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	<title>Geschlechter Archive - Pyrolirium</title>
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	<title>Geschlechter Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>Gender: Von Wörtern, Haltungen und veröffentlichten Texten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2014 17:33:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschlechter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin eine stille Leserin des Blogs „Aus Liebe zu Freiheit“ von Antje Schrupp. Weil mich ihre feministischen Thesen interessieren und weil ich mehr über dieses Thema wissen will. Nur manchmal, wirklich sehr selten, melde ich mich dort mit einem Kommentar zu Wort. Gerade habe ich es bei dem Blogpost „Was verlorengeht, wenn das Internet normal wird“ getan &#8211; und mir prompt eine Kritik eingehandelt, die ich so nicht stehenlassen möchte. Anlass ist ein klassisches Beispiel, wie Sprache und Haltung auseinanderfallen. Was an sich nichts schlimmes ist. Schlimm ist nur, wenn beides dann doch zusammengeworfen und der Autorin, in diesem Fall mir, vorgeworfen wird. Den Vorwurf formulierte Kommentatorin „onlinemeier“: Nicht mal Genderschreibweise ist für dich ein Thema. Und sexuelle Vielfalt – da bist du es, die gerne, zumindest sprachlich, Grenzen festlegt (habe mal ein wenig von dir gelesen). Ich vermute, sie bezieht sich dabei auf meinen Artikel Kein trans* und queer in der Zeitung. Und auf meine Beiträge zur Gendersprache. Nein, Genderschreibweise ist für mich kein Thema. Sexuelle Vielfalt sehr wohl. Die Art, wie ich schreibe, ist das eine. Die Art, wie ich lebe, das andere. Oder anders gesagt: Wer nicht gendergerecht schreibt und um der Verständlichkeit willen eine Sprache wählt, die nicht unverständliche Begriffe der sogenannten sexuellen Vielfalt verwendet, ist deshalb noch lange nicht antifeministisch oder lehnt sexuelle Vielfalt ab. Aber die Kommentatorin hat Recht. Ich bin keine Feministin, bin es nie gewesen. Obwohl ich viel, sehr viel mit Feministinnen zu tun hatte und habe, oft über ihre Projekte Zeitungsberichte geschrieben habe. Ich habe als Frau volles Verständnis für die Anliegen des Feminismus, und ja, ich profitiere natürlich davon. Ich habe wie so viele Frauen der feministischen Bewegung meine Freiheit als Frau, meine Karriere, das problemlose Zusammenarbeiten mit Männern zu verdanken. Wäre ich 40 Jahre früher geboren worden, hätte ich viel weniger Chancen in meinem Beruf, in meinem Privatleben gehabt. All das sehe ich sehr klar. Was ist nicht sehe, ist das, was heutige Feministinnen umtreibt: die angebliche Übermacht weißer Männer (dass die Mehrheit der Männer weiß ist, ist in einem mitteleuropäischen Staat doch wohl normal, oder?). Die fehlende postpatriachalische Ordnung. Das angebliche Fehlen des Bewusstseins dafür, dass Frauen ständig sexuell belästigt, unterdrückt, niedergemacht, mit Hass belegt werden. Ich erlebe das nicht, andere mögen es so erleben, dann ist es ihr gutes Recht, das auch zu äußern. Aber zurück zur Sprache. Ich bin Zeitungsjournalistin. Ich schreibe für Menschen, die nie etwas von queer, von Cis-Männern, von postpatriachalischen Ordnung gehört oder gelesen haben. Für Menschen, die nicht gendern, die nicht mal wissen, was das ist. Es ist nicht meine Aufgabe als Journalistin, ihnen das nahe zu bringen. Es ist meine Aufgabe, so zu schreiben, dass es verständlich und lesbar ist. Das heißt nicht, dass dort, wo es angebracht ist, beide Geschlechter genannt werden. Es heißt aber auch, dass das generische Maskulinum die einzig richtige, weil lesbare und verständliche Form ist. Aus dieser beruflichen Schreibe zu schließen, sexuelle Vielfalt sei für mich kein Thema, ist gewagt und zu kurz gegriffen. Ebenso zu kurz, wie der Satz, den ich oft zu hören bekommen: „Sie als Journalistin müssen doch einsehen, dass . . .