WPA2 und TrayApp: Wenn der Rechner muckt

Ich war offline. Ich habe mich mit dem System herumgeschlagen. Sprich: Ich habe tagelang nichts Produktives am Rechner machen können, weder bloggen noch sonst etwas, weil die Technik nicht funktioniert hat. Lange Geschichte. Zwei Probleme waren es, die mich in den Wahnsinn getrieben haben.

DSL:

Man glaubt es kaum, aber die Telekom hat unser Dorf-DSL beschleunigt. Von 1000er auf 2000er. Erstmal eine gute Nachricht. Aber es gibt natürlich einen Haken dabei, und der kam in Form eines neuen Routers. Pünktlich zum Bereitstellungstermin der neuen Internetgeschwindigkeit lief der alte nicht mehr und ich hatte keine Zeit, den neuen zu installieren. Also ein Tag ohne Telefon und Internet. Das Installieren hat dann ziemlich problemlos geklappt, und in Windeseile waren Telefon und W-Lan wieder da. Letzteres zumindest auf den Tablets und Handys. Nur mein betagter PC mit Windows XP wollte partout nicht mit dem W-Lan reden. Keine Chance. Das blöde Ding meldete dauernd, es finde kein Zertifikat. Wo, zum Teufel, sollte dieses Zertifikat denn sein?

Die Hotline der Telekom konnte nicht helfen, hatte aber immerhin einen guten Rat parat. Den Rechner per Lan-Kabel ans Internet anschließen und die entsprechende Software herunterladen. Okay, kann man machen. Musste ich machen. Es ging nicht anders. Also alles abgebaut: Rechner vom Drucker, den externen Festplatten und der Steckdose trennen, alles in die Nähe des Routers schleppen, dort wieder aufbauen, Tastatur dran, Maus dran und los. Von wegen: Ich habe mir einen Wolf gesucht, bis ich auf die Lösung gestoßen bin. Wer googelt, findet unter den Stichworten W-Lan, Zertifikat, Windows XP die richtige Lösung. Das veraltete Betriebssystem kann nicht mit der Verschlüsselung WPA2 umgehen. Wer das alles googelt, findet ein entsprechendes Programm. Heruntergeladen, installiert – läuft. Also alles wieder an den Schreibtisch geschleppt, neu verkabelt und gut.

TrayApp:

Das zweite Problem ließ sich weniger schnell lösen. Mir fehlte die TrayApp, eine .mis-Datei für den HP-Drucker. Irgendwie war die nach Jahren klagloser Arbeit verlorengegangen. Nun ploppte dauernd ein Fenster auf, das danach verlangte, sie zu installieren. Dummerweise habe ich die CD zum Drucker nicht finden können. Tagelang habe ich an dem Problem herumgedoktert. Das Warnfenster wollte und wollte nicht verschwunden, der Rechner ließ sich kaum herunterfahren, weil das Installationsprogramm ständig im Kreis lief. Alles googeln half nichts. Andere kennen das Problem auch, aber die Lösung ist offenbar schwierig.

Am Ende war es ein Halbsatz, der mich rettete. Auf irgendeiner der unendlich vielen Seiten, die ich gelesen habe, stand, dass die .msi-Datei gerne mal vom Antiviren-Programm verschluckt wird. Ich kann mich daran erinnern, dass es eine Warnmeldung gab und irgendetwas in den Container verschoben wurde. Nun ist es mit Antiviren-Containern wie  mit echten Müll-Containern. Was drin ist, lässt sich auch wieder herausfischen. Und genau das war die Lösung. Datei gefunden, wieder hergestellt, Rechner neu gestartet – läuft.

Zwei Probleme, zwei Lösungen und zwei Tage Nerverei: So ein Rechner ist doch wie ein Auto. Er soll laufen, und das problemlos. Immer ärgerlich, wenn man stundenlang suchen und probieren muss, bevor man sich wieder den eigentlichen Aufgaben widmen kann. Aber jetzt ist wieder alles gut. Zum Glück.

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