Daumen runter – was mir missfällt

Hilfe, mein Webspace ist voll

So ein Blog ist eine komplizierte Sache. Wer eines betreibt, will eigentlich nur Texte und Fotos veröffentlichen, sich ganz auf den Inhalt konzentrieren. Doch immer wieder gehen Stunden über Stunden für Technikkram drauf. Da dringt der unbedarfte Blogbetreiber in Sphären vor, von denen er sich nicht träumen lassen hat, dass es sie überhaupt gibt. So geht es mir gerade. Der Grund: Mein Webspace ist fast voll, und ich versuche herauszufinden, woran es liegt und wie man das Problem beheben kann. Eine Klage.
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Tomtom spricht wieder mit mir

Wer oft unterwegs ist zu Adressen, an denen er bisher nicht war, der weiß ein Navigationsgerät zu schätzen. Das zärtlich Navi genannte Teil erspart eine Menge Sucherei und führt einen direkt zum Ziel. Vorausgesetzt, es hat Satellitenempfang. Das ist bei Tomtom-Geräten in diesen Tagen aber nicht selbstverständlich. Gerade gibt es damit erhebliche Probleme.
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Es lebe die Blümchen-Fotografie

Blumen zeigen dem Fotografen nicht den Stinkefinger
Blumen zeigen dem Fotografen nicht den Stinkefinger

Vor kurzem habe ich einen Beitrag mit dem Titel „Warum ich so gerne Blümchen fotografiere“ gelesen. Darin beschreibt Frau Doktor – so heißt sie wirklich -, was sie so an der Blumenfotografie fasziniert. Da geht es um Strukturen, Farben, Makrosucht. Auch ich fotografiere gerne Blümchen, aber aus ganz anderen Gründen.
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Ich will nicht fotografiert werden!

Stell Dir vor, Du machst ein Foto von einem Platz mit 2000 Konzertgästen, und einer meckert. Er will nicht fotografiert werden. Sitzt in der ersten Reihe, hält einen Zigarillo in der Hand, genießt die Freiluftatmosphäre, aber will partout nicht auf einem Foto mit drauf sein. „Du darfst hier nicht fotografieren“, fährt er mich an. So etwas habe ich bisher nicht erlebt, aber es ist symptomatisch. Ich fürchte, das wird es immer öfter geben. Das ist Zeitgeist.
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Eine Pressekonferenz, die keine ist

Ich nehme vieles klaglos hin. Das ist so, wenn man sich Jahrzehnte lang als Lokal- oder Regionalreporterin durch die Vereins- und Verbandsszene arbeitet. Aber manchmal schüttele ich innerlich so heftig mit dem Kopf, dass ich aufpassen muss, dass man es von außen nicht sieht. Heute war wieder so ein Tag. Anlass: eine Pressekonferenz, bei der alles falsch gemacht wurde, was man nur falsch machen kann.
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Kein Hundeleben mehr: Jetzt kommt Wau-TV

Ich kannte mal einen Hund, der liebend gern Fußballübertragungen im Fernsehen anschaute, weil dabei ein Ball mitspielte. Das Tier versuchte immer, ihn zu fangen und stürzte dabei auch mal unter den Fernsehtisch. Letztlich war es aber doch kein richtig tierisches Programm. Das könnte sich demnächst ändern, wie mein Freund und Kollege Tonio Keller, Redakteur beim Bauernblatt Schleswig-Holstein, in einer Gastglosse geschrieben hat.
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Abenteuer am Geldautomaten

Der Gang zum Geldautomaten ist stets auch ein Quell der Spannung und der Freude. Welches Modell habe ich denn dieses Mal vor mir? Das Millionärsmodell? Das sind diese Kästen, bei denen man eine Minute lang das ratternde Abzählen der Scheine hört, so dass jeder zufällige Ohrenzeuge denkt, dass der Kasten jetzt 2000 Euro ausspuckt. Am Ende der endlosen Rappelei klemmen dann gerade Mal zwei Scheine im Ausgabeschlitz. Hat das Ding vor dem Auszahlen noch mal die Bestände durchgezählt und überlegt, ob noch genug da ist?

Ein anderer Typ Geldautomat scheint zuschnappen zu wollen. Er klemmt die Scheine so weit unten in seinem Schlund ein, dass ich immer Angst habe, dass er beim Herausziehen in meine Hand beißt. Also schnell die Scheinchen herausgezupft – und bloß weg hier.

Dann gibt es noch das eilige Exemplar. Das sind diese ungeduldigen Dinger, die nie abwarten können, bis ich nach dem Eintippen der Geheimzahl die Bestätigungstaste gedrückt habe. Schon nach der letzten Zahl ploppt das nächste Fenster auf.

Manchmal denke ich, jeder der 55 000 deutschen Geldautomaten hat eine spezielle Macke. Aber die hatten die Bankangestellten, die einem früher die Scheine vorzählten, ja bestimmt auch. Ein Geldautomat ist eben auch nur ein Mensch.

Das Deppenzeichen der Intellektuellen

Kürzlich – wie man sieht ein paar Tage vor Ostern – landete eine Mail aus Bregenz in meinem Postfach. „Bregenzer Garten.Kultur.Tage starten zu Ostern“ wurde dort angekündigt. Mal abgesehen davon,  dass ich nicht für die Reiseredaktion arbeite, Bregenz am anderen Ende der Republik liegt und damit auch nicht  im Erscheinungsgebiet der Lübecker Nachrichten, enthält die Mail für mich außer der Auswahl der falschen Adressaten noch ein anderes Ärgernis: ein neues Deppenzeichen.
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Die Piraten im Kopf

„Bundeswehr darf Piraten jetzt auch an Land verfolgen“, lautete eine Meldung von heute. Bundeswehr? Piraten? Verfolgen? Auch wenn die Piraten gerade wahlkämpfen, ist das doch noch lange kein Grund, ihnen Truppen auf den Hals zu schicken. Ach so, es sind gar nicht die Piraten gemeint, über die alle gerade reden. Sondern die Somalia-Piraten. Na dann.

So ist das mit Begriffen, die beinahe über Nacht eine neue Bedeutung erhalten. Nun habe ich mich gerade daran gewöhnt, dass ich bei dem Wort Piraten nicht sofort an Männer mit Enterhaken und Augenklappe denke – na ja, so sehen nicht mal mehr die Somalia-Piraten aus -, sondern an netzaffine Leute, die erfolgreich in die Politik streben. Da renne ich in die nächste Piraten-Falle, denke an Politiker, obwohl diesmal Verbrecher zur See gemeint sind. Wie gut, dass viele Medien inzwischen von Piraten und Somalia-Piraten schreiben. Damit es keine Missverständnisse in meinem Kopf gibt.

Hetze im Netz – der virtuelle Stammtisch

„Jeder blamiert sich, so gut er kann“, lautet ein geflügeltes Wort in meiner Familie. Da ist viel wahres dran. Aber Blamage allein ist noch kein Drama und fällt nur auf den zurück, der sich blamiert. Die alltägliche Hetze, die dank Internet in – man verzeihe mir die Phrase – aller Munde ist, hat eine ganz andere Dimension. Doch dafür das Netz zu verteufeln, ist falsch gedacht.
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