Der Bodenbeutel, das unbekannte Wesen

Es gibt Dinge, die braucht man im Alltag, aber wie sie heißen, fällt uns auf Anhieb – und manchmal selbst mit etwas Nachdenken – nicht ein. Man denke nur an den sogenannten Warentrenner, dieses Ding, das man auf das Supermarkt-Kassenband legt, damit die Kassiererin weiß, wann welche Ware zum nächsten Kunden gehört. Man könnte ja auch mit ihr sprechen, aber nein, es muss ein Trennklötzchen her. Reden ist ein gutes Stichwort: Das reden mit einer Mitarbeiterin eines Drogeriemarktes hat uns jetzt zum Bodenbeutel geführt.

Bodenbeutel? Nein, das ist kein Staubsaugerbeutel und auch kein Beutel, in den man Boden im Sinne von Erde einfüllen kann. Dass es so etwas überhaupt gibt, war mir bis dato nicht bekannt. Ich war in besagtem Drogeriemarkt, um Tüten zu kaufen, in die sich selbstgemachte Kekse einfüllen lassen, um sie zu verschenken. Das Suchen brachte erst einmal nichts, also habe ich eine Verkäuferin gefragt. „Wir suchen solche durchsichtigen Tütchen, in die man Kekse zum Verschenken stecken kann, wissen Sie, was ich meine?“ Ja, sie wusste es auf Anhieb. „Ah, Sie meinen Bodenbeutel.“ Na klar, das sind Beutel, die nach dem Auffalten einen Boden haben und stehen, wenn man etwas einfüllt. Wieder was gelernt. Und hier sind sie also, die Bodenbeutel.

Bodenbeutel, in diesem Fall mit weihnachtlichem Dekor.
Bodenbeutel, in diesem Fall mit weihnachtlichem Dekor.

Jetzt stehe ich also nie wieder ahnungs- und sprachlos im Drogeriemarkt und frage nach „durchsichtigen Tütchen“. Jetzt bin ich eine kenntnisreiche Kundin, die ohne viel Herumreden mit dem richtigen Wort nach dem fragen kann, was sie sucht. Ich schwöre, beim nächsten Gang durch den Drogeriemarkt sehe ich mir alles genau an und versuche, so viele Fachausdrücke wie möglich zu lernen.

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