jetzt jeder sein Kennzeichen behalten kann, egal, wo er wohnt, wird auch hierzulande die Erkennbarkeit, wer fremd in der Stadt ist und wer nicht, auf Dauer immer mehr verschwinden. Abo-Kosten fürs Wunschkennzeichen Als ich gerade mein neues Auto auf mein &#8211; vor Jahren bestelltes &#8211; Wunschkennzeichen umgemeldet habe, habe ich übrigens eine seltsame Entdeckung gemacht. Das Wunschkennzeichen hat damals, 2006, eine extra Verwaltungsgebühr von etwas über zehn Euro gekostet. Beim Ummelden des neuen Autos mit eben jenem bereits einmal bezahlten Wunschkennzeichen tauchte auf der Gebührenaufstellung wieder eine Wunschkennzeichen-Gebühr von etwas über zehn Euro auf. Offenbar wird die mit jeder Umschreibung auf ein neues Auto erneut fällig. Ganz schön dreist.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="754" height="404" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Frakennneu.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Frakennneu.jpg 754w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Frakennneu-150x80.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 754px) 100vw, 754px" />
<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mich schon immer für Autokennzeichen interessiert und versuche im Ausland stets herauszufinden, nach welchem Prinzip sie dort vergeben werden. Das war in Frankreich früher anders als heute. Die Franzosen haben die Vergabe der Kennzeichen vor einiger Zeit umgestellt. So funktioniert sie heute.</p>



<span id="more-12570"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes französische Kennzeichen besteht aus zwei Buchstaben, auf die drei Zahlen folgen und erneut zwei Buchstaben. Das Kennzeichen wird von der Zulassungsstelle vergeben, ohne dass der Autobesitzer irgendeinen Einfluss darauf hat. Wunschkennzeichen wie in Deutschland gibt es nicht. Man muss nehmen, was kommt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Keine Zuordnung zur Heimatregion mehr</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was es ebenfalls nicht gibt, ist die Zuordnung über das Kennzeichen zum Wohnort oder Department des Halters. Die Kennzeichen werden über eine landesweite Datenbank vergeben, ohne regionalen Bezug. Das war früher anders. Bei den alten Kennzeichen, die man manchmal noch sieht, markierten die hinteren beiden Ziffern das jeweilige Departement. Die <a href="https://www.cactus2000.de/de/plate/france.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Departement-Nummern</a>, die nach Alphabet vergeben wurden, sind gleichzeitig die ersten beiden Ziffer der Postleitzahlen im jeweiligen Departement. Und früher waren sie eben Bestandteil des Autokennzeichens.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="408" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Frakennalt.jpg" alt="Altes französisches Kennzeichen mit der Regionenbezeichnung 87 für Haute-Vienne am Ende." class="wp-image-12574" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Frakennalt.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Frakennalt-150x77.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Frakennalt-768x392.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Altes französisches Kennzeichen mit der Regionenbezeichnung 87 für Haute-Vienne am Ende.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">2009 <a href="https://www.spiegel.de/auto/aktuell/nummernschilder-frankreich-fuehrt-neue-kennzeichen-ein-a-619169.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">erfolgte die Umstellung auf die neuen Kennzeichen</a>. Die jetzt vergebenen Nummern sind fest mit dem Auto verbunden, vom Kauf bis zur Verschrottung. Anders als in Deutschland, wo eine einmal erteilte Nummer dem Halter lebenslang zuerkannt wird und er sie von Auto zu Auto mitnehmen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein kleiner Aufkleber auf dem Kennzeichen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umstellung hat bei den Franzosen allerdings Widerstand ausgelöst. Sie wollten die Verbundenheit mit ihren Heimat-Departements nicht aufgeben, weshalb sie die Erlaubnis erhielten, mit kleinen Aufklebern rechts auf dem Nummernschild auch in Zukunft ihr Departement-Kennzeichen spazieren zu