Nicht jede Brandstiftung ist eine Brandstiftung

Brennendes Gebäude mit Flammen und Feuerwehrleuten.

Schurnalismus bildet. Dieser Lieblingsspruch von mir bewahrheitet sich immer wieder. Gerade gelernt: Eine Brandstiftung ist mitnichten immer eine Brandstiftung. Manchmal ist es auch eine Sachbeschädigung durch Inbrandsetzen. Wobei Inbrandsetzen per se ein schreckliches Wort ist.
Weiterlesen

Leitstellensprech: Wenn der ManV nicht in der NIL steht

Abkürzungen machen das Leben (nicht immer) leichter und die Kommunikation kürzer. Eher etwas für Insider sind die Abkürzungen bei Feuerwehren und im Rettungsdienst. Damit haben aber auch wir Journalisten zu tun, wenn wir über digitale Kanäle (die sind von Kreis zu Kreis unterschiedlich) über Einsätze informiert werden.
Weiterlesen

Der rätselhafte Barterlass

Mitunter begegnen einem seltsame Begriffe, die sich nicht auf den ersten Blick zuordnen lassen. Da hätten wir zum Beispiel den Barterlass. Den gibt es zwar nicht mehr, interessant ist er aber dennoch. Denn es lässt sich trefflich darüber philosophieren, was das sein soll.
Weiterlesen

Die Feuerwehr und der Ummarsch

Ich habe es lange nicht mehr gehört, das Wort Ummarsch. Erst jetzt ist es mir wieder untergekommen. Der Begriff scheint eine holsteinische Spezialität zu sein, denn ich habe ihn nur hier jemals gehört. Gemeint ist damit nichts anderes als ein schnöder Umzug, der gerade bei Freiwilligen Feuerwehren gerne Ummarsch genannt wird. Vielleicht, weil sie besonders zackig umziehen.


Weiterlesen

Ich Angsthase und die Helden vom Rettungsdienst

Ich war heute viel mit dem Auto unterwegs. Taxi Mama halt. Mein Weg führte mich unter anderem über die A1 zwischen dem Kreuz Bargteheide und Bad Oldesloe, wo sich heute Nachmittag eine schreckliche Massenkarambolage ereignet hat. Ich bin nicht hineingeraten, musste vorher abfahren nach Bad Oldesloe. Aber ich habe die vielen Rettungsdienst- und Polizeifahrzeuge gesehen, die an mir vorbeigerast sind, hin zur nahen Autobahn.
Weiterlesen

Feuerwehrsprech: Glosse frech über Einsatz groß

Die Stürme „Elon“ und „Felix“ haben mir als Reporterin unruhige Tage und Nächte beschert. Unablässig, manchmal im Minutentakt, gingen die SMS bei mir ein, mit denen die Leitstelle automatisiert neben den Feuerwehren auch uns Pressevertreter über Einsätze informiert. Diese Nachrichten nennen ein Einsatzstichwort. Beim Sturm war es immer „Unwetter klein“, was im Klartext abgebrochene Äste, umgefallene Bäume oder abgerissene Dachteile bedeutet. Außerdem gibt es noch viele weitere Stichwörter. Interessant aus sprachlicher Sicht ist dabei, dass das Adjektiv immer dem Substantiv nachgestellt wird. Diese Eigenart habe ich mal auf die Schippe genommen.

"Feuer groß" heißt es, wenn ein Großfeuer zu bekämpfen ist.
„Feuer groß“ heißt das Einsatzstichwort, wenn ein Großfeuer zu bekämpfen ist.

Weiterlesen

Die Gender-Feuerwehr oder: Warum es Einsatzkräfte gibt

Wer mich kennt weiß, dass ich kein Freund von Genderformen in der Sprache bin. Das ausdrückliche Mitnennen weiblicher Formen ist ersten sprachlich nicht schön, bläht zweitens Texte auf und ist drittens gar nicht so notwendig, wie es deren Verfechter immer behaupten. So jedenfalls meine Meinung. Aber in einer Hinsicht finde ich es wichtiger denn je, Frauen ausdrücklich mitzunennen oder eine geschlechtsneutrale Bezeichnung zu finden: bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Männer oder Frauen? Wer löscht, ist im Dunkeln und in Einsatzkleidung schwer festzustellen.
Männer oder Frauen? Wer löscht, ist im Dunkeln und in Einsatzkleidung schwer festzustellen.

Weiterlesen

Verpixeln für Anfänger: Schnurrbärte mit Filzstift

Die Regeln sind eindeutig: Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei haben im Einsatz kein Recht am eigenen Bild. Sie können nicht verweigern, von Pressevertretern fotografiert zu werden, ebenso wenig, wie sie die Veröffentlichung der Fotos verhindern können. Alles kein Problem also, wenn die Presse von Einsätzen berichten will? Grundsätzlich ja. Aber manchmal treibt der angebliche Schutz der Persönlichkeitsrechte schon seltsame Blüten, vor allem, wenn er nicht von der Presse vorgenommen wird.
Weiterlesen

Weg und Wisch: Von der Kunst, Feuerwehrleute zu fotografieren

Ich war wieder los: Mitten in der Nacht kam die SMS, mit der die Leitstelle die Presse informiert. Großbrand. Immer eine Herausforderung für Reporter. Und vor allem für Fotografen. Gar nicht so leicht, im Dunkeln einen Großbrand ordentlich zu fotografieren. Licht, schnelle Bewegungen, viel Blaulicht und die reflektierenden Streifen auf der Einsatzkleidung fordern das gesamte Können, um vernünftige Fotos zu bekommen. Dazu ein paar Beispiele von früheren Reporter-Einsätzen dieser Art.

Im Einsatz muss es schnell gehen: Da ist der Feuerwehrmann bei langer Belichtungszeit schnell verwischt.
Im Einsatz muss es schnell gehen: Da ist der Feuerwehrmann bei längerer Belichtungszeit schnell verwischt.

Weiterlesen

Die falsche Warnweste angezogen: Farblehre an der Einsatzstelle

weste22

Welche Farbe zu welchem Anlass? Das hat jetzt nichts mit Mode zu tun, sondern mit Warnwesten. Wer glaubt, schlichtes Gelb oder Orange seien immer richtig, der irrt. Mitunter maßt sich der Träger einer gelben Weste etwas an, was ihm nicht zusteht. Farbspiele an der Einsatzstelle, eine Wissenschaft für sich.
Weiterlesen