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	<title>Kirchenmusik Archive - Pyrolirium</title>
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	<title>Kirchenmusik Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>Fanny Hensel: Drei Kantaten und eine Verbeugung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 16:42:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Die Walddörfer Kantorei bei ihrem Auftritt in St. Aegidien Lübeck." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Die Walddörfer Kantorei hat erst in Lübeck, dann in Hamburg-Volksdorf drei oratorische Werke von Fanny Hensel aufgeführt. Es war auch eine Verbeugung vor einer zu Unrecht zu unbekannten Komponistin. Fanny Hensel ist vor allem deshalb bekannt, weil sie die große Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdy war. Dabei war sie nicht weniger begabt als er. Er hat ihr sogar viel von seinem späteren Können zu verdanken. Sie hat den vier Jahre jüngeren Bruder angespornt, ihm manches beigebracht. Doch ihr selbst blieb eine musikalische Karriere verwehrt &#8211; weil sie eine Frau war. So war das damals, und es gab keinen Weg aus dieser Falle heraus. Drei Kantaten für Chor, Orchester und Solisten Umso schöner, dass die Walddörfer Kantorei jetzt Fanny Hensel in den Mittelpunkt von zwei Konzerten stellte (13. Juni in Lübeck, 14. Juni, 18 Uhr, in der Kirche am Rockenhof in Hamburg-Volksdorf). Auf dem Programm standen und stehen die drei Kantaten „Hiob“, „Lobgesang“ und das „Oratorium nach Bildern der Bibel“. Die Walddörfer Kantorei wurde begleitet von Mitgliedern der Lübecker Philharmoniker, die Solopartien sangen Amelie Gorzellik (Sopran), Nicole Dellabona (Alt), Timo Rößner (Tenor) und Konstantin Heintel (Bass). Die Chorleitung hat Annedore Hacker-Jakobi (Hamburg), das Konzert in Lübeck dirigierte Olga Zhukova (Lübeck). Für Zhukova war es gleichzeitig ihr Master-Prüfungskonzert im Studiengang Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Ich bin keine Fachfrau und gehöre natürlich nicht zur Prüfungskommission, aber nach meinem Eindruck hat Zhukova ihre Prüfung mit Bravour bestanden. Ihr Dirigat war stets präzise, Chor und Orchester folgten ihr problemlos. Die Solisten unterstützte sie mit klaren Zeichen. Die Walddörfer Kantorei mit 80 Sängerinnen und Sängern meisterte die drei Kantaten bestens. Auch schwierige Einsätze, ob rhythmisch oder vom Finden der Töne, und Tempiwechsel gelangen ohne Probleme. Lediglich an der Mischung der Stimmen leidet der Chor ebenso wie wohl alle Chöre. Obwohl die Männerstimmen in der Mitte platziert waren und nicht wie sonst oft üblich in den hinteren Reihen, wurden sie von den Frauenstimmen etwas an die Wand gesungen. Sehr positiv fiel die klare Artikulation auf. Der gesungene Text war gut zu verstehen, mitlesen im Programmheft beinahe überflüssig. Fanny Hensel war bei den Solisten geizig Chor und Orchester bildeten eine harmonische Einheit, ausgewogen in der Lautstärke. Die Solisten glänzten allesamt in ihren Partien. Amelie Sophie Gorzellik überzeugte mit ihrem glasklaren Sopran, Altistin Nicole Dellabona mit samtenen Tönen, vor allem in den Tiefen. Tenor Timo Rößner gestaltete seine schnelle und anspruchsvolle Arie &#8222;Ich bin elend und ohnmächtig&#8220; sicher und überaus lebendig. Bass Konstantin Heintel habe ich schon einmal 2010 gehört und war restlos begeistert von ihm. Auch diesmal hat mich seine Stimme, vor allem in den Tiefen, beeindruckt. Gern hätte ich von allen Solisten mehr gehört, aber Fanny Hensel hat ihnen leider nicht mehr Partien in ihre Kantaten geschrieben. Fanny Hensel hat dem Chor in ihren drei Kantaten wunderbare Musik komponiert. Vor allem der Trauerchor im Oratorium nach Bildern der Bibel sowie der Schlusschor ließen das Ensemble sein ganzes Können zeigen. Das zu Beginn gemäß dem Untertitel &#8222;Musik für die Toten der Cholera-Epidemie 1831&#8220; etwas schwermütige Werk schwingt sich musikalisch zum Ende zu einem Ausdruck der Hoffnung auf göttliche Erlösung auf. So ging dieser Konzertnachmittag mit einem tröstlichen Gefühl und lang anhaltendem Applaus zu Ende. Werbung mithilfe der KI Die Walddörfer Kantorei ist in ihrer Organisation professionell aufgestellt. Kartenbestellung per Internet mit Platzwahl, Bezahlung per Kreditkarte. Und natürlich gehört für jeden Chor Werbung dazu. Ein Mitglied des Chores hat mithilfe von KI zwei Comics gebastelt und sie verteilt. Mal ein ganz neuer Weg, um Zuhörer anzulocken. Ich weiß, dass es funktioniert hat. Warum also nicht auch solche Wege gehen? Es war mein zweiter Konzertbesuch binnen einer Woche. Gerade erst habe ich die 3. Sinfonie von Gustav Mahler in Hamburg gehört. Es war ein großes Erlebnis, ebenso wie das Konzert in St. Aegidien. Zu der Kirche habe ich zudem eine besondere Verbindung. Auf den Tag genau 28 Jahre vor dem Lübecker Konzert sind wir in der Kirche getraut worden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/fanny-hensel-drei-kantaten-und-eine-verbeugung/">Fanny Hensel: Drei Kantaten und eine Verbeugung</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Die Walddörfer Kantorei bei ihrem Auftritt in St. Aegidien Lübeck." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Walddorferchor-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Die Walddörfer Kantorei hat erst in Lübeck, dann in Hamburg-Volksdorf drei oratorische Werke von Fanny Hensel aufgeführt. Es war auch eine Verbeugung vor einer zu Unrecht zu unbekannten Komponistin.</p>



<span id="more-14699"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Fanny Hensel ist vor allem deshalb bekannt, weil sie die große Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdy war. Dabei war sie nicht weniger begabt als er. Er hat ihr sogar viel von seinem späteren Können zu verdanken. Sie hat den vier Jahre jüngeren Bruder angespornt, ihm manches beigebracht. Doch ihr selbst blieb eine musikalische Karriere verwehrt &#8211; weil sie eine Frau war. So war das damals, und es gab keinen Weg aus dieser Falle heraus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drei Kantaten für Chor, Orchester und Solisten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Umso schöner, dass die <a href="https://walddoerfer-kantorei.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Walddörfer Kantorei</a> jetzt <a href="https://www.ln-online.de/kultur/fanny-hensel-konzert-in-luebeck-im-schatten-des-beruehmten-bruders-felix-mendelssohn-MT5LOHXOIFDNVDBEHBQO6KX2ME.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fanny Hensel in den Mittelpunkt von zwei Konzerten</a> stellte (13. Juni in Lübeck, 14. Juni, 18 Uhr, in der Kirche am Rockenhof in Hamburg-Volksdorf). Auf dem Programm standen und stehen die drei Kantaten „Hiob“, „Lobgesang“ und das „Oratorium nach Bildern der Bibel“. Die Walddörfer Kantorei wurde begleitet von Mitgliedern der Lübecker Philharmoniker, die Solopartien sangen Amelie Gorzellik (Sopran), Nicole Dellabona (Alt), Timo Rößner (Tenor) und Konstantin Heintel (Bass). Die Chorleitung hat <a href="https://www.annedore-hacker.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Annedore Hacker-Jakobi</a> (Hamburg), das Konzert in Lübeck dirigierte <a href="https://www.olga-zhukova.com/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Olga Zhukova</a> (Lübeck). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Zhukova war es gleichzeitig ihr Master-Prüfungskonzert im Studiengang Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Ich bin keine Fachfrau und gehöre natürlich nicht zur Prüfungskommission, aber nach meinem Eindruck hat Zhukova ihre Prüfung mit Bravour bestanden. Ihr Dirigat war stets präzise, Chor und Orchester folgten ihr problemlos. Die Solisten unterstützte sie mit klaren Zeichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Walddörfer Kantorei mit 80 Sängerinnen und Sängern meisterte die drei Kantaten bestens. Auch schwierige Einsätze, ob rhythmisch oder vom Finden der Töne, und Tempiwechsel gelangen ohne Probleme. Lediglich an der Mischung der Stimmen leidet der Chor ebenso wie wohl alle Chöre. Obwohl die Männerstimmen in der Mitte platziert waren und nicht wie sonst oft üblich in den hinteren Reihen, wurden sie von den Frauenstimmen etwas an die Wand gesungen. Sehr positiv fiel die klare Artikulation auf. Der gesungene Text war gut zu verstehen, mitlesen im Programmheft beinahe überflüssig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fanny Hensel war bei den Solisten geizig</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Chor und Orchester bildeten eine harmonische Einheit, ausgewogen in der Lautstärke. Die Solisten glänzten allesamt in ihren Partien. <a href="https://www.ameliegorzellik.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Amelie Sophie Gorzellik</a> überzeugte mit ihrem glasklaren Sopran, Altistin <a href="https://www.nicoledellabona.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nicole Dellabona</a> mit samtenen Tönen, vor allem in den Tiefen. Tenor <a href="http://timoroessner.com/" type="link" id="http://timoroessner.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Timo Rößner</a> gestaltete seine schnelle und anspruchsvolle Arie &#8222;Ich bin elend und ohnmächtig&#8220; sicher und überaus lebendig. Bass <a href="https://www.konstantinheintel.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Konstantin Heintel</a> habe ich schon einmal 2010 gehört und war restlos begeistert von ihm. Auch diesmal hat mich seine Stimme, vor allem in den Tiefen, beeindruckt. Gern hätte ich von allen Solisten mehr gehört, aber Fanny Hensel hat ihnen leider nicht mehr Partien in ihre Kantaten geschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fanny Hensel hat dem Chor in ihren drei Kantaten wunderbare Musik komponiert. Vor allem der Trauerchor im Oratorium nach Bildern der Bibel sowie der Schlusschor ließen das Ensemble sein ganzes Können zeigen. Das zu Beginn gemäß dem Untertitel &#8222;Musik für die Toten der Cholera-Epidemie 1831&#8220; etwas schwermütige Werk schwingt sich musikalisch zum Ende zu einem Ausdruck der Hoffnung auf göttliche Erlösung auf. So ging dieser Konzertnachmittag mit einem tröstlichen Gefühl und lang anhaltendem Applaus zu Ende. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Werbung mithilfe der KI</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Walddörfer Kantorei ist in ihrer Organisation professionell aufgestellt. Kartenbestellung per Internet mit Platzwahl, Bezahlung per Kreditkarte. Und natürlich gehört für jeden Chor Werbung dazu. Ein Mitglied des Chores hat mithilfe von KI zwei Comics gebastelt und sie verteilt. Mal ein ganz neuer Weg, um Zuhörer anzulocken. Ich weiß, dass es funktioniert hat. Warum also nicht auch solche Wege gehen?</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="466" height="700" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Hensel.jpg" alt="KI-generiertes Werbeplakat für das Konzert mit Werken von Fanny Hensel." class="wp-image-14704" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Hensel.jpg 466w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Hensel-100x150.jpg 100w" sizes="(max-width: 466px) 100vw, 466px" /><figcaption class="wp-element-caption">KI-generierte Werbung für das Konzert mit Werken von Fanny Hensel.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es war mein zweiter Konzertbesuch binnen einer Woche. Gerade erst habe ich die <a href="https://pyrolim.de/pyropro/grosses-konzerterlebnis-die-3-sinfonie-von-gustav-mahler-von-laien-gespielt/" type="post" id="14684" target="_blank" rel="noreferrer noopener">3. Sinfonie von Gustav Mahler in Hamburg</a> gehört. Es war ein großes Erlebnis, ebenso wie das Konzert in St. Aegidien. Zu der Kirche habe ich zudem eine besondere Verbindung. Auf den Tag genau 28 Jahre vor dem Lübecker Konzert sind wir in der Kirche getraut worden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/fanny-hensel-drei-kantaten-und-eine-verbeugung/">Fanny Hensel: Drei Kantaten und eine Verbeugung</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Eine Orgel wird gereinigt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2025 17:49:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Orgelbauer Andreas Kulitza vor der offenen Orgel der St.-Johannes-Kirche." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Einmal fegen und feucht durchwischen ist nicht. Wenn eine Orgel gereinigt werden muss, ist das nicht nur ein erheblicher Aufwand, sondern auch ein Fall für Spezialisten. Die St.-Johannes-Kirche in Lübeck-Kücknitz ist gerade erst aufwendig erneuert worden. Nach den Bauarbeiten, die trotz aller Vorsicht doch einigen Staub aufwirbelten, war es an der Zeit, die Kleuker-Orgel zu überholen. „Normalerweise wird eine Orgel alle 25-30 Jahre generalgereinigt“, sagt Kirchenmusiker Norbert Drechsler. Für die Kücknitzer Orgel ist es das erste Mal, dass sie seit ihrer Inbetriebnahme vor 47 Jahren gereinigt wird. Noch sind die Arbeiten nicht ganz abgeschlossen, aber zu Weihnachten soll die Orgel wieder erklingen. Deshalb legte Orgelbauer Andreas Kulitza (Foto) von der Orgelbaufirma Rudolf von Beckerath aus Hamburg am zweiten Adventssonntag eine Sonderschicht ein. Schließlich muss der Zeitrahmen eingehalten werden, berichtet er. Orgel mit 1558 Pfeifen Bei der Kücknitzer Orgel mussten 1558 Pfeifen ausgebaut, einzeln von Schmutz befreit und erst mal gut geordnet auf der Empore abgelegt werden. Denn das Putzen beschränkt sich keineswegs auf die Pfeifen. Auch die Windlade wird – flapsig