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	<title>Wald Archive - Pyrolirium</title>
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	<title>Wald Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>Altar und Kraftort: Der mystische Wald hinterm Haus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2021 16:44:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/altar1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/altar1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/altar1-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/altar1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Seit ich im Homeoffice sitze, gehe ich jeden Morgen eine Stunde lang spazieren. Wir wohnen an einer Kreuzung, von der aus Straßen in alle vier Richtungen abgehen. Ich laufe jeden Tag eine Richtung ab, bevor ich wieder von vorne anfange. Eine dieser Straßen führt an einem ganz normalen Wald vorbei. Oder ist er doch nicht so normal? Immerhin steht ein Altar darin. Für mich ist er ganz normal: ein schöner Mischwald, vor allem von alten Buchen und Eichen bestanden. Gerade ist er sehr licht, weil in diesem Winter ordentlich Holz gemacht wurde. Dafür mussten etliche Bäume ihr Leben lassen. Aber so ist das, ein Wald ist für den Besitzer nichts anderes als ein Acker, auf dem Holz wächst. Nur dass der Wachstumszyklus eben viel, viel länger ist als bei Raps oder Weizen. Installationen fürs Gefühl Für Spaziergänger für mich ist der Wald vor allem ein Ort, um auszuspannen, durchzuatmen, mich zu bewegen in guter Luft. Für einige andere ist er offenbar ein mystischer Ort, an dem sie Dinge spüren, die ich nicht spüre. Davon künden Installationen, die nichts mit dem Wirtschafts- oder dem Erholungswert des Waldes zu tun haben. Ich habe sie auf meinen Spaziergängen entdeckt. Am Hauptweg, der durch den Wald führt, steht eine Art Wald-Altar. Irgendjemand hat ihn aus den keilförmigen Reststücken gebaut, die entstehen, wenn zu fällende Bäume kurz über dem Boden eingesägt werden, damit sie in die richtige Richtung fallen. Bestückt ist der Altar mit Steinen und kleinen Figuren. Was mir dieses Arrangement sagen soll, hat sich mir nicht so recht erschlossen. Vielleicht haben Kinder die Figuren dort hineingestellt. Den Altar haben sie ganz sicher nicht gebaut. Wald-Altäre sind offenbar nicht so selten. Einerseits werden Bildstöcke, wie sie in katholischen Gegenden vorkommen, so bezeichnet, wenn sie im Wald stehen. Andere werden nur zu Pfingsten aufgebaut, wenn viele Gottesdienste im Freien stattfinden. Es gibt auch etliche, die nichts mit dem Christentum zu tun haben, sondern an denen esoterische Gruppen magische Kräfte empfangen wollen. Mein kleiner Wald-Altar sieht allerdings sehr privat aus, nicht so, als stünde eine größere Gruppe dahinter. Ein Kraftort am Waldausgang Mystisch geht es ein paar Meter weiter. Am Waldausgang steht eine Tafel, die sich auf ein nahegelegenes Hünengrab bezieht. Es ist ein angeblicher Kraftort. Irgendwoher soll einem hier etwas zufließen. Vielleicht aus dem Jahrtausende alten Grab? Schwer vorstellbar. Aber offenbar glauben Menschen daran. Für viele ist der Wald eben ein mystischer Ort, auch deshalb, weil sich so viele Sagen und Märchen mit ihm verknüpfen. Vor mit aus soll jeder im Wald treiben oder glauben, was er möchte. Ich muss es ja nicht nachmachen. Aber ein bisschen verwundert bin ich schon darüber, was Leute aus einer Fläche mit vielen Bäumen herauslesen und dass sie das dann auch noch anderen mitteilen. Aber bitte, jeder wie er möchte. Mein Zauberwald ist übrigens ein ganz anderer. Nicht, weil ich an etwas Mystisches glaube, sondern weil er einfach zauberhaft ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/altar-und-kraftort-der-mystische-wald-hinterm-haus/">Altar und Kraftort: Der mystische Wald hinterm Haus</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/altar1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/altar1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/altar1-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/altar1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Seit ich im Homeoffice sitze, gehe ich jeden Morgen eine Stunde lang spazieren. Wir wohnen an einer Kreuzung, von der aus Straßen in alle vier Richtungen abgehen. Ich laufe jeden Tag eine Richtung ab, bevor ich wieder von vorne anfange. Eine dieser Straßen führt an einem ganz normalen Wald vorbei. Oder ist er doch nicht so normal? Immerhin steht ein Altar darin.</p>



<span id="more-11624"></span>



<p>Für mich ist er ganz normal: ein schöner Mischwald, vor allem von alten Buchen und Eichen bestanden. Gerade ist er sehr licht, weil in diesem Winter <a href="https://pyrolim.de/fru-oettenpoetter/fru-oettenpoetter-vertellt-holzernte-oder-das-grosse-saegen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ordentlich Holz gemacht wurde</a>. Dafür mussten etliche Bäume ihr Leben lassen. Aber so ist das, ein Wald ist für den Besitzer nichts anderes als ein Acker, auf dem Holz wächst. Nur dass der Wachstumszyklus eben viel, viel länger ist als bei Raps oder Weizen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Installationen fürs Gefühl</h2>



