Sexy Stimme, kreative Filmchen: Die Kunst der Créateurs d’Automobiles

Ich nenne ihn liebevoll Kolossos: Seit eineinhalb Jahren fahre ich einen Renault Koleos, gebraucht natürlich, denn so einen SUV (bitte nicht Suff aussprechen, das finde ich fürchterlich) braucht man hier auf dem Lande und neu sind die exorbitant teuer. Mit dem Auto davor musste ich mich etliche Male vom Bauern aus Schneewehen ziehen lassen, weil der Winterdienst bei uns nach 17 Uhr nicht unbedingt eifrig ist. So weit die Rechtfertigung für den Kolossos. Nun gibt es eine neue Variante des Modells. Die muss natürlich gekonnt vermarktet werden.

Mein Beau-frère Jean-Marie hat mir soeben das Werbevideo für den neuen Renault Koleos geschickt. Mal ganz abgesehen davon, dass man den Text als das sehen muss, was er ist, nämlich Werbung, ist es ziemlich gut gemacht. So geht ein hochwertiges Werbevideo.

Das tröstet mich allerdings nicht darüber hinweg, dass Renault in seiner deutschen Fernsehreklame am Ende nicht mehr diesen Mann mit der sexy Stimme die Worte „Créateur d’Automobiles“ aussprechen lässt. Als frankophile Frau hat mich das immer sehr begeistert. Wobei ich gar nicht so sicher bin, dass Rénault den Slogan als erstes verwendet hat. Denn im sehr kreativen Citroën-Clip von vor ein paar Jahren kommt dieser Satz auch vor. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, hat ihn dieselbe Stimme gesagt.

Fazit: Die Franzosen können kreative Werbung und sie haben diese wunderbar schmeichelnden Stimmen, die herrlich schmeichelnde Slogans in ihrer schmeichelnden Sprache aussprechen. Ich weiß halt, warum ich so frankophil bin.

2 Kommentare

  1. Das Werbevideo von Citroën ist wohl eine Fälschung. Der Typ sagt am Ende Citroèn und nicht Citroën. Und es steht da auch noch falsch geschrieben.

    Was die neue Renault-Werbung betrifft, so empfinde ich die überhaupt nicht als ansprechend. Mir ist es als Käufer (fahre, wenn ich denn mal fahre, einen Citroën) wurscht, wie die ihren fahrbaren Untersatz designen. Dass sie da Geld und Aufwand hineinstecken, möchte ich als gegeben hinnehmen.

    Aber das kommt wahrscheinlich sehr auf die Zielgruppe an. Mich würde so ein „Suff“ auch nicht im mindesten interessieren, zumal dem Kauf eines solchen in 99,9% der Fälle keine praktischen Erwägungen vorausgehen. Suffs sind gefährlich und schlucken massenweise Sprit. Sie sind ein Lifestyle-Gadget, das niemand wirklich braucht. Also braucht es Werbung, die den Käufern das Gadget aufschwätzt, notfalls mit einer „erotischen“ Stimme!

    1. Ja, dass der Typ Citroèn sagt, ist mir auch aufgefallen. Ich dachte aber, es wäre halt für die Zielgruppe in einem anderen Land. Die Reklame mit dem Automännchen gefällt mir übrigens bis heute. Was den „Suff“ angeht, so haben bei mir tatsächlich praktische Erwägungen zum Kauf geführt, ich sage nur Schneewehe, Landleben und Pferdeanhänger ziehen. Andererseits: So lange es freundliche Bauern mit starken Treckern gibt, geht es auch mit einem normalen Pkw.

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