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	<title>Ausflugstipp Archive - Pyrolirium</title>
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	<title>Ausflugstipp Archive - Pyrolirium</title>
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		<title>Unter Tage: Das Bergwerksmuseum in Zellerfeld</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Apr 2025 14:51:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bergwerktitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Zum Bergwerksmuseum gehört ein Schaubergwerk mit der Firgur eines Bergmannes." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bergwerktitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bergwerktitel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bergwerktitel-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Ich war als Kind mal im Bergwerksmuseum von Clausthal-Zellerfeld. Zeit, sich das noch einmal anzugucken. Es lohnt sich. Das Oberharzer Bergwerksmuseum trägt stolz den Titel, ältestes Bergbaumuseum in Deutschland zu sein. 1892 gegründet, bietet es nach eigenen Angaben &#8222;spannende Einblicke in Technik und Kulturgeschichte des Oberharzes&#8220;. Ich erinnere mich vor allem daran, dass es neben dem eigentlichen Museum ein Schaubergwerk gibt, bei dem die Besucher sozusagen unter Tage gehen. Bergwerksmuseum erinnert an eine lange Industriegeschichte Vom Mittelalter bis 1930 förderten die Bergleute im Harz Eisen, Silber, Kupfer, Zink und Blei. Aus dem Silber wurden noch vor Ort Münzen geprägt, die Zellerfelder Münze liegt nur wenige Schritte vom Bergwerksmuseum entfernt. Bei der Führung, die ich miterlebte, erzählte Museumsführer Jo Afschrift viel Wissenswertes über die Geschichte des Bergbaus, aber auch über den harten Arbeitsalltag der Bergleute. Seine Führung begann er mit der Frage, was ein Bergwerk ist. Seine Antwort: &#8222;Ein Bergwerk ist ein Loch in der Erde.&#8220; Aber natürlich ist ein Bergwerk viel, viel mehr. Das alles erläuterte Afschrift bei der spannenden Führung. Er kam gleich zum größten Problem beim Bergbau: Wie das Wasser aus den Schächten heraushalten. Das macht das sogenannte Oberharzer Wasserregal oder die ebenfalls sogenannte Oberharzer Wasserwirtschaft möglich, ein kompliziertes System aus Teichen und Gräben. Seit 2010 ist die Harzer Wasserkunst Weltkulturerbe. Langer Weg zum Arbeitsplatz unter Tage Dass Bergbau viel mehr ist, erfuhren die Besucher beim anschließenden Rundgang. Im Gebäude mit der Aufschrift Prinzeß Augusta Caroliner Schacht ging es erst einmal hinauf. Dorthin, wo die historische Bergwerkstechnik aufgebaut ist. Zum Erstaunen der Zuhörer berichtete Afschrift, dass es bis zu zweieinhalb Stunden auf der Leiter dauerte, bis die Bergleute ihren Arbeitsplatz tief unter der Erde erreicht hatten. Nach Feierabend ging es die Leitern wieder hinauf. Was war die Erfindung der Fahrkunst da für eine Erleichterung! Sie verkürzte die Wegezeit auf 30 bis 40 Minuten. Wie es funktioniert, zeigt ein Video. In der Führung geht es aber um mehr als um Technik. Afschrift schlug den Bogen von dort über den Raubbau, der in den Wäldern des Harzes angerichtet wurde, um genug Holz für den Bergbau zu gewinnen, bis zum Glauben. Denn das Schaubergwerk verfügt sogar über eine historische Betstube. Dann geht es hinab unter Tage. Ohne Fahrkunst und Leitern, denn natürlich ist das Schaubergwerk keine echtes Bergwerk und fast auf Tageslichthöhe angelegt. Der Nachbau eines original Oberharzer Bergwerkstollens hat mich schon vor Jahrzehnten bei meinem ersten Besuch im Bergwerksmuseum fasziniert. So war es diesmal wieder. Es geht durch enge und zum Teil niedrige Stollen hinein in den Berg. Dort sind Bergwerksfiguren aufgebaut, die zeigen, wie die Arbeit ablief und was die Bergleute an Arbeitskleidung trugen. Das ist offenbar in allen Schaubergwerken so, ich habe solche Figuren bereits in den Saalfelder Feengrotten gesehen. Die Besucher in Clasthal-Zellerfeld sehen außerdem, wie die Stollen abgesichert wurden und wo für so viel Holz gebraucht wurde. Nach der Führung haben die Gäste die Gelegenheit, auf eigene Faust, weitere Gebäude im Bergwerksmuseum zu erkunden. Dazu gehört unter anderem der Pferdegaipel. Nicht alles ließ sich über Wasserkraft regeln, und so mussten Pferde über eine Welle die schweren Erzkörbe nach oben ziehen. Im Bergwerksmuseum steht der letzte noch erhaltene Pferdegaipel neben anderen, hier wieder aufgebauten Original-Gebäuden. Holzmodell zeigen die alte Bergwerkstechnik Wie er und andere technische Einrichtungen funktionierten, können Besucher im Obergeschoss des Museums besichtigen. Dort stehen Holzmodelle der Bergwerkstechnik. Es sind historische Technikmodelle, an denen künftigen Bergleute gelernt haben. 29 Ausstellungsräume, das Schaubergwerk und das Freigelände mit originalen und dort wieder aufgebauten Gebäuden geben einen guten Überblick über den Harzer Bergbau. Meine Erinnerung hat mich nicht getrogen: Es ist ein spannendes Museum.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/unter-tage-das-bergwerksmuseum-in-zellerfeld/">Unter Tage: Das Bergwerksmuseum in Zellerfeld</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bergwerktitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Zum Bergwerksmuseum gehört ein Schaubergwerk mit der Firgur eines Bergmannes." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bergwerktitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bergwerktitel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Bergwerktitel-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Ich war als Kind mal im Bergwerksmuseum von Clausthal-Zellerfeld. Zeit, sich das noch einmal anzugucken. Es lohnt sich.</p>



<span id="more-14109"></span>



<p>Das Oberharzer Bergwerksmuseum trägt stolz den Titel, ältestes Bergbaumuseum in Deutschland zu sein. 1892 gegründet, bietet es nach eigenen Angaben &#8222;spannende Einblicke in Technik und Kulturgeschichte des Oberharzes&#8220;. Ich erinnere mich vor allem daran, dass es neben dem eigentlichen Museum ein Schaubergwerk gibt, bei dem die Besucher sozusagen unter Tage gehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bergwerksmuseum erinnert an eine lange Industriegeschichte</h2>



<p>Vom Mittelalter bis 1930 förderten die Bergleute im Harz Eisen, Silber, Kupfer, Zink und Blei. Aus dem Silber wurden noch vor Ort Münzen geprägt, die <a href="https://www.clausthalzellerfeld.de/de/stadterlebnis/sehens-und-wissenswertes/historischer-bergbau/muenzstaetten/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zellerfelder Münze</a> liegt nur wenige Schritte vom Bergwerksmuseum entfernt. Bei der Führung, die ich miterlebte, erzählte Museumsführer Jo Afschrift viel Wissenswertes über die Geschichte des Bergbaus, aber auch über den harten Arbeitsalltag der Bergleute. Seine Führung begann er mit der Frage, was ein Bergwerk ist. Seine Antwort: &#8222;Ein Bergwerk ist ein Loch in der Erde.&#8220; Aber natürlich ist ein Bergwerk viel, viel mehr. Das alles erläuterte Afschrift bei der spannenden Führung.</p>



<p>Er kam gleich zum größten Problem beim Bergbau: Wie das Wasser aus den Schächten heraushalten. Das macht das sogenannte Oberharzer Wasserregal oder die ebenfalls sogenannte Oberharzer Wasserwirtschaft möglich, ein kompliziertes System aus <a href="https://pyrolim.de/pyropro/park-see-boot-synonyme-die-keine-sind/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Teichen</a> und Gräben. Seit 2010 ist <a href="https://www.oberharz.de/kultur-natur/unesco-weltkulturerbe/oberharzer-wasserwirtschaft-unesco-weltkulturerbe" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Harzer Wasserkunst Weltkulturerbe</a>.</p>



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<a href="https://flic.kr/p/2qYnWaX"><img decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/54459258337_02741d37a3_c.jpg" alt="Bergwerksmuseum Clausthal-Zellerfeld" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Jo Afschrift erklärt den Besuchern die Bergwerkstechnik.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Langer Weg zum Arbeitsplatz unter Tage</h2>



<p>Dass Bergbau viel mehr ist, erfuhren die Besucher beim anschließenden Rundgang. Im Gebäude mit der Aufschrift Prinzeß Augusta Caroliner Schacht ging es erst einmal hinauf. Dorthin, wo die historische Bergwerkstechnik aufgebaut ist. Zum Erstaunen der Zuhörer berichtete Afschrift, dass es bis zu zweieinhalb Stunden auf der Leiter dauerte, bis die Bergleute ihren Arbeitsplatz tief unter der Erde erreicht hatten. Nach Feierabend ging es die Leitern wieder hinauf. Was war die Erfindung der Fahrkunst da für eine Erleichterung! Sie verkürzte die Wegezeit auf 30 bis 40 Minuten. Wie es funktioniert, zeigt ein Video.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<p>In der Führung geht es aber um mehr als um Technik. Afschrift schlug den Bogen von dort über den Raubbau, der in den Wäldern des Harzes angerichtet wurde, um genug Holz für den Bergbau zu gewinnen, bis zum Glauben. Denn das Schaubergwerk verfügt sogar über eine historische Betstube.</p>



<p>Dann geht es hinab unter Tage. Ohne Fahrkunst und Leitern, denn natürlich ist das Schaubergwerk keine echtes Bergwerk und fast auf Tageslichthöhe angelegt. Der Nachbau eines original Oberharzer Bergwerkstollens hat mich schon vor Jahrzehnten bei meinem ersten Besuch im Bergwerksmuseum fasziniert. So war es diesmal wieder.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2qYu71e"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/54460462085_acee835f18_c.jpg" alt="Bergwerksmuseum Clausthal-Zellerfeld" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Durch enge und dunkle Stollen geht es hinab ins Schaubergwerk.</figcaption></figure>



<p>Es geht durch enge und zum Teil niedrige Stollen hinein in den Berg. Dort sind Bergwerksfiguren aufgebaut, die zeigen, wie die Arbeit ablief und was die Bergleute an Arbeitskleidung trugen. Das ist offenbar in allen Schaubergwerken so, ich habe solche Figuren bereits in den <a href="https://pyrolim.de/pyropro/feengrotten-eine-unterirdische-zauberwelt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Saalfelder Feengrotten</a> gesehen. Die Besucher in Clasthal-Zellerfeld sehen außerdem, wie die Stollen abgesichert wurden und wo für so viel Holz gebraucht wurde.</p>



<p>Nach der Führung haben die Gäste die Gelegenheit, auf eigene Faust, weitere Gebäude im Bergwerksmuseum zu erkunden. Dazu gehört unter anderem der Pferdegaipel. Nicht alles ließ sich über Wasserkraft regeln, und so mussten Pferde über eine Welle die schweren Erzkörbe nach oben ziehen. Im Bergwerksmuseum steht der letzte noch erhaltene Pferdegaipel neben anderen, hier wieder aufgebauten Original-Gebäuden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Holzmodell zeigen die alte Bergwerkstechnik</h2>



<p>Wie er und andere technische Einrichtungen funktionierten, können Besucher im Obergeschoss des Museums besichtigen. Dort stehen Holzmodelle der Bergwerkstechnik. Es sind historische Technikmodelle, an denen künftigen Bergleute gelernt haben. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2qYnWaw"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/54459258312_190bc6368b_c.jpg" alt="Bergwerksmuseum Clausthal-Zellerfeld" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Das Holzmodell eines Pferdegaipels im Bergwerksmuseum.</figcaption></figure>



<p>29 Ausstellungsräume, das Schaubergwerk und das Freigelände mit originalen und dort wieder aufgebauten Gebäuden geben einen guten Überblick über den Harzer Bergbau. Meine Erinnerung hat mich nicht getrogen: Es ist ein spannendes Museum.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/unter-tage-das-bergwerksmuseum-in-zellerfeld/">Unter Tage: Das Bergwerksmuseum in Zellerfeld</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Eckernförde: Streifzug durch eine kleine Stadt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Apr 2025 15:33:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflugstipp]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Ecketitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Der Hafen von Eckernförde mit seinen Fischerbooten." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Ecketitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Ecketitel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Ecketitel-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Eine der hübschen kleinen Städte an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste ist Eckernförde. Ich habe den Urlaub zu Hause für einen Ausflug dorthin genutzt. 21.000 Einwohner, 185.000 Gästeübernachtungen pro Jahr: Die Kleinstadt Eckernförde an der Eckernförder Bucht ist ein Magnet für Sommerurlauber. Zu Recht. Das Städtchen verfügt nicht nur über eine hübsche Innenstadt, sondern auch über eine scheinbar endlose Küstenlinie mit viel Sandstrand und noch mehr Blick aufs Meer, genauer auf die gleichnamige Bucht an der Ostsee. Ich habe vor Jahrzehnten mal in Eckernförde gearbeitet und die Stadt in bester Erinnerung. Warum also nicht nochmal nachgucken, was daraus geworden ist. Meine Erinnerung hat mich nicht getrogen. Der Ort ist noch genauso hübsch wie damals, nur viel, viel überlaufener. Selbst im zwar sonnigen, aber noch recht kalten April. Ich habe endlos nach einem Parkplatz suchen müssen, ein sicheres Zeichen dafür, wie viele Besucher im Ort unterwegs waren. Ein Hafen wie aus dem Bilderbuch Davon war bei meinem Rundgang aber nicht so viel zu spüren, selbst im pittoresken Hafen nicht. Dort habe ich meine Tour durch Eckernförde begonnen. Der Hafen ist noch einer wie aus dem Bilderbuch. Kleine Fischerboote liegen dort vertäut, und von einem wurde frischer Fisch verkauft. Besonders auffällig ist die kleine Holzbrücke, die als Fußgängerbrücke den Stadtteil Borby mit dem Zentrum verbindet. Sie wurde nach der großen Sturmflut von 1872 gebaut. Der Hafen bietet eine Reihe von schönen Fotomotiven. Da lohnen sich Übersichten ebenso wie Detailaufnahmen. Ein paar Meter hinter den Fischerbooten sind Yachten vertäut. Vom Hafen aus geht es über meist kleine, verwinkelte Gassen in die Innenstadt mit hübschen Backsteinhäuschen und einer Fußgängerzone. Wer ihr Ende erreicht hat, wende sich nach links zum Jungfernstieg. Dann liegt vor einem die Spitze der Eckernförder Bucht. Viel, viel Strand und Sand. Am Wasser oder auf der Promenade lässt sich diese Spitze umrunden. Auf halber Strecke steht die Eckernförder Nixe, eine Skulptur von Eckhard Kowalke, am Strand. Mit durchgedrücktem Kreuz trotzt die vier Meter hohe Dame offenbar jedem Sturm, steht sie doch bereits seit 1999 dort. Hinter ihr ist einer der beiden Bundeswehrstandorte in Eckernförde zu sehen, der Marienstützpunkt im Stadtteil Louisenberg. Als ich dort war, lief offenbar gerade ein Kriegsschiff aus. Es stank bestialisch nach Diesel. Der Geruch zog über den ganzen Strand, und dann löste sich das Schiff vom Pier und dampfte hinaus auf die Ostsee. Eckernförde verfügt über drei Leuchttürme Kurz vor dem Hafen erreicht der Spaziergänger die Außenmole mit dem Leuchtturm auf der Mole des neuen Yachthafens, ganz in klassischem rot-weiß gehalten. Ein paar Meter weiter, am Stadthafen, steht der alte Leuchtturm in den Farben der Stadt. Und dann gibt es noch einen dritten Leuchtturm in Eckernförde, der 1986 an der B76 errichtet wurde und mit 36 Metern Feuerhöhe der höchste in der Stadt ist. Seine Leuchtkraft reicht etwa 40 Kilometer weit. Wer sich für die Entwicklung und Technik von Leuchttürmen interessiert, dem sei übrigens das Buch &#8222;Sterne unter den Wolken&#8220; von Reinhard Scheiblich* empfohlen. Zurück nach Eckernförde: Wieder am Hafen angekommen, lohnt es sich, Fisch zu essen und dabei auf die Fischerboote zu schauen. Mehr maritimes Flair geht nicht. *Amazon-Link</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/eckernfoerde-streifzug-durch-eine-kleine-stadt/">Eckernförde: Streifzug durch eine kleine Stadt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Ecketitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Der Hafen von Eckernförde mit seinen Fischerbooten." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Ecketitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Ecketitel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Ecketitel-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Eine der hübschen kleinen Städte an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste ist Eckernförde. Ich habe den Urlaub zu Hause für einen Ausflug dorthin genutzt.</p>



