Online zu Orten der öffentlichen Kunst

"Die Lesende" von Karlheinz Goedtke vor der Eutiner Landesbibliothek.

Ich war immer fasziniert von der Idee der Kunst am Bau. Viele Kommunalpolitiker haben darauf geschimpft, wenn sie einen bestimmten Anteil der Bausumme, den sie für neue
Schulen, Krankenhäuser oder Verwaltungsgebäude veranschlagt hatten, für Kunst ausgeben mussten. Doch davon profitieren Öffentlichkeit wie Künstler gleichermaßen. Viele dieser Kunstwerke sind jetzt an einem Ort im Netz versammelt.
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Tolle Idee: die #epochederwoche

Mag über Twitter schimpfen, wer will. Aber manchmal erlebt der Kurznachrichtendienst Sternstunden. Eine davon läuft gerade unter der Überschrift „Kunstgeschichte in 140 Zeichen“. Was für eine wunderbare Idee von Anna Heinzl. Dabei beschränkt sie sich nicht auf Kunstgeschichte allein, sondern wirft auch einen Blick auf die anderen Künste, etwa die Musik oder die Literatur. Beispiele gefällig?
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Das große Räumen: Die Schätze im Bücherregal

Die Nachteile gut gefüllter Bücherregale zeigen sich immer dann, wenn ein Umzug oder eine Renovierung ansteht. Bei uns ist es eine Renovierung, und deshalb mussten zwei deckenhohe und sehr, sehr breite Bücherregale ausgeräumt werden. Das ist auch Anlass auszusortieren. Vor allem aber ist es die Gelegenheit, die Lieblingsbücher, von denen ich mich nie trennen würde, mal wieder in die Hand zu nehmen. Und das ist eine sehr bunte Mischung.
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Matthäus-Passion: Verbeugung vor einem unbekannten Dichter

„Text gibt es an der Kasse“ lautet ein alter Witz von Kirchenmusikern, wenn es um die Aussprache des Chores beim Singen geht. Natürlich steht bei kirchenmusikalischen Werken die Musik im Vordergrund. Aber auch der Text hat seine Reize. Gerade übt unser St.-Johannes-Chor Kücknitz die Matthäus-Passion von 1746 von Georg Phillip Telemann. Wunderbare Musik, unterlegt mit sehr kreativen Texten. Aber wer sie schrieb, liegt im Dunkel der Geschichte verborgen.
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Bunt, kreativ und erfolgreich: Die Maler der Seychellen

Es gibt eine Reihe von Nationen, die großartige Maler hervorgebracht haben. Künstler, die die Malerei voran brachten, ihr neue Impulse gaben. Künstler, die internationalen Anerkennung erreichten und erreichen. Und es gibt Länder, denen würde man nie zutrauen, in der Kunstwelt eine größere Rolle zu spielen. Die Seychellen zum Beispiel, eher bekannt für Traumstrände, Schnorchelparadiese und Luxusferien. Und doch gibt es dort ein bunte Künstlerkolonie, die mit ihren hochwertigen Bildern sogar schon Preise in Europa eingeheimst hat. Zwei dieser international erfolgreichen Künstler sind in diesen Tagen in Hamburg zu sehen.
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Die doppelte von Maltzan: zwei Künstlerinnen aus zwei Generationen

Vergangene Zeiten haben mich immer fasziniert. Besonders, wenn ungewöhnliche Frauen darin eine Rolle gespielt haben. Vor einigen Jahren bin ich bei meiner Arbeit als Reporterin auf eine vergessene Malerin gestoßen. Ihre Lebensgeschichte wäre eine gute Romanvorlage. Leider schreibe ich keine Romane, sondern nur Artikel. Hier ist sie also, die Lebensgeschichte von Alice Freifrau von Maltzahn (1883-1973), geborene Alice Marie Ella Markgräfin von Coligny-Petitjean. Allein der Name klingt wie Musik.
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Twitter-Art: Kunst in 140 Zeichen

Ich bin begeisterter Twitterer. Ich schätze diese kurzen, knackigen Nachrichten in 140 Zeichen, die eine schnelle und direkte Kommunikation ermöglichen. Tweets leben von Worten. Aber manchmal bricht auch die künstlerische Ader der Autoren durch, und dann gibt es Tweets, die pure Kunst sind. Kunst in 140 Zeichen. Ein paar davon habe ich gesammelt. Viel Spaß damit.

 

 

 


Wer Spaß an so etwas hat, sollte @tw1tt3rart  oder @AnonPicasso folgen.

Bunt und witzig – der Stuhl aus Kronkorken

„Armut macht kreativ“, sagt Samba Camara. Weil es an Geld fehlt, werden überall in Afrika Spielzeug und Gebrauchsgegenstände aus Schrott oder aus ausgedienten Plastikflaschen hergestellt. Junge afrikanische Künstler erheben diese Art des Recyclings mittlerweile zur Kunstform. Ein solches Beispiel aus dem Senegal habe ich gerade auf einem Weihnachtsmarkt in Eutin gefunden: der Stuhl aus Kronkorken.

Samba Camara und der Kronkorkenstuhl von Baba Diawara
Samba Camara und der Kronkorkenstuhl von Baba Diawara

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Zwischen Passion und Choucroute

Ein Tag in Colmar im Elsass: Eine Stadt, die für alles etwas bietet, für Geist und Körper und Auge. Beginnen wir mit dem Auge: Im Unterlinden-Museum hängt, besser steht, Matthias Grünewalds weltberühmter Isenheimer Altar. Ein Meisterwerk sakraler Kunst.

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Das kann nicht weg, das ist Kunst

Das war schon ein schräger Vogel, dieser Ásgeir Jón Emilsson, genannt Geiri. In seinem Häuschen hat er fast alles gesammelt, was ihm gefiel. Aber als er 1999 starb, kam eben kein Container, um darin sein Hab und Gut zu entsorgen. Es hätte gut passieren können. Heute gilt das, was andere für altmodischen Kitsch und wertlosen Schnickschnack halten würden, als Kunst. Der Außenseiterkünstler von Island – seine Landsleute sind stolz auf ihn und haben sein Haus zum Museum gemacht.
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