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	<title>Schule Archive - Pyrolirium</title>
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	<title>Schule Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>&#8222;Gymnasium ist teuer&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Sep 2012 06:54:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Elternabend, Gymnasium, 7. Klasse. Als die Eltern nach dem Ende aus dem Klassenraum gehen, wissen sie: Es ist mal wieder an der Zeit, das Portemonnaie zu zücken. Außerdem empfiehlt es sich, Reserven anzulegen. Es kommt noch die eine oder andere Zahlungsaufforderung. &#8222;Gymnasium ist teuer&#8220;, hat der Klassenlehrer mit trockenem Humor bemerkt und sich die großen Grausamkeiten bis zum Schluss aufgespart. Es fängt alles ganz harmlos an. Ein Elternbeirat wird gewählt, eine Fachlehrerin und ein Fachlehrer stellen vor, was in diesem Schuljahr dran kommt und wie viele Arbeiten und Tests geschrieben werden, und dann beginnt der Klassenlehrer seine Liste abzuarbeiten. Er kündigt an, in Deutsch sei noch ein Jugendbuch zu kaufen und ein Arbeitsbuch, &#8222;kostet so bei 15 Euro&#8220;. Na gut, das geht ja noch, wir haben ja in diesem Schuljahr erst ein Übungsbuch für Französisch für 9,25 Euro gekauft und schon mal für einen Taschenrechner 19,50 Euro hingeblättert &#8211; er könne schließlich nicht für 28 verschiedene Taschenrechner die einzelnen Schritte erklären, hatte der Mathelehrer verkündet. Dass bei uns zu Hause noch drei Werbetaschenrechner für lau herumliegen, zählt da nicht. Es muss halt ein bestimmtes Modell her. Die Liste der Grausamkeiten ist aber längst noch nicht zu Ende. &#8222;Ich komme noch zur Klassenfahrt, das wird noch teurer&#8220;, hatte der Klassenlehrer schon mal vorgewarnt. Bevor er uns aber den Reisepreis beibringt, zeigt er uns noch ein kleines Gerät, einen Übersetzungscomputer, der in der nächsten Klasse anzuschaffen sei. Kostet 220 Euro. Sei aber notwendig und auch viel besser als ein Wörterbuch, wie man es früher benutzt habe, auch pädagogisch. Das führt er dann noch aus, aber so ganz erschließt sich das nicht. Die Erklärung erspare ich meinen Lesern mal. Schließlich kommt das Thema Klassenfahrt. Ausführlich beschreibt der Lehrer, wo es hingehen soll, wie toll es da ist, was für wunderbare Angebote es gibt zwischen Floß bauen und Bogenschießen und Niedrigseilgarten. Der Termin steht schon fest, fünf Tage im August 2012, und das alles kostet &#8211; tatatata: nur 220 Euro. Zahlbar bis 1. Juli 2013. Wie, sei egal, es gehe auch in Raten. Na denn. Grundsätzlich ist uns ja für unsere Kinder nichts zu teuer, und wir haben auch nur eines, da hält sich das in Grenzen. Ich frage mich nur, wie es Eltern mit mehreren Kindern geht. Und denen, die auf den Euro gucken müssen. Wo bleibt die viel beschworene Chancengleichheit. Können sich das Eltern aus den sogenannten bildungsferneren Schichten das alles überhaupt leisten? Oder müssen ihre Kinder schon wegen der Kosten auf den Besuch eines Gymnasiums verzichten? Dort wird offenbar vorausgesetzt, dass alle Eltern diese Ausgaben lässig bewältigen. Natürlich gibt es bei uns Lernmittelfreiheit, die Bücher werden gestellt. Ich weiß, wie es in meiner Kindheit war, als meine Eltern für uns vier Kinder jedes Schuljahr eine Großinvestition tätigen mussten, weil es eben keine Lernmittelfreiheit gab. Aber auch heute ist sie nur rudimentär vorhanden. Bei jedem Schuljahresbeginn kleckern die Zahlungsaufforderung und Buchbestellungen außer