ausgedrückt – abgestaubt. Bälge müssen nach so langer Zeit ersetzt werden, da das Material brüchig wird, erläutert Kulitza weiter. Ohne diese Bälge kein Wind, ohne Wind kein Orgelton. Gefertigt werden die Bälge aus Gummituch, ein Lederersatz aus mit Gummi belegtem Gewebe, wie Kulitza weiter erklärt. Das ist heutzutage das Material der Wahl. Im Verlauf der Reinigung ist auch die Elektronik der Orgel überarbeitet worden. Und sie hat eine Setzeranlage bekommen, mit der sich Registrierungen programmieren lassen. Die Register-Tasten – keine Züge &#8211; sind bei der Kücknitzer Orgel über dem obersten Manual eingebaut. Aus gutem Grund. Die Orgel ist nach den Bedürfnissen des damaligen Kirchenmusikers Berthold Mindner gebaut worden. Als Kriegsversehrter hatte er nur einen Arm, was seinem Orgelspiel aber nicht anzuhören war. Norbert Drechsler spielt die Kücknitzer Orgel seit 1990. Dass sie jetzt mal aufpoliert werden musste, war bereits seit einiger Zeit klar. „Als Spieler merkt man, dass einzelne Pfeifen nicht mehr richtig ansprechen; die Tastatur ist ausgeleiert und ungleichmäßig“, sagt Drechsler. Orgelbauer Kulitza hat die Orgel komplett auseinander genommen und baut sie gerade wieder zusammen. Lagen irgendwo im Inneren tote Mäuse? Eine war da, berichtet Drechsler. Kubitza hat keine entdeckt. „Hier haben wir keine Überraschungen erlebt.“ Es komme aber durchaus vor, dass er in Orgelpfeifen tote Tiere findet, häufiger Fledermäuse als Mäuse und manchmal Vögel. Die langen Rohre seien zu glatt, die Tiere könnten sich, einmal hineingefallen, nicht wieder nach oben hangeln. Und auch nicht hinausfliegen. So sterben sie, vertrocknen, und irgendwann werden sie bei einer Orgel-Reinigung gefunden. Orgelreinigung kostet 70.000 Euro Für die Orgelreinigung musste die Kirchengemeinde eine ganze Menge Geld aufbringen. Sie kostet knapp 70.000 Euro. Nach Angaben von Pastor Albrecht Martins hat der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg zugesagt, das Projekt mit 30 Prozent der Kosten, etwa 21.000 Euro, zu bezuschussen. Der Kirchengemeinderat hat beschlossen, rund 35.000 Euro aus Rücklagen der Gemeinde dafür umzuwidmen. Knapp 15.000 Euro sind bisher durch Spenden und Kollekten zusammen gekommen, darunter 13 Spenden zwischen 200 und 1000 Euro. Einen kleinen Teil davon hat der Chor mit einem Flohmarkt erwirtschaftet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/eine-orgel-wird-gereinigt/">Eine Orgel wird gereinigt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Orgelbauer Andreas Kulitza vor der offenen Orgel der St.-Johannes-Kirche." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgel1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Einmal fegen und feucht durchwischen ist nicht. Wenn eine Orgel gereinigt werden muss, ist das nicht nur ein erheblicher Aufwand, sondern auch ein Fall für Spezialisten.</p>



<span id="more-14495"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Die St.-Johannes-Kirche in Lübeck-Kücknitz ist gerade erst <a href="https://kirchekuecknitz.de/project/st-johannes/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">aufwendig erneuert worden</a>. Nach den Bauarbeiten, die trotz aller Vorsicht doch einigen Staub aufwirbelten, war es an der Zeit, die Kleuker-Orgel zu überholen. „Normalerweise wird eine Orgel alle 25-30 Jahre generalgereinigt“, sagt Kirchenmusiker Norbert Drechsler. Für die Kücknitzer Orgel ist es das erste Mal, dass sie seit ihrer Inbetriebnahme vor 47 Jahren gereinigt wird. Noch sind die Arbeiten nicht ganz abgeschlossen, aber zu Weihnachten soll die Orgel wieder erklingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb legte Orgelbauer Andreas Kulitza (Foto) von der <a href="https://www.beckerath.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Orgelbaufirma Rudolf von Beckerath aus Hamburg</a> am zweiten Adventssonntag eine Sonderschicht ein. Schließlich muss der Zeitrahmen eingehalten werden, berichtet er.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Orgel mit 1558 Pfeifen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Kücknitzer Orgel mussten 1558 Pfeifen ausgebaut, einzeln von Schmutz befreit und erst mal gut geordnet auf der Empore abgelegt werden. Denn das Putzen beschränkt sich keineswegs auf die Pfeifen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgelleer.jpg" alt="Ausgebaute Pfeifen der Orgel liegen auf der Empore." class="wp-image-14498" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgelleer.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgelleer-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Orgelleer-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ausgebaute Pfeifen der Orgel liegen auf der Empore. Foto: Norbert Drechsler</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Windlade wird – flapsig ausgedrückt – abgestaubt. Bälge müssen nach so langer Zeit ersetzt werden, da das Material brüchig wird, erläutert Kulitza weiter. Ohne diese <a href="https://blog.walcker.com/?p=788" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bälge</a> kein Wind, ohne Wind kein Orgelton. Gefertigt werden die Bälge aus Gummituch, ein Lederersatz aus mit Gummi belegtem Gewebe, wie Kulitza weiter erklärt. Das ist heutzutage das Material der Wahl.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlauf der Reinigung ist auch die Elektronik der Orgel überarbeitet worden. Und sie hat eine Setzeranlage bekommen, mit der sich Registrierungen programmieren lassen. Die Register-Tasten – keine Züge &#8211; sind bei der Kücknitzer Orgel über dem obersten Manual eingebaut. Aus gutem Grund. Die Orgel ist nach den Bedürfnissen <a href="https://pyrolim.de/pyropro/100-jahre-st-johannes-chor-eine-ausstellung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">des damaligen Kirchenmusikers Berthold Mindner</a> gebaut worden. Als Kriegsversehrter hatte er nur einen Arm, was seinem Orgelspiel aber nicht anzuhören war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Norbert Drechsler spielt die Kücknitzer Orgel seit 1990. Dass sie jetzt mal aufpoliert werden musste, war bereits seit einiger Zeit klar. „Als Spieler merkt man, dass einzelne Pfeifen nicht mehr richtig ansprechen; die Tastatur ist ausgeleiert und ungleichmäßig“, sagt Drechsler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Orgelbauer Kulitza hat die Orgel komplett auseinander genommen und baut sie gerade wieder zusammen. Lagen irgendwo im Inneren tote Mäuse? Eine war da, berichtet Drechsler. Kubitza hat keine entdeckt. „Hier haben wir keine Überraschungen erlebt.“ Es komme aber durchaus vor, dass er in Orgelpfeifen tote Tiere findet, häufiger Fledermäuse als Mäuse und manchmal Vögel. Die langen Rohre seien zu glatt, die Tiere könnten sich, einmal hineingefallen, nicht wieder nach oben hangeln. Und auch nicht hinausfliegen. So sterben sie, vertrocknen, und irgendwann werden sie bei einer Orgel-Reinigung gefunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Orgelreinigung kostet 70.000 Euro</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Orgelreinigung musste die Kirchengemeinde eine ganze Menge Geld aufbringen. Sie kostet knapp 70.000 Euro. Nach Angaben von Pastor Albrecht Martins hat der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg zugesagt, das Projekt mit 30 Prozent der Kosten, etwa 21.000 Euro, zu bezuschussen. Der Kirchengemeinderat hat beschlossen, rund 35.000 Euro aus Rücklagen der Gemeinde dafür umzuwidmen. Knapp 15.000 Euro sind bisher durch Spenden und Kollekten zusammen gekommen, darunter 13 Spenden zwischen 200 und 1000 Euro. Einen kleinen Teil davon hat der Chor <a href="https://pyrolim.de/pyropro/design-der-80er-fuer-den-kirchenflohmarkt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mit einem Flohmarkt </a>erwirtschaftet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/eine-orgel-wird-gereinigt/">Eine Orgel wird gereinigt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Weihnachtslieder und ein Komponist namens Hosianna</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Dec 2022 10:32:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="517" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/baum.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/baum.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/baum-150x96.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Heute singt unser Chor ein Weihnachtskonzert. Bekannte Weihnachtslieder sind dabei, aber eben nicht nur in der Form, die viele kennen. So mancher Komponist hat sich dieser Lieder angenommen und etwas Neues, sehr schönes daraus gemacht. Etwa aus &#8222;Tochter Zion&#8220; oder &#8222;Es ist ein Ros&#8216; entsprungen&#8220;. Und es gibt einige schöne neue Kompositionen. Gerade der entsprungene Ros&#8216; hat offenbar viele Komponisten dazu bewogen, aus der recht schlichten Melodie etwas Kunstvolles zu machen. Etwa Donald Cashmore, der den Satz von Praetorius (1571-1621) genommen und ihn zu einem wunderbaren neuen Stück Musik arrangiert hat. Voran stellen