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	<title>Sprachmarotte Archive - Pyrolirium</title>
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	<title>Sprachmarotte Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>Die Sache mit dem Durchkoppeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2020 16:46:59 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="450" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/koppeln.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/koppeln.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/koppeln-150x84.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/koppeln-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>In diesen Coronazeiten &#8211; ja, ich weiß, schlimme Floskel &#8211; steht Tag für Tag das Robert-Koch-Institut im Mittelpunkt. Oder das Robert Koch-Institut? So schreiben die sich selber. Das hat auf Twitter eine kleine Debatte übers Durchkoppeln ausgelöst. Meine Maxime: immer alles durchkoppeln. Auch, wenn die Namensträger selbst es nicht machen. Dieser Standpunkt hat mir viel Zustimmung eingebracht. Nun mögen manche sagen, die Frage, ob wir eine Wortkombination durchkoppeln oder nicht, sei eine Lappalie. Das kann man so sehen. Aber trotzdem stören mich fehlende Kopplungsstriche erheblich. Auslöser war ein Tweet von Katrin Scheib von &#8222;Zeitonline&#8220;, die sich darüber aufregte, jedes Mal aus dem Robert-Koch-Institut den ersten Bindestrich herausredigieren zu müssen, weil die sich halt selbst so schreiben. Streng nach Duden Einspruch. In Redaktionen wird immer korrekt geschrieben. Punkt. So hat es Sprachpingel Juliane Topka getwittert, und die muss es wissen. Vor allem aber spricht sie mir aus der Seele. Ich beharre darauf, dass Eigennamen von Redaktionen gemäß den Dudenregeln geschrieben werden. Das gilt fürs Durchkoppeln ebenso wie für Binnenmajuskeln und ähnlichen Schnickschnack. Das Blog Setzfehler nennt die Binnenmajuskel übrigens Erektion im Text, was ich sehr schön finde. Ganz schlimm treibt es eine Stiftung unseres hiesigen Kirchenkreises, die sich StievKindeR nennt, was eine Abkürzung sein soll für Stiftung für evangelische Kinder- und Jugendarbeit in der Region. Solche verhunzten Wörter wandele ich beim Schreiben in der Redaktion in regelkonformes Deutsch um im Fall der Stievkinder in Gänsefüßchen, sonst denken die Leser, ich wisse nicht, wie man das richtig schreibt. Warum aber sollten Redaktionen solche Mätzchen mitmachen? Es gibt keinen Grund dafür. Das gilt auch für fehlende Bindestriche oder Kopplungsstriche. Da halte ich mich streng an den Duden. Auch wenn der angeblich nicht mehr die alleinige Deutungshoheit hat. Gilt auch für Eigennamen Grammis, das grammatische Informationssystem, bestätigt aber die Dudenregeln. Darauf hat mich Twitterer nemissimo aufmerksam gemacht. Zusammengesetzte Wörter, auch wenn Eigennamen darin vorkommen, werden durchgekoppelt. In §50 bei Grammis heißt es: &#8220; Man setzt einen Bindestrich zwischen allen Bestandteilen mehrteiliger Zusammensetzungen, deren erste Bestandteile aus Eigennamen bestehen. Das Robert-Koch-Institut sollte also seine Eigenbezeichnung ändern. Klar, die haben jetzt andere Sorgen, und so lange sie dazu keine Zeit haben, machen wir Journalisten das für sie in unseren Texten. Aber irgendwann sollten sie selbst drauf kommen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-sache-mit-dem-durchkoppeln/">Die Sache mit dem Durchkoppeln</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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<p>In diesen Coronazeiten &#8211; ja, ich weiß, schlimme Floskel &#8211; steht Tag für Tag das Robert-Koch-Institut im Mittelpunkt. Oder das Robert Koch-Institut? So schreiben die sich selber. Das hat auf Twitter eine kleine Debatte übers Durchkoppeln ausgelöst. Meine Maxime: immer alles durchkoppeln. Auch, wenn die Namensträger selbst es nicht machen.</p>



