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	Kommentare zu: Missbrauchsopfer Norbert Denef &#8211; Hunger nach Gerechtigkeit	</title>
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		<title>
		Von: Sarah Mohn		</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/norbert-denefs-hungerstreik/#comment-2148</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sarah Mohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jun 2012 17:44:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sehr geehrte Frau Peyronnet, 

auch ich und alle vernetzen Betroffene, die ich kenne - sind einstimmig gegen Verjährungsfristen bei sex. Gewalt in der Kindheit. Ohne Frage! Viele von ihnen bezeichnen dieses Verbrechen als &quot;Seelenmord&quot;. Auch ich empfand dies sehr sehr lange so. 
Aber durch harte Arbeit an mir selbst dank therapeutischer kompetenter Begleitung darf ich heute sagen, dass meine Seele nicht ermordert worden ist, sondern durch dieses jahrelange Verbrechen ist sie erstarrt - lahmgelegt worden. 
Dennoch rechtfertigt nicht dieses Verbrechen, das irreperable Schäden in den Genen und im Gehirn Betroffener und lebenslange gesundheitliche sowie auch seelische Schäden verursacht. 
Verjährungsfristen müssen abgeschafft werden. Hier gehe ich mit Ihnen und allen Betroffenen konform. Nur die Art, wie sie nun erreicht werden will von Norbert, diese teile ich in keinster Weise. Sie ist kontraproduktiv und wirft uns, die wir durch Überzeugungsarbeit nötige Änderungen bewirken wollen, ennorm zurück. Wir nämlich wollen überzeugen, und nicht erpressen. Hier liegt der Unterschied! Uns wurde allen jahrelange extreme Gewalt angetan, wir dürfen und können nicht mit Gewalt nun Dinge erzwingen, die im Verständnis, in der Auffassung in den Köpfen der Entscheidungsträger noch nicht ganz erfasst und für nötig empfunden worden ist. Hier gilt es - mit wissenschaftlich nachgewiesenen Fakten zu argumentieren, und nicht mit Erpressung. 
Und diese Meinung teilt die Mehrzahl der Betroffenen. 
Ich kann Norberts Ungeduld durchaus verstehen - nach all den Jahren - in denen er sich für eine Abschaffung eingesetzt hat. Aber den Weg, der er nun einschlägt, kann ich nicht für Gut heißen. 
Es gibt endlos viele Themen, die verändert, angepackt werden müssen im Bereich sex. Gewalt an Kindern. Wenn jedesmal hier Betroffene in den Hungerstreik gingen, um ihre Ziele zu erreichen, würden wir sehr schnell nicht mehr für ernst genommen werden. Darin liegt meine Sorge! Und mit Gewalt und Erpressung erreicht man keine langhaltigen Ziele und Änderungen. 
Mit freundlichen Grüßen 
Sarah Mohn
PS: Danke, dass Sie bereit sind für einen offenen - transparenten und  konstruktiven Austausch]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Frau Peyronnet, </p>
<p>auch ich und alle vernetzen Betroffene, die ich kenne &#8211; sind einstimmig gegen Verjährungsfristen bei sex. Gewalt in der Kindheit. Ohne Frage! Viele von ihnen bezeichnen dieses Verbrechen als &#8222;Seelenmord&#8220;. Auch ich empfand dies sehr sehr lange so.<br />
Aber durch harte Arbeit an mir selbst dank therapeutischer kompetenter Begleitung darf ich heute sagen, dass meine Seele nicht ermordert worden ist, sondern durch dieses jahrelange Verbrechen ist sie erstarrt &#8211; lahmgelegt worden.<br />
Dennoch rechtfertigt nicht dieses Verbrechen, das irreperable Schäden in den Genen und im Gehirn Betroffener und lebenslange gesundheitliche sowie auch seelische Schäden verursacht.<br />
Verjährungsfristen müssen abgeschafft werden. Hier gehe ich mit Ihnen und allen Betroffenen konform. Nur die Art, wie sie nun erreicht werden will von Norbert, diese teile ich in keinster Weise. Sie ist kontraproduktiv und wirft uns, die wir durch Überzeugungsarbeit nötige Änderungen bewirken wollen, ennorm zurück. Wir nämlich wollen überzeugen, und nicht erpressen. Hier liegt der Unterschied! Uns wurde allen jahrelange extreme Gewalt angetan, wir dürfen und können nicht mit Gewalt nun Dinge erzwingen, die im Verständnis, in der Auffassung in den Köpfen der Entscheidungsträger noch nicht ganz erfasst und für nötig empfunden worden ist. Hier gilt es &#8211; mit wissenschaftlich nachgewiesenen Fakten zu argumentieren, und nicht mit Erpressung.<br />
Und diese Meinung teilt die Mehrzahl der Betroffenen.<br />
Ich kann Norberts Ungeduld durchaus verstehen &#8211; nach all den Jahren &#8211; in denen er sich für eine Abschaffung eingesetzt hat. Aber den Weg, der er nun einschlägt, kann ich nicht für Gut heißen.<br />
Es gibt endlos viele Themen, die verändert, angepackt werden müssen im Bereich sex. Gewalt an Kindern. Wenn jedesmal hier Betroffene in den Hungerstreik gingen, um ihre Ziele zu erreichen, würden wir sehr schnell nicht mehr für ernst genommen werden. Darin liegt meine Sorge! Und mit Gewalt und Erpressung erreicht man keine langhaltigen Ziele und Änderungen.<br />
Mit freundlichen Grüßen<br />
Sarah Mohn<br />
PS: Danke, dass Sie bereit sind für einen offenen &#8211; transparenten und  konstruktiven Austausch</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: JaneO.		</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/norbert-denefs-hungerstreik/#comment-2147</link>

