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	<title>gehört Archive - Pyrolirium</title>
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	<title>gehört Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>Entdeckt und für gut befunden: Lieblings-Podcasts</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2024 15:23:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="291" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Podcasts.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Podcast-Kacheln bei Spotify." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Podcasts.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Podcasts-150x55.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Podcasts-768x279.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Es hat lange gedauert, bis ich Podcasts für mich entdeckt habe. Mittlerweile haben sich ein paar Lieblings-Podcasts herausgeschält. Das sind sie. Ich bin Reporterin bei den Lübecker Nachrichten. Deshalb kommt hier als Erstes ein Lübecker-Nachrichten-Podcast, nämlich True Crime Lübeck. Es gab bisher mehrere Staffeln, die aktuelle läuft gerade. Ich höre den Podcast gerne, weil ich mich an viele der behandelten Fälle erinnere und weil sie in der Region spielen und manche hier und sogar überregional viel Staub aufgewirbelt haben. Einen dieser Fälle durfte ich selbst erzählen, nämlich den vom Brand an der Hafenstraße, bei dem zehn Flüchtlinge ums Leben kamen. Einen weiteren, lange zurückliegenden Fall, den ich erzählen durfte, war der vom Pferdekoppelmord. Der Podcast für Medienleute Wenn Holger anruft, höre ich fast immer zu. &#8222;Holger ruft an&#8220; heißt der Podcast von Übermedien. Die jüngste Folge beschäftige sich mit dem sogenannten Sylt-Video. Mittlerweile gibt es 159 Folgen, und Holger nimmt sich stets ein gerade aktuelles Thema. Für Medienleute absolut hörenswert. Miniaturen der klassischen Musik Wunderbare Podcast-Miniaturen sind die Meisterstücke von WDR 3. Häufig nicht länger als 15 Minuten, geben sie jeweils einen spannenden Einblick in die Geschichte berühmter klassischer Musikstücke. Michael Lohse erzählt pointiert und mit vielen Hörbeispielen gespickt die Pointen und Geschichten hinter den Ohrwürmern der Klassik. Die Werkauswahl ist weit gespannt und reicht von Bachs Johannes-Passion über Schostakowitschs zehnte Symphonie bis zu Schuberts Forellenquintett. Kunst mit geschlossenen Augen sehen Kann man über bildende Kunst reden, ohne sie zu sehen? Kann man, und vielleicht heißt der Kunst-Podcast von Zeit-online deshalb &#8222;Augen zu&#8220;. Florian Illies und Giovanni di Lorenzo reden über Künstler und deren Werke und blicken hinter die Leinwände und Paletten. Beim Hören des Podcasts ist es jedoch trotz des Titels ganz gut, den einen oder anderen Kunst-Bildband zur Hand zu haben. Selbst wenn einem wie mir viele der beschriebenen Bilder vor dem inneren Auge stehen. Kunst kann ein Verbrechen sein Kunst und Verbrechen vereint der NDR-Podcast Kunstverbrechen. Gerade habe ich eine alte Folge gehört, die vom Kunstfälscher Lothar Malskat handelt, der 1951 die Marienkirche in Lübeck mit original mittelalterlichen Heiligenbildern ausschmückte. Dazu gibt es noch eine zweite Folge. Weitere spannende Folgen handeln etwa von den Grabräubern der Himmelsscheibe von Nebra und vom Diebstahl der Mona Lisa aus dem Louvre. Sehr gerne habe ich auch den mehrteiligen Podcast &#8222;Die Faschojägerin?!&#8220; vom Mitteldeutschen Rundfunk gehört. Sehr ausführliche und informative Folgen über Lina E. Solche Themen finde ich eher per Zufall, bin aber sehr dankbar dafür. Da draußen gibt es noch so viele hörenswerte Podcasts, aber leider fehlt mir die Zeit, sie alle zu hören. Im Auto höre ich Hörbücher, da fallen die Hör-Reportagen aus. Sie kommen immer dann zum Zug, wenn ich putze, spazieren gehe oder im Garten arbeite. Was alles nur ein paar Stunden pro Woche vorkommt, denn ich habe ja auch noch einen Vollzeitjob. Da bleibt leider nicht viel Zeit für Podcasts.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/entdeckt-und-fuer-gut-befunden-lieblings-podcasts/">Entdeckt und für gut befunden: Lieblings-Podcasts</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="291" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Podcasts.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Podcast-Kacheln bei Spotify." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Podcasts.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Podcasts-150x55.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Podcasts-768x279.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Es hat lange gedauert, bis ich Podcasts für mich entdeckt habe. Mittlerweile haben sich ein paar Lieblings-Podcasts herausgeschält. Das sind sie.</p>



<span id="more-13608"></span>



<p>Ich bin Reporterin bei den Lübecker Nachrichten. Deshalb kommt hier als Erstes ein Lübecker-Nachrichten-Podcast, nämlich <a href="https://www.ln-online.de/podcast/true-crime-luebeck/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">True Crime Lübeck</a>. Es gab bisher mehrere Staffeln, die aktuelle läuft gerade. Ich höre den Podcast gerne, weil ich mich an viele der behandelten Fälle erinnere und weil sie in der Region spielen und manche hier und sogar überregional viel Staub aufgewirbelt haben. Einen dieser Fälle durfte ich selbst erzählen, nämlich den <a href="https://www.ln-online.de/lokales/luebeck/true-crime-luebeck-staffel-2-folge-1-brandanschlag-hafenstrasse-1996-wer-hat-das-feuer-gelegt-BPOM6NGWXBGQNMHWVWJWWVF7CI.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vom Brand an der Hafenstraße</a>, bei dem <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/zehn-fluechtlinge-starben-20-jahre-brand-an-der-luebecker-hafenstrasse/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zehn Flüchtlinge ums Leben kamen</a>. Einen weiteren, lange zurückliegenden Fall, den ich erzählen durfte, war der vom <a href="https://www.ln-online.de/lokales/luebeck/ln-podcast-true-crime-luebeck-folge-4-wer-hat-annette-s-ermordet-5PS652VYNYYFHPDFZWEDRNBS3Y.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pferdekoppelmord</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Podcast für Medienleute</h2>



<p>Wenn Holger anruft, höre ich fast immer zu. &#8222;Holger ruft an&#8220; heißt der Podcast von Übermedien. Die <a href="https://uebermedien.de/95571/duerfen-medien-leute-die-nazi-parolen-singen-an-den-pranger-stellen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">jüngste Folge</a> beschäftige sich mit dem sogenannten Sylt-Video. Mittlerweile gibt es 159 Folgen, und Holger nimmt sich stets ein gerade aktuelles Thema. Für Medienleute absolut hörenswert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Miniaturen der klassischen Musik</h2>



<p>Wunderbare Podcast-Miniaturen sind <a href="https://uebermedien.de/95571/duerfen-medien-leute-die-nazi-parolen-singen-an-den-pranger-stellen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Meisterstücke von WDR 3</a>. Häufig nicht länger als 15 Minuten, geben sie jeweils einen spannenden Einblick in die Geschichte berühmter klassischer Musikstücke. Michael Lohse erzählt pointiert und mit vielen Hörbeispielen gespickt die Pointen und Geschichten hinter den Ohrwürmern der Klassik. Die Werkauswahl ist weit gespannt und reicht von <a href="https://pyrolim.de/pyropro/karfreitag-die-worte-zu-den-bach-choraelen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bachs Johannes-Passion</a> über Schostakowitschs zehnte Symphonie bis zu Schuberts Forellenquintett.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kunst mit geschlossenen Augen sehen</h2>



<p>Kann man über bildende Kunst reden, ohne sie zu sehen? Kann man, und vielleicht heißt der <a href="https://www.zeit.de/serie/augen-zu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kunst-Podcast von Zeit-online deshalb &#8222;Augen zu&#8220;</a>. Florian Illies und Giovanni di Lorenzo reden über Künstler und deren Werke und blicken hinter die Leinwände und Paletten. Beim Hören des Podcasts ist es jedoch trotz des Titels ganz gut, den einen oder anderen Kunst-Bildband zur Hand zu haben. Selbst wenn einem wie mir viele der beschriebenen Bilder vor dem inneren Auge stehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kunst kann ein Verbrechen sein</h2>