<p>Für Spaziergänger für mich ist der Wald vor allem ein Ort, um auszuspannen, durchzuatmen, mich zu bewegen in guter Luft. Für einige andere ist er offenbar ein mystischer Ort, an dem sie Dinge spüren, die<a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/waldbaden-oder-warum-bin-ich-so-unsensibel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> ich nicht spüre</a>. Davon künden Installationen, die nichts mit dem Wirtschafts- oder dem Erholungswert des Waldes zu tun haben. Ich habe sie auf meinen Spaziergängen entdeckt.</p>



<p>Am Hauptweg, der durch den Wald führt, steht eine Art Wald-Altar. Irgendjemand hat ihn aus den keilförmigen Reststücken gebaut, die entstehen, wenn zu fällende Bäume kurz über dem Boden eingesägt werden, damit sie in die richtige Richtung fallen. Bestückt ist der Altar mit Steinen und kleinen Figuren. Was mir dieses Arrangement sagen soll, hat sich mir nicht so recht erschlossen. Vielleicht haben Kinder die Figuren dort hineingestellt. Den Altar haben sie ganz sicher nicht gebaut.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/altar1.jpg" alt="Waldaltar aus Holz mit Steinen und Figürchen." class="wp-image-11626" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/altar1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/altar1-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/altar1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Der Wald-Altar mit Steinen und Figürchen.</figcaption></figure>



<p>Wald-Altäre sind offenbar nicht so selten. Einerseits werden Bildstöcke, wie sie in katholischen Gegenden vorkommen, so bezeichnet, wenn sie im Wald stehen. Andere werden nur zu Pfingsten aufgebaut, wenn viele Gottesdienste im Freien stattfinden. Es gibt auch etliche, die nichts mit dem Christentum zu tun haben, sondern an denen esoterische Gruppen magische Kräfte empfangen wollen. Mein kleiner Wald-Altar sieht allerdings sehr privat aus, nicht so, als stünde eine größere Gruppe dahinter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Kraftort am Waldausgang</h2>



<p>Mystisch geht es ein paar Meter weiter. Am Waldausgang steht eine Tafel, die sich auf ein nahegelegenes Hünengrab bezieht. Es ist ein angeblicher Kraftort. Irgendwoher soll einem hier etwas zufließen. Vielleicht aus dem Jahrtausende alten Grab? Schwer vorstellbar. Aber offenbar glauben Menschen daran. Für viele ist der Wald eben <a href="http://dasregionalegedaechtnis.de/wald-mystik/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ein mystischer Ort</a>, auch deshalb, weil sich so viele Sagen und Märchen mit ihm verknüpfen. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/wald.jpg" alt="" class="wp-image-9571" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/wald.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/wald-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/wald-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Ahnen, die Ahnung haben. Schwer zu glauben.</figcaption></figure>



<p>Vor mit aus soll jeder im Wald treiben oder glauben, was er möchte. Ich muss es ja nicht nachmachen. Aber ein bisschen verwundert bin ich schon darüber, was Leute aus einer Fläche mit vielen Bäumen herauslesen und dass sie das dann auch noch anderen mitteilen. Aber bitte, jeder wie er möchte. Mein <a href="https://pyrolim.de/pyropro/spaziergang-im-zauberwald/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zauberwald </a>ist übrigens ein ganz anderer. Nicht, weil ich an etwas Mystisches glaube, sondern weil er einfach zauberhaft ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/altar-und-kraftort-der-mystische-wald-hinterm-haus/">Altar und Kraftort: Der mystische Wald hinterm Haus</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Waldbaden oder warum bin ich so unsensibel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2019 16:37:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gestaunt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="640" height="297" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/waldtitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/waldtitel.jpg 640w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/waldtitel-150x70.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><p>Ich war im Wald. Der liegt gleich hinter unserem Haus und ist ein richtig schöner Buchenwald, wie aus dem Bilderbuch. Ich habe die Ruhe, das Zwitschern der Vögel genossen. Aber ich habe nichts gespürt: keine Terpene, kein Kraftfeld, nichts davon. Obwohl ich doch im Wald an einem angeblich magischen Ort vorbeigekommen bin. Ein perfekter Platz zum Waldbaden. Bei uns im Wald steht an einem vorzeitlichen Grabhügel ein Schild, gefertigt aus einer Holzplanke. Darauf steht: „Dies ist nicht nur ein Grabhügel, es ist ein Kraftort unserer Ahnen, von denen wir unsere Ahnungen haben.“ Ganz ehrlich: Ich habe dort keine Ahnungen. Keine Ahnung, wer dort begraben liegt oder warum irgendein längst verrotteter Leichnam mir nach Tausenden von Jahren noch etwas sagen soll. Immerhin ist der Text so verfasst, dass ich doch ein gewisses Augenzwinkern zwischen den Zeilen lese. Andererseits sind Steine auf die Pfosten gelegt, was ein bisschen dafür spricht, dass die Sache mit den Ahnungen der Ahnen doch ernst gemeint sein könnte. Offenbar sollen die Steine die Kraft des Kraftortes verstärken, also Steinzeit-Antennen sozusagen. Wer weiß, was sich die, die das Schild aufgestellt und die Steine darauf gelegt haben, dabei gedacht haben. Das Geheimnis der Terpene Wenn schon der Grabhügel nicht zu mir spricht, könnte es der Wald tun. Angeblich ist wissenschaftlich belegt, dass Waldbaden der Gesundheit gut tut. Die Verfechter dieser Idee sagen, Pflanzen kommunizieren – sprechen kann man das wohl nicht nennen – miteinander und schütten dabei Terpene aus, einen chemischen Stoff, der das Immunsystem hochfährt. Das sollen Menschen aufnehmen, sogar spüren können. Ich spüre allerdings – nichts. Vielleicht bin ich einfach zu unsensibel. Es gibt übrigens auch Waldduschen. Das ist jetzt nichts für ungeduldige Waldbader, sondern es sind tatsächlich Duschen, die im Wald stehen. Natürlich ist das Wasser üblicherweise eiskalt, aber das soll ja gut für die Gesundheit sein. Wenn das Waldbaden nicht wirkt, könnte zumindest die Walddusche abhärten und damit das Immunsystem auf Vordermann bringen. Wie gut, dass ich so unsensibel bin. Wenn die Kräfte des Waldes sowieso nicht bei mir wirken, muss ich mich auch nicht unter die Walddusche stellen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/waldbaden-oder-warum-bin-ich-so-unsensibel/">Waldbaden oder warum bin ich so unsensibel</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="640" height="297" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/waldtitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/waldtitel.jpg 640w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/waldtitel-150x70.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />
<p></p>