<span id="more-14100"></span>



<p>21.000 Einwohner, 185.000 Gästeübernachtungen pro Jahr: Die Kleinstadt Eckernförde an der <a href="https://pyrolim.de/pyropro/die-foerde-die-bucht-und-die-schlei/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eckernförder Bucht</a> ist ein Magnet für Sommerurlauber. Zu Recht. Das Städtchen verfügt nicht nur über eine hübsche Innenstadt, sondern auch über eine scheinbar endlose Küstenlinie mit viel Sandstrand und noch mehr Blick aufs Meer, genauer auf die gleichnamige Bucht an der Ostsee. </p>



<p>Ich habe <a href="https://pyrolim.de/pyropro/40-jahre-journalismus-mein-rueckblick/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vor Jahrzehnten</a> mal in Eckernförde gearbeitet und die Stadt in bester Erinnerung. Warum also nicht nochmal nachgucken, was daraus geworden ist. Meine Erinnerung hat mich nicht getrogen. Der Ort ist noch genauso hübsch wie damals, nur viel, viel überlaufener. Selbst im zwar sonnigen, aber noch recht kalten April. Ich habe endlos nach einem Parkplatz suchen müssen, ein sicheres Zeichen dafür, wie viele Besucher im Ort unterwegs waren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Hafen wie aus dem Bilderbuch</h2>



<p>Davon war bei meinem Rundgang aber nicht so viel zu spüren, selbst im pittoresken Hafen nicht. Dort habe ich meine Tour durch Eckernförde begonnen. Der Hafen ist noch einer wie aus dem Bilderbuch. Kleine Fischerboote liegen dort vertäut, und von einem wurde frischer Fisch verkauft. Besonders auffällig ist die <a href="https://www.eckernfoerde-panorama.de/97-holzbruecke" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kleine Holzbrücke, die als Fußgängerbrücke den Stadtteil Borby mit dem Zentrum verbindet</a>. Sie wurde nach der großen Sturmflut von 1872 gebaut. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2qXtiaA"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/54448988024_d996f7a943_c.jpg" alt="Eckernförde" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Die hölzerne Klappbrücke im Hafen von Eckernförde.</figcaption></figure>



<p>Der Hafen bietet eine Reihe von schönen Fotomotiven. Da lohnen sich Übersichten ebenso wie Detailaufnahmen. Ein paar Meter hinter den Fischerbooten sind Yachten vertäut.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2qXsmYS"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/54448805746_71c9f4d932_c.jpg" alt="Eckernförde" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Detailaufnahme von einem der Fischerboote.</figcaption></figure>



<p>Vom Hafen aus geht es über meist kleine, verwinkelte Gassen in die Innenstadt mit hübschen Backsteinhäuschen und einer Fußgängerzone. Wer ihr Ende erreicht hat, wende sich nach links zum Jungfernstieg. Dann liegt vor einem die Spitze der Eckernförder Bucht. Viel, viel Strand und Sand. Am Wasser oder auf der Promenade lässt sich diese Spitze umrunden. Auf halber Strecke steht <a href="https://sh-kunst.de/eckhard-kowalke-eckernfoerder-nixe/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Eckernförder Nixe, eine Skulptur von Eckhard Kowalke</a>, am Strand. Mit durchgedrücktem Kreuz trotzt die vier Meter hohe Dame offenbar jedem Sturm, steht sie doch bereits seit 1999 dort.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2qVE8wu"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/54428468836_1063a4b2b3_c.jpg" alt="Eckernförder Nixe" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Die vier Meter hohe Nixe steht am Strand von Eckernförde.</figcaption></figure>



<p>Hinter ihr ist einer der beiden Bundeswehrstandorte in Eckernförde zu sehen, der Marienstützpunkt im Stadtteil Louisenberg. Als ich dort war, lief offenbar gerade ein Kriegsschiff aus. Es stank bestialisch nach Diesel. Der Geruch zog über den ganzen Strand, und dann löste sich das Schiff vom Pier und dampfte hinaus auf die Ostsee. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Eckernförde verfügt über drei Leuchttürme</h2>



<p>Kurz vor dem Hafen erreicht der Spaziergänger die Außenmole mit dem Leuchtturm auf der Mole des neuen Yachthafens, ganz in klassischem rot-weiß gehalten. Ein paar Meter weiter, am Stadthafen, steht der alte Leuchtturm in den Farben der Stadt. Und dann gibt es noch einen dritten Leuchtturm in Eckernförde, der 1986 an der B76 errichtet wurde und mit 36 Metern Feuerhöhe der höchste in der Stadt ist. Seine Leuchtkraft reicht etwa 40 Kilometer weit. Wer sich für die Entwicklung und Technik von Leuchttürmen interessiert, dem sei übrigens das Buch <a href="https://amzn.to/4iiAfX1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Sterne unter den Wolken&#8220; von Reinhard Scheiblich</a>* empfohlen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2qXueiX"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/54449170165_82bd5a0a10_c.jpg" alt="Eckernförde" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Der neue kleine Leuchtturm auf der Außenmole.</figcaption></figure>



<p>Zurück nach Eckernförde: Wieder am Hafen angekommen, lohnt es sich, Fisch zu essen und dabei auf die Fischerboote zu schauen. Mehr maritimes Flair geht nicht.</p>



<p>*Amazon-Link</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/eckernfoerde-streifzug-durch-eine-kleine-stadt/">Eckernförde: Streifzug durch eine kleine Stadt</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Haithabu &#8211; Reise ins Reich der Wikinger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Oct 2024 08:36:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflugstipp]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haithabu2024-6.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haithabu2024-6.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haithabu2024-6-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haithabu2024-6-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Haithabu &#8211; ein ungewöhnlicher Name. Er steht für die größte Wikinger-Siedlung auf heute deutschem Boden. Ein Museum und wiederaufgebaute Wikinger-Häuser dokumentieren ihren Aufstieg und Niedergang. Haithabu liegt am Haddebyer Noor nahe Schleswig. Wer Museum und Wikinger-Dorf besuchen möchte, sollte einigermaßen gut zu Fuß sein. Vom Parkplatz geht es etwa 500 Meter zum Museum, von dort noch einmal etwas mehr als einen Kilometer bis zu den Wikinger-Häusern, am eigentlichen Platz von Haithabu. Der Name stammt von Heiðabýr, was übersetzt so viel wie Heidehof heißt. Von der deutschen Aussprache Hedeby leitet sich schließlich der Begriff Haddeby ab, ein Noor bezeichnet ein Haff oder einen Strandsee. An diesem See siedelten von 770 bis etwa 1066 dänische Wikinger und schwedische Waräger. Die Stadt, von den Archäologen als frühstädtisches Seehandelszentrum bezeichnet, erlebte in diesen Jahren eine ungewöhnliche Blütezeit. Das verdankte sie nicht nur dem blühenden Handel mit der gesamten damals bekannten Welt. Auch das hoch entwickelte Handwerk, das die Bewohner betrieben, begründete den Ruhm und Reichtum von Haithabu. All das dokumentiert das Wikinger-Museum Haithabu. Reiche Funde vom alten Haithabu Dort werden die reichen Funde gezeigt, die die Archäologen im Laufe von mehr als 100 Jahren ans Licht brachten. Bereits seit 1900 wird auf dem ehemaligen Gelände von Haithabu gegraben. Da der Platz am Haddebyer Noor nie wieder bebaut wurde, fanden die Forscher beste Voraussetzungen vor. Davon künden die reichhaltigen Ausstellungsstücke. In den Vitrinen liegt, was Schnitzer, Drechsler und Goldschmiede schufen. Haithabu galt als Zentrum des Metallgusses in Skandinavien. Materialsparend schufen Handwerker aus dünnem Goldblech edle Schmuckstücke. Berühmt waren außerdem die Glasperlen aus Haithabu. Der Vitrinen-Ausstellung schließen sich drei größere Hallen an. In einer wird die Christianisierung durch Ansgar und die Bestattungskultur der Wikinger dokumentiert. Eine zeigt die vielfältigen Handelsbeziehungen, die zwischen Haithabu und den Metropolen der Welt bestand. In der dritten sind Teile eines Wikinger-Schiffes ausgestellt, samt einer Rekonstruktion des hinteren Teils, der eine Vorstellung davon bietet, wie diese Schiffe aussahen. Sieben Wikingerhäuser am Noor Vom Museum aus geht es über einen Waldweg am Noor vorbei in Richtung Siedlungsplatz Haithabu, an dem sieben rekonstruierte Wikingerhäuser stehen und eine Landebrücke ins Wasser führt. Eingefriedet ist der Platz noch immer von einem hohen Halbkreiswall, der in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts angelegt wurde. Wer mag, kann oben auf dem Wall entlang spazieren, wer es nicht so steil mag, geht an seinem Fuß entlang, bis es links abgeht zur ehemaligen Siedlung. Die sieben Häuser sind danach benannt, wer darin arbeitete oder wozu sie dienten: Kammmacher, Tuchhändler, Schumacher, Herberge. Im Inneren sind die entsprechenden Artefakte zu sehen. Ein Flyer erklärt Bauweise, Besonderheiten und Einrichtung der Häuser. Leider sind die daran genannten Nummern nicht an allen Häusern sichtbar. Manches erklärte sich anhand der Einrichtung aber von selbst, etwa beim Tuchmacher. Der Spaziergang durchs Dorf macht eindrucksvoll klar, wie die Wikinger lebten, wie sie arbeiteten, wie sie ihre Stadt aufgebaut hatten. Die Häuser reetgedeckt, die Wände aus Lehm, neben fest getrampelten Wegen liegen Holzbohlen hintereinander, um trockenen Fußes gehen zu können. Der Besucher fühlt sich völlig in die Zeit um das Jahr 1000 zurückversetzt. Wären da nicht die großen Militärmaschinen, die vom und zum nahegelegenen Luftwaffenstützpunkt Jagel fliegen. Ich bin kein eingefleischter Wikinger-Fan, wie ich sie bei meinem Besuch bei den Slawentagen in Oldenburg kennengelernt habe. Ich gucke mir das gerne an, und da ich sehr an Geschichte interessiert bin, finde ich frühere Lebensformen immer spannend, egal, aus welcher Epoche. Deshalb besuche ich auch gerne Schlösser. Haithabu war für mich sehr beeindruckend, weil klar wird, wie hoch entwickelt dieses frühe Gemeinwesen war. Jede Epoche hat ihre blühenden Siedlungen hervorgebracht, das Wikingerdorf am Haddebyer Noor ist eine davon. Schön, dass sie so gut dokumentiert ist.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haithabu2024-6.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haithabu2024-6.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haithabu2024-6-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haithabu2024-6-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Haithabu &#8211; ein ungewöhnlicher Name. Er steht für die größte Wikinger-Siedlung auf heute deutschem Boden. Ein Museum und wiederaufgebaute Wikinger-Häuser dokumentieren ihren Aufstieg und Niedergang.</p>



<span id="more-13852"></span>



<p>Haithabu liegt am Haddebyer Noor nahe Schleswig. Wer Museum und Wikinger-Dorf besuchen möchte, sollte einigermaßen gut zu Fuß sein. Vom Parkplatz geht es etwa 500 Meter zum Museum, von dort noch einmal etwas mehr als einen Kilometer bis zu den Wikinger-Häusern, am eigentlichen Platz von Haithabu. Der Name stammt von Heiðabýr, was übersetzt so viel wie Heidehof heißt. Von der deutschen Aussprache Hedeby leitet sich schließlich der Begriff Haddeby ab, ein Noor bezeichnet ein Haff oder einen Strandsee.</p>



<p>An diesem See siedelten von 770 bis etwa 1066 dänische Wikinger und schwedische Waräger. Die Stadt, von den Archäologen als frühstädtisches Seehandelszentrum bezeichnet, erlebte in diesen Jahren eine ungewöhnliche Blütezeit. Das verdankte sie nicht nur dem blühenden Handel mit der gesamten damals bekannten Welt. Auch das hoch entwickelte Handwerk, das die Bewohner betrieben, begründete den Ruhm und Reichtum von Haithabu. All das dokumentiert das <a href="https://haithabu.de/de/startseite" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikinger-Museum Haithabu</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Reiche Funde vom alten Haithabu</h2>



<p>Dort werden die reichen Funde gezeigt, die die Archäologen im Laufe von mehr als 100 Jahren ans Licht brachten. Bereits seit 1900 wird auf dem ehemaligen Gelände von Haithabu gegraben. Da der Platz am Haddebyer Noor nie wieder bebaut wurde, fanden die Forscher beste Voraussetzungen vor. Davon künden die reichhaltigen Ausstellungsstücke. In den Vitrinen liegt, was Schnitzer, Drechsler und Goldschmiede schufen. Haithabu galt als Zentrum des Metallgusses in Skandinavien. Materialsparend schufen Handwerker aus dünnem Goldblech edle Schmuckstücke. Berühmt waren außerdem die <a href="http://kjersti-martinsdottir.de/glasperlen/wikinger/haithabu/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Glasperlen aus Haithabu</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="437" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/haischmuck.jpg" alt="Schmuckstücke in den Vitrinen des Wikinger-Museums in Haithabu." class="wp-image-13854" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/haischmuck.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/haischmuck-150x82.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/haischmuck-768x420.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schmuckstücke in den Vitrinen des Wikinger-Museums in Haithabu.</figcaption></figure>



<p>Der Vitrinen-Ausstellung schließen sich drei größere Hallen an. In einer wird die Christianisierung durch Ansgar und die Bestattungskultur der Wikinger dokumentiert. Eine zeigt die vielfältigen Handelsbeziehungen, die zwischen Haithabu und den Metropolen der Welt bestand. In der dritten sind Teile eines Wikinger-Schiffes ausgestellt, samt einer Rekonstruktion des hinteren Teils, der eine Vorstellung davon bietet, wie diese Schiffe aussahen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/haischiff.jpg" alt="Die Rekonstruktion des Wikinger-Schiffs im Museum Haithabu." class="wp-image-13855" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/haischiff.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/haischiff-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/haischiff-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Rekonstruktion des Wikinger-Schiffs im Museum Haithabu.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Sieben Wikingerhäuser am Noor</h2>