		<dc:creator><![CDATA[JaneO.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jun 2012 17:19:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Norbert Denef hat es mit seiner extrovertierten Art geschafft das Thema sexualisierte Gewalt in der Kindheit in die Medien zu bekommen. Das war gut. Er ist einer der Ersten die sich getraut haben ihr Gesicht und den Echtnamen offen zu zeigen. Das rechne ich ihm hoch an.
Seine Rede vor der SPD im November/Dezember 2011 war gut.
Leider hat er sich von den Schulterklopfern in der SPD anscheinend täuschen lassen. 
Mit seinem Hungerstreik versucht er nun wieder Aufmerksamkeit in den Medien zu erwirken.
Für mein Gefühl ist dies der falsche Weg.

JaneO. Betroffene sexualisierter Gewalt in der Kindheit]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Norbert Denef hat es mit seiner extrovertierten Art geschafft das Thema sexualisierte Gewalt in der Kindheit in die Medien zu bekommen. Das war gut. Er ist einer der Ersten die sich getraut haben ihr Gesicht und den Echtnamen offen zu zeigen. Das rechne ich ihm hoch an.<br />
Seine Rede vor der SPD im November/Dezember 2011 war gut.<br />
Leider hat er sich von den Schulterklopfern in der SPD anscheinend täuschen lassen.<br />
Mit seinem Hungerstreik versucht er nun wieder Aufmerksamkeit in den Medien zu erwirken.<br />
Für mein Gefühl ist dies der falsche Weg.</p>
<p>JaneO. Betroffene sexualisierter Gewalt in der Kindheit</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Pyrolim		</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/norbert-denefs-hungerstreik/#comment-2146</link>

		<dc:creator><![CDATA[Pyrolim]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jun 2012 16:05:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pyrolim.de/?p=1990#comment-2146</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://pyrolim.de/pyropro/norbert-denefs-hungerstreik/#comment-2143&quot;&gt;Sarah Mohn&lt;/a&gt;.