fahren &#8211; einschließlich des Wappens der Region. Viele machen davon Gebrauch, nach meiner Beobachtung fast alle. Ich habe aber auch gehört, dass sich Besitzer hochwertiger Autos gerne den Aufkleber von Korsika aufs Nummernschild kleben. Angeblich gelten die Korsen als Menschen, die sich nichts bieten lassen. Egal ob im Straßenverkehr oder wenn Autodiebe zuschlagen. Jeder darf sich den Aufkleber aufpappen, den er gerne haben möchte. Die aus Korsika gibt es im Internet zu kaufen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="754" height="404" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Frakennneu.jpg" alt="Die neuen Kennzeichen in Frankreich. Der kleine Aufkleber ist optional." class="wp-image-12575" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Frakennneu.jpg 754w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Frakennneu-150x80.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 754px) 100vw, 754px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die neuen Kennzeichen in Frankreich. Der kleine Aufkleber rechts ist optional.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Auch Deutschland löst die Regionalität auf</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Franzosen greifen aber auf den Aufkleber ihrer Heimatregion zurück. Es gibt offenbar eine große Sehnsucht, sich über das Autokennzeichen als Bretone, Einwohner von Paris oder Elsässer zu identifizieren. Da in Deutschland jetzt jeder sein Kennzeichen behalten kann, egal, wo er wohnt, wird auch hierzulande die Erkennbarkeit, wer fremd in der Stadt ist und wer nicht, auf Dauer immer mehr verschwinden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Abo-Kosten fürs Wunschkennzeichen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich gerade mein neues Auto auf mein &#8211; vor Jahren bestelltes &#8211; Wunschkennzeichen <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/zulassungsstelle-das-moderne-auto-abenteuer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">umgemeldet habe</a>, habe ich übrigens eine seltsame Entdeckung gemacht. Das Wunschkennzeichen hat damals, 2006, eine extra Verwaltungsgebühr von etwas über zehn Euro gekostet. Beim Ummelden des neuen Autos mit eben jenem bereits einmal bezahlten Wunschkennzeichen tauchte auf der Gebührenaufstellung wieder eine Wunschkennzeichen-Gebühr von etwas über zehn Euro auf. Offenbar wird die mit jeder Umschreibung auf ein neues Auto erneut fällig. Ganz schön dreist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/kennzeichen-das-bedeuten-franzoesische-nummernschilder/">Kennzeichen: Das bedeuten französische Nummernschilder</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Soldat gesucht: Das Projekt einer Grundschule in Frankreich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2020 16:24:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[geklickt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="974" height="503" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/soldat.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/soldat.jpg 974w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/soldat-150x77.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/soldat-768x397.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 974px) 100vw, 974px" /><p>Mein Schwager Jean-Marie hat mich gebeten, hier auf die Aktion einer französischen Schule aufmerksam zu machen. Die Jungen und Mädchen suchen einen Mann, der im Zweiten Weltkrieg in ihrer Region war. Es existiert nur einen Foto, auf dem der Soldat zu sehen ist. Dazu gibt es ein paar spärliche Informationen über ihn. Die Grundschule in dem kleinen Nest Camprond, so steht es auf der extra für die Suche eingerichteten deutsch-französischen Facebook-Seite, hat das Foto von einem alten Herrn erhalten. Der Mann hat die Bitte an die Schule gerichtet, die Familie des Soldaten zu finden. Das Foto entstand auf dem Hof der Großmutter des alten Herren in Réthoville, Kanton Saint-Pierre-Eglise im Departement Manche. Ein Lehrer und Familienvater Nach mündlicher, nicht bestätigter Überlieferung soll der deutsche Soldat Lehrer und Familienvater gewesen sein. Er habe fließend Französisch gesprochen und sei bis