<p>Vom Museum aus geht es über einen Waldweg am Noor vorbei in Richtung Siedlungsplatz Haithabu, an dem sieben rekonstruierte Wikingerhäuser stehen und eine Landebrücke ins Wasser führt. Eingefriedet ist der Platz noch immer von einem hohen Halbkreiswall, der in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts angelegt wurde. Wer mag, kann oben auf dem Wall entlang spazieren, wer es nicht so steil mag, geht an seinem Fuß entlang, bis es links abgeht zur ehemaligen Siedlung.</p>



<p>Die sieben Häuser sind danach benannt, wer darin arbeitete oder wozu sie dienten: Kammmacher, Tuchhändler, Schumacher, Herberge. Im Inneren sind die entsprechenden Artefakte zu sehen. Ein Flyer erklärt Bauweise, Besonderheiten und Einrichtung der Häuser. Leider sind die daran genannten Nummern nicht an allen Häusern sichtbar. Manches erklärte sich anhand der Einrichtung aber von selbst, etwa beim Tuchmacher. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haithabutuch.jpg" alt="Wikingerhaus in Haithabu: Hier arbeitete der Tuchmacher." class="wp-image-13859" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haithabutuch.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haithabutuch-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Haithabutuch-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wikingerhaus in Haithabu: Hier arbeitete der Tuchmacher.</figcaption></figure>



<p>Der Spaziergang durchs Dorf macht eindrucksvoll klar, wie die Wikinger lebten, wie sie arbeiteten, wie sie ihre Stadt aufgebaut hatten. Die Häuser reetgedeckt, die Wände aus Lehm, neben fest getrampelten Wegen liegen Holzbohlen hintereinander, um trockenen Fußes gehen zu können. Der Besucher fühlt sich völlig in die Zeit um das Jahr 1000 zurückversetzt. Wären da nicht die großen Militärmaschinen, die vom und zum nahegelegenen Luftwaffenstützpunkt Jagel fliegen.</p>



<p>Ich bin kein eingefleischter Wikinger-Fan, wie ich sie bei meinem <a href="https://www.flickr.com/photos/pyrolim/albums/72177720319010255/with/53872021667" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Besuch bei den Slawentagen in Oldenburg</a> kennengelernt habe. Ich gucke mir das gerne an, und da ich sehr an Geschichte interessiert bin, finde ich frühere Lebensformen immer spannend, egal, aus welcher Epoche. Deshalb <a href="https://pyrolim.de/pyropro/schlossgenuss-meine-lieblingsschloesser/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">besuche ich auch gerne Schlösser</a>. Haithabu war für mich sehr beeindruckend, weil klar wird, wie hoch entwickelt dieses frühe Gemeinwesen war. Jede Epoche hat ihre blühenden Siedlungen hervorgebracht, das Wikingerdorf am Haddebyer Noor ist eine davon. Schön, dass sie so gut dokumentiert ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/haithabu-reise-ins-reich-der-wikinger/">Haithabu &#8211; Reise ins Reich der Wikinger</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Iberger Tropfsteinhöhle &#8211; ein spannender Besuch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Oct 2024 09:35:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflugstipp]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="531" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger-hubichsaal.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger-hubichsaal.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger-hubichsaal-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger-hubichsaal-768x510.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Die Iberger Tropfsteinhöhle in Bad Grund im Harz ist ein lohnendes Ausflugsziel. Die Führung ist für Erwachsene ebenso spannend wie für Kinder. Ich habe Höhenangst, aber keine Höhlenangst. Deshalb besuche ich gerne Höhlen, wenn sie auf meinem Weg liegen und ich eine besondere Beziehung dazu habe wie zu den Saalfelder Feengrotten. Oder wenn die Höhlen spannend sind. In der Iberger Tropfsteinhöhle war ich vor etwa 50 Jahren als Kind, konnte mich aber kaum daran erinnern. Deshalb habe ich sie jetzt noch einmal besucht. Das Höhlenerlebniszentrum &#8211; ich weiß nicht, warum die sich wie so viele die blöde Schreibweise HöhlenErlebnisZentrum gegeben haben &#8211; liegt in Bad Grund und beherbergt neben der Höhle noch ein Museum IM Berg und ein Museum AM Berg. Wie wahrscheinlich alle Besucher habe ich zuerst die Höhlenführung angesteuert. Und auf dem Weg zum Sammelplatz geht der Besucher durch einen 180 Meter langen, ansteigenden Stollen. Der ist nicht nur der Weg zur Iberger Tropfsteinhöhle, sondern auch das Museum IM Berg. Rechts und links vom Weg erfährt der Besucher allerhand Wissenswertes über die Iberg, seine Entstehung, die Höhle und die Erdgeschichte. Zeitstrahl über Millionen Jahre Ein 38,5 Meter langer Zeitstrahl zeichnet diese Erdgeschichte vom Devon vor 419 Millionen Jahren bis zum Quartär von 2,59 Millionen Jahren nach. Am Rande des Stollens liegen vier große Steine der vier wichtigsten Steinarten im Oberharz: Diabas, dort mit dem Zusatz Pillowlawa, Tonschiefer, Kalkstein und Grauwacke. Eine Schautafel widmet sich der jüngeren Geschichte, den Todesmärschen: der Großen Harzüberquerung und dem &#8222;Marsch der Gandersheimer&#8220;. Ich komme aus Bad Gandersheim, hatte aber von dem Marsch noch nie gehört. Gut, dass dieses dunkle Kapitel in der Iberger Tropfsteinhöhle erwähnt wird. 120 Stufen in der Tropfsteinhöhle Am Ende des Stollens liegt der Treffpunkt, von dem aus die Führung beginnt. Ein Schild warnt &#8222;Achtung! Deckenhöhe&#8220;. Große Menschen sollten an vielen Stellen den Kopf einziehen. Dann geht es über 60 Stufen rauf und 60 in den Stein geschlagenen Stufen runter durch die Kammern der Höhle. Hinter jeder Biegung, nach jedem Auf- oder Abstieg, tun sich faszinierende Bilder auf. Verstärkt durch die Beleuchtung. Es tropft an vielen Stellen. Stalagmiten und Stalaktiten säumen den Weg. Etliche Stalaktiten sind nicht vollständig, wurden irgendwann abgeschlagen. Die Führerin durch die Höhlen erklärt, warum das so ist. Die hängenden Zapfen galten früher als eine Art Viagra, sollten die Potenz steigern und waren deshalb begehrt. Dazu passt die etwas schlüpfrige Eselsbrücke, mit der man sich merken kann, welches die Stalagmiten und welche die Stalaktiten sind: Ein bekannter Spruch für Erwachsene lautet: Die Mi(e)ten steigen und die Tit(t)en hängen. Von Brückmann und Hübich Daran haben die Bergleute wohl kaum gedacht. Die Höhle soll bereits um 600 vor Christi zum Teil ausgebeutet worden sein. Sie geriet in Vergessenheit. Erst um 1500 entdeckten Bergleute sie erneut. Sie suchten nach Brauneisenerz. Die erste Beschreibung der Tropfsteinhöhle lieferte der Naturforscher Franz Ernst Brückmann 1737. Ihm zu Ehren heißt eine der Kammern der Höhle Brückmannsaal. Eine andere trägt den Namen Hübichsaal. Hier soll der Zwerg Hübich, von dem eine Sage erzählt, schlafen. Und wenn er aufwacht, findet er eine Zwergenküche, eine Zwergenorgel und einen Thron vor, alle geschaffen aus Tropfsteinen. Das begeistert nicht nur die Kinder unter den Besuchern. Der Weg durch die Höhle ist gut zu schaffen, die recht hohen und teils unebenen Steinstufen sind dank Handläufen und mit etwas Vorsicht für jeden zu bewältigen. Die Stein- und Kalkformationen, die Tropfsteine und die vielen Löcher und Abbrüche schaffen immer wieder spannende Ein- und Ausblicke. Anders als die Saalfelder Feengrotten besticht die Iberger Tropfsteinhöhle nicht durch ihre Farben, ist aber dank ihrer Geschichte und ihrer vielfältigen Formen nicht minder attraktiv. Wer auf dem Weg zur Führung nicht genug Zeit für das Museum IM Berg hatte, kann sich auf dem Rückweg die Schautafeln und den Zeitstrahl genauer anschauen. Im Höhlenerlebniszentrum wartet dann noch das Museum AM Berg auf die Besucher. Es erzählt die Geschichte einer Großfamilie, deren Mitglieder vor fast 3000 Jahren in der Lichtensteinhöhle in der Nähe der Iberger Tropfsteinhöhle eine letzte Ruhestätte fanden. Forscher der Universität Göttingen haben anhand der DNA der gefundenen Knochen die Verwandtschaftsbeziehungen rekonstruieren können. Großfamilie von vor 3000 Jahren Die Geschichte dieser Familie, die Art der Bestattung, wissenschaftliche Rekonstruktionen der Gesichter von Vater, Mutter und erwachsener Tochter anhand ihrer Schädel und viele Schaustücke erläutern die Geschichte der Großfamilie und des Fundes ihrer Grabstätte. Es war eine der Sternstunden der europäischen Höhlenarchäologie. Die Forscher haben sogar herausgefunden, dass es noch heute mutmaßliche Nachfahren der Großfamilie in der Region gibt. Das Buch &#8222;Der Nachfahre&#8220;* berichtet davon. Wenn das Smartphone schnattert Das Höheninformationszentrum bietet also einen großen und spannenden Überblick über die verschiedenen Erdzeitalter und das Leben der frühen Menschen in dieser Region. Gerne hätte ich dort fotografiert, doch das ist strengstens verboten. Aus gutem Grund. Die Geräusche der Kamera &#8211; Autofokus und Spiegelauslösung &#8211; stören die Fledermäuse, die dort überwintern oder Regentage überstehen. Und selbst ein Smartphone macht für uns unhörbare Geräusche, die die Tiere aber wahrnehmen, hat mir eine Mitarbeiterin erklärt. Mobiltelefone &#8222;schnattern&#8220;. Das sei mit einem Detektor für das menschliche Ohr unhörbare Töne festgestellt worden. Diese Geräusche störten die empfindlichen Fledermausohren so sehr, dass sie aufwachen und verhungern. Die Fotos in diesem Beitrag sind mir vom Höhlenerlebniszentrum zur Verfügung gestellt worden. *Amazon-Link</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/iberger-tropfsteinhoehle-ein-spannender-besuch/">Iberger Tropfsteinhöhle &#8211; ein spannender Besuch</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="531" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger-hubichsaal.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger-hubichsaal.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger-hubichsaal-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger-hubichsaal-768x510.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Die Iberger Tropfsteinhöhle in Bad Grund im Harz ist ein lohnendes Ausflugsziel. Die Führung ist für Erwachsene ebenso spannend wie für Kinder.</p>



<span id="more-13830"></span>



<p>Ich habe Höhenangst, aber keine Höhlenangst. Deshalb besuche ich gerne Höhlen, wenn sie auf meinem Weg liegen und ich eine besondere Beziehung dazu habe wie zu den Saalfelder Feengrotten. Oder wenn die Höhlen spannend sind. In der Iberger Tropfsteinhöhle war ich vor etwa 50 Jahren als Kind, konnte mich aber kaum daran erinnern. Deshalb habe ich sie jetzt noch einmal besucht.</p>



<p>Das <a href="https://www.hoehlen-erlebnis-zentrum.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Höhlenerlebniszentrum</a> &#8211; ich weiß nicht, warum die sich wie so viele <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/binnenmajuskeln-der-wahn-greift-immer-mehr-um-sich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die blöde Schreibweise</a> HöhlenErlebnisZentrum gegeben haben &#8211; liegt in Bad Grund und beherbergt neben der Höhle noch ein Museum IM Berg und ein Museum AM Berg. Wie wahrscheinlich alle Besucher habe ich zuerst die Höhlenführung angesteuert. Und auf dem Weg zum Sammelplatz geht der Besucher durch einen 180 Meter langen, ansteigenden Stollen. Der ist nicht nur der Weg zur Iberger Tropfsteinhöhle, sondern auch das Museum IM Berg. Rechts und links vom Weg erfährt der Besucher allerhand Wissenswertes über die Iberg, seine Entstehung, die Höhle und die Erdgeschichte.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="600" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberg.jpg" alt="Das Höhlenerlebniszentrum mit der Iberger Tropfsteinhöhle in Bad Grund." class="wp-image-13834" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberg.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberg-150x113.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberg-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Höhlenerlebniszentrum mit der Iberger Tropfsteinhöhle in Bad Grund.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Zeitstrahl über Millionen Jahre</h2>



<p>Ein 38,5 Meter langer Zeitstrahl zeichnet diese Erdgeschichte vom Devon vor 419 Millionen Jahren bis zum Quartär von 2,59 Millionen Jahren nach. Am Rande des Stollens liegen vier große Steine der vier wichtigsten Steinarten im Oberharz: <a href="http://www.chemikus.de/litholexikon/diabas.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Diabas</a>, dort mit dem Zusatz Pillowlawa, Tonschiefer, Kalkstein und Grauwacke. Eine Schautafel widmet sich der jüngeren Geschichte, den Todesmärschen: der <a href="https://www.karstwanderweg.de/publika/harz_kur/beilage/2000/vladi/56/index.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Großen Harzüberquerung</a> und dem <a href="http://www.erinnernsuedniedersachsen.de/gedenkorte-todesmarsch.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Marsch der Gandersheimer&#8220;</a>. Ich komme aus <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/fremde-heimat-besuch-in-einer-sterbenden-kleinstadt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bad Gandersheim</a>, hatte aber von dem Marsch noch nie gehört. Gut, dass dieses dunkle Kapitel in der Iberger Tropfsteinhöhle erwähnt wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">120 Stufen in der Tropfsteinhöhle</h2>



<p>Am Ende des Stollens liegt der Treffpunkt, von dem aus die Führung beginnt. Ein Schild warnt &#8222;Achtung! Deckenhöhe&#8220;. Große Menschen sollten an vielen Stellen den Kopf einziehen. Dann geht es über 60 Stufen rauf und 60 in den Stein geschlagenen Stufen runter durch die Kammern der Höhle. Hinter jeder Biegung, nach jedem Auf- oder Abstieg, tun sich faszinierende Bilder auf. Verstärkt durch die Beleuchtung. Es tropft an vielen Stellen. Stalagmiten und Stalaktiten säumen den Weg. Etliche Stalaktiten sind nicht vollständig, wurden irgendwann abgeschlagen.</p>



<p>Die Führerin durch die Höhlen erklärt, warum das so ist. Die hängenden Zapfen galten früher als eine Art Viagra, sollten die Potenz steigern und waren deshalb begehrt. Dazu passt die etwas schlüpfrige Eselsbrücke, mit der man sich merken kann, welches die Stalagmiten und welche die Stalaktiten sind: Ein bekannter Spruch für Erwachsene lautet: Die Mi(e)ten steigen und die Tit(t)en hängen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von Brückmann und Hübich</h2>



