<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Fernsehen Archive - Pyrolirium</title>
	<atom:link href="https://pyrolim.de/tag/fernsehen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://pyrolim.de/tag/fernsehen/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Tue, 11 Jun 2013 07:28:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.1</generator>

<image>
	<url>https://pyrolim.de/wp-content/uploads/cropped-cropped-cropped-Eisfrauheader-1-32x32.jpg</url>
	<title>Fernsehen Archive - Pyrolirium</title>
	<link>https://pyrolim.de/tag/fernsehen/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Der Furor um Tatort-Watch und andere Unwichtigkeiten</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/geklickt/der-furor-um-tatort-watch-und-andere-unwichtigkeiten/</link>
					<comments>https://pyrolim.de/pyropro/geklickt/der-furor-um-tatort-watch-und-andere-unwichtigkeiten/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2013 19:58:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[geklickt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://pyrolim.de/?p=4078</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es reicht! Ich kann&#8217;s nicht mehr lesen, dieses Getue um den sprachlichen Umgang mit angeblichen oder echten Minderheiten. Dieses Sezieren von Texten, Filmen oder Reden auf der Suche nach der schlimmen, schlimmen Verfehlung. Dieses Herumreiten auf der Gedankenlosigkeit oder gar Bösartigkeit der Welt, die sich in Gedrucktem und Gesendeten ausdrückt. Und jetzt auch noch &#8222;Tatort-Watch&#8220;. Auf dass nichts mehr übrig bleibt, was nicht im Sinne des Guten und aus Liebe zu wem oder was auch immer überwacht wird. Es geschieht ja, so wird es immer wieder betont, allein für die gute Sache. Ich bin gegen Sprache, die verletzt. Aber ich bin für eine schöne und elegante Sprache und damit gegen übertriebenes Gendern. Dagegen, dass sich mit dem Gender-Gap jetzt auch Intersexuelle und Transgender mitgenannt fühlen sollen. Wollen wir unsere geschriebene Sprache so weit verhunzen, dass tatsächlich jeder irgendwie mitgenannt wird. Ich finde, behinderte Menschen dürfen so, aber auch Menschen mit Behinderungen genannt werden, und Behindertenwerkstätten dürfen ebenfalls so heißen. Was soll ich von einem Text über Altersdiskriminierung in der Sprache halten, dem dieses vorangestellt wird: [Hinweis: Der folgende Text enthält Beispiele sexistischer und altersdiskriminierender Sprache.] Erwartet der Autor allen Ernstes, dass ich einen bleibenden Schaden davontrage, wenn ich einen solchen Text lese? Oder was soll ich von diesem Warnhinweis halten? In einem anderen Text bin ich über diesen Satz gestolpert: &#8222;Mich interessiert nicht das Verhältnis von Frauen und Männern und anderen Geschlechtern, sondern mich interessieren Ansätze, die von der weiblichen Freiheit ausgehend eine Veränderung der traditionell männlich dominierten und von patriarchalen Strukturen verseuchten Verhältnisse anstreben.&#8220; Das kann man so sehen. Ich frage mich angesichts des feministischen Furors nur manchmal, ob ich noch normal bin, wenn ich die Welt nicht als von patriarchalen Strukturen verseucht ansehe? Nun also noch Tatort-Watch. Viel diskutiert, für mich einfach daneben. Eine Gruppe von Bündnis 90/Die Grünen macht sich unter dem Twitter-Account @tatortwatch daran, &#8222;aus Liebe zum Tatort und BürgerInnenrechten&#8220; die &#8222;BürgerInnenrechtsverletzungen&#8220; &#8211; was für verquere Wortschöpfungen, ich lese immer Innenrechtsverletzung &#8211; im Tatort zu geißeln. Dazu die Frage: &#8222;Darf der Tatort das?