Die geschenkte Stunde

Na, habt ihr alle die Uhren umgestellt? Keiner eine Stunde zu früh zur Arbeit gekommen? Fein. Aber offenbar hat nicht jeder das Ende der Winterzeit mitbekommen. Sind ja auch erst eineinhalb Tage vergangen, seit uns die im Frühjahr weggenommene Stunde wiedergegeben wurde.

Ich habe jedenfalls heute eine weitere Stunde geschenkt bekommen, weil jemand anderes den Wechsel der Zeiten nicht rechtzeitig mitgemacht hat. Genauer: die Stadtverwaltung. Die Parkuhr, in die ich heute morgen meinen Obolus gesteckt habe, lief noch auf Sommerzeit. Heißt im Klartext: Ich habe für den selben Preis wie sonst nicht zwei Stunden Parkzeit, sondern drei Stunden bekommen.  Ich habe mich über dieses Geschenk sehr gefreut – und werde im nächsten Frühjahr ein besonderes Auge darauf haben, dass die Parkscheinautomaten rechtzeitig auf Sommerzeit umgestellt werden. Wer will schon für zwei Stunden bezahlen und nur eine Stunde Parkzeit bekommen?

Wenn ich schon mal beim Thema Uhrumstellung bin, will ich auch gleich mal mit einem Missverständnis aufräumen, das ich am Sonntag dauernd gehört habe. Da war oft von einer geliehenen Stunde die Rede, die wir im nächsten Sommer wieder abgeben müssen. Falsch. Wir haben jetzt die Stunde wieder bekommen, die wir dem Leben und dem Sommer vor etlichen Monaten geliehen haben. So herum wird ein Schuh daraus. Die Zeitstunde haben wir zurückbekommen, die Parkuhr-Stunde geschenkt bekommen.

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