<p>Kunst und Verbrechen vereint der <a href="https://www.ndr.de/kultur/podcast5560.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">NDR-Podcast Kunstverbrechen</a>. Gerade habe ich eine alte Folge gehört, die <a href="https://www.ndr.de/kultur/Der-Skandal-um-Kirchenfaelscher-Lothar-Malskat-1-2,audio1532644.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vom Kunstfälscher Lothar Malskat handelt</a>, der 1951 die Marienkirche in Lübeck mit original mittelalterlichen Heiligenbildern ausschmückte. Dazu gibt es noch eine zweite Folge. Weitere spannende Folgen handeln etwa von den Grabräubern der Himmelsscheibe von Nebra und vom Diebstahl der Mona Lisa aus dem Louvre.</p>



<p>Sehr gerne habe ich auch den mehrteiligen Podcast <a href="https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/lina-e/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Die Faschojägerin?!&#8220; vom Mitteldeutschen Rundfunk</a> gehört. Sehr ausführliche und informative Folgen über Lina E. Solche Themen finde ich eher per Zufall, bin aber sehr dankbar dafür.</p>



<p>Da draußen gibt es noch so viele hörenswerte Podcasts, aber leider fehlt mir die Zeit, sie alle zu hören. Im Auto höre ich Hörbücher, da fallen die Hör-Reportagen aus. Sie kommen immer dann zum Zug, wenn ich putze, spazieren gehe oder im Garten arbeite. Was alles nur ein paar Stunden pro Woche vorkommt, denn ich habe ja auch noch einen Vollzeitjob. Da bleibt leider nicht viel Zeit für Podcasts.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/entdeckt-und-fuer-gut-befunden-lieblings-podcasts/">Entdeckt und für gut befunden: Lieblings-Podcasts</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Vulkan auf Island und die Zungenbrecher</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Nov 2023 17:23:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Island.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Landschaft in Island mit altem Vulkan." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Island.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Island-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Island-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Island-420x280.jpg 420w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Auf Island fürchten die Einwohner und Behörden, der Vulkan Fagradalsfjall in der Nähe von Grindavik könne ausbrechen. Da werden Erinnerungen wach an den Ausbruch des Eyjafjallajökull im März 2010. Immerhin ist der Name des Vulkans, um den es jetzt geht, kein Zungenbrecher. Ich bin 2013 auf Island gewesen, und da war der Eyjafjallajökull immer noch in aller Munde. Das ist keine Floskel, sondern Realität. Es war in unserer Reisegruppe ein beliebtes Spiel: Wer kann den Namen unfallfrei aussprechen? Wir haben viel geübt, und irgendwann am Ende der Reise ging es bei den meisten so einigermaßen. Ein großes Erlebnis war es übrigens damals, in den erloschenen Vulkan Thrihnukagigur hinabzufahren, mit einem Fensterputzerkorb. Die Magmakammer schimmert in allen Farben. Eine Herausforderung für Nachrichtensprecher Wir Journalisten von der schreibenden Zunft haben es bei solchen schwierigen Namen verhältnismäßig einfach. Zur Not lässt sich das Durcheinander an Buchstaben aus dem Netz kopieren. Ganz anders geht es da Nachrichtensprechern und Moderatoren in Radio und Fernsehen. Und Island ist nicht das einzige Land, das sie mit schwierigen Ortsnamen quält. Rundfunkanstalten und Universitäten betreiben deshalb Aussprachdatenbanken. Ich habe etwas über Oumuamua gelesen. Das ist eines dieser Wörter, bei denen sich das Gehirn verknotet. Oumuamua, das sei jetzt aber verraten, ist der hawaiianische Name eines Ufos aus einem fernen Sonnensystem. Stelle anheim, ob es überhaupt Ufos gibt, woher die Hawaiianer dieses kennen und warum sie ihm einen Namen gegeben haben. Warum aber sprechen Hawaiianer und Isländer und manch andere Völker eine Sprache, die für uns so unaussprechlich ist? Vielleicht liegt es an der Insellage. Neben dem Eyjafjallajökull&#160;liegt übrigens der Fimmvörðuháls, ein Felssattel, der zum Gletscher Mýrdalsjökull führt. Beides Namen, die wahrscheinlich ausschließlich Isländer und Nachrichtensprecher über die Lippen bringen. Noch mehr Zungenbrecher aus Island Hawaii hat zwar mit dem Kilauea einen gut auszusprechenden Vulkan, quält mitteleuropäische Zungen aber mit einem Unterwasser-Schutzgebiet namens Papahanaumokuakea. Immerhin: Das kann nicht ausbrechen. Island hätte dagegen noch den Leirhnjúkur und den Hvannadalshnúkur in der Hinterhand, um unsere Zungen zu brechen. Da ist der Fagradalsfjall doch ein Klacks. Im Übrigen wünsche ich allen, die in seiner Nähe wohnen, dass er sich entgegen der Erwartung der Experten ruhig verhält. Und wenn er schon meint ausbrechen zu müssen, dann bitte so, dass niemand zu Schaden kommt. Wegen der Erschütterungen haben die Behörden bereits die Blaue Lagune geschlossen, eines der großartigsten Reiseziele auf Island. Das Offene Blog hat mal eine ganze Serie von Berichten zu Island veröffentlicht, in einem spielt auch die Blaue Lagune eine Rolle.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/vulkan-auf-island-und-die-zungenbrecher/">Vulkan auf Island und die Zungenbrecher</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Island.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Landschaft in Island mit altem Vulkan." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Island.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Island-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Island-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Island-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Auf Island fürchten die Einwohner und Behörden, der Vulkan Fagradalsfjall in der Nähe von Grindavik könne ausbrechen. Da werden Erinnerungen wach an den Ausbruch des Eyjafjallajökull im März 2010. Immerhin ist der Name des Vulkans, um den es jetzt geht, kein Zungenbrecher.</p>



<span id="more-13336"></span>



<p>Ich bin <a href="https://pyrolim.de/gereist/abenteuer-island-vom-weg-und-vom-ziel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">2013 auf Island gewesen</a>, und da war der Eyjafjallajökull immer noch in aller Munde. Das ist keine Floskel, sondern Realität. Es war in unserer Reisegruppe ein beliebtes Spiel: Wer kann den Namen unfallfrei aussprechen? Wir haben viel geübt, und irgendwann am Ende der Reise ging es bei den meisten so einigermaßen. Ein großes Erlebnis war es übrigens damals, in den erloschenen Vulkan  Thrihnukagigur hinabzufahren, mit einem Fensterputzerkorb. Die Magmakammer schimmert in allen Farben. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="532" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/IsMagna-1.jpg" alt="Die Magnakammer im Thrihnukagigur." class="wp-image-4426" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/IsMagna-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/IsMagna-1-300x199.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Magmakammer im erloschenen Vulkan Thrihnukagigur.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Herausforderung für Nachrichtensprecher</h2>



<p>Wir Journalisten von der schreibenden Zunft haben es bei solchen schwierigen Namen verhältnismäßig einfach. Zur Not lässt sich das Durcheinander an Buchstaben aus dem Netz kopieren. Ganz anders geht es da Nachrichtensprechern und Moderatoren in Radio und Fernsehen. Und Island ist nicht das einzige Land, das sie mit schwierigen Ortsnamen quält. Rundfunkanstalten und Universitäten betreiben deshalb <a href="https://www.hr.de/unternehmen/rolle-innerhalb-der-ard/ard-einrichtungen-im-hr/ard-aussprachedatenbank,ard-einrichtungen-aussprachedatenbank-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aussprachdatenbanken</a>.</p>



<p>Ich habe etwas über Oumuamua gelesen. Das ist eines dieser Wörter, bei denen sich das Gehirn verknotet. Oumuamua, das sei jetzt aber verraten, ist der hawaiianische Name eines Ufos aus einem fernen Sonnensystem. Stelle anheim, ob es überhaupt Ufos gibt, woher die Hawaiianer dieses kennen und warum sie ihm einen Namen gegeben haben. </p>



<p>Warum aber sprechen Hawaiianer und Isländer und manch andere Völker eine Sprache, die für uns so unaussprechlich ist? Vielleicht liegt es an der Insellage. Neben dem Eyjafjallajökull&nbsp;liegt übrigens der Fimmvörðuháls, ein Felssattel, der zum Gletscher Mýrdalsjökull führt. Beides Namen, die wahrscheinlich ausschließlich Isländer und Nachrichtensprecher über die Lippen bringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Noch mehr Zungenbrecher aus Island</h2>