zur Landung der Allierten in der Normandie geblieben. Das Foto soll 1941 aufgenommen, der Soldat zu dieser Zeit etwa 30 Jahre alt gewesen sein. Gute Erinnerungen an einen Besatzer Das kleine Mädchen auf dem Arm des Soldaten weint. Die Schüler haben es gefunden. Es lebt noch und ist heute natürlich eine alte Frau. Sie soll gesagt haben, sie sei so eingeschüchtert gewesen, deswegen habe sie geweint. Davon abgesehen scheint der Besatzer einen guten Eindruck gemacht zu haben. &#8222;Dieser Soldat hinterließ eine gute Erinnerung an das gelebte Zusammenleben auf dem Bauernhof, daher der Wille, seine Familie wiederzufinden&#8220;, begründen die Schüler und ihre Lehrerin die Frage, warum sie den Mann suchen. Sollten sie ihn finden, sollen er oder seine Familie in die Normandie eingeladen werden. Hnweise auf den Soldaten nimmt die Schule per E-Mail oder über Kommentare auf der Facebook-Seite entgegen: ecolecamprond@gmail.com</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/soldat-gesucht-das-projekt-einer-grundschule-in-frankreich/">Soldat gesucht: Das Projekt einer Grundschule in Frankreich</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="974" height="503" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/soldat.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/soldat.jpg 974w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/soldat-150x77.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/soldat-768x397.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 974px) 100vw, 974px" />
<p class="wp-block-paragraph">Mein Schwager Jean-Marie hat mich gebeten, hier auf die Aktion einer französischen Schule aufmerksam zu machen. Die Jungen und Mädchen suchen einen Mann, der im Zweiten Weltkrieg in ihrer Region war. Es existiert nur einen Foto, auf dem der Soldat zu sehen ist. Dazu gibt es ein paar spärliche Informationen über ihn.</p>



<span id="more-11491"></span>



<p class="wp-block-paragraph"> Die Grundschule in dem kleinen Nest Camprond, so steht es auf der extra für die Suche eingerichteten deutsch-französischen <a href="https://www.facebook.com/A-la-recherche-dun-soldat-1680963432016426/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Facebook-Seite</a>, hat das Foto von einem alten Herrn erhalten. Der Mann hat die Bitte an die Schule gerichtet, die Familie des Soldaten zu finden. Das Foto entstand auf dem Hof der Großmutter des alten Herren in Réthoville, Kanton Saint-Pierre-Eglise im Departement Manche.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Lehrer und Familienvater</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach mündlicher, nicht bestätigter Überlieferung soll der deutsche Soldat Lehrer und Familienvater gewesen sein. Er habe fließend Französisch gesprochen und sei bis zur Landung der Allierten in der Normandie geblieben. Das Foto soll 1941 aufgenommen, der Soldat zu dieser Zeit etwa 30 Jahre alt gewesen sein.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="974" height="503" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/soldat.jpg" alt="" class="wp-image-11494" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/soldat.jpg 974w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/soldat-150x77.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/soldat-768x397.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 974px) 100vw, 974px" /><figcaption>Der Soldat und das Mädchen: Auf der Facebook-Seite ist das ganze Foto zu sehen.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Gute Erinnerungen an einen Besatzer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das kleine Mädchen auf dem Arm des Soldaten weint. Die Schüler haben es gefunden. Es lebt noch und ist heute natürlich eine alte Frau. Sie soll gesagt haben, sie sei so eingeschüchtert gewesen, deswegen habe sie geweint. Davon abgesehen scheint der Besatzer einen guten Eindruck gemacht zu haben. &#8222;Dieser Soldat hinterließ eine gute Erinnerung an das gelebte Zusammenleben auf dem Bauernhof, daher der Wille, seine Familie wiederzufinden&#8220;, begründen die Schüler und ihre Lehrerin die Frage, warum sie den Mann suchen. Sollten sie ihn finden, sollen er oder seine Familie in die Normandie eingeladen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hnweise auf den Soldaten nimmt die Schule per E-Mail oder über Kommentare auf der Facebook-Seite entgegen: <a href="mailto:ecolecamprond@gmail.com">ecolecamprond@gmail.com</a></p>
