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	<title>gedacht Archive - Pyrolirium</title>
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	<title>gedacht Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>Longevity &#8211; ein neues Wort ploppt auf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 09:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="295" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Google-Trends-Kurve zum Begriff Longevity" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity-150x55.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity-768x283.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Plötzlich liest und hört man überall von Longevity. Wieder ein Wort, von dem ich wette, dass der Großteil der Menschen nicht auf Anhieb weiß, worum es geht. Gehört habe ich das Wort zum ersten Mal in der Lacalut-Reklame. Die Werber der Zahncreme-Marke haben das Wort in ihren Spot eingebaut und erklären zumindest, was es bedeutet. Danach ist mit das Wort in einem der Blogs untergekommen, die ich regelmäßig verfolge: im Lady-Blog. Dort gibt es eine Reihe von Texten zu Longevity, unter anderem einen über eine Longevity-Klinik. Dort wird Longevity als eines der großen Gesundheitsthemen unserer Zeit bezeichnet. Das muss irgendwie an mir vorbeigegangen sein. Eine Eingabe bei Google-Trends (siehe Screenshot oben) zeigt, dass Longevity nach einem kurzen Peak im April 2025 ab November 2025 immer mehr Interesse hervorruft. Die Kurve der Google-Suchen nach diesem Begriff geht steil nach oben, flacht aber gerade wieder ab. Ist der Trend schon vorbei? Wohl kaum. Vielleicht haben alle, die es wissen wollten, das Wort inzwischen gegoogelt. Longevity heißt Langlebigkeit Was ist nun Longevity. Übersetzt heißt es Langlebigkeit. Selbst der NDR ist auf den Trend aufgesprungen und nennt acht Faktoren, die das Leben verlängern können. Auf viele davon wäre ich auch ohne ein Trendwort gekommen. Etwa nicht rauchen, wenig Alkohol trinken, sich regelmäßig bewegen, sich gesund ernähren oder gut und regelmäßig schlafen. Nennt mich spießig oder altmodisch, aber ich mag diese Flut an neuen, englischen Wörtern nicht. Warum tut es nicht auch die Langlebigkeit? Und warum muten ausgerechnet Werbetreibende Kunden Wörter zu, die sie oft nicht kennen und verstehen? Weil es gerade Trend ist? Wenn das die Leute nicht eher verschreckt, als sie für ein Produkt einzunehmen. Dabei muss es gar nicht mal die Übersetzung deutscher Begriffe ins Englische sein, nicht mal ein bisschen. Ich erinnere nur an den Faltshopper aka Einkaufsbeutel. Welches Wort ploppt als Nächstes auf? Ob sich Longevity durchsetzt? Mal sehen. Wie viel Verwirrung das Wort offenbar anrichtet, zeigen die vorgegebenen Fragen zum Thema bei Google. Etwa &#8222;Wie spricht man Longevity aus?&#8220; oder &#8222;Woher kommt der Begriff Longevity?&#8220; Bis wir das alle gelernt haben, ist der Begriff vielleicht schon wieder weg, bevor das nächste unaussprechliche und unbekannte Wort um die Ecke kommt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/longevity-ein-neues-wort-ploppt-auf/">Longevity &#8211; ein neues Wort ploppt auf</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="295" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Google-Trends-Kurve zum Begriff Longevity" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity-150x55.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Longevity-768x283.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Plötzlich liest und hört man überall von Longevity. Wieder ein Wort, von dem ich wette, dass der Großteil der Menschen nicht auf Anhieb weiß, worum es geht.</p>



<span id="more-14606"></span>



<p>Gehört habe ich das Wort zum ersten Mal in der Lacalut-Reklame. Die Werber der Zahncreme-Marke haben das Wort in ihren Spot eingebaut und erklären zumindest, was es bedeutet. Danach ist mit das Wort in einem der Blogs untergekommen, die ich regelmäßig verfolge: im Lady-Blog. Dort gibt es eine Reihe von Texten zu Longevity, unter anderem einen über eine <a href="https://www.lady-blog.de/longevity-klinik-aiva-berlin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Longevity-Klinik</a>. Dort wird Longevity als eines der großen Gesundheitsthemen unserer Zeit bezeichnet. Das muss irgendwie an mir vorbeigegangen sein.</p>



<p>Eine Eingabe bei Google-Trends (siehe Screenshot oben) zeigt, dass Longevity nach einem kurzen Peak im April 2025 ab November 2025 immer mehr Interesse hervorruft. Die Kurve der Google-Suchen nach diesem Begriff geht steil nach oben, flacht aber gerade wieder ab. Ist der Trend schon vorbei? Wohl kaum. Vielleicht haben alle, die es wissen wollten, das Wort inzwischen gegoogelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Longevity heißt Langlebigkeit</h2>



<p>Was ist nun Longevity. Übersetzt heißt es Langlebigkeit. Selbst der NDR <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/-Longevity-Welche-Faktoren-sind-wichtig-fuer-ein-langes-Leben,langesleben100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ist auf den Trend aufgesprungen</a> und nennt acht Faktoren, die das Leben verlängern können. Auf viele davon wäre ich auch ohne ein Trendwort gekommen. Etwa nicht rauchen, wenig Alkohol trinken, sich regelmäßig bewegen, sich gesund ernähren oder gut und regelmäßig schlafen.</p>



<p>Nennt mich spießig oder altmodisch, aber ich mag diese Flut an neuen, englischen Wörtern nicht. Warum tut es nicht auch die Langlebigkeit? Und warum muten ausgerechnet Werbetreibende Kunden Wörter zu, die sie oft nicht kennen und verstehen? Weil es gerade Trend ist? Wenn das die Leute nicht eher verschreckt, als sie für ein Produkt einzunehmen. Dabei muss es gar nicht mal die Übersetzung deutscher Begriffe ins Englische sein, nicht mal ein bisschen. Ich erinnere nur an den <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/faltshopper-und-manikuerist-neue-wortbeute/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Faltshopper aka Einkaufsbeutel</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welches Wort ploppt als Nächstes auf?</h2>



<p>Ob sich Longevity durchsetzt? Mal sehen. Wie viel Verwirrung das Wort offenbar anrichtet, zeigen die vorgegebenen Fragen zum Thema bei Google. Etwa &#8222;Wie spricht man Longevity aus?&#8220; oder &#8222;Woher kommt der Begriff Longevity?&#8220; Bis wir das alle gelernt haben, ist der Begriff vielleicht schon wieder weg, bevor das nächste unaussprechliche und unbekannte Wort um die Ecke kommt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/longevity-ein-neues-wort-ploppt-auf/">Longevity &#8211; ein neues Wort ploppt auf</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Sachkack und Caffè Latte: Notizen von der Schreibtischunterlage</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 10:59:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktion]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="420" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Notiz Sachkack auf einer Schreibtischunterlage" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack-150x79.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack-768x403.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Auf meinem Schreibtisch liegt eine Unterlage aus Papier. Ein guter Platz, um dort Wörter zu verewigen, die ich nicht vergessen will: Sachkack, Caffè Latte und Mot juste. Es sind nur ein paar Stichworte, die ich auf meiner Schreibtischunterlage notiert habe. Meistens Wörter aus dem Journalismus. Solche, die intern in Redaktionen benutzt werden oder die ich einfach treffend für verbreitete Phänomene halte. Beispiel: Wie ich immer sage, gibt es im Job einer Reporterin Schwarzbrot und Sahnetorte. Schwarzbrot, das sind der Besuch von Ausschusssitzungen und Stadtvertretungen, nach denen der Journalist trockenes Verwaltungsdeutsch in Texte übersetzen muss, die im Idealfall den Lesern sagen, was Entscheidungen für sie bedeuten. Sachkack als abfällige Bezeichnung Es sind Termine, bei denen Papiere &#8211; mittlerweile meistens digital &#8211; gewälzt werden müssen. Bei denen Kommunalpolitiker oft so argumentieren, dass man als Zuhörer mit der Faust auf den Tisch hauen möchte. Sachkack eben, wie das intern ebenfalls heißt. Der Begriff wird auch als abfällige Bezeichnung für faktenbasierten, trockenen Journalismus verwendet. Dabei dürfte es trockenen Journalismus gar nicht geben. Ist es doch Aufgabe von Redakteuren und Reportern, sperrige Themen verständlich und spannend aufzuschreiben. Und dann die Sahnetorte. Das waren für mich meistens Reportagen, bei denen es um große Maschinen ging. Buhnenbau an der Ostsee, Abriss von riesigen Silos. Oder um interessante Menschen. Um Orte, an die Hans und Franz üblicherweise nicht hinkommt, etwa die Ausnüchterungszellen der Polizei. Das ist, um noch mal ein Klischee zu bemühen, das Salz in der Reportersuppe. Um nochmal auf den Sachkack zurückzukommen: Das Schwarzbrot im Reporterleben hat noch einen anderen Namen. Brot-und-Butter-Journalismus. Auch das ein Wort, das auf meiner Schreibtischunterlage steht, damit ich es nicht vergesse. Café-Latte zum Einstieg in den Text Ein weiterer Begriff, den ich notiert habe, ist der Café-Latte-Einstieg. Kein besonders etablierter Begriff. Was damit gemeint ist, lässt sich aber oft beobachten. Ein Text beginnt nicht mit den harten Fakten, der Nachricht, dem Lead, sondern hat eine erzählerische, atmosphärische oder anekdotische Einleitung. Kino für den Kopf sozusagen. Der szenische Einstieg ist gerade bei Reportagen sehr beliebt. Solche Einstiege habe ich selbst oft geschrieben, etwa in kleiner Form bei meinem Besuch deutscher Truppen in Afghanistan 2006: &#8222;Eine Frau blickt aus einem Haus und winkt den vorbeifahrenden Männern zu. Für Afghanistan ist das eine Revolution. Sie ist auch ein Verdienst der Männer im Jeep. Es sind Soldaten aus Deutschland.&#8220; Und wie bei jedem Text ist es wichtig, das Mot juste, das richtige Wort an der richtigen Stelle zu schreiben. Auch Mot juste steht auf meiner Schreibtischunterlage. Zurück zur Schreibtischunterlage. Dort steht noch ein anderer Begriff, nämlich &#8222;haptische Produkte&#8220;. Im Fachjargon der Werbeindustrie Hapticals genannt. Gemeint sind Werbeartikel wie Kugelschreiber, Zollstöcke, neuerdings gerne auch Powerbanks oder &#8211; habe selbst schon bekommen &#8211; kleine Insektenhotels oder Thermobecher. Also alles Dinge, die man anfassen kann. In Zeiten zunehmender Digitalität offenbar immer noch ein wichtiges Segment. Mir ist der Begriff in einem anderen Zusammenhang untergekommen. Nämlich im Sinn von &#8222;wir verkaufen keine haptischen Produkte mehr&#8220;. Sprich: Hier gibt es nur noch digitale Angebote. Beispiele sind etwa Hörbücher, Streamingdienste, Online-Kurse. Lieferung und Bezahlung erfolgen ausschließlich online. Kennt jeder. Aber die Hapticals zeigen uns, dass Menschen oft doch lieber etwas anfassen möchten. Und sei es nur ein Zollstock mit Baumarktwerbung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/sachkack-und-caffe-latte-notizen-von-der-schreibtischunterlage/">Sachkack und Caffè Latte: Notizen von der Schreibtischunterlage</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="420" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Notiz Sachkack auf einer Schreibtischunterlage" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack-150x79.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Sachkack-768x403.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Auf meinem Schreibtisch liegt eine Unterlage aus Papier. Ein guter Platz, um dort Wörter zu verewigen, die ich nicht vergessen will: Sachkack, Caffè Latte und Mot juste.</p>