<p>Daran haben die Bergleute wohl kaum gedacht. Die Höhle soll bereits um 600 vor Christi zum Teil ausgebeutet worden sein. Sie geriet in Vergessenheit. Erst um 1500 entdeckten Bergleute sie erneut. Sie suchten nach Brauneisenerz. Die erste Beschreibung der Tropfsteinhöhle lieferte der Naturforscher Franz Ernst Brückmann 1737. Ihm zu Ehren heißt eine der Kammern der Höhle Brückmannsaal. Eine andere trägt den Namen Hübichsaal. Hier soll der Zwerg Hübich, <a href="https://harzwelten.online/sagen/der-zwergenkoenig-huebich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">von dem eine Sage erzählt</a>, schlafen. Und wenn er aufwacht, findet er eine Zwergenküche, eine Zwergenorgel und einen Thron vor, alle geschaffen aus Tropfsteinen. Das begeistert nicht nur die Kinder unter den Besuchern.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1205" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger_tropfsteinhoehle_blick_wasserfall_richtung_brueckmannsaal.jpg" alt="Blick in den Brückmannsaal in der Iberger Tropfsteinhöhle. Foto: Günter Jentsch/Bildrechte: HEZ" class="wp-image-13835" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger_tropfsteinhoehle_blick_wasserfall_richtung_brueckmannsaal.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger_tropfsteinhoehle_blick_wasserfall_richtung_brueckmannsaal-100x150.jpg 100w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger_tropfsteinhoehle_blick_wasserfall_richtung_brueckmannsaal-768x1157.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick in den Brückmannsaal in der Iberger Tropfsteinhöhle. Foto: Günter Jentsch/Bildrechte: HEZ</figcaption></figure>



<p>Der Weg durch die Höhle ist gut zu schaffen, die recht hohen und teils unebenen Steinstufen sind dank Handläufen und mit etwas Vorsicht für jeden zu bewältigen. Die Stein- und Kalkformationen, die Tropfsteine und die vielen Löcher und Abbrüche schaffen immer wieder spannende Ein- und Ausblicke. Anders als die <a href="https://pyrolim.de/pyropro/feengrotten-eine-unterirdische-zauberwelt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Saalfelder Feengrotten</a> besticht die Iberger Tropfsteinhöhle nicht durch ihre Farben, ist aber dank ihrer Geschichte und ihrer vielfältigen Formen nicht minder attraktiv.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="531" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger-hubichsaal.jpg" alt="Hübichsaal in der Iberger Tropfsteinhöhle mit dem Zwergenthron (links)." class="wp-image-13836" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger-hubichsaal.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger-hubichsaal-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/iberger-hubichsaal-768x510.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick in den Hübichsaal mit dem Zwergenthron (links). Foto: Günter Jentsch/Bildrechte: HEZ</figcaption></figure>



<p>Wer auf dem Weg zur Führung nicht genug Zeit für das Museum IM Berg hatte, kann sich auf dem Rückweg die Schautafeln und den Zeitstrahl genauer anschauen. Im Höhlenerlebniszentrum wartet dann noch das Museum AM Berg auf die Besucher. Es erzählt die Geschichte einer Großfamilie, deren Mitglieder vor fast 3000 Jahren in der Lichtensteinhöhle in der Nähe der Iberger Tropfsteinhöhle eine letzte Ruhestätte fanden. Forscher der Universität Göttingen haben anhand der DNA der gefundenen Knochen die Verwandtschaftsbeziehungen rekonstruieren können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Großfamilie von vor 3000 Jahren</h2>



<p>Die Geschichte dieser Familie, die Art der Bestattung, wissenschaftliche Rekonstruktionen der Gesichter von Vater, Mutter und erwachsener Tochter anhand ihrer Schädel und viele Schaustücke erläutern die Geschichte der Großfamilie und des Fundes ihrer Grabstätte. Es war eine der Sternstunden der europäischen Höhlenarchäologie. Die Forscher haben sogar herausgefunden, dass es noch heute mutmaßliche Nachfahren der Großfamilie in der Region gibt. Das Buch <a href="https://amzn.to/3Bxu7dE" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Der Nachfahre&#8220;</a>* berichtet davon.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn das Smartphone schnattert</h2>



<p>Das Höheninformationszentrum bietet also einen großen und spannenden Überblick über die verschiedenen Erdzeitalter und das Leben der frühen Menschen in dieser Region. Gerne hätte ich dort fotografiert, doch das ist strengstens verboten. Aus gutem Grund. Die Geräusche der Kamera &#8211; Autofokus und Spiegelauslösung &#8211; stören die Fledermäuse, die dort überwintern oder Regentage überstehen. Und selbst ein Smartphone macht für uns unhörbare Geräusche, die die Tiere aber wahrnehmen, hat mir eine Mitarbeiterin erklärt. Mobiltelefone &#8222;schnattern&#8220;. Das sei mit einem Detektor für das menschliche Ohr unhörbare Töne festgestellt worden. Diese Geräusche störten die empfindlichen Fledermausohren so sehr, dass sie aufwachen und verhungern.</p>



<p>Die Fotos in diesem Beitrag sind mir vom Höhlenerlebniszentrum zur Verfügung gestellt worden.</p>



<p><em>*Amazon-Link</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/iberger-tropfsteinhoehle-ein-spannender-besuch/">Iberger Tropfsteinhöhle &#8211; ein spannender Besuch</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Zwei Stunden auf dem Fördewanderweg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Aug 2024 14:51:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflugstipp]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fordewandertitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Fördewanderweg bei Möltenort ohne festen Belag." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fordewandertitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fordewandertitel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fordewandertitel-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Der Sommer ist hier im Norden zwar eher durchwachsen, aber gerade das macht den Reiz eines Spaziergangs auf dem Fördewanderweg aus: das wechselnde Licht bei Wolken und Sonne. Wer zu Fuß geht, schafft längst nicht den ganzen Weg. Ich war zu Fuß unterwegs auf dem Stück zwischen Möltenort und Heikendorf, auf der Suche nach der Strandvilla Schroeder. Ich hatte es in Möltenort vermutet, doch es liegt in Heikendorf und ich musste ein ordentliches Stück dorthin laufen. Es war herrlich. Immer an der Förde entlang, die Silhouette von Kiel gegenüber, hinter dem glitzerndem Wasser. Der Fördewanderweg führt 30 Kilometer weit von Kiel-Holtenau am Westufer entlang über die Spitze der Förde und dann aufs Ostufer und dort bis Schönberger Strand. Eine ausführliche Beschreibung des Weges steht hier. Niemand muss die Route komplett ablaufen, die sich übrigens in weiten Teilen auch mit dem Fahrrad bewältigen lässt. Jeder darf sich sein Stück Fördewanderweg aussuchen, und meines lag eben auf dem Ostufer zwischen Möltenort und Heikendorf. Von Möltenort Richtung Heikendorf Vom Parkplatz in Möltenort geht es in Richtung fördeauswärts am Yachthafen Mönkeberg mit seinem kurzen Leuchtturm vorbei und dann immer am Wasser entlang. Dieser Juliusturm ist nur die Spitze eines ehemaligen Leuchtfeuers und heute ohne Funktion. Aber hübsch anzusehen ist er. Von Mönkeberg aus bin ich auf dem Fördewanderweg direkt am Wasser entlang Richtung Heikendorf gelaufen. Dabei passiert man Kitzeberg, die feinste Gegend auf dem Ostufer. Dort sind die Häuser richtig teuer, wenn man überhaupt an eines ran kommt. Eine Studienfreundin meines Vaters wohnte dort, und als ich 1981 zum Studium nach Kiel kam, habe ich sie besucht. Sie hatte nicht wirklich Interesse an mir, meinte nur, die jungen Leute seien draußen auf dem Tennisplatz. Dem hauseigenen Tennisplatz wohlgemerkt. Der gleich neben dem Pool liegt. Mit der Privatleiter zum Strand So also geht es zu hinter den hohen Hecken von Kitzeberg. Oder auch ganz anders. 2015 wurde im Keller einer der Villen ein Panzer gefunden. Da war das feine Kitzeberg mal ganz unfein in den Schlagzeilen. Wer auf dem Fördewanderweg unterhalb des Villenviertels unterwegs ist, sieht oberhalb des Weges manchmal die Dächer der Häuser, einige alt und mit Reet gedeckt, andere moderne Architektenhäuser. Und beinahe jedes oberhalb des Weges hat eine Privatleiter oder eine Privattreppe, die hinunter zum Strand führt. Hinter den Kitzeberger Klippen wird das Land zur rechten wieder flacher, Heikendorf ist erreicht. Auf dem Weg dorthin entdeckt der Spaziergänger noch die Folgen der schweren Ostseeflut vom Oktober 2023. Der eine oder andere Steg ist noch geknickt und gesperrt. Die Strompolizei ist übrigens die Bauaufsichtsbehörde für Gewässer. Der Fördewanderweg ist bis auf ein kurzes Stück, das nur aus grobem Sand besteht, für alle gut passierbar, auch für Radfahrer. Schilder weisen darauf hin, dass gegenseitig Rücksicht zu nehmen sei. Was nur teilweise funktioniert. Für Fußgänger empfiehlt es sich an belebten Tagen ganz rechts zu gehen, weil immer mal wieder Radfahrer von hinten angeschossen kommen. In Heikendorf öffnet sich ein weites Rund, an dem zwei weiße Strandvillen liegen. So etwas würde heute nie genehmigt, aber zumindest eine, die Strandvilla Schroeder, ist in den 1930er Jahren errichtet worden. Ein Haus mit Geschichte. Ich war schon öfter bei Häusern aus dieser Zeit, die in traumhaften Lagen an oder oberhalb der Ostsee gebaut wurden. Mit allen Gefahren, die durch Hochwasser und Sturmfluten damit verbunden sind. Aber die Aussicht ist halt grandios. Beliebter Strand an der Förde Ich bin bei meinem Spaziergang an dieser Stelle umgedreht und zurück nach Mönkeberg gegangen. Mit Fotopausen habe ich knapp zwei Stunden gebraucht. Und dabei gesehen, wie beliebt dieser Abschnitt an der Förde ist. Es war viel los, Sonnenanbeter, Familien mit Klappstühlchen, Proviant und Sandeimerchen, viele Fahrradfahrer, alle genossen den Sonntagnachmittag an der Förde. Wer von Heikendorf noch ein bisschen weiter auf dem Fördewanderweg radelt oder läuft, erreicht nach einer Weile Laboe. Immer ein lohnendes Ziel, vor allem mit einem Besuch im Marineehrenmal.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/zwei-stunden-auf-dem-foerdewanderweg/">Zwei Stunden auf dem Fördewanderweg</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fordewandertitel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Fördewanderweg bei Möltenort ohne festen Belag." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fordewandertitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fordewandertitel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fordewandertitel-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Der Sommer ist hier im Norden zwar eher durchwachsen, aber gerade das macht den Reiz eines Spaziergangs auf dem Fördewanderweg aus: das wechselnde Licht bei Wolken und Sonne. Wer zu Fuß geht, schafft längst nicht den ganzen Weg.</p>



<span id="more-13717"></span>



<p>Ich war zu Fuß unterwegs auf dem Stück zwischen Möltenort und Heikendorf, auf der Suche <a href="https://pyrolim.de/pyropro/solo-fuer-weiss-und-die-strandvilla/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">nach der Strandvilla Schroeder</a>. Ich hatte es in Möltenort vermutet, doch es liegt in Heikendorf und ich musste ein ordentliches Stück dorthin laufen. Es war herrlich. Immer <a href="https://pyrolim.de/pyropro/die-foerde-die-bucht-und-die-schlei/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">an der Förde</a> entlang, die <a href="https://pyrolim.de/pyropro/schiffe-gucken-in-kiel-mit-9-euro-ticket/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Silhouette von Kiel</a> gegenüber, hinter dem glitzerndem Wasser.</p>



<p>Der Fördewanderweg führt 30 Kilometer weit von Kiel-Holtenau am Westufer entlang über die Spitze der Förde und dann aufs Ostufer und dort bis Schönberger Strand. Eine ausführliche Beschreibung des Weges steht <a href="https://weites.land/foerdewanderweg/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>. Niemand muss die Route komplett ablaufen, die sich übrigens in weiten Teilen auch mit dem Fahrrad bewältigen lässt. Jeder darf sich sein Stück Fördewanderweg aussuchen, und meines lag eben auf dem Ostufer zwischen Möltenort und Heikendorf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von Möltenort Richtung Heikendorf</h2>



<p>Vom Parkplatz in Möltenort geht es in Richtung fördeauswärts am Yachthafen Mönkeberg mit seinem kurzen Leuchtturm vorbei und dann immer am Wasser entlang. Dieser Juliusturm ist nur die Spitze eines ehemaligen Leuchtfeuers und heute ohne Funktion. Aber <a href="https://www.reisereporter.de/reiseziele/europa/deutschland/ostsee/heikendorf-und-moenkeberg-5-sehenswuerdigkeiten-oder-reisereporter-de-ZTK44XPPBYJ5B3NOYOUMBKQKRT.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hübsch anzusehen ist er</a>. </p>



<p>Von Mönkeberg aus bin ich auf dem Fördewanderweg direkt am Wasser entlang Richtung Heikendorf gelaufen. Dabei passiert man Kitzeberg, die feinste Gegend auf dem Ostufer. Dort sind die Häuser richtig teuer, wenn man überhaupt an eines ran kommt. Eine Studienfreundin meines Vaters wohnte dort, und als ich 1981 zum Studium nach Kiel kam, habe ich sie besucht. Sie hatte nicht wirklich Interesse an mir, meinte nur, die jungen Leute seien draußen auf dem Tennisplatz. Dem hauseigenen Tennisplatz wohlgemerkt. Der gleich neben dem Pool liegt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mit der Privatleiter zum Strand</h2>



<p>So also geht es zu hinter den hohen Hecken von Kitzeberg. Oder auch ganz anders. 2015 wurde im Keller <a href="https://de.nachrichten.yahoo.com/aus-dem-zweiten-weltkrieg-rentner-lagert-kriegspanzer-im-045902149.html?guce_referrer=aHR0cHM6Ly93d3cuZ29vZ2xlLmNvbS8&amp;guce_referrer_sig=AQAAAKPMGTte91YeAI-rlo1Y46Bu2vWipcMoDGBYbcwKga993PCWFaRe4SCE2Ryaws5n_IlwENCuqOXTXsChPbRbcopHAgWq1L1kgmSVsX0plmcYb-zfPUbt1xuPI4p6yam8dvH8kOtppikE3vXibH1pi6EqtMK9iwSVmalU0ETCJOqZ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">einer der Villen ein Panzer gefunden</a>. Da war das feine Kitzeberg mal ganz unfein in den Schlagzeilen. Wer auf dem Fördewanderweg unterhalb des Villenviertels unterwegs ist, sieht oberhalb des Weges manchmal die Dächer der Häuser, einige alt und mit Reet gedeckt, andere moderne Architektenhäuser. Und beinahe jedes oberhalb des Weges hat eine Privatleiter oder eine Privattreppe, die hinunter zum Strand führt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fordewandertitel.jpg" alt="Fördewanderweg bei Möltenort ohne festen Belag." class="wp-image-13724" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fordewandertitel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fordewandertitel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Fordewandertitel-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Teilstück des Fördewanderwegs besteht nur aus grobem Sand.</figcaption></figure>



<p>Hinter den Kitzeberger Klippen wird das Land zur rechten wieder flacher, Heikendorf ist erreicht. Auf dem Weg dorthin entdeckt der Spaziergänger noch die Folgen der schweren Ostseeflut vom Oktober 2023. Der eine oder andere Steg ist noch geknickt und gesperrt. Die Strompolizei ist übrigens die Bauaufsichtsbehörde für Gewässer. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/fordewander2024-8.jpg" alt="Schild an einem zerstörten Steg am Fördewanderweg." class="wp-image-13720" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/fordewander2024-8.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/fordewander2024-8-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/fordewander2024-8-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schild an einem zerstörten Steg am Fördewanderweg.</figcaption></figure>