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		<title>Besuch auf den Schlachtfeldern von Verdun</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jun 2018 16:19:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/prosper-1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/prosper-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/prosper-1-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/prosper-1-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/prosper-1-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Wir wissen nicht, wer Prosper Boisseau war. Ob er verliebt war oder verheiratet, was für einen Beruf er hatte und woher er kam. Wir wissen nur, dass er am 7. Mai 1915 starb und mit ihm Tausende und Abertausende in den Schlachten bei Verdun. Der Name steht auf einem der an die 20 000 Kreuze, die in und um Verdun herum an eine der schrecklichsten Schlachten des 1. Weltkriegs erinnern. Was heißt eine Schlacht. DIE Schlacht von Verdun dauerte vom 21. Februar bis zum 29. Dezember 1916. Das bedeutet aber nicht, dass nicht schon vorher und hinterher in Verdun gestorben wurde. Der Name der Stadt im Département Meuse ist untrennbar mit dem Grauen des großen Krieges von 1914 bis 1918 verbunden. Bis heute sind die Narben dieses Krieges sichtbar. Soldatenfriedhöfe mit endlosen Reihen gleich aussehender Kreuze dokumentieren die unvorstellbare Zahl der Toten. Dabei haben die meisten gar kein Grab gefunden. Im Ossuaire de Douaumont, dem Beinhaus von Douaumont, liegen die Gebeine von 130 000 nicht identifizierten deutschen und französischen Soldaten. Gräber in Verdun Unser Besuch auf den Champs de Bataille, den Schlachtfeldern von Verdun, beginnt im Ort Verdun. Gleich an den kommunalen, den noch heute genutzten städtischen Friedhof, schließt sich ein erster großer Soldatenfriedhof an, auf dem 3000 Tote liegen. In Doppelreihen ziehen sich die Kreuze über das Gelände, markiert mit Namen, Einheit und Sterbedatum der Gefallenen. Wie alt sie wurden, darüber gibt es keine Angaben. In der Mitte erinnert ein Mahnmal mit Grabstätten unbekannter Soldaten an das Grauen in der Hölle von Verdun. Vom Ort aus führt eine steile Straße auf die Höhen, auf denen die Schlacht tobte. Was mit dem Auto schnell bewältigt ist, muss für die Soldaten damals eine große Anstrengung bedeutet haben. Das Gelände ist hügelig, mitunter fast bergig. Auf der Höhe steht Wald und im Wald sind immer wieder Mahnmale zu sehen. Nach etwa fünf Kilometern haben wir das Mémorial erreicht, das Museum der Hölle von Verdun. Der Kampf vor Verdun geht pausenlos weiter . . . Heute morgen erhielt ich eine Verstärkung des Wehrpflichtigen-Jahrgangs 1916. Mir war beklommen zumute, als ich diese noch bartlosen Jungen sah, und in den wenigen Worten, die ich an sie richtete, erinnerte ich an die Rekruten des Jahrgangs 1814 in der „Marie-Louise-Armee&#8220;, die Helden waren. Wie bei denjenigen von Chantecler habe ich von ihnen verlangt, zu wissen, wie man stirbt – wenn es sein müsse, mit einem Strauß Flieder auf ihrem Sack und einem Lächeln auf den Lippen. Möge Gott mir dieses Opfer ersparen. Auszug aus einem Brief des Kommandeurs von Kerautem (Frankreich) an seine Frau. Er stirbt im September 1917 in Verdun durch einen Granatsplitter. Exponate des Grauens Es sind zutiefst menschliche Zeugnisse eines unmenschlichen Krieges, die im Museum des Mémorial de Verdun ausgestellt sind. Unter einer großen Wand mit Fotos von Soldaten liegen Blätter zum Mitnehmen. In drei Sprachen enthalten sie Zeitzeugenberichte wie den oben zitierten Auszug eines Briefes. Texte sind aber der geringste Teil der Ausstellung. Mit eindrucksvollen Schaubildern, mit fast 2000 Exponaten vom Fahrzeug bis zum Orden, von Tornistern bis zu in Gasmaskenringe gefassten Frauenporträts wird der Krieg dokumentiert. Den Gefühlen, den Nöten, den Ängsten der Soldaten wird breiter Raum eingeräumt. Das von Überlebenden des Krieges initiierte Mémorial dokumentiert keine