gedacht
-
DAS Podium: Wo die Frage nach Männern und Frauen irrelevant ist
Ich hatte mir geschworen, zum leidigen Gender-Thema künftig die Klappe zu halten. Aber manchmal muss ich mich doch noch zu Wort melden. Diesmal ist es ein Satz, der meinen Widerspruch herausfordert. „Veranstaltungen und Podien, auf denen lediglich Männer mit Männern sprechen, sind einseitig, unvollständig und nicht repräsentativ – und daher langweilig und irrelevant.“ Das sehe ich anders.
-
Olympioniken haben keine Nachnamen
Die Olympischen Spiele machen Spaß, vor allem dann, wenn deutsche Athleten eine der begehrten Medaillen gewinnen. In dieser Hinsicht waren die Dressurreiter eine Bank: ein Mal Gold, ein Mal Silber, ein Mal Bronze – alle Farben vertreten. Und so kamen die Reiterinnen, gerne Amazonen genannt, nach dem Einzel-Wettbewerb natürlich zum Interview ins ZDF-Olympiastudio. Das Gespräch führte Katrin Müller-Hohenstein. Ihr gegenüber saßen Dorothee, Isabell und Kristina.
-
Sehr seltsam: Unfall genau gegen 21.43 Uhr
Glaubt man der Polizei, lässt sich der Zeitpunkt von Unfällen stets ungefähr auf genau eine bestimmte Minute festlegen. Ungefähr – genau? Ganz genau. Die typische Polizeimeldung lautet: „Zum Unfallzeitpunkt gegen 10.45 Uhr . . . “ oder auch „Gegen 21.43 Uhr ereignete sich auf der Sowiesostraße ein schwerer Verkehrsunfall.“ Hinter dem Durcheinander von ungefähr und genau steckt ein typischer Ablauf, der aber offenbar von den Polizeipressestellen – von Ausnahmen abgesehen – nicht erkannt oder nicht klar formuliert wird.
-
Tippfehler: Stolpern auf der Tastatur
Jeder, der viel schreibt, hat seine Problemwörter. Das sind die, deren richtige Schreibweise sich einfach nicht einprägen will oder bei der die Finger auf der Tastatur immer stolpern. Mein Problemwort laut Pfadpfinder. Ich weiß nicht warum, aber ich schreibe es immer mit zweimal Pf – vorne und in der Mitte.
-
Ist nicht zeitgemäß noch zeitgemäß?
Es gibt Formulierungen, bei denen zucke ich stets leicht zusammen. Manche davon haben mit Zeit zu tun: „in unserer heutigen Zeit“ und „nicht zeitgemäß“. Was stört mich daran?
-
Alles gegenständlich auf der Autobahn
„Achtung, Autofahrer“ schallt es regelmäßig aus dem Autoradio. Und dann kommt wieder eine dieser Verkehrsmeldungen, die wir alle kennen: „Auf der A1 zwischen Lübeck und Bad Schwartau liegen Gegenstände auf der Fahrbahn.“
-
In, auf, zur oder bei der Arbeit?
Also ich gehe täglich zur Arbeit. Andere Leute gehen in die Arbeit oder sogar auf die Arbeit. Wo liegt, steht, ist sie denn, die Arbeit?
-
Ausfahrt ist überall
Habt ihr schon mal schon einmal über den Begriff Ausfahrt nachgedacht? Da geht‘s raus, und deshalb ist Ausfahrt ziemlich omnipräsent. Ich wage sogar die Prognose, dass Ausfahrt vielleicht das häufigste Wort ist, das an unseren Straßen steht.
-
Ich mach‘ mir meine Fotowelt, wie sie mir gefällt
Der Streit ist fast so alt wie die Fotografie selbst: Dürfen Fotos bearbeitet werden oder sollen sie so gezeigt werden, wie sie aus der Kamera kommen? Zeigen die Fotos die Welt so, wie sie ist, oder so, wie sie sein soll oder gar so, wie sie schöner ist als das Original?
-
Heute schon vor Ort gewesen?
Es gibt Formulierungen, die liest man ständig und immer häufiger und irgendwann geht einem auf, wie blöd sie sind. Dazu gehört für mich „vor Ort“. Das zu sagen oder zu schreiben ist einerseits oft überflüssig und kündet andererseits von einer gewissen Denkfaulheit.


























