Das kann nicht weg, das ist Kunst

Das war schon ein schräger Vogel, dieser Ásgeir Jón Emilsson, genannt Geiri. In seinem Häuschen hat er fast alles gesammelt, was ihm gefiel. Aber als er 1999 starb, kam eben kein Container, um darin sein Hab und Gut zu entsorgen. Es hätte gut passieren können. Heute gilt das, was andere für altmodischen Kitsch und wertlosen Schnickschnack halten würden, als Kunst. Der Außenseiterkünstler von Island – seine Landsleute sind stolz auf ihn und haben sein Haus zum Museum gemacht.
Weiterlesen

Im Eiltempo durch die Kunstgeschichte

Dank Twitter, wo man bei genauerem Hinsehen viele interessante Links findet, bin ich auf ein besonderes Filmchen gestoßen. Frauenporträts aus 500 Jahren, im gekonnter Überblendtechnik verschmolzen zu einem nahtlosen Teppich aus wunderbaren Bildern. Den will ich meinen Lesern nicht vorenthalten. Sehr sehenswert.

Als Frau habe ich natürlich sofort nachgefragt, ob es so etwas nicht auch mit Männerbildern gibt, etwa Herrscherporträts oder so etwas. Das löste erst einmal Stirnrunzeln aus, dann gab es aber noch einen guten Tipp: Selbstporträts großer Meister, ebenfalls in Überblendtechnik und mit schöner Musik unterlegt. Unbedingt ansehenswert. Meinen Wunsch nach Männern erfüllt dieser Film ebenfalls. Alle großen Maler der Kunstgeschichte waren Männer, die wenigen Frauen sind ziemlich unbekannt. Schade.

Der Grund ist einfach, die malenden Frauen wurden als Dilettantinnen abgetan. Das beschreibt dieser Artikel sehr schön.

 

Ich war noch niemals in – ja wo denn?

Betonsanierung im Faulturm

Gerade habe ich in Jan Weilers „Buch der 39 Kostbarkeiten“ einen Text gelesen, in dem es darum ging, was er noch nie in seinem Leben getan oder erlebt hat. Zum Beispiel hat er laut seinem Text noch nie eine Fliege getragen. Während des Lesens habe ich darüber nachgedacht, was ich eigentlich in meinem Leben noch nie erlebt oder gemacht habe. Da musste ich lange nachdenken, und so richtig viel ist dabei nicht herausgekommen. Immerhin: Ich war noch niemals in New York. Und sonst?

Weiterlesen

Kunst auf dem Bau: Die Fremden

"Die Fremden" von Thomas Schütte

Ich bin ein großer Fan von Kunst am Bau. Die Pflicht öffentlicher Bauherren, einen gewissen Teil der Bausumme – in der Regel ein Prozent  – für Kunst auszugeben, ist in meinen Augen eine Art Künstler-Arbeitslosenversicherung. Sie verschafft Künstlern, vor allem denen, die große Werke schaffen, eine Gelegenheit, diese auch zu verkaufen. Andererseits schafft die Kunst am Bau Kunst einen öffentlichen Raum und bereichert unsere Städte mit Kultur. Meine Lieblings-Kunst-am-Bau steht in Lübeck
Weiterlesen

Kunst am Wegesrand: Ein Stündchen am Timmendorfer Strand

Dieser Tage hatte ich zwischen zwei Terminen Zeit, eine Stunde am Strand von Timmendorfer Strand entlang zu spazieren. Genauer: auf der Strandpromenade. Ein wunderschöner Weg zwischen dem eigentlichen Strand mit dem mit Strandhafer bewachsenen Küstenschutzwall und einer Reihe hübscher Villen in bester Lage. Der Weg selbst bietet Ausblicke auf die Ostsee, auf eine große Baustelle und auf allerlei Kunst am Wegesrand.
Weiterlesen

Japanhäuser: Die weißen Villen am Ostseestrand

Die weißen Häuser von Timmendorfer Strand sind längst Legende. Genauer: die Japanhäuser. Der Unternehmer und Verleger Jürgen Hunke hat dort seine Vorstellung von japanischer Wohnkultur umgesetzt. Hochwertiger Kitsch oder coole Stil-Ikone? Und wie viel Exotisches verträgt die holsteinische Stadtlandschaft?
Weiterlesen