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	<title>Lesen Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>Newsletter &#8211; muss man den jetzt haben?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jul 2024 17:46:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="360" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/PK.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/PK.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/PK-150x68.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/PK-768x346.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich habe einige Newsletter abonniert, aber habe mittlerweile aber auch wieder welche abgestellt. Newsletter scheinen im Moment das neue, heiße Ding zu sein. Ich stehe ihnen etwas zwiegespalten gegenüber. Ich selbst schreibe keinen Newsletter. Ich habe eine für mich unbefriedigende Lösung, mit der ich versuche, meine Blogposts per Mail unter die Leute zu bringen. Mit dem Plugin Creative Mail verfasse ich regelmäßig eine sogenannte Campaign, auch eine Art Newsletter, aber nur mit Überschriften, Fotos und Links. Früher hatte ich mal ein Plugin, dass jeden neuen Text, der hier erschienen ist, automatisch an diejenigen, die sich dafür eingetragen hatten, per Mail verteilt hat. Das scheint es nicht mehr zu geben. Echte Newsletter sind mehr als Link-Verteiler So setze ich mich alle paar Wochen hin und bastele die genannte Campaign zusammen. Ein echter Newsletter ist natürlich etwas ganz anderes. Etwa der von Übermedien, den ich regelmäßig bekomme und immer lese. Denn da schreiben schlaue Leute etwas über Medien, das nicht auf der Webseite erscheint. Es ist ein zusätzliches Angebot. Natürlich folgen unten die Links zu den jüngsten Beiträgen, aber dafür ist ein Newsletter ja da. Gerade habe ich mich für einen neuen Newsletter angemeldet, den von Thomas von cronhill.de, der Briefe an Irene schreibt. Darin macht er sich Gedanken über Newsletter. Warum Irene? Thomas dazu: &#8222;Und so möchte ich schreiben, als würde ich es einer Verwandten schreiben, und da kommt für mich nur eine in Frage, das ist meine Tante Irene. An sie möchte ich mich richten, ihr gegenüber im besten Sinne Rechenschaft über mein Leben ablegen und meine Freude und Liebe mit ihr teilen.&#8220; Ich freue mich auf die Briefe an Irene. Aber ich weiß auch, dass so mancher Newsletter ungelesen in meinem Mail-Postfach liegt und liegen bleibt. Es gibt so viel zu lesen den lieben langen Tag. Berufliches, natürlich, und vieles, was mich interessiert. Bücher (seit einiger Zeit wieder), Blogs, Zeitungen und dann noch Newsletter. Die Zeit ist nun mal begrenzt. Da ist es schwierig, allem und allen gerecht zu werden. Wer schreibt, will schließlich auch gelesen werden. Nicht noch eine Aufgabe für mich Um mich herum schreiben immer mehr Blogger Newsletter. Nicht alle habe ich abonniert. Siehe oben: Wer will das alles lesen? Ich selbst schreibe keinen Newsletter und werde auch nicht damit anfangen. Jedenfalls nicht, solange ich noch berufstätig bin. Dafür fehlt mir einfach die Zeit. Es ist schon schwierig genug für mich, neben allem anderen regelmäßig zu bloggen. Ich will mir nicht noch etwas aufhalsen. Und deshalb müssen alle, die wissen wollen, was hier geschrieben steht, regelmäßig vorbeikommen. Oder einen Feedreader installieren. Oder darauf hoffen, dass ich alle paar Wochen mal meine Campaign fertigstelle und versende. Die tatsächlich, siehe unten, Newsletter heißt, aber in meinen Augen keiner ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/newsletter-muss-man-den-jetzt-haben/">Newsletter &#8211; muss man den jetzt haben?</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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<p>Ich habe einige Newsletter abonniert, aber habe mittlerweile aber auch wieder welche abgestellt. Newsletter scheinen im Moment das neue, heiße Ding zu sein. Ich stehe ihnen etwas zwiegespalten gegenüber.</p>



<span id="more-13649"></span>



<p>Ich selbst schreibe keinen Newsletter. Ich habe eine für mich unbefriedigende Lösung, mit der ich versuche, meine Blogposts per Mail unter die Leute zu bringen. Mit dem Plugin Creative Mail verfasse ich regelmäßig eine sogenannte Campaign, auch eine Art Newsletter, aber nur mit Überschriften, Fotos und Links. Früher hatte ich mal ein Plugin, dass jeden neuen Text, der hier erschienen ist, automatisch an diejenigen, die sich dafür eingetragen hatten, per Mail verteilt hat. Das scheint es nicht mehr zu geben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Echte Newsletter sind mehr als Link-Verteiler</h2>



<p>So setze ich mich alle paar Wochen hin und bastele die genannte Campaign zusammen. Ein echter Newsletter ist natürlich etwas ganz anderes. Etwa der von <a href="https://uebermedien.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Übermedien</a>, den ich regelmäßig bekomme und immer lese. Denn da schreiben schlaue Leute etwas über Medien, das nicht auf der Webseite erscheint. Es ist ein zusätzliches Angebot. Natürlich folgen unten die Links zu den jüngsten Beiträgen, aber dafür ist ein Newsletter ja da.</p>



<p>Gerade habe ich mich für einen neuen Newsletter angemeldet, den von Thomas von <a href="https://cronhill.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">cronhill.de</a>, der <a href="https://cronhill.de/blog/briefe-an-irene.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Briefe an Irene</a> schreibt. Darin macht er sich Gedanken über Newsletter. Warum Irene? Thomas dazu: &#8222;Und so möchte ich schreiben, als würde ich es einer Verwandten schreiben, und da kommt für mich nur eine in Frage, das ist meine Tante Irene. An sie möchte ich mich richten, ihr gegenüber im besten Sinne Rechenschaft über mein Leben ablegen und meine Freude und Liebe mit ihr teilen.&#8220;</p>



<p>Ich freue mich auf die Briefe an Irene. Aber ich weiß auch, dass so mancher Newsletter ungelesen in meinem Mail-Postfach liegt und liegen bleibt. Es gibt so viel zu lesen den lieben langen Tag. Berufliches, natürlich, und vieles, was mich interessiert. Bücher (seit einiger Zeit wieder), Blogs, Zeitungen und dann noch Newsletter. Die <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/ich-lese-keine-buecher-mehr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zeit ist nun mal begrenzt</a>. Da ist es schwierig, allem und allen gerecht zu werden. Wer schreibt, will schließlich auch gelesen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nicht noch eine Aufgabe für mich</h2>



<p>Um mich herum schreiben immer mehr Blogger Newsletter. Nicht alle habe ich abonniert. Siehe oben: Wer will das alles lesen? Ich selbst schreibe keinen Newsletter und werde auch nicht damit anfangen. Jedenfalls nicht, solange ich noch berufstätig bin. Dafür fehlt mir einfach die Zeit. Es ist schon schwierig genug für mich, neben allem anderen regelmäßig zu bloggen. Ich will mir nicht noch etwas aufhalsen. Und deshalb müssen alle, die wissen wollen, was hier geschrieben steht, regelmäßig vorbeikommen. Oder einen Feedreader installieren. Oder darauf hoffen, dass ich alle paar Wochen mal meine Campaign fertigstelle und versende. Die tatsächlich, siehe unten, Newsletter heißt, aber in meinen Augen keiner ist.</p>



<div class="wp-block-ce4wp-subscribe"><div class="onSubmission" style="display:none"><input class="onSubmissionSetting" name="onSubmissionSetting" type="hidden" value="message"/><div><h2 class="title">Subscribe</h2><p class="subTitle">Thank you for subscribing!</p></div></div><form class="cm-contact-form" name="contact-form"><input class="list_id" name="list_id" type="hidden"/><h2 class="title">Subscribe</h2> <p class="subTitle">Sign up for our newsletter and stay up to date</p><div class="inputBlock"><label>First name</label><input class="firstName" name="first_name" type="text"/></div><div class="inputBlock"><label>Last name</label><input class="lastName" name="last_name" type="text"/></div><div class="inputBlock"><label>Email</label><span class="wp-caption-text required-text" style="color:#ee0000">*</span><input class="email" name="email" type="email" oninvalid="setCustomValidity('Please enter a valid email address')" oninput="setCustomValidity('')" required/></div><div class="disclaimer"><input class="consent_check" name="consent_check_faf66a4d-a490-446d-a24b-d13c04e7a00b" id="consent_check_faf66a4d-a490-446d-a24b-d13c04e7a00b" type="checkbox"/><label for="consent_check_faf66a4d-a490-446d-a24b-d13c04e7a00b" class="disclaimer-label">Can we send you an email from time to time?</label></div><button class="wp-block-button__link submit-button" type="submit">Subscribe</button></form></div>
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		<title>Lesen &#8211; warum und was ist der Gewinn daran?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jun 2024 16:33:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/leseband.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/leseband.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/leseband-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/leseband-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/leseband-420x280.jpg 420w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Lesen ist meine Leidenschaft. War es schon immer. Aber warum ist das so? Was ist am Lesen so besonders? Die Frage, die ich mir nie gestellt habe, hat jetzt jemand anders gestellt. Und mich zum Nachdenken über das Lesen gebracht. Gerade läuft die Fußball-Europameisterschaft. Ich finde Fußball langweilig, gucke die Spiele nicht. Die Sender, die sie nicht übertragen, holen stattdessen Filme aus dem Archiv, die an die zehn Jahre alt sind. Ganz ehrlich, ein Commissario-Brunetti-Film von 2016 lockt nun wirklich keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Zumal die Reihe schon 2019 eingestellt wurde. Und klar, ich könnte streamen, um frische Filme zu sehen, aber das ist mir oft zu mühsam, dieses Herumgesuche in den Mediatheken. Eine gute Gelegenheit also, die Zahl der Leseabende deutlich auszuweiten. Lesefutter ist genug da. Sachbücher ebenso wie Romane, viele sind schon lange bei mir, ich liebe sie und kann sie immer wieder lesen. Dank öffentlicher Bücherschränke und meiner geliebten Bücherei steht mir auch manches Neue zur Verfügung. Aber was ist der Reiz am Lesen? Warum macht es so viel Freude, dass ich es schon mein ganzes Leben lang mit Leidenschaft betreibe? Das könnte ich auf Anhieb gar nicht sagen. Lesen ist unterhaltsam und bildend Wenn ich ein wenig länger darüber nachdenke, fallen mir die oft genannten Gründe ein. Gedankliche Ausflüge in für mich fremde Welten. Spannung. Überraschung. Wissen. Gute Gedanken und &#8211; ja, auch das &#8211; schlechte Gedanken. Neue Einsichten, aber auch Bestätigung oder Widerspruch für eigene Haltungen. In Büchern, aber auch in Blogposts oder Zeitungs- oder Zeitschriftenartikeln liegt so vieles, was sich zu heben lohnt. Es ist aber noch etwas anderes. Es ist das Gefühl, ruhig dazu sitzen und in etwas zu versinken, die Welt um sich herum zu vergessen. Einfach für eine Weile weg zu sein vom Alltag, vom eigenen Leben. Deshalb ist es manchmal so schwer, ein Buch wegzulegen. Noch ein Kapitel, ach, noch ein Kapitel. Wie lang ist das nächste Kapitel? Kann ich das noch dranhängen, bevor ich mich etwas anderem widmen muss? Die meisten Bücher erzeugen bei mir diesen Sog. Lesen ist gut fürs Gehirn Das Online-Magazin &#8222;Was liest du?&#8220; hat weitere Gründen fürs Lesen aufgelistet, die sich zum Teil mit meinen decken. Manche davon sind bekannt, etwa, dass Lesen den Horizont oder den Wortschatz erweitert. Andere sind eher wissenschaftliche Erkenntnisse, nämlich dass das Lesen Alzheimer vorbeugt. Zumindest gibt es Impulse, die das Gehirn anregen und es damit vielleicht weniger anfällig für Demenz machen. Das Netz ist voll von Listen, die fünf, zehn oder gar 28 Gründe aufführen, warum man lesen sollte. Und zwar Bücher. Ich habe immer die Meinung vertreten, dass das Medium egal ist, Hauptsache die Texte sind lang und mehr oder weniger anspruchsvoll. Trotzdem bevorzuge ich immer noch das Buch aus Papier, habe mich nie mit einem E-Reader anfreunden können. Ich weiß gar nicht genau, warum. Am Inhalt kann es nicht liegen. Was hat die Gesellschaft davon? Letztlich ist klar: Wir Leser wissen, warum wir so gern lesen. Auf Twitter (jetzt X) hat nun jemand die Frage aufgeworfen, warum das Lesen gesellschaftlich so hoch bewertet wird. Und angemerkt: &#8222;Es ist eine außerordentlich passive Beschäftigung, zunächst und zumeist ohne positive Rückwirkung auf die Gesellschaft (ok, wer liest, begeht währenddessen keine Verbrechen) und oft auch ohne positive Auswirkung auf die eigene Kreativität oder die eigenen Fähigkeiten.&#8220; Das mit der Kreativität und den eigenen Fähigkeiten stimmt schon mal nicht. Aber wie ist es mit der Gesellschaft? Vielleicht die beste Antwort auf die Frage war, dass Lesen bildet und die Gesellschaft gebildete Menschen braucht. Da ist sicher etwas dran. Aber letztlich hat der Mann mit seiner etwas ketzerischen Frage recht. Das Lesen ist gesellschaftlich anerkannt, obwohl es für das Zusammenleben höchstens indirekt etwas bringt. Vielleicht ist sein größter Verdienst, dass Menschen, die viel lesen, zufriedener sind, ausgewogener denken, weil sie viele Sichtweisen kennen, und seltener radikal werden. Das ist doch schon mal was.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/lesen-warum-und-was-ist-der-gewinn-daran/">Lesen &#8211; warum und was ist der Gewinn daran?</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/leseband.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/leseband.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/leseband-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/leseband-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/leseband-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Lesen ist meine Leidenschaft. War es schon immer. Aber warum ist das so? Was ist am Lesen so besonders? Die Frage, die ich mir nie gestellt habe, hat jetzt jemand anders gestellt. Und mich zum Nachdenken über das Lesen gebracht.</p>



