Silvester – Tag des erhobenen Zeigefingers

Morgen ist Silvester. Feiern ist Pflicht, und natürlich wird wieder viel Geld in Form von Feuerwerk in die Luft geschossen. Der letzte Tag des Jahres ist nicht nur der Tag der schönen, aber sinnlosen Knallerei, sondern auch geprägt von erhobenen Zeigefingern. In diesem Jahr noch mehr als sonst.

Eines vorweg: Ich habe nie auch nur einen Cent für Silvesterfeuerwerk ausgegeben, nie eine Rakete in den Himmel gejagt. Dafür ist mir das Geld zu schade. Aber ich genieße das Feuerwerk an jedem Jahreswechsel. Ich schaue mir gerne an, was die anderen machen und schätze als Augenmensch die strahlenden Lichter am Himmel. Je bunter und großartiger, desto besser.

Aber halt: Die sollten das lassen. Seit Tagen geistern die Appelle durchs Netz, doch bitte nicht zu knallen. Mit Rücksicht auf die Tiere. Mit Rücksicht auf die Flüchtlinge, mit Rücksicht auf das Klima.

Ja, Rücksicht ist wichtig. In der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern und Altenheimen dürfen keine Raketen abgefeuert werden, auch nicht dort, wo Reetdachhäuser stehen. Das ist gut so. Verantwortungsbewusste Menschen wissen, wo sie Rücksicht walten lassen sollten. Wollen wir aber auf die Flüchtlinge und die Tiere und die Wildtiere und die kleinen Eisbären und das Klima Rücksicht nehmen, muss das Silvesterfeuerwerk komplett verboten werden. Wollen wir das? Ich nicht. Ich komme aus einer Familie, die immer Tiere gehabt hat und habe heute selbst welche. Mit etwas Obacht überstehen sie die Silvesternacht gut. Den Flüchtlingen lässt sich der Brauch erklären. Natürlich soll niemand, der traumatisiert ist, zusätzlich belastet werden. Aber geht das in dieser Nacht? Hier hilft nur gute Betreuung und intensive Hilfe. Vielleicht geht es ja so:

Was ich bisher nicht wusste: Das Feuerwerk wird auch deshalb verpönt, weil es den Klimawandel befördert. Eine Petition fordert deshalb ein Verbot jeglichen privaten Feuerwerks.

Ich wünsche mit im neuen Jahr etwas weniger erhobene Zeigefinger und mehr Rücksicht auf die, die das Silvesterfeuerwerk mögen.

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