<p>Der Fördewanderweg ist bis auf ein kurzes Stück, das nur aus grobem Sand besteht, für alle gut passierbar, auch für Radfahrer. Schilder weisen darauf hin, dass gegenseitig Rücksicht zu nehmen sei. Was nur teilweise funktioniert. Für Fußgänger empfiehlt es sich an belebten Tagen ganz rechts zu gehen, weil immer mal wieder Radfahrer von hinten angeschossen kommen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/fordewandermiteinander.jpg" alt="Schild weist auf einen Miteinander-Weg hin." class="wp-image-13721" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/fordewandermiteinander.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/fordewandermiteinander-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/fordewandermiteinander-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schilder weisen darauf hin, dass der Fördewanderweg ein Miteinander-Weg ist.</figcaption></figure>



<p>In Heikendorf öffnet sich ein weites Rund, an dem zwei weiße Strandvillen liegen. So etwas würde heute nie genehmigt, aber zumindest eine, die Strandvilla Schroeder, ist in den 1930er Jahren errichtet worden. Ein Haus mit Geschichte. Ich war schon öfter bei Häusern aus dieser Zeit, die in traumhaften Lagen an oder oberhalb der Ostsee gebaut wurden. Mit allen Gefahren, die durch Hochwasser und Sturmfluten damit verbunden sind. Aber die Aussicht ist halt grandios.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beliebter Strand an der Förde</h2>



<p>Ich bin bei meinem Spaziergang an dieser Stelle umgedreht und zurück nach Mönkeberg gegangen. Mit Fotopausen habe ich knapp zwei Stunden gebraucht. Und dabei gesehen, wie beliebt dieser Abschnitt an der Förde ist. Es war viel los, Sonnenanbeter, Familien mit Klappstühlchen, Proviant und Sandeimerchen, viele Fahrradfahrer, alle genossen den Sonntagnachmittag an der Förde.</p>



<p>Wer von Heikendorf noch ein bisschen weiter auf dem Fördewanderweg radelt oder läuft, erreicht nach einer Weile Laboe. Immer ein lohnendes Ziel, vor allem mit <a href="https://pyrolim.de/pyropro/erlebt/das-marine-ehrenmal-in-laboe-gedenkort-und-architekturdenkmal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">einem Besuch im Marineehrenmal</a>.</p>
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		<title>Freilichtmuseum Molfsee: Reise durch Schleswig-Holstein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jul 2024 17:40:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflugstipp]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Schmielau-Titel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Hof Schmielau im Freilichtmuseum Molfsee mit Bauerngarten." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Schmielau-Titel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Schmielau-Titel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Schmielau-Titel-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Schmielau-Titel-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Mehr als 70 historische Gebäude auf 40 Hektar Freifläche: Das ist das Freilichtmuseum Molfsee. Seit drei Jahren ergänzt durch ein Museum der Alltagsgeschichte, ermöglicht es in einigen Stunden einen Streifzug durch die bäuerliche Geschichte Schleswig-Holsteins. Ich war schon einmal im Freilichtmuseum in Molfsee, das ist aber Jahrzehnte her. Zeit also, es noch einmal zu besuchen, zumal sich dort viel getan hat. Seit der Eröffnung 1965 sind immer wieder neue Gebäude hinzugekommen. Abgebaut an ihren ursprünglichen Standorten, Stück für Stück nummeriert, eingepackt und in Molfsee wieder aufgebaut, haben sie das Museum nach und nach immer mehr erweitert. Heute stehen auf dem Gelände mehr als 70 Bauernhäuser, Katen, Scheunen, Schuppen, drei Windmühlen, eine Wassermühle, aber auch Ziehbrunnen und ein Vierrutenbarg, eine viereckige offene Scheune, deren Dach hoch- und heruntergefahren werden kann. Reise durch die Landschaften Schleswig-Holsteins Die Häuser sind nach Regionen angeordnet. Los geht es mit Lauenburg und Holstein über Dithmarschen, die Elbmarschen, Fehmarn, Eiderstedt, Nordfriesland, weiter nach Angeln und über Stapelholm zurück. Eingebettet sind die Häuser und Katen in die hügelige Landschaft südlich von Kiel und in ein Gelände mit zwei großen Teichen. Besucher haben die Möglichkeit, über eine kleine Runde einen Teil der Häuser oder über die große Runde alle zu sehen. Dafür braucht man Zeit. Denn das Prinzip des Museums ist es, die Häuser nicht nur von außen zu zeigen. Sie sind offen zur Besichtigung und innen ausgestattet mit den passenden Möbeln aus der Zeit, als sie erbaut wurden. Ergänzt wird das Innere durch landwirtschaftliche Geräte, und im Haubarg aus Witzwort stehen sogar lebensgroße Kühe und Pferde aus Plastik (denen aber inzwischen das eine oder andere Ohr oder Horn fehlt). Leider ist ein erklecklicher Teil der Häuser zurzeit nicht zugänglich, da sie restauriert werden. An 28 der historischen Gebäude wird gerade gebaut, dafür investiert das Museum sechs Millionen Euro. Die Arbeiten werden in einem Bautagebuch für die Öffentlichkeit dokumentiert. Etliche Dächer, davon viele Reetdächer werden erneuert, Farbanstriche aufgearbeitet, und es wird etwas für die Barrierefreiheit getan. Auch ohne die gesperrten Häuser gibt es genug zu sehen. Und der Besucher lernt und sieht eindrücklich, wie unterschiedlich das bäuerliche Leben in Schleswig-Holstein &#8211; und vermutlich nicht nur dort &#8211; im 18. und 19. Jahrhundert war. Es reicht vom Leben in ärmlichen Katen über das in ganz normalen Bauernhäusern bis zu Anwesen, die den Reichtum und die Kultiviertheit der Bewohner dokumentieren. Die Bauformen reichen von den in Schleswig-Holstein vielerorts üblichen Hallenhäusern mit Wohnräumen vorne und großer Diele mit seitwärts angeordneten Viehställen hinten bis zum Dreiseithof, zum Vierseithof und zum Haubarg. Nur eine Feldscheune habe ich nicht entdecken können. Wunderschöne Bauerngärten und ein Rosengarten Besonders lohnend ist ein Besuch im Freilichtmuseum Molfsee gerade jetzt im Sommer, wenn alles grünt und blüht. Denn zu den Bauernhäusern gehören oft üppig angelegte Bauerngärten, nicht nur für den Gemüseanbau, sondern auch mit vielen Blumen. Häufig aufgeteilt durch niedrige Buchsbaumhecken. Wie sehr sich manche Bewohner den Luxus eines besonderen Gartens leisten konnten, zeigt der Rosengarten mit Gartenhaus des Wassermüllers aus Rurup. Gartenhäuschen wie dieses, erklärt eine Tafel, seien für die Landbevölkerung kaum erschwinglich gewesen. Wer müde Füße, Hunger und Durst bekommt, dem empfehle ich ein Päuschen am Kiosk am historischen Jahrmarkt. Dort vergnügte sich bei meinem Besuch gerade eine Kindergartengruppe mit Hau-den-Lukas und auf der Schiffsschaukel. Ein großer Spaß für die Kinder, ebenso wie die Mitmachstationen. Dort dürfen die Besucher alte Spiele ausprobieren, etwas das Stelzenlaufen, oder Wäsche waschen wie damals. Daran hatten, wie ich beobachten konnte, die Kinder ebenso viel Spaß wie an den Tieren auf dem Gelände: Schweine, Schafe, Ziegen, Enten. Sogar frei laufende Pfauen stolzieren herum. Einblick in den Alltag im Norden Am Ende &#8211; oder am Anfang, je nach Präferenz &#8211; wartet die 2021 eröffnete Ausstellung im Jahr100Haus auf die Besucher. Die Dauerausstellung dokumentiert die Alltagskultur in Schleswig-Holstein in den vergangenen 100 Jahren. Da ist vieles dabei, was ich noch aus meiner Kindheit und Jugend kenne. So ist etwa genau der Föhn ausgestellt, den meine Mutter Jahrzehnte lang benutzte. Oder der erste Apple-Computer, so wie ich ihn damals mal bei jemandem gesehen habe. Zum Alltagsleben gehörte auch ein Poesiealbum, ausgestellt ist eines von 1928. Es sind aber auch besondere Objekte dabei. Etwa die Pistole, mit der Marianne Bachmeier im Gerichtssaal den Mörder ihrer Tochter erschoss. Oder &#8211; mein Lieblingsobjekt &#8211; eine Sprottenkistennagelmaschine. Kannte ich noch nicht, ebenso wie das Schuhdurchleuchtungsgerät. Mit dem wurde im Schuhgeschäft festgestellt, ob der Schuh zum Fuß passt. Eines der ungewöhnlichen Objekte, die mir in Erinnerung geblieben sind, ist die Fackel, mit der bei den Segelwettbewerben 1972 das olympische Feuer in Kiel-Schilksee entzündet wurde. Das Freilichtmuseum erfordert viel Zeit Wer das Freilichtmuseum Molfsee besuchen möchte, sollte sich viel Zeit dafür nehmen. Ich habe für den großen Rundgang einschließlich Pause gut drei Stunden gebraucht und noch einmal eine Stunde für die Dauerausstellung. Wer nicht ganz so gut zu Fuß ist, kann die Museumsbahn nehmen. Alle Infos zum Besuch gibt es gebündelt hier. Da ich in diesem Beitrag nicht alle meiner besten Fotos &#8211; es waren natürlich noch viel mehr Bilder &#8211; unterbringen kann, habe ich sie hier zusammengefasst.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Schmielau-Titel.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Hof Schmielau im Freilichtmuseum Molfsee mit Bauerngarten." style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Schmielau-Titel.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Schmielau-Titel-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Schmielau-Titel-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Schmielau-Titel-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Mehr als 70 historische Gebäude auf 40 Hektar Freifläche: Das ist das Freilichtmuseum Molfsee. Seit drei Jahren ergänzt durch ein Museum der Alltagsgeschichte, ermöglicht es in einigen Stunden einen Streifzug durch die bäuerliche Geschichte Schleswig-Holsteins.</p>



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<p>Ich war schon einmal im Freilichtmuseum in Molfsee, das ist aber Jahrzehnte her. Zeit also, es noch einmal zu besuchen, zumal sich dort viel getan hat. Seit der Eröffnung 1965 sind immer wieder neue Gebäude hinzugekommen. Abgebaut an ihren ursprünglichen Standorten, Stück für Stück nummeriert, eingepackt und in Molfsee wieder aufgebaut, haben sie das Museum nach und nach immer mehr erweitert. Heute stehen auf dem Gelände mehr als 70 Bauernhäuser, Katen, Scheunen, Schuppen, drei Windmühlen, eine Wassermühle, aber auch Ziehbrunnen und ein <a href="https://www.chronik-spo.de/historische-insel/vierrutenbarg/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vierrutenbarg</a>, eine viereckige offene Scheune, deren Dach hoch- und heruntergefahren werden kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Reise durch die Landschaften Schleswig-Holsteins</h2>



<p>Die Häuser sind nach Regionen angeordnet. Los geht es mit Lauenburg und Holstein über Dithmarschen, die Elbmarschen, Fehmarn, Eiderstedt, Nordfriesland, weiter nach Angeln und über Stapelholm zurück. Eingebettet sind die Häuser und Katen in die hügelige Landschaft südlich von Kiel und in ein Gelände mit zwei großen Teichen. Besucher haben die Möglichkeit, über eine kleine Runde einen Teil der Häuser oder über die große Runde alle zu sehen. Dafür braucht man Zeit. </p>



<p>Denn das Prinzip des Museums ist es, die Häuser nicht nur von außen zu zeigen. Sie sind offen zur Besichtigung und innen ausgestattet mit den passenden Möbeln aus der Zeit, als sie erbaut wurden. Ergänzt wird das Innere durch landwirtschaftliche Geräte, und im Haubarg aus Witzwort stehen sogar lebensgroße Kühe und Pferde aus Plastik (denen aber inzwischen das eine oder andere Ohr oder Horn fehlt). </p>



<p>Leider ist ein erklecklicher Teil der Häuser zurzeit nicht zugänglich, da sie restauriert werden. An 28 der historischen Gebäude wird gerade gebaut, dafür investiert das Museum sechs Millionen Euro. Die Arbeiten werden <a href="https://freilichtmuseum-sh.de/de/bautagebuch-molfsee" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in einem Bautagebuch</a> für die Öffentlichkeit dokumentiert. Etliche Dächer, davon viele Reetdächer werden erneuert, Farbanstriche aufgearbeitet, und es wird etwas für die Barrierefreiheit getan.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-renovieren2024-10.jpg" alt="Im Freilichtmuseum Molfsee wird gerade an etlichen Häusern gearbeitet." class="wp-image-13666" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-renovieren2024-10.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-renovieren2024-10-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-renovieren2024-10-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-renovieren2024-10-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Freilichtmuseum Molfsee wird gerade an etlichen Häusern gearbeitet.</figcaption></figure>



<p>Auch ohne die gesperrten Häuser gibt es genug zu sehen. Und der Besucher lernt und sieht eindrücklich, wie unterschiedlich das bäuerliche Leben in Schleswig-Holstein &#8211; und vermutlich nicht nur dort &#8211; im 18. und 19. Jahrhundert war. Es reicht vom Leben in ärmlichen Katen über das in ganz normalen Bauernhäusern bis zu Anwesen, die den Reichtum und die Kultiviertheit der Bewohner dokumentieren. Die Bauformen reichen von den in Schleswig-Holstein vielerorts üblichen Hallenhäusern mit Wohnräumen vorne und großer Diele mit seitwärts angeordneten Viehställen hinten bis zum Dreiseithof, zum Vierseithof und zum <a href="https://pyrolim.de/pyropro/tagesausflug-an-die-westkueste/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haubarg</a>. Nur eine <a href="https://pyrolim.de/fru-oettenpoetter/fru-oettenpoetter-vertellt-feldscheunen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Feldscheune</a> habe ich nicht entdecken können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wunderschöne Bauerngärten und ein Rosengarten</h2>



<p>Besonders lohnend ist ein Besuch im Freilichtmuseum Molfsee gerade jetzt im Sommer, wenn alles grünt und blüht. Denn zu den Bauernhäusern gehören oft üppig angelegte Bauerngärten, nicht nur für den Gemüseanbau, sondern auch mit vielen Blumen. Häufig aufgeteilt durch niedrige Buchsbaumhecken. Wie sehr sich manche Bewohner den Luxus eines besonderen Gartens leisten konnten, zeigt der Rosengarten mit Gartenhaus des Wassermüllers aus Rurup. Gartenhäuschen wie dieses, erklärt eine Tafel, seien für die Landbevölkerung kaum erschwinglich gewesen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2q3KtG8"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53852370939_ff35ae1eec_c.jpg" alt="Laube im Rosengarten" width="800" height="547" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Impression vom Rosengarten mit Gartenhäuschen aus Rurup.</figcaption></figure>