<span id="more-13634"></span>



<p>Gerade läuft die Fußball-Europameisterschaft. Ich finde Fußball langweilig, gucke die Spiele nicht. Die Sender, die sie nicht übertragen, holen stattdessen Filme aus dem Archiv, die an die zehn Jahre alt sind. Ganz ehrlich, ein Commissario-Brunetti-Film von 2016 lockt nun wirklich keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Zumal <a href="https://www.daserste.de/unterhaltung/film/donna-leon/sendung/arrivederci-brunetti-donna-leon-stille-wasser-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Reihe schon 2019 eingestellt wurde</a>. Und klar, ich könnte streamen, um frische Filme zu sehen, aber das ist mir oft zu mühsam, dieses Herumgesuche in den Mediatheken. Eine gute Gelegenheit also, die Zahl der Leseabende deutlich auszuweiten.</p>



<p>Lesefutter<a href="https://pyrolim.de/pyropro/mal-wieder-die-buecherregale-durchforsten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> ist genug da</a>. Sachbücher ebenso wie Romane, viele <a href="https://pyrolim.de/tag/buchsouvenir/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">sind schon lange bei mir</a>, ich liebe sie und kann sie immer wieder lesen. Dank öffentlicher Bücherschränke und meiner geliebten Bücherei steht mir auch manches Neue zur Verfügung. Aber was ist der Reiz am Lesen? Warum macht es so viel Freude, dass ich es schon mein ganzes Leben lang mit Leidenschaft betreibe? Das könnte ich auf Anhieb gar nicht sagen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lesen ist unterhaltsam und bildend</h2>



<p>Wenn ich ein wenig länger darüber nachdenke, fallen mir die oft genannten Gründe ein. Gedankliche Ausflüge in für mich fremde Welten. Spannung. Überraschung. Wissen. Gute Gedanken und &#8211; ja, auch das &#8211; schlechte Gedanken. Neue Einsichten, aber auch Bestätigung oder Widerspruch für eigene Haltungen. In Büchern, aber auch in Blogposts oder Zeitungs- oder Zeitschriftenartikeln liegt so vieles, was sich zu heben lohnt.</p>



<p>Es ist aber noch etwas anderes. Es ist das Gefühl, ruhig dazu sitzen und in etwas zu versinken, die Welt um sich herum zu vergessen. Einfach für eine Weile weg zu sein vom Alltag, vom eigenen Leben. Deshalb ist es manchmal so schwer, ein Buch wegzulegen. Noch ein Kapitel, ach, noch ein Kapitel. Wie lang ist das nächste Kapitel? Kann ich das noch dranhängen, bevor ich mich etwas anderem widmen muss? Die meisten Bücher erzeugen bei mir diesen Sog.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lesen ist gut fürs Gehirn</h2>



<p>Das Online-Magazin &#8222;Was liest du?&#8220; hat <a href="https://wasliestdu.de/magazin/2014/10-gruende-warum-man-buecher-lesen-sollte" target="_blank" rel="noreferrer noopener">weitere Gründen fürs Lesen aufgelistet</a>, die sich zum Teil mit meinen decken. Manche davon sind bekannt, etwa, dass Lesen den Horizont oder den Wortschatz erweitert. Andere sind eher wissenschaftliche Erkenntnisse, nämlich dass das Lesen Alzheimer vorbeugt. Zumindest gibt es Impulse, die das Gehirn anregen und es damit vielleicht weniger anfällig für Demenz machen.</p>



<p>Das Netz ist voll von Listen, die fünf, zehn oder <a href="https://basmo.app/de/vorteile-des-lesens/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gar 28 Gründe aufführen</a>, warum man lesen sollte. Und zwar Bücher. Ich habe immer die Meinung vertreten, dass das Medium egal ist, Hauptsache die Texte sind lang und mehr oder weniger anspruchsvoll. Trotzdem bevorzuge ich immer noch das Buch aus Papier, habe mich nie mit einem E-Reader anfreunden können. Ich weiß gar nicht genau, warum. Am Inhalt kann es nicht liegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was hat die Gesellschaft davon?</h2>



<p>Letztlich ist klar: Wir Leser wissen, warum wir so gern lesen. Auf Twitter (jetzt X) hat nun jemand die Frage aufgeworfen, warum das Lesen gesellschaftlich so hoch bewertet wird. Und angemerkt: &#8222;Es ist eine außerordentlich passive Beschäftigung, zunächst und zumeist ohne positive Rückwirkung auf die Gesellschaft (ok, wer liest, begeht währenddessen keine Verbrechen) und oft auch ohne positive Auswirkung auf die eigene Kreativität oder die eigenen Fähigkeiten.&#8220; Das mit der Kreativität und den eigenen Fähigkeiten stimmt schon mal nicht. Aber wie ist es mit der Gesellschaft?</p>