&#8220; Dazu sage ich mal: Die Frage stellt sich gar nicht. Tatort ist Fiktion, ist Kunst, ist manchmal auch Vergnügen oder Spannung oder beides. Oder auch Langeweile oder krauses Zeug. Aber Tatort ist kein Vortrag über Menschenrechte, keine Dokumentation und kein Lehrfilm für künftige Kommissare. Wer den Tatort hinsichtlich der Menschenrechte auf den Prüfstand stellt, stellt ihn auch hinsichtlich der Arbeitsweise der Kommissare auf den Prüfstand. Dann müssten die Ermittler Stellbrink (Devid Striesow), Nick Tschiller (Til Schweiger), Frank Thiel (Alex Prahl) und Gerichtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) schon längst hochkant gefeuert worden sein. Es ist ja nicht so, dass der Zuschauer zu blöd wäre, zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Schenk und Ballauf schreiben im Tatort nie Berichte. Aber selbst jemand, der noch nie ein echtes Kommissariat von innen gesehen hat, weiß, dass das nicht der Realität entspricht. Und doch käme niemand darauf, einen Warnhinweis anzubringen: &#8222;Achtung, das wahre Kommissarsleben ist viel langweiliger als das im Film.&#8220; Warum also Tatort-Watch? Die Schwarzen haben Tatort-Watch sofort für den Wahlkampf vereinnahmt. Sie attestieren den Grünen einen Tugendfuror*. Ganz unrecht haben sie nicht. Die Debatte um Sinn oder Unsinn von Tatort-Watch wird vor allem bei Twitter ausgetragen. &#8222;Herr Schimanski, was sagen Sie denn zu @tatortwatch?&#8220; Scheiße! #tatort — Icfu (@Digitale_Horde) 13. Mai 2013 &#160; Was wolle die denn noch alles kontrollieren?@tatortwatch: #Grüne stellen #Tatort-Ermittler unter Beobachtung. m.spiegel.de/netzwelt/netzp… — Christian Deysson (@cdeysson) 13. Mai 2013 &#160; Neues #grünes Bevormundungsprojekt: Jetzt werden auch noch die Figuren im #Tatort überprüft, ob sie sich richtig verhalten. #tatortwatch — M. Grosse-Brömer (@MGrosseBroemer) 12. Mai 2013 &#160; Ich fordere ein Watchblog, das die Realitätsnähe von Rosamunde Pilcher-Verfilmungen überprüft. #tatortwatch — Jürgen Braatz (@ratingwissen) 13. Mai 2013 &#160; Neues #grünes Bevormundungsprojekt: Jetzt werden die Figuren im #Tatort überprüft, ob sie sich richtig verhalten. #tatortwatch Echt irre!! — Hermann Gröhe (@groehe) 12. Mai 2013 &#160; Gebloggt: Gegen die mediale Normalisierung bürgerrechtlicher Wurstigkeit – ein Lob auf @tatortwatch wp.me/pBjsD-EQ &#8212; Felix Neumann (@fxneumann) 13. Mai 2013 Ob es ein Twitter-Wahlkampf wird? Twitter-Nutzer vermuteten zunächst einen Fake-Account. Hätte ich auch. Die Idee ist so abstrus, dass sie gar nicht ernst gemeint sein kann. Ist sie aber doch. Immerhin haben die Grünen hier verkündet, das alles nicht so bierernst nehmen zu wollen. Da frage ich mich, warum die es überhaupt machen. Vor allem aber frage ich mich: Wann werden wir alle wieder normal? Ich muss mein Plädoyer für mehr Gelassenheit hier noch einmal wiederholen. Denn ich habe den Eindruck, dass uns die Gelassenheit mehr und mehr abhanden kommt. Es ist ja schön, wenn Menschen ihr Lebensthema finden und sich dafür einsetzen. Aber mir ist das alles zu verbissen, zu oberlehrerhaft, zu dogmatisch. Jeder weiß, was es an wirklich wichtigen Dingen in unserer Gesellschaft zu ändern gebe. Angebliche Menschenrechtsverletzungen im Tatort gehören nun wirklich nicht dazu. Zum Tatort-Watch gibt es natürlich auch eine Gegenaktion. Sie heißt https://twitter.com/WatchTatort *Furor, eigentlich Furor teutonicus, ist ein sehr schönes Wort, finde ich. Und sehr teutonisch.