Eine Art Jahresrückblick mit Blick auf meine liebsten Blogs

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Jahresrückblick: Beim Durchsehen des Feedreaders gibt’s kaum noch etwas anderes auf den Blogs meines Herzens. Einige blicken aus beruflicher, andere aus privater Warte auf das ermüdete und nur noch wenige Stunden dauernde Jahr 2015 zurück. Mein Jahr gibt’s über die Monate verteilt in meinen Blogposts, das will ich nicht alles wiederholen. Deshalb stellte ich lieber meine liebsten Blogs vor. Was habe ich dieses Jahr gerne gelesen, wem neigt sich mein Herz zu, welche Blogs haben mich gefesselt? Und danach gibt es dann doch noch ein kleines bisschen Jahresrückblick.

Im Schnelldurchgang durch meinen Feedreader

(mit Leseempfehlung für alle, die hier genannt werden)

„Alles ist wahr“ verspricht Volker König auf seinem Blog. Ich wage nicht, das zu beurteilen. Aber auch wenn ich nicht immer in allem mit Volker übereinstimmen, so mag ich doch seine intelligenten, mitunter bissigen Texte. Sie sind gut formuliert und nah dran an dem, was da draußen in der Gesellschaft passiert. Volkers Argumente sind nachvollziehbar, seine Themenpalette ist breit.

Seit Beginn ihres Studiums der Kunstgeschichte bin ich ein großer Fan von Anke Gröner. Nicht nur, weil auch ich in grauer Vorzeit Kunstgeschichte studiert habe, sondern weil ihre Tagebuchnotizen zwischen Luise (einem Gemälde mit einer Luise drauf), dem Nest, Spaghetti mit gebratenen Zitronen und dem geheimnisvollen F. so unterhaltsam, gut geschrieben und abwechslungsreich sind. Fleißig ist sie obendrein und beschert ihren Lesern fast jeden Tag neue Einblicke in ihr Leben.

„Weihnachten ist Scheiße“ stellt Thomas in seinem jüngsten Blogbeitrag fest und verspricht uns „Die Wahrheit über die Wahrheit“. Die Wahrheit ist vor allen Dingen, dass er bissig, aber flott schreibt und einen garantierten Bullshit-Index von unter 0,25 für seine Texte verspricht. Spätestens damit hat er sich für meinen Feedreader qualifiziert. Übrigens: Dieser Text hier hat bisher einen Bullshit-Index von 0,13.

Kaum jemand hat in seinem Blog eine solche Bandbreite an Themen wie Matthias J. Lange von redaktion42.com. Mit manchem Thema kann ich gar nichts anfangen, andere wiederum finde ich überaus lesenswert. Es gibt fast kein Interessensgebiet, dass Matthias  nicht abdeckt – von bunten Schuhen über leckeres Essen bis zu Pac Man (das ist so ein Thema, das mir nichts gibt). Schreiben kann er auch noch, also alles ist nicht nur gut, sondern bestens.

Schöne Fotos, interessante Reisereportagen und ein bisschen Alltagsthemen – Leah von „Splitter von Glück“ gehört ebenfalls zu meinen Lieblingsautorinnen und -fotografinnen. Einfach mal reingucken.

Das Lapplandblog von Henning Wüst ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen. Ich weiß nicht so genau warum, vielleicht, weil ich ihn dafür bewundere, dass er sich einen so kalten Wohnort ausgesucht hat. Das kann ich als Frostbeule vom Dienst gar nicht verstehen. Ach ja, und irgendwann, lieber Henning, promote ich hier noch Dein Ferienhaus.

In die Kategorie „ich weiß nicht warum, aber ich mag das Blog“ fällt auch der Licht(in)former Michael Gelfert, der sich MiGel nennt. Als Fashion- und Beautyfotograf könnte er meinem (Foto)Alltag nicht ferner sein. Dennoch mag ich sein Blog, weil er nicht nur gut fotografiert, sondern auch gut schreibt, und über den Teller-, sorry: den Studiorand hinausblickt.

Noch eine ganz andere Liga als meine: Maximilian Weinzierl fotografiert ganz wunderbar, lässt sich dabei oft über die Schulter schauen und ist zudem ein sehr fleißiger Blogger.

Spätestens seit der toten Kuh, seinem Buch über Journalisten auf dem Lande, ist Ralf Heimann mir ein Begriff. In seinem Blog „Operation Harakiri“ schreibt er das auf, was mich und viele meiner Kollegen bewegt. Das alles gut formuliert, wie es sich für ein Mitglied unsere Zunft gehört. Und wer jetzt die tote Kuh sucht: den Link zu ihr gibt es bei Ralf auf dem Blog.

Was soll ich über Udo Stiehl noch sagen? Der von mir überaus geschätzte Nachrichtenkollege und Freund seziert auf seinem Blog journalistische Texte mit Skalpell und Florett und übersieht dabei nichts. Seine Beiträge sollten sich alle Journalisten hinter die Ohren schreiben. Außerdem gratuliere ich von Herzen zu Udos größtem Blogerfolg: dem Post über die Berichterstattung anlässlich der Anschläge von Paris.

Der Name ist Programm: Sprengsatz, wie sonst, sollte das Blog von Michael H. Spreng heißen. Der Journalist und ehemalige Stoiber-Wahlkampfmanager haut dem politischen Berlin Wahrheiten um die Ohren, dass es nur so kracht. Herrlich zu lesen, sehr treffend und erhellend.

Zwischen Pfauen, Pakistan und Tchibo

Das waren einige meiner liebsten Blogs, auf denen ich regelmäßig vorbeischaue. Natürlich gibt es da draußen in der Welt der Blogs noch viel mehr Lesenswertes. Hier übrigens auch. Mein kleines Blog hat in diesem Jahr mit Texten über Pfauenhaltung, Frauenleben in Pakistan, mit Tchibo-Weihnachtsliederheften und mit dem Hausverbot beim Großfeuer punkten können. Den Jahresbericht hat WordPress mal wieder zum Jahresende aufbereitet und verschickt.

Das Lieblingsfoto

Was gibt es noch zu sagen? Ich habe in diesem Jahr kein Foto für euch, jedenfalls kein echtes Lieblingsfoto. Zu meinen Favoriten gehört jedoch die Lady in Raps, mein Kind, das mir ausnahmsweise und nur widerwillig Modell gestanden hat.

Und damit sage ich: Tschüss, bis 2016.

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