<span id="more-10892"></span>



<p>Dieser Standpunkt hat mir viel Zustimmung eingebracht. Nun mögen manche sagen, die Frage, ob wir eine Wortkombination durchkoppeln oder nicht, sei eine Lappalie. Das kann man so sehen. Aber trotzdem stören mich fehlende <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Kopplungsstriche (öffnet in neuem Tab)" href="https://pyrolim.de/pyropro/kopplungsstriche-machen-das-lesen-leichter/" target="_blank">Kopplungsstriche</a> erheblich. Auslöser war ein Tweet von <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Katrin Scheib (öffnet in neuem Tab)" href="https://twitter.com/kscheib" target="_blank">Katrin Scheib</a> von  &#8222;Zeitonline&#8220;, die sich darüber aufregte, jedes Mal aus dem Robert-Koch-Institut den ersten Bindestrich herausredigieren zu müssen, weil die sich halt selbst so schreiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Streng nach Duden</h2>



<p>Einspruch. In Redaktionen wird immer korrekt geschrieben. Punkt. So hat es <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Sprachpingel (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.sprachpingel.de/" target="_blank">Sprachpingel</a> <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Juliane Topka (öffnet in neuem Tab)" href="https://twitter.com/Sprachpingel" target="_blank">Juliane Topka</a> getwittert, und die muss es wissen. Vor allem aber spricht sie mir aus der Seele. Ich beharre darauf, dass Eigennamen von Redaktionen gemäß den Dudenregeln geschrieben werden. Das gilt fürs Durchkoppeln ebenso wie für <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Binnenmajuskeln (öffnet in neuem Tab)" href="https://ronaldfilkas.de/eine-unart-setzt-sich-durch-die-binnenmajuskel/" target="_blank">Binnenmajuskeln</a> und ähnlichen Schnickschnack. Das Blog Setzfehler nennt die Binnenmajuskel übrigens Erektion  im Text, was ich sehr schön finde. Ganz schlimm treibt es eine Stiftung unseres hiesigen Kirchenkreises, die sich StievKindeR nennt, was eine Abkürzung sein soll für Stiftung für evangelische Kinder- und Jugendarbeit in der Region.</p>



<p>Solche verhunzten Wörter wandele ich beim Schreiben in der Redaktion in regelkonformes Deutsch um im Fall der Stievkinder in Gänsefüßchen, sonst denken die Leser, ich wisse nicht, wie man das richtig schreibt. Warum aber sollten Redaktionen solche Mätzchen mitmachen? Es gibt keinen Grund dafür. Das gilt auch für fehlende Bindestriche oder Kopplungsstriche. Da halte ich mich streng an den Duden. Auch wenn der angeblich nicht mehr die alleinige Deutungshoheit hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gilt auch für Eigennamen</h2>



<p>Grammis, das grammatische Informationssystem, bestätigt aber die Dudenregeln. Darauf hat mich Twitterer<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" nemissimo  (öffnet in neuem Tab)" href="https://twitter.com/nemissimo" target="_blank"> nemissimo </a>aufmerksam gemacht. Zusammengesetzte Wörter, auch wenn Eigennamen darin vorkommen, werden durchgekoppelt. <a rel="noreferrer noopener" aria-label="In §50  (öffnet in neuem Tab)" href="https://grammis.ids-mannheim.de/rechtschreibung/6160#" target="_blank">In §50 </a> bei Grammis heißt es: &#8220; Man setzt einen Bindestrich zwischen allen Bestandteilen mehrteiliger Zusammensetzungen, deren erste Bestandteile aus Eigennamen bestehen.</p>