<span id="more-14535"></span>



<p>Es sind nur ein paar Stichworte, die ich auf meiner Schreibtischunterlage notiert habe. Meistens Wörter aus dem Journalismus. Solche, die intern in Redaktionen benutzt werden oder die ich einfach treffend für verbreitete Phänomene halte. Beispiel: Wie ich immer sage, gibt es im Job einer Reporterin Schwarzbrot und Sahnetorte. Schwarzbrot, das sind der Besuch von Ausschusssitzungen und Stadtvertretungen, nach denen der Journalist trockenes Verwaltungsdeutsch in Texte übersetzen muss, die im Idealfall den Lesern sagen, was Entscheidungen für sie bedeuten. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Sachkack als abfällige Bezeichnung</h2>



<p>Es sind Termine, bei denen Papiere &#8211; mittlerweile meistens digital &#8211; gewälzt werden müssen. Bei denen Kommunalpolitiker oft so argumentieren, dass man als Zuhörer mit der Faust auf den Tisch hauen möchte. Sachkack eben, wie das intern ebenfalls heißt. Der Begriff wird auch als abfällige Bezeichnung für faktenbasierten, trockenen Journalismus verwendet. Dabei dürfte es trockenen Journalismus gar nicht geben. Ist es doch Aufgabe von Redakteuren und Reportern, sperrige Themen verständlich und spannend aufzuschreiben.</p>



<p>Und dann die Sahnetorte. Das waren für mich meistens Reportagen, bei denen es um große Maschinen ging. Buhnenbau an der Ostsee, Abriss von riesigen Silos. Oder um interessante Menschen. Um Orte, an die Hans und Franz üblicherweise nicht hinkommt, etwa <a href="https://www.ln-online.de/lokales/luebeck/luebeck-so-sieht-es-in-der-ausnuechterungszelle-der-polizei-aus-HYAXWRGBQJEURMC5L2BVLBPBZI.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Ausnüchterungszellen der Polizei</a>. Das ist, um noch mal ein Klischee zu bemühen, das Salz in der Reportersuppe. </p>



<p>Um nochmal auf den Sachkack zurückzukommen: Das Schwarzbrot im Reporterleben hat noch einen anderen Namen. Brot-und-Butter-Journalismus. Auch das ein Wort, das auf meiner Schreibtischunterlage steht, damit ich es nicht vergesse.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Café-Latte zum Einstieg in den Text</h2>



<p>Ein weiterer Begriff, den ich notiert habe, ist der Café-Latte-Einstieg. Kein besonders etablierter Begriff. Was damit gemeint ist, lässt sich aber oft beobachten. Ein Text beginnt nicht mit den harten Fakten, der Nachricht, dem <a href="https://www.dmv-verband.de/wissenspool/schreiben/nachricht.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lead</a>, sondern hat eine erzählerische, atmosphärische oder anekdotische Einleitung. Kino für den Kopf sozusagen. </p>



<p>Der <a href="https://www.newsroom.de/news/aktuelle-meldungen/vermischtes-3/masterclass-erzaehljournalismus-7-frische-tipps-fuer-zeitgemaesses-storytelling-956787/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">szenische Einstieg</a> ist gerade bei Reportagen sehr beliebt. Solche Einstiege habe ich selbst oft geschrieben, etwa in kleiner Form bei meinem Besuch deutscher Truppen in <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ach-afghanistan-erinnerung-an-einen-kurzen-besuch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Afghanistan </a>2006: &#8222;Eine Frau blickt aus einem Haus und winkt den vorbeifahrenden Männern zu. Für Afghanistan ist das eine Revolution. Sie ist auch ein Verdienst der Männer im Jeep. Es sind Soldaten aus Deutschland.&#8220; Und wie bei jedem Text ist es wichtig, das Mot juste, das richtige Wort an der richtigen Stelle zu schreiben. Auch Mot juste steht auf meiner Schreibtischunterlage.</p>



<p>Zurück zur Schreibtischunterlage. Dort steht noch ein anderer Begriff, nämlich &#8222;haptische Produkte&#8220;. Im Fachjargon der Werbeindustrie Hapticals genannt. Gemeint sind Werbeartikel wie Kugelschreiber, Zollstöcke, neuerdings gerne auch Powerbanks oder &#8211; habe selbst schon bekommen &#8211; kleine Insektenhotels oder Thermobecher. Also alles Dinge, die man anfassen kann. In Zeiten zunehmender Digitalität offenbar immer noch ein wichtiges Segment. Mir ist der Begriff in einem anderen Zusammenhang untergekommen. Nämlich im Sinn von &#8222;wir verkaufen keine haptischen Produkte mehr&#8220;. Sprich: Hier gibt es nur noch digitale Angebote.</p>



<p>Beispiele sind etwa Hörbücher, Streamingdienste, Online-Kurse. Lieferung und Bezahlung erfolgen ausschließlich online. Kennt jeder. Aber die Hapticals zeigen uns, dass Menschen oft doch lieber etwas anfassen möchten. Und sei es nur ein Zollstock mit Baumarktwerbung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/sachkack-und-caffe-latte-notizen-von-der-schreibtischunterlage/">Sachkack und Caffè Latte: Notizen von der Schreibtischunterlage</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Vor der Rente aus dem Alltag gekickt: Wenn plötzlich alles anders ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Nov 2025 17:01:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="494" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rente.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rente.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rente-150x93.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rente-768x474.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich wollte in einem Jahr regulär in Rente gehen und bis dahin noch meinen geliebten Job genießen. Doch plötzlich ist alles anders. Grund ist das Biest in meiner Lunge. Ich arbeite seit mittlerweile 46 Jahren mit Freude in meinem Beruf als Journalistin. Und ich habe zuletzt mit Bedauern auf den 1. November 2026 geschaut. Zu diesem Datum soll ich mit dann 66 Jahren und vier Monaten regulär in Rente gehen. In den letzten Monaten habe ich darüber nachgedacht, wie ich ein erfülltes Rentnerleben führen kann oder ob ich die Aktivrente nutzen soll. Und auf einmal sind alle diese Überlegungen überflüssig. Es ist nicht einmal klar, ob ich vor meinen Renteneintritt noch einmal ins Arbeitsleben zurückkehre. Es begann nach unserem Frankreich-Urlaub. Da war noch alles in Ordnung. Der Job lief, ich war regelmäßig reiten und im Chor singen. Aber irgendwann spürte ich, dass ich schnell außer Atem war. Und das bereits nach wenigen Schritten. Treppensteigen wurde zur großen Anstrengung. Als ich dann noch eines Morgens Blut hustete, war klar, dass ich zum Arzt musste. Abends war ich noch bei der Chorprobe, am nächsten Morgen saß ich bei meiner Hausärztin. Die guckte besorgt. Es folgten einige Untersuchungen, dann schickte sie mich umgehend in die Herzklinik. Es war ein Donnerstag. Bis Montag passierte im Krankenhaus erstmal gar nichts, dann ging es holterdiepolter. Am Ende stand die Diagnose Lungenkrebs. Den bekämpfe ich jetzt mit Chemo, Bestrahlung und am Ende Immuntherapie. Fraglich, ob ich die Rente noch erreiche Was mich aber besonders ärgert ist die Tatsache, dass ich vermutlich nicht mehr regulär in Rente gehen kann. Ich war sowieso schon lange die allerälteste in der Firma. Fast alle Kollegen sind früher aus dem Berufsleben ausgeschieden. Eine Altersteilzeit-Regelung machte es möglich. Der angestrebte Aufwuchs bis zur Rente mit 67 findet nicht statt. Ich weiß zwar nicht, wie es in anderen Branchen ist, aber nach meinem Eindruck gibt es kaum jemanden, der noch bis zur regulären Altersgrenze arbeitet. In meinem gesamten Bekanntenkreis sind so gut wie alle mit 63, 64 oder 65 Jahren ausgeschieden und genießen jetzt ihre &#8211; allerdings etwas knappere &#8211; Rente. Angesichts der gerade mit Heftigkeit geführten Diskussion zur Zukunft der Altersversorgung ein für mich besorgniserregender Befund. Wie soll das System stabil gehalten werden, wenn nicht einmal die, die noch einzahlen sollten und könnten, nicht mehr einzahlen? Wenn das Durchhalten unmöglich ist Andererseits: Wie ich gerade an mir selber sehe, ist es gar nicht so einfach, das reguläre Rentenalter zu erreichen. Nicht einmal, wenn ich gar nicht bis zum 67. Geburtstag durchhalten muss. So schnell kann es vorbei sein mit dem Arbeitsleben. Ich bin allerdings hoffnungsvoll, meine Krankheit zu besiegen und vielleicht in einem halben Jahr noch ein paar Monate zu arbeiten. Um dann ab 1. November 2026 guten Gewissens mein Rentnerdasein zu genießen. Bei hoffentlich guter Gesundheit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/vor-der-rente-aus-dem-alltag-gekickt-wenn-ploetzlich-alles-anders-ist/">Vor der Rente aus dem Alltag gekickt: Wenn plötzlich alles anders ist</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="494" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rente.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rente.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rente-150x93.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rente-768x474.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Ich wollte in einem Jahr regulär in Rente gehen und bis dahin noch meinen geliebten Job genießen. Doch plötzlich ist alles anders. Grund ist das Biest in meiner Lunge.</p>



