Fru Öttenpötter vertellt: abäppeln

Bollensammler und Elektrokarre: Geräte zum Abäppeln

„De Düvel schiet immer op den gröttsten Hupen“ heißt es auf Plattdeutsch. Wie schön wäre es, wenn Pferde Düvel wären. Dann gingen sie zum Misthaufen und schissen direkt darauf. Pferde sind aber alles andere als Düvel, sondern liebenswerte Geschöpfe. Wenn sie nicht scheißen. Für sie gilt eher das Sprichwort „Wie’s fällt, so bollert’s“. Deshalb heißt die Maxime: abäppeln.
Weiterlesen

Lübecker Fassaden: Es muss nicht immer Backstein sein

Ich hatte gestern am späten Nachmittag etwas Zeit, vom Bahnhof aus Richtung Lübecker Innenstadt zu gehen. Der Weg führt vorbei an den Lindenarkaden, einer Ansammlung von großen Geschäftshäusern. Deren Architektur hat mir nie gefallen. Gestern aber war das anders: Der gerade abgezogene Sturm „Herwart“ bescherte schönstes Fotolicht. Ich habe mich beim Fotografieren auf die Fassadendetails verlegt. Nach bitte, geht doch. So lässt sich selbst ungeliebte Architektur sehenswert darstellen. Es muss halt nicht immer Backstein sein, selbst in Lübeck nicht.

Die weißen Männer und der Gemüsegarten

Der Spruch nervt mich schon seit langem gewaltig: Immer wieder wird von gewissen Kreisen beklagt, dass es zu viele weiße Männer gebe, die reden, präsent, in Gremien vertreten oder einfach da sind. Gern auch erweitert als „weiße, heterosexuelle Männer“ oder gar als „weiße, mittelalte, heterosexuelle Männer“. Aber ist das so verwunderlich?
Weiterlesen

Online zu Orten der öffentlichen Kunst

"Die Lesende" von Karlheinz Goedtke vor der Eutiner Landesbibliothek.

Ich war immer fasziniert von der Idee der Kunst am Bau. Viele Kommunalpolitiker haben darauf geschimpft, wenn sie einen bestimmten Anteil der Bausumme, den sie für neue
Schulen, Krankenhäuser oder Verwaltungsgebäude veranschlagt hatten, für Kunst ausgeben mussten. Doch davon profitieren Öffentlichkeit wie Künstler gleichermaßen. Viele dieser Kunstwerke sind jetzt an einem Ort im Netz versammelt.
Weiterlesen

Nicht jede Brandstiftung ist eine Brandstiftung

Brennendes Gebäude mit Flammen und Feuerwehrleuten.

Schurnalismus bildet. Dieser Lieblingsspruch von mir bewahrheitet sich immer wieder. Gerade gelernt: Eine Brandstiftung ist mitnichten immer eine Brandstiftung. Manchmal ist es auch eine Sachbeschädigung durch Inbrandsetzen. Wobei Inbrandsetzen per se ein schreckliches Wort ist.
Weiterlesen

Nicht E und nicht U: Der neue Kulturblick (#kultblick) im Feuilleton

Aufführung der Oper Aida auf der Eutiner Freilichtbühne

Kultur kommt von Kultura und das heißt übersetzt Bearbeitung, Pflege oder Ackerbau. So sagt es die Wikipedia. Heißt im weitesten Sinn: Alles, was der Mensch selbst hervorgebracht hat, im Gegensatz zur nicht veränderbaren Natur. Nun wissen wir längst, dass Gewalt, Krieg und Unterdrückung vom Menschen hervorgebracht werden, aber alles andere als Kultur sind, höchstens Unkultur. Auch wissen wir, dass Natur nicht vom Menschen unveränderbar ist. Was ist also heutzutage Kultur und wie ist unser Blick darauf. „Mein Kulturblick“ heißt die #kultblick-Blockparade des Archäologischen Museums Hamburg. Dafür blicke ich mal auf die Kultur, speziell auf die in der Zeitung.
Weiterlesen

Leitstellensprech: Wenn der ManV nicht in der NIL steht

Abkürzungen machen das Leben (nicht immer) leichter und die Kommunikation kürzer. Eher etwas für Insider sind die Abkürzungen bei Feuerwehren und im Rettungsdienst. Damit haben aber auch wir Journalisten zu tun, wenn wir über digitale Kanäle (die sind von Kreis zu Kreis unterschiedlich) über Einsätze informiert werden.
Weiterlesen