<p>Das Robert-Koch-Institut sollte also seine Eigenbezeichnung ändern. Klar, die haben jetzt andere Sorgen, und so lange sie dazu keine Zeit haben, machen wir Journalisten das für sie in unseren Texten. Aber irgendwann sollten sie selbst drauf kommen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-sache-mit-dem-durchkoppeln/">Die Sache mit dem Durchkoppeln</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Amadeu Antonio und der Bindestrich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Oct 2019 16:02:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich ärgere mich schon länger über die Amadeu-Antonio-Stiftung. Nicht über die Stiftung an sich, sondern über die Schreibweise. Ich will nicht das alte Lied vom Deppenleerzeichen singen. Aber ich kann über diese Unsitte auch nicht hinwegsehen. Wobei der Bindestrich eine etwas zielichtige Angelegenheit ist. Die Tendenz, zusammengesetzt Wörter nicht zu koppeln, sondern die berühmte Lücke, ein Leerzeichen, dazwischen zu lassen, ist nicht neu. Und sie greift stetig weiter um sich. Gerade habe ich eine Interview-Bauchbinde im Fernsehen gesehen, ich weiß nicht mehr, wo das war. Dort stand der Name des Interviewten und darunter &#8222;CDU Politiker&#8220;, Wie bitte? Offenbar erliegen auch die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender inzwischen dieser Unsitte. Das musste ich schon einmal feststellen. Schulen ohne Bindestriche Meine Klage auf Twitter über die Leerzeichen hat zu Zustimmung von einer Kollegin geführt. Sie berichtete von einer Erich Kästner Realschule. In Hamburg gibt es eine Ida Ehre Schule. Solche Schulnamen habe ich auch bei uns schon gefunden. Und ich finde, das geht gar nicht. Ganz und gar nicht. Den Kindern wird so mit dem Namen ihrer Schule auch gleich die falsche Schreibweise eingetrichtert. Was haben die Verantwortlichen sich dabei gedacht? Womöglich streichen sie den Kindern sogar einen Fehler an, wenn die den Namen ihrer Schule durchkoppeln, wie es sich gehört. Einen erzieherischen Ansatz sehe ich bei diesen Sprachmätzchen für uns Journalisten. Wir sollten diese verquaste Schreibweise nicht übernehmen, damit sie nicht noch weiter einreißt. Ich ersetze Leerzeichen in meinen Texten konsequent durch Bindestriche. Egal, ob es der Name einer Stiftung, eines Serviceclubs (Lions-Club) oder die Duden-Regeln sind, die ich schon mal als Duden Regeln gesehen habe. Dabei sagt der Duden eindeutig: &#8222;In Aneinanderreihungen und Zusammensetzungen mit Wortgruppen setzt man Bindestriche zwischen die einzelnen Wörter.&#8220; Genau so eine Aneinanderreihung ist die Amadeu-Antonio-Stiftung. Zu viele Bindestriche Neben der Bindestrich-Faulheit sehe ich in jüngster Zeit allerdings auch eine gewisse Bindestrich-Schwemme. Da werden plötzlich Wörter gekoppelt, die im Deutschen nie gekoppelt wurden. So lese ich vom Wohn-Projekt und sogar vom Rad-Fahrer. Man kann&#8217;s auch übertreiben mit den Bindestrichen. Beim Betonestrich, also dem Beton-Estrich, und dem Stoff-Elch finde ich den Bindestrich dagegen mehr als angebracht. Wer weiß schon auf den ersten Blick, was ein Stoffelch ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gelesen/amadeu-antonio-und-der-bindestrich/">Amadeu Antonio und der Bindestrich</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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<p>Ich ärgere mich schon länger über die Amadeu-Antonio-Stiftung. Nicht über die Stiftung an sich, sondern über die Schreibweise. Ich will nicht das alte Lied vom <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Deppenleerzeichen (opens in a new tab)" href="https://deppenleerzeichen.de/" target="_blank">Deppenleerzeichen</a> singen. Aber ich kann über diese Unsitte auch nicht hinwegsehen. Wobei der Bindestrich eine etwas zielichtige Angelegenheit ist.</p>



<span id="more-10380"></span>



<p>Die Tendenz, zusammengesetzt Wörter nicht zu koppeln, sondern die berühmte Lücke, ein Leerzeichen, dazwischen zu lassen, ist nicht neu. Und sie greift stetig weiter um sich. Gerade habe ich eine Interview-Bauchbinde im Fernsehen gesehen, ich weiß nicht mehr, wo das war. Dort stand der Name des Interviewten und darunter &#8222;CDU Politiker&#8220;, Wie bitte? Offenbar erliegen auch die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender inzwischen dieser Unsitte. Das <a rel="noreferrer noopener" aria-label="musste ich schon einmal feststellen (opens in a new tab)" href="https://pyrolim.de/pyrocontra/dammbruch-ard-fuehrt-deppenleerzeichen-ein/" target="_blank">musste ich schon einmal feststellen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schulen ohne Bindestriche</h2>