<span id="more-14466"></span>



<p>Ich arbeite <a href="https://pyrolim.de/pyropro/40-jahre-journalismus-mein-rueckblick/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">seit mittlerweile 46 Jahren</a> mit Freude in meinem Beruf als Journalistin. Und ich habe zuletzt mit Bedauern auf den 1. November 2026 geschaut. Zu diesem Datum soll ich mit dann 66 Jahren und vier Monaten regulär in Rente gehen. In den letzten Monaten habe ich darüber nachgedacht, wie ich ein erfülltes Rentnerleben führen kann oder <a href="https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-und-Presse/Presse/Meldungen/2025/251110-steuerbonus-aktivrente.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ob ich die Aktivrente nutzen soll</a>. Und auf einmal sind alle diese Überlegungen überflüssig. Es ist nicht einmal klar, ob ich vor meinen Renteneintritt noch einmal ins Arbeitsleben zurückkehre.</p>



<p>Es begann nach <a href="https://pyrolim.de/tag/frankreich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">unserem Frankreich-Urlaub</a>. Da war noch alles in Ordnung. Der Job lief, ich war regelmäßig reiten und im Chor singen. Aber irgendwann spürte ich, dass ich schnell außer Atem war. Und das bereits nach wenigen Schritten. Treppensteigen wurde zur großen Anstrengung. Als ich dann noch eines Morgens Blut hustete, war klar, dass ich zum Arzt musste.</p>



<p>Abends war ich noch bei der Chorprobe, am nächsten Morgen saß ich bei meiner Hausärztin. Die guckte besorgt. Es folgten einige Untersuchungen, dann schickte sie mich umgehend in die Herzklinik. Es war ein Donnerstag. Bis Montag passierte im Krankenhaus erstmal gar nichts, dann ging es holterdiepolter. Am Ende stand die Diagnose Lungenkrebs. Den bekämpfe ich jetzt mit Chemo, Bestrahlung und am Ende Immuntherapie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fraglich, ob ich die Rente noch erreiche</h2>



<p>Was mich aber besonders ärgert ist die Tatsache, dass ich vermutlich nicht mehr regulär in Rente gehen kann. Ich war sowieso schon lange die allerälteste in der Firma. Fast alle Kollegen sind früher aus dem Berufsleben ausgeschieden. Eine Altersteilzeit-Regelung machte es möglich.</p>



<p>Der angestrebte Aufwuchs bis zur Rente mit 67 findet nicht statt. Ich weiß zwar nicht, wie es in anderen Branchen ist, aber nach meinem Eindruck gibt es kaum jemanden, der noch bis zur regulären Altersgrenze arbeitet. In meinem gesamten Bekanntenkreis sind so gut wie alle mit 63, 64 oder 65 Jahren ausgeschieden und genießen jetzt ihre &#8211; allerdings etwas knappere &#8211; Rente. </p>



<p>Angesichts der gerade mit Heftigkeit geführten Diskussion zur Zukunft der Altersversorgung ein für mich besorgniserregender Befund. Wie soll das System stabil gehalten werden, wenn nicht einmal die, die noch einzahlen sollten und könnten, nicht mehr einzahlen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn das Durchhalten unmöglich ist </h2>



<p>Andererseits: Wie ich gerade an mir selber sehe, ist es gar nicht so einfach, das reguläre Rentenalter zu erreichen. Nicht einmal, wenn ich gar nicht bis zum 67. Geburtstag durchhalten muss. So schnell kann es vorbei sein mit dem Arbeitsleben. Ich bin allerdings hoffnungsvoll, meine Krankheit zu besiegen und vielleicht in einem halben Jahr noch ein paar Monate zu arbeiten. Um dann ab 1. November 2026 guten Gewissens mein Rentnerdasein zu genießen. Bei hoffentlich guter Gesundheit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/vor-der-rente-aus-dem-alltag-gekickt-wenn-ploetzlich-alles-anders-ist/">Vor der Rente aus dem Alltag gekickt: Wenn plötzlich alles anders ist</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Fachwerk über getüncht: Warum macht man so etwas?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2025 17:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fachwerktitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Ein mit einer Farbe über getünchtes Fachwerkhaus." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fachwerktitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fachwerktitel-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fachwerktitel-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Wenn ich in meiner Heimatstadt bin, sehe ich immer wieder übermaltes Fachwerk. Das mag auf den ersten Blick ordentlich aussehen, macht aber den Charakter von Fachwerkstädten kaputt. In Deutschland gibt es rund 2,5 Millionen Fachwerkhäuser. In vielen Regionen prägen sie das Bild von Dörfern und Kleinstädten. So auch in meiner Heimatstadt Bad Gandersheim und in Einbeck, wo ich eine Zeitlang gelebt habe. Viele dieser Fachwerkstädte sind liebevoll restauriert. Eine Aufgabe für Spezialisten, denn das Fachwerk aus Holz muss ganz anders behandelt und gestrichen werden als die mit Lehm gefüllten und verputzten Flächen dazwischen. Dabei kommt es nicht nur auf einen farblichen Kontrast zwischen Balken und Flächen an. Holz, Putz und Mauerwerk nehmen Feuchtigkeit unterschiedlich auf und geben sie unterschiedlich wieder ab. Das Holz arbeitet, sprich dehnt sich aus oder zieht sich zusammen. Putz und Mauerwerk dagegen sind starr. Wer alles in einer Farbe überstreicht, riskiert, dass Feuchtigkeit im Holz eingeschlossen wird, fault oder im Winter durch Frost gesprengt wird. Wenn Fachwerk einfach übermalt wird In Bad Gandersheim fallen mir allerdings immer mal wieder Fachwerkhäuser auf, bei denen es sich die Eigentümer offenbar leicht gemacht haben. Sie haben einfach die gesamte Fassade in einer Farbe übergestrichen. So sind die Balken vom Fachwerk nur noch zu erahnen. Ich kann mir vorstellen, dass diese Art der Renovierung deutlich billiger und schneller zu realisieren ist als eine aufwändige Behandlung von Balken und Fächern. Aber es verändert den Charakter des Hauses deutlich. Und wenn das mehrere Nachbarn so machen, ändert es das Stadtbild. Das Übertünchen mit einer Farbe ist also die schlechteste Art, Fachwerkhäuser zu renovieren. Zum Glück kommt es nicht allzu oft vor. Aber doch oft genug, um mir aufzufallen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/fachwerk-ueber-getuencht-warum-macht-man-so-etwas/">Fachwerk über getüncht: Warum macht man so etwas?</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fachwerktitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Ein mit einer Farbe über getünchtes Fachwerkhaus." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fachwerktitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fachwerktitel-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fachwerktitel-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Wenn ich in meiner Heimatstadt bin, sehe ich immer wieder übermaltes Fachwerk. Das mag auf den ersten Blick ordentlich aussehen, macht aber den Charakter von Fachwerkstädten kaputt.</p>



<span id="more-14458"></span>



<p>In Deutschland gibt es rund 2,5 Millionen Fachwerkhäuser. In vielen Regionen prägen sie das Bild von Dörfern und Kleinstädten. So auch in meiner <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/fremde-heimat-besuch-in-einer-sterbenden-kleinstadt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heimatstadt Bad Gandersheim</a> und in <a href="https://pyrolim.de/pyropro/tour-nostalgie-deinbeck-auf-den-spuren-meiner-fruehen-jahre/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Einbeck</a>, wo ich eine Zeitlang gelebt habe. Viele dieser Fachwerkstädte sind liebevoll restauriert. Eine <a href="https://www.bau-welt.de/hausbau/architektur/fachwerkhaus/fachwerkhaus-sanieren-und-renovieren.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aufgabe für Spezialisten</a>, denn das Fachwerk aus Holz muss ganz anders behandelt und gestrichen werden als die mit Lehm gefüllten und verputzten Flächen dazwischen. Dabei kommt es nicht nur auf einen farblichen Kontrast zwischen Balken und Flächen an.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2qYC6AX"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/54462021631_8264668393_c.jpg" alt="Blaue Stunde in Einbeck" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Blaue Stunde in Einbeck: Am Marktplatz stehen liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser.</figcaption></figure>



