gedacht
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Kreativ schreiben unter floskelwolkenlosem Himmel
Was ist eine Floskel? „Als Floskel werden schmückende Ausdrücke, nichtssagende Redensarten sowie unnötige Phrasen bezeichnet“, lautet die Definition, die wortwuchs.net gibt. Die dort angeführten Beispiele treffen nicht ganz das, was sich die Erfinder der Floskelwolke vorgestellt haben. Sie haben unter diesem Titel der Floskel im Sinne von hohler Phrase – schöne Floskel, oder? – den Kampf angesagt. Ein Kampf, der nicht auf allen sprachlichen Feldern zu Recht geführt wird, aber ungemein dazu reizt, in Texten wie diesen mit Floskeln zu spielen.
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Gender: Von Wörtern, Haltungen und veröffentlichten Texten
Ich bin eine stille Leserin des Blogs „Aus Liebe zu Freiheit“ von Antje Schrupp. Weil mich ihre feministischen Thesen interessieren und weil ich mehr über dieses Thema wissen will. Nur manchmal, wirklich sehr selten, melde ich mich dort mit einem Kommentar zu Wort. Gerade habe ich es bei dem Blogpost „Was verlorengeht, wenn das Internet normal wird“ getan – und mir prompt eine Kritik eingehandelt, die ich so nicht stehenlassen möchte. Anlass ist ein klassisches Beispiel, wie Sprache und Haltung auseinanderfallen. Was an sich nichts schlimmes ist. Schlimm ist nur, wenn beides dann doch zusammengeworfen und der Autorin, in diesem Fall mir, vorgeworfen wird.
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Der eingebürgerte Mitbürger
Ich weiß nicht mehr genau, wann der Mitbürger seine Karriere begann. Und schon gar nicht, wann der ausländische Mitbürger aufkam. Meine erste bewusste Erinnerung an dieses Wort rührt von Willy Brandt her. Als Kanzler begann er seine Fernsehansprachen immer mit „Liebe Mitbürrrrger“. Ob er die Mitbürgerinnen damals schon erwähnt hat, entzieht sich meiner Erinnerung. Mittlerweile ist der Mitbürger zwar einerseits ein bisschen vom Begriff des Migranten, genauer des Menschen mit Migrationhintergrund, verdrängt worden. Andererseits werden Leute eingebürgert, die alles mögliche sind, nur keine Mitbürger. Gerade eben habe ich davon gehört, dass eine Tourismusbroschüre im Norden nun auch auf Dänisch erscheint. Begründung: Immer mehr „dänische Mitbürger“, so hieß es, machten in…
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#FRAGER: Bekenntnisse einer Fußball-Banausin
Heute ist wieder einer der Tage, die ich bisher erst einmal hatte, seitdem ich dem Mari vor 16 Jahren das Ja-Wort gegeben habe: Deutschland spielt in einem großen Turnier gegen Frankreich und in unserem Hause kann es keine Verlierer geben. Oder keine Gewinner, je nach Sichtweise. Egal ob Frankreich oder Deutschland im Viertelfinale der Fußball-WM gewinnt: In einem deutsch-französischen Haushalt kommt jedes Ergebnis recht. Ansonsten beschränkt sich meine Auswahl, für welches Land mein Herz schlägt, auf Nicht-Fußball-Faktoren.
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Zeitungstexte für alle: Kein queer und kein trans*
Wir schreiben für den dümmsten Leser. So lautet das Credo in vielen Zeitungsredaktionen. Das bedeutet nicht, dass wir Journalisten die Leser verachten. Es erinnert uns nur daran, immer so zu schreiben, dass es wirklich jeder versteht. Dass wir dabei denen, über die wir schreiben, auf die Füße treten müssen, lässt sich nicht vermeiden. Denn wir lassen uns im Interesse unserer Leser nicht verbiegen, auch nicht um einer vermeintlich oder guten Sache willen.
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Gedanken zum Tag der Musik
Ab heute ist Tag der Musik. Genauer: Es sind die Tage der Musik. Der Deutsche Musikrat hat den Tag der Musik in diesem Jahr für die Zeit zwischen dem 13. und 15. Juni ausgerufen. Er steht nicht ohne Grund unter dem Motto „Anpfiff für die Musik“. Natürlich hat auch der Musikrat die Fußball-WM im Blick.
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Konfirmation im Gleichschritt oder: Was haben wir uns alles bieten lassen.
Uns steht im Mai die Konfirmation unserer Tochter ins Haus. Das weckt Erinnerungen an meine eigene Konfirmation. Und nicht nur das. Es führt mir vor Augen, wie sehr sich die Gesellschaft seitdem gewandelt und von Bevormundung befreit hat. Der Wandel ist so groß, das können sich die jungen Leute von heute gar nicht mehr vorstellen. Und damit will ich nicht sagen, dass damals alles besser war. Ganz im Gegenteil.
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Social Media, Blogs, Posts: Darf’s ein bisschen mehr sein?
Bei Facebook bin ich faul. Google+ macht mir ein schlechtes Gewissen. Twitter liebe ich. Mit Pinterest musste ich erst einmal warm werden. Mit Tumblr hatte ich einen One-Night-Stand, von dem ich nicht weiß, ob mehr daraus wird. Ach ja, und einen Tag voller Arbeit, Privatleben und Hobbys habe ich auch noch. Manchmal verkrempelt sich bei all dem mein Gehirn. Dann stelle ich mir beim Bespielen der diversen Social und sonstigen Media-Kanäle die Frage: Darf’s ein bisschen mehr oder muss es ein bisschen weniger sein?
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Tweets zitieren – einfach so erlaubt?
Ich habe mir bisher nie Gedanken darüber gemacht, ob ich Tweets in meinen Blogartikeln einfach so zitieren darf. Ich mache es immer über die Einbetten-Funktion, was zwar Nerven kostet – WordPress zickt immer und verschluckt die Befehlsketten -, aber über die rechtliche Frage habe ich mir nie Gedanken gemacht. Bis jetzt. Neuerdings wird die Frage nämlich in Blogposts debattiert.
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Keine Chance für E-Noten? Wo Totholz (noch) obsiegt
Wer heutzutage an Bücher denkt, denkt auch an E-Books. Wer an Zeitungen denkt, denkt an E-Paper und Tablets. Ist Gedrucktes auf Papier langfristig also zum Tod oder zumindest zum Nischendasein verdammt? Nein, es gibt noch eine letzte Bastion, in der ich mir absolut nicht vorstellen kann, dass Druckwerke auf Papier durch Tablets oder andere elektronische Speicher- und Lesemethoden abgelöst werden: Noten. Allerdings reicht meine Vorstellungskraft nicht weit genug, denn es gibt offenbar bereits E-Noten.























