Fass! Hol das Stöckchen

Ich bin mit einem Stöckchen beworfen worden. Genauer: Mit einem Fünftel eines Stöckchens. Gekommen ist es von Leon von Kiwipalme, der hat es vom Phasenkasper bekommen, hat es in fünf Stücke gebrochen und weiter geworfen. Da ich das für eine nette Idee halte, beteilige ich mich gerne und werfe mein Stöckchen-Stück weiter. Vorher habe ich aber noch etwas zu tun.
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Lecker duschen

Kokos mag ich, Joghurt und Oliven sowieso. Deshalb läuft mir beim Duschen nicht nur das Wasser am Körper hinab, sondern auch im Mund zusammen. Irgendwie riecht manches Duschgel doch zu lecker. Milch und Honig etwa beugt – heiß getrunken – nicht nur Erkältungen vor, sondern erinnert beim Duschen an das Schlaraffenland, wo eben jene Ingredienzien fließen. Wer mehr fürs Süße schwärmt, wählt Kirschblüte, kernige Kerle greifen zu Meeresmineralien. Wer für ein kulinarisches Erlebnis nicht jedes Mal unter die Dusche steigen will, wähle Flüssigseife fürs Händewaschen. Mango und Orange klingt doch nach einem fruchtigen Cocktail, Apfel grün, Pfefferminz oder Mandel runden die leckere Auswahl ab. Der Kopf darf bei der Kreativität der Körperpflege-Produkte-Erfinder ebenfalls nicht zu kurz kommen. Wahlweise lassen sich Kiwi-Glanz oder sieben Kräuter als Shampoo-Schaum auf den Schädel schichten. Ingwer und Zitronengras, Gingko, Kamille oder Lotus – alles findet sich im Drogeriemarkt fein säuberlich aufgereiht. Die ganze Welt in einem Regal. Für Männer empfiehlt ein Shampoohersteller ein Produkt mit Hopfen. Da hätten sie die Empfehlung „For Men“ aber nun wirklich weglassen können.

Diese Glosse ist in den Lübecker Nachrichten erschienen.

Chapeau, Frau Schapowalow

Sie ist eine der bemerkenswertesten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts – und beinahe wäre sie vollends vergessen worden. Erst jetzt erleben die Fotos von Susanne Schapowalow eine Renaissance. Am 29. Januar feierte die Lady, die das Auge des Jazz war, ihren 90. Geburtstag.

Susanne Schapowalow feierte ihren 90.Geburtstag

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Fett, ein explosiver Stoff

Fettbrand Foto: Olaf Dudek/Eder-Dampfradio

Mit schöner Regelmäßigkeit haben die Feuerwehren landauf, landab in der Mittagszeit Einsätze. Der Grund ist einfach: Wenn das Essen auf dem Herd steht, ist die Gefahr am größten, dass es so sehr anbrennt, dass es zumindest starke Rauchentwicklung gibt, wenn nicht sogar in Brand gerät. Jetzt bloß nicht falsch reagieren. Brennendes Fett hat schon so manche Küche ruiniert und sogar der Köchin oder dem Koch schwere Verletzungen zugefügt. Fett ist ein explosiver Stoff.

Fett entzündet sich im heißen Zustand von selbst, anders als Benzin oder andere sogenannte Brandbeschleuniger, die eines Zündfunkens bedürfen. Was die Sache aber besonders gefährlich macht, ist das falsche Löschen. Bloß nicht zu Wasser greifen. Das verdampft beim Kontakt mit dem heißen oder brennenden Fett schlagartig und  löst die gefürchtete Fettexplosion aus. Was bei einem Fettbrand zu beachten ist und wie man richtig gegen ihn vorgeht, hat die Feuerwehr Rulle in einer Checkliste aufgeführt.

Ich wünsche mir, dass mehr Menschen über diese Gefahr Bescheid wissen. Die Feuerwehren klären immer wieder darüber auf. Sie lassen nicht nach, vor dieser unbekannten Gefahr zu warnen, oft mit eindrucksvollen Demonstrationen. Auf dass Menschenleben und Gesundheit bewahrt und den Rettern eine ruhige Mittagspause vergönnt sei.

Die Freuden einer Lokalreporterin

Meine Klage über die Leiden einer Lokalredakteurin hat einen jungen Menschen verschreckt. „Das macht meine Berufswahl nicht einfacher . . . teilte er mir nach dem Lesen meiner Litanei mit. Nun denn, dem Manne kann geholfen werden: Es gibt auch die Freuden einer Lokalredakteurin. Und die überwiegen bei weitem. Eine Lobpreisung.
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Die Leiden einer Lokalreporterin

„Dem Redakteur ist nichts zu schwör“ lautet ein geflügeltes Wort in Journalistenkreisen. Das nehme ich auch für mich in Anspruch. Ich bin hart im Nehmen, und wenn es sein muss, akzeptiere ich klaglos alle Arbeitsbedingungen, die das Journalistenleben so bietet. Aber es gibt Tage, da summiert sich alles, was die Berichterstattung erschwert. Eine Klage. Weiterlesen

Jemand Bedarfe für Verkehre?

Es gibt eine Reihe von Begriffen, die seit längerem oder auch seit Kurzem oft im Plural verwendet werden, obwohl sie an sich schon eine gewisse Menge an etwas bezeichnen. Bei einem Begriff bin ich mir selbst nicht im Klaren, ob der Plural wirklich falsch ist, bei anderen bin ich mir sicher. Es geht um Gelder, Bedarfe und Verkehre.
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Der Knast ist kein Zoo

Sie sind in den Sprachgebrauch auf ewig eingeschliffen: falsche Bezeichnungen für  Menschen einer bestimmten Berufs- oder Herkunftsgruppe. Viele fühlen sich davon verletzt oder herabgewürdigt. Meistens ist es Unwissenheit, die dazu führt, dass diese verpönten Begriffe verwendet werden. Hat man erst einmal gehört, warum eine Bezeichnung unerwünscht ist, verwendet man sie auch nicht mehr. Hier kommen die drei unbeliebtesten Bezeichnungen samt Alternativen und Merksätzen. Weiterlesen

Besuch im Bauernmarkt

Das ist Landleben für Städter: ein echter Bauernmarkt, der für alle da ist, nur nicht für Bauern. Ich habe mich heute mal auf einem umgeschaut und bin beinahe erschlagen von dem Angebot dort. Allerlei Leckeres, viel Schnickschnack und ländlicher Spaß für die Kinder. Ein Disney-Landleben für die ganze Familie.
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Aus dem Pixel-Notizbuch

Die Yetis von der Truppe

Voll-Tarnanzug für Einsätze im Gelände

Anlässlich eines Tages der offenen Tür präsentierte die Bundeswehr in Eutin auch eine Modenschau. Der grandioseste Auftritt war der der Aufklärer in voller Tarnung. Das sah wild aus. Man stelle sich nur mal vor, diese Typen brechen plötzlich aus dem Gebüsch, das kann einen schon das Fürchten lehren.