<p>Holz, Putz und Mauerwerk nehmen Feuchtigkeit unterschiedlich auf und geben sie unterschiedlich wieder ab. Das Holz arbeitet, sprich dehnt sich aus oder zieht sich zusammen. Putz und Mauerwerk dagegen sind starr. Wer alles in einer Farbe überstreicht, riskiert, dass Feuchtigkeit im Holz eingeschlossen wird, fault oder im Winter durch Frost gesprengt wird. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn Fachwerk einfach übermalt wird</h2>



<p>In Bad Gandersheim fallen mir allerdings immer mal wieder Fachwerkhäuser auf, bei denen es sich die Eigentümer offenbar leicht gemacht haben. Sie haben einfach die gesamte Fassade in einer Farbe übergestrichen. So sind die Balken vom Fachwerk nur noch zu erahnen. Ich kann mir vorstellen, dass diese Art der Renovierung deutlich billiger und schneller zu realisieren ist als eine aufwändige Behandlung von Balken und Fächern. Aber es verändert den Charakter des Hauses deutlich. Und wenn das mehrere Nachbarn so machen, ändert es das Stadtbild.</p>



<p>Das Übertünchen mit einer Farbe ist also die schlechteste Art, Fachwerkhäuser zu renovieren. Zum Glück kommt es nicht allzu oft vor. Aber doch oft genug, um mir aufzufallen.</p>
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		<title>Boomer: Das neue Feindbild?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Sep 2025 15:41:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="490" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haus-2.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Boomer-Haus im Grünen." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haus-2.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haus-2-150x92.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haus-2-768x470.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich bin Boomer, Babyboomer. 1960 geboren. Und wenn ich dem, was da durch Social Media wabert, glaube, bin ich so ziemlich an allem schuld. Das Boomer-Bashing ging schon vor einigen Jahren los. Da waren wir Babyboomer diejenigen, die nichts rafften. Die sich allem verschlossen. Der modernen Technik, dem Netz, dem Smartphone, allem, was irgendwie mit Digitalität zu tun hatte. Dem Klimaschutzgedanken. Dem Prinzip der Work-Life-Balance. Und überhaupt, lebten wir angeblich alle mehr oder minder hinter dem Mond. Was natürlich überhaupt nicht stimmt. Ich zum Beispiel musste in mehr als 40 Jahren Journalismus so viele neue Techniken lernen, dass ich gar nicht mehr weiß, wie viele es waren. Nicht nur neue Techniken, sondern auch neue Wege, um Inhalte auszuspielen. Wer wusste vor 20 Jahren schon, was ein Podcast ist. Heute mache ich selber welche. Boomer sind technisch durchaus versiert Aber auch um mich herum sind die Boomer alle ziemlich auf der Höhe der Zeit. Die Smartphone-Dichte ist bei ihnen nur unwesentlich geringer als bei den Jüngeren. Wer mal eine Rentnergruppe auf einem Ausflug beobachtet hat, weiß, wovon ich rede. Von Facebook wird behauptet, das sei mittlerweile völlig von Großeltern verseucht. Einer der eifrigen Leserbriefschreiber unserer Zeitung schickte seine Briefe stets per Mail &#8211; mit über 90. Boomer leben auch gesellschaftskritisch keinesfalls hinterm Mond. Guckt man sich diejenigen an, die sich für Umweltschutz engagieren, die gegen Rechts auf die Straße gehen oder die Ehrenämter innehaben, so haben viele von ihnen graue Haare. Die einstigen Umweltbewegten sind es heute im höheren Alter noch. Zur Kritik an der angeblichen Haltung und mangelnden Technikaffinität der Boomer kommt neuerdings noch etwas anderes hinzu: Die Mitglieder dieser Generation sollen zur Kasse gebeten werden, direkt und indirekt. Finanziell und mit Arbeit oder Engagement. Die Forderung nach einem Pflichtjahr für Rentner macht ebenso die Runde wie die nach einem Boomer-Soli. Ökonom Marcel Fratzscher wirft den Babyboomern vor, die Gesellschaft in die Krise geführt zu haben. Und gerade macht ein Artikel in den Sozialen Medien die Runde, in dem es darum geht, dass &#8222;sich sogar 80-Jährige an ihre Häuser krallen&#8220;. Sie sollten sie lieber jungen Familien überlassen. Der eine oder andere versteigt sich sogar dazu, uns eine &#8222;narzisstische Scheißgeneration&#8220; zu nennen. Wer hat uns ein Haus überlassen? Wir haben es uns selbst erarbeitet. Und wir wollen es genießen, und zwar noch möglichst lange. Natürlich ist es uns als Eltern eines erwachsenen Kindes mittlerweile ein bisschen zu groß. Aber es gegen eine &#8211; womöglich teure &#8211; Mietwohnung eintauschen? Oder gegen eine wohl ebenso teure Eigentumswohnung? Irgendwo, wo es uns nicht so gut gefällt wie hier? Kommt nicht infrage. Ein Leben lang keine Sozialleistung in Anspruch genommen Pflichtjahr und Boomer-Soli sind ebenfalls eine Schnapsidee. Ich habe mein ganzes Leben gearbeitet und abgesehen von ein wenig Bafög-Darlehn und Kindergeld niemals einen Pfennig oder Cent Sozialleistungen bezogen. Ich habe immer nur eingezahlt, aber nie etwas herausgekriegt. Das wird sich mit der Rente ändern, aber dafür habe ich schließlich eingezahlt. Also bleibt mir weg mit irgendwelchen Forderungen. In einem gebe ich denjenigen allerdings recht, die auf längeres Arbeiten beharren, um die Rente künftig noch finanzieren zu können: Wir sollten länger als bis zum 65. Lebensjahr arbeiten. Ich weiß, das ist bereits Gesetz. Aber wenn ich mich so umgucke, gibt es rund um mich herum niemanden, der wirklich so lange auf Schicht geht. Ich bin in meiner Altersklasse weit und breit fast die einzige, die noch berufstätig ist. Also, setzt erst einmal die Rente mit 67 um, und dann sehen wir weiter. Bis dahin: Lasst die Boomer gefälligst in Ruhe.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="490" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haus-2.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Boomer-Haus im Grünen." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haus-2.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haus-2-150x92.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haus-2-768x470.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Ich bin Boomer, Babyboomer. 1960 geboren. Und wenn ich dem, was da durch Social Media wabert, glaube, bin ich so ziemlich an allem schuld.</p>



<span id="more-14294"></span>



<p>Das Boomer-Bashing ging schon vor einigen Jahren los. Da waren wir Babyboomer diejenigen, die nichts rafften. Die sich allem verschlossen. Der modernen Technik, dem Netz, dem Smartphone, allem, was irgendwie mit Digitalität zu tun hatte. Dem Klimaschutzgedanken. Dem Prinzip der Work-Life-Balance. Und überhaupt, lebten wir angeblich alle mehr oder minder hinter dem Mond.</p>



<p>Was natürlich überhaupt nicht stimmt. Ich zum Beispiel musste in mehr als <a href="https://pyrolim.de/pyropro/40-jahre-journalismus-mein-rueckblick/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">40 Jahren Journalismus</a> so viele <a href="https://pyrolim.de/pyropro/meine-erste-digitalkamera/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">neue Techniken</a> lernen, dass ich gar nicht mehr weiß, wie viele es waren. Nicht nur neue Techniken, sondern auch neue Wege, um Inhalte auszuspielen. Wer wusste vor 20 Jahren schon, was ein Podcast ist. Heute <a href="https://www.ln-online.de/lokales/luebeck/true-crime-luebeck-staffel-2-folge-1-brandanschlag-hafenstrasse-1996-wer-hat-das-feuer-gelegt-BPOM6NGWXBGQNMHWVWJWWVF7CI.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mache ich selber welche</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Boomer sind technisch durchaus versiert</h2>



<p>Aber auch um mich herum sind die Boomer alle ziemlich auf der Höhe der Zeit. Die Smartphone-Dichte ist bei ihnen nur unwesentlich geringer als bei den Jüngeren. Wer mal eine Rentnergruppe auf einem Ausflug beobachtet hat, weiß, wovon ich rede. Von Facebook wird behauptet, das sei mittlerweile völlig von Großeltern verseucht. Einer der eifrigen Leserbriefschreiber unserer Zeitung schickte seine Briefe stets per Mail &#8211; mit über 90.</p>



<p>Boomer leben auch gesellschaftskritisch keinesfalls hinterm Mond. Guckt man sich diejenigen an, die sich für Umweltschutz engagieren, die gegen Rechts auf die Straße gehen oder die Ehrenämter innehaben, so haben viele von ihnen graue Haare. Die einstigen Umweltbewegten sind es heute im höheren Alter noch.</p>



<p>Zur Kritik an der angeblichen Haltung und mangelnden Technikaffinität der Boomer kommt neuerdings noch etwas anderes hinzu: Die Mitglieder dieser Generation sollen zur Kasse gebeten werden, direkt und indirekt. Finanziell und mit Arbeit oder Engagement.</p>



<p>Die Forderung nach <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100894230/pflichtjahr-und-soli-fuer-boomer-muessen-wir-im-alter-verzicht-ueben-.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">einem Pflichtjahr für Rentner macht ebenso die Runde wie die nach einem Boomer-Soli</a>. Ökonom Marcel Fratzscher wirft den Babyboomern vor, die Gesellschaft in die Krise geführt zu haben. Und gerade macht ein Artikel in den Sozialen Medien die Runde, in dem es darum geht, dass <a href="https://x.com/claude_cueni/status/1961828990181835240" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;sich sogar 80-Jährige an ihre Häuser krallen&#8220;</a>. Sie sollten sie lieber jungen Familien überlassen. Der eine oder andere versteigt sich sogar dazu, uns eine &#8222;narzisstische Scheißgeneration&#8220; zu nennen.</p>



<p>Wer hat uns ein Haus überlassen? Wir haben es uns selbst erarbeitet. Und wir wollen es genießen, und zwar noch möglichst lange. Natürlich ist es uns als Eltern eines erwachsenen Kindes mittlerweile ein bisschen zu groß. Aber es gegen eine &#8211; womöglich teure &#8211; Mietwohnung eintauschen? Oder gegen eine wohl ebenso teure Eigentumswohnung? Irgendwo, wo es uns nicht so gut gefällt wie hier? Kommt nicht infrage.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Leben lang keine Sozialleistung in Anspruch genommen</h2>



<p>Pflichtjahr und Boomer-Soli sind ebenfalls eine Schnapsidee. Ich habe mein ganzes Leben gearbeitet und abgesehen von ein wenig Bafög-Darlehn und Kindergeld niemals einen Pfennig oder Cent Sozialleistungen bezogen. Ich habe immer nur eingezahlt, aber nie etwas herausgekriegt. Das wird sich mit der Rente ändern, aber dafür habe ich schließlich eingezahlt. Also bleibt mir weg mit irgendwelchen Forderungen.</p>



<p>In einem gebe ich denjenigen allerdings recht, die auf längeres Arbeiten beharren, um die Rente künftig noch finanzieren zu können: Wir sollten länger als bis zum 65. Lebensjahr arbeiten. Ich weiß, das ist bereits Gesetz. Aber wenn ich mich so umgucke, gibt es rund um mich herum niemanden, der wirklich so lange auf Schicht geht. Ich bin in meiner Altersklasse weit und breit fast die einzige, die noch berufstätig ist. </p>



<p>Also, setzt erst einmal die Rente mit 67 um, und dann sehen wir weiter. Bis dahin: Lasst die Boomer gefälligst in Ruhe.</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/boomer-das-neue-feindbild/">Boomer: Das neue Feindbild?</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Hitze: Die Last mit der Belastung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Aug 2025 09:56:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Hitze.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Wetterstation zeigt 28 Grad Hitze draußen an." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Hitze.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Hitze-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Hitze-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Kaum steigen die Temperaturen mal über das für wechselwarme Tiere wie mich lebenswichtige Niveau, also über 25 Grad, kommen die ersten Tipps, wie mit der Belastung durch Hitze umzugehen sei. Die Hitzetipps will ich hier gar nicht wiederholen, die kennen die meisten. Was mich aber an einem der Tipps erstaunt hat, war die Folgerung daraus. Da hieß es doch tatsächlich: „Die Hitze bringt erhebliche Wärmebelastung mit sich.“ Ach nee! Das lässt sich schön weiterspinnen und auf fast alle Lebenslagen anwenden. Ich bin sicher, dass Sahnetorte eine hohe Kalorienbelastung mit sich bringt. Beim Sport ist bestimmt mit einer hohen Muskelbelastung zu rechnen und bei der Arbeit mit einer hohen Stressbelastung. Belastung, also etwas mit einer Last zu belegen, ist offenbar immer etwas Negatives, guckt man sich die Synonyme dazu an. Da ist von Beeinträchtigung, Bedrängung, Strapazierung, Trübung und Überbürdung die Rede. Hohe Belastung mit Ung-Wörtern Meine Diagnose: Bei der Belastung ist mit einer hohen Belastung an Ung-Wörtern zu rechnen. Substantivierungen, wie sie jeder Schreibratgeber geißelt. Dabei geht es so viel besser. Um auf die Hitze zurückzukommen: Ich stöhne unter dem Joch der hohen Temperaturen, die wie eine schwere Bürde auf mir lasten. Es ist schon ein Kreuz mit dem Wetter, mal ist es zu heiß, mal zu kalt, mal zu nass und mal zu trocken. Es ist ein Elend. Nie passt es allen und jeder wünscht sich etwas anderes. Ich bin sicher, könnten wir am Wetter drehen, wäre mit der Belastung durch ziemlich viele verschiedene Wünsche zu rechnen. Gut, dass diese Last nicht auf uns lastet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/hitze-die-last-mit-der-belastung/">Hitze: Die Last mit der Belastung</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Hitze.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Wetterstation zeigt 28 Grad Hitze draußen an." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Hitze.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Hitze-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Hitze-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Kaum steigen die Temperaturen mal über das für wechselwarme Tiere wie mich lebenswichtige Niveau, also über 25 Grad, kommen die ersten Tipps, wie mit der Belastung durch Hitze umzugehen sei.</p>



<span id="more-14274"></span>



<p>Die Hitzetipps will ich hier gar nicht wiederholen, die kennen die meisten. Was mich aber an einem der Tipps erstaunt hat, war die Folgerung daraus. Da hieß es doch tatsächlich: „Die Hitze bringt erhebliche Wärmebelastung mit sich.“ Ach nee!</p>



<p>Das lässt sich schön weiterspinnen und auf fast alle Lebenslagen anwenden. Ich bin sicher, dass Sahnetorte eine hohe Kalorienbelastung mit sich bringt. Beim Sport ist bestimmt mit einer hohen Muskelbelastung zu rechnen und bei der Arbeit mit einer hohen Stressbelastung.</p>



<p>Belastung, also etwas mit einer Last zu belegen, ist offenbar immer etwas Negatives, guckt man sich die Synonyme dazu an. Da ist von Beeinträchtigung, Bedrängung, Strapazierung, Trübung und Überbürdung die Rede.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hohe Belastung mit Ung-Wörtern</h2>



<p>Meine Diagnose: Bei der Belastung ist mit einer hohen Belastung an Ung-Wörtern zu rechnen. Substantivierungen, wie sie jeder Schreibratgeber geißelt. Dabei geht es so viel besser.</p>



<p>Um auf die <a href="https://pyrolim.de/pyropro/parkplaetze-als-hitzehoelle/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hitze</a> zurückzukommen: Ich stöhne unter dem Joch der hohen Temperaturen, die wie eine schwere Bürde auf mir lasten. Es ist schon ein Kreuz mit dem Wetter, mal ist es zu heiß, mal zu kalt, mal zu nass und mal zu trocken.</p>



<p>Es ist ein Elend. Nie passt es allen und jeder wünscht sich etwas anderes. Ich bin sicher, könnten wir am Wetter drehen, wäre mit der Belastung durch ziemlich viele verschiedene Wünsche zu rechnen. Gut, dass diese Last nicht auf uns lastet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/hitze-die-last-mit-der-belastung/">Hitze: Die Last mit der Belastung</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Künstliche Intelligenz &#8211; Wie die KI dieses Blog beschreibt</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/kuenstliche-intelligenz-wie-die-ki-dieses-blog-beschreibt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Aug 2025 09:56:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="594" height="519" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/KI.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/KI.jpg 594w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/KI-150x131.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 594px) 100vw, 594px" /><p>Ich muss mich berufsbedingt zunehmend mit der KI befassen. Die Künstliche Intelligenz nimmt immer mehr Raum ein. Und sie hat inzwischen mein Blog entdeckt. Wer heutzutage etwas wissen will, dem Zeit Google oft ganz oben keine passenden Webseiten an, sondern mittlerweile mit Künstlicher Intelligenz generierte Antworten auf seine Fragen. Sogar auf gar nicht gestellt Fragen. Einfach eine Erklärung rund ums Thema, das gesucht wird. Links werden nicht mehr angezeigt oder so klein, mit einem blassen Linkzeichen, dass sie fast nicht zu sehen sind. Was die Künstliche Intelligenz sagt Jüngst habe ich mit Google einen alten Text auf meinem Blog gesucht. Das mache ich manchmal, weil hier inzwischen 1500 Texte erschienen sind. Deshalb verliere ich manchmal den Überblick. Und beim letzten Mal googeln hat mir die Künstliche Intelligenz dann etwas über dieses Blog angezeigt. &#8222;Die Website pyrolim.de bietet verschiedene Textformate an, wie Blogbeiträge, Kurzgeschichten und andere kreative Texte. Diese Texte umfassen persönliche Erlebnisse, Beobachtungen und Reflexionen des Autors, oft unter dem Pseudonym Pyropro. Zu den Themen gehören unter anderem: Journalismus und Medien, Alltagserlebnisse, Naturbeobachtungen und persönliche Meinungen.&#8220; Klingt doch gut, auch wenn manches nicht stimmt. Kurzgeschichten schreibe ich nicht. Das Pseudonym Pyropro ist kein Pseudonym, sondern eine der Kategorien hier im Blog. Allerdings die meist genutzt, denn ich übe in meinen Texten eher seltener Kritik. Die ist übrigens unter Pyrocontra zu finden. Wobei diese Kategorien auf meiner Seite gar nicht auftauchen. Ich weiß gar nicht, warum ich sie immer noch vergebe. Beim oben von der Künstlichen Intelligenz &#8222;geschriebenen&#8220; Text habe ich übrigens noch mehrere Kommafehler korrigiert. Kommasetzung scheint der KI fremd zu sein. Sie hat aber noch mehr festgestellt: Die Texte sind in einer lockeren, persönlichen Sprache gehalten und bieten Einblicke in das Leben und die Gedanken des Autors. Okay, ich bin Autorin, nicht Autor, aber das kann die KI vielleicht nicht wissen. Ansonsten stimmt diese Einschätzung. Und schmeichelt mir ein bisschen. Bei meiner Arbeit mit der Künstlichen Intelligenz habe ich festgestellt, dass die insgesamt ein freundliches Wesen ist. Sie meckert nicht, lobt oft und findet immer ein nettes Wort. Langfristig kostet die KI uns alle Klicks Trotzdem ist die Entwicklung kein Grund zur Freude. Denn langfristig kostet die KI Klicks. Nicht nur bei etablierten Webseiten etwa von Zeitungen, sondern vermutlich auch bei uns privaten Bloggern. &#8222;Eine Studie des Pew Research Center zeigt, dass deutlich seltener auf klassische Suchergebnis-Links geklickt werde, wenn Google eine automatisch generierte KI-Zusammenfassung anzeige – nämlich nur noch von 8 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer, statt vorher von 15 Prozent&#8220;, schreibt Ralf Heimann in der MDR-Medienkolumne Altpapier vom 24. Juli 2025. Das setzt etwa Zeitungsverlage von zwei Seiten unter Druck: Sie verlieren konstant Print-Abonnenten und jetzt zunehmend auch Klicks. Und das, wo die Verleger doch darauf setzen, mit Online-Produkten und Werbung ihre Print-Verluste langfristig auffangen zu können. Angesichts dieser Entwicklung bin ich ganz froh, dass meine Arbeit im Journalismus in etwas mehr als einem Jahr endet. Und ich kann nur hoffen, dass mein kleines Blog nicht allzu sehr unter der neuen Entwicklung leiden muss. Aber selbst wenn: Das hier ist ein schönes Hobby, und ich mache auf jeden Fall weiter. Egal, ob ich Leser habe oder nicht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/kuenstliche-intelligenz-wie-die-ki-dieses-blog-beschreibt/">Künstliche Intelligenz &#8211; Wie die KI dieses Blog beschreibt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="594" height="519" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/KI.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/KI.jpg 594w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/KI-150x131.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 594px) 100vw, 594px" />
<p>Ich muss mich berufsbedingt zunehmend mit der KI befassen. Die Künstliche Intelligenz nimmt immer mehr Raum ein. Und sie hat inzwischen mein Blog entdeckt.</p>



<span id="more-14255"></span>



<p>Wer heutzutage etwas wissen will, dem Zeit Google oft ganz oben keine passenden Webseiten an, sondern mittlerweile mit Künstlicher Intelligenz generierte Antworten auf seine Fragen. Sogar auf gar nicht gestellt Fragen. Einfach eine Erklärung rund ums Thema, das gesucht wird. Links werden nicht mehr angezeigt oder so klein, mit einem blassen Linkzeichen, dass sie fast nicht zu sehen sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was die Künstliche Intelligenz sagt</h2>



<p>Jüngst habe ich mit Google einen alten Text auf meinem Blog gesucht. Das mache ich manchmal, weil hier inzwischen 1500 Texte erschienen sind. Deshalb verliere ich manchmal den Überblick. Und beim letzten Mal googeln hat mir die Künstliche Intelligenz dann etwas über dieses Blog angezeigt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Die Website <a href="https://pyrolim.de/">pyrolim.de</a> bietet verschiedene Textformate an, wie Blogbeiträge, Kurzgeschichten und andere kreative Texte. Diese Texte umfassen persönliche Erlebnisse, Beobachtungen und Reflexionen des Autors, oft unter dem Pseudonym Pyropro. Zu den Themen gehören unter anderem: Journalismus und Medien, Alltagserlebnisse, Naturbeobachtungen und persönliche Meinungen.&#8220;</p>



<p>Klingt doch gut, auch wenn manches nicht stimmt. Kurzgeschichten schreibe ich nicht. Das Pseudonym Pyropro ist kein Pseudonym, sondern eine der Kategorien hier im Blog. Allerdings die meist genutzt, denn ich übe in meinen Texten eher seltener Kritik. Die ist übrigens unter Pyrocontra zu finden. Wobei diese Kategorien auf meiner Seite gar nicht auftauchen. Ich weiß gar nicht, warum ich sie immer noch vergebe.</p>



<p>Beim oben von der Künstlichen Intelligenz &#8222;geschriebenen&#8220; Text habe ich übrigens noch mehrere Kommafehler korrigiert. Kommasetzung scheint der KI fremd zu sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sie hat aber noch mehr festgestellt:</h2>
</blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die Texte sind in einer lockeren, persönlichen Sprache gehalten und bieten Einblicke in das Leben und die Gedanken des Autors.</p>
</blockquote>



<p>Okay, ich bin Autorin, nicht Autor, aber das kann die KI vielleicht nicht wissen. Ansonsten stimmt diese Einschätzung. Und schmeichelt mir ein bisschen. Bei meiner Arbeit mit der Künstlichen Intelligenz habe ich festgestellt, dass die insgesamt ein freundliches Wesen ist. Sie meckert nicht, lobt oft und findet immer ein nettes Wort.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Langfristig kostet die KI uns alle Klicks</h2>



<p>Trotzdem ist die Entwicklung kein Grund zur Freude. Denn langfristig kostet die KI Klicks. Nicht nur bei etablierten Webseiten etwa von Zeitungen, sondern vermutlich auch bei uns privaten Bloggern. &#8222;Eine Studie des Pew Research Center zeigt, dass deutlich seltener auf klassische Suchergebnis-Links geklickt werde, wenn Google eine automatisch generierte KI-Zusammenfassung anzeige – nämlich nur noch von 8 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer, statt vorher von 15 Prozent&#8220;, schreibt Ralf Heimann in der <a href="https://www.mdr.de/altpapier/das-altpapier-4258.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">MDR-Medienkolumne Altpapier vom 24. Juli 2025</a>.</p>



<p>Das setzt etwa Zeitungsverlage von zwei Seiten unter Druck: Sie verlieren konstant Print-Abonnenten und jetzt zunehmend auch Klicks. Und das, wo die Verleger doch darauf setzen, mit Online-Produkten und Werbung ihre Print-Verluste langfristig auffangen zu können. Angesichts dieser Entwicklung bin ich ganz froh, dass meine Arbeit im Journalismus in etwas mehr als einem Jahr endet. Und ich kann nur hoffen, dass mein kleines Blog nicht allzu sehr unter der neuen Entwicklung leiden muss. Aber selbst wenn: Das hier ist ein schönes Hobby, und ich mache auf jeden Fall weiter. Egal, ob ich Leser habe oder nicht. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/kuenstliche-intelligenz-wie-die-ki-dieses-blog-beschreibt/">Künstliche Intelligenz &#8211; Wie die KI dieses Blog beschreibt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Uns geht&#8217;s doch gut: Wie Deutschland kaputt geredet wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jul 2025 15:22:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schmuckeorte1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Von wegen alles ist kaputt: Überall gibt es gepflegte und schmucke Dörfer und Städte." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schmuckeorte1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schmuckeorte1-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schmuckeorte1-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich kriege zwei Dinge nicht in meinem Kopf zusammen: Wie Nutzer auf Social Media alles kaputt reden, was gar nicht kaputt ist in diesem Land. Ich bin viel unterwegs. Komme durch Städte und Dörfer, nicht nur hier im ländlichen Schleswig-Holstein. Meine Wege führen mich in Großstädte und Kleinstädte, in Dörfer und über Land. Was ich dort sehe? Alles ist gut in Schuss. Die Häuser sind gepflegt. Viele tragen Solarpaneele auf den Dächern. Die Gärten mit der Nagelschere in Form gebracht, die Auffahrten frei von Unkraut (Fugen lassen sich am besten mit einem Hufkratzer reinigen), die Autos neu und sauber. Die Gartenzäune sind gestrichen, die Hecken gestutzt. Natürlich gibt es hier und da Ausnahmen, aber im Großen und Ganzen stimmt dieses Bild. Ständige Klagen, Deutschland werde kaputt gemacht In völligem Gegensatz dazu steht, was ich oft auf sozialen Medien lesen muss. Vor allem in den Jahren der Ampelkoalition führten User allüberall dieselbe Klage. Das Land gehe vor die Hunde. Die Politiker machten es systematisch kaputt. Es werde vor die Wand gefahren. Es gehe abwärts, mit Karacho. Da ist vom Trümmerhaufen die Rede, den die Ampelkoalition hinterlassen habe. Aber auch jetzt, mit der neuen Regierung, wird geklagt, was das Zeug hält. Was ist da nicht alles zu lesen. &#8222;Ich glaube in 5 Jahren ist Deutschland endgültig schrottreif, wenn sich nicht grundlegend etwas ändert!&#8220; &#8222;Wir sehen den völligen Zerfall noch in diesem Jahrzehnt.&#8220; &#8222;Es wird immer schneller immer schlimmer.&#8220; &#8222;Alles wird kaputt gemacht.&#8220; Klar, es ist zu viel gespart worden in den vergangenen Jahrzehnten. Die Infrastruktur hat darunter gelitten. Marode Brücken und Straßen allenthalben. Doch seit einiger Zeit gibt es überall Baustelle, wird Straße um Straße saniert. Was zu Umleitungen führt, die wiederum vielen nicht passen. Sie nerven, mich auch. Aber es ist gut, dass etwa passiert, und das nicht erst, seitdem die neue Regierung im Amt ist. Bereits seit einigen Jahren sind überall Straßen- und Bauarbeiter am Werk. Vor allem aber wird auf sozialen Netzwerken geklagt, dass es den Menschen immer schlechter gehe. Ja, wir hatten eine kräftige Inflation, vieles, vor allem Lebensmittel und Energie, ist teurer geworden. Aber wenn ich sehe, was an verkaufsoffenen Sonntagen in den Innenstädten los ist, wie voll Einkaufswagen im Supermarkt sind, kann es nicht ganz so schlimm sein. Auch die schmucken Häuser, die recht neuen Autos, die Urlaubsreisen können nicht von nichts bezahlt worden sein. Offenbar geht es vielen Menschen in diesem Land finanziell so gut, dass sie sich all das ohne Probleme leisten können. Und viele sind aktiv, pflegen ihr Umfeld und sich selbst, leben in guten Verhältnissen. Es gibt sogar eine Rangliste der schönsten deutschen Dörfer. Wo bitte geht dieses Land den Bach runter? Wo ist es so kaputt, wie immer behauptet wird? Das Gejammer passt nicht ins alltägliche Bild Das Gejammer geht mir zunehmend auf die Nerven, weil es so gar nicht mit dem Bild zusammenpasst, das ich täglich sehe. Und wer ins Ausland guckt, vor allem ins außereuropäische, kann nur zu einem Schluss kommen: Wir leben gut hier in Deutschland, und es sieht nicht so aus, als ob sich bald daran etwas ändert. Diejenigen, die jammern, jammern auf hohem Niveau. Ich will nicht verhehlen, dass es Menschen gibt, denen es finanziell schlecht geht. Auch nicht, dass es in jedem Ort Schmuddelecken gibt. Stadtviertel, die teilweise oder ganz heruntergekommen sind. Aber alles in allem ist unser Land in einem guten Zustand. Ich bin optimistisch, dass das so bleibt. Also lasst bitte das Jammern, ich kann es nicht mehr hören.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/uns-gehts-doch-gut-wie-deutschland-kaputt-geredet-wird/">Uns geht&#8217;s doch gut: Wie Deutschland kaputt geredet wird</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schmuckeorte1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Von wegen alles ist kaputt: Überall gibt es gepflegte und schmucke Dörfer und Städte." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schmuckeorte1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schmuckeorte1-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schmuckeorte1-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Ich kriege zwei Dinge nicht in meinem Kopf zusammen: Wie Nutzer auf Social Media alles kaputt reden, was gar nicht kaputt ist in diesem Land.</p>



<span id="more-14201"></span>



<p>Ich bin viel unterwegs. Komme durch Städte und Dörfer, nicht nur hier im ländlichen Schleswig-Holstein. Meine Wege führen mich in Großstädte und Kleinstädte, in <a href="https://pyrolim.de/tag/dorfspaziergang/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dörfer</a> und über Land. Was ich dort sehe? Alles ist gut in Schuss. Die Häuser sind gepflegt. Viele tragen Solarpaneele auf den Dächern. Die Gärten mit der Nagelschere in Form gebracht, die Auffahrten frei von Unkraut (Fugen lassen sich am besten mit einem Hufkratzer reinigen), die Autos neu und sauber. Die Gartenzäune sind gestrichen, die Hecken gestutzt. Natürlich gibt es hier und da Ausnahmen, aber im Großen und Ganzen stimmt dieses Bild.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ständige Klagen, Deutschland werde kaputt gemacht</h2>



<p>In völligem Gegensatz dazu steht, was ich oft auf sozialen Medien lesen muss. Vor allem in den Jahren der Ampelkoalition führten User allüberall dieselbe Klage. Das Land gehe vor die Hunde. Die Politiker machten es systematisch kaputt. Es werde vor die Wand gefahren. Es gehe abwärts, mit Karacho. Da ist vom Trümmerhaufen die Rede, den die Ampelkoalition hinterlassen habe. Aber auch jetzt, mit der neuen Regierung, wird geklagt, was das Zeug hält. Was ist da nicht alles zu lesen. &#8222;Ich glaube in 5 Jahren ist Deutschland endgültig schrottreif, wenn sich nicht grundlegend etwas ändert!&#8220; &#8222;Wir sehen den völligen Zerfall noch in diesem Jahrzehnt.&#8220; &#8222;Es wird immer schneller immer schlimmer.&#8220; &#8222;Alles wird kaputt gemacht.&#8220;</p>



<p>Klar, es ist zu viel gespart worden in den vergangenen Jahrzehnten. Die Infrastruktur hat darunter gelitten. Marode Brücken und Straßen allenthalben. Doch seit einiger Zeit gibt es überall Baustelle, wird Straße um Straße saniert. Was zu Umleitungen führt, die wiederum vielen nicht passen. Sie nerven, mich auch. Aber es ist gut, dass etwa passiert, und das nicht erst, seitdem die neue Regierung im Amt ist. Bereits seit einigen Jahren sind überall Straßen- und Bauarbeiter am Werk.</p>



<p>Vor allem aber wird auf sozialen Netzwerken geklagt, dass es den Menschen immer schlechter gehe. Ja, wir hatten eine kräftige Inflation, vieles, vor allem Lebensmittel und Energie, ist teurer geworden. Aber wenn ich sehe, was an verkaufsoffenen Sonntagen in den Innenstädten los ist, wie voll Einkaufswagen im Supermarkt sind, kann es nicht ganz so schlimm sein.</p>



<p>Auch die schmucken Häuser, die recht neuen Autos, die Urlaubsreisen können nicht von nichts bezahlt worden sein. Offenbar geht es vielen Menschen in diesem Land finanziell so gut, dass sie sich all das ohne Probleme leisten können. Und viele sind aktiv, pflegen ihr Umfeld und sich selbst, leben in guten Verhältnissen. Es gibt sogar <a href="https://www.geo.de/reisen/reise-inspiration/zehn-der-schoensten-doerfer-deutschlands-30166750.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">eine Rangliste der schönsten deutschen Dörfer</a>. Wo bitte geht dieses Land den Bach runter? Wo ist es so kaputt, wie immer behauptet wird?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Gejammer passt nicht ins alltägliche Bild</h2>



<p>Das Gejammer geht mir zunehmend auf die Nerven, weil es so gar nicht mit dem Bild zusammenpasst, das ich täglich sehe. Und wer ins Ausland guckt, vor allem ins außereuropäische, kann nur zu einem Schluss kommen: Wir leben gut hier in Deutschland, und es sieht nicht so aus, als ob sich bald daran etwas ändert. Diejenigen, die jammern, jammern auf hohem Niveau.</p>



<p>Ich will nicht verhehlen, dass es Menschen gibt, denen es finanziell schlecht geht. Auch nicht, dass es in jedem Ort Schmuddelecken gibt. <a href="https://www.bpb.de/themen/recht-justiz/gangsterlaeufer/202834/problemviertel-imageproduktion-und-soziale-benachteiligung-staedtischer-quartiere/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stadtviertel, die teilweise oder ganz heruntergekommen sind</a>. Aber alles in allem ist unser Land in einem guten Zustand. Ich bin optimistisch, dass das so bleibt. Also lasst bitte das Jammern, ich kann es nicht mehr hören.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gedacht/uns-gehts-doch-gut-wie-deutschland-kaputt-geredet-wird/">Uns geht&#8217;s doch gut: Wie Deutschland kaputt geredet wird</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Rohrpost &#8211; für immer verschwunden?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jun 2025 09:29:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktion]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="752" height="360" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rohrpost.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Rohrpost-Station im Flur der Redaktion." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rohrpost.jpg 752w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rohrpost-150x72.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 752px) 100vw, 752px" /><p>Erinnert sich noch jemand an die gute alte Rohrpost. Auch so ein Kommunikationsweg, der für immer verschwunden ist. Junge Leute wissen gar nicht mehr, was das war. &#8222;Hast du mal eine Bombe für mich?&#8220; war über Jahre und Jahrzehnte ein ständig gehörter Spruch in der Redaktion. Eine Bombe? Was sollte das sein? Nun, nichts Explosives. Eine Bombe war ein länglicher Kunststoffzylinder mit verdickten und mit einer Art Filz ummantelten Enden. Offiziell Rohrpostbehälter genannt. Da hinein wurden Manuskripte oder andere Papiere gesteckt, die von einer Abteilung zur anderen geschickt werden sollten. Empfängernummer eingeben, Start drücken, und schon zog ein Luftzug die Bombe in die Röhren der Rohrpost. Darin flitzten sie von einer Station zur anderen. Tolle Sache. Das Ende der Rohrpost kam mit der Digitalisierung Doch der Tod der Rohrpost in der Redaktion kam unweigerlich mit der Digitalisierung. Niemand muss mehr ein Manuskript per Rohrpost verschicken, wenn es doch per E-Mail noch schneller geht und der Inhalt nicht mehr auf Papier übermittelt, sondern zur sofortigen Weiterverarbeitung digital versendet wird. Und so hingen die Rohrpost-Stationen noch eine ganze Weile ungenutzt auf den Redaktionsfluren. Irgendwann wurden sie abmontiert. Die letzten überlebenden Rohrpostbomben dienten dem einen oder anderen noch zur Aufbewahrung von diesem und jenem. So weit die hausinterne Rohrpost. Es gab aber noch eine andere, eine viel, viel größere. Die sogenannte pneumatische Eisenbahn von Berlin, eine die Stadt umfassende Rohrpostanlage. Die wiederum nicht in Berlin erfunden, sondern in London ersonnen und erstmals installiert wurde. 1976 wurde die letzte öffentliche Rohrpost in Berlin zugestellt. Auf unseren Redaktionsfluren flitzte die letzte nach meiner Erinnerung irgendwann Ende der 90er Jahre unterhalb der Decken durchs Haus. Damit ging ein weiteres Stück redaktioneller Textübermittlung zu Ende. Ich habe eine Menge davon in meinem langen Journalistenleben genutzt, etwa den Akustikkoppler. Oder das Durchgeben der Texte übers Telefon, mit Glück aus einem Büro, manchmal aus einer Telefonzelle. Deshalb hatte ich zunächst immer genug Markstücke im Portemonnaie, später stets Telefonkarten. Auch, um von unterwegs Kontakt zur Redaktion zu halten. Die Zeit der öffentlichen Fernsprecher ist ebenso vorbei wie die der Rohrpost. Manchmal steht noch eine von diesen Telefonstelen der Telekom irgendwo herum. Schutzlos steht derjenige, der telefonieren möchte, davor. Das war bei den Telefonzellen noch anders. Kein Regen von oben, dafür zerfledderte Telefonbücher und ein elendiger Gestank. Haldewitzka hat einen wunderbaren Text darüber geschrieben. Keine Sehnsucht nach der Kommunikation von gestern Nein, ich will die Telefonzellen nicht zurück und auch die Rohrpost nicht. Man kann zu moderner, digitaler Kommunikation stehen, wie man will. Aber sie ist schnell und vermeidet Fehler. Ich will nicht wissen, was beim Abtippen von Texten aus der Rohrpost oder von sonst woher alles falsch gelaufen ist. Übrigens gibt es noch heute Anwendungen für die Rohrpost. So wird sie etwa benutzt, um in Laboren und Krankenhäusern Blut- oder Gewebeproben zu schicken oder in Warenhäusern, um Kassenbestände miteinander zu verbinden. Die Rohrpost ist nicht tot.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/rohrpost-fuer-immer-verschwunden/">Rohrpost &#8211; für immer verschwunden?</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="752" height="360" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rohrpost.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Rohrpost-Station im Flur der Redaktion." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rohrpost.jpg 752w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Rohrpost-150x72.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 752px) 100vw, 752px" />
<p>Erinnert sich noch jemand an die gute alte Rohrpost. Auch so ein Kommunikationsweg, der für immer verschwunden ist. Junge Leute wissen gar nicht mehr, was das war.</p>



