Oradour – Detailbilder eines Verbrechens

Ich war noch einmal in Oradour sur Glane. Das Dorf liegt ganz in der Nähe des Wohnortes meiner Schwiegerfamilie, und jedes Mal, wenn ich in Frankreich bin, fahre ich nach Oradour. In Oradour wurden am 10. Juni 1944 von der SS 642 Dorbewohner ermordet, es gab nur sechs Überlebende unter den Einwohnern des Dorfes. Die Deutschen brannten alle Häuser nieder, einschließlich der Kirche, in die sie 400 Frauen und Kinder gesperrt hatten.

Oradour steht bis heute so, wie es die Deutschen verlassen haben. Ein grausiges Mahnmal. Bei meinem jetzigen Besuch, dem bisher dritten, habe ich besonders auf die Details geachtet. Alltagsgegenstände erzählen bis heute, dass die Bewohner von Oradour aus einem ganz gewöhnlichen Nachmittag gerissen und ermordet worden. Das Massaker von Oradour gilt als zahlenmäßig größtes Massaker in Westeuropa.

Mein Eindruck von Oradour war dieses Mal nicht ganz so verheerend wie bei meinem vergangenen Besuch. Damit meine ich nicht die Zeugnisse vom Schrecken des Massakers, sondern das Verhalten der Besucher.

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