<p>Hawaii hat zwar mit dem Kilauea einen gut auszusprechenden Vulkan, quält mitteleuropäische Zungen aber mit einem Unterwasser-Schutzgebiet namens Papahanaumokuakea. Immerhin: Das kann nicht ausbrechen. Island hätte dagegen noch den Leirhnjúkur und den Hvannadalshnúkur in der Hinterhand, um unsere Zungen zu brechen. Da ist der Fagradalsfjall doch ein Klacks.</p>



<p>Im Übrigen wünsche ich allen, die in seiner Nähe wohnen, dass er sich <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/europa/island-erdbeben-vulkan-blaue-lagune-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">entgegen der Erwartung der Experten ruhig verhält</a>. Und wenn er schon meint ausbrechen zu müssen, dann bitte so, dass niemand zu Schaden kommt. Wegen der Erschütterungen haben die Behörden bereits die Blaue Lagune geschlossen, eines der großartigsten Reiseziele auf Island. Das Offene Blog hat mal eine ganze Serie von Berichten zu Island veröffentlicht, in einem <a href="https://www.offenesblog.de/2012/09/island-blaue-lagune-geysir-und-vieles-mehr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">spielt auch die Blaue Lagune eine Rolle</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/vulkan-auf-island-und-die-zungenbrecher/">Vulkan auf Island und die Zungenbrecher</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Der Mitarbeitende: Wie gendern die deutsche Sprache verschwurbelt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2020 16:41:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Mitarbeitende.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Mitarbeitende.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Mitarbeitende-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Mitarbeitende-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Mitarbeitende-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich mag die Genderei nicht. Das habe ich hier schon öfter deutlich gemacht. Mir sind die sprachlichen und orthografischen Klimmzüge zuwider, mit denen angeblich alle mitgemeint sind. Sie stören meinen Lese- und neuerdings auch meinen Hörfluss. Vor allem aber verschwurbelt das Gendern die deutsche Sprache. Beispiel gefällig? Der Mitarbeitende. Seit sich Rundfunk und Fernsehen bemühen, geschlechtergerecht zu formulieren, nehmen seltsame Sprachkonstruktionen laufend zu. Gerade hörte ich einen Beitrag, in dem immer wieder von Mitarbeitenden statt Mitarbeitern die Rede war. Gut, kann man machen, auch wenn es unschön ist. Aber was dann kam, war völlig schräg. Es war die Rede von einem bestimmten Mitarbeiter, eindeutig einem Mann. Aber wie wurde er bezeichnet? Als Mitarbeitender. Noch ein paar Buchstaben mehr Im Deutschen gibt es eine Tendenz, möglichst viele Wörter künstlich zu verlängern. Aus Feiern sind Feierlichkeiten geworden, aus Räumen Räumlichkeiten. Jetzt also der Mitarbeitende. Ich warte nur noch darauf, dass eine Mitarbeiterin Mitarbeitenderin genannt wird. Damit wäre die ganze Absurdität des krampfhaften Genderns offensichtlich. Zudem fällt mir auf, wie wenig gerade in Radio- und Fernsehtexten die geschlechtergerechte Sprache durchgehalten wird. Abgesehen von der seltsamen Konstruktion, einen Mitarbeiter als der Mitarbeitende zu titulieren, wurde in dem Beitrag zwischendurch immer mal wieder doch das generische Maskulinum verwendet. Merke: Wer nicht höllisch aufpasst, fällt immer wieder in das Sprachmuster zurück, das hierzulande üblich und am weitesten verbreitet ist. Ich fühle mich mitgemeint Das macht mir Hoffnung, dass sich all die verkrampften Sprachverrenkungen, die mit dem Gendern einhergehen, am Ende doch nicht durchsetzen. Ich als Frau darf diese Hoffnung haben. Ich fühle mich nämlich durchaus mitgemeint, bei &#8222;Achtung Autofahrer&#8220; ebenso wie bei &#8222;Wir bitten unsere Patienten, einen Mundschutz zu tragen&#8220;. Sonst käme ich gar nicht durchs Leben. Wer seine Mitarbeiter dennoch so ansprechen will, dass sich alle mitgemeint fühlen können, der hat viel bessere Möglichkeiten als die Mitarbeitenden. Die Seite Geschickt gendern nennt viele viel schönere Wörter. Beschäftigte; Angestellte; Tätige; Belegschaft; Teammitglieder; Arbeitskräfte; Kollegium; Personal; Teammitglieder; Werktätige; Betriebs-/Konzern-/Firmen-/Unternehmensangehörige; bei uns beschäftigte Personen; Festangestellte; Arbeitsgemeinschaft; Arbeitsgruppe; Beteiligte; Crew; Gruppe; Servicekräfte; Servicepersonal; Team. Geschickt gendern</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gehort/der-mitarbeitende-wie-gendern-die-deutsche-sprache-verschwurbelt/">Der Mitarbeitende: Wie gendern die deutsche Sprache verschwurbelt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Mitarbeitende.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Mitarbeitende.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Mitarbeitende-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Mitarbeitende-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Mitarbeitende-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Ich mag die Genderei nicht. Das habe ich hier schon öfter deutlich gemacht. Mir sind die sprachlichen und orthografischen Klimmzüge zuwider, mit denen angeblich alle mitgemeint sind. Sie stören meinen Lese- und neuerdings auch meinen Hörfluss. Vor allem aber verschwurbelt das Gendern die deutsche Sprache. Beispiel gefällig? Der Mitarbeitende.</p>



<span id="more-11152"></span>



<p>Seit sich Rundfunk und Fernsehen <a aria-label="undefined (opens in a new tab)" href="https://pyrolim.de/pyrocontra/das-gendersternchen-der-glottisschlag-und-der-irrtum/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bemühen, geschlechtergerecht zu formulieren</a>, nehmen seltsame Sprachkonstruktionen laufend zu. Gerade hörte ich einen Beitrag, in dem immer wieder von Mitarbeitenden statt Mitarbeitern die Rede war. Gut, kann man machen, auch wenn es unschön ist. Aber was dann kam, war völlig schräg. Es war die Rede von einem bestimmten Mitarbeiter, eindeutig einem Mann. Aber wie wurde er bezeichnet? Als Mitarbeitender.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Noch ein paar Buchstaben mehr</h2>



<p>Im Deutschen gibt es eine Tendenz, möglichst viele Wörter künstlich zu verlängern. Aus Feiern sind Feierlichkeiten geworden, aus Räumen Räumlichkeiten. Jetzt also der Mitarbeitende. Ich warte nur noch darauf, dass eine Mitarbeiterin Mitarbeitenderin genannt wird. Damit wäre die ganze Absurdität des krampfhaften Genderns offensichtlich.</p>



<p>Zudem fällt mir auf, wie wenig gerade in Radio- und Fernsehtexten die geschlechtergerechte Sprache durchgehalten wird. Abgesehen von der seltsamen Konstruktion, einen Mitarbeiter als der Mitarbeitende zu titulieren, wurde in dem Beitrag zwischendurch immer mal wieder doch das generische Maskulinum verwendet. Merke: Wer nicht höllisch aufpasst, fällt immer wieder in das Sprachmuster zurück, das hierzulande üblich und am weitesten verbreitet ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ich fühle mich mitgemeint</h2>



<p>Das macht mir Hoffnung, dass sich all die verkrampften Sprachverrenkungen, die mit dem Gendern einhergehen, am Ende doch nicht durchsetzen. Ich als Frau darf diese Hoffnung haben. Ich fühle mich nämlich durchaus mitgemeint, bei &#8222;Achtung Autofahrer&#8220; ebenso wie bei &#8222;Wir bitten unsere Patienten, einen Mundschutz zu tragen&#8220;. Sonst käme ich gar nicht durchs Leben. </p>