der Reihe ins Haus. Zahlen bitte! Übrigens: Nicht nur Gymnasium ist teuer. Schule ist teuer. Die Sache mit dem Taschenrechner kommt auch in anderen Schularten vor, und auch Klassenfahrten gibt es da. Und wer das alles nicht bezahlen kann, kann einen Antrag stellen auf Ermäßigung und Unterstützung vom Amt. Spaß macht das bestimmt nicht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/gymnasium-ist-teuer/">&#8222;Gymnasium ist teuer&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Elternabend, Gymnasium, 7. Klasse. Als die Eltern nach dem Ende aus dem Klassenraum gehen, wissen sie: Es ist mal wieder an der Zeit, das Portemonnaie zu zücken. Außerdem empfiehlt es sich, Reserven anzulegen. Es kommt noch die eine oder andere Zahlungsaufforderung. &#8222;Gymnasium ist teuer&#8220;, hat der Klassenlehrer mit trockenem Humor bemerkt und sich die großen Grausamkeiten bis zum Schluss aufgespart.<br />
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Es fängt alles ganz harmlos an. Ein Elternbeirat wird gewählt, eine Fachlehrerin und ein Fachlehrer stellen vor, was in diesem Schuljahr dran kommt und wie viele Arbeiten und Tests geschrieben werden, und dann beginnt der Klassenlehrer seine Liste abzuarbeiten. Er kündigt an, in Deutsch sei noch ein Jugendbuch zu kaufen und ein Arbeitsbuch, &#8222;kostet so bei 15 Euro&#8220;. Na gut, das geht ja noch, wir haben ja in diesem Schuljahr erst ein Übungsbuch für Französisch für 9,25 Euro gekauft und schon mal für einen Taschenrechner 19,50 Euro hingeblättert &#8211; er könne schließlich nicht für 28 verschiedene Taschenrechner die einzelnen Schritte erklären, hatte der Mathelehrer verkündet. Dass bei uns zu Hause noch drei Werbetaschenrechner für lau herumliegen, zählt da nicht. Es muss halt ein bestimmtes Modell her.</p>
<p>Die Liste der Grausamkeiten ist aber längst noch nicht zu Ende. &#8222;Ich komme noch zur Klassenfahrt, das wird noch teurer&#8220;, hatte der Klassenlehrer schon mal vorgewarnt. Bevor er uns aber den Reisepreis beibringt, zeigt er uns noch ein kleines Gerät, einen Übersetzungscomputer, der in der nächsten Klasse anzuschaffen sei. Kostet 220 Euro. Sei aber notwendig und auch viel besser als ein Wörterbuch, wie man es früher benutzt habe, auch pädagogisch. Das führt er dann noch aus, aber so ganz erschließt sich das nicht. Die Erklärung erspare ich meinen Lesern mal.</p>
<p>Schließlich kommt das Thema Klassenfahrt. Ausführlich beschreibt der Lehrer, wo es hingehen soll, wie toll es da ist, was für wunderbare Angebote es gibt zwischen Floß bauen und Bogenschießen und Niedrigseilgarten. Der Termin steht schon fest, fünf Tage im August 2012, und das alles kostet &#8211; tatatata: nur 220 Euro. Zahlbar bis 1. Juli 2013. Wie, sei egal, es gehe auch in Raten. Na denn.</p>
<p>Grundsätzlich ist uns ja für unsere Kinder nichts zu teuer, und wir haben auch nur eines, da hält sich das in Grenzen. Ich frage mich nur, wie es Eltern mit mehreren Kindern geht. Und denen, die auf den Euro gucken müssen. Wo bleibt die viel beschworene Chancengleichheit. Können sich das Eltern aus den sogenannten bildungsferneren Schichten das alles überhaupt leisten? Oder müssen ihre Kinder schon wegen der Kosten auf den Besuch eines Gymnasiums verzichten? Dort wird offenbar vorausgesetzt, dass alle Eltern diese Ausgaben lässig bewältigen. Natürlich gibt es bei uns Lernmittelfreiheit, die Bücher werden gestellt. Ich weiß, wie es in meiner Kindheit war, als meine Eltern für uns vier Kinder jedes Schuljahr eine Großinvestition tätigen mussten, weil es eben keine Lernmittelfreiheit gab. Aber auch heute ist sie nur rudimentär vorhanden. Bei jedem Schuljahresbeginn kleckern die Zahlungsaufforderung und Buchbestellungen außer der Reihe ins Haus. Zahlen bitte!</p>
