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	Kommentare zu: Antisemitismus, Rassismus, Feminismus: Die Arroganz der Wissenden	</title>
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		<title>
		Von: Fiona Lichtblau		</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/antisemitismus-rassismus-feminismus-die-arroganz-der-wissenden/#comment-18117</link>

		<dc:creator><![CDATA[Fiona Lichtblau]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Mar 2014 22:33:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich kann deine problematik gut verstehen. Natürlich denkt man darüber nach, wie man die eigene familie beurteilen muss. In der deutschen gesellschaft gab es elter/großeltern, die in den faschismus mal mehr mal weniger involviert waren. Dazu gibt es gute literatur, über kinder der täter versus kinder der opfer. Meine meinung fand ich immer wieder in den schriften der psychoanalytischen autoren wieder. Da ging es um unbewußte schuldgefühle und deren auswirkung. 

Toll auch in den romanen von Bernhard Schlink http://www.buch.de/shop/home/rubrikartikel/ID3086447.html?ProvID=10910550 z b. beschrieben.

Unterm strich habe ich für mich beschlossen, dass nichts unter den teppich gehört, nicht zwingend um menschen zu verurteilen, dies ist ein nebenkriegsschauplatz, sondern um daraus zu lernen.
Dabei spielen die bedingungen wie ein menschen aufwächst, manipuliert wird, um im falle eines faschistischen regime funktionalisiert werden zu können, eine wichtige rolle um zu verhüten.

Das bestrafen von ehemaligen ss-leuten hat nur symbolcharakter. Ansonsten ist es überflüssig wie strafe ohnehin kaum etwas taugt.

Aber man kann lebensläufe nachvollziehen und feststellen, da fand einer nicht heraus, konnte aus den und den gründen nicht zur humanität finden.

Vor vielen jahren besuchte ich sogenannte &quot;sokratische gespräche&quot; wo wir selbst darüber philosophieren konnten, was die basis humanistischen denkens ist, aus dem alltagsdenken/erleben heraus.
Die erfinder der methode, u.a. L. Nelson
glaubten ganz fest an eine art grundwissen aller menschen was gut und was falsch im h. sinne ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann deine problematik gut verstehen. Natürlich denkt man darüber nach, wie man die eigene familie beurteilen muss. In der deutschen gesellschaft gab es elter/großeltern, die in den faschismus mal mehr mal weniger involviert waren. Dazu gibt es gute literatur, über kinder der täter versus kinder der opfer. Meine meinung fand ich immer wieder in den schriften der psychoanalytischen autoren wieder. Da ging es um unbewußte schuldgefühle und deren auswirkung. </p>
<p>Toll auch in den romanen von Bernhard Schlink <a href="http://www.buch.de/shop/home/rubrikartikel/ID3086447.html?ProvID=10910550" rel="nofollow ugc">http://www.buch.de/shop/home/rubrikartikel/ID3086447.html?ProvID=10910550</a> z b. beschrieben.</p>
<p>Unterm strich habe ich für mich beschlossen, dass nichts unter den teppich gehört, nicht zwingend um menschen zu verurteilen, dies ist ein nebenkriegsschauplatz, sondern um daraus zu lernen.<br />
Dabei spielen die bedingungen wie ein menschen aufwächst, manipuliert wird, um im falle eines faschistischen regime funktionalisiert werden zu können, eine wichtige rolle um zu verhüten.</p>
<p>Das bestrafen von ehemaligen ss-leuten hat nur symbolcharakter. Ansonsten ist es überflüssig wie strafe ohnehin kaum etwas taugt.</p>
<p>Aber man kann lebensläufe nachvollziehen und feststellen, da fand einer nicht heraus, konnte aus den und den gründen nicht zur humanität finden.</p>
<p>Vor vielen jahren besuchte ich sogenannte &#8222;sokratische gespräche&#8220; wo wir selbst darüber philosophieren konnten, was die basis humanistischen denkens ist, aus dem alltagsdenken/erleben heraus.<br />
Die erfinder der methode, u.a. L. Nelson<br />
glaubten ganz fest an eine art grundwissen aller menschen was gut und was falsch im h. sinne ist.</p>
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		<title>
		Von: Susanne		</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/antisemitismus-rassismus-feminismus-die-arroganz-der-wissenden/#comment-18086</link>

