Kreativ in Wort und Bild: der Kazilender

Das Schöne an diesem Internet und an Twitter und all den anderen sozialen Netzwerken ist, dass man plötzlich Kontakt zu Leuten hat, die man sonst nie treffen würde. Quer und längs durch die Republik lernt man Leute kennen – zumindest über Mail, Twitter, Facebook oder so, die interessant sind. So ist es mir mit Oma gegangen, alias @omakazi bei Twitter, alias Katharina Ziedek. Sie ist Fotografin und gibt jedes Jahr einen Kalender heraus. Daran will sie nichts verdienen, sondern spendet den Erlös.

Blick auf den Kazilender 2013 Foto: Katharina Ziedek
Blick auf den Kazilender 2013 Foto: Katharina Ziedek

Sie will mit ihren Fotos Freude bereiten, ihren Eltern und anderen. „Eigentlicher Hintergrund war es, für meine Eltern eine Art Erinnerung an mich zu schaffen – weil ich ja so selten daheim bin“, schreibt Katharina, was sie mit den Kalendern bezweckt. Seit 2006 macht sie jedes Jahr einen, seit 2009 verkauft sie sie auch. Die Bilder sind stets aktuell, also für das Jahr 2013 alle aus dem Jahr 2012. Sie entstehen oft auf Dienstreisen, die Katharina als Kameraassistentin beim Bayerischen Rundfunk unternimmt.  Welche Fotos es in den Kalender schaffen, hängt davon ob, ob sie Katharina gefallen, ob sie als ausbelichtetes Foto im Kalender gut funktionieren, Brillanz, Farbe und Schärfe gut sind.

Katharina hat nach einer kaufmännischen Ausbildung an der Prager Fotoschule Österreich studiert. Seit 2004 arbeitet sie als drehende Assistentin beim Bayerischen Rundfunk, auf dem freien Markt, sagt sie, wäre sie theoretisch Kamerafrau. Ihre große Liebe gilt nach wie vor der Fotografie. Ihre Bilder entstehen bei jeder Gelegenheit, oft auch mit dem Handy, das auf Dienstreisen immer dabei ist. „Mit der Spiegelreflexkamera fotografiere ich meistens für befreundete Künstler/Kabarettisten, vorwiegend österreichische. Das Dokumentarische liegt mir sehr“ sagt Katharina über ihre Lieblingsmotive. „Mit meinen Fotos möchte ich gerne Freude bereiten – dass man die Bilder gern anschaut, immer wieder was neues entdeckt. und vermeintlich ,Normales‘ ganz anders sieht.“

1546 Bilder enthält Katharinas Fotostream auf flickr.  Wer sich hindurchklickt, entdeckt ihre ungeheure Vielseitigkeit: Natur, Tiere, Architektur, Konzertfotografie, Porträts, Marodes. Was auffällt, ist Katharinas kreativer Blick auf die Dinge. Kreativ finde ich als Liebhaberin hübscher Wortspielereien auch die Bezeichnung Kazilender, abgeleitet von Katharinas Namen. Da muss man erst einmal drauf kommen.

Der Kazilender 2013 kostet mindestens sieben Euro, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Der Erlös geht an „Sternstunden“, die Kinderhilfsaktion des Bayerischen Rundfunk.

Ihre Fotos bearbeitet Katharina oft mit Instagram oder Vignette für Android.
Die Ausbelichtung erfolgt bei snapfish.
Kalendergrundlage ist „Foto Malen Basteln“ vom Korsch-Verlag.

2 Kommentare

  1. Tolle Idee, ich selbst bin beruflich auch viel unterwegs. So einen Kalender mit eigenen Fotos werde ich meinen Eltern dieses Jahr zu Weihnachten schenken. Danke für die schöne Anregung. LG Annkathrin

    1. Ein persönlicheres Geschenk kann man sich gar nicht vorstellen. Ich weiß, wie sehr sich Verwandtschaft über so etwas freut, vor allem, wenn dann auch noch die Familie darauf zu sehen ist.

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