Feste, Konzerte, Feten

Reisegruppen – die schrägsten Typen

Manchmal sind sie bunt zusammen gewürfelt, manchmal sind nur Leute dabei, die sich schon lange kennen. Reisegruppen können mal so, mal so zusammengesetzt sein. Ich erlebe sie vor allem bei Pressereisen, da kommen Kollegen zusammen, die sich vorher nicht kennen, aber nun ein paar Tage gemeinsam verbringen wollen, können, müssen. Meine Beobachtung: Es gibt immer dieselben Typen in Reisegruppen. Eine Erfahrung, die sich auch bei Chorreisen bestätigt hat. Hier sind meine nervigsten Reisegruppen-Typen:
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In Vino Wichtigkeit

Schmeckt – schmeckt nicht! Weiter wage ich mich nicht vor auf dem Gebiet der Weinbeurteilung. Dafür fehlen mir einfach die feine Zunge und die sensible Nase. Und dieses gurgelnde Schlürfen gelingt mir auch nicht, ohne daß ich Gefahr liefe, daß mir der edle Tropfen aus dem Mundwinkel perlt. Auf einem ganz anderen Gebiet der Vinologie – ich weiß, so heißt das nicht, klingt aber schön – könnte ich schon mitreden. Beim ach so wichtigen Räsonieren über Wein.
Wie amüsant war es doch kürzlich, einem selbsternannten Experten zuzuhören. Ein Weißwein, sinnierte er über selbigen gebeugt, könne nach Katzenklo riechen. Naja, erstens stinken Katzenklos und zweitens riecht nicht das Katzenklo, sondern das Katzenpipi. Nach Ammoniak. Genauso, sagte der Fachmann, könne ein Weißwein halt riechen. Der Laie wundert sich. Und so ging es lustig weiter mit den Weingerüchen. Was der Mann da nicht alles erschnupperte und erschmeckte! Stehenden Zigarettenrauch, harzige Unterlegung, vibrierende stoffige Süße, Lakritz, Brombeer. Ich dagegen, warf ich kurz ein, bevorzuge die Lage Bahndamm-Südseite mit einem Bukett vom schwitzenden Schaf, gewürzt mit dicht verwobenen Gerbstoffen und einem leicht scharfen Abgang von einem Wein, der zwar noch jung ist, aber seine stürmischen Unarten längst abgelegt hat. Den Schock darüber mußte der Experte daraufhin erst einmal in einem Glas Wein ertränken.

Der Fluch des Smartphones

Ich bin spät dran. Wie meistens. Aber jetzt ist es immerhin soweit. Ich nenne ein Smartphone mein eigen. So etwas Tolles. Aber damit tut sich ein riesiges Problem auf. Ich habe noch viel mehr zu lesen als bisher und kann gar nicht mehr all das lesen, was ich lesen will.
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Träumereien in der Teetasse

Schwarz, grün oder weiß? Heiße Liebe oder kühle Frische? Wind der Savanne oder Sonne des Buddha? Rotbusch oder Honigbusch? Mit oder ohne Vanille-Aroma? Wintertraum oder Sommernachtstraum? Kaum etwas bietet so viel Auswahl, Abwechslung und so viel Blendwerk wie das Tee-Regal im Supermarkt. Unglaublich, was sich alles in kleine Beutel packen lässt, die dann in einen Becher voller heißes Wasser gehängt werden.
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Die Kamera als Frage

Wer ist außer Stars, Sternchen und Politikern am häufigsten im Fernsehen zu sehen? Journalisten bei der Arbeit. Fernsehen braucht Bilder, und wenn keine kraftvollen Bilder da sind, streicht die Kamera gern über die arbeitenden Kollegen. Ob in der Bundespressekonferenz oder – besonders oft – bei anderen Pressekonferenzen, wo es außer den Rednern auf dem Podium und der mitschreibenden Journaille kaum etwas zu drehen gibt. Da wird auch gern mal auf den Block gezoomt, auf dem gerade Notizen gemacht werden.
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Denkmal auf vier Hufen

Am Sonntag war Tag des offenen Denkmals. Und Kaltbluttag in Mollhagen im Kreis Stormarn bei Hamburg. Kaltbluttag – das ist auch eine Art Denkmaltag. Die wuchtigen Pferde sind seit Beginn der Motorisierung in der Landwirtschaft zunächst fast völlig verschwunden. Heute sorgen Liebhaber dafür, dass diese Pferde nicht aussterben. Manchmal buchstäblich in letzter Minute, etwa bei den Friesen – zugegeben, heute keine reinen Kaltblüter mehr – und beim Schleswiger Kaltblut. Engagierte Züchter, vor allem der verstorbene Thomas Isenberg von Gut Kamp in Schleswig-Holstein, haben mit den letzten Schleswiger Hengsten diese Rasse gerettet. Ein Denkmal des Landes auf vier Hufen, das schleswig-holsteinische Ackerpferd schlechthin.

