Wortgeflügel: Beamte fliegen auf lange Wörter

Die deutsche „Verwaltungs(sprache) hat eine Eigenart. Sie neigt zum langen, gerne überlangen Wort. Jüngstes Beispiel: Die Warnungen und Warnschilder vor der Vogelgrippe.
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Gebrauchte Prallkugel – vier Tonnen schweres Schnäppchen

Es gibt Welten, die liegen mir so fern und sind doch so interessant. Über eine Pressemitteilung bin ich jüngst auf eine Online-Börse gestoßen, die mich gleich begeistert hat: maschinensucher.de. Was es da nicht alles gibt? Das ist nicht nur sprachlich eine Fundgrube.
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Neues Hasskappen-Wort generiert

Jahrzehnte sind wir so gut wie ohne es ausgekommen, jetzt macht ein neues Wort Karriere: generieren. Überall wo ich hinlese oder hinhöre, wird etwas generiert.
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Nahversorger, der neue Supermarkt

Seit einiger Zeit drängt ein Wort aus der Fachsprache in die Umgangssprache: der Nahversorger. Nach und nach löst er den Supermarkt ab.
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Bonuseltern – Ein Malus für den Leser

In Zeiten, in denen Worte beinahe wichtiger sind als das, was dahinter steckt, stößt man immer wieder auf neue Bezeichnungen. Das geht aber oft auf Kosten der Verständlichkeit.
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Die Höffigkeit der Windworte

Bei uns im Dorf tobt der Streit um die Windkraft. Im Umkreis sollen Windmühlen gebaut werden. Die einen sind lautstark dagegen, die anderen etwas leiser dafür oder sehen es entspannt. Zwangsläufig habe ich mich deshalb mit dem Thema beschäftigt. Ich will nicht auf das Für und Wider eingehen. Was mich aber beschäftigt, ist die seltsame Sprache, die die Landesregierung in Sachen Windkraft an den Tag legt.

Windräder, Windenergie, Windkraftanlagen
Wo Windräder gebaut werden, wird anhand vieler Kriterien genau geplant.

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Schenkel auf dem falschen Fuß

Innerer Schenkel am Gurt, äußerer Schenkel eine Handbreit hinter dem Gurt. Nein, das hier ist keine Anweisung für den Sicherheitsgurt beim Autofahren (man stelle sich das mal bildlich vor). Der Satz stammt aus dem Reitunterricht und wird gern und oft von Reitlehrern gesagt. Beim Reiten werden Körperteile auf die seltsamsten Arten sortiert.

Die Lage des Schenkels ist beim Reiten besonders wichtig.
Die Lage des Schenkels ist beim Reiten besonders wichtig.

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Statt eines Jahresrückblicks: die schrägsten Zitate

Ich lese viel, sehr viel. Nicht unbedingt Bücher, aber Texte aller Art. Viele aus Verwaltungen, aber auch im Internet zu allen möglichen Themen. Dabei kommen mir allerlei schräge Ausdrücke und Zitate unter. Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, sie zu sammeln. Hier kommen sie nun also, die krausesten, verquersten, ungewöhnlichsten, themenspezifischen, einfach bemerkenswertesten Zitate und Formulierungen der vergangenen Monate.
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Schnappatmung im Vorwort

„Mich deucht, da fleucht etwas.“ Das würde heute niemand mehr schreiben. Es ist veraltetes Deutsch, ich weiß nicht, aus welchem Jahrhundert. Wer nun aber glaubt, alles, was im 20. Jahrhundert geschrieben wurde, komme uns nicht so fremd vor wie das aus den Jahrhunderten zuvor, der irrt. Auch jüngere Textpassagen können ein wenig seltsam klingen. Zumal wenn es auch noch um eine Fachsprache geht.
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Haut von Gans zum Rauschen gesenft

Habt ihr heute schon euren Senf zu mehr als einem Würstchen dazugegeben? Leuten, die zu allem etwas zu sagen haben, sagt man nach, sie müssten zu allem ihren Senf dazugeben. Sagt man mir mitunter auch nach. Ich senfe also. Das sei falsch, sagt ihr. Nichts da, das ist das neue Verb für seinen Senf dazugeben. Habe ich gerade gelesen. Soll es wirklich und wahrhaftig geben.
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