<p>Vielleicht die beste Antwort auf die Frage war, dass Lesen bildet und die Gesellschaft gebildete Menschen braucht. Da ist sicher etwas dran. Aber letztlich hat der Mann mit seiner etwas ketzerischen Frage recht. Das Lesen ist gesellschaftlich anerkannt, obwohl es für das Zusammenleben höchstens indirekt etwas bringt. Vielleicht ist sein größter Verdienst, dass Menschen, die viel lesen, zufriedener sind, ausgewogener denken, weil sie viele Sichtweisen kennen, und seltener radikal werden. Das ist doch schon mal was. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/lesen-warum-und-was-ist-der-gewinn-daran/">Lesen &#8211; warum und was ist der Gewinn daran?</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Die h-moll-Messe und die Sünd der Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2018 09:46:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich sitze viel im Auto. Damit es nicht so langweilig wird, höre ich unterwegs Hörbücher. Meistens Krimis. Dabei habe ich einen Fehler entdeckt, einen sachlichen Fehler. Nicht in der Beweiskette, sondern in der Musik, die eine der Hauptfiguren hört: die h-moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Es war „Bußestunde“ von Arne Dahl, die letzte in einer langen Reihe von Kriminalgeschichten und der letzte Fall der A-Gruppe. Erst habe ich das Hörbuch gehört, in dem Passagen vorkommen, in denen Paul Hjelm beim Nachdenken die h-moll-Messe von Bach hört. Der Autor zitiert sogar eine Textzeile aus dem „Gloria“, lässt „Der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser“ zu Paul Hjelms Lieblingsstelle werden. Zunächst habe ich darüber hinweg gehört. Dann gestutzt. Dann die h-moll-Messe herausgeholt und in den CD-Player eingelegt. Kyrie, Gloria . . . Moment mal. Da singt niemand von der Sünd der Welt. Die Textzeile in der h-moll-Messe lautet „Qui tollis peccata mundi, miserere nobis.&#8220; Messen liegt immer derselbe lateinische Text zugrunde. Entweder es ist nett von Arne Dahl, dass er dem Leser und Hörbuchhörer die deutsche Übersetzung anbietet oder er hat keine Ahnung. Dabei wäre es ganz einfach gewesen, wenn es ihm um die Zeilen mit der Sünd der Welt gegangen wäre. Anstelle der h-moll-Messe hätte er nur die Matthäus-Passion von Bach setzen müssen. Dort kommen genau diese Textzeilen in einem Choral vor. Rezenten bescheinigen Dahl in „Bußestunde“ einige Ungereimtheiten. Ich wette jedoch, diese meinten sie nicht. Die allzu schneidig genommene Kurve von einer Messe über den lateinischen Text zur Sünd der Welt dürfte den wenigstens Lesern aufgefallen sein. Ich bin auch erst langsam darauf gekommen. Insgesamt ist das Buch, das das Ende der A-Gruppe markiert, solide Krimikost mit zwei Handlungssträngen. Zentrales Thema ist die Anorexie, im Zentrum steht eine Serienmöderin, etwas sehr seltenes. Sie arbeitet mörderisch ihr Jugendtrauma auf. Alles spannend zu lesen, aber kein Buch, das mir auf ewig im Gedächtnis bleiben wird. Es sei denn, ich höre gerade mal wieder Bachs h-moll-Messe. Bemerkenswert ist noch, dass der CD-Player im Auto den Titel des Hörbuches als „Bussestunde“ angibt. Busse allerdings kommen in dem Buch gar nicht vor.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-h-moll-messe-und-die-suend-der-welt/">Die h-moll-Messe und die Sünd der Welt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze viel im Auto. Damit es nicht so langweilig wird, höre ich unterwegs Hörbücher. Meistens Krimis. Dabei habe ich einen Fehler entdeckt, einen sachlichen Fehler. Nicht in der Beweiskette, sondern in der Musik, die eine der Hauptfiguren hört: die h-moll-Messe von Johann Sebastian Bach.</p>
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<span id="more-8799"></span></p>
<p>Es war „Bußestunde“ von Arne Dahl, die letzte in einer langen Reihe von Kriminalgeschichten und der letzte Fall der A-Gruppe. Erst habe ich das Hörbuch gehört, in dem Passagen vorkommen, in denen Paul Hjelm beim Nachdenken die h-moll-Messe von Bach hört. Der Autor zitiert sogar eine Textzeile aus dem „Gloria“, lässt „Der du trägst die Sünd der Welt, erbarm dich unser“ zu Paul Hjelms Lieblingsstelle werden.</p>
<p>Zunächst habe ich darüber hinweg gehört. Dann gestutzt. Dann die h-moll-Messe herausgeholt und in den CD-Player eingelegt. Kyrie, Gloria . . . Moment mal. Da singt niemand von der Sünd der Welt. Die Textzeile in der h-moll-Messe lautet „Qui tollis peccata mundi, miserere nobis.&#8220; Messen liegt immer derselbe lateinische Text zugrunde.</p>
<p>Entweder es ist nett von Arne Dahl, dass er dem Leser und Hörbuchhörer die deutsche Übersetzung anbietet oder er hat keine Ahnung. Dabei wäre es ganz einfach gewesen, wenn es ihm um die Zeilen mit der Sünd der Welt gegangen wäre. Anstelle der h-moll-Messe hätte er nur die Matthäus-Passion von Bach setzen müssen. Dort kommen genau diese Textzeilen in einem Choral vor.</p>
<p>Rezenten bescheinigen Dahl in „Bußestunde“ einige Ungereimtheiten. Ich wette jedoch, diese meinten sie nicht. Die allzu schneidig genommene Kurve von einer Messe über den lateinischen Text zur Sünd der Welt dürfte den wenigstens Lesern aufgefallen sein. Ich bin auch erst langsam darauf gekommen.</p>
<p>Insgesamt ist das Buch, das das Ende der A-Gruppe markiert, solide Krimikost mit zwei Handlungssträngen. Zentrales Thema ist die Anorexie, im Zentrum steht eine Serienmöderin, etwas sehr seltenes. Sie arbeitet mörderisch ihr Jugendtrauma auf. Alles spannend zu lesen, aber kein Buch, das mir auf ewig im Gedächtnis bleiben wird. Es sei denn, ich höre gerade mal wieder Bachs h-moll-Messe.</p>
<p>Bemerkenswert ist noch, dass der CD-Player im Auto den Titel des Hörbuches als „Bussestunde“ angibt. Busse allerdings kommen in dem Buch gar nicht vor.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-h-moll-messe-und-die-suend-der-welt/">Die h-moll-Messe und die Sünd der Welt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Das große Räumen: Die Schätze im Bücherregal</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/das-grosse-raeumen-die-schaetze-im-buecherregal/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2015 13:44:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Nachteile gut gefüllter Bücherregale zeigen sich immer dann, wenn ein Umzug oder eine Renovierung ansteht. Bei uns ist es eine Renovierung, und deshalb mussten zwei deckenhohe und sehr, sehr breite Bücherregale ausgeräumt werden. Das ist auch Anlass auszusortieren. Vor allem aber ist es die Gelegenheit, die Lieblingsbücher, von denen ich mich nie trennen würde, mal wieder in die Hand zu nehmen. Und das ist eine sehr bunte Mischung. Ich kaufe seit Jahren fast keine Bücher mehr. Lesestoff hole ich mir aus der Bücherei oder aus dem Internet. Nur ein paar Bildbände gönne ich mir noch ab und zu. Früher habe ich Bücher in Massen gekauft, und einige davon sind mir sehr ans Herz gewachsen. Wegen ihrer Gestaltung, ihres Inhalts oder einer Kombination aus beidem. Dazu gehört etwa die Reihe der Dumont-Kunstbücher, die es in zwei Formaten gab. Heute firmieren sie offenbar unter &#8222;Kunst &#38; Leben&#8220;. Ich habe jedes Buch der Reihe, das auch nur annähernd meine Interessen traf, gekauft und die schöne Reihe bis heute gehütet. Die Sammlung hat und behält einen festen Platz in meinem Herzen und meinem Bücherregal. Sie fallen wie viele andere Bücher in die Kategorie Kunst. Ich habe mich schon als Kind und Jugendliche für Malerei und Architektur interessiert und Kunstgeschichte studiert. Deshalb ist das Bücherregal voller Kunstbücher und Bildbände. Zwei Bücher habe ich besonders oft in der Hand gehabt. Sie bleiben ebenfalls auf ewig mein. Das eine ist eine Vasari-Ausgabe Lebensläufe der berühmtesten Maler, Bildhauer und Architekten*. von 1940, die mein Vater zur Konfirmation bekommen hat. Als Widmung steht darin in feinster Handschrift geschrieben. &#8222;Zum Andenken an die Konfirmation gewidmet von der ev.-reformierten Gemeinde zu Dresden. Palmsonntag 1947 &#8211; (unleserlicher Name) Pfarrer&#8220;. Als Kunstgeschichtsstudentin habe ich dann erfahren, welche Rarität ich da in den Händen halte. Niemand außer mir hatte einen Vasari, es gab ihn nur in der Unibibliothek. Ein anderes Werk liebe ich ebenfalls sehr, die Kunst der Farbe. Studienausgabe: Subjektives Erleben und objektives Erkennen als Wege zur Kunst des Bauhaus-Künstlers Johannes Itten. Leider besitze ich nur die Studienausgabe, die &#8222;große&#8220; Ausgabe konnte ich mir damals nicht leisten. Sie kostet 120 Euro, damals 240 Mark, das war für eine Studentin unerschwinglich. Das Buch ist deshalb so teuer, weil es in einem hochwertigen Druckverfahren hergestellt ist, damit die Farbabstufungen im Original erkennbar sind. In die Abteilung Visuelles fallen auch meine Fotobücher. Ich habe mich schon immer für Fotografie interessiert und nicht nur stets Kameras, sondern auch Fotobücher besessen. Eines meiner liebsten habe ich glaube ich damals bei 2001 gekauft, dem beliebten Buchversand unserer Generation. Es sind die Bilder vom Krieg. 130 Jahre Kriegsfotografie, eine Anklage, ein &#8222;Stern&#8220;-Buch, das mich vom ersten Tag an und bis heute fasziniert. Es erzählt die Geschichte der Kriegsfotografie vom Krimkrieg im 19. Jahrhundert bis zum Jahr 1980 (ungefähr). Die Fotos sind genauso sehenswert wie die Geschichten lesenswert. Eines meiner Lieblingsfotobücher sind zudem bis heute die erotischen Fotographien, die David Bailey von seiner Frau Mrs. Bailey gemacht hat. Ein wunderbares Buch, das man heute höchstens noch als Privatverkauf bei Ebay findet. Und schließlich ist da noch das kleine Fotobuch des Künstlers Wols alias Alfred Otto Wolfgang Schulze, der nicht nur mein Lieblingsbild &#8222;Das blaue Phantom&#8220; gemalt hat, sondern auch ein begnadeter Fotograf war. Das Büchlein scheint es nicht mehr zu geben. Wols Photograph: Der gerettete Blick gibt einen Überblick über das fotografische Werk von Wols. Meine Leidenschaft Nummer drei ist das Reisen. Auch davon künden viele Bücher im Regal. Die wertvollsten Reiseführer bis heute &#8211; schon wegen ihrer Seltenheit  &#8211; sind die über Ghana, Kamerun und Pakistan. Das waren die drei Ziele der drei großen Reisen, die ich in den 1990er-Jahren unternommen habe. Die Reiseführer, zumindest die von Ghana und Kamerun, waren die einzigen, die es zu diesen Ländern gab. Sie haben mir gute Dienste geleistet. Nicht zu vergessen: Das war noch im Vor-Internet-Zeitalter, da konnte man sich keine Informationen im Netz zusammensuchen. Wer sich übrigens die ganze Zeit fragt, was das für ein bunter Hintergrund hinter den Büchern ist: Das ist eine Decke, zusammengesetzt aus den wunderbaren, handgewebten Kente-Stoffen aus Ghana. Eine andere wichtige Reise, von der ein Buch kündet, war die 2006 nach Afghanistan. Es war eine Dienstreise zu den deutschen Soldaten in Kundus. Dort habe ich auch meinen Geburtstag gefeiert und als Geschenk das Afghanistan-Buch der Isaf-Truppen samt Widmung geschenkt bekommen. Ein Buch, das deshalb eine ganz besondere Bedeutung für mich hat. Es enthält wunderbare Fotos der Menschen und Landschaften in dem Land, im hinteren Teil schließen sich Aufstell-Fotos von Soldaten aus allen Isaf-Ländern an. Viele der Bücher, die aktuell den Weg in meine Regale finden, sind Geschenke. Wie gesagt, ich kaufe nicht mehr so viele Bücher wie früher. Aber manchmal werde ich doch noch schwach, so wie kürzlich, als ich das reich bebilderte Werk Die Malerei der deutschen Renaissance: Sonderausgabe im verkleinerten Format gefunden habe. Da habe ich meiner Begeisterung für große Kunst-Bildbände mal wieder nachgegeben. Ein Kauf, der mir viel Freude macht. Es gibt  noch viel mehr Bücher, die auf immer in meinem Herzen sind. Aber das soll es erst einmal gewesen sein mit dem kleinen Streifzug durch die Bücherregale. Habt ihr auch Bücher, die ihr ins Herz geschlossen habt. Ich freue mich über Kommentare dazu, in meinem Herzen ist noch Platz. Es braucht nur ein paar Anregungen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/das-grosse-raeumen-die-schaetze-im-buecherregal/">Das große Räumen: Die Schätze im Bücherregal</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nachteile gut gefüllter Bücherregale zeigen sich immer dann, wenn ein Umzug oder eine Renovierung ansteht. Bei uns ist es eine Renovierung, und deshalb mussten zwei deckenhohe und sehr, sehr breite Bücherregale ausgeräumt werden. Das ist auch Anlass auszusortieren. Vor allem aber ist es die Gelegenheit, die Lieblingsbücher, von denen ich mich nie trennen würde, mal wieder in die Hand zu nehmen. Und das ist eine sehr bunte Mischung.<br />
