Fru Öttenpötter vertellt: Wäsche draußen trocknen

Für mich ist es das Normalste auf der Welt: Wäsche draußen zu trocknen. In diesem Sommer ein Traum. Aber auch sonst versuche wann immer es geht, meine Wäsche auf die Leine zu hängen. Einen Trockner besitze ich nicht. Wozu auch?

Frisch gefönt: Wäsche auf der Wäschleine.
Frisch gefönt: Wäsche auf der Wäscheleine.


Warum, habe ich mich gefragt, soll ich für etwas bezahlen, was ich umsonst haben kann? Ein Trockner kostet Strom, wie viel, damit habe ich mich nie befasst. Ich habe nie einen besessen. Wo immer möglich, habe ich eine Wäscheleine aufgespannt und meine Wäsche dort getrocknet. In diesem Sommer funktionierte das wegen der Hitze und Trockenheit ganz wunderbar. Sogar noch jetzt im Oktober. Der warme Wind hat meine Wäsche gestern innerhalb von einer Stunde knochentrocken gepustet.

Das funktioniert nicht immer so gut. Es gibt Zeiten, da dauert es länger, bis vor allem Pullover oder Jeans trocken sind. Dennoch bin ich bis jetzt übers Jahr und das seit Jahren ohne Wäschetrockner ausgekommen. Wir haben eine Wäscheleine im Garten, eine weitere unter einem Vordach – für regnerische Tage – und eine im Heizungskeller. Was im Sommer Sonne und Wind leisten, leistet im Winter die Abwärme der Heizung. Perfekt.

Offenbar stehen wir damit aber ziemlich allein. Twitterer @seewolfDE stellte angesichts des Fotos von meiner Wäsche auf der Leine fest: „Diese Foto hat sicher für 95 % der Bevölkerung etwas Exotisches/Historisches/Erstaunliches… :))“ Ob es wirklich so ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Hier auf dem Land kommt die Wäsche bei vielen immer noch auf die Leine. Das sieht in Städten sicher ganz anders aus. Ich kann mir auch vorstellen, dass es in einer Etagenwohnung ohne Balkon und Wäschekeller schwer ist, auf einen Trockner komplett zu verzichten. Dennoch: Mir kommt keiner ins Haus. Irgendein Plätzchen für einen Wäscheständer wird sich immer finden.

Wenn die Bettwäsche draußen auf der Leine flatternd getrocknet ist, kann ich mir zudem noch nachts im Bett den Wind um die Nase wehen lassen.

Fru Öttenpötter berichtet hier in unregelmäßigen Abständen über das Leben auf dem Lande.

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