Die Mitglieder im Kaltblutverein Mollhagen, und nicht nur die, investieren heute viel Arbeit, Geld und Freizeit, um uns das Schauspiel, das diese Pferde bieten, zu erhalten. Ob vor dem Pflug, der Kutsche oder unter dem Sattel: Beim Kaltbluttag, der jedes Jahr tausende von Besuchern anzieht, zeigen sich die Kaltblüter von ihrer besten Seite. Wer sich dort aufmerksam umsieht, versteht schnell, dass der Spaß, diese Pferde zu besitzen und mit ihnen zu arbeiten, mit viel Aufwand verbunden ist. Zaum, Geschirr und Sattel müssen größer sein als üblich, die Pferdeanhänger stabiler und größer, die Zugautos ebenfalls. Zu besonderen Anlässen wollen die Dicken gestriegelt und gebürstet, die üppigen Behänge gebürstet, Mähnen geflochten und Geschirre gewienert werden. Die Pferde danken es ihren Besitzer mit Leistungswillen und ihrer Gutmütigkeit. Und wer glaubt, Kaltblüter seien behäbig, der wird bei den Darbietungen eines Besseren belehrt.

Die Kaltblutpferde-Freunde erhalten uns ein landwirtschaftliches Denkmal. Deshalb war der Tag des offenen Denkmals gerade der richtige Tag für den Kaltbluttag in Mollhagen.

[lg_slideshow folder=“Kaltbluttag in Mollhagen 2009/“]

[lg_slideshow folder=“Kaltbluttag in Mollhagen 2011/“]

Hier geht es zu den Akteuren von Mollhagen und einer Kurzbeschreibung des Kaltblutvereins:


http://www.pferdesport-hamburg.de/Kurzportrait_Kaltblutverein_Mollhagen_2007-08-04.pdf

http://www.hermann-drechsler.de/  

Übrigens: Der nächste Kaltbluttag findet in Mollhagen am 8. September 2012 statt.

100-Tage-Blog-Bilanz

Mein Blaues Blog lebt seit 100 Tagen.

http://wp.me/p1J2oJ-l

Wie bei jedem, der ein neues Amt übernimmt, ist es an der Zeit, die 100-Tage-Bilanz zu ziehen.

Technik:

  • Dank WordPress ging das Einrichten viel leichter als gedacht.
  • Tryl and Error bei der Theme-Suche: Ich brauchte etliche Versuche, bis ich das passende gefunden hatte.
  • Die Anpassung an meine Vorstellungen dauerte Stunden, Abende, Wochen . . .
  • Ohne das Buch „Weblog mit WorldPress 3“ von Gabriele Frankemölle hätte ich es nie geschafft. Die Anleitungen darin sind so leicht nachvollziehbar, dass sogar ich alle Probleme lösen konnte:

http://www.amazon.de/Das-gro%C3%9Fe-Buch-Weblog-Wordpress/dp/381583029X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1314479516&sr=8-1

  • Bei den ersten Artikeln, in die ich Bilder einfügen wollte, habe ich ganz fürchterlich in der Werkzeugleiste herumgestochert, ebenso bei den ersten Links. Auch hier hat mir das Buch letztlich sehr geholfen.
  • Trial and Error auch bei den Plugins. Jetzt habe ich mein Päckchen geschnürt und verändere nur noch ab und zu etwas dran.
  • Das Einrichten des Blogs war mühsam, hat aber so viel Spaß gemacht, dass ich mich viel zu lange damit aufgehalten habe, anstatt zu schreiben.
  • Ich habe viel gelesen und meinen Auftritt weiter perfektioniert. Dank Blog-Blogs habe ich mir einen Avatar zugelegt und gelernt und angewendet, was ein Favicon ist. Das habe ich dieser Seite zu verdanken: http://blog.vanvox.de/2011/08/02/favicon-my-favorite-icon-2/

Inhalt:

  • Ich habe den wichtigsten Tipp aller Blogger-Ratschlagslisten vernachlässigt und mir kein festes Thema, keine Nische gesucht. Ich will schreiben, was mich interessiert, umtreibt, bewegt, was mein Leben bunt macht. Fazit: Es geht auch so.
  • Es gibt Themen, die funktionieren einfach. Eines davon ist Fotografie. Mit meinem ersten ausführlichen Fototext habe ich meinen ersten großen Zuspruch und meine ersten ernsthaften Kommentare bekommen: http://wp.me/p1J2oJ-2Q
  • Nicht gezündet haben dagegen Artikel wie „Brille online“ http://wp.me/p1J2oJ-6A oder „Stilsünden im Sommer“ http://wp.me/p1J2oJ-4g
  • Das Blog hat mein Denken verändert. Ich prüfe jetzt jedes Erlebnis daraufhin ab, ob es sich für einen Blogtext eignet.

