Die Verrückten vom Ostseestrand

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Neuer Schnee, neue Fotomotive: Als es am Freitag vom Himmel rieselte, machte ich mich auf die Suche nach Wintermotiven. An sich hatte ich an Schnee gedacht, was ich aber fand waren die Verrückten vom Ostseestrand. Surfer, die sich bei gefühlten minus 30 Grad in die aufgewühlte Ostsee stürzten.
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Chapeau, Frau Schapowalow

Sie ist eine der bemerkenswertesten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts – und beinahe wäre sie vollends vergessen worden. Erst jetzt erleben die Fotos von Susanne Schapowalow eine Renaissance. Am 29. Januar feierte die Lady, die das Auge des Jazz war, ihren 90. Geburtstag.

Susanne Schapowalow feierte ihren 90.Geburtstag

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In der Steinzeit der Zeitungsfotografie

Vor einiger Zeit habe ich hier einen kleinen Blick zurück geworfen auf die Fernübertragung von Zeitungstexten im Zeitalter vor Mail und Internet. Ähnlich abenteuerlich mutet heute der Rückblick auf die aktuelle Zeitungsfotografie im vordigitalen Zeitalter an. Da gibt es allerlei nette Histörchen, über die sich heute trefflich schmunzeln lässt. Zurück haben möchte ich diese Zeiten dennoch nicht.
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Fräulein Smillas Gefühl für Stil

Aus der Kategorie "Freunde" (http://anders-anziehen.blogspot.com/2010/01/freunde.html), Foto Smilla Dankert
Aus der Kategorie „Freunde“ (http://anders-anziehen.blogspot.com/2010/01/freunde.html), Foto Smilla Dankert

Bei meinen Streifzügen durch die Blogosphäre stoße ich immer wieder auf wunderschöne Blogs. Und da ich ein Augenmensch bin, interessiert mich natürlich sehr, wer und was dahintersteckt. Eines meiner Lieblingsblogs, durch das ich mich ewig lange durchklicken kann, ist „anders anziehen“ von Smilla Dankert. Ich habe Smilla um ein Interview gebeten und interessante Antworten erhalten.
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Die Kamera als Frage

Wer ist außer Stars, Sternchen und Politikern am häufigsten im Fernsehen zu sehen? Journalisten bei der Arbeit. Fernsehen braucht Bilder, und wenn keine kraftvollen Bilder da sind, streicht die Kamera gern über die arbeitenden Kollegen. Ob in der Bundespressekonferenz oder – besonders oft – bei anderen Pressekonferenzen, wo es außer den Rednern auf dem Podium und der mitschreibenden Journaille kaum etwas zu drehen gibt. Da wird auch gern mal auf den Block gezoomt, auf dem gerade Notizen gemacht werden.
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Bildkritik mit Mehrwert

Schloss Rundale in Lettland - vor (oben) und nach der Bearbeitung
Schloss Rundale in Lettland - vor (oben) und nach der Bearbeitung

„Klasse Foto“, „gefällt mir“ oder „interessante Perspektive“: Bildkritiken in Fotocommunitys – und damit meine ich nicht nur die eine – sind oft schnell hingehuscht. Beim Durchklicken wird hier oder da ein kurzer Satz fallen gelassen. Das hilft dem Fotografen nicht viel weiter, und letztlich sind solche Kommentare freundlich gemeint, aber nicht von großem Wert.

Dann gibt es noch „echte“ Bildkritiken Weiterlesen

Blende verstellen am PC

Na klar, Fotografen wissen, wie sich Veränderungen von Blende, Belichtungszeit, Iso-Wert und Brennweite auf das Bild auswirken. Wie schnelle Bewegungen eingefroren werden, wann ein Bild beginnt zu rauschen. Aber eine kleine Spielerei im Netz macht nicht nur Anfängern Spaß: Der SLR-Camera-Simulator zeigt, wie sich ein Bild verändert, wenn der Fotograf am Regler für Blende, Zeit, Iso und Brennweite dreht.

Snapshot – und fertig ist das Foto.