<span id="more-6755"></span></p>
<p>Ich kaufe seit Jahren fast keine Bücher mehr. Lesestoff hole ich mir aus der Bücherei oder aus dem Internet. Nur ein paar Bildbände gönne ich mir noch ab und zu. Früher habe ich Bücher in Massen gekauft, und einige davon sind mir sehr ans Herz gewachsen. Wegen ihrer Gestaltung, ihres Inhalts oder einer Kombination aus beidem. Dazu gehört etwa die Reihe der Dumont-Kunstbücher, die es in zwei Formaten gab. Heute firmieren sie offenbar unter &#8222;Kunst &amp; Leben&#8220;. Ich habe jedes Buch der Reihe, das auch nur annähernd meine Interessen traf, gekauft und die schöne Reihe bis heute gehütet. Die Sammlung hat und behält einen festen Platz in meinem Herzen und meinem Bücherregal.</p>
<p><figure id="attachment_6759" aria-describedby="caption-attachment-6759" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch7.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6759" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch7.jpg" alt="Meine Dumont-Kunstbücher: heiß geliebt und auf ewig mein." width="800" height="428" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch7.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch7-150x80.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-6759" class="wp-caption-text">Meine Dumont-Kunstbücher: heiß geliebt und auf ewig mein.</figcaption></figure></p>
<p>Sie fallen wie viele andere Bücher in die Kategorie Kunst. Ich habe mich schon als Kind und Jugendliche für Malerei und Architektur interessiert und Kunstgeschichte studiert. Deshalb ist das Bücherregal voller Kunstbücher und Bildbände. Zwei Bücher habe ich besonders oft in der Hand gehabt. Sie bleiben ebenfalls auf ewig mein. Das eine ist eine Vasari-Ausgabe Lebensläufe der berühmtesten Maler, Bildhauer und Architekten*.<img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=httpwwwpyroli-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3717514881" alt="" width="1" height="1" border="0" /> von 1940, die mein Vater zur Konfirmation bekommen hat. Als Widmung steht darin in feinster Handschrift geschrieben. &#8222;Zum Andenken an die Konfirmation gewidmet von der ev.-reformierten Gemeinde zu Dresden. Palmsonntag 1947 &#8211; (unleserlicher Name) Pfarrer&#8220;. Als Kunstgeschichtsstudentin habe ich dann erfahren, welche Rarität ich da in den Händen halte. Niemand außer mir hatte einen Vasari, es gab ihn nur in der Unibibliothek. Ein anderes Werk liebe ich ebenfalls sehr, die Kunst der Farbe. Studienausgabe: Subjektives Erleben und objektives Erkennen als Wege zur Kunst<img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=httpwwwpyroli-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3862301613" alt="" width="1" height="1" border="0" /> des Bauhaus-Künstlers Johannes Itten. Leider besitze ich nur die Studienausgabe, die &#8222;große&#8220; Ausgabe konnte ich mir damals nicht leisten. Sie kostet 120 Euro, damals 240 Mark, das war für eine Studentin unerschwinglich. Das Buch ist deshalb so teuer, weil es in einem hochwertigen Druckverfahren hergestellt ist, damit die Farbabstufungen im Original erkennbar sind.</p>
<p><figure id="attachment_6764" aria-describedby="caption-attachment-6764" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch6.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6764" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch6.jpg" alt="Der blasse Vasari und der bunte Itten." width="800" height="484" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch6.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch6-150x91.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-6764" class="wp-caption-text">Der blasse Vasari und der bunte Itten.</figcaption></figure></p>
<p>In die Abteilung Visuelles fallen auch meine Fotobücher. Ich habe mich <a title="Blogparade: Mein erstes Foto" href="https://pyrolim.de/pyropro/2013/blogparade-mein-erstes-foto/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schon immer </a>für Fotografie interessiert und nicht nur stets Kameras, sondern auch Fotobücher besessen. Eines meiner liebsten habe ich glaube ich damals bei 2001 gekauft, dem beliebten Buchversand unserer Generation. Es sind die Bilder vom Krieg. 130 Jahre Kriegsfotografie, eine Anklage<img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=httpwwwpyroli-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3570070131" alt="" width="1" height="1" border="0" />, ein &#8222;Stern&#8220;-Buch, das mich vom ersten Tag an und bis heute fasziniert. Es erzählt die Geschichte der Kriegsfotografie vom Krimkrieg im 19. Jahrhundert bis zum Jahr 1980 (ungefähr). Die Fotos sind genauso sehenswert wie die Geschichten lesenswert. Eines meiner Lieblingsfotobücher sind zudem bis heute die erotischen Fotographien, die David Bailey von seiner Frau Mrs. Bailey gemacht hat. Ein wunderbares Buch, das man heute höchstens noch als Privatverkauf bei Ebay findet. Und schließlich ist da noch das kleine Fotobuch des Künstlers Wols alias <span class="st">Alfred Otto Wolfgang Schulze</span>, der nicht nur mein Lieblingsbild <a href="https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/1398/0907-feu-kunst-wols-kunsthalle-bremen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Das blaue Phantom&#8220;</a> gemalt hat, sondern auch ein begnadeter Fotograf war. Das Büchlein scheint es nicht mehr zu geben. Wols Photograph: Der gerettete Blick<img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=httpwwwpyroli-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3775736050" alt="" width="1" height="1" border="0" /> gibt einen Überblick über das fotografische Werk von Wols.</p>
<p><figure id="attachment_6767" aria-describedby="caption-attachment-6767" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch5.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6767" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch5.jpg" alt="Drei Lieblingsfotobücher: der Bailey, der Wols und die Bilder vom Krieg." width="800" height="506" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch5.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch5-150x95.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-6767" class="wp-caption-text">Drei Lieblingsfotobücher: der Bailey, der Wols und die Bilder vom Krieg.</figcaption></figure></p>
<p>Meine Leidenschaft Nummer drei ist das Reisen. Auch davon künden viele Bücher im Regal. Die wertvollsten Reiseführer bis heute &#8211; schon wegen ihrer Seltenheit  &#8211; sind die über Ghana, <a title="Afrika hautnah" href="https://pyrolim.de/gereist/afrika-hautnah/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kamerun</a> und <a title="Frauenleben in Pakistan" href="https://pyrolim.de/gereist/frauenleben-in-pakistan/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pakistan</a>. Das waren die drei Ziele der drei großen Reisen, die ich in den 1990er-Jahren unternommen habe. Die Reiseführer, zumindest die von Ghana und Kamerun, waren die einzigen, die es zu diesen Ländern gab. Sie haben mir gute Dienste geleistet. Nicht zu vergessen: Das war noch im Vor-Internet-Zeitalter, da konnte man sich keine Informationen im Netz zusammensuchen. Wer sich übrigens die ganze Zeit fragt, was das für ein bunter Hintergrund hinter den Büchern ist: Das ist eine Decke, zusammengesetzt aus den wunderbaren, handgewebten Kente-Stoffen aus Ghana.</p>
<p><figure id="attachment_6769" aria-describedby="caption-attachment-6769" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6769" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch1.jpg" alt="Die wichtigsten Reiseführer meines Lebens." width="800" height="448" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch1-150x84.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-6769" class="wp-caption-text">Die wichtigsten Reiseführer meines Lebens.</figcaption></figure></p>
<p>Eine andere wichtige Reise, von der ein Buch kündet, war die 2006 nach Afghanistan. Es war eine Dienstreise zu den deutschen Soldaten in Kundus. Dort habe ich auch meinen Geburtstag gefeiert und als Geschenk das Afghanistan-Buch der Isaf-Truppen samt Widmung geschenkt bekommen. Ein Buch, das deshalb eine ganz besondere Bedeutung für mich hat. Es enthält wunderbare Fotos der Menschen und Landschaften in dem Land, im hinteren Teil schließen sich Aufstell-Fotos von Soldaten aus allen Isaf-Ländern an.</p>
<p><figure id="attachment_6770" aria-describedby="caption-attachment-6770" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch4.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6770" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch4.jpg" alt="Eine der Afghanistan-Bücher der Isaf-Truppen." width="800" height="735" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch4.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buch4-150x138.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-6770" class="wp-caption-text">Eines der Afghanistan-Bücher der Isaf-Truppen.</figcaption></figure></p>
<p>Viele der Bücher, die aktuell den Weg in meine Regale finden, sind Geschenke. Wie gesagt, ich kaufe nicht mehr so viele Bücher wie früher. Aber manchmal werde ich doch noch schwach, so wie kürzlich, als ich das reich bebilderte Werk Die Malerei der deutschen Renaissance: Sonderausgabe im verkleinerten Format<img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=httpwwwpyroli-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3829606931" alt="" width="1" height="1" border="0" /> gefunden habe. Da habe ich meiner Begeisterung für große Kunst-Bildbände mal wieder nachgegeben. Ein Kauf, der mir viel Freude macht.</p>
<p>Es gibt  noch viel mehr Bücher, die auf immer in meinem Herzen sind. Aber das soll es erst einmal gewesen sein mit dem kleinen Streifzug durch die Bücherregale. Habt ihr auch Bücher, die ihr ins Herz geschlossen habt. Ich freue mich über Kommentare dazu, in meinem Herzen ist noch Platz. Es braucht nur ein paar Anregungen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/das-grosse-raeumen-die-schaetze-im-buecherregal/">Das große Räumen: Die Schätze im Bücherregal</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Die wahrscheinlich kleinste Bücherei der Welt</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/die-wahrscheinlich-kleinste-buecherei-der-welt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 May 2013 17:55:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bücher nehmen gefangen. Büchereien oder Bibliotheken eher nicht. Sie sind offene Orte. Dennoch gibt es Büchereien in Zellen. Und damit meine ich keine Gefängnisbüchereien. Eine Bücherei in der Zelle habe ich jetzt gefunden. In einer Telefonzelle. Sie steht in Staufenberg-Escherode, einem kleinen Dorf mit 1000 Einwohnern im südlichsten Zipfel Niedersachsens, ganz in der Nähe von Kassel. Das Prinzip der Lesezelle ist einfach: Wer ein Buch hineinlegt, darf eines herausnehmen. Das Angebot in der Zelle ist bunt gemischt, wie ein Blick in die Regale beweist. Die Idee der zur Bücherei umfunktionierten Telefonzelle ist hinreißend. Liebevoll spleenig, ein bisschen abstrus, und ein überraschendes Lese-Zeichen, das das Herz erwärmt. Überraschend jedenfalls für mich, so etwas hatte ich noch nicht gesehen. Dabei sind Mini-Bibliotheken in ausrangierten Telefonzellen, an Bushaltestellen und sogar in begehbaren Litfaßsäulen gar nicht so selten, wie ein bisschen Google-Recherche beweist. Wikipedia hat eine ganze, wenn auch unvollständige Liste solcher Mini-Bibliotheken veröffentlich, mit genauer Beschreibung, Standort, Betreiber und weitere Anmerkungen, etwa zu den Öffnungszeiten. Viele davon sind rund um die Uhr geöffnet. Und viele funktionieren nach dem Modell meiner Telefonzelle in Escherode: Wer ein Buch mitnehmen möchte, muss eines hinein legen. Eine weitere Liste mit öffentlichen Bücherschränken hat das Portal &#8222;Tauschgnome&#8220; veröffentlicht, einschließlich Suchfunktion nach Bundesland und Postleitzahl. Da tun sich zwei Probleme auf: Wer zufällig auf eine Mini-Bibliothek stößt, hat meistens kein Tauschbuch dabei. Ungelöst ist auch die Frage, wie die Mini-Bibliotheken im Zeitalter der immer mehr aufkommenden E-Books funktionieren. Aber seien wir ehrlich: Die Idee ist so schön spleenig-altmodisch, da können wir auf die E-Book-Frage getrost pfeifen. Was das Fehlen eines Tauschbuches angeht, so gibt es eine Lösung. Die findet sich in meiner Bücherzelle als Eintrag im Gästebuch. Die nächste Gelegenheit für mich liegt noch in weiter Ferne. Deshalb habe ich mich nur an dem Bücherhäuschen erfreut, das tolle Design-Buch, das dort stand, aber stehen lassen. Ich wüsste nicht, wann ich das Tauschversprechen einlösen kann, und mitgehen lassen wollte ich das Buch nicht. Das würde ja völlig der zauberhaften Idee der Mini-Bibliotheken widersprechen. Mehr über die Escheröder Miniaturbücherei steht hier und hier.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/die-wahrscheinlich-kleinste-buecherei-der-welt/">Die wahrscheinlich kleinste Bücherei der Welt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bücher nehmen gefangen. Büchereien oder Bibliotheken eher nicht. Sie sind offene Orte. Dennoch gibt es Büchereien in Zellen. Und damit meine ich keine Gefängnisbüchereien. Eine Bücherei in der Zelle habe ich jetzt gefunden. In einer Telefonzelle.<br />