&#8220;  Nein, muss ich nicht. Ich transportiere Nachrichten, ich recherchiere Missstände, aber ich beziehe in meinem Zeitungstexten keine Stellung, höchstens in Kommentaren. Mein Privatleben ist etwas ganz anderes. Wie ich mit anderen sexuellen Orientierungen in meinem Freundeskreis umgehe, wie ich zu sexueller Vielfalt stehe und wie ich mein Frau-Sein definiere, dass weiß nur, wer mich persönlich kennt. Weder meine Zeitungstexte noch meine Blogtexte geben darüber Auskunft. Ich beschäftige mich hier im Blog mit Sprache, so wie ich sie sehe und anwende. Ich lege hier nicht mein Seelenleben frei. Aus meinen Texten zu schließen, ich „lebe etwas nicht“, ist also ein Trugschluss. Einen weiteren legt Kommentatorin Michaela unter dem Text von Antje Schrupp offen: Wer “etwas nicht lebt” bekundet damit nicht, dass er das “ablehnt”. Danke dafür.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/gender-von-woertern-haltungen-und-veroeffentlichten-texten/">Gender: Von Wörtern, Haltungen und veröffentlichten Texten</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin eine stille Leserin des Blogs „Aus Liebe zu Freiheit“ von Antje Schrupp. Weil mich ihre feministischen Thesen interessieren und weil ich mehr über dieses Thema wissen will. Nur manchmal, wirklich sehr selten, melde ich mich dort mit einem Kommentar zu Wort. Gerade habe ich es bei dem Blogpost <a href="http://antjeschrupp.com/2014/08/04/was-verlorengeht-wenn-das-internet-normal-wird/" target="_blank">„Was verlorengeht, wenn das Internet normal wird“</a> getan &#8211; und mir prompt eine Kritik eingehandelt, die ich so nicht stehenlassen möchte. Anlass ist ein klassisches Beispiel, wie Sprache und Haltung auseinanderfallen. Was an sich nichts schlimmes ist. Schlimm ist nur, wenn beides dann doch zusammengeworfen und der Autorin, in diesem Fall mir, vorgeworfen wird.<br />
<span id="more-6166"></span><br />
Den Vorwurf formulierte Kommentatorin „onlinemeier“:</p>
<blockquote><p>Nicht mal Genderschreibweise ist für dich ein Thema. Und sexuelle Vielfalt – da bist du es, die gerne, zumindest sprachlich, Grenzen festlegt (habe mal ein wenig von dir gelesen).</p></blockquote>
<p>Ich vermute, sie bezieht sich dabei auf meinen Artikel <a title="Zeitungstexte für alle: Kein queer und kein trans*" href="https://pyrolim.de/pyrocontra/2014/zeitungstexte-fuer-alle-kein-queer-und-kein-trans/" target="_blank">Kein trans* und queer in der Zeitung</a>. Und auf meine Beiträge zur <a title="Bloggen in Gendersprache? Nicht bei mir." href="https://pyrolim.de/pyrocontra/2013/bloggen-in-gendersprache-nicht-bei-mir/" target="_blank">Gendersprache</a>. Nein, Genderschreibweise ist für mich kein Thema. Sexuelle Vielfalt sehr wohl. Die Art, wie ich schreibe, ist das eine. Die Art, wie ich lebe, das andere. Oder anders gesagt: Wer nicht gendergerecht schreibt und um der Verständlichkeit willen eine Sprache wählt, die nicht unverständliche Begriffe der sogenannten sexuellen Vielfalt verwendet, ist deshalb noch lange nicht antifeministisch oder lehnt sexuelle Vielfalt ab.</p>
<p>Aber die Kommentatorin hat Recht. Ich bin keine Feministin, bin es nie gewesen. Obwohl ich viel, sehr viel mit Feministinnen zu tun hatte und habe, oft über ihre Projekte Zeitungsberichte geschrieben habe. Ich habe als Frau volles Verständnis für die Anliegen des Feminismus, und ja, ich profitiere natürlich davon. Ich habe wie so viele Frauen der feministischen Bewegung meine Freiheit als Frau, meine Karriere, das problemlose Zusammenarbeiten mit Männern zu verdanken. Wäre ich 40 Jahre früher geboren worden, hätte ich viel weniger Chancen in meinem Beruf, in meinem Privatleben gehabt.</p>