Hier gibt es den Camera-Simulator zum Ausprobieren:
http://camerasim.com/camera-simulator.html

Trittbrettfahrer beim Fototermin

Gut, dass die meisten Zeitungen, die in einem Ort erscheinen, so wenige Doppelleser haben. Sonst würde denen sofort ins Auge fallen, dass fast alle zu den jeweilen Texten die identischen Fotos drucken. Ein Ärgernis für alle ambitionierten Pressefotografen. Vor allem für die, die schreiben und fotografieren und es täglich mit Trittbrettfahrer-Fotografen zu tun haben.

Das Spiel ist immer gleich: Pressekonferenz, alle sitzen um einen großen runden Tisch, die Gastgeber erklären ihr Projekt, ihre neue Ausstellung, ihre Sommerakademie, ihre Jobbörse, was auch immer. Wenn alles gesagt ist, kommt der entscheidende Moment: Jetzt brauchen wir noch ein Foto, sagt irgendein Kollege. Und ein anderer fragt womöglich: Hat jemand eine zündende Idee?

Um Ideen bin ich nie verlegen. Und auch andere haben ihre Vorstellung, wie ihr Foto aussehen soll. Also wird arrangiert, was zu arrangieren ist. Merke: Nur ein gestelltes Pressefoto ist ein gutes Pressefoto. Gilt  nicht immer, aber oft. Nur zeigt die Erfahrung. Bei Massen-Pressekonferenzen – und die fangen für mich bei zwei Kollegen schon an – sind es immer dieselben, die eine Fotoidee umsetzen. Und ebenso immer dieselben, die  sich flugs neben den Fotografen stellen und genau das selbe Bild machen. Ist doch schon alles so schön hinarrangiert.

Was habe ich nicht schon alles an Tricks ausprobiert, um dieser Falle zu entgehen? Ganz aufs Foto verzichtet, weil ich kein Aufstellbild haben wollte. Oder einfach fotografiert und das Bild dann nicht veröffentlicht. Wozu, wenn es eh wenig bis keine wichtige Aussage enthält (Was im Sommerloch keine Rolle spielt, denn ein Foto spart mindestens 70 Zeilen). Die Akteure des Pressegesprächs gebeten, hinterher noch fünf Minuten Zeit für mich zu haben, um nach Abzug der Kollegen das gewünschte Foto zu machen. Das funktioniert manchmal, aber nicht immer, und außerdem bin ich selbst oft unter Zeitdruck.

Bleibt noch, die Dauer-Trittbrettfahrer zartfühlend auf das Thema anzusprechen, schließlich will man es sich mit den Kollegen nicht verscherzen. Doch damit habe ich bisher oft auf Granit gebissen. Die Antwort, die ich bekommen habe, ist so verblüffend einfach wie schwer zu widerlegen: Ach, das wollte ich denen doch nicht zumuten, sich jetzt noch einmal neu aufzustellen oder noch etwas anderes zu machen. Die haben ja auch viel zu tun und nicht so viel Zeit, da habe ich gedacht, ich erspare es ihnen. Darauf ist mir erst einmal gar nichts mehr eingefallen.

Die Kunst des Foto-Strips

Schloss Bothmer in Mecklenburg-Vorpommern
Schloss Bothmer vervielfältigt und gestript

1000 mal 100 Pixel, das ganze garniert mit passender Farbe, gern auch verlaufend, und dem richtigen Text. Fertig ist der Foto-Strip. Ich habe diese ungewöhnliche Montage-Technik vor einiger Zeit auf der FC entdeckt und mich auch daran versucht. Zugegeben, so ganz eisern hbe ich die 1000-mal-100-Pixel-Regel nicht durchgehalten. Aber meine Ergebnisse gefallen mir. Schon deshalb, weil sie mich viel Nachdenken gekostet haben, bis sie vollendet waren.

Da gibt es viel zu bedenken. Zunächst gilt es, das richtige Motiv zu finden. Könner gehen schon bei der Motivsuche mit dem künftigen Strip im Kopf zu Werke. Eifriges Durchforsten des eigenen Archivs bringt einen aber auch weiter. Auf 1000 mal 100 Pixel ist das Bild schnell zurechtgeschnitten. Dann gilt es, die richtige Farbe für das Passepartout zu finden. Ausprobieren führt hier zum Erfolg. Hat man erst einmal den passenden Spruch gefunden, soll die Schriftart auch noch zu Motiv und Farbe passen.

Nach einigem Schrauben ist fertig gestript. Eine kleine Bastelei mit großer Wirkung.

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Wer mehr sehen möchte:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/7576