<span id="more-4060"></span></p>
<p><figure id="attachment_4062" aria-describedby="caption-attachment-4062" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/zelle1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4062" alt="Die Mini-Bibliothek am Wegesrand." src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/zelle1.jpg" width="800" height="533" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/zelle1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/zelle1-300x199.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4062" class="wp-caption-text">Die Mini-Bibliothek am Wegesrand.</figcaption></figure></p>
<p>Sie steht in Staufenberg-Escherode, einem kleinen Dorf mit 1000 Einwohnern im südlichsten Zipfel Niedersachsens, ganz in der Nähe von Kassel. Das Prinzip der Lesezelle ist einfach: Wer ein Buch hineinlegt, darf eines herausnehmen. Das Angebot in der Zelle ist bunt gemischt, wie ein Blick in die Regale beweist.</p>
<p><figure id="attachment_4065" aria-describedby="caption-attachment-4065" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/zelle2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4065" alt="Ein kleiner Ausschnitt aus dem Lese-Angebot." src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/zelle2.jpg" width="800" height="533" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/zelle2.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/zelle2-300x199.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4065" class="wp-caption-text">Ein kleiner Ausschnitt aus dem Lese-Angebot.</figcaption></figure></p>
<p>Die Idee der zur Bücherei umfunktionierten Telefonzelle ist hinreißend. Liebevoll spleenig, ein bisschen abstrus, und ein überraschendes Lese-Zeichen, das das Herz erwärmt. Überraschend jedenfalls für mich, so etwas hatte ich noch nicht gesehen.<br />
Dabei sind Mini-Bibliotheken in ausrangierten Telefonzellen, an Bushaltestellen und sogar in begehbaren Litfaßsäulen gar nicht so selten, wie ein bisschen Google-Recherche beweist. Wikipedia hat eine ganze, wenn auch unvollständige <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_%C3%B6ffentlicher_B%C3%BCcherschr%C3%A4nke" target="_blank">Liste </a>solcher Mini-Bibliotheken veröffentlich, mit genauer Beschreibung, Standort, Betreiber und weitere Anmerkungen, etwa zu den Öffnungszeiten. Viele davon sind rund um die Uhr geöffnet. Und viele funktionieren nach dem Modell meiner Telefonzelle in Escherode: Wer ein Buch mitnehmen möchte, muss eines hinein legen. Eine weitere <a href="http://www.tauschgnom.de/offene-buecherschraenke" target="_blank">Liste </a>mit öffentlichen Bücherschränken hat das Portal &#8222;Tauschgnome&#8220; veröffentlicht, einschließlich Suchfunktion nach Bundesland und Postleitzahl.</p>
<p>Da tun sich zwei Probleme auf: Wer zufällig auf eine Mini-Bibliothek stößt, hat meistens kein Tauschbuch dabei. Ungelöst ist auch die Frage, wie die Mini-Bibliotheken im Zeitalter der immer mehr aufkommenden E-Books funktionieren. Aber seien wir ehrlich: Die Idee ist so schön spleenig-altmodisch, da können wir auf die E-Book-Frage getrost pfeifen.</p>
<p>Was das Fehlen eines Tauschbuches angeht, so gibt es eine Lösung. Die findet sich in meiner Bücherzelle als Eintrag im Gästebuch.</p>
<p><figure id="attachment_4067" aria-describedby="caption-attachment-4067" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/zelle4.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4067" alt="Ds Versprechen im Gästebuch." src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/zelle4.jpg" width="800" height="533" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/zelle4.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/zelle4-300x199.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4067" class="wp-caption-text">Das Versprechen im Gästebuch.</figcaption></figure></p>
<p>Die nächste Gelegenheit für mich liegt noch in weiter Ferne. Deshalb habe ich mich nur an dem Bücherhäuschen erfreut, das tolle Design-Buch, das dort stand, aber stehen lassen. Ich wüsste nicht, wann ich das Tauschversprechen einlösen kann, und mitgehen lassen wollte ich das Buch nicht. Das würde ja völlig der zauberhaften Idee der Mini-Bibliotheken widersprechen.</p>
<p>Mehr über die Escheröder Miniaturbücherei steht <a href="http://www.hna.de/lokales/hann-muenden/alte-telefonzelle-jetzt-minibuecherei-2683127.html" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.wittich.de/index.php?id=73&amp;tx_lw_pi2[heftnr]=1383&amp;tx_lw_pi2[ort]=Escherode&amp;tx_lw_pi2[uid]=150103323597" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/die-wahrscheinlich-kleinste-buecherei-der-welt/">Die wahrscheinlich kleinste Bücherei der Welt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Ich bin eine Karteileiche</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyrocontra/ich-bin-eine-karteileiche/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 07:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA[sinniert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ehrlich gesagt, für eine Leiche fühle ich mich ziemlich lebendig. Ich habe einen Zehn-Stunden-und-mehr-Job, der viel Spaß macht, eine Familie, die meine Aufmerksamkeit erfordert, dieses Blog hier, das regelmäßig bestückt werden will, ein paar Hobbys und viele, viele Interessen. Ich lese leidenschaftlich gerne, interessiere mich für viele Dinge, mag den Kontakt mit anderen Leuten und lasse mich schnell für Neues begeistern. Seit es das Internet gibt, hat sich mein Horizont noch erheblich erweitert. Das Angebot an interessanten Texten, Foren, Seiten ist grenzenlos. Und genau das ist das Problem. Als begeisterte Leserin sind meine Wände mit Büchern tapeziert. Ganz unten in den Regalen stapeln sich Zeitschriften. Lauter gut gemachte Exemplare mit wunderbaren Texten. Nichts, von dem ich mich leicht trennen würde. Genauso wenig wie von den mir ans Herz gewachsenen Büchern, CDs, Hörbüchern. Dann ist da noch das Smartphone, das Tablet, der Rechner auf dem heimischen Schreibtisch, das Radio, der Fernseher (inzwischen ein wenig genutztes Gerät), ach ja, und die Treffen mit netten oder interessanten Leuten. Dumm nur, dass der Tag nur 24 Stunden hat. Und so bleibt es nicht aus, dass ich an der einen oder anderen Stelle im Netz doch zur Karteileiche mutiert bin. Und selbst Karteileichen sammele. Erst einmal zum eigenen Karteileichen-Dasein. Ich habe mich im Laufe meiner Internet-Karriere bei dem einen oder anderen Forum angemeldet. Ich habe hier und da etwas dort niedergeschrieben, habe mir anderer Leute Texte angesehen, aber ich bin nie ein Forenjunkie gewesen. Es gab nicht ein einziges Forum, bei dem ich es auf mehr als zehn oder 20 oder 30 Einträge gebracht hätte. Auch wenn mancher es nicht glauben mag: Ich muss nicht zu jedem Thema meinen Senf dazugeben. Aber das größere Problem ist, dass ich gar nicht die Zeit habe, um jeden Beitrag zu verfolgen, jede neue Antwort auf eine Frage zu lesen oder jedes neue Thema zu durchdenken oder auch nur einfach zur Kenntnis zu nehmen. Und so kommt es, dass ich in diversen Foren, aber auch bei Online-Shops oder Newslettern &#8211; mehr wegklickt als durchgelesen &#8211; zur Karteileiche geworden bin. Ich weiß nicht, wie viele interessante Themen oder Fragen an mir vorbeigerauscht sind, und ich habe auch keine Zeit und keine Lust, darüber nachzudenken. Aber ich habe mir fest vorgenommen, in einer stillen Stunde mal den Zettel mit den Passwörtern und die Lesezeichenliste durchzugehen und Accounts zu kündigen. Allerdings ist noch fraglich, wann und ob diese stille Stunde jemals kommt. Die von mir selbst verschuldeten Karteileichen sind Texte, die ich gesammelt habe, um sie irgendwann in Ruhe zu lesen. Wenn ich mal Zeit habe. Dumm nur: Ich habe nie Zeit. Ich komme ja nicht einmal mehr dazu, Bücher zu lesen. Und nun sammeln sich die ungelesenen Texte auch noch im Feedreader oder auf dem Rechner. Ich verliere den Überblick. Ich fühle mich unzulänglich, dass ich das alles nicht packe. Ich warte nur noch darauf, dass ich irgendwo wegen Inaktivität vor die Tür gesetzt werde. Aber ich kann es nicht ändern. Die Speicherkapazität im Kopf ist begrenzt, die Aufnahmefähigkeit ebenso, und so muss irgendetwas aus dem Blick und aus dem Sinn verschwinden. Davon geht die Welt nicht unter und werde nicht dümmer. Aber es ärgert mich doch. Hallo ihr Internetten da draußen: Wie schafft Ihr es, die Informationsflut einzudämmen? Seid Ihr auch Karteileichen? Habt Ihr welche? Kennt Ihr einen Trick, den ich kennen sollte, um dieser Flut an Informationen Herr zu werden?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/ich-bin-eine-karteileiche/">Ich bin eine Karteileiche</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ehrlich gesagt, für eine Leiche fühle ich mich ziemlich lebendig. Ich habe einen Zehn-Stunden-und-mehr-Job, der viel Spaß macht, eine Familie, die meine Aufmerksamkeit erfordert, dieses Blog hier, das regelmäßig bestückt werden will, ein paar Hobbys und viele, viele Interessen. Ich lese leidenschaftlich gerne, interessiere mich für viele Dinge, mag den Kontakt mit anderen Leuten und lasse mich schnell für Neues begeistern. Seit es das Internet gibt, hat sich mein Horizont noch erheblich erweitert. Das Angebot an interessanten Texten, Foren, Seiten ist grenzenlos. Und genau das ist das Problem.<br />
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Als begeisterte Leserin sind meine Wände mit Büchern tapeziert. Ganz unten in den Regalen stapeln sich Zeitschriften. Lauter gut gemachte Exemplare mit wunderbaren Texten. Nichts, von dem ich mich leicht trennen würde. Genauso wenig wie von den mir ans Herz gewachsenen Büchern, CDs, Hörbüchern. Dann ist da noch das <a title="Der Fluch des Smartphones" href="https://pyrolim.de/pyropro/2011/der-fluch-des-smartphones/" target="_blank">Smartphone</a>, das Tablet, der Rechner auf dem heimischen Schreibtisch, das Radio, der Fernseher (inzwischen ein wenig genutztes Gerät), ach ja, und die Treffen mit netten oder interessanten Leuten. Dumm nur, dass der Tag nur 24 Stunden hat. Und so bleibt es nicht aus, dass ich an der einen oder anderen Stelle im Netz doch zur Karteileiche mutiert bin. Und selbst Karteileichen sammele.</p>