Liebe Frau  Mohn,
vielen Dank für Ihren langen und ausgewogenen Kommentar. Ich kann gut nachvollziehen, was Sie bewegt. Sicher gibt es verschiedene Methoden, für ein Anliegen zu kämpfen. Das ist vielleicht auch typbedingt: die Extrovertierteren unter uns entschließen sich zu Aktionen wie die von Norbert Denef, andere bevorzugen den leisen Weg und versuchen mit Gesprächen und Argumenten, für ihre Sache einzutreten. Für mich als Außenstehende und nicht Betroffene ändert das aber nichts daran, dass ich den Wunsch nach einer Aufhebung der Verjährungfrist nachvollziehen kann. Vor dem Hintergrund, wie lange Betroffene brauchen, um überhaupt über das Geschehene reden zu können, ist das eine alte Forderung, die Opferverbände für sexuellen Missbrauch schon lange vor dem Bekanntwerden des kirchlichen Missbrauchs aufgestellt haben. Die Wege sind unterschiedlich, aber das Ziel ist richtig.
Liebe Grüße,
Susanne Peyronnet]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://pyrolim.de/pyropro/norbert-denefs-hungerstreik/#comment-2143">Sarah Mohn</a>.</p>
<p>Liebe Frau  Mohn,<br />
vielen Dank für Ihren langen und ausgewogenen Kommentar. Ich kann gut nachvollziehen, was Sie bewegt. Sicher gibt es verschiedene Methoden, für ein Anliegen zu kämpfen. Das ist vielleicht auch typbedingt: die Extrovertierteren unter uns entschließen sich zu Aktionen wie die von Norbert Denef, andere bevorzugen den leisen Weg und versuchen mit Gesprächen und Argumenten, für ihre Sache einzutreten. Für mich als Außenstehende und nicht Betroffene ändert das aber nichts daran, dass ich den Wunsch nach einer Aufhebung der Verjährungfrist nachvollziehen kann. Vor dem Hintergrund, wie lange Betroffene brauchen, um überhaupt über das Geschehene reden zu können, ist das eine alte Forderung, die Opferverbände für sexuellen Missbrauch schon lange vor dem Bekanntwerden des kirchlichen Missbrauchs aufgestellt haben. Die Wege sind unterschiedlich, aber das Ziel ist richtig.<br />
Liebe Grüße,<br />
Susanne Peyronnet</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sarah Mohn		</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/norbert-denefs-hungerstreik/#comment-2145</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sarah Mohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jun 2012 14:18:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pyrolim.de/?p=1990#comment-2145</guid>

					<description><![CDATA[Ergänzung: 
es gab zu Hauf Kritiken gegen diese erpresserische, schädigende Aktion von sehr vielen Betroffenen, aber diese werden dank Norbert Denef nicht freigeschalten. Die Kommentare, die im NetzwerkB dazu zu lesen sind, sind fein säuberlich aussortiert worden - damit sein Bild als Held und Märthyrrer - von allen Betroffenen geliebt und unterstützt - der Öffentlichkeit vorgekaugelt werden kann. 
Wir haben seit Bestehen des Rundes Tisches http://www.rundertisch-kindesmissbrauch.de/index.htm bis heute mühsam gekämpft, ernst genommen zu werden, viele Betroffenen - Initiativen arbeiten aktiv direkt gemeinsam mit dem Unabhängigen Bundesbeauftragten für Fragen  des sex. Kindesmissbrauchs zusammen, um Änderungen zu bewirken. 
siehe auch: http://beauftragter-missbrauch.de/course/view.php?id=30
Aktionen wie Norberts Hungerstreik untergraben erneut die vielen Bemühungen, die allmählich Früchte tragen. 
NetzwerkB ist eine von tausenden Betroffenenvereine, und nicht das Sprachrohr für ALLE Betroffenen, sondern nur für einen minimalen kleinen Personenkreis. 
Die Überzahl organisierte sich in seriösen Foren, Gruppen und sind direkt mit den Entscheidungsträgern im konstruktivem, sachlichen regen Austausch. 
Soviel dazu: 
Sarah Mohn]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ergänzung:<br />
es gab zu Hauf Kritiken gegen diese erpresserische, schädigende Aktion von sehr vielen Betroffenen, aber diese werden dank Norbert Denef nicht freigeschalten. Die Kommentare, die im NetzwerkB dazu zu lesen sind, sind fein säuberlich aussortiert worden &#8211; damit sein Bild als Held und Märthyrrer &#8211; von allen Betroffenen geliebt und unterstützt &#8211; der Öffentlichkeit vorgekaugelt werden kann.<br />
Wir haben seit Bestehen des Rundes Tisches <a href="http://www.rundertisch-kindesmissbrauch.de/index.htm" rel="nofollow ugc">http://www.rundertisch-kindesmissbrauch.de/index.htm</a> bis heute mühsam gekämpft, ernst genommen zu werden, viele Betroffenen &#8211; Initiativen arbeiten aktiv direkt gemeinsam mit dem Unabhängigen Bundesbeauftragten für Fragen  des sex. Kindesmissbrauchs zusammen, um Änderungen zu bewirken.<br />
siehe auch: <a href="http://beauftragter-missbrauch.de/course/view.php?id=30" rel="nofollow ugc">http://beauftragter-missbrauch.de/course/view.php?id=30</a><br />
Aktionen wie Norberts Hungerstreik untergraben erneut die vielen Bemühungen, die allmählich Früchte tragen.<br />
NetzwerkB ist eine von tausenden Betroffenenvereine, und nicht das Sprachrohr für ALLE Betroffenen, sondern nur für einen minimalen kleinen Personenkreis.<br />
Die Überzahl organisierte sich in seriösen Foren, Gruppen und sind direkt mit den Entscheidungsträgern im konstruktivem, sachlichen regen Austausch.<br />
Soviel dazu:<br />
Sarah Mohn</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sarah Mohn		</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/norbert-denefs-hungerstreik/#comment-2143</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sarah Mohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jun 2012 13:52:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pyrolim.de/?p=1990#comment-2143</guid>