Heldengeschichten, es macht das Grauen sichtbar. Im Erdgeschoss sieht sich der Besucher in die Schlacht versetzt. Er schreitet über Glasfußboden, unter dem der Schlamm, der Stacheldraht, das schmutzige Wasser und die Fußspuren der Soldaten zu sehen sind. Hinter Geschützen spannt sich eine große Leinwand, auf der Filmaufnahmen aus der Schlacht gezeigt werden. Es kracht und heult. Im Obergeschoss dokumentiert die Ausstellung das Leben und das Sterben der Soldaten. Was aßen sie? Wie ging es ihren Pferden? Welche Tiere spielten eine Rolle im Krieg? Beileibe nicht nur Pferde. Wer waren die Befehlshaber? Was schrieben sie nach Hause? Wie wurden die Verletzten versorgt? Welche Prothesen standen zur Verfügung? Alles ist dokumentiert, mit Exponaten illustriert und in drei Sprachen beschriftet: Französisch, Englisch, Deutsch. Ein herausragendes, beeindruckendes Museum. Berühmter Gedenkort Nur einen knappen Kilometer weiter erreichen wir das Beinhaus von Douaumont, französisch das Ossuaire de Douaumont. Der breit hingelagerte Bau wurde 1932 eingeweiht und gilt heute als das bekannteste Mahnmal der Schlacht von Verdun. Weltbekannt wurde es, als sich dort am 22. September 1984 der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl und der französische Staatspräsident Francois Mitterand die Hände reichten. 15 000 weiße Kreuze stehen auf dem abfallenden Gelände vor dem Beinhaus. Alle Kreuze tragen Namen. Jeder steht für ein Schicksal eines Menschen, der im Alter zwischen 18 und 40 Jahren den Tod fand. So viele Tote, so viele Schicksale. Das verschlägt einem die Sprache. Dort liegt eine ganze Generation, denke ich. Auf etwa 800 000 Tote wird die Gesamtzahl der Opfer von Verdun geschätzt. Die Schlacht war eine der grausamsten und verlustreichsten des 1. Weltkriegs. Narben im Wald Die Narben sind bis heute sichtbar. Auf dem Weg zur Gedenkstätte Tranchée des Baïonnettes (Schützengraben der Bajonette) führt der Weg am ehemaligen Dorf Fleury-devant-Douaumont vorbei. Es wurde von der Schlacht überrollt, bis auf die Kirche vollständig zerstört. Das Gelände ist bucklig: Noch heute sind die Granattrichter zu erkennen. Zwar sind Bäume darüber gewachsen, aber die Narben sind geblieben. Stummes Zeugnis eines unvorstellbaren Kampfes. Die Tranchée des Baïonnettes sind ein durch eine Gedenkstätte überdachter ehemaliger Schützengraben. Aus dem Sand ragen noch die Spitzen der Bajonette hervor. Nach der Legende sollen die Männer im Schützengraben stehend verschüttet worden sein. Mémorial, Beinhaus, Soldatenfriedhöfe, Bajonettgraben und Schlachtfeld bei Fleury-devant-Douaumont – wir haben nur einige wenige, wichtige Gedenkstätten besuchen können. Um alles zu sehen, braucht man mindestens zwei Tage. Aber auch bei einem kurzen Besuch entfalten die Champs de Bataille von Verdun ihren ganzen Horror. Angesichts dieses tausendfachen sinnlosen Sterbens kann man nur still werden. Und beten, dass es nie wieder einen solch mörderischen Krieg geben möge. Doch wir wissen alle, dass das große Sterben nur 21 Jahre später erneut begann. Noch schlimmer, noch grausamer – wenn das überhaupt geht – und mit Millionen von Opfern. Unbekannt, aber nicht namenlos Prosper Boisseau hat das nicht mehr miterlebt. Sein Name, den ich auf einem Kreuz in Verdun las, hat sich mir eingeprägt. Ein Zufall, es hätte auch ein anderer Name sein können. Ein bisschen Internetrecherche hat ein paar magere Daten über ihn zu Tage gefördert: „BOISSEAU Prosper, soldat, 1899, 8745, 21e, 7-5-15“ ist in der Kriegsgeschichte des 304. Infanterieregiments vermerkt. Das Jahr 1899 ist nicht sein Geburtsjahr, sondern vermutlich das Jahr seines Eintritts in die Armee. Bei seinen ebenfalls getöteten Kameraden lauten die Jahreszahlen unter anderem 1907 oder 1912. Das kann nicht das Geburtsjahr sein. Am Ende ist es egal, wie alt die Soldaten waren, als sie auf dem angeblichen Feld der Ehre starben. Wichtig für uns heute ist, dass der Frieden, der über den Gräbern geschaffen wurde, hält. Angesichts der derzeitigen politischen Entwicklungen kann ich nur jedem Politiker raten, nach Verdun zu fahren. Sich dort mit den Politikern anderer Länder die Hände zu reichen und Europa als das zu erhalten, was es ist. Ein Bündnis, das Frieden geschaffen hat.