<p>Übrigens: Nicht nur Gymnasium ist teuer. Schule ist teuer. Die Sache mit dem Taschenrechner kommt auch in anderen Schularten vor, und auch Klassenfahrten gibt es da. Und wer das alles nicht bezahlen kann, kann einen Antrag stellen auf Ermäßigung und Unterstützung vom Amt. Spaß macht das bestimmt nicht.</p>
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		<title>Zeit für eine Umstellung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 10:53:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Mal im Jahr kommt sie auf, die Forderung, die Zeit nicht mehr auf Sommer oder Winter umzustellen. Heute Nacht, besser heute morgen, haben wir die Uhren wieder mal umgestellt, und die nächsten zwei bis drei Tage werden hart. Unsere innere Uhr lässt sich nicht so schnell vor drehen. Die tickt sowieso anders, als es Schule und Beruf erfordern. Eine Klage. Elternabend. Die Klassenelternbeiratsvorsitzende berichtet aus der Schulelternbeiratssitzung. Dort habe der Schulleiter mitgeteilt, dass alle Schulen im Ort darüber nachdenken, den morgendlichen Schulbeginn um 20 Minuten oder eine halbe Stunde nach hinten zu verlegen, um dem Biorhythmus der Kinder mehr entgegenzukommen. Dann sagt die Elternbeiratsvorsitzende: &#8222;Wir Eltern und die Lehrer sind dagegen.&#8220; Wie bitte? Wir Eltern. Mich hat keiner gefragt. Ich bin nämlich für den späteren Schulbeginn. Stell Dir vor, Du musst ein zehnjähriges Kind im Winter morgens um 6.45 Uhr an die Bushaltestelle schicken, damit es rechtzeitig zur Schule kommt. Genau das ist unsere Situation, seit die Grundschulzeit zu Ende ist. Das bedeutet wecken um 6 Uhr, tagaus, tagein, auch im tiefsten Winter. Ein Horror für unsere Familie. Andere sehen das anders, es gibt Eltern bei uns im Dorf, die finden, dass es viel zu spät sei, wenn Kinder erst um 7 Uhr aus dem Haus gehen. Für uns und unser Kind ist diese Zeit eine schwere Belastung. Einerseits ist unser Kind noch nicht ganz wach, anderseits nach 45 Minuten Busfahrt mit drei Mal umsteigen und weiten Strecken, in denen es im Bus stehen muss, schon das erste Mal erschöpft, wenn es  in der Schule ankommt. Schuld sind die zunehmende Zentralisierung der weiterführenden Schulen, vor allem der Gymnasien, und eben die verdammt früher Zeit. Kinder aus den Städten haben es da leichter. Sie müssen später los, weil der Weg kürzer ist. Und in Großstädten beginnt die Schule obendrein üblicherweise erst um 8 Uhr und nicht wie bei uns um 7.45 Uhr. Sogenannte Dörfermittelpunktschulen oder Zentralschulen beginnen grundsätzlich früher als die in großen Städten. Die Schule, an der mein Vater unterrichtete, besuchten nur Fahrschüler. Schulbeginn: 7.20 Uhr. Das Argument dafür heißt regelmäßig, man müsse so früh anfangen, damit die Kinder mittags nicht so spät nach Hause kommen. Durchaus nachvollziehbar, aber andererseits baut sich durch den frühen Start in den Tag im Verlauf der Woche regelmäßig ein extremes Schlafdefizit von Eltern und Kindern auf. Natürlich könnte man uns sagen, wir sollten doch einfach früher ins Bett gehen. Aber ich arbeite abends lange, und damit stehe ich sicher nicht allein. Man denke nur an die, die im Einzelhandel arbeiten. Viele Geschäfte haben bis 20 Uhr, etliche sogar länger geöffnet. Mir ist auch klar, dass Schulen