<p>Wer müde Füße, Hunger und Durst bekommt, dem empfehle ich ein Päuschen am Kiosk am historischen Jahrmarkt. Dort vergnügte sich bei meinem Besuch gerade eine Kindergartengruppe mit Hau-den-Lukas und auf der Schiffsschaukel. Ein großer Spaß für die Kinder, ebenso wie die Mitmachstationen. Dort dürfen die Besucher alte Spiele ausprobieren, etwas das Stelzenlaufen, oder Wäsche waschen wie damals. Daran hatten, wie ich beobachten konnte, die Kinder ebenso viel Spaß wie an den Tieren auf dem Gelände: Schweine, Schafe, Ziegen, Enten. Sogar frei laufende <a href="https://pyrolim.de/pyropro/von-der-kunst-einen-pfau-zu-halten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pfauen</a> stolzieren herum.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einblick in den Alltag im Norden</h2>



<p>Am Ende &#8211; oder am Anfang, je nach Präferenz &#8211; wartet die 2021 eröffnete Ausstellung im Jahr100Haus auf die Besucher. Die Dauerausstellung dokumentiert die Alltagskultur in Schleswig-Holstein in den vergangenen 100 Jahren. Da ist vieles dabei, was ich noch aus meiner Kindheit und Jugend kenne. So ist etwa genau der Föhn ausgestellt, den meine Mutter Jahrzehnte lang benutzte. Oder der erste Apple-Computer, so wie ich ihn damals mal bei jemandem gesehen habe. Zum Alltagsleben gehörte auch ein <a href="https://pyrolim.de/pyropro/das-poesiealbum-ein-zeitdokument/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Poesiealbum</a>, ausgestellt ist eines von 1928.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Ausstellung2024-19.jpg" alt="Die Ausstellung Jahr100Haus im Freilichtmuseum Molfsee." class="wp-image-13667" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Ausstellung2024-19.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Ausstellung2024-19-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Ausstellung2024-19-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Molfsee-Ausstellung2024-19-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Ausstellung Jahr100Haus im Freilichtmuseum Molfsee.</figcaption></figure>



<p>Es sind aber auch besondere Objekte dabei. Etwa die Pistole, mit der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marianne_Bachmeier" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Marianne Bachmeier</a> im Gerichtssaal den Mörder ihrer Tochter erschoss. Oder &#8211; mein Lieblingsobjekt &#8211; eine Sprottenkistennagelmaschine. Kannte ich noch nicht, ebenso wie das Schuhdurchleuchtungsgerät. Mit dem wurde im Schuhgeschäft festgestellt, ob der Schuh zum Fuß passt. Eines der ungewöhnlichen Objekte, die mir in Erinnerung geblieben sind, ist die Fackel, mit der bei den Segelwettbewerben 1972 das olympische Feuer in Kiel-Schilksee entzündet wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Freilichtmuseum erfordert viel Zeit</h2>



<p>Wer das Freilichtmuseum Molfsee besuchen möchte, sollte sich viel Zeit dafür nehmen. Ich habe für den großen Rundgang einschließlich Pause gut drei Stunden gebraucht und noch einmal eine Stunde für die Dauerausstellung. Wer nicht ganz so gut zu Fuß ist, kann die Museumsbahn nehmen. Alle Infos zum Besuch gibt es <a href="https://freilichtmuseum-sh.de/de/besuch" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gebündelt hier</a>. Da ich in diesem Beitrag nicht alle meiner besten Fotos &#8211; es waren natürlich noch viel mehr Bilder &#8211; unterbringen kann, habe ich sie <a href="https://www.flickr.com/photos/pyrolim/albums/72177720318745920" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> zusammengefasst.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/freilichtmuseum-molfsee-reise-durch-schleswig-holstein/">Freilichtmuseum Molfsee: Reise durch Schleswig-Holstein</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Burgtorfriedhof Lübeck &#8211; ein Besuch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 May 2024 16:34:04 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflugstipp]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Burgtorerb.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Burgtorerb.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Burgtorerb-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Burgtorerb-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Burgtorerb-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Friedhöfe sind beliebte Orte für Spaziergänge. Die meisten von ihnen sind wunderschöne Parks. Der Burgtorfriedhof in Lübeck ist noch aus einem anderen Grund einen Besuch wert. In Lübeck gibt es ein geflügeltes Wort: Als alteingesessen in der altehrwürdigen Hansestadt darf sich nur nennen, wer mindestens zwei Generationen auf dem Burgtorfriedhof liegen hat. Das ist ein bisschen hochnäsig, denn kaum jemand außer den alten Familien hat das zu bieten. Die meisten Lübecker liegen auf dem Vorwerker Friedhof, mit knapp 50.000 Grabstätten der größte der Stadt. Der Burgtorfriedhof bringt es gerade mal auf 8700 Gräber. Dort zu liegen, ist also ein recht exklusives Recht. Bei einem Spaziergang finden sich dann auch eine Reihe von Ehren- und Prominentengräbern. Aber eben auch die, deren Grabsteine verraten, dass dort bereits etliche Mitglieder einer Familie liegen, Großeltern, Kinder, Enkel, manchmal sogar Urenkel. Alles alteingesessene Lübecker Familien. Am Spruch von den zwei Generationen ist also etwas dran. Burgtorfriedhof &#8211; ein Ort mit Geschichte Zu den Erbbegräbnissen des Lübecker Bürger-Adels kommen noch 17 berühmte Gruften, Mausoleen und Grabstätten. Die wohl berühmteste Lübecker Familie, die Manns, hat auf dem Burgtorfriedhof ebenso ein Familiengrab wie die Dichter-Fürstin Ida Boy-Ed, der Dichter und Verfasser bekannter Mailieder Emanuel Geibel und der Widerstandskämpfer und spätere SPD-Bürgermeister Otto Passarge, der nach dem Krieg mehr als 100.000 Flüchtlinge in der Hansestadt integrierte. Manche Grabmale sind aufwändig gestaltet und geben Zeugnis vom Stil ihrer Zeit. Der Burgtorfriedhof hat einen älteren und einen neueren Teil. Vor allem im älteren Teil schreitet der Besucher an vielen historischen Grabmalen entlang. Eiserne Regeln, wie sie heute auf Friedhöfen gelten, waren vor 100 und 200 Jahren offenbar nicht bekannt. Oder die Familien hatten so viel Einfluss, dass sie machen konnten, was sie wollten. Jedenfalls findet der Besucher auf dem Burgtorfriedhof so viele unterschiedlich gestaltete Grabmale, dass es erstens nicht langweilig wird und es zweitens hinter jeder Biegung des Weges etwas Neues zu sehen gibt. Das Grab der Marianne Bachmeier Ein weiteres sehr bekanntes Grab auf dem Burgtorfriedhof habe ich nicht gefunden, es ist aber da. Es ist die Grabstelle von Marianne Bachmeier und ihrer ermordeten Tochter Anna. 1980 hatte ein Sexualstraftäter die damals Siebenjährige getötet. Marianne Bachmeier erschoss den mutmaßlichen Täter im Lübecker Landgericht, ein Fall, der bundesweit, wenn nicht weltweit Schlagzeilen machte. Bachmeier starb mit 46 Jahren an Krebs. Ihr Grab auf dem Burgtorfriedhof wurde zwar 2014 eingeebnet, 2017 wurde es aber mit einer Grabplatte versehen. Sie trägt Namen und Lebensdaten von Mutter und Tochter. Der Burgtorfriedhof ist also ein Friedhof mit Geschichte. Wer viel Zeit hat, kann ihn in einem Rutsch mit dem gleich daneben liegenden Ehrenfriedhof von Lübeck besuchen. Gerade jetzt im Frühjahr sind es nicht nur die interessanten Gräber, die einen Spaziergang lohnend machen. Es sind auch die frisch ergrünten Bäume, die Blumen, die ganzen Anlagen. Friedhöfe sind eben, auch wenn sie keine große Geschichte haben, stets lohnende Ziele. Nachtrag: Mein Blogger- und Journalistenfreund Matthias hat das Grab von Marianne und Anna Bachmeier dank seines und des Spürsinns seiner Frau gefunden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/burgtorfriedhof-luebeck-ein-besuch/">Burgtorfriedhof Lübeck &#8211; ein Besuch</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Burgtorerb.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Burgtorerb.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Burgtorerb-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Burgtorerb-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Burgtorerb-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Friedhöfe sind beliebte Orte für Spaziergänge. Die meisten von ihnen sind wunderschöne Parks. Der Burgtorfriedhof in Lübeck ist noch aus einem anderen Grund einen  Besuch wert.</p>



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<p>In Lübeck gibt es ein geflügeltes Wort: Als alteingesessen in der altehrwürdigen Hansestadt darf sich nur nennen, wer <a href="https://www.luebeck.de/de/rathaus/verwaltung/friedhoefe/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mindestens zwei Generationen auf dem Burgtorfriedhof liegen hat</a>. Das ist ein bisschen hochnäsig, denn kaum jemand außer den alten Familien hat das zu bieten. Die meisten Lübecker liegen auf dem Vorwerker Friedhof, mit knapp 50.000 Grabstätten der größte der Stadt. Der Burgtorfriedhof bringt es gerade mal auf 8700 Gräber. Dort zu liegen, ist also ein recht exklusives Recht.</p>



<p>Bei einem Spaziergang finden sich dann auch eine Reihe von Ehren- und Prominentengräbern. Aber eben auch die, deren Grabsteine verraten, dass dort bereits etliche Mitglieder einer Familie liegen, Großeltern, Kinder, Enkel, manchmal sogar Urenkel. Alles alteingesessene Lübecker Familien. Am Spruch von den zwei Generationen ist also etwas dran. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2pPeTaF"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53699482101_da12b3bd0c_c.jpg" alt="Burgtorfriedhof Lübeck" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Erbbegräbnisse reichen über mehrere Generationen zurück.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Burgtorfriedhof &#8211; ein Ort mit Geschichte</h2>



<p>Zu den Erbbegräbnissen des Lübecker Bürger-Adels kommen noch 17 berühmte Gruften, Mausoleen und Grabstätten. Die wohl berühmteste Lübecker Familie, die Manns, hat auf dem Burgtorfriedhof ebenso ein Familiengrab wie die <a href="https://literaturland-sh.de/autorinnen/boy-ed-ida" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dichter-Fürstin Ida Boy-Ed</a>, der Dichter und Verfasser <a href="https://pyrolim.de/pyropro/finissage-mit-mailiedern/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bekannter Mailieder</a> Emanuel Geibel und <a href="https://www.spd-geschichtswerkstatt.de/wiki/Otto_Passarge" target="_blank" rel="noreferrer noopener">der Widerstandskämpfer und spätere SPD-Bürgermeister Otto Passarge</a>, der nach dem Krieg mehr als 100.000 Flüchtlinge in der Hansestadt integrierte. Manche Grabmale sind aufwändig gestaltet und geben Zeugnis vom Stil ihrer Zeit.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2pPh9tB"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53699923825_c4dee9339e_c.jpg" alt="Burgtorfriedhof Lübeck" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Aufwändig gestaltetes Mausoleum eines kaiserlichen Vizekonsuls.<br></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2pPfZdT"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53699697583_3c3c359de2_c.jpg" alt="Burgtorfriedhof Lübeck" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Die Dame scheint den hier beerdigten Gustav Boy förmlich anzuhimmeln. </figcaption></figure>



<p>Der Burgtorfriedhof hat einen älteren und einen neueren Teil. Vor allem im älteren Teil schreitet der Besucher an vielen historischen Grabmalen entlang. Eiserne Regeln, <a href="https://pyrolim.de/pyrocontra/grab-aussuchen-erfahrungen-mit-der-friedhofsverwaltung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wie sie heute auf Friedhöfen gelten</a>, waren vor 100 und 200 Jahren offenbar nicht bekannt. Oder die Familien hatten so viel Einfluss, dass sie machen konnten, was sie wollten. Jedenfalls findet der Besucher auf dem Burgtorfriedhof so viele unterschiedlich gestaltete Grabmale, dass es erstens nicht langweilig wird und es zweitens hinter jeder Biegung des Weges etwas Neues zu sehen gibt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2pPfZdY"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/53699697588_993db0b842_c.jpg" alt="Burgtorfriedhof Lübeck" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">So manche Familie schuf sich ein bombastisches Grabmal im Stil der Zeit.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Das Grab der Marianne Bachmeier</h2>



<p>Ein weiteres sehr bekanntes Grab auf dem Burgtorfriedhof habe ich nicht gefunden, es ist aber da. Es ist <a href="https://www.knerger.de/html/sonstige_83.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Grabstelle von Marianne Bachmeier und ihrer ermordeten Tochter Anna</a>. 1980 hatte ein Sexualstraftäter die damals Siebenjährige getötet. Marianne Bachmeier erschoss den mutmaßlichen Täter im Lübecker Landgericht, ein Fall, der bundesweit, wenn nicht weltweit Schlagzeilen machte. Bachmeier starb mit 46 Jahren an Krebs. Ihr Grab auf dem Burgtorfriedhof wurde zwar 2014 eingeebnet, 2017 wurde es aber mit einer Grabplatte versehen. Sie trägt Namen und Lebensdaten von Mutter und Tochter.</p>



<p>Der Burgtorfriedhof ist also ein Friedhof mit Geschichte. Wer viel Zeit hat, kann ihn in einem Rutsch mit dem gleich <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ehrenfriedhof-kriegskitsch-und-hinkelsteine/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">daneben liegenden Ehrenfriedhof von Lübeck</a> besuchen. Gerade jetzt im Frühjahr sind es nicht nur die interessanten Gräber, die einen Spaziergang lohnend machen. Es sind auch die frisch ergrünten Bäume, die Blumen, die ganzen Anlagen. Friedhöfe sind eben, auch wenn sie keine große Geschichte haben, stets lohnende Ziele.</p>