wir den Kanon von Melchior Vulpius (1570-1615) über das Ros&#8216;. &#8222;Tochter Zion&#8220; gehört zu den beliebtesten Weihnachtsliedern überhaupt, ebenso wie &#8222;O du fröhliche&#8220;. Die Lieder wirken für sich, zugegeben. Aber es gibt wunderbare Oberstimmen beziehungsweise Choreinwürfe zu beiden Liedern, komponiert von Hans Georg Pflüger (1944-1999). Über die Tochter Zions hat er noch eine tolle Bläserstimme gelegt. Über die Weihnachtshymne von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) müssen wir gar nicht reden, die ist toll wie alles von Mendelssohn. Dann sind da noch die Engländer, die so schöne Chorsätze geschrieben haben, von denen viele im Butz-Verlag erschienen sind. Auf dem Programm steht heute der Christmas Carol für Chor und Orgel von Robert Jones (*1945) und das Wiegenlied &#8222;Christmas Lullaby&#8220; von John Rutter (*1945). Eine schöne Schnulze. Aber sind das nicht die meisten Weihnachtslieder? Ergänzt wird unser Programm heute durch weitere Chor- und Bläsersätze sowie Orgelmusik. Nur mein geliebter Meister Eccard ist diesmal nicht dabei. Wer zuhören möchte und in der Nähe von Lübeck wohnt: Beginn ist am heutigen Sonntag, 18. Dezember, 17 Uhr, in der Kirche St.-Johannes Lübeck-Kücknitz. Schöner Spitzname für einen Weihnachtslieder-Komponisten Nun sei noch der Komponist namens Hosianna aufgelöst. Der heißt natürlich nicht wirklich so, sondern Lukas Osiander (1534-1604). Von ihm singen wir den Satz &#8222;Nun komm, der Heiden Heiland&#8220;. Mir wird er auf ewig unvergesslich bleiben, weil sich sein Name so schön von Osiander auf Hosianna verballhornen lässt. Lukas oder Lucas, auch diese Schreibweise kommt vor, darf übrigens nicht verwechselt werden mit seinem Sohn gleichen Namens, Lucas Osiander der Jüngere.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/weihnachtslieder-und-ein-komponist-namens-hosianna/">Weihnachtslieder und ein Komponist namens Hosianna</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="517" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/baum.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/baum.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/baum-150x96.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p class="wp-block-paragraph">Heute singt unser Chor ein Weihnachtskonzert. Bekannte Weihnachtslieder sind dabei, aber eben nicht nur in der Form, die viele kennen. So mancher Komponist hat sich dieser Lieder angenommen und etwas Neues, sehr schönes daraus gemacht. Etwa aus &#8222;Tochter Zion&#8220; oder &#8222;Es ist ein Ros&#8216; entsprungen&#8220;. Und es gibt einige schöne neue Kompositionen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Gerade der entsprungene Ros&#8216; hat offenbar viele Komponisten dazu bewogen, aus der recht schlichten Melodie etwas Kunstvolles zu machen. Etwa Donald Cashmore, der den Satz von Praetorius (1571-1621) genommen und ihn zu einem wunderbaren neuen Stück Musik arrangiert hat. Voran stellen wir den Kanon von Melchior Vulpius (1570-1615) über das Ros&#8216;.</p>



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<iframe loading="lazy" title="Michael Praetorius / arr. Donald Cashmore: Es ist ein Ros&#039; entsprungen -- Coro Dalakopen" width="960" height="720" src="https://www.youtube.com/embed/2_VpW9vtJYE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Tochter Zion&#8220; gehört zu den beliebtesten Weihnachtsliedern überhaupt, ebenso wie &#8222;O du fröhliche&#8220;. Die Lieder wirken für sich, zugegeben. Aber es gibt wunderbare Oberstimmen beziehungsweise Choreinwürfe zu beiden Liedern, komponiert von <a href="https://www.hans-georg-pflueger.de/index.php?pg=kurzbiographie" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hans Georg Pflüger</a> (1944-1999). Über die Tochter Zions hat er noch eine tolle Bläserstimme gelegt.</p>



