gedacht
-
Das Elend des Seniorenkaffees
Das mit dem Älterwerden ist so eine Sache. Niemand kommt drumherum, auch ich nicht. Was mir aber wirklich Angst macht: Seit meinem letzten Geburtstag sind es noch drei Jahre bis zum Seniorenkaffee. Ich will da nicht hin.
-
Der Diercke-Weltaltlas: Deal mit der Geschichte
Mal war er grün, mal braun, zuletzt und bis heute ist er blau. Jeder kennt ihn, darauf wette ich. Gerade sind mir zwei Exemplare davon wieder in die Hände gefallen, ein brauner und ein blauer: der Diercke-Weltaltlas, der Schulatlas schlechthin, dessen Namen beinahe jedem Kind geläufig sein dürfte.
-
Die Ehe für alle ist angekommen
Ich muss mich korrigieren. Ich bin eines besseren belehrt worden. Die „Ehe für alle“ ist nicht mehr unverständlich. Zum Glück.
-
Schleicherin und Kriecherin
Ich bin ein ungeduldiger Mensch. Mir geht meistens alles viel zu langsam. Doch meiner inneren Unruhe hat die moderne Technik jetzt einen kräftigen Dämpfer versetzt. Ich bin eine Schnecke, eine Schleicherin und Kriecherin.
-
Das Fotografieren und die Hausordnung
Soeben ist mir eine Hausordnung in die Hände gefallen. Sie stammt von einem Krankenhaus und wird allen Patienten überreicht, damit sie wissen, was sie im Haus dürfen und was nicht. Eine Regelung dieser Hausordnung ist mir sofort aufgefallen: die fürs Fotografieren. Da sträuben sich mir nicht nur die Nackenhaare, sondern darin sehe ich auch einen Verstoß gegen geltendes Recht.
-
Das JPEG und die Grabbelschublade
Fotos. Sie bestimmen mein Leben. Ich habe mich seit meiner frühen Jugend damit beschäftigt. Es gibt sie überall bei mir: In Alben, in einer Grabbelschublade (alle die, die ich nie geschafft habe einzukleben) und seit etlichen Jahren auf Rechner und Festplatten. Die Grabbelschublade wurde irgendwann nicht mehr bestückt. Als Fotos nicht mehr auf Papier, sondern als JPEG daher kamen, hatte sie ausgedient. Was aber, wenn auch das JPEG ausgedient hat.
-
Fuge und Volte: Das Wissen vom Nichtwissen
Menschen, die einem Hobby frönen, sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Kommt jemand von außen hinzu, kommt es zunächst zu Verständigungsschwierigkeiten. Denn verschworene Gemeinschaften nutzen Fachbegriffe, die sich nicht jedem sofort erschließen. Manchmal sind es sogar solche, die bei vielen, aber eben nicht bei allen Menschen zum Wortschatz gehören, die Teil der Allgemeinbildung sind. Soll, darf ich über Nichtwissen die Nase rümpfen? Nein, und deshalb musste ich mich selbst zur Ordnung rufen, sogar zwei Mal in jüngster Zeit.
-
Die Feuerwehr und der Ummarsch
Ich habe es lange nicht mehr gehört, das Wort Ummarsch. Erst jetzt ist es mir wieder untergekommen. Der Begriff scheint eine holsteinische Spezialität zu sein, denn ich habe ihn nur hier jemals gehört. Gemeint ist damit nichts anderes als ein schnöder Umzug, der gerade bei Freiwilligen Feuerwehren gerne Ummarsch genannt wird. Vielleicht, weil sie besonders zackig umziehen. @henningning Da pic.twitter.com/3SLWWy4GCr — Susanne Peyronnet (@Pyrolim) 31. Mai 2017
-
Bachkantaten: Komische Texte zu schöner Musik
Der Herr Bach, Johann Sebastian mit Vornamen, hat allerlei komponiert, wie wohl jeder weiß. Viel auch für Chöre, und deshalb ist seine weltberühmte Musik nicht ohne Worte denkbar. Es soll ja kein Chor nur Lalala singen. Aber was für Worte sind das? Ich will hier nicht ergründen, was hinter dem Namen dieser Kantate steckt: „Laß, Fürstin, laß noch einen Strahl“.
-
Omas Fuchs und die Pelz-Polizei
Ich habe mir gerade ein Shitstörmchen bei Facebook eingehandelt. Es ging um die Pelz-Polizei. Dabei habe ich wieder einmal festgestellt, dass die Leute nicht lesen können. Sie haben mich für etwas runtergeputzt, das ich gar nicht geschrieben habe. Ein paar Gedanken zu Pelz, der Pelzpolizei und Omas Fuchs.



