<p>Nachtrag: Mein Blogger- und Journalistenfreund Matthias hat das Grab von Marianne und Anna Bachmeier <a href="https://redaktion42.com/2025/09/16/lubeck-meine-suche-nach-dem-grab-von-marianne-und-anna-bachmeier/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dank seines und des Spürsinns seiner Frau gefunden</a>. </p>
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		<title>Kieler Schleuse: Besuch auf der Aussichtsplattform</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Mar 2024 10:29:06 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusetitel-1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusetitel-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusetitel-1-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusetitel-1-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusetitel-1-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Wer sehen möchte, wie eine Schleuse funktioniert, kann nach Kiel fahren. An der Schleuse zum Nord-Ostsee-Kanal in Kiel-Wik gibt es eine Aussichtsplattform. Mit Glück gibt es da große Pötte zu sehen. Der Besuch auf der Schleuse in Kiel gehört zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen. Mein Vater hatte unweit der Einmündung des Nord-Ostsee-Kanals in die Kieler Förde seine Studentenbude und ist schon als junger Mann oft dort gewesen. Später hat er bei Urlauben in Schleswig-Holstein uns Kinder dorthin mitgenommen. Ich kann mich gut daran erinnern, dass wir unten an der Schleuse standen und beobachteten, wie ein riesiges Schiff der Bundesmarine geschleust wurde. Grund genug, jetzt, Jahrzehnte später, endlich mal wieder dorthin zu fahren. Aussichtsplattform mit dreckigem Glas Unten an der Schleuse stehen, geht aber nicht mehr. Das Gelände ist abgesperrt, stattdessen gibt es eine nach ihrem Aussehen zu urteilen bereits seit vielen, vielen Jahren bestehende Aussichtsplattform. Auch gut. Oder besser nicht, jedenfalls nicht für Fotografen. Denn oben auf der Plattform steht ein verglaster Unterstand. Schützt einerseits vor dem bei meinem Besuch ziemlich kalten Wind, macht aber andererseits das Fotografieren nicht zum Vergnügen. Denn die Scheiben sich dreckig und zerkratzt. Vor dem Besteigen der Plattform steht ein Besuch am Kassenautomaten an. Ein Euro kostet der Eintritt für Erwachsene, 50 Cent für Kinder. Kontrollen gab es bei meinem Besuch nicht, sie dürften eher selten sein. Theoretisch ist der Aussichtspunkt barrierefrei, der Aufzug war bei meinem Besuch allerdings außer Betrieb. Oben auf der Plattform findet der Besucher etliche Informationstafeln über den Nord-Ostsee-Kanal, die Tunnel, Hochbrücken und Fähren, die Schleuse und vieles mehr. Manches wird mit Modellen unter Glas dargestellt. Und schließlich eröffnet die Plattform rechts und links einen freien Ausblick auf die Schleuse, in der Mitte geht es nur durch die Scheibe. Mit Glück ist in der Schleuse etwas los Ich hatte Glück, als ich ankam, lagen gerade zwei mehr oder weniger große Pötte in der Schleuse. Ein kleines Küstenmotorschiff und ein Frachter mit hoch aufgestapelten Containern. Ihre Schleusenkammer hatte gerade den Wasserstand der Kieler Förde erreicht, sodass sie bald danach weiterfuhren. Auf der Schleuse geht es allerdings alles sehr gemächlich zu. Nur zentimeterweise schieben sich die Schiffe aus den Schleusenkammern. Deshalb habe ich zum ersten Mal ein Time-Laps-Video gemacht. Wer Glück hat, sieht weitere Schiffe kommen und fahren. Ich hatte sogar doppeltes Glück, denn es kam ein sehr ungewöhnliches Schiff. Es hatte Windradflügel geladen. Zwölf an der Zahl, säuberlich aufgeschichtet und mittels Gittertürmen gehalten. Diese Art des Transports von Windmühlenflügeln habe ich noch nie gesehen. Obwohl es an diesem Tag bitterkalt war und ein kalter Wind ging, habe ich es noch eine Weile auf der Aussichtsplattform ausgehalten. Und wollte noch sehen, wie ein Schleusentor aufgeht. Anders als ich vermutet hatte, öffnen sich die Flügel nicht wie bei einem Tor. Vielmehr wird das ganze Tor ganz langsam weggezogen (auf dem Video im Schnellverfahren). Da der Wasserstand zwischen Kanal und Förde an diesem Tag nicht sehr unterschiedlich war, war der Ausgleich beim Öffnen der Tore kaum wahrnehmbar. Aber das Prinzip erklären ja die Informationstafeln. Viel zu sehen am Nord-Ostsee-Kanal Solange ich in Schleswig-Holstein lebe, mag ich den Nord-Ostsee-Kanal und seine Geschichte. Ich habe mich mal im Mai aufgemacht, die Schiffe im Raps zu fotografieren, denn auch diese ungewöhnliche Ansicht bietet der Kanal. Andere interessante Punkte sind die Hochbrücken und eben die Kieler Schleuse. Wer sie besuchen möchte, sollte sich aber vielleicht einen etwas wärmeren und freundlicheren Tag aussuchen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusetitel-1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusetitel-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusetitel-1-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusetitel-1-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusetitel-1-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Wer sehen möchte, wie eine Schleuse funktioniert, kann nach Kiel fahren. An der Schleuse zum Nord-Ostsee-Kanal in Kiel-Wik gibt es eine Aussichtsplattform. Mit Glück gibt es da große Pötte zu sehen.</p>



<span id="more-13468"></span>



<p>Der Besuch auf der Schleuse in Kiel gehört zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen. Mein Vater hatte unweit der Einmündung des Nord-Ostsee-Kanals in die Kieler Förde seine Studentenbude und ist schon als junger Mann oft dort gewesen. Später hat er bei Urlauben in Schleswig-Holstein uns Kinder dorthin mitgenommen. Ich kann mich gut daran erinnern, dass wir unten an der Schleuse standen und beobachteten, wie ein riesiges Schiff der Bundesmarine geschleust wurde. Grund genug, jetzt, Jahrzehnte später, endlich mal wieder dorthin zu fahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aussichtsplattform mit dreckigem Glas</h2>



<p>Unten an der Schleuse stehen, geht aber nicht mehr. Das Gelände ist abgesperrt, stattdessen gibt es eine nach ihrem Aussehen zu urteilen bereits seit vielen, vielen Jahren bestehende Aussichtsplattform. Auch gut. Oder besser nicht, jedenfalls nicht für Fotografen. Denn oben auf der Plattform steht ein verglaster Unterstand. Schützt einerseits vor dem bei meinem Besuch ziemlich kalten Wind, macht aber andererseits das Fotografieren nicht zum Vergnügen. Denn die Scheiben sich dreckig und zerkratzt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusetitel-1.jpg" alt="Aussichtsplattform an der Schleuse in Kiel-Wik mit Glaspavillon." class="wp-image-13469" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusetitel-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusetitel-1-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusetitel-1-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusetitel-1-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Aussichtsplattform an der Schleuse in Kiel-Wik mit Glaspavillon.</figcaption></figure>



<p>Vor dem Besteigen der <a href="https://www.wsa-nord-ostsee-kanal.wsv.de/Webs/WSA/WSA-Nord-Ostsee-Kanal/DE/1_Wasserstrasse/1_Nord-Ostsee-Kanal/a_Schleusen/1_Schleuse_Kiel-Holtenau/2_Schleusenbesichtigungen/1_Aussichtsplattform/Aussichtsplattform_node.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Plattform</a> steht ein Besuch am Kassenautomaten an. Ein Euro kostet der Eintritt für Erwachsene, 50 Cent für Kinder. Kontrollen gab es bei meinem Besuch nicht, sie dürften eher selten sein. Theoretisch ist der Aussichtspunkt barrierefrei, der Aufzug war bei meinem Besuch allerdings außer Betrieb. Oben auf der Plattform findet der Besucher etliche Informationstafeln <a href="https://www.wsa-nord-ostsee-kanal.wsv.de/Webs/WSA/WSA-Nord-Ostsee-Kanal/DE/1_Wasserstrasse/1_Nord-Ostsee-Kanal/Nord-Ostsee-Kanal_node.html;jsessionid=BB5C2355B17B495CF4625FC710EF0350.live21304" target="_blank" rel="noreferrer noopener">über den Nord-Ostsee-Kanal</a>, die <a href="https://www.wsa-nord-ostsee-kanal.wsv.de/Webs/WSA/WSA-Nord-Ostsee-Kanal/DE/1_Wasserstrasse/2_Tunnel-Bruecken-Faehren/Tunnel-Bruecken-Faehren_node.html;jsessionid=BB5C2355B17B495CF4625FC710EF0350.live21304" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tunnel, Hochbrücken und Fähren</a>, die Schleuse und vieles mehr. Manches wird mit Modellen unter Glas dargestellt. Und schließlich eröffnet die Plattform rechts und links einen freien Ausblick auf die Schleuse, in der Mitte geht es nur durch die Scheibe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mit Glück ist in der Schleuse etwas los</h2>



<p>Ich hatte Glück, als ich ankam, lagen gerade zwei mehr oder weniger große Pötte in der Schleuse. Ein kleines Küstenmotorschiff und ein Frachter mit hoch aufgestapelten Containern. Ihre Schleusenkammer hatte gerade den Wasserstand der Kieler Förde erreicht, sodass sie bald danach weiterfuhren. Auf der Schleuse geht es allerdings alles sehr gemächlich zu. Nur zentimeterweise schieben sich die Schiffe aus den Schleusenkammern. Deshalb habe ich zum ersten Mal ein Time-Laps-Video gemacht.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Schleuse Kiel-Wik" width="960" height="540" src="https://www.youtube.com/embed/Ugcyidhj4E4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p>Wer Glück hat, sieht weitere Schiffe kommen und fahren. Ich hatte sogar doppeltes Glück, denn es kam ein sehr ungewöhnliches Schiff. Es hatte Windradflügel geladen. Zwölf an der Zahl, säuberlich aufgeschichtet und mittels Gittertürmen gehalten. Diese Art des Transports von Windmühlenflügeln habe ich noch nie gesehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusewind.jpg" alt="Die FWN Spirit steuerte voll beladen mit Windmühlenflügeln durch den Kanal Richtung Schleuse." class="wp-image-13470" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusewind.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusewind-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusewind-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/schleusewind-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die FWN Spirit steuerte voll beladen mit Windmühlenflügeln durch den Kanal Richtung Schleuse.</figcaption></figure>



<p>Obwohl es an diesem Tag bitterkalt war und ein kalter Wind ging, habe ich es noch eine Weile auf der Aussichtsplattform ausgehalten. Und wollte noch sehen, wie ein Schleusentor aufgeht. Anders als ich vermutet hatte, öffnen sich die Flügel nicht wie bei einem Tor. Vielmehr wird das ganze Tor ganz langsam weggezogen (auf dem Video im Schnellverfahren). Da der Wasserstand zwischen Kanal und Förde an diesem Tag nicht sehr unterschiedlich war, war der Ausgleich beim Öffnen der Tore kaum wahrnehmbar. Aber das Prinzip erklären ja die Informationstafeln.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Schleuse zum Nord-Ostseekanal: Das Schleusentor öffnet sich. (Time-Laps-Video)" width="960" height="540" src="https://www.youtube.com/embed/Mwbwda79IYY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Viel zu sehen am Nord-Ostsee-Kanal</h2>



<p>Solange ich in Schleswig-Holstein lebe, mag ich den Nord-Ostsee-Kanal und seine Geschichte. Ich habe mich mal im Mai aufgemacht, <a href="https://pyrolim.de/pyropro/das-schiff-im-raps/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Schiffe im Raps zu fotografieren</a>, denn auch diese ungewöhnliche Ansicht bietet der Kanal. Andere interessante Punkte sind die Hochbrücken und eben die Kieler Schleuse. Wer sie besuchen möchte, sollte sich aber vielleicht einen etwas wärmeren und freundlicheren Tag aussuchen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/kieler-schleuse-besuch-auf-der-aussichtsplattform/">Kieler Schleuse: Besuch auf der Aussichtsplattform</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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		<title>Kleines Warder: Rundweg im Urwald</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jun 2023 08:53:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflugstipp]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/kleineswarder2023-1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/kleineswarder2023-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/kleineswarder2023-1-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/kleineswarder2023-1-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/kleineswarder2023-1-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><p>Wieder mal ein Ausflug in die Umgebung: Mein Ziel war diesmal das Kleine Warder in Bosau, das gar nicht so klein ist. Was den Besucher dort erwartet und was ein Warder ist. Bosau ist ein kleiner Ferienort in der Holsteinischen Schweiz, am Großen Plöner See gelegen. Der Große Plöner See hat an seinen Rändern viele kleine Seen. Eigentlich nur Buchten im großen See, teils von Halbinseln, viele mit Namen Warder, abgetrennt, aber sie haben eigene Namen. Zwischen Bischofssee, Schwanensee und Buddelsee liegt das Vogelschutzgebiet Kleines Warder, auch kleiner Warder genannt. Es ist eine Halbinsel etwa in Form einer etwas ausufernden Niere. Auf der Seite der Roten Bänke Bosau ist eine Karte zu finden. Von der Roten Bank ins Naturschutzgebiet Eine solche Rote Bank steht auch am Eingang zum Kleinen Warder (Bank Nr. 5). Von dort führt zunächst ein Sandweg durch sumpfiges Gelände in das Gebiet. Rechts und links vom Weg steht Wasser, in dem sich Sumpfpflanzen wohlfühlen. Das ist ganz nach meinem Geschmack, ich mag Spaziergänge am Wasser. Nach wenigen Metern geht es links in einen Rundweg, auf dem sich das gesamte Kleine Warder erkunden lässt. Der Besucher durchschreitet einen Urwald mit umgestürzten Bäumen in üppiger Vegetation. Der eineinhalb Kilometer lange Weg durch das Naturschutzgebiet ist eben und gut zu gehen. Es empfiehlt sich nur, auf die vielen Wurzeln am Boden zu achten, um nicht zu stolpern. Viele Ausblicke auf den See Nach einer Weile erreicht der Spaziergänger das Ufer des Sees, in diesem Fall erst des Schwanensees und dann des Bischofssees. Vom Ufer aus ist das nicht so einfach zu unterscheiden. Die Kombination Urwald und Seeufer ist aber grandios. Erklärung zur Natur auf dem Kleinen Warder Unterwegs weisen immer wieder Hinweistafeln auf die Besonderheiten des Naturschutzgebietes hin. Mal geht es um die Bedeutung des Schilfröhricht, mal um die Wasservögel im Bischofssee, mal um die Rot- oder Schwarzerle, den dort vorherrschenden Baum, weil es ihn nicht stört, wenn seine Wurzeln im Wasser stehen. Der Baum stabilisiert außerdem das Ufer. Dort gibt es an einer Stelle noch ein besonderes Angebot für Spaziergänger: ein Wassertretanlage mit einem vertikal montierten Stamm zum Festhalten. Zudem bietet der Rundweg ein paar schöne Ausblicke: auf das Plöner Schloss am Horizont, auf das Ausflugsboot &#8222;Antje&#8220; der Bosau-Fahrt und auf Paddler und Tretbootfahrer auf dem Buddelsee. Warder &#8211; mehr als ein Inselchen Jetzt bin ich noch die Aufklärung schuldig, was das Wort Warder bedeutet. Abgesehen davon, dass wir am Wardersee wohnen, es hier einen Ort sowie eine Gemeinde gibt, der Warder heißen, es eine Insel Warder vor Fehmarn gibt, steht das Wort auch für kleine Inselchen in den Seen rund um Plön. Der oder das Kleine Warder ist beileibe nicht die kleinste, heißt aber trotzdem so.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/kleines-warder-rundweg-im-urwald/">Kleines Warder: Rundweg im Urwald</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/kleineswarder2023-1.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/kleineswarder2023-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/kleineswarder2023-1-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/kleineswarder2023-1-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/kleineswarder2023-1-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Wieder mal ein Ausflug in die Umgebung: Mein Ziel war diesmal das Kleine Warder in Bosau, das gar nicht so klein ist. Was den Besucher dort erwartet und was ein Warder ist.</p>



<span id="more-13094"></span>



<p>Bosau ist ein kleiner Ferienort in der Holsteinischen Schweiz, am Großen Plöner See gelegen. Der Große Plöner See hat an seinen Rändern viele kleine Seen. Eigentlich nur Buchten im großen See, teils von Halbinseln, viele mit Namen Warder, abgetrennt, aber sie haben eigene Namen. Zwischen Bischofssee, Schwanensee und Buddelsee liegt das Vogelschutzgebiet Kleines Warder, auch kleiner Warder genannt. Es ist eine Halbinsel etwa in Form einer etwas ausufernden Niere. Auf <a href="http://rote-bänke.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">der Seite der Roten Bänke Bosau ist eine Karte zu finden</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/kleineswarder2023-1.jpg" alt="Von der Plöner Straße in Bosau aus geht es nach links ins Kleine Warder." class="wp-image-13098" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/kleineswarder2023-1.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/kleineswarder2023-1-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/kleineswarder2023-1-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/kleineswarder2023-1-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Von der Plöner Straße in Bosau aus geht es nach links ins Kleine Warder.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Von der Roten Bank ins Naturschutzgebiet</h2>