<p>Ich war im Wald. Der liegt gleich
hinter unserem Haus und ist ein richtig schöner Buchenwald, wie aus
dem Bilderbuch. Ich habe die Ruhe, das Zwitschern der Vögel
genossen. Aber ich habe nichts gespürt: keine Terpene, kein
Kraftfeld, nichts davon. Obwohl ich doch im Wald an einem angeblich
magischen Ort vorbeigekommen bin. Ein perfekter Platz zum Waldbaden.</p>



<span id="more-9569"></span>



<p>Bei uns im Wald steht an einem
vorzeitlichen Grabhügel ein Schild, gefertigt aus einer Holzplanke.
Darauf steht: „Dies ist nicht nur ein Grabhügel, es ist ein
Kraftort unserer Ahnen, von denen wir unsere Ahnungen haben.“ Ganz
ehrlich: Ich habe dort keine Ahnungen. Keine Ahnung, wer dort
begraben liegt oder warum irgendein längst verrotteter Leichnam mir
nach Tausenden von Jahren noch etwas sagen soll. Immerhin ist der
Text so verfasst, dass ich doch ein gewisses Augenzwinkern zwischen
den Zeilen lese.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/wald.jpg" alt="" class="wp-image-9571" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/wald.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/wald-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/wald-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Das Schild weist auf einen angeblichen Kraftort hin. Aber warum soll ein Jahrtausende altes Grab Kraft spenden?</figcaption></figure>



<p>Andererseits sind Steine auf die
Pfosten gelegt, was ein bisschen dafür spricht, dass die Sache mit
den Ahnungen der Ahnen doch ernst gemeint sein könnte. Offenbar
sollen die Steine die Kraft des Kraftortes verstärken, also
Steinzeit-Antennen sozusagen. Wer weiß, was sich die, die das Schild
aufgestellt und die Steine darauf gelegt haben, dabei gedacht haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Geheimnis der Terpene</h2>



<p>Wenn schon der Grabhügel nicht zu mir
spricht, könnte es der Wald tun. Angeblich ist wissenschaftlich
belegt, dass Waldbaden der Gesundheit gut tut. Die Verfechter dieser
Idee sagen, Pflanzen kommunizieren – sprechen kann man das wohl
nicht nennen – miteinander und schütten dabei Terpene aus, einen
chemischen Stoff, der das Immunsystem hochfährt. Das sollen Menschen
aufnehmen, sogar spüren können. Ich spüre allerdings – nichts.
Vielleicht bin ich einfach zu unsensibel.</p>



<p>Es gibt übrigens auch Waldduschen. Das
ist jetzt nichts für ungeduldige Waldbader, sondern es sind
tatsächlich Duschen, die im Wald stehen. Natürlich ist das Wasser
üblicherweise eiskalt, aber das soll ja gut für die Gesundheit
sein. Wenn das Waldbaden nicht wirkt, könnte zumindest die
Walddusche abhärten und damit das Immunsystem auf  Vordermann
bringen.</p>



<p>Wie gut, dass ich so unsensibel bin.
Wenn die Kräfte des Waldes sowieso nicht bei mir wirken, muss ich
mich auch nicht unter die Walddusche stellen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/waldbaden-oder-warum-bin-ich-so-unsensibel/">Waldbaden oder warum bin ich so unsensibel</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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