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/geklickt/der-furor-um-tatort-watch-und-andere-unwichtigkeiten/">Der Furor um Tatort-Watch und andere Unwichtigkeiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es reicht! Ich kann&#8217;s nicht mehr lesen, dieses Getue um den sprachlichen Umgang mit angeblichen oder echten Minderheiten. Dieses Sezieren von Texten, Filmen oder Reden auf der Suche nach der schlimmen, schlimmen Verfehlung. Dieses Herumreiten auf der Gedankenlosigkeit oder gar Bösartigkeit der Welt, die sich in Gedrucktem und Gesendeten ausdrückt. Und jetzt auch noch &#8222;Tatort-Watch&#8220;. Auf dass nichts mehr übrig bleibt, was nicht im Sinne des Guten und aus Liebe zu wem oder was auch immer überwacht wird. Es geschieht ja, so wird es immer wieder betont, allein für die gute Sache.<br />
<span id="more-4078"></span><br />
Ich bin gegen Sprache, die verletzt. Aber ich bin für eine schöne und elegante Sprache und damit gegen übertriebenes Gendern. Dagegen, dass sich mit dem Gender-Gap jetzt auch Intersexuelle und Transgender mitgenannt fühlen sollen. Wollen wir unsere geschriebene Sprache so weit verhunzen, dass tatsächlich jeder irgendwie mitgenannt wird. Ich finde, behinderte Menschen dürfen so, aber auch Menschen mit Behinderungen genannt werden, und Behindertenwerkstätten dürfen ebenfalls so heißen. Was soll ich von einem <a href="http://www.sprachlog.de/2013/04/26/von-alten-saecken-und-alten-damen/" target="_blank">Text</a> über Altersdiskriminierung in der Sprache halten, dem dieses vorangestellt wird:</p>
<blockquote><p>[Hinweis: Der folgende Text enthält Beispiele sexistischer und altersdiskriminierender Sprache.]</p></blockquote>
<p>Erwartet der Autor allen Ernstes, dass ich einen bleibenden Schaden davontrage, wenn ich einen solchen Text lese? Oder was soll ich von diesem Warnhinweis halten? In einem anderen <a href="http://antjeschrupp.com/2013/05/01/nichts-gegen-geschlechtergerechtigkeit-aber-wo-bleibt-der-feminismus/" target="_blank">Text</a> bin ich über diesen Satz gestolpert: &#8222;Mich interessiert nicht das Verhältnis von Frauen und Männern und anderen Geschlechtern, sondern mich interessieren Ansätze, die von der weiblichen Freiheit ausgehend eine Veränderung der traditionell männlich dominierten und von patriarchalen Strukturen verseuchten Verhältnisse anstreben.&#8220; Das kann man so sehen. Ich frage mich angesichts des feministischen Furors nur manchmal, ob ich noch normal bin, wenn ich die Welt nicht als von patriarchalen Strukturen verseucht ansehe?</p>
<p>Nun also noch Tatort-Watch. Viel diskutiert, für mich einfach daneben. Eine Gruppe von Bündnis 90/Die Grünen macht sich unter dem Twitter-Account <a href="http://twitter.com/tatortwatch" target="_blank">@tatortwatch</a> daran, &#8222;aus Liebe zum Tatort und BürgerInnenrechten&#8220; die &#8222;BürgerInnenrechtsverletzungen&#8220; &#8211; was für verquere Wortschöpfungen, ich lese immer Innenrechtsverletzung &#8211; im Tatort zu geißeln. Dazu die Frage: &#8222;Darf der Tatort das?&#8220; Dazu sage ich mal: Die Frage stellt sich gar nicht. Tatort ist Fiktion, ist Kunst, ist manchmal auch Vergnügen oder Spannung oder beides. Oder auch Langeweile oder krauses Zeug. Aber Tatort ist kein Vortrag über Menschenrechte, keine Dokumentation und kein Lehrfilm für künftige Kommissare. Wer den Tatort hinsichtlich der Menschenrechte auf den Prüfstand stellt, stellt ihn auch hinsichtlich der Arbeitsweise der Kommissare auf den Prüfstand. Dann müssten die Ermittler Stellbrink (Devid Striesow), Nick Tschiller (Til Schweiger), Frank Thiel (Alex Prahl) und Gerichtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) schon längst hochkant gefeuert worden sein.</p>
