Notizen zur IGS 2013 – orientierungslos und hungrig

Ich habe keinen grünen Daumen, mag aber Pflanzen und Gärten. Deshalb habe ich mich aufgemacht zur Internationalen Gartenschau in Hamburg-Wilhlemsburg. Wenn so eine Gartenschau fast vor der Haustür liegt, muss ich sie auch besuchen. In einer kleinen Serie möchte ich meine Eindrücke schildern, auch wenn offenbar jeder norddeutsche Blogger zu der Schau schon seinen Senf dazugegeben hat. Los geht es heute mit den organisatorischen Dingen: Eintrittspreis, Verpflegung, Orientierung. Die sind nicht immer leicht zu bewältigen.

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Prospekt voller Rätsel: Wer ordnet den Wolkenmarmor?

Ich lese leidenschaftliche gern Prospekte und Werbebroschüren. Nicht wegen der Inhalte und Preise, sondern wegen der teilweise sehr kreativen Wort-Erfindungen, mit denen mich die Prospekt-Autoren erfreuen. Gerade ist mir ein besonders schönes Exemplar mit wunderbaren Beispielen in die Hände gefallen. Da mache ich doch gleich mal ein kleines Quiz draus. Wer weiß, um was es bei den nächsten Begriffen geht?
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Potenziertes Potential

Haben Sie Potential? Nein? Na, dann wird das nichts mit der Karriere. Nicht als Model, nicht mal als Deutschlands nächstes, und auch sonst nicht. Ohne Potential geht heute gar nichts mehr, das Wort hat sich schlicht potenziert, kommt nicht mehr ab und zu, sondern dauernd daher.

Wissen Sie, was Potential ist? Oder auch Potenzial, wie es die neue Rechtschreibung vorschreibt? Nein? Ich weiß es auch nicht so genau. Natürlich weiß ich, dass das Wort so viel wie Macht, Kraft, Vermögen (nicht monetär, sondern geistig oder körperlich) und Fähigkeit bedeutet. Aber wie diese Fähigkeiten genau aussehen, das bleibt ein Buch mit sieben Siegeln. Zumal wenn selbstgewählte Trendsetter über das Lifestyle-Potential von Autos oder von Star-Potential für jedermann schwadronieren. Da reicht mein Potential bei weitem nicht aus, um mir darunter etwas Konkretes vorzustellen.

Muss es aber auch nicht. Ich lasse das Wort einfach meinem Vergesslichkeitspotential anheimfallen und rätsele schon mal über das nächste Wort mit Lifestyle-Potential. Das kommt ganz bestimmt.

Einkaufen – die moderne Folter

Ich war einkaufen. Nicht shoppen. Einkaufen. Das ist dieses schnöde Einpacken von Waren des täglichen Bedarfs in einen Einkaufswagen. Der Weg vom Supermarkt-Regal zum heimischen Brot- oder Kühlschrank ist lang und steinig. Und für mich jedes Mal eine Qual. Einkaufen ist die Folter für die Frau – und den Mann – von heute.

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Agenturschreibweise: Wie uns DPA vor dem Grislibären schützt

fff, lll, mmm – die neue Rechtschreibung schenkt uns wunderbare Buchstaben-Dreierschläge, etwa in Schifffahrt, Kontrolllampe oder Brennnessel. Ich mag ja diese Drillinge, und sie haben sich gut eingebürgert, ebenso wie das Doppel-s anstelle des ß. So ein paar neue Schreibweisen gehen mir aber gegen den Strich. Wie gut, dass ich sie gar nicht verwenden muss, denn bei den Lübecker Nachrichten gilt wie in vielen Redaktionen die sogenannte Agenturschreibweise. Die ist ein bisschen anders, als es Herr Duden vorschreibt. Oder um genau zu sein: Die Agenturliste wählt bei zwei Möglichkeiten immer die, die mir und wohl auch den meisten Lesern näher liegt.