					<description><![CDATA[Ich bin Betroffene von fam. sat. rituellem Missbrauch in der Kindheit, war von Beginn an Aktive im NetzwerkB als Teammitglied und Artikelschreiberin, als Mitgründerin des Vereins. 
Doch aufgrund Norberts Hungerstreik - Aktion werde ich mich, wie viele andere es vor mir schon getan haben,  entschieden von seinem Netzwerk distanzieren. 

Die Gründe hierfür möchte ich gerne näher erläutern: 
Bei aller Hochachtung und Respekt Norberts gegenüber, dass er all die Jahre hindurch sein Ziel nie aus den Augen verloren hast, sich dafür eingesetzt hat, woimmer es ihmmöglich war.
Aber Hungerstreik?  Ob er sich damit was Gutes tut, sei dahin gestellt. Ja, ich zweifle sogar daran, ob er damit der Sache an sich was Gutes tust.
Hungerstreik ist in meinen Augen immer auch eine Art Erpressung – die ich selbst nicht befürworten kann. Sicher ist es nach wie vor notwendig, auf Missstände aufmerksam zu machen, die Öffentlichkeit aufzurütteln, aber nicht unbedingt mit einer derart unadäquaten Aktion – die weder für seine Gesundheit, noch für seine Seele (denn damit begibt er sich erneut in eine Opferrolle – er opferst sich auf), noch für das Gesamte (Glaubwürdigkeit, Ernst – genommen – werden usw.) dienlich ist.
Gerade unter uns Betroffenen sollte inzwischen ein allgemeiner Konsens herrschen, dass wir aus der Opferrolle, die wir so mühsam und schmerzlich endlich abgelegt hatten, nie wieder – und schon gar nicht aus freien Stücken heraus zurück gelangen möchten. Egal, unter welchem “Gutmensch – Deckmäntelchen” dies nun verkauft wird.
Und ich bin ebenso entsetzt, dass Betroffene von sex. Gewalt und andere Nichtbetroffene diese Aktion für Gut heißen. Sich selbst opfern – das gesamte Thema “Aufopferung” ist ein IRRSINN – ist es nicht gerade das, was laut und zurecht immer wieder im Bezug der Sekte &quot;Kirche&quot; angeprangert wird???
Mit dem Hungerstreik begibt sich Norbert – auf die selbe Stufe, will sich “aufopfern”, um ein Ziel zu erreichen. Das nenne ich schlichtweg: Machtmissbrauch!!!