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/prosper-1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/prosper-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/prosper-1-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/prosper-1-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/prosper-1-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Wir wissen nicht, wer Prosper Boisseau war. Ob er verliebt war oder verheiratet, was für einen Beruf er hatte und woher er kam. Wir wissen nur, dass er am 7. Mai 1915 starb und mit ihm Tausende und Abertausende in den Schlachten bei Verdun. Der Name steht auf einem der an die 20 000 Kreuze, die in und um Verdun herum an eine der schrecklichsten Schlachten des 1. Weltkriegs erinnern.<br />
<span id="more-8904"></span></p>
<p>Was heißt eine Schlacht. DIE Schlacht von Verdun dauerte vom 21. Februar bis zum 29. Dezember 1916. Das bedeutet aber nicht, dass nicht schon vorher und hinterher in Verdun gestorben wurde. Der Name der Stadt im Département Meuse ist untrennbar mit dem Grauen des großen Krieges von 1914 bis 1918 verbunden. Bis heute sind die Narben dieses Krieges sichtbar. Soldatenfriedhöfe mit endlosen Reihen gleich aussehender Kreuze dokumentieren die unvorstellbare Zahl der Toten. Dabei haben die meisten gar kein Grab gefunden. Im Ossuaire de Douaumont, dem Beinhaus von Douaumont, liegen die Gebeine von 130 000 nicht identifizierten deutschen und französischen Soldaten.</p>
<p><a title="1Verdun" href="https://www.flickr.com/photos/pyrolim/28047194787/in/album-72157692283475370/" data-flickr-embed="true" data-footer="true"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://farm2.staticflickr.com/1769/28047194787_06bdc99f71_c.jpg" alt="1Verdun" width="800" height="534"></a><script async="" src="//embedr.flickr.com/assets/client-code.js" charset="utf-8"></script></p>
<p><a title="Verdun" href="https://www.flickr.com/photos/pyrolim/41950426115/in/album-72157692283475370/" data-flickr-embed="true" data-footer="true"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://farm2.staticflickr.com/1809/41950426115_dbe1f9ca9b_c.jpg" alt="Verdun" width="800" height="534"></a><script async="" src="//embedr.flickr.com/assets/client-code.js" charset="utf-8"></script></p>
<h2>Gräber in Verdun</h2>
<p>Unser Besuch auf den Champs de Bataille, den Schlachtfeldern von Verdun, beginnt im Ort Verdun. Gleich an den kommunalen, den noch heute genutzten städtischen Friedhof, schließt sich ein erster großer Soldatenfriedhof an, auf dem 3000 Tote liegen. In Doppelreihen ziehen sich die Kreuze über das Gelände, markiert mit Namen, Einheit und Sterbedatum der Gefallenen. Wie alt sie wurden, darüber gibt es keine Angaben. In der Mitte erinnert ein Mahnmal mit Grabstätten unbekannter Soldaten an das Grauen in der Hölle von Verdun.</p>
<p><a title="4Verdun" href="https://www.flickr.com/photos/pyrolim/42015168915/in/album-72157692283475370/" data-flickr-embed="true" data-footer="true"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://farm2.staticflickr.com/1786/42015168915_27b45a27ed_c.jpg" alt="4Verdun" width="800" height="470"></a><script async="" src="//embedr.flickr.com/assets/client-code.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Vom Ort aus führt eine steile Straße auf die Höhen, auf denen die Schlacht tobte. Was mit dem Auto schnell bewältigt ist, muss für die Soldaten damals eine große Anstrengung bedeutet haben. Das Gelände ist hügelig, mitunter fast bergig. Auf der Höhe steht Wald und im Wald sind immer wieder Mahnmale zu sehen. Nach etwa fünf Kilometern haben wir das Mémorial erreicht, das Museum der Hölle von Verdun.</p>
<blockquote><p>Der Kampf vor Verdun geht pausenlos weiter . . . Heute morgen erhielt ich eine Verstärkung des Wehrpflichtigen-Jahrgangs 1916. Mir war beklommen zumute, als ich diese noch bartlosen Jungen sah, und in den wenigen Worten, die ich an sie richtete, erinnerte ich an die Rekruten des Jahrgangs 1814 in der „Marie-Louise-Armee&#8220;, die Helden waren. Wie bei denjenigen von Chantecler habe ich von ihnen verlangt, zu wissen, wie man stirbt – wenn es sein müsse, mit einem Strauß Flieder auf ihrem Sack und einem Lächeln auf den Lippen. Möge Gott mir dieses Opfer ersparen.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;">Auszug aus einem Brief des Kommandeurs von Kerautem (Frankreich) an seine Frau. Er stirbt im September 1917 in Verdun durch einen Granatsplitter.</p>
