Stündigkeit und Tafelanschrieb – Wörter machen Schule

Als Jägerin seltsamer Wörter fällt mir stets auf, wenn jemand besonders kreativ die deutsche Sprache verhunzt. Nun sollte man denken, dass die Schule als Ort von Lehre und Bildung besonders sorgfältig damit umgeht, den Schülern ein sprachliches Vorbild zu sein. Doch weit gefehlt. Gerade an Schulen finden sich die seltsamsten Wörter. Drei hübsche Exemplare habe ich gesammelt.

Stündigkeit der Fächer

Damit überraschten Lehrer die Eltern beim Elternabend. Soll heißen: In der Woche werden fünf Stunden dieses Fach und zwei Stunden jenes Fach unterrichtet. Und warum sagen die das dann nicht?

Tafelanschrieb

Gelesen in einer Hausaufgabe fürs Kind. Wie, bitte, kommt Schule auf die Idee, solche Wörter gegenüber Schülern zu benutzen. Grausamer kann man die Tatsache, dass etwas an die Tafel geschrieben wird, sprachlich nicht verhunzen. Ich frage mich jetzt nur: Was passiert, wenn ein Schüler dieses Wort in einer Arbeit verwendet. Wird es ihm als Fehler angestrichen?

Verschriftlichen

Noch ein Ausdruck vom Elternabend. Hinsichtlich der Anforderungen in der Oberstufe teilte eine Lehrerin mit: „Die Schüler müssen das in einem vernünftigen Deutsch verschriftlichen.“ Sollten die Lehrer auch mal tun, möchte man ihnen zurufen. Mit Betonung auf „vernünftigem Deutsch“.

2 Kommentare

  1. Das lernen die Lehrer so, wird vom KuMist (Kultusministerium) vorgegeben und setzt sich gleichsam von selbst im „innerschulischen“ Sprachgebraucht fest.

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