nicht auf jede familiäre Gegebenheit Rücksicht nehmen können. Aber vielleicht lässt sich ja ein Kompromiss erzielen &#8211; zum Beispiel die Schule 20 Minuten später beginnen zu lassen. Wir sind dafür. Übrigens finde ich die Sommerzeit klasse: Im Juni, wenn der Tag bis in die Nacht reicht, es um kurz vor 23 Uhr noch leicht dämmrig ist und ich mich an die Umstellung gewöhnt habe. Und wie kommt Ihr zwischen Beruf und Schulzeiten zurecht? Was haltet Ihr von der Zeitumstellung? Fällt sie Euch schwer oder leicht oder ist es Euch egal?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/zeit-fuer-eine-umstellung/">Zeit für eine Umstellung</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Mal im Jahr kommt sie auf, die <a href="http://www.ln-online.de/nachrichten/3401358/norden-macht-front-gegen-die-sommerzeit" target="_blank">Forderung</a>, die Zeit nicht mehr auf Sommer oder Winter umzustellen. Heute Nacht, besser heute morgen, haben wir die Uhren wieder mal umgestellt, und die nächsten zwei bis drei Tage werden hart. Unsere innere Uhr lässt sich nicht so schnell vor drehen. Die tickt sowieso anders, als es Schule und Beruf erfordern. Eine Klage.<br />
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Elternabend. Die Klassenelternbeiratsvorsitzende berichtet aus der Schulelternbeiratssitzung. Dort habe der Schulleiter mitgeteilt, dass alle Schulen im Ort darüber nachdenken, den morgendlichen Schulbeginn um 20 Minuten oder eine halbe Stunde nach hinten zu verlegen, um dem <a href="http://www.focus.de/wissen/bildung/biorhythmus_aid_95320.html" target="_blank">Biorhythmus der Kinder </a> mehr entgegenzukommen. Dann sagt die Elternbeiratsvorsitzende: &#8222;Wir Eltern und die Lehrer sind dagegen.&#8220; Wie bitte? Wir Eltern. Mich hat keiner gefragt. Ich bin nämlich für den späteren Schulbeginn.</p>
<p>Stell Dir vor, Du musst ein zehnjähriges Kind im Winter morgens um 6.45 Uhr an die Bushaltestelle schicken, damit es rechtzeitig zur Schule kommt. Genau das ist unsere Situation, seit die Grundschulzeit zu Ende ist. Das bedeutet wecken um 6 Uhr, tagaus, tagein, auch im tiefsten Winter. Ein Horror für unsere Familie. Andere sehen das anders, es gibt Eltern bei uns im Dorf, die finden, dass es viel zu spät sei, wenn Kinder erst um 7 Uhr aus dem Haus gehen.</p>
<p>Für uns und unser Kind ist diese Zeit eine schwere Belastung. Einerseits ist unser Kind noch nicht ganz wach, anderseits nach 45 Minuten Busfahrt mit drei Mal umsteigen und weiten Strecken, in denen es im Bus stehen muss, schon das erste Mal erschöpft, wenn es  in der Schule ankommt. Schuld sind die zunehmende Zentralisierung der weiterführenden Schulen, vor allem der Gymnasien, und eben die verdammt früher Zeit. Kinder aus den Städten haben es da leichter. Sie müssen später los, weil der Weg kürzer ist. Und in Großstädten beginnt die Schule obendrein üblicherweise erst um 8 Uhr und nicht wie bei uns um 7.45 Uhr.</p>
<p>Sogenannte Dörfermittelpunktschulen oder Zentralschulen beginnen grundsätzlich früher als die in großen Städten. Die Schule, an der mein Vater unterrichtete, besuchten nur Fahrschüler. Schulbeginn: 7.20 Uhr. Das Argument dafür heißt regelmäßig, man müsse so früh anfangen, damit die Kinder mittags nicht so spät nach Hause kommen. Durchaus nachvollziehbar, aber andererseits baut sich durch den frühen Start in den Tag im Verlauf der Woche regelmäßig ein extremes Schlafdefizit von Eltern und Kindern auf. Natürlich könnte man uns sagen, wir sollten doch einfach früher ins Bett gehen. Aber ich arbeite abends lange, und damit stehe ich sicher nicht allein. Man denke nur an die, die im Einzelhandel arbeiten. Viele Geschäfte haben bis 20 Uhr, etliche sogar länger geöffnet.</p>