<p>Eine solche Rote Bank steht auch am Eingang zum Kleinen Warder (Bank Nr. 5). Von dort führt zunächst ein Sandweg durch sumpfiges Gelände in das Gebiet. Rechts und links vom Weg steht Wasser, in dem sich Sumpfpflanzen wohlfühlen. Das ist ganz nach meinem Geschmack, ich <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ein-spaziergang-entlang-der-kanaltrave/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mag Spaziergänge am Wasser</a>. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2oDCLfN"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/52934424698_51bef135f6_c.jpg" alt="Naturschutzgebie Kleiner Warder in Bosau" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Rechts und links vom Weg steht Wasser, in dem sich Sumpfpflanzen wohlfühlen.</figcaption></figure>



<p>Nach wenigen Metern geht es links in einen Rundweg, auf dem sich das gesamte Kleine Warder erkunden lässt. Der Besucher durchschreitet einen Urwald mit umgestürzten Bäumen in üppiger Vegetation. Der eineinhalb Kilometer lange Weg durch das Naturschutzgebiet ist eben und gut zu gehen. Es empfiehlt sich nur, auf die vielen Wurzeln am Boden zu achten, um nicht zu stolpern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Viele Ausblicke auf den See</h2>



<p>Nach einer Weile erreicht der Spaziergänger das Ufer des Sees, in diesem Fall erst des Schwanensees und dann des Bischofssees. Vom Ufer aus ist das nicht so einfach zu unterscheiden. Die Kombination Urwald und Seeufer ist aber grandios.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2oDCLfY"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/52934424708_e6bbeeee02_c.jpg" alt="Naturschutzgebie Kleiner Warder in Bosau" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Umgestürzte Bäume werden nicht weggeräumt, sondern bleiben im Wasser des Sees liegen.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Erklärung zur Natur auf dem Kleinen Warder</h2>



<p>Unterwegs weisen immer wieder Hinweistafeln auf die Besonderheiten des Naturschutzgebietes hin. Mal geht es um die Bedeutung des Schilfröhricht, mal um die Wasservögel im Bischofssee, mal um die <a href="https://www.wald.de/waldwissen/laubbaum-nadelbaum/laubbaumarten/schwarzerle-alnus-glutinosa-l/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rot- oder Schwarzerle</a>, den dort vorherrschenden Baum, weil es ihn nicht stört, wenn seine Wurzeln im Wasser stehen. Der Baum stabilisiert außerdem das Ufer. Dort gibt es an einer Stelle noch ein besonderes Angebot für Spaziergänger: ein Wassertretanlage mit einem vertikal montierten Stamm zum Festhalten. Zudem bietet der Rundweg ein paar schöne Ausblicke: auf das Plöner Schloss am Horizont, auf das Ausflugsboot &#8222;Antje&#8220; der Bosau-Fahrt und auf Paddler und Tretbootfahrer auf dem Buddelsee.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2oDxpWk"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/52933380787_d576a689b2_c.jpg" alt="Naturschutzgebie Kleiner Warder in Bosau" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Wer zur rechten Zeit am Ufer des Kleinen Warder steht, sieht die &#8222;Antje&#8220; vorbei tuckern.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Warder &#8211; mehr als ein Inselchen</h2>



<p>Jetzt bin ich noch die Aufklärung schuldig, was das Wort Warder bedeutet. Abgesehen davon, dass wir am Wardersee wohnen, es hier einen Ort sowie eine Gemeinde gibt, der Warder heißen, es eine Insel Warder vor Fehmarn gibt, steht das Wort auch für kleine Inselchen in den Seen rund um Plön. Der oder das Kleine Warder ist beileibe nicht die kleinste, heißt aber trotzdem so.</p>



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		<title>Ein Spaziergang entlang der Kanaltrave</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Apr 2023 16:18:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Pyropro]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflugstipp]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="700" height="386" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravespazier.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravespazier.jpg 700w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravespazier-150x83.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><p>Ich bin immer auf der Suche nach Spazierwegen in der Nähe. Am liebsten am Wasser entlang. Dafür muss es nicht immer das Meer sein, obwohl es nicht weit weg ist. Diesmal hat es mich an die Kanaltrave in Lübeck gezogen. Kanaltrave, das klingt erstmal komisch. Entweder, das Gewässer ist ein Kanal, also eine künstliche Wasserstraße, oder die Trave, also ein Fluss. Tatsächlich ist es eine Kombination aus beiden, die an der Treidelwegbrücke entsteht. Bis dahin erstreckt sich der Elbe-Lübeck-Kanal aus dem Herzogtum Lauenburg kommen noch zwischen schnurgeraden Ufern vom Stadtteil Lübeck-Genin in Richtung Innenstadt und windet sich die recht kleine Trave in Schwüngen durch den Stadtteil Moisling. Von der Kanalbrücke in Genin führen Stufen nach unten. Wer sich gen Süden wendet, geht am Elbe-Lübeck-Kanal entlang, auf einem sehr schönen Weg. Den habe ich im vergangenen Herbst genommen. In die andere Richtung, nach einem Bogen gen Osten, geht es Richtung Lübeck, erst immer am Kanal entlang. Viel ist davon nicht zu sehen, weil dichtes und hohes Schilf die Ufer bedeckt. Dennoch ist es ein schöner Spaziergang auf einem angenehm zu gehenden Weg. Nach der Treidelwegbrücke beginnt die Kanaltrave Nach einer kurzen Weile führt eine gebogene Brücke über einen Wasserlauf. Das ist die gerade erst erneuerte Treidelwegbrücke. Sie führt über die Trave, die sich kurz darauf in den Elbe-Lübeck-Kanal ergießt, womit sie zur Kanaltrave wird. Von dem, was einen natürlichen Fluss ausmacht, ist hier nichts mehr zu sehen. Die Kanaltrave ist eine Bundeswasserstraße und breit und tief genug, dass auch größere Schiffe dort fahren können. Am Wochenende sind aber vor allem die Kanuten und Ruderer auf dem Wasser unterwegs. Noch ein Stückchen weiter geht es unter der Laubenweg-Eisenbahnbrücke entlang. Rechts und links führt der Weg dort vorbei, wo die Brückenbögen ihre Fundamente erreichen. Natürlich ist überall Graffiti zu sehen, vor allem aber scheint das Licht durch die metallenen Streben. Ein seltsamer Eindruck. Zwischen Schrebergärten und Gewerbegebiet Danach schließt sich auf dem Weg im Richtung Lübeck auf der linken Seite ein riesiges Gebiet mit Schrebergärten an. Auf der anderen Seite der Kanaltrave liegt ein Gewerbegebiet. Ich habe den Weg entlang der Schrebergarten-Kolonie genommen. Von dort aus führen der Brombeerweg, der Fliederweg, der Holunderweg, der Jasminweg und allerlei andere Wege mit botanischen Namen in das Gebiet. Nach pingeliger Kleingarten-Gepflegtheit sieht das aber alles nicht aus. Viele Tore sind verrostet und von Pflanzen überrankt, der Einblick in die Gärten mit hässlichen Metallblechen oder Kunststoffplanen versperrt. Wo man hineinsehen kann, stehen verrottete Lauben und liegen verkrautete Beete. Genauso verkommen, zugewachsen, ungepflegt sind die langen Wege dahinter, an denen die Parzellen liegen. Doch je näher man der Innenstadt von Lübeck kommt, desto gepflegter werden die Gartenanlagen und die Parzellen, bis es ganz so aussieht, wie man sich eine Schrebergartenkolonie vorstellt. Offenbar sind viele Gärten, vor allem im hinteren Teil, nicht verpachtet. Ungewöhnlich, hatte ich doch gedacht, es sei schwer, einen Garten zu bekommen. Zumal in Corona-Zeiten die Nachfrage enorm gewesen sein soll. Immerhin haben mir die heruntergekommenen Tore zur Gartenkolonie ein paar schöne Fotomotive beschert. Ein kurzes Stückchen Alte Trave Kurz vor der Lachwehr trennt sich die Trave noch einmal vom Kanal und fließt in einem kleinen Bogen als Alte Trave ein Stückchen weit allein weiter, bis sie wenig später wieder in den Kanal mündet. Dort liegen die Boote des Lübecker Motorboot-Clubs. Fortan heißt die Kanaltrave Stadtgraben, weil sie nun mitten durch die Stadt fließt. Ich bin an dieser Stelle umgekehrt und den Weg zurück zur Kanalbrücke in Genin gelaufen. Vielleicht nehme ich demnächst mal die Route von der Lachwehr weiter den Stadtgraben entlang. Das ist ein ganz anderer Blick auf Lübeck, als ihn Autofahrer kennen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pyrolim.de/pyropro/ein-spaziergang-entlang-der-kanaltrave/">Ein Spaziergang entlang der Kanaltrave</a> erschien zuerst auf <a href="https://pyrolim.de">Pyrolirium</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="700" height="386" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravespazier.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravespazier.jpg 700w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravespazier-150x83.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" />
<p>Ich bin immer auf der Suche nach Spazierwegen in der Nähe. Am liebsten am Wasser entlang. Dafür muss es nicht immer das Meer sein, obwohl es nicht weit weg ist. Diesmal hat es mich an die Kanaltrave in Lübeck gezogen.</p>



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<p>Kanaltrave, das klingt erstmal komisch. Entweder, das Gewässer ist ein Kanal, also eine künstliche Wasserstraße, oder die Trave, also ein Fluss. Tatsächlich ist es eine Kombination aus beiden, die an der Treidelwegbrücke entsteht. Bis dahin erstreckt sich der Elbe-Lübeck-Kanal aus dem Herzogtum Lauenburg kommen noch zwischen schnurgeraden Ufern vom Stadtteil Lübeck-Genin in Richtung Innenstadt und windet sich die recht kleine Trave in Schwüngen durch den Stadtteil Moisling.</p>



<p>Von der Kanalbrücke in Genin führen Stufen nach unten. Wer sich gen Süden wendet, <a href="https://pyrolim.de/pyropro/elbe-luebeck-kanal-idealer-spazierweg/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">geht am Elbe-Lübeck-Kanal entlang</a>, auf einem sehr schönen Weg. Den habe ich im vergangenen Herbst genommen. In die andere Richtung, nach einem Bogen gen Osten, geht es Richtung Lübeck, erst immer am Kanal entlang. Viel ist davon nicht zu sehen, weil dichtes und hohes Schilf die Ufer bedeckt. Dennoch ist es ein schöner Spaziergang auf einem angenehm zu gehenden Weg.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="386" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravespazier.jpg" alt="Fußweg zwischen Bäumen mit zwei Fußgängern." class="wp-image-13015" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravespazier.jpg 700w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravespazier-150x83.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Fußweg entlang der Kanaltrave ist angenehm zu gehen und auch für Fahrradfahrer geeignet.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Nach der Treidelwegbrücke beginnt die Kanaltrave</h2>



<p>Nach einer kurzen Weile führt eine gebogene Brücke über einen Wasserlauf. Das ist die gerade erst erneuerte Treidelwegbrücke. Sie führt über die Trave, die sich kurz darauf in den Elbe-Lübeck-Kanal ergießt, womit sie zur Kanaltrave wird. Von dem, was einen natürlichen Fluss ausmacht, ist hier nichts mehr zu sehen. Die Kanaltrave ist eine Bundeswasserstraße und breit und tief genug, dass auch größere Schiffe dort fahren können. Am Wochenende sind aber vor allem die Kanuten und Ruderer auf dem Wasser unterwegs.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravekanu.jpg" alt="Kanuten auf der Kanaltrave bei Lübeck." class="wp-image-13016" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravekanu.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravekanu-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravekanu-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravekanu-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Am Wochenende dominieren die Wassersportler die Kanaltrave.</figcaption></figure>



<p>Noch ein Stückchen weiter geht es unter der Laubenweg-Eisenbahnbrücke entlang. Rechts und links führt der Weg dort vorbei, wo die Brückenbögen ihre Fundamente erreichen. Natürlich ist überall Graffiti zu sehen, vor allem aber scheint das Licht durch die metallenen Streben. Ein seltsamer Eindruck.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2otETUK"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/52821675711_fc556836a1_c.jpg" alt="Unter der Eisenbahnbrücke" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Die Eisenbahnbrücke von unten. Durch ihre Streben scheint das Licht auf die Kanaltrave.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen Schrebergärten und Gewerbegebiet</h2>



<p>Danach schließt sich auf dem Weg im Richtung Lübeck auf der linken Seite ein riesiges Gebiet mit Schrebergärten an. Auf der anderen Seite der Kanaltrave liegt ein Gewerbegebiet. Ich habe den Weg entlang der Schrebergarten-Kolonie genommen. Von dort aus führen der Brombeerweg, der Fliederweg, der Holunderweg, der Jasminweg und allerlei andere Wege mit botanischen Namen in das Gebiet. Nach pingeliger Kleingarten-Gepflegtheit sieht das aber alles nicht aus. Viele Tore sind verrostet und von Pflanzen überrankt, der Einblick in die Gärten mit hässlichen Metallblechen oder Kunststoffplanen versperrt. Wo man hineinsehen kann, stehen verrottete Lauben und liegen verkrautete Beete.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravebrombeer.jpg" alt="Tor zum Brombeerweg in einer Kleingartenkolonie." class="wp-image-13019" srcset="https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravebrombeer.jpg 800w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravebrombeer-150x100.jpg 150w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravebrombeer-768x512.jpg 768w, https://pyrolim.de/wp-content/uploads/Kanaltravebrombeer-420x280.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hier braucht es keine Brombeerranken, der Stacheldraht ist Abschreckung genug.</figcaption></figure>



<p>Genauso verkommen, zugewachsen, ungepflegt sind die langen Wege dahinter, an denen die Parzellen liegen. Doch je näher man der Innenstadt von Lübeck kommt, desto gepflegter werden die Gartenanlagen und die Parzellen, bis es ganz so aussieht, wie man sich eine Schrebergartenkolonie vorstellt. Offenbar sind viele Gärten, vor allem im hinteren Teil, nicht verpachtet. Ungewöhnlich, hatte ich doch gedacht, es sei schwer, einen Garten zu bekommen. Zumal in Corona-Zeiten die Nachfrage enorm gewesen sein soll. Immerhin haben mir die heruntergekommenen Tore zur Gartenkolonie ein paar schöne Fotomotive beschert.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-photo is-provider-flickr wp-block-embed-flickr"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<a href="https://flic.kr/p/2oso7AB"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/52807084991_d7572784a9_c.jpg" alt="Nr. 13" width="800" height="533" /></a>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Tor Nummer 13 zur Schrebergarten-Kolonie an der Kanaltrave.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ein kurzes Stückchen Alte Trave</h2>



<p>Kurz vor der Lachwehr trennt sich die Trave noch einmal vom Kanal und fließt in einem kleinen Bogen als Alte Trave ein Stückchen weit allein weiter, bis sie wenig später wieder in den Kanal mündet. Dort liegen die Boote des <a href="https://www.lmc-luebeck.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lübecker Motorboot-Clubs</a>. Fortan heißt die Kanaltrave Stadtgraben, weil sie nun mitten durch die Stadt fließt. Ich bin an dieser Stelle umgekehrt und den Weg zurück zur Kanalbrücke in Genin gelaufen. Vielleicht nehme ich demnächst mal die Route von der Lachwehr weiter den Stadtgraben entlang. Das ist ein ganz anderer Blick auf Lübeck, als ihn Autofahrer kennen.</p>



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