Irgendwie immersiv

Ich bilde mir ein, einen ziemlich großen Wortschatz zu haben. Dennoch stoße ich immer wieder auf Begriffe, die ich noch nie gehört habe. Eben war es das Wort immersiv.

Gerade stand das Update für iOs 11.0.3 an. Dabei versprach Apple „immersive Erlebnisse“. Okay, iPhone und iPad geben mir Informationen, machen Spaß, sind nützlich. Aber was bitte sollen immersive Erlebnisse sein? Ein bisschen herumgoogeln ergibt, dass es nicht nur die gibt, sondern auch immersives Marketing, Immersive Arts und wahrscheinlich noch diverses anderes immersives Zeugs. Immerhin habe ich herausgefunden, dass Immersion so viel wie eintauchen bedeutet, natürlich nicht ins Wasser, sondern gedanklich. Also ganz versinken in die virtuelle Welt.

Ich will jetzt nicht darüber philosophieren, dass Erlebnisse etwas mit Erleben zu tun haben und dass das virtuell eher schwierig ist. Ich sage nicht: Geht raus, erlebt echtes Leben, mit allen Sinnen. Dazu bin ich viel zu sehr Stubenhocker und habe meinen Spaß an immersiven Erlebnissen in den eigenen vier Wänden: lesen, Musik hören, Musik machen, ja, auch auf dem iPad lesen oder dem iPhone daddeln.

Aber kann ich das nicht auch haben, ohne vorher ein neues Wort lernen zu müssen? Geht es nicht auch ohne Immersion und immersiv? Ich wette, 90 Prozent der Apple-Nutzer konnten mit dem Wort nichts anfangen. Immerhin bin ich mit meiner Ahnungslosigkeit in guter Gesellschaft.

Übrigens liegt der Schlüssel zum immersive Marketing in der Emotionalität des virtuellen Erlebnisses, wie hier zu lesen ist. Wenn ich dieses emotionale Erlebnis beim Lesen eines Buches habe, ist das dann immersives Lesen?

Und beim nächsten Mal sinniere ich darüber, was Immersionsöl ist.

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