Ein Foto, mit ein bisschen Angst gemacht

Es knackte und knirschte, obwohl niemand zu sehen war. Es war ein bisschen gruselig. Aber was tut man nicht alles für ein gutes Foto.

Nachts im Parkhaus: Schön, aber auch ein bisschen unheimlich.
Nachts im Parkhaus: Schön, aber auch ein bisschen unheimlich.

Der Citti-Park in Lübeck wird erweitert und erweitert und erweitert. Mit jeder Erweiterung kommt ein neues Parkhaus hinzu, ganz ohne Schranken und zum kostenlosen Parken für die Kunden. Das jüngste  liegt direkt an der Straße, die ich nehme, wenn ich ins Mutterhaus meines Verlages fahre. Da war ich in gerade zwei Mal wegen später Termine. Schon beim ersten Mal ist mir das spät abends leere Parkhaus aufgefallen. Das müsste doch ein tolles Fotomotiv sein, dieses leere Parkhaus mit seinen Metallstreben und Lichtern und weißen Strichen auf dem Boden. So ganz ohne Autos, einfach hinreißend.

Beim nächsten späten Termin habe ich das 10-20er-Objektiv eingesteckt und bin nachts ins Parkhaus gefahren. Ganz an den Rand, damit mein Auto nicht im Foto steht. Ich bin ausgestiegen und habe begonnen zu fotografieren. Huch, was ist das? Kommt da jemand? Es knackte irgendwo hinter der metallenen Treppe ins erste Obergeschoss. Dann knackte es hinten links, wenig später hinten rechts. Weit und breit niemand zu sehen. Schleicht da jemand herum? Führt er Böses im Schilde?

Natürlich war da niemand. Es war kalt, offenbar arbeiteten die vielen Metallstreben und Schraub- und Steckverbindungen. Aber gruselig war es dennoch. Nach zehn Minuten habe ich meine Fototour im Parkhaus abgebrochen und mich auf den Heimweg gemacht. Ich bin nicht ängstlich, aber im Auto habe ich mich doch deutlich wohler gefühlt.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere