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	<title>Literatur Archive - Pyrolirium</title>
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	<title>Literatur Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>Tote Helden sind die besseren Helden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 08:52:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="1000" height="750" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Amundsen.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Denkmal für Roald Amundsen in Ny Alesund auf Spitzbergen" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Amundsen.jpg 1000w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Amundsen-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><p>Heute jährt sich zum 100. Mal die Großtat von Roald Amundsen (16. Juli 1872 &#8211; vermutlich 18. Juni 1928). Der Norweger erreichte in einem Wettlauf mit Robert Falcon Scott (6. Juni 1868 &#8211; 29. März 1912) als erster den geografischen Südpol. Die Geschichte ist seit 100 Jahren bekannt. Auch, dass der tote Scott postum den Sieger Amundsen ausstach. Und doch ist diese Geschichte wie so viele, deren Ausgang jeder kennt, immer wieder spannend und bewegend. Eine sehenswerte ZDF-Dokumentation &#8222;Wettlauf zum Südpol: Duell im ewigen Eis&#8220; von gestern Abend dokumentiert eindrucksvoll die Leistung und die Leiden der beiden Expeditionsteams und erliegt dabei ebenfalls dem Scott-Effekt. Auch seine Geschichte, die des Verlierers, nimmt viel mehr Raum in Anspruch als die des Siegers. Kein Wunder, liegt im Scheitern doch eine seltsame Faszination, zumal wenn das Scheitern mit dem Leben bezahlt werden muss. Das macht auch die Geschichte von Toni Kurz (13. Januar 1913 &#8211; 22. Juli 1936) so anrührend. Der Bergsteiger starb, an einem Seil über dem Abgrund hängend, in der Eiger-Nordwand, an dessen Erstbesteigung er scheiterte. Der Film &#8222;Nordwand&#8220; hat dieses Drama in bewegende Bilder gegossen. Und auch der große Erfolg der Titanic-Geschichten hat mit deren tödlichem Ausgang zu tun. Was fasziniert uns so an diesen tragischen Geschichten? Ist es das Wissen um das finale Drama? Wir sitzen warm und weich zu Hause auf dem Sofa und sehen, wie andere übermenschliche Leistungen vollbringen. Ohne Heizung wäre es natürlich viel realistischer. Ich erinnere mich an einen Kinonachmittag in meiner kleinen Heimatstadt, als ich das erste Mal &#8222;Doktor Schiwago&#8220; sah. Im Kino war die Heizung ausgefallen, es war bitterkalt. Und auf der Leinwand stemmte sich ein erschöpfter Omar Sharif in der Titelrolle gegen den eisigen Wind der Taiga. Der Kälte im Kino hätte es jedoch nicht bedurft, um diese Bilder spannend und atemberaubend zu finden. Sind tote Helden für Literatur, Film und Fernsehen also besser als überlebende Helden? Offenbar. Was mich an diesen Geschichten fasziniert, weiß ich. Ich versuche nachzufühlen, was diese Menschen in ihrer aussichtslosen Lage bewegt, Wann ist der Punkt gekommen, an dem sie wissen, dass es nicht weiter geht, dass sie ihr Abenteuer mit dem Leben bezahlen müssen? Wann geben sie es auf, sich gegen ihr Schicksal zu stemmen. Das macht auch die Faszination von Scotts Geschichte aus: Sein Tagebuch gibt beredt Aufschluss über die Leiden des Teams und über die Gefühle Scotts. Dass diese Aufzeichnungen gefunden wurde, gehört zu den Wundern, die diese Geschichte so einzigartig machen. Wären die Aufzeichnungen verschollen geblieben, wäre es Scott wohl so wie Amundsen gegangen. Denn auch der starb im ewigen Eis. Darin liegt eine ganz andere Tragik. Erst raubt ihm der tote Scott den größten Ruhm und die Hochachtung und dann bleibt Amundsens Tod im Eis ein ewiges Rätsel. 1928 bricht er mit einem Flugboot von Ny Alesund auf Spitzbergen aus auf, um seinen Freund, den mit einem Luftschiff abgestürzten Italiener Umberto Nobile, zu retten. Seitdem ist Amundsen verschollen, ebenso wie sein Flugzeug. Und mit ihm mögliche Aufzeichnungen über die letzten Tage des großen Entdeckers. Ein Denkmal erinnert heute auf Ny Alesund an Amundsens letzte Reise (Foto oben). Scott und Amundsen &#8211; beide starben im ewigen Eis, der eine in der Antarktis, der andere in der Arktis. Doch nur einer wurde durch seinen Tod berühmt. Dazu eine Leseempfehlung von meinem Twitter-Freund @rheumatologe: Roald Amundsen: Die Eroberung des Südpols. J.F. Lehmann, München 1912</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/tote-helden-sind-die-besseren-helden/">Tote Helden sind die besseren Helden</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1000" height="750" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Amundsen.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Denkmal für Roald Amundsen in Ny Alesund auf Spitzbergen" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Amundsen.jpg 1000w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Amundsen-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><p>Heute jährt sich zum 100. Mal die Großtat von Roald Amundsen (16. Juli 1872 &#8211; vermutlich 18. Juni 1928). Der Norweger erreichte in einem Wettlauf mit Robert Falcon Scott (6. Juni 1868 &#8211; 29. März 1912) als erster den geografischen Südpol. Die Geschichte ist seit 100 Jahren bekannt. Auch, dass der tote Scott postum den Sieger Amundsen ausstach. Und doch ist diese Geschichte wie so viele, deren Ausgang jeder kennt, immer wieder spannend und bewegend.<br />
<span id="more-1048"></span><br />
Eine sehenswerte ZDF-Dokumentation <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1518312/Wettlauf-zum-Suedpol-Duell-im-ewigen-Eis#/beitrag/video/1518312/Wettlauf-zum-Suedpol-Duell-im-ewigen-Eis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Wettlauf zum Südpol: Duell im ewigen Eis&#8220;</a> von gestern Abend dokumentiert eindrucksvoll die Leistung und die Leiden der beiden Expeditionsteams und erliegt dabei ebenfalls dem Scott-Effekt. Auch seine Geschichte, die des Verlierers, nimmt viel mehr Raum in Anspruch als die des Siegers. Kein Wunder, liegt im Scheitern doch eine seltsame Faszination, zumal wenn das Scheitern mit dem Leben bezahlt werden muss. Das macht auch die Geschichte von Toni Kurz (13. Januar 1913 &#8211; 22. Juli 1936) so anrührend. Der Bergsteiger starb, an einem Seil über dem Abgrund hängend, in der Eiger-Nordwand, an dessen Erstbesteigung er scheiterte. Der Film <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nordwand_%28Film%29" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Nordwand&#8220;</a> hat dieses Drama in bewegende Bilder gegossen. Und auch der große Erfolg der Titanic-Geschichten hat mit deren tödlichem Ausgang zu tun.</p>
<p>Was fasziniert uns so an diesen tragischen Geschichten? Ist es das Wissen um das finale Drama? Wir sitzen warm und weich zu Hause auf dem Sofa und sehen, wie andere übermenschliche Leistungen vollbringen. Ohne Heizung wäre es natürlich viel realistischer. Ich erinnere mich an einen Kinonachmittag in meiner kleinen Heimatstadt, als ich das erste Mal &#8222;Doktor Schiwago&#8220; sah. Im Kino war die Heizung ausgefallen, es war bitterkalt. Und auf der Leinwand stemmte sich ein erschöpfter Omar Sharif in der Titelrolle gegen den eisigen Wind der Taiga. Der Kälte im Kino hätte es jedoch nicht bedurft, um diese Bilder spannend und atemberaubend zu finden.</p>
<p>Sind tote Helden für Literatur, Film und Fernsehen also besser als überlebende Helden? Offenbar. Was mich an diesen Geschichten fasziniert, weiß ich. Ich versuche nachzufühlen, was diese Menschen in ihrer aussichtslosen Lage bewegt, Wann ist der Punkt gekommen, an dem sie wissen, dass es nicht weiter geht, dass sie ihr Abenteuer mit dem Leben bezahlen müssen? Wann geben sie es auf, sich gegen ihr Schicksal zu stemmen. Das macht auch die Faszination von Scotts Geschichte aus: Sein Tagebuch gibt beredt Aufschluss über die Leiden des Teams und über die Gefühle Scotts. Dass diese Aufzeichnungen gefunden wurde, gehört zu den Wundern, die diese Geschichte so einzigartig machen. Wären die Aufzeichnungen verschollen geblieben, wäre es Scott wohl so wie Amundsen gegangen.</p>
<p>Denn auch der starb im ewigen Eis. Darin liegt eine ganz andere Tragik. Erst raubt ihm der tote Scott den größten Ruhm und die Hochachtung und dann bleibt Amundsens Tod im Eis ein ewiges Rätsel. 1928 bricht er mit einem Flugboot von<a href="http://wp.me/P1J2oJ-hu" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Ny Alesund</a> auf Spitzbergen aus auf, um seinen Freund, den mit einem Luftschiff abgestürzten Italiener Umberto Nobile, zu retten. Seitdem ist Amundsen verschollen, ebenso wie sein Flugzeug. Und mit ihm mögliche Aufzeichnungen über die letzten Tage des großen Entdeckers. Ein Denkmal erinnert heute auf Ny Alesund an Amundsens letzte Reise (Foto oben).</p>
<p>Scott und Amundsen &#8211; beide starben im ewigen Eis, der eine in der Antarktis, der andere in der Arktis. Doch nur einer wurde durch seinen Tod berühmt.</p>
<p>Dazu eine Leseempfehlung von meinem Twitter-Freund <a href="http://twitter.com/Rheumatologe" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@rheumatologe</a>: Roald Amundsen: Die Eroberung des Südpols. J.F. Lehmann, München 1912</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/tote-helden-sind-die-besseren-helden/">Tote Helden sind die besseren Helden</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Der Fluch des Smartphones</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 08:04:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin spät dran. Wie meistens. Aber jetzt ist es immerhin soweit. Ich nenne ein Smartphone mein eigen. So etwas Tolles. Aber damit tut sich ein riesiges Problem auf. Ich habe noch viel mehr zu lesen als bisher und kann gar nicht mehr all das lesen, was ich lesen will. Abgesehen von allem anderen, was dieses Smartphone kann, hat es auch &#8211; via App eingespielt &#8211; einen Feedreader. Und da drauf sind alle meine Lieblingsblogs. Viele über Fotografie, viele über Journalismus, ein paar über Politik und ganz, ganz viele über Sprache und über Literatur. Die Blogs, die ich mir ausgesucht habe, glänzen mit guter Schreibe, wie wir Journalisten das nennen. Alle Autoren beherrschen die deutsche Rechtschreibung und Grammatik, die Zeichensetzung schon sowieso, und die meisten schreiben einen Stil, der das Lesen zum Vergnügen macht. Und das zu genießen ist jetzt so einfach. Ich muss nicht mehr den Rechner hochfahren (zugegeben: Ich verfüge noch nicht über ein Notebook oder über einen Laptop). Ich kann mich jetzt gemütlich aufs Sofa kuscheln und mich durch all die schönen Blogs lesen. Und vor allem durch alle die wunderschönen Texte zu offenbar noch schöneren Büchern. Dumm nur: Wann soll ich denn diese Bücher lesen? Dafür habe ich jetzt gar keine Zeit mehr. Das Smartphone als Zeitfresser, na klasse. Aber immerhin als vergnüglicher Zeitfresser. Wobei sich mir dabei noch eine ganz andere Frage stellt. Wann lesen denn die Autoren der Blogs die Bücher, über die sie schreiben? Viele von denen sind sehr fleißig. Sie schreiben viel, und das über Themen, eben über Bücher, die ausgiebiges Lesen voraussetzen. Ich gehe nicht davon aus, dass alle diese Blogautoren hauptberuflich bloggen, keine Familie haben, keine anderen Hobbys, keine Verpflichtungen. Wann machen die das? Liebe Blogger, vor allem liebe Literaturblogger: Verratet mir bitte, wie Ihr das alles schafft. Vielleicht mache ich ja etwas falsch, dass ich erstens vor lauter Lesen nicht zum Lesen komme und zweitens neben Job, Familie und Hobbies nur zwei Mal die Woche etwas für dieses, mein blaues Blog, niederschreiben kann. Ich nehme gern Geheimrezepte für Zeitmanagement entgegen.Bis die eintreffen, ziehe ich mich dann noch mal mit meinem schönen neuen Smartphone in die Kuschelecke zurück. Man liest sich. Das Thema beschäftigt auch andere. Die Technik &#8222;is a Hund&#8220;: baumdaemon.wordpress.com/2011/10/19/die-technik-is-a-hund-oder-wie-sie-sich-als-zeitfresser-erweist/ Smartphone &#8211; Fluch oder Segen? www.haushalt-und-multimedia.at/handy-telefonie/smartphones-fluch-oder-segen/</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/der-fluch-des-smartphones/">Der Fluch des Smartphones</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin spät dran. Wie meistens. Aber jetzt ist es immerhin soweit. Ich nenne ein Smartphone mein eigen. So etwas Tolles. Aber damit tut sich ein riesiges Problem auf. Ich habe noch viel mehr zu lesen als bisher und kann gar nicht mehr all das lesen, was ich lesen will.<br />