<p>Mir ist auch klar, dass Schulen nicht auf jede familiäre Gegebenheit Rücksicht nehmen können. Aber vielleicht lässt sich ja ein Kompromiss erzielen &#8211; zum Beispiel die Schule 20 Minuten später beginnen zu lassen. Wir sind dafür.</p>
<p>Übrigens finde ich die Sommerzeit klasse: Im Juni, wenn der Tag bis in die Nacht reicht, es um kurz vor 23 Uhr noch leicht dämmrig ist und ich mich an die Umstellung gewöhnt habe.</p>
<p>Und wie kommt Ihr zwischen Beruf und Schulzeiten zurecht? Was haltet Ihr von der Zeitumstellung? Fällt sie Euch schwer oder leicht oder ist es Euch egal?</p>
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		<title>Mutters neues Schuljahr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 20:02:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der erste Tag im neuen Schuljahr ist da. Nun beginnen sie wieder, die Leiden einer Schulkind-Mutter. Jeden Tag zu Kloppenburg, sorry, das heißt jetzt Rossmann, und unweigerlich kommt dann auch der Kampf mit der Klebefolie. Tag 1: Anruf im Büro. Mama, ich brauche ein Heft DIN A 4, liniert mit Rand mit blauem Umschlag, ein Heft DIN A 5 kariert ohne Rand mit gelbem Umschlag und ein Heft DIN A 4 kariert ohne Rand mit rotem Umschlag, dann eine blaue und eine gelbe Sammelmappe und einen grünen Schnellhefter, außerdem einen Collegeblock. Also rein in die Schlange all der Schulkinder und Mütter, die ihre Listen abarbeiten. Eine Liste gibt es allerdings ab Klasse 6 bei uns nicht mehr, sondern mit jeden Tag der Woche mit jedem neuen Fach eine neue Anforderung, was umgehend und bis zum nächsten Tag zu kaufen sei. Tag 2 bis 5: Anruf im Büro. Wahlweise werden benötigt ein Vokabelheft und noch ein Vokabelheft, ein Notenheft DIN A 4 &#8211; das erfordert einiges an Sucharbeit &#8211; ein Bleistift Härte A oder B oder AB, dann noch einmal ein Heft DIN A 4 liniert ohne Rand, diesmal mit einem gelben Umschlag, und ein Heft DIN A 5 liniert ohne Rand mit grünem Umschlag, dazu noch einmal zwei Schnellhefter, einer blau, einer grün, und zwei Sammelmappen, was auch nichts andere ist als ein Schnellhefter, das  muss man nur wissen. Irgendwann zwischen Woche 1 und Woche 3: Jeden Tag kommt das Kind mit einem anderen Lehrbuch nach Hause. Und jeden Abend hockt Mutter auf dem Fußboden und kämpft mit selbstklebender Einschlagfolie und Schere. Denn merke: Das Kaufen von Heften und das Einschlagen von Büchern hat immer, ich betone immer, von einem Tag auf den anderen zu erfolgen. Ob das die Lehrerin will oder das Kind, bleibt schleierhaft. Doch seid getrost, ihr gestressten Mütter, irgendwann ist jedes Heft vorhanden und jedes Buch eingeschlagen, und dann beginnt das Schuljahr richtig und die Probleme nehmen nicht ab, sondern sehen nur anders aus. Schule ist und bleibt halt ein Abenteuer, nicht nur für die Kinder. &#160;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/mutters-neues-schuljahr/">Mutters neues Schuljahr</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der erste Tag im neuen Schuljahr ist da. Nun beginnen sie wieder, die Leiden einer Schulkind-Mutter. Jeden Tag zu Kloppenburg, sorry, das heißt jetzt Rossmann, und unweigerlich kommt dann auch der Kampf mit der Klebefolie.</p>