Gefällte erzwungene politische Entscheidungen, die aus einer Erpressertaktik getroffen werden, sind niemals welche – die aus Überzeugung kommen. Und sobald die “Gefahr” (Hungertod) gebannt ist, – wieder revidiert werden.

Wollen wir ernst genommen werden? Oder wollen wir riskieren, dass man uns eines Tages nachsagen wird, dass wir auf kindlichen Niveau stecken geblieben sind??

Es gibt unzählige Betroffene, die aktiv an die Politiker herantreten, um Änderungen zu bewirken. Vieles geschieht im Hintergrund, ohne große Presse aber mit großer Wirkung!!! Und auch das hat seine Berechtigung und ist nicht weniger wert, wie Norberts Öffentlichkeitsarbeit. Beides ist wichtig und unverzichtbar. Soviel dazu!!!

Betroffene, aber offene Worte von einer Betroffenen sex. Gewalt 
Sarah Mohn]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin Betroffene von fam. sat. rituellem Missbrauch in der Kindheit, war von Beginn an Aktive im NetzwerkB als Teammitglied und Artikelschreiberin, als Mitgründerin des Vereins.<br />
Doch aufgrund Norberts Hungerstreik &#8211; Aktion werde ich mich, wie viele andere es vor mir schon getan haben,  entschieden von seinem Netzwerk distanzieren. </p>
<p>Die Gründe hierfür möchte ich gerne näher erläutern:<br />
Bei aller Hochachtung und Respekt Norberts gegenüber, dass er all die Jahre hindurch sein Ziel nie aus den Augen verloren hast, sich dafür eingesetzt hat, woimmer es ihmmöglich war.<br />
Aber Hungerstreik?  Ob er sich damit was Gutes tut, sei dahin gestellt. Ja, ich zweifle sogar daran, ob er damit der Sache an sich was Gutes tust.<br />
Hungerstreik ist in meinen Augen immer auch eine Art Erpressung – die ich selbst nicht befürworten kann. Sicher ist es nach wie vor notwendig, auf Missstände aufmerksam zu machen, die Öffentlichkeit aufzurütteln, aber nicht unbedingt mit einer derart unadäquaten Aktion – die weder für seine Gesundheit, noch für seine Seele (denn damit begibt er sich erneut in eine Opferrolle – er opferst sich auf), noch für das Gesamte (Glaubwürdigkeit, Ernst – genommen – werden usw.) dienlich ist.<br />
Gerade unter uns Betroffenen sollte inzwischen ein allgemeiner Konsens herrschen, dass wir aus der Opferrolle, die wir so mühsam und schmerzlich endlich abgelegt hatten, nie wieder – und schon gar nicht aus freien Stücken heraus zurück gelangen möchten. Egal, unter welchem “Gutmensch – Deckmäntelchen” dies nun verkauft wird.<br />
Und ich bin ebenso entsetzt, dass Betroffene von sex. Gewalt und andere Nichtbetroffene diese Aktion für Gut heißen. Sich selbst opfern – das gesamte Thema “Aufopferung” ist ein IRRSINN – ist es nicht gerade das, was laut und zurecht immer wieder im Bezug der Sekte &#8222;Kirche&#8220; angeprangert wird???<br />
Mit dem Hungerstreik begibt sich Norbert – auf die selbe Stufe, will sich “aufopfern”, um ein Ziel zu erreichen. Das nenne ich schlichtweg: Machtmissbrauch!!!</p>
<p>Gefällte erzwungene politische Entscheidungen, die aus einer Erpressertaktik getroffen werden, sind niemals welche – die aus Überzeugung kommen. Und sobald die “Gefahr” (Hungertod) gebannt ist, – wieder revidiert werden.</p>
<p>Wollen wir ernst genommen werden? Oder wollen wir riskieren, dass man uns eines Tages nachsagen wird, dass wir auf kindlichen Niveau stecken geblieben sind??</p>
<p>Es gibt unzählige Betroffene, die aktiv an die Politiker herantreten, um Änderungen zu bewirken. Vieles geschieht im Hintergrund, ohne große Presse aber mit großer Wirkung!!! Und auch das hat seine Berechtigung und ist nicht weniger wert, wie Norberts Öffentlichkeitsarbeit. Beides ist wichtig und unverzichtbar. Soviel dazu!!!</p>
<p>Betroffene, aber offene Worte von einer Betroffenen sex. Gewalt<br />
Sarah Mohn</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sven Meier		</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/norbert-denefs-hungerstreik/#comment-2139</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sven Meier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jun 2012 15:24:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.pyrolim.de/?p=1990#comment-2139</guid>