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Abgesehen von allem anderen, was dieses Smartphone kann, hat es auch &#8211; via App eingespielt &#8211; einen Feedreader. Und da drauf sind alle meine Lieblingsblogs. Viele über Fotografie, viele über Journalismus, ein paar über Politik und ganz, ganz viele über Sprache und über Literatur. Die Blogs, die ich mir ausgesucht habe, glänzen mit guter Schreibe, wie wir Journalisten das nennen. Alle Autoren beherrschen die deutsche Rechtschreibung und Grammatik, die Zeichensetzung schon sowieso, und die meisten schreiben einen Stil, der das Lesen zum Vergnügen macht. Und das zu genießen ist jetzt so einfach. Ich muss nicht mehr den Rechner hochfahren (zugegeben: Ich verfüge noch nicht über ein Notebook oder über einen Laptop). Ich kann mich jetzt gemütlich aufs Sofa kuscheln und mich durch all die schönen Blogs lesen. Und vor allem durch alle die wunderschönen Texte zu offenbar noch schöneren Büchern. Dumm nur: Wann soll ich denn diese Bücher lesen? Dafür habe ich jetzt gar keine Zeit mehr. Das Smartphone als Zeitfresser, na klasse. Aber immerhin als vergnüglicher Zeitfresser.</p>
<p>Wobei sich mir dabei noch eine ganz andere Frage stellt. Wann lesen denn die Autoren der Blogs die Bücher, über die sie schreiben? Viele von denen sind sehr fleißig. Sie schreiben viel, und das über Themen, eben über Bücher, die ausgiebiges Lesen voraussetzen. Ich gehe nicht davon aus, dass alle diese Blogautoren hauptberuflich bloggen, keine Familie haben, keine anderen Hobbys, keine Verpflichtungen. Wann machen die das?</p>
<p>Liebe Blogger, vor allem liebe Literaturblogger: Verratet mir bitte, wie Ihr das alles schafft. Vielleicht mache ich ja etwas falsch, dass ich erstens vor lauter Lesen nicht zum Lesen komme und zweitens neben Job, Familie und Hobbies nur zwei Mal die Woche etwas für dieses, mein blaues Blog, niederschreiben kann. Ich nehme gern Geheimrezepte für Zeitmanagement entgegen.Bis die eintreffen, ziehe ich mich dann noch mal mit meinem schönen neuen Smartphone in die Kuschelecke zurück. Man liest sich.</p>
<p>Das Thema beschäftigt auch andere.</p>
<p>Die Technik &#8222;is a Hund&#8220;:</p>
<p><a href="http://baumdaemon.wordpress.com/2011/10/19/die-technik-is-a-hund-oder-wie-sie-sich-als-zeitfresser-erweist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">baumdaemon.wordpress.com/2011/10/19/die-technik-is-a-hund-oder-wie-sie-sich-als-zeitfresser-erweist/</a></p>
<p>Smartphone &#8211; Fluch oder Segen?</p>
<p><a href="http://www.haushalt-und-multimedia.at/handy-telefonie/smartphones-fluch-oder-segen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.haushalt-und-multimedia.at/handy-telefonie/smartphones-fluch-oder-segen/</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://vg09.met.vgwort.de/na/8d95901f915f482f94ee0372cbca34c5" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Kahlschlag im Bücherregal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 09:25:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1300" height="584" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buchregal.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buchregal.jpg 1300w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buchregal-300x134.jpg 300w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buchregal-1024x460.