<p>Erst einmal zum eigenen Karteileichen-Dasein. Ich habe mich im Laufe meiner Internet-Karriere bei dem einen oder anderen Forum angemeldet. Ich habe hier und da etwas dort niedergeschrieben, habe mir anderer Leute Texte angesehen, aber ich bin nie ein Forenjunkie gewesen. Es gab nicht ein einziges Forum, bei dem ich es auf mehr als zehn oder 20 oder 30 Einträge gebracht hätte. Auch wenn mancher es nicht glauben mag: Ich muss nicht zu jedem Thema meinen Senf dazugeben. Aber das größere Problem ist, dass ich gar nicht die Zeit habe, um jeden Beitrag zu verfolgen, jede neue Antwort auf eine Frage zu lesen oder jedes neue Thema zu durchdenken oder auch nur einfach zur Kenntnis zu nehmen. Und so kommt es, dass ich in diversen Foren, aber auch bei Online-Shops oder Newslettern &#8211; mehr wegklickt als durchgelesen &#8211; zur Karteileiche geworden bin. Ich weiß nicht, wie viele interessante Themen oder Fragen an mir vorbeigerauscht sind, und ich habe auch keine Zeit und keine Lust, darüber nachzudenken. Aber ich habe mir fest vorgenommen, in einer stillen Stunde mal den Zettel mit den Passwörtern und die Lesezeichenliste durchzugehen und Accounts zu kündigen. Allerdings ist noch fraglich, wann und ob diese stille Stunde jemals kommt.</p>
<p>Die von mir selbst verschuldeten Karteileichen sind Texte, die ich gesammelt habe, um sie irgendwann in Ruhe zu lesen. Wenn ich mal Zeit habe. Dumm nur: Ich habe nie Zeit. Ich komme ja nicht einmal mehr dazu, <a title="Ich lese keine Bücher mehr" href="https://pyrolim.de/pyrocontra/2013/ich-lese-keine-buecher-mehr/" target="_blank">Bücher zu lesen</a>. Und nun sammeln sich die ungelesenen Texte auch noch im Feedreader oder auf dem Rechner.</p>
<p>Ich verliere den Überblick. Ich fühle mich unzulänglich, dass ich das alles nicht packe. Ich warte nur noch darauf, dass ich irgendwo wegen Inaktivität vor die Tür gesetzt werde. Aber ich kann es nicht ändern. Die Speicherkapazität im Kopf ist begrenzt, die Aufnahmefähigkeit ebenso, und so muss irgendetwas aus dem Blick und aus dem Sinn verschwinden. Davon geht die Welt nicht unter und werde nicht dümmer. Aber es ärgert mich doch.</p>
<p>Hallo ihr Internetten da draußen: Wie schafft Ihr es, die Informationsflut einzudämmen? Seid Ihr auch Karteileichen? Habt Ihr welche? Kennt Ihr einen Trick, den ich kennen sollte, um dieser Flut an Informationen Herr zu werden?</p>
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		<title>Lesen oder gucken &#8211; was soll ein Blog bieten?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Feb 2013 16:39:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Du schreibst immer so viel&#8220;, hat mir eine Kommentatorin vor kurzem hier hinterlassen. Stimmt, das ist schließlich meine Profession. Mein Blog hier besteht aus viel Text und aus vielen Fotos &#8211; weil ich die Fotografie nun mal sehr mag. Aber ich schreibe auch gerne, und vieles kann man mit Worten einfach besser rüberbringen als mit Bildern. Also, was muss ein Blog bieten? Mehr Text, mehr Bilder oder von jedem etwa gleich viel? Ich versuche es mal mit einer Selbstdiagnose. Ich habe 254 Blogs in meinem Feedreader. Ganz schön viele, aber einige sind ziemlich inaktiv, da ist die Masse nicht so schlimm. Ein- bis zwei Mal am Tag gucke ich den Reader durch. Bei allem, was mich interessiert, bleibe ich hängen, der Rest wird schnell durchgescrollt. Wie schneiden nun die reinen Bilderblogs und wie die Textblogs ab? Der Google-Reader bietet eine nette Statistik. Da steht bei mir, dass ich in den vergangenen 30 Tagen 53 Artikel angeklickt und 35 mit einem Sternchen markiert habe. Was nicht heißt, dass ich den Rest nicht gelesen habe. Gerade bei reinen Textbeiträgen reicht es ja, den Text im Reader zu lesen. Aber nehmen wir nur mal diese Zahlen. Bei den angeklickten Artikeln sind vor allem längere Textbeiträge dabei. Einzig ein Fotoblog sticht heraus. Ähnlich ist es mit den markierten Artikeln. Wobei sich hier die längesten Texte verbergen &#8211; zum späteren Lesen. Spitzenreiter ist allerdings ein Fotoblog, da ich mir Beiträge mit sehenswerten Fotos gerne markiere. Es gibt also ein deutliches Schwergewicht bei den Textblogs. Das mag an meinen Interessen und an der Zusammensetzung meines Readers liegen. Sehr viele Texte beschäftigen sich mit Journalismus, viele mit Politik, mit Netzpolitik ebenso, aber auch mit Blog-Betriebsanleitungen und Ratschlägen zur Bloggerei. Reine Koch-, Handarbeits-, Deko- oder Modeblogs sucht man in meinem Reader vergeblich. Warum sollten sie da auch drin sein, ich lese ja auch keine Frauenzeitschriften. Bleibt die Frage an die Leser: Was möchtet ihr? Viel Text? Wenig Text? Lieber mehr Fotos? Oder nur Fotos? Schreibt es mir, aber seid sicher: Ich mache dann doch, was ich mag und will. Aber eure Meinung würde mich schon sehr interessieren und ist mir wichtig. &#160;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Du schreibst immer so viel&#8220;, hat mir eine Kommentatorin vor kurzem hier hinterlassen. Stimmt, das ist schließlich meine Profession. Mein Blog hier besteht aus viel Text und aus vielen Fotos &#8211; weil ich die Fotografie nun mal sehr mag. Aber ich schreibe auch gerne, und vieles kann man mit Worten einfach besser rüberbringen als mit Bildern. Also, was muss ein Blog bieten? Mehr Text, mehr Bilder oder von jedem etwa gleich viel?<br />
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Ich versuche es mal mit einer Selbstdiagnose. Ich habe 254 Blogs in meinem Feedreader. Ganz schön viele, aber einige sind ziemlich inaktiv, da ist die Masse nicht so schlimm. Ein- bis zwei Mal am Tag gucke ich den Reader durch. Bei allem, was mich interessiert, bleibe ich hängen, der Rest wird schnell durchgescrollt. Wie schneiden nun die reinen Bilderblogs und wie die Textblogs ab?</p>
<p>Der Google-Reader bietet eine nette Statistik. Da steht bei mir, dass ich in den vergangenen 30 Tagen 53 Artikel angeklickt und 35 mit einem Sternchen markiert habe. Was nicht heißt, dass ich den Rest nicht gelesen habe. Gerade bei reinen Textbeiträgen reicht es ja, den Text im Reader zu lesen. Aber nehmen wir nur mal diese Zahlen. Bei den angeklickten Artikeln sind vor allem längere Textbeiträge dabei. Einzig ein Fotoblog sticht heraus. Ähnlich ist es mit den markierten Artikeln. Wobei sich hier die längesten Texte verbergen &#8211; zum späteren Lesen. Spitzenreiter ist allerdings ein Fotoblog, da ich mir Beiträge mit sehenswerten Fotos gerne markiere.</p>
<p>Es gibt also ein deutliches Schwergewicht bei den Textblogs. Das mag an meinen Interessen und an der Zusammensetzung meines Readers liegen. Sehr viele Texte beschäftigen sich mit Journalismus, viele mit Politik, mit Netzpolitik ebenso, aber auch mit Blog-Betriebsanleitungen und Ratschlägen zur Bloggerei. Reine Koch-, Handarbeits-, Deko- oder Modeblogs sucht man in meinem Reader vergeblich. Warum sollten sie da auch drin sein, ich lese ja auch keine Frauenzeitschriften.</p>
<p>Bleibt die Frage an die Leser: Was möchtet ihr? Viel Text? Wenig Text? Lieber mehr Fotos? Oder nur Fotos? Schreibt es mir, aber seid sicher: Ich mache dann doch, was ich mag und will. Aber eure Meinung würde mich schon sehr interessieren und ist mir wichtig.</p>
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		<title>Ich lese keine Bücher mehr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2013 08:22:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="535" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lesende-2.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lesende-2.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lesende-2-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lesende-2-768x514.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lesende-2-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich weiß noch genau, wann es passierte. Und seitdem hat sich daran nichts mehr geändert. Ich lese nicht mehr. Früher habe ich Bücher verschlungen, drei, vier pro Woche. In jeder freien Minute habe ich meine Nase zwischen Buchseiten gesteckt. Und jetzt? Nichts mehr. Das hat gute Gründe. Gründe, auf die ich nicht mehr verzichten möchte. Es begann mit dem Kauf eines Smartphones und setzt sich jetzt mit dem Weihnachtsgeschenk an mich selbst, einem Tablet, fort. Immer und überall ins Internet zu können, Blogs zu lesen, Fotogalerien durchzuklicken, welches Buch kann dagegen halten? Na klar, ich könnte meine Zeit aufteilen: ein bisschen Aktuelles im Netz lesen, ein bisschen im Buch lesen. Aber dazu müsste ich Zeit haben. Mehr als ein halbes Stündchen zwischen Tür und Angel. Und die habe ich nun mal nicht. Schon gar nicht, seit ich mir dieses Blog aufgehalst habe. Es macht ja Spaß, aber es kostet natürlich auch Zeit. Mein Tag hat 24 Stunden, so wie die von allen anderen Leuten auch. Er müsste aber mindestens acht Stunden mehr haben, damit ich mein tägliches Pensum erledigt bekomme. Privates, Berufliches, die häusliche Arbeit von Homebanking bis Bügeln und mein geliebtes Lesen &#8211; all das muss zwischen 5.45 Uhr morgens &#8211; dann klingelt mein Wecker &#8211; und irgendwann zwischen 23 und 24 Uhr &#8211; früher schaffe ich es nie ins Bett &#8211; gequetscht werden. Die Konkurrenz um die wenigen freien halben Stunden morgens zwischen Frühstück und Aufbruch zur Arbeit und abends zwischen Abendbrot und ins Bett gehen ist groß. Meistens gewinnen die häuslichen Arbeiten, dann kommt das häusliche Vergnügen, und das bedeutet erst einmal das Aktuelle abzuarbeiten. Mails, Feedreader, das eigene Blog hier mit Texten bedienen und zwischendurch noch mal gucken, ob Kommentare eingegangen sind. Wo kann sich da noch ein Buch dazwischen quetschen? Heute machen das Smartphone und das Tablet dem Buch Konkurrenz, früher war es das Fernsehen. Das gibt&#8217;s bei mir gar nicht mehr. Fällt komplett aus, bis auf die Nachrichten und Heutejournal/Tagesthemen. Darüber hinaus ist das Fernsehen der große Verlierer. Das Buch hat noch eine Nische gefunden &#8211; als Hörbuch, mit dem ich mir meine täglichen längeren Autofahrten versüße. Der Hör-Feedreader ist ja noch nicht erfunden. Nachtrag: Nach dem Posten dieses Artikels auf Facebook habe ich zwei ausführliche Kommentare bekommen, die ich den Bloglesern nicht vorenthalten möchte. Mein Jugendfreund Hans schrieb sehr ausführlich: Seit 8 Tagen bin ich wieder Spiegel-Abonnent, aber beide Ausgaben habe ich schlichtweg vergessen, es fiel mir erst wieder ein, als ich die Ausgaben im Briefkasten sah. Erst dachte ich an erste Schübe von Demenz, bis mir aufging, Print spielt keine Rolle mehr in meinem Leben. Als vor genau 30 Jahren mein Vater mein Haus baute, nannte er ein Zimmer Kind I mit eigener Westterrasse. Als ich vor 7 Jahren in die Wohnung einzog, nannte ich das Zimmer hochgestochen &#8222;Medienraum&#8220;, vor wenigen Wochen erstand ich bei KiK ein kleines Plastik Hirschgeweih, das über dem Sofa hängt. Die wertlosen Bücher in dem Raum aus 47 Jahren werden gehen müssen, denn seit Weihnachten heißt das Westzimmer nun Jagdzimmer. Für ein paar Wochen, denn ich weiß noch nicht, wie es heißen soll. Letztes Jahr wollte ich nie einen Laserdrucker und ein Laptop. Habe ich jetzt&#8230;.Aber Smartphone und Kindle&#8230;.wil ich eigentlich nicht &#8230;.noch nicht. Im Verwandtenkreis wird heftig über das erste Smartphone in der Familie gesprochen, wahrlich ein Sündenfall, es gehört einer Neunjährigen. Zurück zu dem wunderbaren Raum auf der Westseite, dem Jagdzimmer, demnächst: Fernseher raus, Radios aus 60 Jahren raus, Schallplatten raus, Musikkassetten raus, Videokassetten raus, DVDs raus&#8230;.so oder so es wird Zeit für Kind I Und auch meine geschätzte Ex-Kollegin Paula schrieb einen ausführlichen Kommentar: Mir geht&#8217;s ähnlich. Aber was wird dann nur aus all den schönen Bücherregalen und -schränken? Werden unsere Gebrauchtbücher- und Regalberge bald billig in Entwicklungsländern abgeladen? Können moderne Medienmöbel den Umbruch in der Möbelbranche auffangen? Und wie sollen wir künftig unsere Belesenheit vor Besuchern dokumentieren, wenn wir nur noch digitales Zeug lesen?? Alle beide haben bedenkenswerte Aspekte beigesteuert. Danke dafür.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/ich-lese-keine-buecher-mehr/">Ich lese keine Bücher mehr</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="535" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lesende-2.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lesende-2.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lesende-2-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lesende-2-768x514.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/lesende-2-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich weiß noch genau, wann es passierte. Und seitdem hat sich daran nichts mehr geändert. Ich lese nicht mehr. Früher habe ich Bücher verschlungen, drei, vier pro Woche. In jeder freien Minute habe ich meine Nase zwischen Buchseiten gesteckt. Und jetzt? Nichts mehr. Das hat gute Gründe. Gründe, auf die ich nicht mehr verzichten möchte.<br />