<h2 style="text-align: left;">Exponate des Grauens</h2>
<p style="text-align: left;">Es sind zutiefst menschliche Zeugnisse eines unmenschlichen Krieges, die im <a href="http://memorial-verdun.fr/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Museum des Mémorial de Verdun</a> ausgestellt sind. Unter einer großen Wand mit Fotos von Soldaten liegen Blätter zum Mitnehmen. In drei Sprachen enthalten sie Zeitzeugenberichte wie den oben zitierten Auszug eines Briefes. Texte sind aber der geringste Teil der Ausstellung. Mit eindrucksvollen Schaubildern, mit fast 2000 Exponaten vom Fahrzeug bis zum Orden, von Tornistern bis zu in Gasmaskenringe gefassten Frauenporträts wird der Krieg dokumentiert. Den Gefühlen, den Nöten, den Ängsten der Soldaten wird breiter Raum eingeräumt. Das von Überlebenden des Krieges initiierte Mémorial dokumentiert keine Heldengeschichten, es macht das Grauen sichtbar.</p>
<p><a title="8Verdun" href="https://www.flickr.com/photos/pyrolim/42015167735/in/album-72157692283475370/" data-flickr-embed="true" data-footer="true"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://farm2.staticflickr.com/1784/42015167735_38b086924a_c.jpg" alt="8Verdun" width="800" height="534"></a><script async="" src="//embedr.flickr.com/assets/client-code.js" charset="utf-8"></script><br />
<a title="9Verdun" href="https://www.flickr.com/photos/pyrolim/28047202497/in/album-72157692283475370/" data-flickr-embed="true" data-footer="true"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://farm2.staticflickr.com/1767/28047202497_023827a666_c.jpg" alt="9Verdun" width="800" height="534"></a><script async="" src="//embedr.flickr.com/assets/client-code.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Im Erdgeschoss sieht sich der Besucher in die Schlacht versetzt. Er schreitet über Glasfußboden, unter dem der Schlamm, der Stacheldraht, das schmutzige Wasser und die Fußspuren der Soldaten zu sehen sind. Hinter Geschützen spannt sich eine große Leinwand, auf der Filmaufnahmen aus der Schlacht gezeigt werden. Es kracht und heult. Im Obergeschoss dokumentiert die Ausstellung das Leben und das Sterben der Soldaten. Was aßen sie? Wie ging es ihren Pferden? Welche Tiere spielten eine Rolle im Krieg? Beileibe nicht nur Pferde. Wer waren die Befehlshaber? Was schrieben sie nach Hause? Wie wurden die Verletzten versorgt? Welche Prothesen standen zur Verfügung? Alles ist dokumentiert, mit Exponaten illustriert und in drei Sprachen beschriftet: Französisch, Englisch, Deutsch. Ein herausragendes, beeindruckendes Museum.</p>
<h2>Berühmter Gedenkort</h2>
<p>Nur einen knappen Kilometer weiter erreichen wir das Beinhaus von Douaumont, französisch das Ossuaire de Douaumont. Der breit hingelagerte Bau wurde 1932 eingeweiht und gilt heute als das bekannteste Mahnmal der Schlacht von Verdun. Weltbekannt wurde es, als sich dort am 22. September 1984 der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl und der französische Staatspräsident Francois Mitterand <a href="https://www.hdg.de/lemo/bestand/objekt/foto-kohl-mitterrand-verdun.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Hände reichten</a>.</p>
<p><a title="3aVerdun" href="https://www.flickr.com/photos/pyrolim/28047192387/in/album-72157692283475370/" data-flickr-embed="true" data-footer="true"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://farm1.staticflickr.com/891/28047192387_3e10ae8587_c.jpg" alt="3aVerdun" width="800" height="534"></a><script async="" src="//embedr.flickr.com/assets/client-code.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>15 000 weiße Kreuze stehen auf dem abfallenden Gelände vor dem Beinhaus. Alle Kreuze tragen Namen. Jeder steht für ein Schicksal eines Menschen, der im Alter zwischen 18 und 40 Jahren den Tod fand. So viele Tote, so viele Schicksale. Das verschlägt einem die Sprache. Dort liegt eine ganze Generation, denke ich. Auf etwa 800 000 Tote wird die Gesamtzahl der Opfer von Verdun geschätzt. Die Schlacht war eine der grausamsten und verlustreichsten des 1. Weltkriegs.</p>
