Stilblüten bei der Polizei und aus anderen Quellen

Über Jahre habe ich Stilblüten gesammelt. Viele kommen von den Polizeipressestellen. Das liegt vielleicht daran, dass die gesamte Polizei viele Pressemitteilungen schickt und dass die „Polizisten und keine Journalisten“ sind, wie es eine Kollegin mal formulierte. Aber auch andere steuern schöne Stilblüten bei.
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Logbuch Deutsch: Kurs auf Sprachpflege

Sprache ist mein Thema. Das weiß, wer dieses Blog liest. Deshalb bin ich sofort aufmerksam geworden, als mir jemand das Buch „Logbuch Deutsch“ von Roland Kaehlbrandt ans Herz gelegt hat. Ein schmales Bändchen, das viel Wahres über den Umgang mit unserer Sprache enthält.
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Aufgeschient – mehr Verständnis für Schwurbeldeutsch?

Wer regelmäßig mit Verwaltungen zu tun hat, wundert sich nicht mehr über deren kreative Wortschöpfungen. Ein besonders schönes Beispiel ist mir gerade untergekommen: aufschienen, als Verb zu etwas auf die Schiene setzen. „Wir haben das Projekt erfolgreich aufgeschient“, teilte ein Bürgermeister mit. Sollen wir uns darüber aufregen?
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Orgelmann – Visionen des Malers Felix Nussbaum

Er war ein Visionär: Der Maler Felix Nussbaum (1904 – 1944) hat den Schrecken der Konzentrationslager und den millionenfachen Mord an den Juden gemalt, bevor er ihm selbst zum Opfer fiel. Mark Schaevers Buch „Orgelmann“ hat mir Felix Nussbaum nahe gebracht. Ein Buch, das ich beinahe atemlos gelesen habe.
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Der überflüssige Rettungswagen

Mein Polizeipressesprecher der Herzen hat sich mal wieder einen Rüffel von mir eingefangen. Ich habe den Klugscheißermodus angeschmissen und ihm auf eine seiner PM-Mails eine kleine Korrektur zurückgemailt. Er kann das ab, er kennt mich. Es ging, so der Betreff, um den „Unfall mit beteiligtem Rettungswagen“.
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Equiden und Kameliden aus der alten und der neuen Welt

Ich bin Wortjägerin. Als solche fallen mir immer wieder Wörter und Bezeichnungen auf, die nicht alltäglich sind. Diesmal hat mir die Tierwelt, genauer die Haus- und Nutztierwelt, schöne Wörter beschert.
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Vereinspresse jenseits des leiblichen Wohls

Jeden Tag fluten Vereinspressewarte die Postfächer der Lokalredaktionen mit der Bitte, Veranstaltungen anzukündigen. Nur Anfänger schicken Plakate als PDF, das ist verpönt. Fortgeschrittene formulieren Pressetexte, um es den Redakteuren einfacher zu machen. Nur leider machen genau diese Texte viel Arbeit. Da werden lange Geschichten erzählt, bevor der Autor zum Punkt kommt, oder aber er ist von seiner eigenen Veranstaltung so begeistert, dass er das im Text unbedingt mitteilen muss. Ein schönes Beispiel hat mir gerade vorgelegen. Ich zerlege das mal, natürlich anonymisiert.
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Mokkamousse für echte Männer

Heute ist Himmelfahrt, landläufig Vatertag genannt. Ein Tag, an dem Nichtväter mit Bier und Bollerwagen durch die Gegend ziehen. Glaubt man PR-Agenturen, sind Bier und Bollerwagen allerdings megaout. Stattdessen gehören Kuchen, Cocktails und Frauen auf die Vatertagstour.
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Betonestrich – Beton-Estrich – Betone-Strich

Gestern ist mir das Exposé zu einem Gewerbegebäude in die Hände gefallen. Detailliert ist darin aufgeführt, was den Käufer erwartet, von der Art des Daches bis zu den Maßen der Fliesen in den Damen- und Herrentoiletten. An einer Stelle bin ich hängen geblieben: beim Betonestrich.
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Musiklexikon: Der Zerstörer im Konzertsaal

Ich muss hier mal einen Linktipp loswerden: Freunde klassischer Musik sollten sich „Die Gemeine Enzyklopädie der Musik nicht entgehen lassen. Zu finden ist sie auf der bei „Musik – mit allem und viel scharf“. Herrlich. Da geht es um die vier Hauptgruppen der Applaudierer, um die Generation „Buttplug“ und um Musiknazis. Man muss es lesen – und lieben.