Ich komme vor lauter aktuellem Bloggen kaum dazu, meine statischen Seiten zu bestücken.  Das ist aber nicht schlimm, sie sollen mein persönliches Archiv sein, das ich aber gern mit anderen teile und das langsam wachsen darf.

Verbreitung:

  • Alles Anfang ist schwer. Natürlich kommen nicht in der ersten Woche tausende Besucher aufs neue Blog. Nicht mal zehn. Eigentlich nur einer, ein Freund und Kollege, der auch gleich einen netten Kommentar hinterließ (Danke, Olaf). Alle anderen habe ich nicht wahrgenommen. Bis ich nach einem Statistiktool suchte und „Count per Day“ fand. Jetzt weiß ich: Ich werde gelesen, wenn auch nicht oft. Dank Twitter und Facebook schaffe ich es immerhin, meine Artikel bekannt zu machen. Dann schießt die Statistikkurve – leicht – nach oben.
  • Ich beobachte vermehrt andere Blogger und kommentiere vermehrt bei Ihnen. Das bringt Besucher.
  • Den größten Besucher-Schub verdankt das Blaue Blog einer netten Verlinkung: Knud Bielefeld und seinem Vornamen-Blog  www.beliebte-vornamen.de/  verdanke ich viel Besuch auf meiner Seite. Die meisten, die hier landen, kommen immer noch über ihn. Er hat zwei Vornamen-Artikel von mir verlinkt. Vielen Dank dafür.
  • Die meisten meiner Leser sind offenbar nicht bereit zu kommentieren. Wie bei den Klicks haben auch die Fototexte bisher die meisten Kommentare erbracht. Ein schöne Diskussion hatte ich mit einem Leser zum Thema Schulfotografie http://wp.me/p1J2oJ-6i, und auch „Privat fotografieren verboten“ http://wp.me/p1J2oJ-2Q hat mir Kommentare eingebracht. Sonst dürfte es gern mehr sein.

Gerade gefunden: Janas Tipps für mehr Bekanntheit des Blogs:

http://www.janasworld.de/2011/08/29/14-tipps-wie-man-seinen-blog-bekanntheitsgrad-steigern-kann/

Fazit:

Bloggen macht Arbeit, aber Arbeit macht Spaß.

Tipps für Blogger gibt’s hier:

http://www.blogtipps.com/

http://blog.stevieswebsite.de/2011/07/80-tipps-zum-blog-einstieg/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+stevieswebsite+%28SteviesWebsite+Webmaster+Blog%29

http://blog.vanvox.de/category/website-erstellung/

http://www.probloggerworld.de/blog-fehler-neuling/283/

http://pixeltuner.de/9-tipps-fuer-die-wahl-des-richtigen-blog-themes/

Über gute Blogartikel und wie man sie schreibt, hat sich Jonathan Torke Gedanken gemacht:

http://pixeltuner.de/gute-blogartikel-schreiben/

 

 

 

Gehört die Zauberflöte zur Allgemeinbildung?

Praktikant bei einer Tageszeitung, Anfang 20, Student, wird losgeschickt zu einer Aufführung von Mozarts „Zauberflöte“. Nein, er soll keine großartige Musikkritik schreiben, sondern nur einen Benefiztermin am Rand in Bild und ein paar Zeilen festhalten.

Frage an den jungen Mann: „Zauberflöte, schon mal gehört?“ Ja, davon habe er schon mal gelesen. „Ich meine, schon mal gehört, die Musik?“ Nein, meint er, bisher nicht. Ich trällere ihm kurz das Auftrittslied von Papageno, das Vogelfängerlied, vor. Nein, das kenne er nicht.

Niemand wird ernsthaft bestreiten, dass es zu einer umfassenden Allgemeinbildung gehört, schon einmal im Leben ein Gedicht von Schiller gelesen, ein Stück von Brecht oder von Shakespeare gesehen, ein Gemälde von Dürer oder Picasso betrachtet zu haben. Zu wissen, worin sich eine romanische und eine gotische Kirche unterscheiden und zu erkennen, ob ein Garten im französischen oder im englischen Stil angelegt ist. Nur die klassische Musik, die wird offenbar komplett ausgeblendet. Ein Abiturient muss nicht wissen, wie ein Bruckner-Sinfonie klingt. Aber er sollte schon einmal die „Zauberflöte“ gehört und nicht nur von ihr gehört haben. Er sollte den Unterschied zwischen Bach und Mendelssohn-Bartholdy heraushören und ein Instrument, zumindest eine Instrumentengruppe am Klang unterscheiden können.

Musikbildung, das heißt nicht Hiphop von Rock unterscheiden zu können. Ich wünsche mir, dass klassische Musik wieder hipper wird. Damit ich dem nächsten Praktikanten nicht wieder die „Zauberflöte“ erklären muss.