<p>All das sehe ich sehr klar. Was ist nicht sehe, ist das, was heutige Feministinnen umtreibt: die angebliche Übermacht weißer Männer (dass die Mehrheit der Männer weiß ist, ist in einem mitteleuropäischen Staat doch wohl normal, oder?). Die fehlende postpatriachalische Ordnung. Das angebliche Fehlen des Bewusstseins dafür, dass Frauen ständig sexuell belästigt, unterdrückt, niedergemacht, mit Hass belegt werden. Ich erlebe das nicht, andere mögen es so erleben, dann ist es ihr gutes Recht, das auch zu äußern.</p>
<p>Aber zurück zur Sprache. Ich bin Zeitungsjournalistin. Ich schreibe für Menschen, die nie etwas von queer, von Cis-Männern, von postpatriachalischen Ordnung gehört oder gelesen haben. Für Menschen, die nicht gendern, die nicht mal wissen, was das ist. Es ist nicht meine Aufgabe als Journalistin, ihnen das nahe zu bringen. Es ist meine Aufgabe, so zu schreiben, dass es verständlich und lesbar ist. Das heißt nicht, dass dort, wo es angebracht ist, beide Geschlechter genannt werden. Es heißt aber auch, dass das generische Maskulinum die einzig richtige, weil lesbare und verständliche Form ist.</p>
<p>Aus dieser beruflichen Schreibe zu schließen, sexuelle Vielfalt sei für mich kein Thema, ist gewagt und zu kurz gegriffen. Ebenso zu kurz, wie der Satz, den ich oft zu hören bekommen: „Sie als Journalistin müssen doch einsehen, dass . . .&#8220;  Nein, muss ich nicht. Ich transportiere Nachrichten, ich recherchiere Missstände, aber ich beziehe in meinem Zeitungstexten keine Stellung, höchstens in Kommentaren.</p>
<p>Mein Privatleben ist etwas ganz anderes. Wie ich mit anderen sexuellen Orientierungen in meinem Freundeskreis umgehe, wie ich zu sexueller Vielfalt stehe und wie ich mein Frau-Sein definiere, dass weiß nur, wer mich persönlich kennt. Weder meine Zeitungstexte noch meine Blogtexte geben darüber Auskunft. Ich beschäftige mich hier im Blog mit Sprache, so wie ich sie sehe und anwende. Ich lege hier nicht mein Seelenleben frei.<br />
Aus meinen Texten zu schließen, ich „lebe etwas nicht“, ist also ein Trugschluss. Einen weiteren legt Kommentatorin Michaela unter dem Text von Antje Schrupp offen:</p>
<blockquote><p>Wer “etwas nicht lebt” bekundet damit nicht, dass er das “ablehnt”.</p></blockquote>
<p>Danke dafür.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/gender-von-woertern-haltungen-und-veroeffentlichten-texten/">Gender: Von Wörtern, Haltungen und veröffentlichten Texten</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Eingedeutsches Der-Die-Das</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 19:53:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Blog-Artikel beschäftigt die Blogger-Welt: Ist Der-die-das Blog ein Ding oder ein Mann, genauer sächlich &#8211; also &#8222;das Blog&#8220; &#8211; oder mannlich &#8211; &#8222;der Blog&#8220;. Losgetreten hat die Debatte Anantol Stefanowitsch in seinem Sprachblog (wie gut, dass dieser Satz für den wie das Blog gleichermaßen richtig ist). Hier der Text &#8222;Das Blog ist tot, es lebe der Blog&#8220; zum Mitdiskutieren: http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachgebrauch/2011-08-25/das-blog-ist-tot-es-lebe-der-blog Die Debatte zeigt ein Problem, das nicht so leicht zu lösen sein dürfte. Welches Geschlecht haben aus dem englischen eingedeutschte oder übernommene Begriffe? Das ist eine Frage, der sich semantisch nachgehen lässt. Welche Bedeutung hat das jeweilige Wort und welches Genus hat es. Die zweite Herangehensweise ist die über das Sprachgefühl. Und das kann nicht nur schichtspezifisch, sondern auch regional sehr unterschiedlich sein. Ich kann mich an meine Kindheit und die Frage nach Cola erinnern. Ich schreibe bewusst Cola ohne Geschlecht, denn welches hat Coca Cola? Ich habe immer bestellt und