Ein tolles Fotomotiv: die alte Brücke

Es ist wie mit der Henne und dem Ei: Ich weiß nicht, was zuerst da war, der fotografische Blick oder die Lust am Fotografieren. Wer mit seiner Kamera mehr anstellt als nur zu knipsen, der hat automatisch einen Blick fürs Motiv. Aber ob nun diejenigen fotografieren, die den Blick dafür haben, oder ob das Fotografieren den Blick dafür schult, das ist nicht ganz klar. Egal. Ich sehe jedenfalls überall Motive, klopfe meine Umgebung daraufhin ab, was ein Foto hergeben könnte. Und so ist es kein Wunder, dass mich die alte Brücke sofort angezogen hat.

Zwei Wochen Frankreich, da ruht die Kamera nicht. Doch angesichts von Touristenmassen, die sich im August durch französische Städte, Burgen und Ruinen wälzen, ist kaum Gelegenheit, in Ruhe wirklich gute Fotos zu machen. Immer läuft irgendjemand ins Bild oder drängelt sich auf die Plätze, die man selbst gern ansteuern würde. Wie erholsam, wenn dann plötzlich ein völlig menschenleeres Motiv in der Landschaft steht.

Ich hatte die alte Brücke bereits mehrmals gesehen, immer dann, wenn ich auf der parallel dazu verlaufenden neuen Brücke über die Durance gefahren bin. An der Grenze zum Departement Vaucluse überspannen beide, die alte und die neue Brücke, parallel den weitgehend ausgetrockneten Fluss. An einem späten Nachmittag habe ich mir die Zeit genommen, zur Brücke zu fahren, um zu fotografieren. Dumm nur, dass der Zugang durch eine hohe, mit Graffiti beschmierte Metallplatte versperrt war. Aber auch so gab die Brücke genug Motiv her.

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