<span id="more-14170"></span>



<p>&#8222;Hast du mal eine Bombe für mich?&#8220; war über Jahre und Jahrzehnte ein ständig gehörter Spruch in der Redaktion. Eine Bombe? Was sollte das sein? Nun, nichts Explosives. Eine Bombe war ein länglicher Kunststoffzylinder mit verdickten und mit einer Art Filz ummantelten Enden. Offiziell <a href="https://rohrpost.de/de/rohrpostsysteme/rohrpost-transportbehaelter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rohrpostbehälter genannt</a>. Da hinein wurden Manuskripte oder andere Papiere gesteckt, die von einer Abteilung zur anderen geschickt werden sollten. Empfängernummer eingeben, Start drücken, und schon zog ein Luftzug die Bombe in die Röhren der Rohrpost. Darin flitzten sie von einer Station zur anderen. Tolle Sache.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Ende der Rohrpost kam mit der Digitalisierung</h2>



<p>Doch der Tod der Rohrpost in der Redaktion kam unweigerlich mit der Digitalisierung. Niemand muss mehr ein Manuskript per Rohrpost verschicken, wenn es doch per E-Mail noch schneller geht und der Inhalt nicht mehr auf Papier übermittelt, sondern zur sofortigen Weiterverarbeitung digital versendet wird. Und so hingen die Rohrpost-Stationen noch eine ganze Weile ungenutzt auf den Redaktionsfluren. Irgendwann wurden sie abmontiert. Die letzten überlebenden Rohrpostbomben dienten dem einen oder anderen noch zur Aufbewahrung von diesem und jenem.</p>



<p>So weit die hausinterne Rohrpost. Es gab aber noch eine andere, eine viel, viel größere. Die sogenannte pneumatische Eisenbahn von Berlin, eine <a href="https://culturmag.de/rubriken/buecher/sachbuch-ingmar-arnold-die-geschichte-der-rohrpost/97086" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Stadt umfassende Rohrpostanlage</a>. Die wiederum nicht in Berlin erfunden, sondern in London ersonnen und erstmals installiert wurde. 1976 wurde die letzte öffentliche Rohrpost in Berlin zugestellt. Auf unseren Redaktionsfluren flitzte die letzte nach meiner Erinnerung irgendwann Ende der 90er Jahre unterhalb der Decken durchs Haus.</p>



<p>Damit ging ein weiteres Stück redaktioneller Textübermittlung zu Ende. Ich habe eine Menge davon in meinem <a href="https://pyrolim.de/pyropro/40-jahre-journalismus-mein-rueckblick/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">langen Journalistenleben</a> genutzt, etwa <a href="https://pyrolim.de/pyropro/erlebt/kurze-kulturgeschichte-der-textubertragung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">den Akustikkoppler</a>. Oder das Durchgeben der Texte übers Telefon, mit Glück aus einem Büro, <a href="https://pyrolim.de/pyropro/telefonzellen-mobiles-arbeiten-in-den-80ern/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">manchmal aus einer Telefonzelle</a>. Deshalb hatte ich zunächst immer genug Markstücke im Portemonnaie, später stets Telefonkarten. Auch, um von unterwegs Kontakt zur Redaktion zu halten.</p>



<p>Die Zeit der öffentlichen Fernsprecher ist ebenso vorbei wie die der Rohrpost. Manchmal steht noch eine von diesen Telefonstelen der Telekom irgendwo herum. Schutzlos steht derjenige, der telefonieren möchte, davor. Das war bei den Telefonzellen noch anders. Kein Regen von oben, dafür zerfledderte Telefonbücher und ein elendiger Gestank. Haldewitzka <a href="https://haldewitzka.de/telefonzelle-nostalgie-kommunikationskultur/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hat einen wunderbaren Text darüber geschrieben</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Keine Sehnsucht nach der Kommunikation von gestern</h2>



<p>Nein, ich will die Telefonzellen nicht zurück und auch die Rohrpost nicht. Man kann zu moderner, digitaler Kommunikation stehen, wie man will. Aber sie ist schnell und vermeidet Fehler. Ich will nicht wissen, was beim Abtippen von Texten aus der Rohrpost oder von sonst woher alles falsch gelaufen ist.</p>



<p>Übrigens gibt es noch heute Anwendungen für die Rohrpost. So wird sie etwa benutzt, um in Laboren und Krankenhäusern Blut- oder Gewebeproben zu schicken oder in Warenhäusern, um Kassenbestände miteinander zu verbinden. Die Rohrpost ist nicht tot.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/rohrpost-fuer-immer-verschwunden/">Rohrpost &#8211; für immer verschwunden?</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Stramme Lotte mit Familiensoße</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 May 2025 16:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="544" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Spargel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Spargel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Spargel-150x102.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Spargel-768x522.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Wenn ein Wort schwer auszusprechen ist, findet sich dafür oft eine Verballhornung. Dann wird aus Vanillesoße schnell Familiensoße. Noch läuft die Spargelsaison. Und die Saison für Sauce Hollandaise (sprich: Soooß Ollondäs). Klassisches Geklecker auf den edlen Stangen und den dazu gereichten neuen Kartoffeln. Wie bei französischen und italienischen Küchengenüssen üblich, haben jedoch viele Menschen mit der Aussprache Probleme. Da bieten sich Verballhornungen an. Warum nicht aus der Sauce Hollandaise die Holiday-Soße machen? Spricht sich doch gleich viel leichter aus. Alle mögen Familiensoße Ein ähnliches Schicksal hat die Vanillesoße ereilt. In meiner Jugend hieß die Familiensoße. Passt, denn diese Sauce war bei allen Familienmitgliedern beliebt. Wie also hätte sie anders heißen sollen? Wie leicht haben wir es doch da im Deutschen mit unseren Speisen. Wir können ihre Namen problemlos aussprechen. Wenn auch manchmal rätselhaft bleibt, was sich dahinter verbirgt. Ich sage nur Tote Tante, Armer Ritter oder Kalter Hund. Das geht auch dem Strammen Max leicht über die Lippen. Der ist übrigens nicht deshalb stramm, weil er schon etliche Tote Tanten intus hat. Übrigens alles Gerichte und Getränke, die nicht in Mutters Rezeptbuch vorkommen. Offenbar hat auch bei den Speisen die Gleichberechtigung Einzug gehalten. In einigen Gegenden heißt der Stramme Max Stramme Lotte. Ob die Familiensoße mag, ist allerdings nicht überliefert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/stramme-lotte-mit-familiensosse/">Stramme Lotte mit Familiensoße</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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<p>Wenn ein Wort schwer auszusprechen ist, findet sich dafür oft eine Verballhornung. Dann wird aus Vanillesoße schnell Familiensoße.</p>



<span id="more-14145"></span>



<p>Noch läuft die Spargelsaison. Und die Saison für <a href="https://www.essen-und-trinken.de/rezepte/sauce-hollandaise-rezept-gelingsicher-zubereiten-12107998.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sauce Hollandaise</a> (sprich: Soooß Ollondäs). Klassisches Geklecker auf den edlen Stangen und den dazu gereichten neuen Kartoffeln. Wie bei französischen und italienischen Küchengenüssen üblich, haben jedoch viele Menschen mit der Aussprache Probleme. Da bieten sich Verballhornungen an. Warum nicht aus der Sauce Hollandaise die Holiday-Soße machen? Spricht sich doch gleich viel leichter aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alle mögen Familiensoße</h2>



<p>Ein ähnliches Schicksal hat die Vanillesoße ereilt. In meiner Jugend hieß die Familiensoße. Passt, denn diese Sauce war bei allen Familienmitgliedern beliebt. Wie also hätte sie anders heißen sollen?</p>



<p>Wie leicht haben wir es doch da im Deutschen mit unseren Speisen. Wir können ihre Namen problemlos aussprechen. Wenn auch manchmal rätselhaft bleibt, was sich dahinter verbirgt. Ich sage nur Tote Tante, <a href="https://www.malteskitchen.de/armer-ritter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Armer Ritter</a> oder<a href="https://www.familienkost.de/rezept_kalter_hund.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Kalter Hund</a>. Das geht auch dem Strammen Max leicht über die Lippen. Der ist übrigens nicht deshalb stramm, weil er schon etliche <a href="https://herzelieb.de/tote-tante-so-wird-es-gemacht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tote Tanten</a> intus hat. Übrigens alles Gerichte und Getränke, die nicht in <a href="https://pyrolim.de/pyropro/mutters-rezeptbuch-und-die-plaetzchen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mutters Rezeptbuch</a> vorkommen.</p>



<p>Offenbar hat auch bei den Speisen die Gleichberechtigung Einzug gehalten. In einigen Gegenden heißt der Stramme Max Stramme Lotte. Ob die Familiensoße mag, ist allerdings nicht überliefert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/stramme-lotte-mit-familiensosse/">Stramme Lotte mit Familiensoße</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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