<p>Tag 1: Anruf im Büro. Mama, ich brauche ein Heft DIN A 4, liniert mit Rand mit blauem Umschlag, ein Heft DIN A 5 kariert ohne Rand mit gelbem Umschlag und ein Heft DIN A 4 kariert ohne Rand mit rotem Umschlag, dann eine blaue und eine gelbe Sammelmappe und einen grünen Schnellhefter, außerdem einen Collegeblock. Also rein in die Schlange all der Schulkinder und Mütter, die ihre Listen abarbeiten. Eine Liste gibt es allerdings ab Klasse 6 bei uns nicht mehr, sondern mit jeden Tag der Woche mit jedem neuen Fach eine neue Anforderung, was umgehend und bis zum nächsten Tag zu kaufen sei.</p>
<p>Tag 2 bis 5: Anruf im Büro. Wahlweise werden benötigt ein Vokabelheft und noch ein Vokabelheft, ein Notenheft DIN A 4 &#8211; das erfordert einiges an Sucharbeit &#8211; ein Bleistift Härte A oder B oder AB, dann noch einmal ein Heft DIN A 4 liniert ohne Rand, diesmal mit einem gelben Umschlag, und ein Heft DIN A 5 liniert ohne Rand mit grünem Umschlag, dazu noch einmal zwei Schnellhefter, einer blau, einer grün, und zwei Sammelmappen, was auch nichts andere ist als ein Schnellhefter, das  muss man nur wissen.</p>
<p>Irgendwann zwischen Woche 1 und Woche 3: Jeden Tag kommt das Kind mit einem anderen Lehrbuch nach Hause. Und jeden Abend hockt Mutter auf dem Fußboden und kämpft mit selbstklebender Einschlagfolie und Schere. Denn merke: Das Kaufen von Heften und das Einschlagen von Büchern hat immer, ich betone immer, von einem Tag auf den anderen zu erfolgen. Ob das die Lehrerin will oder das Kind, bleibt schleierhaft.</p>
<p>Doch seid getrost, ihr gestressten Mütter, irgendwann ist jedes Heft vorhanden und jedes Buch eingeschlagen, und dann beginnt das Schuljahr richtig und die Probleme nehmen nicht ab, sondern sehen nur anders aus. Schule ist und bleibt halt ein Abenteuer, nicht nur für die Kinder.</p>
<p>&nbsp;<br />
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		<title>Brauchen wir Schulfotografie?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 20:33:58 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schulfotografie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vier Jahre Grundschule, vier Jahre lang jedes Jahr das selbe Spiel: Das Kind kommt heim, erzählt, dass morgen der Fotograf komme, es gut frisiert und gekleidet sein müsse. So sicher wie das Amen in der Kirche kommt nach dem Besuch des Schulfotografen eine Mappe mit ein paar Porträts in Sepia, ein paar in Farbe, zwei Bögen mit selbstklebenden Winzlings-Passfotos, ein Klassenbild und eine Rechnung über einen Betrag irgendwo zwischen 16 und 29 Euro. Das Geld sei abgezählt in einem Briefumschlag mit Name und Klasse des Kindes abzuliefern. Dazu der Hinweis, die Bilder müssten nicht gekauft werden (aber gut und richtig sei es doch). Zugegeben, die Fotos haben mir immer gefallen, das Kind ist aber auch sehr fotogen. Ein wenig geärgert habe ich mich jedes Mal über die Selbstverständlichkeit, mit der der Kauf vorausgesetzt wird. Mit jedem Jahr habe ich das Mäppchen stärker aussortiert, mehr Bilder zurückgehen lassen und mich über die, die ich behalten habe, gefreut. Mein Verhältnis zu Schulfotografie ist gespalten. Sinn oder Unsinn? Brauchen wir jedes Jahr neue Fotos? Eigentlich nicht. Ich bin selbst Fotografin, fotografiere mein Kind oft und gern. Andererseits weiß ich selbst, wie gern ich auch nach 30 oder 40 Jahren noch meine Klassenfotos, die Gruppen- und Einzelfotos von der Konfirmation und vom Tanzstunden-Abschlussball (das gab es in meiner Jugend noch) herauskrame. Und wie gern meine Tochter diese alten Bilder betrachtet, nicht ohne die Bemerkung, wie seltsam unsere Kleidung und Frisuren