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Der rennende Weihnachtsmarkt: Hört mir auf mit dem Starten

Was ist ein Start? Laut Definition:

Start

Substantiv [der]

  1. 1.Beginn, Anfang (meist einer beruflichen Tätigkeit).“Sie hatte einen schweren Start ins Berufsleben.“
  2. 2.Sport, Beginn eines Rennens.“Der Start musste wiederholt werden.“

So weit, so gut. Ich lese das Verb starten oder startet aber immer wieder in anderem Zusammenhang. Das widerspricht meinem Sprachgefühl. Diese für mich falsche Verwendung von Start nimmt nach meinem Gefühl in den vergangenen Monaten überhand, gerade jetzt ganz besonders.
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Aktuell nervt mich das Wort aktuell

Ein kleines Wörtchen nervt mich zunehmend: aktuell. Was ist aktuell? Laut Definition hat das Wort zwei Bedeutungen: entweder „gegenwärtig existierend, vorhanden“ oder „zeitgemäß und modern“. Wir Zeitungsleute kennen noch eine andere: Aktuell ist ein Medium, wenn es schnell, möglichst umgehend Nachrichten veröffentlicht und sie nicht noch ein paar Stunden oder Tage liegen lässt. Oft aber lässt sich das Wort aktuell einfach weglassen, ohne dass sich die Bedeutung verändert.
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Goethe hat gegendert

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) kannte sich offenbar aus mit geschlechtersensibler Sprache. Anders kann ich einen Satz von ihm, den ich gerade gelesen habe, nicht interpretieren. Aber das ist natürlich Unfug.
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„Das tote Herz“ – ein rasanter Thriller

Ich bin kein Buchblogger. Doch den Autoren des folgenden Thrillers kenne ich von einer gemeinsamen Pressereise, und deshalb habe ich mich bereit erklärt, sein Buch zu rezensieren. Das tote Herz schlägt schnell. Der neue Psychothriller von Rainer Würth ist ein rasantes Buch, ein gruseliges Buch. Es liest sich flott, ist spannend, manchmal rätselhaft und viel zu schnell zu Ende.
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Hörfest und unverdorben: Die Klaviatur der Konzertankündigungen

Veranstaltungen anzukündigen, gehört zum täglichen Brot jeder Lokalredaktion. Musikveranstaltungen machen einen erheblichen Teil davon aus. Die Veranstalter schütten üblicherweise den Text, den sie von den Künstlern bekommen, in eine Mail und setzen nur noch die eigenen Daten dazu – fertig ist die Pressemitteilung. Was sich da alles an kruden Formulierungen und Wortgeklingel findet, ist schon erstaunlich. Ein paar Beispiele:
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Schwurbeldeutsch in der Musik: Instrumentalismen und Ausblühung

Sage niemand, verquastes und verschwurbeltes Deutsch sei eine Erscheinung unserer Zeit. Auch vor einigen Jahrzehnten gab es das schon, obwohl es nicht so oft vorkam. Besonders das Feuilleton und vor allem Autoren für Texte zur klassischen Musik haben sich schon immer durch blumige Formulierungen und geschwollene Wortwahl hervorgetan.
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Paul Gerhardt: Wuchtige Worte nicht nur zum Karfreitag

Kirchenmusik ist die Kunst, Botschaften des Wortes mittels Harmonien und den Klängen von Stimmen und Instrumenten in Gefühl umzuwandeln. Dabei sind diese Worte, vor allem wenn sie nicht aus der Bibel stammen, für uns heute nicht immer gefällig und manchmal sogar unverständlich. Doch es gibt einen Meister der Kirchenlieddichtung, dessen wenn auch manchmal altertümliche Sprache noch heute großen Eindruck macht und dessen Texte ohne Musik für sich allein stehen können: Paul Gerhardt.
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Stündigkeit und Tafelanschrieb – Wörter machen Schule

Als Jägerin seltsamer Wörter fällt mir stets auf, wenn jemand besonders kreativ die deutsche Sprache verhunzt. Nun sollte man denken, dass die Schule als Ort von Lehre und Bildung besonders sorgfältig damit umgeht, den Schülern ein sprachliches Vorbild zu sein. Doch weit gefehlt. Gerade an Schulen finden sich die seltsamsten Wörter. Drei hübsche Exemplare habe ich gesammelt.
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