<span id="more-3527"></span><br />
Es begann mit dem <a title="Der Fluch des Smartphones" href="https://pyrolim.de/pyropro/2011/der-fluch-des-smartphones/">Kauf eines Smartphones</a> und setzt sich jetzt mit dem Weihnachtsgeschenk an mich selbst, einem Tablet, fort. Immer und überall ins Internet zu können, Blogs zu lesen, Fotogalerien durchzuklicken, welches Buch kann dagegen halten? Na klar, ich könnte meine Zeit aufteilen: ein bisschen Aktuelles im Netz lesen, ein bisschen im Buch lesen. Aber dazu müsste ich Zeit haben. Mehr als ein halbes Stündchen zwischen Tür und Angel. Und die habe ich nun mal nicht. Schon gar nicht, seit ich mir dieses Blog aufgehalst habe. Es macht ja Spaß, aber es kostet natürlich auch Zeit.</p>
<p>Mein Tag hat 24 Stunden, so wie die von allen anderen Leuten auch. Er müsste aber mindestens acht Stunden mehr haben, damit ich mein tägliches Pensum erledigt bekomme. Privates, Berufliches, die häusliche Arbeit von Homebanking bis Bügeln und mein geliebtes Lesen &#8211; all das muss zwischen 5.45 Uhr morgens &#8211; dann klingelt mein Wecker &#8211; und irgendwann zwischen 23 und 24 Uhr &#8211; früher schaffe ich es nie ins Bett &#8211; gequetscht werden. Die Konkurrenz um die wenigen freien halben Stunden morgens zwischen Frühstück und Aufbruch zur Arbeit und abends zwischen Abendbrot und ins Bett gehen ist groß. Meistens gewinnen die häuslichen Arbeiten, dann kommt das häusliche Vergnügen, und das bedeutet erst einmal das Aktuelle abzuarbeiten. Mails, Feedreader, das eigene Blog hier mit Texten bedienen und zwischendurch noch mal gucken, ob Kommentare eingegangen sind. Wo kann sich da noch ein Buch dazwischen quetschen?</p>
<p>Heute machen das Smartphone und das Tablet dem Buch Konkurrenz, früher war es das Fernsehen. Das gibt&#8217;s bei mir gar nicht mehr. Fällt komplett aus, bis auf die Nachrichten und Heutejournal/Tagesthemen. Darüber hinaus ist das Fernsehen der große Verlierer. Das Buch hat noch eine Nische gefunden &#8211; als Hörbuch, mit dem ich mir meine täglichen längeren Autofahrten versüße. Der Hör-Feedreader ist ja noch nicht erfunden.</p>
<p>Nachtrag: Nach dem Posten dieses Artikels auf Facebook habe ich zwei ausführliche Kommentare bekommen, die ich den Bloglesern nicht vorenthalten möchte.</p>
<p>Mein Jugendfreund Hans schrieb sehr ausführlich:</p>
<blockquote><p>Seit 8 Tagen bin ich wieder Spiegel-Abonnent, aber beide Ausgaben habe ich schlichtweg vergessen, es fiel mir erst wieder ein, als ich die Ausgaben im Briefkasten sah. Erst dachte ich an erste Schübe von Demenz, bis mir aufging, Print spielt keine Rolle mehr in meinem Leben. Als vor genau 30 Jahren mein Vater mein Haus baute, nannte er ein Zimmer Kind I mit eigener Westterrasse. Als ich vor 7 Jahren in die Wohnung einzog, nannte ich das Zimmer hochgestochen &#8222;Medienraum&#8220;, vor wenigen Wochen erstand ich bei KiK ein kleines Plastik Hirschgeweih, das über dem Sofa hängt.</p>
<p>Die wertlosen Bücher in dem Raum aus 47 Jahren werden gehen müssen, denn seit Weihnachten heißt das Westzimmer nun Jagdzimmer. Für ein paar Wochen, denn ich weiß noch nicht, wie es heißen soll. Letztes Jahr wollte ich nie einen Laserdrucker und ein Laptop. Habe ich jetzt&#8230;.Aber Smartphone und Kindle&#8230;.wil ich eigentlich nicht &#8230;.noch nicht. Im Verwandtenkreis wird heftig über das erste Smartphone in der Familie gesprochen, wahrlich ein Sündenfall, es gehört einer Neunjährigen.</p>
<p>Zurück zu dem wunderbaren Raum auf der Westseite, dem Jagdzimmer, demnächst: Fernseher raus, Radios aus 60 Jahren raus, Schallplatten raus, Musikkassetten raus, Videokassetten raus, DVDs raus&#8230;.so oder so es wird Zeit für Kind I</p></blockquote>
<p>Und auch meine geschätzte Ex-Kollegin Paula schrieb einen ausführlichen Kommentar:</p>
<blockquote><p>Mir geht&#8217;s ähnlich. Aber was wird dann nur aus all den schönen Bücherregalen und -schränken? Werden unsere Gebrauchtbücher- und Regalberge bald billig in Entwicklungsländern abgeladen? Können moderne Medienmöbel den Umbruch in der Möbelbranche auffangen? Und wie sollen wir künftig unsere Belesenheit vor Besuchern dokumentieren, wenn wir nur noch digitales Zeug lesen??</p></blockquote>
<p>Alle beide haben bedenkenswerte Aspekte beigesteuert. Danke dafür.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/ich-lese-keine-buecher-mehr/">Ich lese keine Bücher mehr</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>100 Jahre &#8211; 100 Bücher</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jul 2012 21:14:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gelernt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer suchet, der findet. Nur nicht das, was er gesucht hat. Beim Stöbern in meinem umfangreichen Archiv ist mir heute eine Liste in die Hände gefallen, die die Stiftung Lesen vor einigen Jahren herausgegeben hat. &#8222;Das 20. Jahrhundert in 100 Romanen&#8220; listete in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung die 100 Romane auf, die das 20. Jahrhundert widerspiegeln. Das ist aber nicht die einzige Liste der 100 wichtigen Bücher des 20. Jahrhunderts und der Jahrhunderte davor. Die Liste der Stiftung Lesen nahm für sich in Anspruch, die Romane ausgewählt zu haben, die Weltkriege, soziale Umwälzungen, wirtschaftliche Veränderungen und das Aufeinanderprallen des kapitalistischen und sozialistischen/kommunistischen Weltbildes am besten repräsentieren. Herausgekommen sind diese 100 Bücher: Alfred Andersch: Sansibar oder der letzte Grund Benny Barbasch: Mein erster Sony Josef Martin Bauer: Soweit die Füße tragen Simone de Beauvoir: Die Mandarins von Paris Jurek Becker: Jakob der Lügner Louis de Bernieres: Corellis Mandoline Manfred Bieler: Der Mädchenkrieg Horst Bienek: Erde und Feuer Robert Bober: Was gibt&#8217;s Neues vom Krieg Heinrich Böll: Die verlorene Ehre der Katharina Blum Horst Bosetzky: Capri und Kartoffelpuffer Malcom Bosse: Warlord Andre Brink: Zeit des Terrors Christine Brückner: Jauche und Levkojen Lothar-Günther Buchheim: Das Boot Melvin Jules Bukiet: Danach John Burdett: Die letzten Tage von Hongkong John le Carre: Unser Spiel Ashley Carrington: Unter dem Jacaranda-Baum Rafael Chirbes: Der lange Marsch Catherine Clement: Eine Liebe in Indien Barbara Darius: Die sieben Leben der Katharina Blasberg Heimito von Doderer: Die Dämonen John Dos Passos: Manhattan Transfer Ingeborg Drewitz: Gestern war Heute Robert S. 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Jehoschua: Die Manis Kerstin Jentzsch: Ankunft der Pandora Eric Jong: Seliges Angedenken Joseph Kanon: Die Tage von Los Alamos Hermann Kant: Die Aula Walter Kempowski: Ein Kapitel für sich Thomas Keneally: Schindlers Liste Mukul Kesavan: Die Reise nach Benares Hans Hellmut Kirst: 08/15 Christopher J. Koch: Das Verschwinden des Michael Langford Wolfgang Koeppen: Das Treibhaus Siegfried Lenz: Die Deutschstunde Carlo Levi: Christus kam nur bis Eboli Primo Levi: Wann, wenn nicht jetzt ? Sinclair Lewis: Babbitt Erich Loest: Nikolaikirche Amin Maalouf: Die Häfen der Levante Nagib Machfus: Kairoer Trilogie Norman Mailer: Die Nackten und die Toten Curzio Malaparte: Die Haut Heinrich Mann: Der Untertan Marina Mayoral: Helena Gita Mehta: Die Maharani Dieter Meichsner: Abrechnung Brian Moore: Hetzjagd Frederic Morton: Ewigkeitsgasse Leonie Ossowski: Holunderzeit Boris Pasternak: Doktor Shiwago Theodor Plievier: Stalingrad Anatol Regnier: Damals in Bolechow Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues Herbert Rosendorfer: Vier Jahreszeiten im Yrwental Joseph Roth: Radetzkymarsch Anatolij Rybakow: Jahre des Terrors Ernst von Salomon: Der Fragebogen Hagen Schmidt: Spion unter Spitzeln Michail Scholochow: Der stille Don Raymond A. Scofield: Gelber Kaiser Anna Seghers: Das siebte Kreuz Ignazio Silone: Fontamara Johannes Mario Simmel: Es muß nicht immer Kaviar sein Alexander Solschenizyn: Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch Arno Surminski: Sommer vierundvierzig Antonio Tabucchi: Erklärt Pereira Silvia Tennenbaum: Straßen von gestern Uwe Timm: Die Entdeckung der Currywurst Leon Uris: Exodus Tim Waterstone: Lebensläufe Franz Werfel: Die vierzig Tage des Musa Dagh Michael Wildenhain: Erste Liebe, Deutscher Herbst Christa Wolf: Kindheitsmuster Thomas Wolfe: Es führt kein Weg zurück Barbara Wood: Rote Sonne, schwarzes Land Hermann Wouk: Der Krieg Mo Yan: Das rote Kornfeld Arnold Zweig: Streit um den Sergeanten Grischa Keine Liste ohne eine zweite Liste. &#8222;Die 100 Bücher des Jahrhunderts&#8220; hat die französische Zeitung Le Monde eine Liste der 100 Bücher überschrieben, die bei einer Meinungsumfrage unter 17 000 Franzosen als diejenigen ermittelt wurden, die den Lesern im Gedächtnis geblieben sind. Vorgeben waren 200, von Buchhändlern und Journalisten ausgewählte Bücher. Da tauchen plötzlich ganz andere Namen und Titel auf als in der Liste der &#8222;Stiftung Lesen&#8220;. Anne Frank und ihr Tagebuch etwa stehen nur auf der französischen Liste, Josepf Roths &#8222;Radetzkymarsch&#8220; nur auf der der &#8222;Stiftung Lesen&#8220;. Auf der Le-Monde-Liste findet sich aber auch Asterix. Wo zwei Listen sind, ist auch eine dritte nicht weit. Die ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher listet die größten Bücher der Weltliteratur auf, von der Bibel bis zu Don Quijote. Ergänzt wird diese Liste durch die &#8222;ZEIT-Bibliothek der 100 Sachbücher&#8220; und die ZEIT-Schülerbibliothek. Alle drei stehen hier.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/100-jahre-100-buecher/">100 Jahre &#8211; 100 Bücher</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer suchet, der findet. Nur nicht das, was er gesucht hat. Beim Stöbern in meinem umfangreichen Archiv ist mir heute eine Liste in die Hände gefallen, die die <a href="http://www.stiftunglesen.de/index.php" target="_blank">Stiftung Lesen </a> vor einigen Jahren herausgegeben hat. &#8222;Das 20. Jahrhundert in 100 Romanen&#8220; listete in Zusammenarbeit mit der <a href="http://www.bpb.de/" target="_blank">Bundeszentrale für politische Bildung </a> die 100 Romane auf, die das 20. Jahrhundert widerspiegeln. Das ist aber nicht die einzige Liste der 100 wichtigen Bücher des 20. Jahrhunderts und der Jahrhunderte davor.<br />
<span id="more-2175"></span><br />
Die Liste der Stiftung Lesen nahm für sich in Anspruch, die Romane ausgewählt zu haben, die Weltkriege, soziale Umwälzungen, wirtschaftliche Veränderungen und das Aufeinanderprallen des kapitalistischen und sozialistischen/kommunistischen Weltbildes am besten repräsentieren. Herausgekommen sind diese 100 Bücher:</p>
<ol>
<li>Alfred Andersch: Sansibar oder der letzte Grund</li>
<li>Benny Barbasch: Mein erster Sony</li>
<li>Josef Martin Bauer: Soweit die Füße tragen</li>
<li>Simone de Beauvoir: Die Mandarins von Paris</li>
<li>Jurek Becker: Jakob der Lügner</li>
<li>Louis de Bernieres: Corellis Mandoline</li>
<li>Manfred Bieler: Der Mädchenkrieg</li>
<li>Horst Bienek: Erde und Feuer</li>
<li>Robert Bober: Was gibt&#8217;s Neues vom Krieg</li>
<li>Heinrich Böll: Die verlorene Ehre der Katharina Blum</li>
<li>Horst Bosetzky: Capri und Kartoffelpuffer</li>
<li>Malcom Bosse: Warlord</li>
<li>Andre Brink: Zeit des Terrors</li>
<li>Christine Brückner: Jauche und Levkojen</li>
<li>Lothar-Günther Buchheim: Das Boot</li>
<li>Melvin Jules Bukiet: Danach</li>
<li>John Burdett: Die letzten Tage von Hongkong</li>
<li>John le Carre: Unser Spiel</li>
<li>Ashley Carrington: Unter dem Jacaranda-Baum</li>
<li>Rafael Chirbes: Der lange Marsch</li>
<li>Catherine Clement: Eine Liebe in Indien</li>
<li>Barbara Darius: Die sieben Leben der Katharina Blasberg</li>
<li>Heimito von Doderer: Die Dämonen</li>
<li>John Dos Passos: Manhattan Transfer</li>
<li>Ingeborg Drewitz: Gestern war Heute</li>
<li>Robert S. Elegant: Sturm über Schanghai</li>
<li>Renate Feyl: Ausharren im Paradies</li>
<li>Tibor Fischer: Stalin oder ich</li>
<li>Frederick Forsyth: Die Faust Gottes</li>
<li>Dieter Forte: Der Junge mit den blutigen Schuhen</li>