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1300px) 100vw, 1300px" /><p>Ich hab&#8217;s getan: Eine ganze blaue Altpapiertonne voller Bücher entsorgt. Ich gebe zu, es ist mir halbschwer gefallen. Mit dem großen Kahlschlag im Bücherregal hat ich einen Schritt gemacht, den ich noch vor 30 Jahren für unmöglich gehalten hätte. Bücher wegwerfen? Niemals! Das habe ich als junge Frau und begeisterte Leserin und Bücherliebhaberin einer damals 70-jährigen Pastorin aus Neumünster zugerufen, die mich sehr beeindruckt hat. Sie war ungeheuer belesen, ungeheuer gebildet und es war ein Vergnügen, sich mit ihr zu unterhalten. Dabei hat sie mir eines Tages in ihrem bis unter die Decken mit Büchern vollgestopften Wohnzimmer erzählt, sie werfe in regelmäßigen Abständen Bücher weg. Das war für mich damals undenkbar, zumal jedes Buch teuer und mir lieb und teuer war. Ich kann mich daran erinnern, dass ich als 14-Jährige mein gesamtes Erspartes &#8211; 98 Mark &#8211; für ein einziges Buch ausgegeben habe. Ein Kunstgeschichte mit vielen farbigen Bildern, die ich bis heute als eines meiner wertvollsten Stücke hüte. Ich war ein Buchladen-Junkie. Ich konnte an keiner Buchhandlung vorbeigehen, ohne etwas zu kaufen. Das habe ich mir spätestens nach dem fünften Umzug abgewöhnt. Heute hole ich mir die Lese-Bücher und auch so manches Fachbuch aus der Bücherei, weil der Platz in den Regalen begrenzt ist. Nur für Bildbände und besondere Bücher gebe ich noch Geld und Platz aus. Doch selbst für die wenigen Exemplare, die ich noch kaufe, reichte der Platz nicht mehr. Alles vollgestopft, denn von lieb gewordenen Werken kann ich mich bis heute nicht trennen. Und das sind viele. Deshalb war es Zeit für einen Kahlschlag im Bücherregal, zumal der Vorbesitzer unseres Hauses einige laufende Meter Bücher zurückgelassen hatte. Darunter viele Exemplare, Buchclub-Ausgaben von Bestsellern der 70er und 80er von Simmel bis Konsalik, die nicht mal mehr das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt wurden. Also ran ans große Aussortieren: Alles, was eine ISBN-Nummer hat auf den einen Stapel, alles ohne, und das war viel, ab in die Papiertonne. Was für ein Gefühl der Erleichterung! Alles mit ISBN-Nummer und dazu ein paar CDs und Computerspiele und Bücher, die meine Tochter nicht mehr haben wollte, habe ich auf momox.de eingegeben und verkauft. Ergebnis: 113 Medien, vor allem Bücher, haben 39,96 Euro eingebracht. Besonderen Spaß habe ich dabei daran gehabt, zu schätzen, welcher Titel etwas bringt und welcher nicht. Meistens lag ich daneben. Die besten Erlöse: Das Haus. House of Leaves von Mark Z. Danielewski: 3,38 Euro Der Englisch-Duden. Erste Wörter &#8211; kleine Sätze. Vor- und Grundschule. (Lernmaterialien) von Ute Müller-Wolfangel: 1,45 Euro Das Apfelmäuschen von Ulrich Thomas: 1,56 Euro Computerspiel 5 Freunde 4 &#8211; Gefährliche Entdeckung von Ravensburger:13,40 Euro Die wider Erwarten minimalen Erlöse: Der Zauberberg. Roman. von Thomas Mann: 0,01 Euro Ein Mann. Roman. von Oriana Fallaci: 0,01 Euro Die Gaukler Gottes von Morris L. West:0,01 Euro Das goldene Notizbuch von Doris Lessing: 0,01 Euro Verkauf angemeldet, kostenloses Abholen angekreuzt, vom Höker nebenan Bananenkartons geholt, Bücher eingepackt. Pünktlich wie angemeldet wurden sie abgeholt und das Geld überwiesen. Und im Bücherregal ist auch wieder Platz. Zum Glück. Denn ich bin gerade mal wieder rückfällig geworden und habe einen wunderbaren Bildband gekauft: Gartenkunst in Europa &#8211; von der Antike bis zur Gegenwart. www.momox.de Wie schön es sich mit Büchern wohnen lässt, zeigt diese wunderbare Fotosammlung: http://wo-buecher-wohnen.tumblr.com/</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/kahlschlag-im-buecherregal/">Kahlschlag im Bücherregal</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1300" height="584" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buchregal.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buchregal.jpg 1300w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buchregal-300x134.jpg 300w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Buchregal-1024x460.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1300px) 100vw, 1300px" /><p>Ich hab&#8217;s getan: Eine ganze blaue Altpapiertonne voller Bücher entsorgt. Ich gebe zu, es ist mir halbschwer gefallen. Mit dem großen Kahlschlag im Bücherregal hat ich einen Schritt gemacht, den ich noch vor 30 Jahren für unmöglich gehalten hätte.</p>