<p><a title="3Verdun" href="https://www.flickr.com/photos/pyrolim/42015160625/in/album-72157692283475370/" data-flickr-embed="true" data-footer="true"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://farm2.staticflickr.com/1830/42015160625_e7fcd8e9e5_c.jpg" alt="3Verdun" width="800" height="534"></a><script async="" src="//embedr.flickr.com/assets/client-code.js" charset="utf-8"></script></p>
<h2>Narben im Wald</h2>
<p>Die Narben sind bis heute sichtbar. Auf dem Weg zur Gedenkstätte Tranchée des Baïonnettes (Schützengraben der Bajonette) führt der Weg am ehemaligen Dorf Fleury-devant-Douaumont vorbei. Es wurde von der Schlacht überrollt, bis auf die Kirche vollständig zerstört. Das Gelände ist bucklig: Noch heute sind die Granattrichter zu erkennen. Zwar sind Bäume darüber gewachsen, aber die Narben sind geblieben. Stummes Zeugnis eines unvorstellbaren Kampfes.<br />
<a title="6Verdun" href="https://www.flickr.com/photos/pyrolim/29043860638/in/album-72157692283475370/" data-flickr-embed="true" data-footer="true"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://farm1.staticflickr.com/900/29043860638_c38ee8a056_c.jpg" alt="6Verdun" width="800" height="534"></a><script async="" src="//embedr.flickr.com/assets/client-code.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Die <a href="https://www.verdunbilder.de/bajonettgraben/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tranchée des Baïonnettes</a> sind ein durch eine Gedenkstätte überdachter ehemaliger Schützengraben. Aus dem Sand ragen noch die Spitzen der Bajonette hervor. Nach der Legende sollen die Männer im Schützengraben stehend verschüttet worden sein.<br />
<a title="5Verdun" href="https://www.flickr.com/photos/pyrolim/28047197387/in/album-72157692283475370/" data-flickr-embed="true" data-footer="true"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://farm2.staticflickr.com/1765/28047197387_50531a14f0_c.jpg" alt="5Verdun" width="800" height="534"></a><script async="" src="//embedr.flickr.com/assets/client-code.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Mémorial, Beinhaus, Soldatenfriedhöfe, Bajonettgraben und Schlachtfeld bei Fleury-devant-Douaumont – wir haben nur einige wenige, wichtige Gedenkstätten besuchen können. Um alles zu sehen, braucht man mindestens zwei Tage. Aber auch bei einem kurzen Besuch entfalten die Champs de Bataille von Verdun ihren ganzen Horror. Angesichts dieses tausendfachen sinnlosen Sterbens kann man nur still werden. Und beten, dass es nie wieder einen solch mörderischen Krieg geben möge. Doch wir wissen alle, dass das große Sterben nur 21 Jahre später erneut begann. Noch schlimmer, noch grausamer – wenn das überhaupt geht – und mit Millionen von Opfern.</p>
<h2>Unbekannt, aber nicht namenlos</h2>
<p>Prosper Boisseau hat das nicht mehr miterlebt. Sein Name, den ich auf einem Kreuz in Verdun las, hat sich mir eingeprägt. Ein Zufall, es hätte auch ein anderer Name sein können. Ein bisschen Internetrecherche hat ein paar magere Daten über ihn zu Tage gefördert: „BOISSEAU Prosper, soldat, 1899, 8745, 21e, 7-5-15“ ist in der Kriegsgeschichte des 304. Infanterieregiments vermerkt. Das Jahr 1899 ist nicht sein Geburtsjahr, sondern vermutlich das Jahr seines Eintritts in die Armee. Bei seinen ebenfalls getöteten Kameraden lauten die Jahreszahlen unter anderem 1907 oder 1912. Das kann nicht das Geburtsjahr sein.</p>
<p>Am Ende ist es egal, wie alt die Soldaten waren, als sie auf dem angeblichen Feld der Ehre starben. Wichtig für uns heute ist, dass der Frieden, der über den Gräbern geschaffen wurde, hält. Angesichts der derzeitigen politischen Entwicklungen kann ich nur jedem Politiker raten, nach Verdun zu fahren. Sich dort mit den Politikern anderer Länder die Hände zu reichen und Europa als das zu erhalten, was es ist. Ein Bündnis, das Frieden geschaffen hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/besuch-auf-den-schlachtfeldern-von-verdun/">Besuch auf den Schlachtfeldern von Verdun</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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