gedacht
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Im Arbeitstempo Gender marsch? Die Sache mit dem Mit-gemeint-sein
Es gibt Orte, an denen das so oft verdammte generische Maskulinum in Stein gemeißelt ist. Reithallen und Reitplätze gehören dazu. Dort wird mit Stentorstimme kommandiert: „Im Arbeitstempo Galopp marsch!“ Ab und zu wird beim Abteilungsreiten – also dem Reiten in der Gruppe – die Gruppe geteilt. Dann heißt das Kommando aber nicht: „Die ersten drei Reiter und Reiterinnen im Arbeitstempo Galopp marsch!“ Nicht mal dann, wenn alle drei Reiter Frauen sind.
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Päpstliches Karnickelgate: Wie rammelig sind Kaninchen?
Ist es Satire oder ernst gemeint? Egal. Die Karnickel-Meldung von heute ist das beste, was ich seit langem gelesen habe. Amüsant, witzig und vor allem sehr erhellend. Ob der Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter das nun gewollt hat oder nicht: Es ist ihm gelungen, endlich mal in die ganz große Presse zu kommen.
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1000 Peitschenhiebe: Das grausame Schicksal des Raif Badawi
Ich habe Albträume. Und ich blicke mit Schaudern auf den morgigen Freitag. Es ist das Schicksal eines Mannes aus Saudi-Arabien, das mir schlaflose Nächte bereitet. Seitdem ich das erste Mal davon gelesen habe, dass der Blogger Raif Badawi zu 1000 Peitschenhieben verurteilt worden ist und nun jeden Freitag in aller Öffentlichkeit mit 50 Schlägen malträtiert wird, geht mir das nicht mehr aus dem Kopf. Welche Grausamkeit! Viele Menschen setzen sich für ihn ein. Bisher offenbar ohne Erfolg.
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Inklusion – die schwierige Definition eines Karriere-Wortes
Ich glaube, die Wette gewinne ich. Ich wette, dass immer noch etwa 80 Prozent der Zeitungsleser nicht wissen, was Inklusion genau ist. Obwohl das Wort sei einiger Zeit eine beispiellose Karriere gemacht hat, kann bis heute niemand kurz und bündig erklären, was damit gemeint ist. Nicht einmal die Behindertenverbände, wie etwa die „Aktion Mensch“.
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Vom Leben nach der Geburt und anderen Denkwürdigkeiten
Nein, ich schreibe jetzt hier keinen der Jahresrückblicke, die heute in meinen Feedreader geflossen sind. Aber ein bisschen zurückschauen muss ich doch, weil mir WordPress heute wie vielen Bloggern den Jahresrückblick zugestellt hat. Der gibt Auskunft darüber, wie es um mein kleines Blog hier steht. Daran lässt sich auch ablesen, welches die meistbesuchten Posts waren und welches die eifrigsten Kommentatoren. Und schließlich gibt es noch ein Leben jenseits des Netzes, das neben dem Privaten noch einen Blick zurück verdient.
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Monochromie versus Kitsch: Die Fotografie hat viele Landschaften
Am Anfang steht eine gewagte Behauptung: „Die Landschaftsfotografie ist derzeit ein stinkender Haufen kitschiger Müll sich nie verändernder überdramatischer, pittoresker Reproduktionen“, schreibt Martin Gommel, Herausgeber des Fotografie-Magazins kwerfeldein.de in einem mit dem nichtssagenden Titel „Positionen zur Landschaftsfotografie“ überschriebenen Artikel. Ein Text, der schnell Widerspruch hervorrief. „Sorry, aber geht’s noch?“ kontert Ronny auf dem Fotografieblog Blogtimes. Und damit sind die Positionen gesetzt. Trotzdem habe auch ich mir ein paar Gedanken zum Thema gemacht.
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Die Gender-Feuerwehr oder: Warum es Einsatzkräfte gibt
Wer mich kennt weiß, dass ich kein Freund von Genderformen in der Sprache bin. Das ausdrückliche Mitnennen weiblicher Formen ist ersten sprachlich nicht schön, bläht zweitens Texte auf und ist drittens gar nicht so notwendig, wie es deren Verfechter immer behaupten. So jedenfalls meine Meinung. Aber in einer Hinsicht finde ich es wichtiger denn je, Frauen ausdrücklich mitzunennen oder eine geschlechtsneutrale Bezeichnung zu finden: bei der Freiwilligen Feuerwehr.
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Meine liebsten Blogs: So, da müsst ihr jetzt durch
Juliane, der/die Sprachpingel, hat mich für den „Liebsten-Award“ nominiert. Das ist erstens eine Ehre und macht zweitens Arbeit. Schreibarbeit. Aber lieben wir die nicht alle, die wir regelmäßig ein Blog mit Text bestücken? Also nicht gejammert, sondern frisch ans Werk, die elf Fragen von Juliane beantworten. Es hat Spaß gemacht und ich hoffe, die von mir Nominierten haben ebenso viel Spaß daran.
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Mein #digitalLEBEN – zehn Antworten, über die ich erstmal nachdenken musste
Die SPD hat eine Blogparade zum Thema digitales Leben – ich schreib’s hier mal ohne diese seltsame Klein-Groß-Schreibweise – auf den Weg gebracht. Anlass ist ein Beteiligungsprozess zum diesem Thema. Dazu gibt es einen Fragenkatalog, der ein breites Spektrum abdeckt. Vor allem aber sind dort einige Fragen dabei, die einen dazu zwingen, den Blick gezielter als im Alltag auf das eigene digitale Leben zur richten. Das ist nämlich für mich mittlerweile so selbstverständlich, dass ich kaum einen Gedanken darauf verschwende.
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Das Schicksal des James Foley: hingerichtet oder ermordet?
Der US-Journalist James Foley ist tot. Er wurde getötet, um es neutral auszudrücken, von Kämpfern des IS, dem selbsternannten Islamischen Staat. Die Schlagzeilen über die traurige Tat füllen die Nachrichtenseiten, in welchem Medium auch immer. Aber ist die Wortwahl immer die richtige?

