<p>Wer seine Mitarbeiter dennoch so ansprechen will, dass sich alle mitgemeint fühlen können, der hat viel bessere Möglichkeiten als die Mitarbeitenden. Die Seite <a aria-label="undefined (opens in a new tab)" href="https://geschicktgendern.de/#M" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Geschickt gendern</a> nennt viele viel schönere Wörter.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Beschäftigte; Angestellte; Tätige; Belegschaft; Teammitglieder; Arbeitskräfte; Kollegium; Personal; Teammitglieder; Werktätige; Betriebs-/Konzern-/Firmen-/Unternehmensangehörige; bei uns beschäftigte Personen; Festangestellte; Arbeitsgemeinschaft; Arbeitsgruppe; Beteiligte; Crew; Gruppe; Servicekräfte; Servicepersonal; Team.</p>
<cite>Geschickt gendern</cite></blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gehort/der-mitarbeitende-wie-gendern-die-deutsche-sprache-verschwurbelt/">Der Mitarbeitende: Wie gendern die deutsche Sprache verschwurbelt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Bügeln mit Bach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2020 15:52:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="450" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-150x84.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Bach rockt. Deshalb ist er gut so gut geeignet, beim Bügeln gehört zu werden. Habe ich heute mal wieder ausprobiert. Ich bügele nicht so oft, aber wenn, dann in einem Zimmer, in dem ich laut Musik hören kann. Heute habe ich die Johannespassion von Johann Sebastian Bach aufgelegt. In der gibt es den passenden Song zum Bügeln. Titel: &#8222;Lasset uns den nicht zerteilen.&#8220; Passt zum Zweck, denn es geht darin um Kleidung, genauer um den Rock Jesu, der laut vorangehendem Rezitativ &#8222;von oben an gewürket durch und durch&#8220; war. Rock natürlich nicht im Sinne eines Kleidungsstücks für Damen, sondern als eines für Herren, etwa so wie der Gehrock, aber sicher von ganz anderer Gestalt. Es ging also um ein damals sicher wertvolles Kleidungsstück, dessen Schicksal dort besungen wird. Vor allem aber ist dieses kurze Chorstück so schwungvoll und peppig, dass es beim Bügeln regelrecht beflügelt. Leider ist dieses flotte Stück recht kurz, in der Zeit schaffe ich gerade mal ein Kleidungsstück. Immer dem Text folgend, es nicht zu zerteilen. Passiert ja heutzutage bei modernen Bügeleisen nicht so leicht. Dank Bach habe ich aber die ungeliebte Tätigkeit des Bügelns flott erledigt. Das funktioniert übrigens auch mit anderen Werken dieses großen Komponisten. Wie gesagt: Bach rockt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/buegeln-mit-bach/">Bügeln mit Bach</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="450" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-150x84.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bachach-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Bach rockt. Deshalb ist er gut so gut geeignet, beim Bügeln gehört zu werden. Habe ich heute mal wieder ausprobiert. Ich bügele nicht so oft, aber wenn, dann in einem Zimmer, in dem ich laut Musik hören kann. Heute habe ich die Johannespassion von Johann Sebastian Bach aufgelegt. In der gibt es den passenden Song zum Bügeln.</p>



<span id="more-10790"></span>



<p>Titel: &#8222;Lasset uns den nicht zerteilen.&#8220; Passt zum Zweck, denn es geht darin um Kleidung, genauer um den Rock Jesu, der laut vorangehendem Rezitativ &#8222;von oben an gewürket durch und durch&#8220; war. Rock natürlich nicht im Sinne eines Kleidungsstücks für Damen, sondern als eines für Herren, etwa so wie der Gehrock, aber sicher von ganz anderer Gestalt.</p>



<p>Es ging also um ein damals sicher wertvolles Kleidungsstück, dessen Schicksal dort besungen wird. Vor allem aber ist dieses kurze Chorstück so schwungvoll und peppig, dass es beim Bügeln regelrecht beflügelt.</p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Bach - St John Passion - Lasset uns den nicht zerteilen (chorus)" width="960" height="540" src="https://www.youtube.com/embed/gT0BH0WE6eM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p>Leider ist dieses flotte Stück recht kurz, in der Zeit schaffe ich gerade mal ein Kleidungsstück. Immer dem Text folgend, es nicht zu zerteilen. Passiert ja heutzutage bei modernen Bügeleisen nicht so leicht. Dank <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/bachkantate-darf-man-den-text-verbessern/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Bach (opens in a new tab)">Bach</a> habe ich aber die ungeliebte Tätigkeit des Bügelns flott erledigt. Das funktioniert übrigens auch mit anderen Werken dieses großen Komponisten. Wie gesagt: Bach rockt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/buegeln-mit-bach/">Bügeln mit Bach</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Mit Verlaub: Die Renaissance eines alten Begriffs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Aug 2019 15:18:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit einiger Zeit höre ich immer wieder einen Begriff, der lange verschwunden schien: mit Verlaub. Speziell bei Talkshows und in Politikerdialogen feiert diese doch recht altmodische Formulierung in jüngster Zeit fröhliche Urständ. Das hat vielleicht nichts mit der berühmtesten Phrase dazu zu tun. &#8222;Herr Präsident, mit Verlaub, Sie sind ein Arschloch&#8220;, rief Joschka Fischer im Oktober 1984 dem amtierenden Bundestagspräsidenten Richard Stücklen (CSU) zu, als dieser einen grünen Fraktionskollegen Fischers des Plenarsaals verwiesen hatte. Seitdem ist die Formulierung &#8222;mit Verlaub&#8220; nur noch selten zu hören gewesen. Das hat sich seit einiger Zeit geändert. Immer häufiger ist mir aufgefallen, dass Politiker diese Formulierung verwenden. Sie ist seit dem 16. Jahrhundert gebräuchlich, leitet sich von &#8222;mit Eerlaubnis&#8220; ab und leitet ursprünglich eine etwas freche, vielleicht gar unverschämte Bemerkung ein. Nur eine Marotte Diese Funktion scheint der Verlaub verloren zu haben. Ich höre ihn immer dann, wenn jemand in einer Diskussion einem anderen widerspricht. Nach &#8222;mit Verlaub&#8220; kommt selten etwas Freches oder gar Unverschämtes, sondern meistens nur ein simpler Widerspruch. Das nährt in mir den Verdacht, dass hier eine bloße Sprachmarotte gepflegt wird. Mir kommt allerdings noch ein Verdacht: Der Verlaub wird nach meiner Beobachtung gerne von Rechten bemüht. Außer Joschka Fischer kommt mir dazu nämlich sofort der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen in den Sinn. In einem einzigen DLF-Interview benutzt er die Phrase vier Mal. Aber auch FDP-Chef Christian Lindner pflicht gerne mal den Verlaub in seine Sätze ein. Mit Verlaub: nie mehr Verlaub Es wäre sehr schade, wenn die an sich schöne Formulierung vom Verlaub den Rechten und dem Politsprech insgesamt anheim fiele. Ich habe sie nicht nur bei den Rechten, aber bei ihnen doch am häufigsten gehört. Damit ist &#8222;mit Verlaub&#8220; bei mir verbrannt. Mal ganz abgesehen, dass ich die Formulierung sowieso noch nie benutzt habe, werde ich es jetzt bestimmt nicht mehr tun.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/mit-verlaub-die-renaissance-eines-alten-begriffs/">Mit Verlaub: Die Renaissance eines alten Begriffs</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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<p>Seit einiger Zeit höre ich immer wieder einen Begriff, der lange verschwunden schien: mit Verlaub. Speziell bei Talkshows und in Politikerdialogen feiert diese doch recht altmodische Formulierung in jüngster Zeit fröhliche Urständ. Das hat vielleicht nichts mit der berühmtesten Phrase dazu zu tun.</p>



<span id="more-10150"></span>



<p>&#8222;Herr Präsident, mit Verlaub, Sie sind ein Arschloch&#8220;, rief Joschka Fischer im Oktober 1984 dem amtierenden Bundestagspräsidenten Richard Stücklen (CSU) zu, als dieser einen grünen Fraktionskollegen Fischers des Plenarsaals verwiesen hatte. Seitdem ist die Formulierung &#8222;mit Verlaub&#8220; nur noch selten zu hören gewesen.</p>



<p>Das hat sich seit einiger Zeit geändert. Immer häufiger ist mir aufgefallen, dass Politiker diese Formulierung verwenden. Sie ist seit dem 16. Jahrhundert gebräuchlich, leitet sich von &#8222;mit Eerlaubnis&#8220; ab und leitet ursprünglich eine etwas freche, vielleicht gar unverschämte Bemerkung ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading"> Nur eine Marotte</h2>



<p>Diese Funktion scheint der Verlaub verloren zu haben. Ich höre ihn immer dann, wenn jemand in einer Diskussion einem anderen widerspricht. Nach &#8222;mit Verlaub&#8220; kommt selten etwas Freches oder gar Unverschämtes, sondern meistens nur ein simpler Widerspruch. Das nährt in mir den Verdacht, dass hier eine bloße Sprachmarotte gepflegt wird.</p>



