Bilder ausdrucken oder wie ich den Nachmittag bei Rossmann verbrachte

Es muss nicht immer die ganz große Qualität sein, wenn es darum geht, ein paar Fotos auf Papier zu haben. Mal schnell ein paar Bilder vom Smartphone ausdrucken, das geht auch beim Klopapier-Discounter. Wer das möchte, muss allerdings viel, viel Zeit mitbringen. Gerade habe ich den halben Nachmittag bei Rossmann verbracht.

Jeder kennt die Bildschirme irgendwo hinten im Drogeriemarkt. Da gibt’s im Schnellverfahren Papierbilder. Medien reinstecken, Fotos auswählen, ausdrucken lassen, bezahlen, fertig. Ich mache das normalerweise mit Fotos vom USB-Stick, da ist es kein Problem. Aber wehe, die Fotos liegen auf einem I-Phone. Das ist erstens immer speziell und kann zweitens nicht so einfach an so einen Fotoausdruck-Computer drangehängt werden.

Wer I-Phone-Bilder ausdrucken möchte, muss erst einmal die Rossmann-Fotowelt-App herunterladen. In der App Bilder aussuchen, dann mit dem Rechner verbinden, in dem ein QR-Code gescannt wird. Dann sagt die App: Bitte folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm. Nur: Auf dem Bildschirm tut sich nichts. Es tut sich immer noch nichts. Und immer noch nichts. Also durch den ganzen Laden gelaufen und Hilfe gesucht. Hat ein bisschen gedauert. Die Verkäuferin meinte, sie schicke gleich mal eine Kollegin. Bis die kam, regte sich dann doch etwas auf dem Bildschirm. Na ja, die Technik, sagte die Verkäuferin, das dauert eben.

Finger weg vom Kabel

Es gab aber noch einen guten Tipp für uns: Auf keinen Fall das Handy per Kabel mit dem Rechner verbinden. Dann nämlich ließen sich keine Fotos auswählen, sondern der Rechner lade alle herunter, wirklich alle, auch Whatsapp-Fotos. Da sei gerade eine Kundin mit ein paar hundert Bilder auf dem Handy gewesen, das habe gedauert.

Irgendwie haben wir uns durch die App gearbeitet und irgendwann fing die Druckstation an zu rattern und die Fotos auszuspucken. Da war die hilfreiche Verkäuferin längst weg. Dumm nur, dass nun das Ausdrucken stoppte. „Bitte Folie nachfüllen lassen. Wenden Sie sich an das Verkaufspersonal.“ Na klasse.

Kampf mit der Rolle

Wieder losgelaufen, wieder Hilfe gesucht. Die Verkäuferin kam irgendwann mit einem großen Karton unter dem Arm angetrabt. Wir sind kurz in Richtung Schreibwarenregal gegangen. Sie sollte nicht denken, wir würden ihr ungeduldig auf die Finger gucken, während sie sich bemühte, eine Rolle Folie im Schrank unter dem Rechner einzuhängen. Die Rolle musste vorher noch mühsam aus der Verpackungsfolie gepult werden.

Als alles fertig war, spuckte der Automat noch ein paar rein weiße Fotos aus, und dann lief alles wieder. Na bitte. Ach ja, ich war noch nie zuvor so lange in einem Rossmann-Laden wie heute Nachmittag.

Und beim nächsten Mal lassen wir uns die Handyfotos irgendwo bei einem Internet-Anbieter ausdrucken. Den heimischen Drogeriemarkt werden wir damit nicht mehr belästigen.

Ein Kommentar

  1. Wenn man die Anfangsinvestition nicht scheut und doch mehr oder weniger regelmäßig ausdrucken möchte, ist der Canon Selphy Drucker eine echte Alternative zu den Drogeriemärkten. Man druckt damit doch häufiger mal, weil der Aufwand nicht so groß ist. Und schön ist es natürlich auch, in der digitalen Welt mal Papier in der Hand zu halten oder an die Wand zu hängen.

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