damals aussahen. Insofern ist meine Einstellung zu Schulfotos gespalten. Damit bin ich offenbar eine Ausnahme, denn eine Untersuchung der TNS Infratest Sozialforschung hat eine überwiegende Zufriedenheit der Eltern mit diesen Bildern festgestellt (http://www.bvds-ev.de/files/Studie.pdf). Aber elf Prozent der Befragten fühlte sich auch unter Kaufzwang gesetzt. Warum macht die Schule das? Für die Schule sind die Fotoaktionen Aufwand. Trotzdem machen es fast alle. Denn die Schulen haben etwas davon, werden von den Unternehmen mit Sach- oder Geldleistungen unterstützt. Die wenigsten Eltern wissen davon. Mehrfach diskutiert wurde in den vergangenen Jahren, ob diese Art der Unterstützung etwas mit Vorteilsnahme oder Bestechung zu tun hat, denn der Markt ist hart umkämpft. Schulfotografen, die den Zuschlag an einer Schule bekommen, haben dort das Monopol, und was einmal gut funktioniert, ändern beide Seiten nicht. Etwas merkwürdig ist es in meinen Augen aber, dass die Schule sich zum Erfüllungsgehilfen der Fotografen macht: Unterrichtszeit wird zur Verfügung gestellt, die Kinder klassenweise vor die Kamera geschickt, das Geld eingesammelt. Der BGH hat kürzlich einen Freispruch des Landgerichts Hildesheim aufgehoben. In dem Verfahren waren zwei Schulfotografen vom Vorwurf der Bestechung freigesprochen worden. Das sah der BGH anders, nun muss in Hildesheim neu verhandelt werden. Einwand des BGH unter anderem: Es sei nicht von Belang, ob&#8220;der Abschluss eines derartigen Vertrages schulverwaltungsrechtlich überhaupt zulässig ist.&#8220; Tatsächlich haben die Kultusverwaltungen der Länder nichts gegen die Schul-Fotografen-Symbiose. Es gibt eine Alternative Heutzutage gibt es in jedem Haushalt einen Fotoapparat oder zumindest ein Fotohandy. Sollen die Eltern ihre Kinder doch selbst fotografieren. Und für die Schule gilt &#8211; und das deckt sich mit meiner Erfahrung &#8211; das Klassenfotos nur dann einen Sinn haben, wenn dazu alle Namen der abgebildeten geliefert werden. Und das kann nur ein Jahrbuch oder etwas ähnliches, in dem Klassenfotos und Namen verzeichnet sind. Am Gymnasium unserer Tochter gibt es so etwas. Das macht mehr Arbeit, bringt aber allen mehr. Dann kann getrost auf die Schulfoto-Mappen verzichtet werden. Heike von Köln-Format hat mit einem Artikel &#8222;Lieber Kindergartenfotograf&#8220; das Thema ganz anders dargestellt &#8211; sehr amüsant und lesenswert. Merken</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/brauchen-wir-schulfotografie/">Brauchen wir Schulfotografie?</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vier Jahre Grundschule, vier Jahre lang jedes Jahr das selbe Spiel: Das Kind kommt heim, erzählt, dass morgen der Fotograf komme, es gut frisiert und gekleidet sein müsse. So sicher wie das Amen in der Kirche kommt nach dem Besuch des Schulfotografen eine Mappe mit ein paar Porträts in Sepia, ein paar in Farbe, zwei Bögen mit selbstklebenden Winzlings-Passfotos, ein Klassenbild und eine Rechnung über einen Betrag irgendwo zwischen 16 und 29 Euro. Das Geld sei abgezählt in einem Briefumschlag mit Name und Klasse des Kindes abzuliefern. Dazu der Hinweis, die Bilder müssten nicht gekauft werden (aber gut und richtig sei es doch).</p>
<p>Zugegeben, die Fotos haben mir immer gefallen, das Kind ist aber auch sehr fotogen. Ein wenig geärgert habe ich mich jedes Mal über die Selbstverständlichkeit, mit der der Kauf vorausgesetzt wird. Mit jedem Jahr habe ich das Mäppchen stärker aussortiert, mehr Bilder zurückgehen lassen und mich über die, die ich behalten habe, gefreut. Mein Verhältnis zu Schulfotografie ist gespalten.</p>