<p>Mir kommt allerdings noch ein Verdacht: Der Verlaub wird nach meiner Beobachtung gerne von Rechten bemüht. Außer Joschka Fischer kommt mir dazu nämlich sofort der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen in den Sinn.  In einem <a rel="noreferrer noopener" aria-label="einzigen DLF-Interview (opens in a new tab)" href="https://www.deutschlandfunk.de/meuthen-afd-ueber-rechtsextremisten-da-machen-wir-klare.868.de.html?dram:article_id=454925" target="_blank">einzigen DLF-Interview</a> benutzt er die Phrase vier Mal. Aber auch FDP-Chef Christian Lindner pflicht gerne mal den Verlaub in seine Sätze ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mit Verlaub: nie mehr Verlaub</h2>



<p>Es wäre sehr schade, wenn die an sich schöne Formulierung vom Verlaub den Rechten und dem Politsprech insgesamt anheim fiele. Ich habe sie nicht nur bei den Rechten, aber bei ihnen doch am häufigsten gehört. Damit ist &#8222;mit Verlaub&#8220; bei mir verbrannt. Mal ganz abgesehen, dass ich die Formulierung sowieso noch nie benutzt habe, werde ich es jetzt bestimmt nicht mehr tun.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/mit-verlaub-die-renaissance-eines-alten-begriffs/">Mit Verlaub: Die Renaissance eines alten Begriffs</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Die h-moll-Messe und die Sünd der Welt</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyrocontra/die-h-moll-messe-und-die-suend-der-welt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2018 09:46:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich sitze viel im Auto. Damit es nicht so langweilig wird, höre ich unterwegs Hörbücher. Meistens Krimis. Dabei habe ich einen Fehler entdeckt, einen sachlichen Fehler. Nicht in der Beweiskette, sondern in der Musik, die eine der Hauptfiguren hört: die h-moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Es war „Bußestunde“ von Arne Dahl, die letzte in einer langen Reihe von Kriminalgeschichten und der letzte Fall der A-Gruppe. Erst habe ich das Hörbuch gehört, in dem Passagen vorkommen, in denen Paul Hjelm beim Nachdenken die h-moll-Messe von Bach hört. Der Autor zitiert sogar eine Textzeile aus dem „Gloria“, lässt „Der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser“ zu Paul Hjelms Lieblingsstelle werden. Zunächst habe ich darüber hinweg gehört. Dann gestutzt. Dann die h-moll-Messe herausgeholt und in den CD-Player eingelegt. Kyrie, Gloria . . . Moment mal. Da singt niemand von der Sünd der Welt. Die Textzeile in der h-moll-Messe lautet „Qui tollis peccata mundi, miserere nobis.&#8220; Messen liegt immer derselbe lateinische Text zugrunde. Entweder es ist nett von Arne Dahl, dass er dem Leser und Hörbuchhörer die deutsche Übersetzung anbietet oder er hat keine Ahnung. Dabei wäre es ganz einfach gewesen, wenn es ihm um die Zeilen mit der Sünd der Welt gegangen wäre. Anstelle der h-moll-Messe hätte er nur die Matthäus-Passion von Bach setzen müssen. Dort kommen genau diese Textzeilen in einem Choral vor. Rezenten bescheinigen Dahl in „Bußestunde“ einige Ungereimtheiten. Ich wette jedoch, diese meinten sie nicht. Die allzu schneidig genommene Kurve von einer Messe über den lateinischen Text zur Sünd der Welt dürfte den wenigstens Lesern aufgefallen sein. Ich bin auch erst langsam darauf gekommen. Insgesamt ist das Buch, das das Ende der A-Gruppe markiert, solide Krimikost mit zwei Handlungssträngen. Zentrales Thema ist die Anorexie, im Zentrum steht eine Serienmöderin, etwas sehr seltenes. Sie arbeitet mörderisch ihr Jugendtrauma auf. Alles spannend zu lesen, aber kein Buch, das mir auf ewig im Gedächtnis bleiben wird. Es sei denn, ich höre gerade mal wieder Bachs h-moll-Messe. Bemerkenswert ist noch, dass der CD-Player im Auto den Titel des Hörbuches als „Bussestunde“ angibt. Busse allerdings kommen in dem Buch gar nicht vor.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-h-moll-messe-und-die-suend-der-welt/">Die h-moll-Messe und die Sünd der Welt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze viel im Auto. Damit es nicht so langweilig wird, höre ich unterwegs Hörbücher. Meistens Krimis. Dabei habe ich einen Fehler entdeckt, einen sachlichen Fehler. Nicht in der Beweiskette, sondern in der Musik, die eine der Hauptfiguren hört: die h-moll-Messe von Johann Sebastian Bach.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/cGRbOjqOSYs?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><br />
<span id="more-8799"></span></p>
<p>Es war „Bußestunde“ von Arne Dahl, die letzte in einer langen Reihe von Kriminalgeschichten und der letzte Fall der A-Gruppe. Erst habe ich das Hörbuch gehört, in dem Passagen vorkommen, in denen Paul Hjelm beim Nachdenken die h-moll-Messe von Bach hört. Der Autor zitiert sogar eine Textzeile aus dem „Gloria“, lässt „Der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser“ zu Paul Hjelms Lieblingsstelle werden.</p>
<p>Zunächst habe ich darüber hinweg gehört. Dann gestutzt. Dann die h-moll-Messe herausgeholt und in den CD-Player eingelegt. Kyrie, Gloria . . . Moment mal. Da singt niemand von der Sünd der Welt. Die Textzeile in der h-moll-Messe lautet „Qui tollis peccata mundi, miserere nobis.&#8220; Messen liegt immer derselbe lateinische Text zugrunde.</p>
<p>Entweder es ist nett von Arne Dahl, dass er dem Leser und Hörbuchhörer die deutsche Übersetzung anbietet oder er hat keine Ahnung. Dabei wäre es ganz einfach gewesen, wenn es ihm um die Zeilen mit der Sünd der Welt gegangen wäre. Anstelle der h-moll-Messe hätte er nur die Matthäus-Passion von Bach setzen müssen. Dort kommen genau diese Textzeilen in einem Choral vor.</p>
<p>Rezenten bescheinigen Dahl in „Bußestunde“ einige Ungereimtheiten. Ich wette jedoch, diese meinten sie nicht. Die allzu schneidig genommene Kurve von einer Messe über den lateinischen Text zur Sünd der Welt dürfte den wenigstens Lesern aufgefallen sein. Ich bin auch erst langsam darauf gekommen.</p>
<p>Insgesamt ist das Buch, das das Ende der A-Gruppe markiert, solide Krimikost mit zwei Handlungssträngen. Zentrales Thema ist die Anorexie, im Zentrum steht eine Serienmöderin, etwas sehr seltenes. Sie arbeitet mörderisch ihr Jugendtrauma auf. Alles spannend zu lesen, aber kein Buch, das mir auf ewig im Gedächtnis bleiben wird. Es sei denn, ich höre gerade mal wieder Bachs h-moll-Messe.</p>
<p>Bemerkenswert ist noch, dass der CD-Player im Auto den Titel des Hörbuches als „Bussestunde“ angibt. Busse allerdings kommen in dem Buch gar nicht vor.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-h-moll-messe-und-die-suend-der-welt/">Die h-moll-Messe und die Sünd der Welt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Kurt Moll: Ein Bass, besser als alle Bässe</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/kurt-moll-ein-bass-besser-als-alle-baesse/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Mar 2017 08:03:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Popgrößen sterben, überschwemmen die R.I.P.