<p>Es ist ja nicht so, dass der Zuschauer zu blöd wäre, zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Schenk und Ballauf schreiben im Tatort nie Berichte. Aber selbst jemand, der noch nie ein echtes Kommissariat von innen gesehen hat, weiß, dass das nicht der Realität entspricht. Und doch käme niemand darauf, einen Warnhinweis anzubringen: &#8222;Achtung, das wahre Kommissarsleben ist viel langweiliger als das im Film.&#8220; Warum also Tatort-Watch?</p>
<p>Die Schwarzen haben Tatort-Watch sofort für den Wahlkampf vereinnahmt. Sie attestieren den Grünen einen Tugendfuror*. Ganz unrecht haben sie nicht. Die Debatte um Sinn oder Unsinn von Tatort-Watch wird vor allem bei Twitter ausgetragen.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>&#8222;Herr Schimanski, was sagen Sie denn zu @<a href="https://twitter.com/tatortwatch">tatortwatch</a>?&#8220; Scheiße! <a href="https://twitter.com/search/%23tatort">#tatort</a></p>
<p>— Icfu (@Digitale_Horde) <a href="https://twitter.com/Digitale_Horde/status/334033210629562368">13. Mai 2013</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Was wolle die denn noch alles kontrollieren?@<a href="https://twitter.com/tatortwatch">tatortwatch</a>: <a href="https://twitter.com/search/%23Grüne">#Grüne</a> stellen <a href="https://twitter.com/search/%23Tatort">#Tatort</a>-Ermittler unter Beobachtung. <a title="http://m.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/a-899541.html" href="http://t.co/Hp5Pig2Pd1">m.spiegel.de/netzwelt/netzp…</a></p>
<p>— Christian Deysson (@cdeysson) <a href="https://twitter.com/cdeysson/status/334031087821000705">13. Mai 2013</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Neues <a href="https://twitter.com/search/%23grünes">#grünes</a> Bevormundungsprojekt: Jetzt werden auch noch die Figuren im <a href="https://twitter.com/search/%23Tatort">#Tatort</a> überprüft, ob sie sich richtig verhalten. <a href="https://twitter.com/search/%23tatortwatch">#tatortwatch</a></p>
<p>— M. Grosse-Brömer (@MGrosseBroemer) <a href="https://twitter.com/MGrosseBroemer/status/333659696403726338">12. Mai 2013</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Ich fordere ein Watchblog, das die Realitätsnähe von Rosamunde Pilcher-Verfilmungen überprüft. <a href="https://twitter.com/search/%23tatortwatch">#tatortwatch</a></p>
<p>— Jürgen Braatz (@ratingwissen) <a href="https://twitter.com/ratingwissen/status/334015947964821504">13. Mai 2013</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Neues <a href="https://twitter.com/search/%23grünes">#grünes</a> Bevormundungsprojekt: Jetzt werden die Figuren im <a href="https://twitter.com/search/%23Tatort">#Tatort</a> überprüft, ob sie sich richtig verhalten. <a href="https://twitter.com/search/%23tatortwatch">#tatortwatch</a> Echt irre!!</p>
<p>— Hermann Gröhe (@groehe) <a href="https://twitter.com/groehe/status/333691565589553152">12. Mai 2013</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de">
<p>Gebloggt: Gegen die mediale Normalisierung bürgerrechtlicher Wurstigkeit – ein Lob auf @<a href="https://twitter.com/tatortwatch">tatortwatch</a> <a href="http://t.co/xZ1mUFIvD2" title="http://wp.me/pBjsD-EQ">wp.me/pBjsD-EQ</a></p>
<p>&mdash; Felix Neumann (@fxneumann) <a href="https://twitter.com/fxneumann/status/333994552136454144">13. Mai 2013</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script><br />
Ob es ein <a href="http://www.vocer.org/de/artikel/do/detail/id/452/twitter-wahlkampf-am-tatort.html" target="_blank">Twitter-Wahlkampf </a> wird? Twitter-Nutzer vermuteten zunächst einen Fake-Account. Hätte ich auch. Die Idee ist so abstrus, dass sie gar nicht ernst gemeint sein kann. Ist sie aber doch. Immerhin haben die Grünen <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/twitter-account-tatortwatch-wenn-gruene-den-tatort-beobachten-1.1671094" target="_blank">hier</a> verkündet, das alles nicht so bierernst nehmen zu wollen. Da frage ich mich, warum die es überhaupt machen.</p>