bestelle heute nicht mehr &#8211; weil ich gar keine mehr trinke &#8211; eine Cola. In Filmen oder Büchern habe ich oft gehört und gelesen, dass jemand ein Cola oder ein Coke trank. Ist Cola weiblich, männlich, sächlich oder einfach viel zu süß? Was mich an der Blog-Diskussion aber am meisten begeistert, ist die Vehemenz, mit der hier gestritten wird. So lange sich so viele Leute so sehr über unsere Sprache und unsere Grammatik oder unseren Schreibstil ereifern, ist mir um die deutsche Sprache nicht bange. Das hat schon die letzte, heftig diskutierte Rechtschreibreform bewiesen, und das beweisen die Kommentare auf Scilogs. Gott sei&#8217;s dem Blog gedankt. &#160;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/eingedeutsches-der-die-das/">Eingedeutsches Der-Die-Das</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Blog-Artikel beschäftigt die Blogger-Welt: Ist Der-die-das Blog ein Ding oder ein Mann, genauer sächlich &#8211; also &#8222;das Blog&#8220; &#8211; oder mannlich &#8211; &#8222;der Blog&#8220;.</p>
<p>Losgetreten hat die Debatte Anantol Stefanowitsch in seinem Sprachblog (wie gut, dass dieser Satz für den wie das Blog gleichermaßen richtig ist).</p>
<p>Hier der Text &#8222;Das Blog ist tot, es lebe der Blog&#8220; zum Mitdiskutieren:</p>
<p><a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachgebrauch/2011-08-25/das-blog-ist-tot-es-lebe-der-blog" target="_blank">http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachgebrauch/2011-08-25/das-blog-ist-tot-es-lebe-der-blog</a></p>
<p>Die Debatte zeigt ein Problem, das nicht so leicht zu lösen sein dürfte. Welches Geschlecht haben aus dem englischen eingedeutschte oder übernommene Begriffe? Das ist eine Frage, der sich semantisch nachgehen lässt. Welche Bedeutung hat das jeweilige Wort und welches Genus hat es. Die zweite Herangehensweise ist die über das Sprachgefühl. Und das kann nicht nur schichtspezifisch, sondern auch regional sehr unterschiedlich sein.</p>
<p>Ich kann mich an meine Kindheit und die Frage nach Cola erinnern. Ich schreibe bewusst Cola ohne Geschlecht, denn welches hat Coca Cola? Ich habe immer bestellt und bestelle heute nicht mehr &#8211; weil ich gar keine mehr trinke &#8211; <span style="text-decoration: underline;">eine</span> Cola. In Filmen oder Büchern habe ich oft gehört und gelesen, dass jemand <span style="text-decoration: underline;">ein</span> Cola oder <span style="text-decoration: underline;">ein</span> Coke trank. Ist Cola weiblich, männlich, sächlich oder einfach viel zu süß?</p>
<p>Was mich an der Blog-Diskussion aber am meisten begeistert, ist die Vehemenz, mit der hier gestritten wird. So lange sich so viele Leute so sehr über unsere Sprache und unsere Grammatik oder unseren Schreibstil ereifern, ist mir um die deutsche Sprache nicht bange. Das hat schon die letzte, heftig diskutierte Rechtschreibreform bewiesen, und das beweisen die Kommentare auf Scilogs. Gott sei&#8217;s dem Blog gedankt.</p>
<p>&nbsp;<br />
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		<title>Wie Sprache Eltern und Lehrer schaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 07:35:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[genervt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zugegeben, als mir anno 1990 das erste Mal eine Frau in der damals noch DDR sagt, sie sei von Beruf Ökonom, bin ich doch zusammengezuckt. Nicht wegen der für mich als Wessi ungewohnten Berufsbezeichnung, sondern weil sie nicht Ökonomin sagte. Da ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, wie sehr ich mich an die weiblichen Berufsbezeichnungen gewöhnt hatte. Und das ist auch gut und richtig so. Natürlich ist eine Friseurin kein Friseur, eine Journalistin kein Journalist und eine Verkäuferin kein