-Einträge die Timelines bei Twitter und Facebook. Wenn ein Großer der klassischen Musik stirbt, sind die Reaktionen deutlich verhaltener bis kaum spürbar. Vor einigen Tagen ist Kurt Moll gestorben, gestern wurde es bekannt. Nur wenige haben es zur Kenntnis genommen. Dabei war er ein Bass, der besser war als die meisten Bässe. Diese Stimme, zum Niederknien schön. Normalerweise ist das Kunstlied keine Gattung, die ich besonders mag. Aber &#8222;Die Uhr&#8220; von Carl Löwe ist eine Ausnahme. Interpretiert von Kurt Moll, ist das Stück noch einmal so schön. Da kommt seine samtweiche, sonore Bassstimme wunderbar zur Geltung. Dass sein Tod keine übergroße Beachtung fand, hat vielleicht damit zu tun, dass sich der Sänger bereits 2006 aus gesundheitlichen Gründen von der Bühne zurückziehen musste. Ich habe ihn leider nie live hören können, seine Wirkungsstätte München ist für uns Norddeutsche sehr weit weg. Auf Kurt Moll bin ich im Radio aufmerksam geworden, als ich ihn dort singen hörte, ohne zu wissen, wer das ist. Die Stimme hat mich sofort gefangen genommen. Der Name, den der Moderator hinterher nannte, hat sich mir sofort eingeprägt. Moll &#8211; wie passend für einen großen Musiker. Die Überschrift für diesen Post habe ich übrigens einem alten Chor-Kalauer entlehnt: Der Alt wird immer älter, der Bass immer besser (oder bässer). Den schönsten Nachruf auf Kurt Moll habe ich bei &#8222;Brugs Klassiker&#8220; gefunden. Auch dort wird der Sänger als &#8222;König der Bässe&#8220; gekrönt. Merken Merken Merken Merken</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/kurt-moll-ein-bass-besser-als-alle-baesse/">Kurt Moll: Ein Bass, besser als alle Bässe</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Popgrößen sterben, überschwemmen die R.I.P.-Einträge die Timelines bei Twitter und Facebook. Wenn ein Großer der klassischen Musik stirbt, sind die Reaktionen deutlich verhaltener bis kaum spürbar. Vor einigen Tagen ist Kurt Moll gestorben, gestern wurde es bekannt. Nur wenige haben es zur Kenntnis genommen. Dabei war er ein Bass, der besser war als die meisten Bässe. Diese Stimme, zum Niederknien schön.<br />
<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/9mN8OG_qhO4" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><br />
<span id="more-8202"></span><br />
Normalerweise ist das Kunstlied keine Gattung, die ich besonders mag. Aber &#8222;Die Uhr&#8220; von Carl Löwe ist eine Ausnahme. Interpretiert von Kurt Moll, ist das Stück noch einmal so schön. Da kommt seine samtweiche, sonore Bassstimme wunderbar zur Geltung.</p>
<p>Dass sein Tod keine übergroße Beachtung fand, hat vielleicht damit zu tun, dass sich der Sänger bereits 2006 aus gesundheitlichen Gründen von der Bühne zurückziehen musste. Ich habe ihn leider nie live hören können, seine Wirkungsstätte München ist für uns Norddeutsche sehr weit weg. Auf Kurt Moll bin ich im Radio aufmerksam geworden, als ich ihn dort singen hörte, ohne zu wissen, wer das ist. Die Stimme hat mich sofort gefangen genommen. Der Name, den der Moderator hinterher nannte, hat sich mir sofort eingeprägt. Moll &#8211; wie passend für einen großen Musiker.</p>
<p>Die Überschrift für diesen Post habe ich übrigens einem alten Chor-Kalauer entlehnt: Der Alt wird immer älter, der Bass immer besser (oder bässer).</p>
<p>Den <a href="http://klassiker.welt.de/2017/03/06/der-koenig-der-deutschen-baesse-kurt-moll-ist-tot/" target="_blank" rel="noopener">schönsten Nachruf </a>auf Kurt Moll habe ich bei &#8222;Brugs Klassiker&#8220; gefunden. Auch dort wird der Sänger als &#8222;König der Bässe&#8220; gekrönt.</p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/kurt-moll-ein-bass-besser-als-alle-baesse/">Kurt Moll: Ein Bass, besser als alle Bässe</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Neues Hasskappen-Wort generiert</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyrocontra/neues-hasskappen-wort-generiert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Mar 2017 08:15:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jahrzehnte sind wir so gut wie ohne es ausgekommen, jetzt macht ein neues Wort Karriere: generieren. Überall wo ich hinlese oder hinhöre, wird etwas generiert. Früher haben wir Geld verdient. Heute generieren wir Einnahmen. Zugegeben, im Privaten kommt es eher weniger vor, aber in Verwaltungen immer häufiger. Da werden nicht Steuern eingenommen, sondern Einnahmen durch Steuern generiert. Früher haben wir uns Passwörter ausgedacht, heute lassen wir sie uns von einem Generator generieren. Mit einem erfolgreichen Blog generieren wir mehr Klicks. Ein Fachbuch trägt den Titel „Involvement generieren – Kundenzufriedenheit generieren“. Das ist ganz große Kür. Wer zu faul ist, beim Schreiben selbst zu denken, generiert Dokumente aus Textbausteinen. Generieren kommt aus dem Lateinischen. „Generare“ heißt übersetzt erzeugen oder zeugen. Angesichts dieser Wortherkunft bin ich froh, dass wir noch Kinder bekommen anstatt Nachwuchs zu generieren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/neues-hasskappen-wort-generiert/">Neues Hasskappen-Wort generiert</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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<p>Jahrzehnte sind wir so gut wie ohne es ausgekommen, jetzt macht ein neues Wort Karriere: generieren. Überall wo ich hinlese oder hinhöre, wird etwas generiert.<br />
<span id="more-8189"></span></p>
<p>Früher haben wir Geld verdient. Heute generieren wir Einnahmen. Zugegeben, im Privaten kommt es eher weniger vor, aber in Verwaltungen immer häufiger. Da werden nicht Steuern eingenommen, sondern Einnahmen durch Steuern generiert. Früher haben wir uns Passwörter ausgedacht, heute lassen wir sie uns von einem Generator generieren. Mit einem erfolgreichen Blog generieren wir mehr Klicks. Ein Fachbuch trägt den Titel „Involvement generieren – Kundenzufriedenheit generieren“. Das ist ganz große Kür. Wer zu faul ist, beim Schreiben selbst zu denken, generiert Dokumente aus Textbausteinen.</p>
<p>Generieren kommt aus dem Lateinischen. „Generare“ heißt übersetzt erzeugen oder zeugen. Angesichts dieser Wortherkunft bin ich froh, dass wir noch Kinder bekommen anstatt Nachwuchs zu generieren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/neues-hasskappen-wort-generiert/">Neues Hasskappen-Wort generiert</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Frohe Weihnachten: Meister Eccard und die Krippen</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/frohe-weihnachten-meister-eccard-und-die-krippen/</link>
					<comments>https://pyrolim.de/pyropro/frohe-weihnachten-meister-eccard-und-die-krippen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Dec 2016 14:55:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Johannes Eccard ist ein beinahe vergessener Komponist, jedenfalls dem Namen nach. Viele aber kennen seine Musik. Eccard hat zwei Klassiker für die Advents- und Weihnachtszeit geschrieben. &#8222;Übers Gebirg Maria geht&#8220;, in dem die &#8222;Bas Elisabeth&#8220; vorkommt, die ich so mag. Und dann &#8222;Ich steht an Deiner Krippen hier&#8220;. Mit diesem wunderbaren Werk wünsche ich allen Bloglesern eine gesegnete Weihnacht. Ich schätze Knabenchöre nicht besonders, mir gefällt der Klang nicht. Aber dieses ist eine sehr schöne, gut durchhörbare Aufnahme.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/frohe-weihnachten-meister-eccard-und-die-krippen/">Frohe Weihnachten: Meister Eccard und die Krippen</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Johannes Eccard ist ein <a href="https://pyrolim.de/pyropro/2011/der-vergessene-komponist/">beinahe vergessener Komponist</a>, jedenfalls dem Namen nach. Viele aber kennen seine Musik. Eccard hat zwei Klassiker für die Advents- und Weihnachtszeit geschrieben. &#8222;Übers Gebirg Maria geht&#8220;, in dem die &#8222;Bas Elisabeth&#8220; vorkommt, die ich so mag. Und dann &#8222;Ich steht an Deiner Krippen hier&#8220;. Mit diesem wunderbaren Werk wünsche ich allen Bloglesern eine gesegnete Weihnacht.<br />