<p>Vor allem aber frage ich mich: Wann werden wir alle wieder normal? Ich muss mein<a title="Die betroffene Gesellschaft: Plädoyer für mehr Gelassenheit" href="https://pyrolim.de/pyrocontra/2013/die-betroffene-gesellschaft-plaedoyer-fuer-mehr-gelassenheit/" target="_blank"> Plädoyer für mehr Gelassenheit</a> hier noch einmal wiederholen. Denn ich habe den Eindruck, dass uns die Gelassenheit mehr und mehr abhanden kommt. Es ist ja schön, wenn Menschen ihr Lebensthema finden und sich dafür einsetzen. Aber mir ist das alles zu verbissen, zu oberlehrerhaft, zu dogmatisch.</p>
<p>Jeder weiß, was es an wirklich wichtigen Dingen in unserer Gesellschaft zu ändern gebe. Angebliche Menschenrechtsverletzungen im Tatort gehören nun wirklich nicht dazu.</p>
<p>Zum Tatort-Watch gibt es natürlich auch eine Gegenaktion. Sie heißt <a href="https://twitter.com/WatchTatort">https://twitter.com/WatchTatort</a></p>
<p>*Furor, eigentlich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Furor_Teutonicus" target="_blank">Furor teutonicus</a>, ist ein sehr schönes Wort, finde ich. Und sehr teutonisch.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/geklickt/der-furor-um-tatort-watch-und-andere-unwichtigkeiten/">Der Furor um Tatort-Watch und andere Unwichtigkeiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://pyrolim.de/pyropro/geklickt/der-furor-um-tatort-watch-und-andere-unwichtigkeiten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sommer hinter Glas</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/sommer-hinter-glas/</link>
					<comments>https://pyrolim.de/pyropro/sommer-hinter-glas/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 08:04:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Polzeiruf 110]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Tatort]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pyrolim.de/?p=1407</guid>

					<description><![CDATA[<p>Noch vier Wochen, dann ist Frühlingsanfang. Der Winter hat uns dieses Jahr hier im Norden alles beschert, was man sich für einen norddeutschen Winter vorstellen kann: erst graues Schmuddelwetter, dann Schnee und strenger Frost, nun zwar Plusgrade, aber kalter Wind, der übers Land fegt. Doch wer genau hinschaut, konnte den ganzen Winter über den Sommer genießen. Hinter Glas und leider nicht gefühlt. Gestern Abend Tatort/Polizeiruf 110 gesehen? Tatort ist die Sendung, die mit ziemlicher Sicherheit im Winter Sommer hinter Glas bietet. Hinter dem Glas des Fernsehbildschirms. Tatort-Filme sind meistens antizyklisch: Im Winter ermitteln die Kommissare unter belaubten Bäumen und bei Sonnenschein, im Sommer sind sie oft im tiefsten Winter unterwegs. Was beim Krimi funktioniert, funktioniert bei den Schnulzenfilmen am Sonntagabend im Zweiten sogar noch besser: Schon mal einen Rosamunde-Pilcher-Film gesehen, in dem schlechtes Wetter herrschte, gar Winter war? Wohl kaum. Gleiches gilt für viele Vorabendserien, in denen eigentlich immer gutes Wetter ist. Sogar einer, bei dem niemand schwitzt oder über die Hitze stöhnt. Wem das nicht genug ist, der sollte mal beim Makler vorbeigehen. Da hängen Fotos von Häusern im Schaufenster, die zu verkaufen sind. Und wie sehen die aus? Richtig, der Garten ist grün, die Blumen blühen, auf der Terrasse stehen Liegestuhl und Gartentisch. Hinter der Schaufensterscheibe eines jeden Maklerbüros gibt es Sommer hinter Glas. Soll ja gut aussehen, was da angepriesen wird. Also: Auch im Winter gibt es Sommer, wenn auch nur hinter Glas. Man muss nur wissen wo. Deshalb nicht über den Winter jammern, sondern bei Bedarf eine Portion Sommer angucken. Hebt zumindest kurzfristig die Laune.