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<iframe loading="lazy" title="Tochter Zion, freue dich" width="960" height="720" src="https://www.youtube.com/embed/PD2RHvb2sO4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Über die Weihnachtshymne von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) müssen wir gar nicht reden, die ist toll wie alles von Mendelssohn. Dann sind da noch die Engländer, die so schöne Chorsätze geschrieben haben, von denen viele im <a href="https://pyrolim.de/pyropro/trueffelschwein-der-kirchenmusik-der-notenverlag-dr-j-butz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Butz-Verlag erschienen sind</a>. Auf dem Programm steht heute der Christmas Carol für Chor und Orgel von Robert Jones (*1945) und das Wiegenlied &#8222;Christmas Lullaby&#8220; von John Rutter (*1945). </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Christmas Lullaby - John Rutter, The Cambridge Singers, City of London Sinfonia" width="960" height="540" src="https://www.youtube.com/embed/mdWOF7u624U?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Eine schöne Schnulze. Aber sind das nicht die meisten Weihnachtslieder? Ergänzt wird unser Programm heute durch weitere Chor- und Bläsersätze sowie Orgelmusik. Nur mein <a href="https://pyrolim.de/pyropro/der-vergessene-komponist/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">geliebter Meister Eccard</a> ist diesmal nicht dabei. Wer zuhören möchte und in der Nähe von Lübeck wohnt: Beginn ist am heutigen Sonntag, 18. Dezember, 17 Uhr, in der Kirche St.-Johannes Lübeck-Kücknitz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schöner Spitzname für einen Weihnachtslieder-Komponisten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nun sei noch der Komponist namens Hosianna aufgelöst. Der heißt natürlich nicht wirklich so, sondern Lukas Osiander (1534-1604). Von ihm singen wir den Satz &#8222;Nun komm, der Heiden Heiland&#8220;. Mir wird er auf ewig unvergesslich bleiben, weil sich sein Name so schön von Osiander auf Hosianna verballhornen lässt. Lukas oder Lucas, auch diese Schreibweise kommt vor, darf übrigens nicht verwechselt werden mit seinem Sohn gleichen Namens, Lucas Osiander der Jüngere.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Raselius/Osiander/Crüger - Nun komm, der Heiden Heiland (UniversitätsChor München)" width="960" height="540" src="https://www.youtube.com/embed/jSrl2MGtHcA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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		<title>Der vergessene Komponist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 08:58:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchenmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Klassische Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Maria muss eine durchtrainierte Frau gewesen sein. Noch in der Schwangerschaft unternahm sie anstrengende Märsche &#8211; durch den Dornwald und übers Gebirge. Vertont hat diese Gewalttouren der Komponist Johannes Eccard, der vor 400 Jahren starb. Heute ist er nur noch Kirchenmusikern und in Kirchenchören ein Begriff, für die breite Masse der Klassik-Hörer ist Eccard ein vergessener Komponist. Das hat er nicht verdient &#8222;Eccard fünfstimmig ist immer gut, das kann man unbesehen singen&#8220;, stellte unser Chorleiter gestern fest, und Recht hat er. Der Renaissance-Komponist hat so schöne Chorsätze geschrieben, dass das Singen und das Hören ein reines Vergnügen sind. Durchhörbar, zart, melodisch, einfach nur schön. Hörbeispiel: Übers Gebirg Maria geht Wer war dieser Johannes Eccard, der so innige Chorsätze schrieb? Geboren 1553 in Mühlhausen in Thüringen, war er Fuggerscher Organist in Augsburg, erster Hofkapellmeister in Königsberg und bis zu seinem Tod 1611 Leiter der kurfürstlichen Kantorei in Berlin. Hans Joachim Moser leitet in seiner 1958 veröffentlichten &#8222;Musikgeschichte in 100 Lebensbildern&#8220; das Kapitel über Eccard mit einem geschraubten Satz ein: &#8222;Bei Johannes Eccard hat sich der fast einmalige und tragische Fall ereignet, dass er durch die bestmeinende, nur damals notgedrungen aus sehr begrenzter Quellenkenntnis überschätzende Begeisterung eines hochverdienten Musikgelehrten des Vormärz, Frhn. Carl von Winterfeldt, zum Ruhm eines Großmeisters emporgelobt worden ist und heute &#8211; infolge des immer deutlicheren Hervortretens vieler gleichrangiger Meister um ihn her &#8211; noch nicht die geachtete Rolle als ,einer von mehreren&#8216; spielt.