<li>Leonhard Frank: Die Jünger Jesu</li>
<li>Sylvie Germain: Das Buch der Nächte</li>
<li>Nadine Gordimer: Die Hauswaffe</li>
<li>Oskar Maria Graf: Anton Sittinger</li>
<li>Günter Grass: Die Blechtrommel</li>
<li>Graham Greene: Der stille Amerikaner</li>
<li>Wassilij Grossman: Leben und Schicksal</li>
<li>Peter Härtling: Felix Guttmann</li>
<li>Josef Hasek: Die Abenteuer des braven Soldaten Schweijk</li>
<li>Joseph Heller: Endzeit</li>
<li>Mark Helprin: Ein Soldat aus dem Großen Krieg</li>
<li>Ernest Hemingway: Wem die Stunde schlägt</li>
<li>Stefan Heym: Schwarzenberg</li>
<li>Edgar Hilsenrath: Das Märchen vom letzten Gedanken</li>
<li>Abraham B. Jehoschua: Die Manis</li>
<li>Kerstin Jentzsch: Ankunft der Pandora</li>
<li>Eric Jong: Seliges Angedenken</li>
<li>Joseph Kanon: Die Tage von Los Alamos</li>
<li>Hermann Kant: Die Aula</li>
<li>Walter Kempowski: Ein Kapitel für sich</li>
<li>Thomas Keneally: Schindlers Liste</li>
<li>Mukul Kesavan: Die Reise nach Benares</li>
<li>Hans Hellmut Kirst: 08/15</li>
<li>Christopher J. Koch: Das Verschwinden des Michael Langford</li>
<li>Wolfgang Koeppen: Das Treibhaus</li>
<li>Siegfried Lenz: Die Deutschstunde</li>
<li>Carlo Levi: Christus kam nur bis Eboli</li>
<li>Primo Levi: Wann, wenn nicht jetzt ?</li>
<li>Sinclair Lewis: Babbitt</li>
<li>Erich Loest: Nikolaikirche</li>
<li>Amin Maalouf: Die Häfen der Levante</li>
<li>Nagib Machfus: Kairoer Trilogie</li>
<li>Norman Mailer: Die Nackten und die Toten</li>
<li>Curzio Malaparte: Die Haut</li>
<li>Heinrich Mann: Der Untertan</li>
<li>Marina Mayoral: Helena</li>
<li>Gita Mehta: Die Maharani</li>
<li>Dieter Meichsner: Abrechnung</li>
<li>Brian Moore: Hetzjagd</li>
<li>Frederic Morton: Ewigkeitsgasse</li>
<li>Leonie Ossowski: Holunderzeit</li>
<li>Boris Pasternak: Doktor Shiwago</li>
<li>Theodor Plievier: Stalingrad</li>
<li>Anatol Regnier: Damals in Bolechow</li>
<li>Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues</li>
<li>Herbert Rosendorfer: Vier Jahreszeiten im Yrwental</li>
<li>Joseph Roth: Radetzkymarsch</li>
<li>Anatolij Rybakow: Jahre des Terrors</li>
<li>Ernst von Salomon: Der Fragebogen</li>
<li>Hagen Schmidt: Spion unter Spitzeln</li>
<li>Michail Scholochow: Der stille Don</li>
<li>Raymond A. Scofield: Gelber Kaiser</li>
<li>Anna Seghers: Das siebte Kreuz</li>
<li>Ignazio Silone: Fontamara</li>
<li>Johannes Mario Simmel: Es muß nicht immer Kaviar sein</li>
<li>Alexander Solschenizyn: Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch</li>
<li>Arno Surminski: Sommer vierundvierzig</li>
<li>Antonio Tabucchi: Erklärt Pereira</li>
<li>Silvia Tennenbaum: Straßen von gestern</li>
<li>Uwe Timm: Die Entdeckung der Currywurst</li>
<li>Leon Uris: Exodus</li>
<li>Tim Waterstone: Lebensläufe</li>
<li>Franz Werfel: Die vierzig Tage des Musa Dagh</li>
<li>Michael Wildenhain: Erste Liebe, Deutscher Herbst</li>
<li>Christa Wolf: Kindheitsmuster</li>
<li>Thomas Wolfe: Es führt kein Weg zurück</li>
<li>Barbara Wood: Rote Sonne, schwarzes Land</li>
<li>Hermann Wouk: Der Krieg</li>
<li>Mo Yan: Das rote Kornfeld</li>
<li>Arnold Zweig: Streit um den Sergeanten Grischa</li>
</ol>
<p>Keine Liste ohne eine zweite Liste. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_100_B%C3%BCcher_des_Jahrhunderts_von_Le_Monde" target="_blank">&#8222;Die 100 Bücher des Jahrhunderts&#8220;</a> hat die französische Zeitung Le Monde eine Liste der 100 Bücher überschrieben, die bei einer Meinungsumfrage unter 17 000 Franzosen als diejenigen ermittelt wurden, die den Lesern im Gedächtnis geblieben sind. Vorgeben waren 200, von Buchhändlern und Journalisten ausgewählte Bücher. Da tauchen plötzlich ganz andere Namen und Titel auf als in der Liste der &#8222;Stiftung Lesen&#8220;. Anne Frank und ihr Tagebuch etwa stehen nur auf der französischen Liste, Josepf Roths &#8222;Radetzkymarsch&#8220; nur auf der der &#8222;Stiftung Lesen&#8220;. Auf der Le-Monde-Liste findet sich aber auch Asterix.</p>
<p>Wo zwei Listen sind, ist auch eine dritte nicht weit. Die ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher listet die größten Bücher der Weltliteratur auf, von der Bibel bis zu Don Quijote. Ergänzt wird diese Liste durch die &#8222;ZEIT-Bibliothek der 100 Sachbücher&#8220; und die ZEIT-Schülerbibliothek. Alle drei stehen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ZEIT-Bibliothek_der_100_B%C3%BCcher" target="_blank">hier</a>.</p>
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		<title>Knackig texten mit dem Textknacker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jun 2012 12:05:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gelernt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[textknacker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kennt Ihr den Textknacker? Das ist eine Anleitung, mit deren Hilfe Kinder schwierige Texte erschließen können. Der Textknacker ist enthalten in der Lesemappe des Projektes &#8222;Niemanden zurücklassen &#8211; Lesen macht stark&#8220;, das in schleswig-holsteinischen Schulen die Lesekompetenz fördern soll. Der Merkzettel ist mir gerade in die Hände gefallen. Er listet in sechs Schritten auf, wie man sich einem schwer verständlichen Text nähern kann, um ihn schnell und richtig zu verstehen. Der Textknacker lässt sich aber auch umgekehrt anwenden. Als Anleitung, wie ein guter Text aufgebaut sein sollte. Ich dekliniere das mal durch. 1. Sieh die Bilder an, wenn es welche gibt. Bilder helfen dir, den Text zu verstehen. Ein Bild sagt mehr als viele Worte. Das ist eine Binsenweisheit. Wo immer möglich, sollten Fotos oder Zeichnungen einen Text illustrieren und ergänzen. Abgesehen davon, dass sie ein Augenfänger, neudeutsch Eyecatcher, sind, können sie manches verdeutlichen, was in Worten viel zu kompliziert zu erklären wäre. 2. Lies die Überschrift. Die Überschrift sagt dir oft, was das Thema des Textes ist. Das wichtigste für jeden Schreiber ist es, eine aussagekräftige Überschrift zu finden. Nicht umsonst ist die Kunst der Schlagzeile eine ganz hohe. Je nach Textart &#8211; Zeitung, Blog &#8211; sollte sie zum Lesen reizen oder einfach in ein, zwei oder drei Worten zusammenfassen, was uns im Text erwartet. Also drechseln wird uns gute Überschriften. Das macht mitunter mehr Mühe, als den ganzen Text zu verfassen. 3. Lies die Einleitung, wenn es eine gibt. In der Einleitung steht, worum es im Text geht. Tja, schön, wenn es so ist.&#160; Deshalb sollte sich jeder Schreiber bemühen, einen ordentlichen Vorspann zu texten. Er soll einerseits für den Leser zusammenfassen, was ihn erwartet, andererseits Erwartungen wecken. Die müssen dann aber auch erfüllt werden. Eine gute Einleitung ist fast so schwer zu verfassen wie eine gute Überschrift. 4. Achte auf die Absätze und ihre Überschriften. Was in einem Absatz steht, gehört zusammen. Eigentlich ebenfalls eine Binsenweisheit. Leider wird sie nicht immer und überall beachtet. Versuchen wir also, unsere Absätze als geschlossene Einheit zu verfassen und schlüssig zu formulieren. Und geben wir ihnen Überschriften, Zwischentitel, um die Orientierung erleichtern. 5. Achte auf Schlüsselwörter, sie sind besonders wichtig. Manchmal sind sie deshalb farbig oder fett gedruckt. Das ist bei journalistischen oder Blogtexten eher ungewöhnlich. Aber warum nicht. Nur bitte nicht zu viel davon, das macht den Text nur unruhig. 6. Schlage erst zum Schluss im Lexikon nach. Denn viele Wörter kannst du dir aus dem Textzusammenhang erklären. Manche werden sogar neben oder unter dem Text erklärt. Einspruch, euer Ehren: Schreiben wir unsere Texte doch so, dass niemand ein Lexikon braucht, um Wörter nachzuschlagen. Erklären wir Fachbegriffe lieber, wenn wir sie überhaupt benutzen. Handwerk, nicht Kunst So weit der Textknacker, dessen Merksätze ich mit freundlicher Genehmigung des pb-Verlages veröffentlichen durfte. Als Anleitung für die Gliederung und Gestaltung eines Texten kann man sich gut daran entlang hangeln. Etwas ganz anderes ist es allerdings, stilistisch gute Text zu schreiben. Der rückwärts deklinierte Textknacker kann nur ein Gerüst sein. Für Farbe, Atmosphäre, Inhalt unseres Textes müssen wir schon selber sorgen. Textknacker gibt es auch vom pb-Verlag für verschiedene Klassenstufen zu kaufen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt Ihr den Textknacker? Das ist eine Anleitung, mit deren Hilfe Kinder schwierige Texte erschließen können. Der Textknacker ist enthalten in der Lesemappe des Projektes <a href="http://nzl.lernnetz.de/lesen/content/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Niemanden zurücklassen &#8211; Lesen macht stark&#8220;</a>, das in schleswig-holsteinischen Schulen die Lesekompetenz fördern soll. Der Merkzettel ist mir gerade in die Hände gefallen. Er listet in sechs Schritten auf, wie man sich einem schwer verständlichen Text nähern kann, um ihn schnell und richtig zu verstehen. Der Textknacker lässt sich aber auch umgekehrt anwenden. Als Anleitung, wie ein guter Text aufgebaut sein sollte. Ich dekliniere das mal durch.<br />
<span id="more-1959"></span><br />
<em>1. Sieh die Bilder an, wenn es welche gibt. Bilder helfen dir, den Text zu verstehen.</em></p>
<p>Ein Bild sagt mehr als viele Worte. Das ist eine Binsenweisheit. Wo immer möglich, sollten Fotos oder Zeichnungen einen Text illustrieren und ergänzen. Abgesehen davon, dass sie ein Augenfänger, neudeutsch Eyecatcher, sind, können sie manches verdeutlichen, was in Worten viel zu kompliziert zu erklären wäre.</p>
<p><em>2. Lies die Überschrift. Die Überschrift sagt dir oft, was das Thema des Textes ist.</em></p>
<p>Das wichtigste für jeden Schreiber ist es, eine aussagekräftige Überschrift zu finden. Nicht umsonst ist die Kunst der Schlagzeile eine ganz hohe. Je nach Textart &#8211; Zeitung, Blog &#8211; sollte sie zum Lesen reizen oder einfach in ein, zwei oder drei Worten zusammenfassen, was uns im Text erwartet. Also drechseln wird uns gute Überschriften. Das macht mitunter mehr Mühe, als den ganzen Text zu verfassen.</p>
<p><em>3. Lies die Einleitung, wenn es eine gibt. In der Einleitung steht, worum es im Text geht.</em></p>
<p>Tja, schön, wenn es so ist.&nbsp; Deshalb sollte sich jeder Schreiber bemühen, einen ordentlichen Vorspann zu texten. Er soll einerseits für den Leser zusammenfassen, was ihn erwartet, andererseits Erwartungen wecken. Die müssen dann aber auch erfüllt werden. Eine gute Einleitung ist fast so schwer zu verfassen wie eine gute Überschrift.</p>
<p><em>4. Achte auf die Absätze und ihre Überschriften. Was in einem Absatz steht, gehört zusammen.</em></p>
<p>Eigentlich ebenfalls eine Binsenweisheit. Leider wird sie nicht immer und überall beachtet. Versuchen wir also, unsere Absätze als geschlossene Einheit zu verfassen und schlüssig zu formulieren. Und geben wir ihnen Überschriften, Zwischentitel, um die Orientierung erleichtern.</p>
<p><em>5. Achte auf Schlüsselwörter, sie sind besonders wichtig. Manchmal sind sie deshalb farbig oder fett gedruckt.</em></p>
<p>Das ist bei journalistischen oder Blogtexten eher ungewöhnlich. Aber warum nicht. Nur <span style="color: #ff0000;">bitte</span> nicht zu viel davon, das macht den Text nur unruhig.</p>
<p><em>6. Schlage erst zum Schluss im Lexikon nach. Denn viele Wörter kannst du dir aus dem Textzusammenhang erklären. Manche werden sogar neben oder unter dem Text erklärt.</em></p>
<p>Einspruch, euer Ehren: Schreiben wir unsere Texte doch so, dass niemand ein Lexikon braucht, um Wörter nachzuschlagen. Erklären wir Fachbegriffe lieber, wenn wir sie überhaupt benutzen.</p>
<h4>Handwerk, nicht Kunst</h4>
<p>So weit der Textknacker, dessen Merksätze ich mit freundlicher Genehmigung des pb-Verlages veröffentlichen durfte. Als Anleitung für die Gliederung und Gestaltung eines Texten kann man sich gut daran entlang hangeln. Etwas ganz anderes ist es allerdings, stilistisch gute Text zu schreiben. Der rückwärts deklinierte Textknacker kann nur ein Gerüst sein. Für Farbe, Atmosphäre, Inhalt unseres Textes müssen wir schon selber sorgen.</p>
<p>Textknacker gibt es auch vom <a href="http://www.pb-verlag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pb-Verlag</a> für verschiedene Klassenstufen zu kaufen.</p>
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