<h2>Sinn oder Unsinn?</h2>
<p>Brauchen wir jedes Jahr neue Fotos? Eigentlich nicht. Ich bin selbst Fotografin, fotografiere mein Kind oft und gern. Andererseits weiß ich selbst, wie gern ich auch nach 30 oder 40 Jahren noch meine Klassenfotos, die Gruppen- und Einzelfotos von der Konfirmation und vom Tanzstunden-Abschlussball (das gab es in meiner Jugend noch) herauskrame. Und wie gern meine Tochter diese alten Bilder betrachtet, nicht ohne die Bemerkung, wie seltsam unsere Kleidung und Frisuren damals aussahen.</p>
<p>Insofern ist meine Einstellung zu Schulfotos gespalten. Damit bin ich offenbar eine Ausnahme, denn eine Untersuchung der TNS Infratest Sozialforschung hat eine überwiegende Zufriedenheit der Eltern mit diesen Bildern festgestellt (<a href="http://www.bvds-ev.de/files/Studie.pdf" target="_blank">http://www.bvds-ev.de/files/Studie.pdf</a>). Aber elf Prozent der Befragten fühlte sich auch unter Kaufzwang gesetzt.</p>
<h2>Warum macht die Schule das?</h2>
<p>Für die Schule sind die Fotoaktionen Aufwand. Trotzdem machen es fast alle. Denn die Schulen haben etwas davon, werden von den Unternehmen mit Sach- oder Geldleistungen unterstützt. Die wenigsten Eltern wissen davon. Mehrfach diskutiert wurde in den vergangenen Jahren, ob diese Art der Unterstützung etwas mit Vorteilsnahme oder Bestechung zu tun hat, denn der Markt ist hart umkämpft. Schulfotografen, die den Zuschlag an einer Schule bekommen, haben dort das Monopol, und was einmal gut funktioniert, ändern beide Seiten nicht.</p>
<p>Etwas merkwürdig ist es in meinen Augen aber, dass die Schule sich zum Erfüllungsgehilfen der Fotografen macht: Unterrichtszeit wird zur Verfügung gestellt, die Kinder klassenweise vor die Kamera geschickt, das Geld eingesammelt.</p>
<p>Der BGH hat kürzlich einen Freispruch des Landgerichts Hildesheim aufgehoben. In dem Verfahren waren zwei Schulfotografen vom Vorwurf der Bestechung freigesprochen worden. Das sah der BGH anders, nun muss in Hildesheim neu verhandelt werden. Einwand des BGH unter anderem: Es sei nicht von Belang, ob&#8220;der Abschluss eines derartigen Vertrages schulverwaltungsrechtlich überhaupt zulässig ist.&#8220; Tatsächlich haben die Kultusverwaltungen der Länder nichts gegen die Schul-Fotografen-Symbiose.</p>
<h2>Es gibt eine Alternative</h2>
<p>Heutzutage gibt es in jedem Haushalt einen Fotoapparat oder zumindest ein Fotohandy. Sollen die Eltern ihre Kinder doch selbst fotografieren. Und für die Schule gilt &#8211; und das deckt sich mit meiner Erfahrung &#8211; das Klassenfotos nur dann einen Sinn haben, wenn dazu alle Namen der abgebildeten geliefert werden. Und das kann nur ein Jahrbuch oder etwas ähnliches, in dem Klassenfotos und Namen verzeichnet sind. Am Gymnasium unserer Tochter gibt es so etwas. Das macht mehr Arbeit, bringt aber allen mehr. Dann kann getrost auf die Schulfoto-Mappen verzichtet werden.</p>
<p>Heike von Köln-Format hat mit einem Artikel <a href="http://www.koeln-format.de/2011/12/16/lieber-kindergartenfotograf/" target="_blank">&#8222;Lieber Kindergartenfotograf&#8220;</a> das Thema ganz anders dargestellt &#8211; sehr amüsant und lesenswert.<br />
<img decoding="async" src="http://vg09.met.vgwort.de/na/9b32ea1b42dc4083847d054f2747de45" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c  no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
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