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Ich schätze Knabenchöre nicht besonders, mir gefällt der Klang nicht. Aber dieses ist eine sehr schöne, gut durchhörbare Aufnahme.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/frohe-weihnachten-meister-eccard-und-die-krippen/">Frohe Weihnachten: Meister Eccard und die Krippen</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Ein Komponist von heute: Interview mit Michael Porr</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/ein-komponist-von-heute-interview-mit-michael-porr/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Oct 2016 16:37:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[michael porr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein alter Kalauer der Lübecker Kirchenchöre besagt, dass noch vor 20 oder 30 Jahren betagte Choristinnen berichteten, sie wüssten, wie Hugo Distler (1908- 1941) seine Stücke gesungen haben möchte, sie hätten selbst bei ihm gesungen. Schlagfertige Chorleiter fragten dann gern, ob die Damen auch schon bei Dietrich Buxtehude (1673-1707)  dabei waren und wüssten, wie er seine Stücke interpretiert haben wolle. Als Choristin des St. Johannes-Chores in Lübeck Kücknitz habe ich das Glück, gerade ein Stück zu singen, dessen Komponist noch lebt. Das ist in der Kirchenmusik eine große Ausnahme, gibt einem aber die Möglichkeit, den Komponisten zu befragen. Wir singen das „Requiem“ von Michael Porr (*1967), der so freundlich war, mir ein Interview zu geben. Ein Hörbeispiel vom Requiem gibt es am Schluss. Bei den großen Kirchenmusikkomponisten der Vergangenheit gehörte das Komponieren zu ihrer Stellenbeschreibung dazu. Was hat Sie als Kirchenmusiker von heute bewogen, mit dem Komponieren zu beginnen? Gibt es nicht genug geistliche Chormusik? Ich habe schon als Jugendlicher angefangen zu komponieren, das hat mich immer interessiert. Natürlich gehörte das früher dazu, heute nicht mehr so, aber es ist sehr schön, wenn es aus der Praxis kommt. Ich weiß aus meinem Arbeitsalltag, was Chöre leisten können. Eigentlich wollte ich Trompeter werden, doch mein Lebenslauf hat mich dahin gebracht, irgendwann Kirchenmusiker zu werden. Absolut gibt es genug und natürlich viel bessere geistliche Chormusik, aber trotzdem möchte man seinen eigenen Beitrag leisten. Was sind Ihre Vorbilder und wie hat sich Ihr Komponieren entwickelt? Als Jugendlicher waren meine großen Heroen die Komponisten der Spätromantik, dann habe ich diese Phase überschritten. Danach hatte ich ein Urerlebnis. Ich habe für Kinder eine Musik zu dem Märchen „Schneewittchen“ geschrieben. Ich hatte so einen Spaß daran, weil die Kinder die Melodien, die ich geschrieben habe, so gerne gesungen haben. Schließlich kam die Überlegung, dass ich so viele Sachen schreibe, die mein Chor nicht singen kann. Ich habe mir gedacht: Da muss mit mir etwas nicht stimmen. Als ich dann die englische Chormusikszene erlebt habe, war das für mich wie eine Befreiung. Komponieren ist das eine, veröffentlicht und gar aufgeführt zu werden das andere. Wie schafft es heutzutage ein Komponist, einen Notenverlag für sich zu interessieren. Wie ist es Ihnen gelungen? Es war nicht so einfach. Der Butz-Verlag sitzt in Bonn, hier in der Nähe. Ich habe mit ihnen telefoniert, habe gesagt, ich habe ein paar Stücke, die könnten euch interessieren, ich komme mal vorbei. Ich bin die Stücke mit dem Verlagsleiter Hans-Peter Bähr durchgegangen und er sagte, das passt ganz gut in unser Musikprogramm. Wir sind beide nach England orientiert. Dort wird vieles komponiert, was gut singbar ist. Der Verlag hat dann erstmals kleinere Sachen gemacht und schließlich das Requiem veröffentlicht. Wie viele Chorwerke haben Sie bereits veröffentlicht und wo reiht sich das „Requiem“ dort zeitlich ein? Ich habe vorher kleinere Motetten geschrieben, meistens A cappella oder mit Orgel. Das Requiem war tatsächlich das erste größere Stück, das ich geschrieben habe. Wie oft ist das Requiem bisher aufgeführt worden und wie erfahren Sie davon? Meistens schreibt der Verlag mir, welcher Chor die Noten bestellt hat. Ich bin Gema-Mitglied, irgendwann kriege ich dann mal Geld. Oder ich googele es. Oft schreiben mir auch Leute, dass sie mein Requiem singen und dass es ihnen gefällt. Solche Briefe sind mir das liebste, sie geben mir eine Bestätigung. Welche Komponisten haben Sie beeinflusst und welcher Einfluss davon hat Auswirkungen auf das Requiem gehabt? Welche anderen Musikrichtungen sind darin eingeflossen. Vor allem die schönen Requiemvertonungen von Gabriel Fauré und Maurice Duruflé, die sind sehr schön, sehr feinsinnig. Es war mir so wichtig, kein Schreckensszenario aufzubauen. Es ist ein sehr stilles, sehr nachdenkliches, vielleicht sogar tröstendes Stück. Sie haben das Requiem nach eigenen Angaben komponiert, um ihrer Trauer über den Tod Ihrer Eltern Ausdruck zu verleihen. Es ist ein stilles, beinahe introvertiertes Stück. Sind Sie ein eher zurückhaltender Mensch? Wie soll man sich selber beschreiben? Ja, ich bin ich eher zurückhaltend. Das geht aber nicht in dem Moment, wenn ich vor einem Chor stehe. Wenn Sie mich in einer Chorprobe erleben, würden Sie nicht sagen: Das ist ein zurückhaltender Mensch. Das „Requiem“ enthält ein paar Klippen für Choristen, vor allem im letzten Satz. Das sieht erst einmal sehr unübersichtlich aus, vor allem für die vier Soprane. Dabei ist es bei näherem Hinsehen ganz einfach, den Klangteppich im „In Paradisum“ zu weben. War das ein Erklärbär-Test für Chorleiter? Nein, das würde ich nie machen. Der letzte Satz ist vom Text und von der Musik her so, dass ich einen Klangteppich schaffen möchte. Es ist relativ leicht zu singen, ergibt aber diesen Klangteppich. Mit meinem Chor machen wir gerne eine chorische Improvisation. Ich gebe Modelle vor, darüber darf improvisiert werden. Das ist für die Zuhörer phantastisch. Das ist eine Raummusik, die sie umhüllt. Ich wollte erst so etwas notieren, aber ich möchte schon Herr der Komposition sein. Gibt es einen Satz im „Requiem“, der Ihnen besonders ans Herz gewachsen ist oder sind Ihnen alle gleich lieb? Ich habe alle gleich lieb. Den zweiten Satz habe ich schon sehr gerne. Ich habe irgendwo gelesen, dass Ihre Musik nicht in den Ohren beißt und wenn dann nur dort, wo es angebracht ist. Sie verzichten auf radikale Klangerweiterungen und bewusste Brüche der Tradition. Muss Neue Musik so sein, um Erfolg zu haben? Oder liegt Ihnen diese Radikalität einfach nicht? Ich schreibe nicht mit dem Gedanken, dass meine Musik weit verbreitet werden soll. Ich schreibe für die Praxis. Ihre Aufführung des Requiems ist die 22., in diesem Jahr die neunte, das freut mich. Alles hat seine Berechtigung, und das vielleicht auch. Ich finde es immer noch phantastisch und toll, dass Kolleginnen und Kollegen sich trauen, das zu machen. Es ist immer auch ein finanzielles Risiko. Die Leute wissen nicht, was sie erwartet. Porr kennt niemand. Mancher sagt auch bei einem Geburtsdatum von 1967, da gehe ich vielleicht nicht hin. Planen Sie weitere große Chorwerke? Auf was dürfen wir uns demnächst freuen? Ja, das möchte ich auf jeden Fall, aber ich weiß noch nicht was. Ich bin noch auf der Suche. Ich würde gerne eine Passion schreiben in kleiner kammermusikalischer Besetzung, hätte aber gerne andere Texte dazu. Ich bin auch noch auf der Suche nach jemandem, mit dem ich das erarbeiten kann. Eine Passion mit kommentierenden Texten, die die Leidensgeschichte von einer anderen Seite beleuchten, wäre eine schöne Sache. 2018 möchte ich ein Stück für Kinderchor schreiben. Das wird ein weltliches Stück. Vielen Dank. Merken Merken Merken Merken Merken Merken Merken</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ein-komponist-von-heute-interview-mit-michael-porr/">Ein Komponist von heute: Interview mit Michael Porr</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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<p>Ein alter Kalauer der Lübecker Kirchenchöre besagt, dass noch vor 20 oder 30 Jahren betagte Choristinnen berichteten, sie wüssten, wie <a href="http://www.hugo-distler.de/" target="_blank" rel="noopener">Hugo Distler</a> (1908- 1941) seine Stücke gesungen haben möchte, sie hätten selbst bei ihm gesungen. Schlagfertige Chorleiter fragten dann gern, ob die Damen auch schon bei <a href="http://www.dieterwunderlich.de/Dietrich_Buxtehude.htm" target="_blank" rel="noopener">Dietrich Buxtehude</a> (1673-1707)  dabei waren und wüssten, wie er seine Stücke interpretiert haben wolle. Als Choristin des St. Johannes-Chores in Lübeck Kücknitz habe ich das Glück, gerade ein Stück zu singen, dessen Komponist noch lebt. Das ist in der Kirchenmusik eine große Ausnahme, gibt einem aber die Möglichkeit, den Komponisten zu befragen. Wir singen das „Requiem“ von <strong>Michael Porr</strong> (*1967), der so freundlich war, mir ein Interview zu geben. Ein Hörbeispiel vom Requiem gibt es am Schluss.<br />