<p><span id="more-814"></span></p>
<p>Bücher wegwerfen? Niemals! Das habe ich als junge Frau und begeisterte Leserin und Bücherliebhaberin einer damals 70-jährigen Pastorin aus Neumünster zugerufen, die mich sehr beeindruckt hat. Sie war ungeheuer belesen, ungeheuer gebildet und es war ein Vergnügen, sich mit ihr zu unterhalten. Dabei hat sie mir eines Tages in ihrem bis unter die Decken mit Büchern vollgestopften Wohnzimmer erzählt, sie werfe in regelmäßigen Abständen Bücher weg. Das war für mich damals undenkbar, zumal jedes Buch teuer und mir lieb und teuer war. Ich kann mich daran erinnern, dass ich als 14-Jährige mein gesamtes Erspartes &#8211; 98 Mark &#8211; <a href="https://pyrolim.de/buchsouvenir/buchsouvenir-kunstgeschichte-mit-luecken/">für ein einziges Buch</a> ausgegeben habe. Ein Kunstgeschichte mit vielen farbigen Bildern, die ich bis heute als eines meiner wertvollsten Stücke hüte.</p>
<p>Ich war ein Buchladen-Junkie. Ich konnte an keiner Buchhandlung vorbeigehen, ohne etwas zu kaufen. Das habe ich mir spätestens nach dem fünften Umzug abgewöhnt. Heute hole ich mir die Lese-Bücher und auch so manches Fachbuch aus der Bücherei, weil der Platz in den Regalen begrenzt ist. Nur für Bildbände und besondere Bücher gebe ich noch Geld und Platz aus.</p>
<p>Doch selbst für die wenigen Exemplare, die ich noch kaufe, reichte der Platz nicht mehr. Alles vollgestopft, denn von lieb gewordenen Werken kann ich mich bis heute nicht trennen. Und das sind viele. Deshalb war es Zeit für einen Kahlschlag im Bücherregal, zumal der Vorbesitzer unseres Hauses einige laufende Meter Bücher zurückgelassen hatte. Darunter viele Exemplare, Buchclub-Ausgaben von Bestsellern der 70er und 80er von Simmel bis Konsalik, die nicht mal mehr das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt wurden. Also ran ans große Aussortieren: Alles, was eine ISBN-Nummer hat auf den einen Stapel, alles ohne, und das war viel, ab in die Papiertonne. Was für ein Gefühl der Erleichterung!</p>
<p>Alles mit ISBN-Nummer und dazu ein paar CDs und Computerspiele und Bücher, die meine Tochter nicht mehr haben wollte, habe ich auf momox.de eingegeben und verkauft. Ergebnis: 113 Medien, vor allem Bücher, haben 39,96 Euro eingebracht.</p>
<p>Besonderen Spaß habe ich dabei daran gehabt, zu schätzen, welcher Titel etwas bringt und welcher nicht. Meistens lag ich daneben.</p>
<h2>Die besten Erlöse:</h2>
<p>Das Haus. House of Leaves von Mark Z. Danielewski: 3,38 Euro</p>
<p>Der Englisch-Duden. Erste Wörter &#8211; kleine Sätze. Vor- und Grundschule. (Lernmaterialien) von Ute Müller-Wolfangel: 1,45 Euro</p>
<p>Das Apfelmäuschen von Ulrich Thomas: 1,56 Euro</p>
<p>Computerspiel 5 Freunde 4 &#8211; Gefährliche Entdeckung von Ravensburger:13,40 Euro</p>
<h2>Die wider Erwarten minimalen Erlöse:</h2>
<p>Der Zauberberg. Roman. von Thomas Mann: 0,01 Euro</p>
<p>Ein Mann. Roman. von Oriana Fallaci: 0,01 Euro</p>
<p>Die Gaukler Gottes von Morris L. West:0,01 Euro</p>
<p>Das goldene Notizbuch von Doris Lessing: 0,01 Euro</p>
<p>Verkauf angemeldet, kostenloses Abholen angekreuzt, vom Höker nebenan Bananenkartons geholt, Bücher eingepackt. Pünktlich wie angemeldet wurden sie abgeholt und das Geld überwiesen. Und im Bücherregal ist auch wieder Platz. Zum Glück. Denn ich bin gerade mal wieder rückfällig geworden und habe einen wunderbaren Bildband gekauft: Gartenkunst in Europa &#8211; von der Antike bis zur Gegenwart.</p>
<p><a href="http://www.momox.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.momox.de</a></p>
<p>Wie schön es sich mit Büchern wohnen lässt, zeigt diese wunderbare Fotosammlung:</p>
<p><a href="http://wo-buecher-wohnen.tumblr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://wo-buecher-wohnen.tumblr.com/</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg09.met.vgwort.de/na/46c36a25d6774f25a7e37ee595b37818" alt="" width="1" height="1" /></p>
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