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/sommer-hinter-glas/">Sommer hinter Glas</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Noch vier Wochen, dann ist Frühlingsanfang. Der Winter hat uns dieses Jahr hier im Norden alles beschert, was man sich für einen norddeutschen Winter vorstellen kann: erst graues Schmuddelwetter, dann Schnee und strenger Frost, nun zwar Plusgrade, aber kalter Wind, der übers Land fegt. Doch wer genau hinschaut, konnte den ganzen Winter über den Sommer genießen. Hinter Glas und leider nicht gefühlt.<br />
<span id="more-1407"></span><br />
Gestern Abend Tatort/Polizeiruf 110 gesehen? Tatort ist die Sendung, die mit ziemlicher Sicherheit im Winter Sommer hinter Glas bietet. Hinter dem Glas des Fernsehbildschirms. Tatort-Filme sind meistens antizyklisch: Im Winter ermitteln die Kommissare unter belaubten Bäumen und bei Sonnenschein, im Sommer sind sie oft im tiefsten Winter unterwegs. Was beim Krimi funktioniert, funktioniert bei den Schnulzenfilmen am Sonntagabend im Zweiten sogar noch besser: Schon mal einen Rosamunde-Pilcher-Film gesehen, in dem schlechtes Wetter herrschte, gar Winter war? Wohl kaum. Gleiches gilt für viele Vorabendserien, in denen eigentlich immer gutes Wetter ist. Sogar einer, bei dem niemand schwitzt oder über die Hitze stöhnt.</p>
<p>Wem das nicht genug ist, der sollte mal beim Makler vorbeigehen. Da hängen Fotos von Häusern im Schaufenster, die zu verkaufen sind. Und wie sehen die aus? Richtig, der Garten ist grün, die Blumen blühen, auf der Terrasse stehen Liegestuhl und Gartentisch. Hinter der Schaufensterscheibe eines jeden Maklerbüros gibt es Sommer hinter Glas. Soll ja gut aussehen, was da angepriesen wird.</p>
<p>Also: Auch im Winter gibt es Sommer, wenn auch nur hinter Glas. Man muss nur wissen wo. Deshalb nicht über den Winter jammern, sondern bei Bedarf eine Portion Sommer angucken. Hebt zumindest kurzfristig die Laune.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/sommer-hinter-glas/">Sommer hinter Glas</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://pyrolim.de/pyropro/sommer-hinter-glas/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Kamera als Frage</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyrocontra/die-kamera-als-frage/</link>
					<comments>https://pyrolim.de/pyrocontra/die-kamera-als-frage/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 20:13:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrocontra]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Recht am eigenen Bild]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pyrolim.de/pyrocontra/2011/die-kamera-als-frage/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wer ist außer Stars, Sternchen und Politikern am häufigsten im Fernsehen zu sehen? Journalisten bei der Arbeit. Fernsehen braucht Bilder, und wenn keine kraftvollen Bilder da sind, streicht die Kamera gern über die arbeitenden Kollegen. Ob in der Bundespressekonferenz oder &#8211; besonders oft &#8211; bei anderen Pressekonferenzen, wo es außer den Rednern auf dem Podium und der mitschreibenden Journaille kaum etwas zu drehen gibt. Da wird auch gern mal auf den Block gezoomt, auf dem gerade Notizen gemacht werden. Ich bin selbst oft Motiv für diese Art der Kameraeinstellung. Aber ich bin nie gefragt worden, ob ich damit einverstanden bin. Als