					<description><![CDATA[Ich habe deinen Beitrag und den Artikel gelesen. Es ist sehr bewegend, auch das Video. 
Sofort sind meine Gedanken wieder bei zwei mir sehr nahe stehenden Menschen, die als Kind missbraucht worden sind. Ich erlebe die Folgen mit, heute noch, zig Jahre später. Und es wird sich nicht ändern.
Heute darüber reden zu können, ist nur die eine Seite der Medaille. Gut wer es kann – wenn vielleicht auch erst zig Jahre später. Die andere Seite ist der Schrei nach Gerechtigkeit. Wie bei Norbert Denef. Egal dabei, wie jedes Missbrauchsopfer für sich „Gerechtigkeit“ definiert.
Wir unterhalten uns immer wieder mal über die Verjährung dieser Straftat. Ich denke das ist ein Thema, was jedes Missbrauchsopfer beschäftigt. 
Persönlich ist für mich der sexuelle Missbrauch eines Kindes ein „Mord an der Seele“, auch wenn das juristisch nicht korrekt ist. Analog zur Verjährungsdebatte 1979 wünsche ich mir, dass neben der Verjährungsfrist vom Mord auch die vom sexuellen Missbrauch aufgehoben wird. 
Nur warum ist der Verjährungsfrist-§78 StGB bei allen bisher geführten Diskussionen noch nicht geändert worden. Was hält „die Politik“ davon ab? Warum erhält Norbert Denef nicht die Antworten, auf die er einen Anspruch hat? Auf die alle Missbrauchsopfer einen Anspruch haben? Kann es sein, dass „bestimmte Kreise“ kein Interesse an einer Verjährungsfrist-Aufhebung haben und entsprechend ihren Einfluss geltend machen?
Ich ziehe meinen Hut vor Norbert Denef!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe deinen Beitrag und den Artikel gelesen. Es ist sehr bewegend, auch das Video.<br />
Sofort sind meine Gedanken wieder bei zwei mir sehr nahe stehenden Menschen, die als Kind missbraucht worden sind. Ich erlebe die Folgen mit, heute noch, zig Jahre später. Und es wird sich nicht ändern.<br />
Heute darüber reden zu können, ist nur die eine Seite der Medaille. Gut wer es kann – wenn vielleicht auch erst zig Jahre später. Die andere Seite ist der Schrei nach Gerechtigkeit. Wie bei Norbert Denef. Egal dabei, wie jedes Missbrauchsopfer für sich „Gerechtigkeit“ definiert.<br />
Wir unterhalten uns immer wieder mal über die Verjährung dieser Straftat. Ich denke das ist ein Thema, was jedes Missbrauchsopfer beschäftigt.<br />
Persönlich ist für mich der sexuelle Missbrauch eines Kindes ein „Mord an der Seele“, auch wenn das juristisch nicht korrekt ist. Analog zur Verjährungsdebatte 1979 wünsche ich mir, dass neben der Verjährungsfrist vom Mord auch die vom sexuellen Missbrauch aufgehoben wird.<br />
Nur warum ist der Verjährungsfrist-§78 StGB bei allen bisher geführten Diskussionen noch nicht geändert worden. Was hält „die Politik“ davon ab? Warum erhält Norbert Denef nicht die Antworten, auf die er einen Anspruch hat? Auf die alle Missbrauchsopfer einen Anspruch haben? Kann es sein, dass „bestimmte Kreise“ kein Interesse an einer Verjährungsfrist-Aufhebung haben und entsprechend ihren Einfluss geltend machen?<br />
Ich ziehe meinen Hut vor Norbert Denef!</p>
]]></content:encoded>
		
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