<span id="more-8019"></span></p>
<p><em>Bei den großen Kirchenmusikkomponisten der Vergangenheit gehörte das Komponieren zu ihrer Stellenbeschreibung dazu. Was hat Sie als Kirchenmusiker von heute bewogen, mit dem Komponieren zu beginnen? Gibt es nicht genug geistliche Chormusik?</em></p>
<p>Ich habe schon als Jugendlicher angefangen zu komponieren, das hat mich immer interessiert. Natürlich gehörte das früher dazu, heute nicht mehr so, aber es ist sehr schön, wenn es aus der Praxis kommt. Ich weiß aus meinem Arbeitsalltag, was Chöre leisten können. Eigentlich wollte ich Trompeter werden, doch mein Lebenslauf hat mich dahin gebracht, irgendwann Kirchenmusiker zu werden. Absolut gibt es genug und natürlich viel bessere geistliche Chormusik, aber trotzdem möchte man seinen eigenen Beitrag leisten.</p>
<p><em>Was sind Ihre Vorbilder und wie hat sich Ihr Komponieren entwickelt?</em></p>
<p>Als Jugendlicher waren meine großen Heroen die Komponisten der Spätromantik, dann habe ich diese Phase überschritten. Danach hatte ich ein Urerlebnis. Ich habe für Kinder eine Musik zu dem Märchen „Schneewittchen“ geschrieben. Ich hatte so einen Spaß daran, weil die Kinder die Melodien, die ich geschrieben habe, so gerne gesungen haben. Schließlich kam die Überlegung, dass ich so viele Sachen schreibe, die mein Chor nicht singen kann. Ich habe mir gedacht: Da muss mit mir etwas nicht stimmen. Als ich dann die englische Chormusikszene erlebt habe, war das für mich wie eine Befreiung.</p>
<p><em>Komponieren ist das eine, veröffentlicht und gar aufgeführt zu werden das andere. Wie schafft es heutzutage ein Komponist, einen Notenverlag für sich zu interessieren. Wie ist es Ihnen gelungen?</em></p>
<p>Es war nicht so einfach. Der <a href="http://butz-verlag.de/deutsch/" target="_blank" rel="noopener">Butz-Verlag</a> sitzt in Bonn, hier in der Nähe. Ich habe mit ihnen telefoniert, habe gesagt, ich habe ein paar Stücke, die könnten euch interessieren, ich komme mal vorbei. Ich bin die Stücke mit dem Verlagsleiter Hans-Peter Bähr durchgegangen und er sagte, das passt ganz gut in unser Musikprogramm. Wir sind beide nach England orientiert. Dort wird vieles komponiert, was gut singbar ist. Der Verlag hat dann erstmals kleinere Sachen gemacht und schließlich das Requiem veröffentlicht.</p>
<p><em>Wie viele Chorwerke haben Sie bereits veröffentlicht und wo reiht sich das „Requiem“ dort zeitlich ein?</em></p>
<p>Ich habe vorher kleinere Motetten geschrieben, meistens A cappella oder mit Orgel. Das Requiem war tatsächlich das erste größere Stück, das ich geschrieben habe.</p>
<p><em>Wie oft ist das Requiem bisher aufgeführt worden und wie erfahren Sie davon?</em></p>
<p>Meistens schreibt der Verlag mir, welcher Chor die Noten bestellt hat. Ich bin Gema-Mitglied, irgendwann kriege ich dann mal Geld. Oder ich googele es. Oft schreiben mir auch Leute, dass sie mein Requiem singen und dass es ihnen gefällt. Solche Briefe sind mir das liebste, sie geben mir eine Bestätigung.</p>
<p><em>Welche Komponisten haben Sie beeinflusst und welcher Einfluss davon hat Auswirkungen auf das Requiem gehabt? Welche anderen Musikrichtungen sind darin eingeflossen.</em></p>
<p>Vor allem die schönen Requiemvertonungen von Gabriel Fauré und Maurice Duruflé, die sind sehr schön, sehr feinsinnig. Es war mir so wichtig, kein Schreckensszenario aufzubauen. Es ist ein sehr stilles, sehr nachdenkliches, vielleicht sogar tröstendes Stück.</p>
<p><em>Sie haben das Requiem nach eigenen Angaben komponiert, um ihrer Trauer über den Tod Ihrer Eltern Ausdruck zu verleihen. Es ist ein stilles, beinahe introvertiertes Stück. Sind Sie ein eher zurückhaltender Mensch?</em></p>
<p>Wie soll man sich selber beschreiben? Ja, ich bin ich eher zurückhaltend. Das geht aber nicht in dem Moment, wenn ich vor einem Chor stehe. Wenn Sie mich in einer Chorprobe erleben, würden Sie nicht sagen: Das ist ein zurückhaltender Mensch.</p>
<p><em>Das „Requiem“ enthält ein paar Klippen für Choristen, vor allem im letzten Satz. Das sieht erst einmal sehr unübersichtlich aus, vor allem für die vier Soprane. Dabei ist es bei näherem Hinsehen ganz einfach, den Klangteppich im „In Paradisum“ zu weben. War das ein Erklärbär-Test für Chorleiter?</em></p>
<p>Nein, das würde ich nie machen. Der letzte Satz ist vom Text und von der Musik her so, dass ich einen Klangteppich schaffen möchte. Es ist relativ leicht zu singen, ergibt aber diesen Klangteppich. Mit meinem Chor machen wir gerne eine chorische Improvisation. Ich gebe Modelle vor, darüber darf improvisiert werden. Das ist für die Zuhörer phantastisch. Das ist eine Raummusik, die sie umhüllt. Ich wollte erst so etwas notieren, aber ich möchte schon Herr der Komposition sein.</p>
<p><em>Gibt es einen Satz im „Requiem“, der Ihnen besonders ans Herz gewachsen ist oder sind Ihnen alle gleich lieb?</em></p>
<p>Ich habe alle gleich lieb. Den zweiten Satz habe ich schon sehr gerne.</p>
<p><em>Ich habe irgendwo gelesen, dass Ihre Musik nicht in den Ohren beißt und wenn dann nur dort, wo es angebracht ist. Sie verzichten auf radikale Klangerweiterungen und bewusste Brüche der Tradition. Muss Neue Musik so sein, um Erfolg zu haben? Oder liegt Ihnen diese Radikalität einfach nicht?</em></p>
<p>Ich schreibe nicht mit dem Gedanken, dass meine Musik weit verbreitet werden soll. Ich schreibe für die Praxis. Ihre Aufführung des Requiems ist die 22., in diesem Jahr die neunte, das freut mich. Alles hat seine Berechtigung, und das vielleicht auch. Ich finde es immer noch phantastisch und toll, dass Kolleginnen und Kollegen sich trauen, das zu machen. Es ist immer auch ein finanzielles Risiko. Die Leute wissen nicht, was sie erwartet. Porr kennt niemand. Mancher sagt auch bei einem Geburtsdatum von 1967, da gehe ich vielleicht nicht hin.</p>
<p><em>Planen Sie weitere große Chorwerke? Auf was dürfen wir uns demnächst freuen?</em></p>
<p>Ja, das möchte ich auf jeden Fall, aber ich weiß noch nicht was. Ich bin noch auf der Suche. Ich würde gerne eine Passion schreiben in kleiner kammermusikalischer Besetzung, hätte aber gerne andere Texte dazu. Ich bin auch noch auf der Suche nach jemandem, mit dem ich das erarbeiten kann. Eine Passion mit kommentierenden Texten, die die Leidensgeschichte von einer anderen Seite beleuchten, wäre eine schöne Sache. 2018 möchte ich ein Stück für Kinderchor schreiben. Das wird ein weltliches Stück.</p>
<p>Vielen Dank.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/hV6Tu9CR-bI" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c  no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ein-komponist-von-heute-interview-mit-michael-porr/">Ein Komponist von heute: Interview mit Michael Porr</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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