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Aus dem Pixel-Notizbuch: Leckere Unterwäsche

Das Pixel-Notizbuch hat lange brach gelegen. Zeit, es mal wieder aufzuschlagen. Der neueste Eintrag kommt aus der Abteilung Kurioses. Ich bin immer wieder erstaut über das Angebot in unseren Läden. Und darüber, dass die Leute so etwas wirklich kaufen. Was ich jetzt gesehen habe, ist völlig abgefahren. Süße Dessous. BH und String-Tanga zum Anbeißen, gefertigt aus Zuckerperlen (Liebesperlen würden hier besser passen). Ist doch eine tolle Sache. Lässt die Angebetete schnell nackig dastehen und spart obendrein noch die Wäsche. Was mich nachdenklich macht, sind die Mengenangaben. Dass der Bra mehr wiegt als der String, kann ich nachvollziehen. Aber welche Körbchengröße entspricht 280 Gramm?

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Gratis-Fotomotiv als milde Gabe

Wer regelmäßig im Netz unterwegs ist, stößt gerade bei Berichten von Künstlern oder anderen Kreativen immer wieder auf dieselbe Geschichte. Sie sollen irgendwo auftreten, in einem Restaurant oder eine Bar oder bei einer Veranstaltung, aber bitte für lau. Zahlen wollen diejenigen, die das Engagement aussprechen, nicht. Sie sollen Texte schreiben oder Fotos machen oder Webseiten optimieren oder was auch immer. Aber bitte gratis. „Das ist doch Werbung für dich“, lautet immer wieder das Argument für solche unlauteren Offerten. Gerade erst hat mich ein Geschäftsführer einer großen Firma gefragt, ob er die Fotos, die ich für die Zeitung gemacht habe, für die konzerneigene Mitarbeiterzeitschrift haben könne. Auf meinen Hinweis, die seien dann aber honorarpflichtig, wurde der Mann ganz schmallippig. Die tollste Geschichte dieser Art habe ich aber vor einigen Jahren erlebt. Das war der einzige Termin in meiner Laufbahn, den ich beinahe vor Ort hätte platzen lassen.
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Die besten Tweets seit den letzten Tweets der Woche

Ich bin alle. Fix und fertig. 18-Stunden-Arbeitstage, wie ich gerade einen hatte, stecke ich einfach nicht mehr so leicht weg wie früher. Ich habe mich abgearbeitet und ausgeschrieben, und deshalb gibt es hier völlig unsortiert und einfach so die favorisierten Tweets der vergangenen Zeit. Ich denke, da ist für jeden etwas dabei. Ich kann jedem die Links darin nur ans Herz legen. Los geht’s.
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Friesen-Gala: Die Schöne und der elegante Schwarze

Andrea Mönninghoff und Jorit sind ein eingespieltes Duo.
Andrea Mönninghoff und Jorit sind ein eingespieltes Duo.

Groß, stark, schwarz und ungeheuer elegant: Nein, ich schreibe nicht über ein Auto. Sondern über ein Pferd. Und was für eines. Jorit ist elf Jahre alt und ein Prachtkerl von einem Friesenhengst. Und wie es sich für einen starken, dunklen Kerl geziemt, gehört eine zarte, blonde Frau zu ihm. Andrea und Jorit, ein seit Jahren eingespieltes Gespann voller Eleganz und Schwung, das fast in meinem Hinterhof wohnt.
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Polizeikürzel für Fortgeschrittene

Die Zeit ist mal wieder reif für Polizeikürzel. Mein Polizei-Pressesprecher der Herzen hat sich nach meinem letzten Artikel zum Thema noch einmal ordentlich ins Zeug gelegt. Und auch seine Mitstreiterinnen in der Pressestelle haben diesmal etwas beigetragen. Da die Kürzel – sie stehen immer im Betreff der Pressemitteilungen – dieses Mal noch ein bisschen ausgefallener sind, kommen nun die Polizeikürzel für Fortgeschrittene.
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