&#8220; Winterfeldt habe Eccard &#8222;nicht mit Unrecht&#8220; zur &#8222;Krone seines Zeitalters&#8220; erhoben. Krone hin oder her: Es lohnt sich auch heute, nach 400 Jahren, Eccard zu hören und zu singen. Ein zu Unrecht Vergessener. Selbst dass sich sein Todesdatum zum 400. Mal jährt, ist von der breiten Öffentlichkeit kaum registriert worden. Seine Geburtsstadt Mühlhausen in Thüringen ehrte ihn im Oktober mit einem Symposium, einer Ausstellung und einem Gottesdienst mit Musik von Eccard. Die musikalische Lebensreise des Johannes Eccard hat das Online-Kulturmagazin &#8222;Moment&#8220; nachgezeichnet. Wer mal in eine Eccard-Partitur schauen möchte: Der Carus-Verlag bietet eine Probepartitur online. In diesen Tage singen wieder viele Menschen in den Weihnachtsgottesdiensten oder Adventskonzerten &#8222;Übers Gebirg Maria geht&#8220;. Es ist der Klassiker von Johannes Eccard. Damit ist er unsterblich geworden &#8211; obwohl es kaum jemand weiß. Die &#8222;Krone seines Zeitalters&#8220; hat es verdient, wieder zu großem Glanz aufpoliert zu werden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Maria muss eine durchtrainierte Frau gewesen sein. Noch in der Schwangerschaft unternahm sie anstrengende Märsche &#8211; durch den Dornwald und übers Gebirge. Vertont hat diese Gewalttouren der Komponist Johannes Eccard, der vor 400 Jahren starb. Heute ist er nur noch Kirchenmusikern und in Kirchenchören ein Begriff, für die breite Masse der Klassik-Hörer ist Eccard ein vergessener Komponist. Das hat er nicht verdient<br />
<span id="more-1054"></span></p>
<p>&#8222;Eccard fünfstimmig ist immer gut, das kann man unbesehen singen&#8220;, stellte unser Chorleiter gestern fest, und Recht hat er. Der Renaissance-Komponist hat so schöne Chorsätze geschrieben, dass das Singen und das Hören ein reines Vergnügen sind. Durchhörbar, zart, melodisch, einfach nur schön.</p>
<p>Hörbeispiel: Übers Gebirg Maria geht</p>
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<p>Wer war dieser Johannes Eccard, der so innige Chorsätze schrieb? Geboren 1553 in Mühlhausen in Thüringen, war er Fuggerscher Organist in Augsburg, erster Hofkapellmeister in Königsberg und bis zu seinem Tod 1611 Leiter der kurfürstlichen Kantorei in Berlin. Hans Joachim Moser leitet in seiner 1958 veröffentlichten &#8222;Musikgeschichte in 100 Lebensbildern&#8220; das Kapitel über Eccard mit einem geschraubten Satz ein: &#8222;Bei Johannes Eccard hat sich der fast einmalige und tragische Fall ereignet, dass er durch die bestmeinende, nur damals notgedrungen aus sehr begrenzter Quellenkenntnis überschätzende Begeisterung eines hochverdienten Musikgelehrten des Vormärz, Frhn. Carl von Winterfeldt, zum Ruhm eines Großmeisters emporgelobt worden ist und heute &#8211; infolge des immer deutlicheren Hervortretens vieler gleichrangiger Meister um ihn her &#8211; noch nicht die geachtete Rolle als ,einer von mehreren&#8216; spielt.&#8220; Winterfeldt habe Eccard &#8222;nicht mit Unrecht&#8220; zur &#8222;Krone seines Zeitalters&#8220; erhoben.</p>
<p>Krone hin oder her: Es lohnt sich auch heute, nach 400 Jahren, Eccard zu hören und zu singen. Ein zu Unrecht Vergessener. Selbst dass sich sein Todesdatum zum 400. Mal jährt, ist von der breiten Öffentlichkeit kaum registriert worden. Seine Geburtsstadt Mühlhausen in Thüringen ehrte ihn im Oktober mit einem Symposium, einer <a href="http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Muehlhausen-erinnert-an-Komponisten-Johannes-Eccard-1420864244" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ausstellung</a> und einem Gottesdienst mit Musik von Eccard. Die <a href="http://www.momentmagazin.de/2011/06/06/die-musikalische-lebensreise-des-komponisten-johannes-eccard/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">musikalische Lebensreise </a> des Johannes Eccard hat das Online-Kulturmagazin &#8222;Moment&#8220; nachgezeichnet. Wer mal in eine Eccard-Partitur schauen möchte: Der <a href="http://www.carus-verlag.com/index.php3?BLink=Eccard" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Carus-Verlag</a> bietet eine Probepartitur online.</p>
<p>In diesen Tage singen wieder viele Menschen in den Weihnachtsgottesdiensten oder Adventskonzerten &#8222;Übers Gebirg Maria geht&#8220;. Es ist der Klassiker von Johannes Eccard. Damit ist er unsterblich geworden &#8211; obwohl es kaum jemand weiß. Die &#8222;Krone seines Zeitalters&#8220; hat es verdient, wieder zu großem Glanz aufpoliert zu werden.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="width: 120px; height: 240px;" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=httpwwwpyroli-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;asins=3704350141&amp;ref=tf_til&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;m=amazon&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=000000&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" width="320" height="240" frameborder="0"></iframe><br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/der-vergessene-komponist/">Der vergessene Komponist</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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