Das Elend mit den Weihnachtsgeschenken

Nur noch ein paar Wochen bis Weihnachten. Höchste Zeit, sich um Geschenke zu kümmern. Jedes Jahr wird es ein Windhundrennen: Wer ist schneller, das Fest oder meine Geschenkideen und vor allem deren Umsetzung. Dabei spart rechtzeitiges Einkaufen von Weihnachtsgeschenken bares Geld.

Wir alle haben schon beobachtet, dass die Preise nach Weihnachten purzeln. Folgerichtig wäre es also, spätestens im Januar die Weihnachtsgeschenke für das nächste Jahr zu besorgen. Preisportale haben festgestellt, dass Computer und Zubehör nach dem Fest 13 Prozent günstiger sind als im Dezember. Armbanduhren werden bis Weihnachten um bis zu acht Prozent teurer. Das alles gilt für den Online-Handel.

Etwas anders ist das Bild beim sogenannten stationären Einzelhandel. Das ist heute längst nicht mehr das Geschäft um die Ecke, sondern der Elektronikmarkt auf der grünen Wiese oder das große Einkaufzentrum. Dort gibt es bei den Fotokameras Schwankungen von acht Prozent zwischen vor Weihnachten und nach Weihnachten.

Es lohnt sich offenbar durchaus, Geschenke nach Weihnachten zu kaufen, sozusagen mit Vorlauf von zwölf Monaten bis zum nächsten Fest. Die Sache hat aber ein paar Haken. Elektronik ist schnell veraltet, vielleicht schon in Jahresfrist. Außerdem ändern sich Wünsche vielleicht innerhalb von sechs Monaten, vor allem bei jungen Leuten. Und dann kommt noch die eigene Faulheit dazu, das Unvermögen, in Bezug auf Weihnachtsgeschenke wirklich langfristig zu denken.

Deshalb ist ein Gutschein oder gleich Bargeld eine gute Alternative. Dann können die beschenkten nach Weihnachten das kaufen, was sie sich vor Weihnachten wünschen und was dann noch teurer ist als nach Weihnachten. Eine Gruppe ist von diesen nicht so handfesten Weihnachtsgeschenken allerdings ausgeschlossen: kleine Kinder. Die möchten etwas Reales  unterm Baum haben und etwas auspacken können. Gönnen wir ihnen diese Freude.

In meinem Kalender habe ich mir für Januar schon mal notiert, dass ich nach Geschenken gucken will. Aber wahrscheinlich gucke ich dann nicht auf den Eintrag oder schiebe mein Vorhaben wieder vor mir her – über Frühling und Sommer bis zum Spätherbst. Und dann ist es, das steckt schon im Wort, zu spät.

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