<p>Meine Klage auf Twitter über die Leerzeichen hat zu Zustimmung von einer Kollegin geführt. Sie berichtete von einer Erich Kästner Realschule. In Hamburg gibt es eine<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" Ida Ehre Schule (opens in a new tab)" href="https://www.idaehreschule.de/" target="_blank"> Ida Ehre Schule</a>. Solche Schulnamen habe ich auch bei uns schon gefunden. Und ich finde, das geht gar nicht. Ganz und gar nicht. Den Kindern wird so mit dem Namen ihrer Schule auch gleich die falsche Schreibweise eingetrichtert. Was haben die Verantwortlichen sich dabei gedacht? Womöglich streichen sie den Kindern sogar einen Fehler an, wenn die den Namen ihrer Schule durchkoppeln, wie es sich gehört.</p>



<p>Einen erzieherischen Ansatz sehe ich bei diesen Sprachmätzchen für uns Journalisten. Wir sollten diese verquaste Schreibweise nicht übernehmen, damit sie nicht noch weiter einreißt. Ich ersetze Leerzeichen in meinen Texten konsequent durch Bindestriche. Egal, ob es der Name einer Stiftung, eines Serviceclubs (Lions-Club) oder die Duden-Regeln sind, die ich schon mal als Duden Regeln gesehen habe. Dabei sagt der Duden eindeutig: &#8222;In Aneinanderreihungen und Zusammensetzungen mit Wortgruppen setzt man Bindestriche zwischen die einzelnen Wörter.&#8220;  Genau so eine Aneinanderreihung ist die Amadeu-Antonio-Stiftung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zu viele Bindestriche</h2>