		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2014 16:38:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe Fiona,
vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Spinoza ist einer von diesen Kronzeugen dafür, dass eine humanistische Haltung keine Frage des Zeitalters ist, genauso wie die, die ich angeführt habe. Ich bin halt immer etwas ziegespalten: Können wir von allen Menschen erwarten, dass sie ein Gefühl dafür haben oder wissen, was richtig und humanistisch ist? Oder legen wir die Messlatte damit zu hoch an und müssen Verständnis dafür haben, wenn andere nicht hellsichtig genug sind. Letztlich weiß ich keine endgültige Antwort darauf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Fiona,<br />
vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Spinoza ist einer von diesen Kronzeugen dafür, dass eine humanistische Haltung keine Frage des Zeitalters ist, genauso wie die, die ich angeführt habe. Ich bin halt immer etwas ziegespalten: Können wir von allen Menschen erwarten, dass sie ein Gefühl dafür haben oder wissen, was richtig und humanistisch ist? Oder legen wir die Messlatte damit zu hoch an und müssen Verständnis dafür haben, wenn andere nicht hellsichtig genug sind. Letztlich weiß ich keine endgültige Antwort darauf.</p>
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		<title>
		Von: Fiona Lichtblau		</title>
		<link>https://pyrolim.de/pyropro/antisemitismus-rassismus-feminismus-die-arroganz-der-wissenden/#comment-18082</link>

		<dc:creator><![CDATA[Fiona Lichtblau]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2014 01:43:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mag sein, dass wir heutzutage nichts besonderes sind, wenn wir uns um Antirassismus und all diese Dinge kümmern, weil wir im Zeitgeist mitschwimmen.
Nichts anderes wollte ich aber auch sagen, W. Busch war zu seiner zeit nichts besonderes, genauso dumm wie viele zu seiner Zeit. 
Nichts besonderes als Mensch. 
Aber ein guter Zeichner zu seiner Zeit.
Ich finde es wichtig, Menschen un ihrer Zeit zu beurteilen, &quot;verzeihen&quot; ist für mich da ein falsches Wort. Ich habe ja nicht direkt unter ihnen gelitten, jedenfalls nicht unter W. Busch. Ich schrieb, er sei dumm gewesen, und dazu stehe ich.

Mir ging es um eine Vorbildfunktion, das hast du zu Recht geschrieben, da müsste man woanders nachsehen.

Vor einiger Zeit habe ich einen fiktiven Roman über Spinoza gelesen:
 http://www.amazon.de/Das-Spinoza-Problem-Irvin-D-Yalom/dp/3442742080/ref=pd_sim_b_9?ie=UTF8&#038;refRID=190CP99ZRNB3FH4582FC

Eine Ausnahmeerscheinung als Denker und als Mensch und sicherlich eher ein Vorbild. Denn so viel ist klar: Was wir uns heute bemühen in der Gesellschaft zu etablieren, war schon immer ein Problem, vor Auschwitz gab es Pogrome, zu Zeiten Spinozas wurden die Juden in Spanien bedrängt und ermordet, nur der eine hat&#039;s eben gesehen und die anderen haben weggeschaut. 

Das Hinschauen ist mir Vorbild.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mag sein, dass wir heutzutage nichts besonderes sind, wenn wir uns um Antirassismus und all diese Dinge kümmern, weil wir im Zeitgeist mitschwimmen.<br />
Nichts anderes wollte ich aber auch sagen, W. Busch war zu seiner zeit nichts besonderes, genauso dumm wie viele zu seiner Zeit.<br />
Nichts besonderes als Mensch.<br />
Aber ein guter Zeichner zu seiner Zeit.<br />
Ich finde es wichtig, Menschen un ihrer Zeit zu beurteilen, &#8222;verzeihen&#8220; ist für mich da ein falsches Wort. Ich habe ja nicht direkt unter ihnen gelitten, jedenfalls nicht unter W. Busch. Ich schrieb, er sei dumm gewesen, und dazu stehe ich.</p>
<p>Mir ging es um eine Vorbildfunktion, das hast du zu Recht geschrieben, da müsste man woanders nachsehen.</p>
<p>Vor einiger Zeit habe ich einen fiktiven Roman über Spinoza gelesen:<br />
 <a href="http://www.amazon.de/Das-Spinoza-Problem-Irvin-D-Yalom/dp/3442742080/ref=pd_sim_b_9?ie=UTF8&#038;refRID=190CP99ZRNB3FH4582FC" rel="nofollow ugc">http://www.amazon.de/Das-Spinoza-Problem-Irvin-D-Yalom/dp/3442742080/ref=pd_sim_b_9?ie=UTF8&#038;refRID=190CP99ZRNB3FH4582FC</a></p>
<p>Eine Ausnahmeerscheinung als Denker und als Mensch und sicherlich eher ein Vorbild. Denn so viel ist klar: Was wir uns heute bemühen in der Gesellschaft zu etablieren, war schon immer ein Problem, vor Auschwitz gab es Pogrome, zu Zeiten Spinozas wurden die Juden in Spanien bedrängt und ermordet, nur der eine hat&#8217;s eben gesehen und die anderen haben weggeschaut. </p>
<p>Das Hinschauen ist mir Vorbild.</p>
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