Pressefotografin weiß ich: keine Foto-Veröffentlichung ohne Einverständnis. Gilt das nicht für schreibende Kollegen? Sie haben nicht die Möglichkeit, sich dem Gefilmtwerden zu entziehen, denn sie sind bei der Arbeit, und wer einfach weggeht, verpasst das, weshalb er gekommen ist. Und kann seinen Job nicht erledigen. Die Fernsehleute machen es sich einfach: Jeder, der in den Fokus der Kamera gerät und dies bemerkt, hat damit sein Einverständnis gegeben, erklärte eine TV-Kollegin. Ach so. Klar, so eine Fernsehkamera ist etwas anderes als ein Fotoapparat. Damit läuft nicht fast jeder herum, sondern nur die wahren Profis vom TV. Wer sich im Bild der Kamera wähnt, muss wissen, dass sein Bild gesendet wird. Bei Fotoapparaten ist das anders, das Bild machen ist das eine, die Veröffentlichung das andere. So weit, so klar. Ich stelle mir nur gerade vor, wie ein Kollege der Bundespressekonferenz, der irgendwo mitten in der Reihe sitzt, hinterher dem Kameramann klar machen will, dass er nicht ins Fernsehen will. Keine Chance. Und so nehmen wir schreibenden Kollegen es weiter hin, zum Beiwerk in den Beiträgen unserer TV-Kollegen zu sein. Denn die Kamera ist die Frage, und nicht einverstanden sein ist schwer.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-kamera-als-frage/">Die Kamera als Frage</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ist außer Stars, Sternchen und Politikern am häufigsten im Fernsehen zu sehen? Journalisten bei der Arbeit. Fernsehen braucht Bilder, und wenn keine kraftvollen Bilder da sind, streicht die Kamera gern über die arbeitenden Kollegen. Ob in der Bundespressekonferenz oder &#8211; besonders oft &#8211; bei anderen Pressekonferenzen, wo es außer den Rednern auf dem Podium und der mitschreibenden Journaille kaum etwas zu drehen gibt. Da wird auch gern mal auf den Block gezoomt, auf dem gerade Notizen gemacht werden.<br />
<span id="more-804"></span><br />
Ich bin selbst oft Motiv für diese Art der Kameraeinstellung. Aber ich bin nie gefragt worden, ob ich damit einverstanden bin. Als Pressefotografin weiß ich: keine Foto-Veröffentlichung ohne Einverständnis. Gilt das nicht für schreibende Kollegen? Sie haben nicht die Möglichkeit, sich dem Gefilmtwerden zu entziehen, denn sie sind bei der Arbeit, und wer einfach weggeht, verpasst das, weshalb er gekommen ist. Und kann seinen Job nicht erledigen.</p>
<p>Die Fernsehleute machen es sich einfach: Jeder, der in den Fokus der Kamera gerät und dies bemerkt, hat damit sein Einverständnis gegeben, erklärte eine TV-Kollegin. Ach so. Klar, so eine Fernsehkamera ist etwas anderes als ein Fotoapparat. Damit läuft nicht fast jeder herum, sondern nur die wahren Profis vom TV. Wer sich im Bild der Kamera wähnt, muss wissen, dass sein Bild gesendet wird. Bei Fotoapparaten ist das anders, das Bild machen ist das eine, die Veröffentlichung das andere.</p>
<p>So weit, so klar. Ich stelle mir nur gerade vor, wie ein Kollege der Bundespressekonferenz, der irgendwo mitten in der Reihe sitzt, hinterher dem Kameramann klar machen will, dass er nicht ins Fernsehen will. Keine Chance. Und so nehmen wir schreibenden Kollegen es weiter hin, zum Beiwerk in den Beiträgen unserer TV-Kollegen zu sein. Denn die Kamera ist die Frage, und nicht einverstanden sein ist schwer.</p>
<p><img decoding="async" src="http://vg09.met.vgwort.de/na/679832378cf64ef480cae50ec3144847" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/die-kamera-als-frage/">Die Kamera als Frage</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://pyrolim.de/pyrocontra/die-kamera-als-frage/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
