Erfahrungen und Funde im Netz

Monumente zum Schenken

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist sparsam mit dem Versenden ihres Newsletters. Oft rührt sich lange nichts. Jetzt aber kommt jeden Tag eine Mail von der Stiftung. Denn sie hat einen besonderen Adventskalender aufgelegt. Hinter jedem Türchen steckt ein Bilderrätsel, und wer es löst, kann attraktive Preise gewinnen, zum Beispiel Konzertkarten. Wer nicht gewinnt und trotzdem noch für sich und andere ein schönes Weihnachtsgeschenk sucht, wird übrigens auch bei der Stiftung fündig. In ihrem Monumente-Bücherladen hat sie wirklich nette Präsente im Angebot. Weil mir der Denkmalschutz und die Stiftung am Herzen liegen, will ich hier mal ein wenig für dieses Angebot werben.
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Rote Karte für Pausenhof-Mobbing

Die Mail ist da: SchülerVZ wirbt bei meiner Tochter für das neue VZ-Pausenhof. Die Einladung ist so formuliert, dass Kinder ihr kaum widerstehen können: „S., jetzt abstimmen: Wer ist Top, wer ist Flop?“ Anmoderiert ist die Mail obendrein mit bonbonrosa Bildchen und Buchstaben und der Aufforderung: Bewerte Deine Freunde. Beworben wird das Ganze als neues Rezept gegen Langeweile. Wie bitte?
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Weihnachtsgeschichte 2.0

„Maria kam gerade rein und meinte: ,Joseph wir müssen reden.‘ Vielleicht erfahr ich jetzt endlich was los ist. Halte euch auf dem Laufenden.“

Wir alle wissen, wie diese Geschichte weitergeht, obwohl wir sie auf den ersten Blick nach diesem Satz nicht sofort präsent haben. Es ist ein Tweet, der am heutigen Nikolaustag geschrieben wurde von einem Twitterer Namens @joseph_von_naza. Er hat diese Biographie eingetragen: Joseph aus Nazareth, gefühlte 35 Jahre alt und vergeben. Führe einen kleinen Zimmermannsbetrieb in der 3. Generation in der Innenstadt von Nazareth. Damit dürfte alles klar sein. Hier geht es um die Familie Jesu.
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Schreiben wie die Pharaonen

Schreiben wie die Ägypter
Schreiben wie die Ägypter

Echte Hieroglyphen zu schreiben ist ein Kunststück. Jeder Buchstabe ein Kunstwerk. Für Leute, die nicht zeichnen oder malen können, ist der Versuch hoffnungslos, die Bildbuchstaben aufs Papier zu bannen.

Wie gut, dass es heutzutage das Internet gibt. Und da gibt es nichts, was es nicht gibt. Mit dem Hieroglyphic Typewriter ist es kein Problem, so zu schreiben wie die alten Ägypter. Einfach das gewünschte Wort – vorgesehen ist ein Name, es geht aber auch mit anderen Sätzen – per Mausklick auf der Tastatur eintippen, und fertig ist der Text in Hieroglyphen. Ob das ein Ägypter wirklich lesen könnte, steht auf einem anderen Papyrus. Aber zum Glück gibt es ja keine Altägypter mehr, die hier Einspruch einlegen könnten.

Und so sieht der Hierogplyphic Typewriter aus:

Zappeln im Netz(werk)

Freundeln – als Gegensatz zum Fremdeln -, kreiseln, netlogen, einloggen, ausloggen, feedreadern, maillesen, surfen. Was noch alles? Dieses Web kostet nicht nur Zeit, sondern auch Gehirnschmalz. Welches Passwort wo? Was habe ich heute nicht abgerufen, wo nicht nach neuen Nachrichten geguckt, wem nicht geantwortet und seine Freundschaftsanfrage bestätigt? Will ich das? Nein, ich will das nicht? Jedenfalls nicht so?
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Der Geiz bei Twitter

Blogger lesen Blogs. Blogger lesen besonders gern Blogs übers Bloggen. Zumindest ein Anfänger wie ich. Und da bin ich auf etwas gestoßen worden, auf das ich auch selbst hätte kommen können: Der Geiz auf Twitter. Wobei Twitter nur für stellvertretend für viele andere Netzwerke steht.
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Namen als Mengenbegriff

„Meyer, Müller, Schulze, Schmidt, machen jede Party mit“, hieß es früher. In Zeiten von Google und Yahoo haben es Meyer, Müller, Schulze und Schmidt sehr schwer, vor allem, wenn sie mit Vornamen wie Thomas, Michael, Andreas, Andrea, Stefanie oder Julia heißen. Das sind keine Namen, das sind Mengenbegriffe, sagen böse Zungen.