Verkäufer. Das alles aber versöhnt mich nicht mit den sattsam bekannten Sprachmätzchen des Binnen-I oder das verkrampfte Bürgerinnen und Bürger (das leider auch viele meiner Redakteurs- und Redakteurinnenkolleginnen eifrig pflegen). Offenbar kommen solcherlei Sprachwürgereien auch anderen schwer über die Lippen und die Tastatur. Der Ausweg aus dieser Klemme ist aber nicht minder schwerfällig. Lehrperson las ich gerade. Auch oft gesehen: Schülerschaft oder Lehrerschaft oder Elternschaft. Nicht viel besser finde ich die Studierenden. Dabei wäre die Lösung doch so einfach. Verwenden wir doch einfach das generische Maskulinum. Die Sänger sind – im gemischten Chor – Damen und Herren. Die Lehrer, die Studenten, die Fußgänger in der Fußgängerzone (verschont mich bitte mit der Fußgängerinnenzone) sind ebenso Frauen wie Männer. Und das bezweifelt nun wirklich  niemand. Das ist allemal besser als alle –personen, -schaften und –körper. Dann bleiben die Lehrer auch künftig vom Leerkörper verschont. „Der Beamte, der Bürger, der Student, der Vorgesetzte &#8230; Wer stellt sich darunter schon eine Beamtin, eine Bürgerin, eine Studentin vor?“ fragt der Berliner Senat in seinem Leitfaden für gschlechtergerechte Sprache in der Verwaltung. Ich möchte dem Senat zurufen: Jeder vernünftig denkende Mensch, pardon, jede Menschin. &#160; http://lexikon.freenet.de/Generisches_Maskulinum</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/genervt/wie-sprache-eltern-und-lehrer-schaft/">Wie Sprache Eltern und Lehrer schaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben, als mir anno 1990 das erste Mal eine Frau in der damals noch DDR sagt, sie sei von Beruf Ökonom, bin ich doch zusammengezuckt. Nicht wegen der für mich als Wessi ungewohnten Berufsbezeichnung, sondern weil sie nicht Ökonomin sagte. Da ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, wie sehr ich mich an die weiblichen Berufsbezeichnungen gewöhnt hatte. Und das ist auch gut und richtig so. Natürlich ist eine Friseurin kein Friseur, eine Journalistin kein Journalist und eine Verkäuferin kein Verkäufer.</p>
<p>Das alles aber versöhnt mich nicht mit den sattsam bekannten Sprachmätzchen des Binnen-I oder das verkrampfte Bürgerinnen und Bürger (das leider auch viele meiner Redakteurs- und Redakteurinnenkolleginnen eifrig pflegen). Offenbar kommen solcherlei Sprachwürgereien auch anderen schwer über die Lippen und die Tastatur. Der Ausweg aus dieser Klemme ist aber nicht minder schwerfällig.</p>
<p>Lehrperson las ich gerade. Auch oft gesehen: Schülerschaft oder Lehrerschaft oder Elternschaft. Nicht viel besser finde ich die Studierenden. Dabei wäre die Lösung doch so einfach. Verwenden wir doch einfach das generische Maskulinum. Die Sänger sind – im gemischten Chor – Damen und Herren. Die Lehrer, die Studenten, die Fußgänger in der Fußgängerzone (verschont mich bitte mit der Fußgängerinnenzone) sind ebenso Frauen wie Männer. Und das bezweifelt nun wirklich  niemand. Das ist allemal besser als alle –personen, -schaften und –körper. Dann bleiben die Lehrer auch künftig vom Leerkörper verschont.</p>
<p>„Der Beamte, der Bürger, der Student, der Vorgesetzte &#8230; Wer stellt sich darunter schon eine Beamtin, eine Bürgerin, eine Studentin vor?“ fragt der Berliner Senat in seinem Leitfaden für gschlechtergerechte Sprache in der Verwaltung. Ich möchte dem Senat zurufen: Jeder vernünftig denkende Mensch, pardon, jede Menschin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>http://lexikon.freenet.de/Generisches_Maskulinum</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/genervt/wie-sprache-eltern-und-lehrer-schaft/">Wie Sprache Eltern und Lehrer schaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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