<p>Neben der Bindestrich-Faulheit sehe ich in jüngster Zeit allerdings auch eine gewisse Bindestrich-Schwemme. Da werden plötzlich Wörter gekoppelt, die im Deutschen nie gekoppelt wurden. So lese ich vom Wohn-Projekt und sogar vom Rad-Fahrer. Man kann&#8217;s auch übertreiben mit den Bindestrichen. Beim <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Betonestrich, also dem Beton-Estrich (opens in a new tab)" href="https://pyrolim.de/pyrocontra/betonestrich-beton-estrich-betone-strich/" target="_blank">Betonestrich, also dem Beton-Estrich</a>, und dem Stoff-Elch finde ich den Bindestrich dagegen mehr als angebracht. Wer weiß schon auf den ersten Blick, was ein Stoffelch ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/gelesen/amadeu-antonio-und-der-bindestrich/">Amadeu Antonio und der Bindestrich</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Dann tu&#8217;s doch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 19:30:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[genervt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA["Tu's Day"]]></category>
		<category><![CDATA[Binnenmajuskel]]></category>
		<category><![CDATA[Orthografie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nein, ich will mich nicht einreihen in die Jammerer über das Denglishe, das unsere Sprache verhunzt. Denn es geht noch schlimmer. Jüngstens Beispiel, das mir jetzt unterkommen ist: der &#8222;Tu&#8217;s Day&#8220; der Initiative &#8222;Mehr wissen, mehr tun&#8220;. Anlass ist die Aktionswoche der UN-Dekade &#8222;Bildung für nachhaltige Entwicklung&#8220;, und Klassen und Arbeitsgemeinschaften werden aufgefordert, originelle Ideen für eine Tag zu entwickeln und umzusetzen. Und dann kommt noch so ein Wortungetüm. Vorgeschlagen wird etwa ein &#8222;Off-Knopf-Tag&#8220;. Vermutlich ein Tag, an dem der Off-Knopf elektrischer oder elektronischer Geräte gedrückt wird. Wobei es doch logischer wäre, sie gar nicht erst &#8222;on&#8220; zu schalten, dann braucht&#8217;s auch keinen Off-Knopf. Auf der Hompage der Aktion geht es dann lustig weiter mit den Sprachmarotten. &#8222;BesserWisser&#8220;, &#8222;AufGefallen&#8220; und &#8222;Labelpark&#8220; heißen die Unterkategorien. Schlimm genug, dass hier die schrecklichen Binnenmajuskeln verwendet werden, bei &#8222;AufGefallen&#8220; schmerzen sie obendrein besonders, weil hier der Großbuchstabe im Wort völlig unvermittelt und sinnlos daherkommt. Der &#8222;Tu&#8217;s Day&#8220; richtet sich an Schüler, ebenso wie die Homepage. Da frage ich mich: Wäre es nicht gerade bei denen, die Tag für Tag in der Schule schwitzen, um gutes Deutsch zu lernen, besonders wichtig, ihnen ein gutes Vorbild zu sein? Die Idee soll doch überzeugen, nicht der Sprachfirlefanz, mit dem sie offenbar an die Jugendlichen gebracht werden soll. Wenn schon tun &#8211; was sowieso kein schönes Verb ist &#8211; dann doch bitte am &#8222;Tu&#8217;s Tag&#8220;, das hat wenigstens noch Sprachmelodie. Die Initiative &#8222;Mehr wissen, mehr tun&#8220;: http://www.mehr-wissen-mehr-tun.de/index.php?id=home Daniel Grosse über &#8222;Die BinnenMajuskel – SchreibUngetüm aus der MarketingAbteilung&#8220;: http://www.goethe.de/ges/spa/siw/de4465280.htm Eine satirische Verteidigung der Binnen(M)majuskel: http://www.phase-5.net/am-rande-der-philosophie/ueber-binnenmajuskel-und-kamelhoecker/ &#160;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/dann-tus-doch/">Dann tu&#8217;s doch</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, ich will mich nicht einreihen in die Jammerer über das Denglishe, das unsere Sprache verhunzt. Denn es geht noch schlimmer.</p>
<p>Jüngstens Beispiel, das mir jetzt unterkommen ist: der &#8222;Tu&#8217;s Day&#8220; der Initiative &#8222;Mehr wissen, mehr tun&#8220;. Anlass ist die Aktionswoche der UN-Dekade &#8222;Bildung für nachhaltige Entwicklung&#8220;, und Klassen und Arbeitsgemeinschaften werden aufgefordert, originelle Ideen für eine Tag zu entwickeln und umzusetzen. Und dann kommt noch so ein Wortungetüm. Vorgeschlagen wird etwa ein &#8222;Off-Knopf-Tag&#8220;. Vermutlich ein Tag, an dem der Off-Knopf elektrischer oder elektronischer Geräte gedrückt wird. Wobei es doch logischer wäre, sie gar nicht erst &#8222;on&#8220; zu schalten, dann braucht&#8217;s auch keinen Off-Knopf.</p>
<p>Auf der Hompage der Aktion geht es dann lustig weiter mit den Sprachmarotten. &#8222;BesserWisser&#8220;, &#8222;AufGefallen&#8220; und &#8222;Labelpark&#8220; heißen die Unterkategorien. Schlimm genug, dass hier die schrecklichen Binnenmajuskeln verwendet werden, bei &#8222;AufGefallen&#8220; schmerzen sie obendrein besonders, weil hier der Großbuchstabe im Wort völlig unvermittelt und sinnlos daherkommt.</p>
<p>Der &#8222;Tu&#8217;s Day&#8220; richtet sich an Schüler, ebenso wie die Homepage. Da frage ich mich: Wäre es nicht gerade bei denen, die Tag für Tag in der Schule schwitzen, um gutes Deutsch zu lernen, besonders wichtig, ihnen ein gutes Vorbild zu sein? Die Idee soll doch überzeugen, nicht der Sprachfirlefanz, mit dem sie offenbar an die Jugendlichen gebracht werden soll. Wenn schon tun &#8211; was sowieso kein schönes Verb ist &#8211; dann doch bitte am &#8222;Tu&#8217;s Tag&#8220;, das hat wenigstens noch Sprachmelodie.<br />
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<p>Die Initiative &#8222;Mehr wissen, mehr tun&#8220;:</p>
<p><a href="http://www.mehr-wissen-mehr-tun.de/index.php?id=home" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.mehr-wissen-mehr-tun.de/index.php?id=home</a></p>
<p>Daniel Grosse über &#8222;Die BinnenMajuskel – SchreibUngetüm aus der MarketingAbteilung&#8220;:</p>
<p><a href="http://www.goethe.de/ges/spa/siw/de4465280.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.goethe.de/ges/spa/siw/de4465280.htm</a></p>
<p>Eine satirische Verteidigung der Binnen(M)majuskel:</p>
<p>http://www.phase-5.net/am-rande-der-philosophie/ueber-binnenmajuskel-und-kamelhoecker/</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/dann-tus-doch/">Dann tu&#8217;s doch</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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