Ein Meyer-Müller-Schulze-Schmidt-Nachname, kombiniert mit einem Allerweltsvornamen, ist kein Alleinstellungsmerkmal in Zeiten des Internets. Und wer so jemanden googelt, egal ob Fremd- oder Ego-Googeln, muss oft lange suchen, bis er den oder die findet, die er sucht. Manchmal hilft der Beruf weiter, etwa bei Firmenchefs, oder die Branche. Geht es um Privatpersonen, wird die Sache ungleich schwieriger. Und so mancher Träger eines Allerweltsnamens wird im Suchmaschinen-Zeitalter schon oft über die Einfallslosigkeit seiner Eltern geschimpft haben. Wenn der Nachname schon nichts besonderes ist, könnte einen ja wenigstens der Vorname aus der Masse hervorheben. Der Politiker Meyer, einst CDU-Generalsekretär, verfügt immerhin über die schönen Vornamen Donatus Laurenz Karl, wobei er nur unter Laurenz Meyer bekannt ist. Der aktuelle Bundestag verfügt über sechs Müllers

nur einen Meyer/Meier/Mayer

zwei Schulz

und vier Schmidts

Um der Misere mit den Allterweltsnamen abzuhelfen, bleibt nichts anderes, als entweder auf eine ungewöhnliche Schreibweise zu setzen oder dem Allerwelts-Nachnamen ein Anhängsel zu verpassen.Die etwas andere Schreibweise, gekoppelt mit einem Doppelnamen, hebt Armin Mueller-Stahl aus der Masse der Müllers hervor, ebenso Marius Müller-Westernhagen. Müller-Wipperfürth gibt es im Netz gleich zwei Mal, einmal als Herrenschneider Alfons Müller-Wipperfürth, geborener Müller und Fabrikant in Wipperfürth, und einmal als Zahnarzt Müller aus Wipperfürth. Manchmal tut’s auch ein ungewöhnlich geschriebener Vorname, etwa Stefani (gibt es tatsächlich), um sich abzuheben. Wer auf keine dieser Varianten zurückgreifen kann, dem bleibt nur noch, jemanden mit einem ungewöhnlichen Nachnamen zu heiraten und dessen Namen anzunehmen.

Wer mag, kann hier gucken, wie häufig sein Nachname wo in Deutschland ist:

http://www.verwandt.de/karten/

Alles über Vornamen gibt es hier:

http://www.beliebte-vornamen.de/

Mit Namen befasst sich auch dieses Blog von Claudia Rothe:

http://www.namenschenken.de/2011/06/19/tipps-zur-vornamenwahl-anno-dazumal/

Und hier sinniert Kilian Evang vom Texttheater über Vornamen und Voruteile:

http://texttheater.net/vornamen-und-vorurteile

Blende verstellen am PC

Na klar, Fotografen wissen, wie sich Veränderungen von Blende, Belichtungszeit, Iso-Wert und Brennweite auf das Bild auswirken. Wie schnelle Bewegungen eingefroren werden, wann ein Bild beginnt zu rauschen. Aber eine kleine Spielerei im Netz macht nicht nur Anfängern Spaß: Der SLR-Camera-Simulator zeigt, wie sich ein Bild verändert, wenn der Fotograf am Regler für Blende, Zeit, Iso und Brennweite dreht.

Snapshot – und fertig ist das Foto.

Hier gibt es den Camera-Simulator zum Ausprobieren:
http://camerasim.com/camera-simulator.html

Von wegen: Kopfüber ins Blog

Es sollte ein gekonnter Hechtsprung in den großen Teich der Blogs werden. Und es war erst einmal nichts anderes, als vorsichtig den kleinen Zeh hineinzuhalten. Die Teichoberfläche war so undurchsichtig, dass der Start ins Bloggerleben statt mit einem beherzten Sprung erst einmal mit Stochern im Nebel über dem Wasserspiegel begann. Domain bestellen, Webspace – neues Wort gelernt – beschafft, und wie kriege ich das Ganze mit meinem Inhalt zusammen? Und welcher Inhalt überhaupt? Also den Zeh aus dem Wasser gezogen und mit spitzen Fingern darin herumgestochert, immer im anderen Tab Google offen mit allen möglichen Blog-Suchbegriffen. Geflucht, Haare gerauft, nochmal geflucht, hin- und hergeklickt, gegoogelt, nochmal gegoogelt, Rechner abgestellt, Rechner angestellt, zwischendurch ein Bier geholt – und dann den richtigen Weg doch noch gefunden, und es war alles ganz einfach. Jetzt bin ich da, wo ich hinwollte: Im Pyrolirium.

Hilfreich waren:
http://www.internet-abc.de/eltern/108936.php
http://sw-guide.de/webdienste-blogging/wie-starte-ich-ein-blog-und-mache-dieses-bekannt/

Tags: Anfänger, Blog, Bloggen