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	Kommentare zu: Überempfindlich: Lernen wir, die Zähne zusammenzubeißen	</title>
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		Von: Horst		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Horst]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2021 10:20:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich sehe die Entwicklung ebenfalls kritisch. Allerdings muss ich zugeben, selbst dazuzugehören. Mich bringt vieles so schnell in Rage, dass meine Frau sogar fand, ich hätte mich verändert. Ob das mit dem Ruhestand zu tun hat? Gestern las ich in der NZZ einen interessanten Artikel über die zunehmenden Gewalttätigkeiten (mit Messern) unter jungen Schweizern. Heute scheint es zur &quot;Grundausstattung&quot; vieler Leute zu gehören, sich mit Messern oder Schlagringen auf die &quot;Piste&quot; zu begeben. Wenn einem dann einer blöd kommt, gehts gleich zur Sache. Die Gewaltbereitschaft, also die Eskalation, die vielleicht mit der gestiegene Bereitschaft, sich triggern zu lassen, verbunden ist, verwirrt mich. Ich hatte angenommen (muss ich zu meiner Schande gestehen), dass vor allem die hohe Zahl junger Migranten dabei in den Blick zu nehmen wären. 91 % der Täter sind junge Männer, 27 % solche mit migrantischem Hintergrund. Meine Annahme ist also unzutreffend. Es gibt - warum verstehe ich nicht - eine größere Gewaltbereitschaft. In meiner Jugend gabs natürlich Schlägereien. Ich habe mich immer rausgehalten. Ich wurde sogar einmal Zeuge einer Messerstecherei, als ich gerade mit Freunden aus einem Kino kam. Das hat mich wahnsinnig schockiert. Ich wurde dazu erzogen, mich zurückzunehmen. Vielleicht hatte das nicht nur positive Auswirkungen. Aber meine Beziehung zur Gewalt muss das nachhaltig geprägt haben. So schnell ich mich aufrege und laut meine Kommentare gebe, einen Menschen würde ich nie angreifen. Auch nicht, wenn ich richtig wütend bin. 

Ich denke, die allseits beklagte, mangelnde Debattenkultur zeigt, welche Nachteile jener Individualismus (Egoismus?) uns beschert hat, den unsere Gesellschaft hervorgebracht hat. Viele können oder wollen nicht zuhören und geben nur was auf ihre eigene Meinung. Sie sind schnell sauer, wenn etwas thematisiert wird, was ihrem Standpunkt zuwiderläuft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sehe die Entwicklung ebenfalls kritisch. Allerdings muss ich zugeben, selbst dazuzugehören. Mich bringt vieles so schnell in Rage, dass meine Frau sogar fand, ich hätte mich verändert. Ob das mit dem Ruhestand zu tun hat? Gestern las ich in der NZZ einen interessanten Artikel über die zunehmenden Gewalttätigkeiten (mit Messern) unter jungen Schweizern. Heute scheint es zur &#8222;Grundausstattung&#8220; vieler Leute zu gehören, sich mit Messern oder Schlagringen auf die &#8222;Piste&#8220; zu begeben. Wenn einem dann einer blöd kommt, gehts gleich zur Sache. Die Gewaltbereitschaft, also die Eskalation, die vielleicht mit der gestiegene Bereitschaft, sich triggern zu lassen, verbunden ist, verwirrt mich. Ich hatte angenommen (muss ich zu meiner Schande gestehen), dass vor allem die hohe Zahl junger Migranten dabei in den Blick zu nehmen wären. 91 % der Täter sind junge Männer, 27 % solche mit migrantischem Hintergrund. Meine Annahme ist also unzutreffend. Es gibt &#8211; warum verstehe ich nicht &#8211; eine größere Gewaltbereitschaft. In meiner Jugend gabs natürlich Schlägereien. Ich habe mich immer rausgehalten. Ich wurde sogar einmal Zeuge einer Messerstecherei, als ich gerade mit Freunden aus einem Kino kam. Das hat mich wahnsinnig schockiert. Ich wurde dazu erzogen, mich zurückzunehmen. Vielleicht hatte das nicht nur positive Auswirkungen. Aber meine Beziehung zur Gewalt muss das nachhaltig geprägt haben. So schnell ich mich aufrege und laut meine Kommentare gebe, einen Menschen würde ich nie angreifen. Auch nicht, wenn ich richtig wütend bin. </p>
<p>Ich denke, die allseits beklagte, mangelnde Debattenkultur zeigt, welche Nachteile jener Individualismus (Egoismus?) uns beschert hat, den unsere Gesellschaft hervorgebracht hat. Viele können oder wollen nicht zuhören und geben nur was auf ihre eigene Meinung. Sie sind schnell sauer, wenn etwas thematisiert wird, was ihrem Standpunkt zuwiderläuft.</p>
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